Neuer Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik

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Prof. Berend Denkena stellt 2-Grad-Klimaziel und Lehre in Zeiten der Digitalisierung in den Fokus

Prof. Berend Denkena, Präsident der WGP, Quelle: IFW, Uni Hannover
Prof. Berend Denkena, Präsident der WGP, Quelle: IFW, Uni Hannover
WGP-Herbsttagung (v.l.n.r. Prof. Berend Denkena, WGP; Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW), Quelle: WGP
WGP-Herbsttagung (v.l.n.r. Prof. Berend Denkena, WGP; Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW), Quelle: WGP

Die WGP (Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik) hat seit 1. Januar 2018 einen neuen Präsidenten. Prof. Berend Denkena, Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Universität Hannover, hat turnusgemäß das Ruder für die kommenden zwei Jahre übernommen. Er folgt Prof. Eberhard Abele vom Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU Darmstadt, der der WGP seit 2016 vorstand.

Produktionstechnik soll Beitrag zu 2-Grad-Klimaziel leisten

„Die WGP bekennt sich zu dem Ziel, die Erwärmung der Erde auf maximal zwei Grad zu begrenzen“, betonte Denkena während seiner Antrittsrede im Rahmen der WGP-Herbsttagung in Berlin. „Als Präsident möchte ich unsere Bemühungen verstärken, dass die Produktionstechnik ihren Beitrag dazu leistet. Es gibt bereits wesentliche und ermutigende Vorarbeiten der WGP-Institute. Sie sollen gemeinsam mit den Anbietern und Anwendern von Produktionstechnik vertieft, erweitert, bewertet und in die Anwendung gebracht werden.“ Die WGP als ein starkes Netzwerk, das führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Produktionstechnik miteinander verbinde, biete die besten Voraussetzungen, Grundlagen für zukunftsweisende Entwicklungen in der Metallbearbeitung und im Produktionsmanagement zu schaffen. Hierzu strebt Denkena auch einen verstärkten Austausch mit anderen wissenschaftlichen Gesellschaften an. 

Lehre den schnellen Entwicklungen anpassen 

Die Lehre – eine zentrale Aufgabe der WGP – soll künftig noch stärker den rasanten Veränderungen in der Produktion angepasst  werden. Gerade durch Digitalisierung und Vernetzung im Zuge der Umstellung auf Industrie 4.0 wollen die Maschinenbau-Professoren ihre Kompetenzen auch in Bezug auf diese neuen Entwicklungen mehr in die Lehrpläne einbringen. „Meiner Ansicht nach sollten wir dabei nicht nur unsere Studenten im Blick haben“, so Denkena, „sondern auch Beschäftigte in der Wirtschaft: Für sie brauchen wir neue Weiterbildungskonzepte.“ Auf der jährlichen Herbsttagung hat sich hierzu bereits eine Arbeitsgruppe von WGP-Mitgliedern zusammengefunden, die genau daran arbeiten werden. Erste Kontakte zu Institutionen und Interessengruppen, die ebenfalls in diese Richtung agieren, wurden bereits geknüpft.

Berend Denkena, Jahrgang 1959, ist ausgebildeter Maschinenschlosser und studierte Maschinenbau an der Universität Hannover. Er arbeitete bei Thyssen in Deutschland und den USA, bevor er 1996 zu Gildemeister Drehmaschinen in Bielefeld wechselte und dort die Entwicklung und Konstruktion leitete. Seit 2001 steht Denkena dem Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) am Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover vor. Dort forschen rund 80 wissenschaftliche Mitarbeitende in den Bereichen spanende Fertigungsverfahren, Werkzeugmaschinen, Fertigungsorganisation und CFK-Leichtbau. Berend Denkena ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs 653 „Gentelligente Bauteile im Lebenszyklus“ sowie stellvertretender Sprecher des Sonderforschungsbereichs 871 “Regeneration komplexer Investitionsgüter”. Im Nebenamt wirkt er in verschiedenen Aufsichts- und Beiräten mit. Er ist unter anderem Mitglied der Internationalen Akademie für Produktionstechnik (CIRP) und der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech).

Veröffentlicht am Januar 9, 2018 - (27479 views)
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