IEN D-A-CH Juni/Juli 2021Ausgabe #66 - 28/05/2021

I: Dezentrale Automation & Bewegungssteuerung II: Industrielle Sicherheit

#2

#3  News: Brady | Profibus Nutzerorganisation

#4  News: AMA Verband | Schneider Electric

#5  News: Bosch | Mitsubishi Electric

#6  News: ACE Stoßdämpfer | VDMA: Wireless Communications for Machines

#7  News: Isra Vision | Jumo

#8  News: Fraunhofer | Siemens & Schaeffler | Smartfactory-KL

#9  Datenerfassung: Den Elementen trotzen

#10  Produktneuheiten Sensorik & Messtechnik: Delphin | Micro Epsilon | Hans Turck

#11  Industrielle Sicherheit: Ultraschallsensoren

#12  Industrielle Sicherheit: Sicherheitstechnik für norddeutsche Hebearbeitsbühnen

#13  Mit Radar für mehr Sicherheit in rauen Umgebungen

#14  Produktneuheiten Industrielle Sicherheit: Siei-Areg | Pilz | Kipp

#15  Dezentrale Automatisierung: Was treibt den Berliner in die Cloud

#16  Produktneuheiten Dezentrale Automatisierung und Bewegungssteuerung: Oriental Motors | Portwell

#17  Produktneuheiten Dezentrale Automatisierung und Bewegungssteuerung: Delta Electronics | Yamaichi | Sigmatek

#18  Produktneuheiten Dezentrale Automatisierung und Bewegungssteuerung: Beckhoff | Siemens | Kontron

#19  Dezentrale Automatisierung und Bewegungssteuerung: Sichere Bodenhaftung

#20  Produktneuheiten: Findling Wälzlager | Curtiss Wright

#21  Produktneuheiten: igus | Thread In Motion | Fischer Elektronik

#22

#23

Brady stärkt seine Position durch Übernahme von RFID-Spezialisten

Brady ent­­wi­ckelt fort­­lau­­fend in­no­­va­ti­ve Eti­­ket­ten­­ma­te­­ria­­lien und Kenn­­zeich­nungs­lö­sun­gen für die spe­zi­­fi­­schen Kenn­zeich­­nungs­­an­­for­de­run­­gen zahl­rei­­cher Kun­­den in den ver­­schie­­den­s­ten Bran­­chen. Die Mög­lich­­keit, nor­­men­­kon­­for­­me, pas­si­ve RFID-Chips und -Sen­so­ren in flexible, selbstklebende und industrietaugliche Etikettenmaterialien einzubetten, wurde vom Brady RFID-Kom­pe­tenz­zen­trum in der EMEA-Re­gion ent­schei­dend vo­ran­ge­trie­ben. „In Zu­kunft müs­sen alle Pro­duk­te mit ei­ner ein­deu­ti­gen digi­talen ID ge­kenn­zeich­net wer­den, da­mit sie in der ge­sam­ten Liefer­kette bis hin zum End­kun­den auf trans­pa­ren­te Wei­se nach­ver­folgt wer­den kön­nen“, so Brett Wilms, Mana­ging Direc­tor Iden­tifi­ca­tion So­lu­tions für EMEA bei der Brady Cor­pora­tion. „Mit­hil­fe die­ser ver­bes­ser­ten Trans­pa­renz kön­nen Unter­nehmen die Effi­zienz stei­gern, die Nach­haltig­keit ver­bes­sern und das Kun­dener­leb­nis opti­mieren. Mit un­se­rem Sor­ti­ment an zu­ver­lässi­gen und RFID-fähi­gen Eti­ket­ten, un­se­rem Know-how und un­se­rer Tech­no­lo­gie zum Drucken di­rekt vor Ort kön­nen wir die­se Vor­tei­le zahl­rei­chen Unter­nehmen zu­gäng­lich machen, selbst in Um­ge­bun­gen, die für die meisten Eti­ket­ten als an­spruchs­voll gel­ten. Durch die Tech­nolo­gien und Lö­sun­gen von Nordic ID kön­nen wir die­ses Ange­bot ab­run­den und stär­ken.“

Komplettlösung für Industrie 4.0

In Kombination mit den RFID-Lese­gerä­ten, RFID-Scan­nern, der Soft­ware, der Tech­nolo­gie und den spe­ziel­len Fähig­keiten von Nordic ID kann Brady seinen Kunden jetzt voll­stän­dige RFID-Lö­sun­gen anbieten, die sich bis ins Detail an Kunden­bedürf­nisse anpassen lassen und so die Vor­teile des Kon­zepts „Industrie 4.0“ ausschöpfen. Juuso Lehmuskoski, CEO von Nordic ID, erläutert: „Mit den techno­logi­schen Lösun­gen von Nordic ID können unsere Kunden ihre Unter­nehmens­abläufe auf Grund­lage von intelli­gen­ten Daten ver­walten, die bei Fer­tigungs­pro­zessen für Trans­parenz und im Be­trieb für Vorher­sagbar­keit sorgen. Der Ver­kauf von Nordic ID an einen renom­mier­ten und markt­führenden An­bieter von Kenn­zeichnungs­lösungen eröffnet eine ein­malige Chan­ce für das zukünf­tige Wachs­tum in ver­schiede­nen Bran­chen auf der ganzen Welt.“

Brady plant einen Ausbau der For­schung und Ent­wicklung bei Nordic ID, damit neue RFID-Pro­dukte schneller auf dem Markt ein­ge­führt werden können und um das Produkt­sortiment sowohl inner­halb als auch außer­halb von Europa zu erwei­tern. Die Techno­logie von Nordic ID und das markt­führende Brady-Ange­bot an indus­trietaug­lichen Druckern und Mate­rialien für Nischen­anwen­dungen ergän­zen sich ideal. So entsteht eine äußerst attrak­tive Unter­nehmens­kombina­tion im schnell wachsenden Seg­ment der Nach­ver­folgung und Tracea­bility in indus­triellen Umge­bungen.
 

Mehr als 100 Millionen PROFIBUS- und PROFINET-Geräte im Einsatz

Trotz der pan­demie-be­ding­ten Heraus­for­de­run­gen sind die Pro­duk­te mit Tech­no­lo­gien von PROFI­BUS & PROFI­NET In­ter­natio­nal (PI) durch An­wen­der sehr gut an­ge­nom­men wor­den. Die Ge­samt­zahl der in An­la­gen in­stal­lier­ten PROFIBUS- und PROFINET-Pro­duk­te hat mit 104 Mio. eine be­ein­dru­cken­de Schwel­le über­schrit­ten. PROFINET hat hier­bei auf Jah­res­sicht die bis­her höch­ste Zahl von 7,3 Mio. in den Markt ge­brach­ten Pro­duk­ten er­rei­cht. Die Ge­samt­zahl der in­stal­lier­ten PROFINET-Ge­rä­te stieg ge­gen­über dem Vor­jahres­wert um mehr als 22 % an und hat den Ge­samt­wert von 40 Mio. er­reicht. In 2020 wur­den ins­ge­samt 1,7 Mio. PROFIBUS-Ge­rä­te in den Markt ge­bracht, von denen 0,8 Mio. in An­wen­dun­gen der Pro­zess­indus­trie gin­gen. Im Ver­lauf der letz­ten Jah­re hat sich der An­teil der PROFIBUS-Pro­dukte, die in pro­zess­tech­ni­schen An­la­gen ver­baut wurden, kon­ti­nu­ier­lich er­höht und es wird er­war­tet, dass im Folge­jahr die Mehr­zahl der PROFIBUS-Pro­dukte für An­la­gen der Pro­zess­auto­mati­sierung ge­lie­fert wird. In der Fer­ti­gungs­tech­nik sind in­zwi­schen ca. vier­mal mehr Ge­rä­te mit PROFINET- als mit PROFIBUS-Schnitt­stelle aus­ge­stat­tet.

Wachstum auch bei sicheren Knoten

Bei IO-Link wurde in 2020 mit 5 Millionen Gerä­ten die bis­her höch­ste Jahres­zahl gelie­fert. IO-Link hat so­mit auch in schwie­rigen Zei­ten eine Wachs­tums­rate von 31 % er­rei­cht, was ein Beleg dafür ist, dass die Tech­no­lo­gie fest in den An­wen­dun­gen ver­ankert ist. Die Gesamt­zahl der instal­lier­ten IO-Link-Ge­räte beträgt jetzt mehr als 21 Milli­onen. Bei PROFIsafe wurde mit den in 2020 instal­lierten 2,6 Mil­lio­nen Kno­ten der Wert vom Vor­jahr knapp über­schritten. Die Gesamt­zahl der instal­lierten PROFIsafe-Kno­ten liegt dem­nach bei mehr als 16 Mil­lio­nen.

„Unsere Tech­nolo­gien stehen beim An­wen­der für Praxis­bewährt­heit, Zu­ver­lässig­keit und Zu­kunfts­fähig­keit. An­wen­der setzen seit ge­rau­mer Zeit in ihren An­la­gen im brei­ten Maße Indus­trie 4.0-Anfor­derun­gen um. Und un­se­re Tech­nolo­gien stel­len hier­für eine pro­funde Basis zur Ver­fü­gung. Mit omlox haben wir im ver­gan­genen Jahr einen wei­teren wich­ti­gen Bau­stein für flexi­ble und effi­ziente Pro­duk­tion in unser Port­folio auf­ge­nommen. Dies be­legt un­sere Zu­kunfts­orientie­rung“, kom­mentiert Karsten Schneider, Vor­stands­vorsitzen­der der PNO und Chair­man von PROFIBUS & PROFINET Inter­national (PI).
 

AMA Innovationspreis 2021 verliehen

Der AMA Ver­band für Sen­sorik und Mess­tech­nik (AMA) ver­lieh den AMA Inno­vations­prei­ses 2021 an zwei nomi­nier­te Teams. Pan­de­mie­be­dingt wur­den die Preis­trä­ger di­gi­tal am 3. Mai 2021 auf der Er­öff­nungs­ver­an­stal­tung der Sen­sor and Mea­sure­ment Science In­ter­natio­nal (SMSI 2021) ge­kürt. 

Der AMA Inno­vations­preis 2021, der mit 10.000 Euro do­tiert ist, geht in die­sem Jahr zu glei­chen Tei­len an zwei Ent­wick­ler­teams. Bei­de Ent­wick­lun­gen über­zeug­ten die Jury durch hohe Inno­vations­kraft und eine deut­liche Markt­rele­vanz. 

Gassensorik mit dielektrischer Anregung

Mit der Ein­füh­rung eines Sen­sor-An­re­gungs­sche­mas, das eine zeit­gemäße Al­ter­na­tive zur klassi­schen Wider­stand­messung dar­stellt, wer­den kon­ven­tio­nel­len halb­leiten­den Metall­oxid-Mate­rial­ien (SMOX) neue Gas­sensor­fähig­keiten ver­liehen. Das An­regungs­sche­ma bie­tet ein line­ares Gas­ansprech­verhal­ten (R² > 0,99), ei­nen dyna­mischen Gas­konzen­trations­bereich von sechs Deka­den, eine hohe Basis­linien­stabi­lität, redu­zierte Feuchtig­keits­effe­kte und elimi­nierte Umgebungs­temperatur­effekte. Dieses Pro­dukt ist bereits mit ei­nem Partner auf den Markt gebracht worden. Der­zeit arbeitet das Team mit ver­schiede­nen weite­ren Anwen­dern aus den Berei­chen Verbrau­cher, Indus­trie, Medi­zin, innere Sicher­heit und ande­ren zusam­men. (Broschüre S. 8)

Die Jury gratuliert dem Ent­wick­ler­team aus den USA: Dr. Radislav A. Potyrailo, Richard St-pierre, Dr. Aghogho Obi, Dr. Baokai Cheng, Dr. Christopher Collazo-Davila, Dr. Brian Scherer, Dr. Hilary Lashley Renison, Dr. Andrew Burns (General Electric Research Center)

Multi­parameter­messung als cloud­basierter Sen­sor für die Fer­men­ta­tion "QWX43"

Ein inno­vatives, kom­pak­tes und ein­fach zu be­dienen­des Multi­sensor­system, das aus Sicht des An­wen­ders zu je­dem Zeit­punkt volle Trans­pa­renz bie­tet, durch gleich­zeiti­ge Aus­gabe von Dich­te, Visko­sität, Gär­grad, Extrakt-, Alko­hol- und Zucker­konzen­tration sowie weite­ren Para­metern. Mit dem Ge­rät kann der Brauer seinen Pro­zess rund um die Uhr über­wachen, den Ver­lauf proto­kollie­ren, doku­mentie­ren und spei­chern. Wert­volle Pro­zess­aus­wertun­gen wie Beginn und Ende der Gärung er­folgen über das Web­inter­face. Das Sys­tem ba­siert auf ledig­lich zwei Piezo-Stimm­gabeln und strate­gisch platzier­ten Tem­pera­tur­sen­soren und ist in einem hy­gie­nisch voll­stän­dig ge­kapsel­ten Metall­ge­häuse rea­lisiert. (Broschüre S. 8)

Die Jury gra­tu­liert dem Ent­wickler­team: Dr. Tobias Brengartner, Jan Schleiferböck, Dr. Sergey Lopatin, Andrey Dodonov, Pablo Ottersbach, Julia Rosenheim (Endress + Hauser Level+Pressure)

Sensorik und Messtechnik als Inno­va­tions­trei­ber

In diesem Jahr bewarben sich 29 inno­vati­ve For­scher- und Ent­wickler­teams mit ihren Ent­wick­lungen um den AMA Inno­vations­preis, darunter 7 junge Unter­nehmen. Alle gemein­sam zeigen die Inno­vations­kraft der Sen­so­rik und Mess­tech­nik auf.

„Beide Gewinner­pro­jekte über­zeug­ten durch fun­dier­te Lö­sungen, über­zeu­gende Inno­vations­kraft und Markt­rele­vanz“, erklärt der Jury­vor­sitzen­de Pro­fessor Andreas Schütze von der Uni­ver­si­tät des Saar­landes die dies­jährige Aus­wahl. 

Broschüre mit al­len Ein­rei­chun­gen 2021

Alle ak­zep­tier­ten Ein­rei­chun­gen wer­den mit ei­ner Kurz­beschrei­bung der Inno­va­tion in der Bro­schü­re "AMA Inno­vations­preis 2021 – Die Bewer­ber" ver­öffent­licht, die kosten­frei on­line herunter­geladen wer­den kann
 

Schneider Electric besetzt Führungspositionen neu

Schneider Electric hat Barbara Frei zur neuen Ex­ecu­tive Vice Pre­si­dent des glo­ba­len Ge­schäfts­bereichs In­dus­trial Auto­ma­tion er­nannt. Die Ma­na­ge­rin über­nim­mt ab so­fort die Posi­tion von Peter Herweck, der am 1. Mai zum CEO von AVEVA er­nan­nt wurde. 

Nach­dem Barbara Frei seit 2019 als Ex­ecu­tive Vice Pre­si­dent Eu­rope Ope­ra­tions bei Schneider Electric tätig war, bleibt sie auch weiter­hin Mit­glied des Ex­ecu­tive Com­mittee. Von Zü­rich aus wird sie di­rekt an Jean-Pascal Tricoire, Chairman & CEO von Schneider Electric, be­rich­ten. Zu ih­rem Auf­gaben­be­reich zählt es, Kun­den und Part­nern des Tech-Kon­zerns dabei zu hel­fen, von den nach­hal­ti­gen Lö­sun­gen der nächs­ten Gene­ra­tion für die In­dus­trie der Zu­kunft zu pro­fi­tie­ren und die Vor­teile uni­ver­sel­ler Auto­mati­sierung zu nutzen. Die Bran­chen­kenne­rin setzt sich weiter­hin für die enge Zu­sam­men­ar­beit mit allen strate­gi­schen Part­nern von Schneider ein, da­run­ter auch AVEVA und ProLeit. 

Barbara Frei kam 2016 als Country Pre­si­dent Deutsch­land zu Schneider Electric. Sie star­tete ihre Kar­rie­re als Ent­wick­lungs­projekt­mana­gerin für Mo­to­ren und An­triebe bei ABB Schweiz und be­klei­dete da­nach ver­schie­dene lei­tende Posi­tio­nen im ABB Kon­zern, unter an­de­rem mit regio­naler Ver­ant­wor­tung als Country Mana­gerin für die Tsche­chische Repub­lik und als Regional­mana­gerin für den Mittel­meer­raum in Italien. Die Mana­gerin hat einen Doktor­titel als Ma­schi­nen­bau­ingen­ieurin von der ETH Zürich und einen MBA vom IMD Lau­sanne. Sie ist auch Mit­glied des Ver­wal­tungs­rats der Swisscom AG.

Christel Heydemann wird Ex­ecu­tive Vice Pre­si­dent Eu­rope Ope­ra­tions

Zur Nach­folg­erin von Barbara Frei hat Schneider Electric Christel Heyde­mann zum neuen Ex­ecu­tive Vice Pre­si­dent Eu­rope Opera­tions er­nannt. Eben­so wie Barbara Frei behält die neue Europa­chefin, die zu­vor die Posi­tion als Ex­ecutive Vice Presi­dent France Opera­tions inne­hatte, ihre Rolle als Mit­glied des Exe­cu­tive Committee des Unter­nehmens bei. Die Mana­gerin wird Schneider Electric wei­ter­hin gegen­über den EU-Insti­tutio­nen ver­treten und zur Ent­wicklung einer po­li­ti­schen Agen­da bei­tra­gen, wel­che die grüne und digi­tale Trans­for­mation Europas be­schleu­ni­gen wird.

Christel Heydemann star­te­te die Karriere bei Schneider Electric 2014 als Vice Presi­dent of Stra­te­gic Alli­ances. Seit 2017 ist sie Ex­ecu­tive Vice Presi­dent France Opera­tions und Mit­glied des Ex­ecu­tive Committee. Bevor sie zu Schneider Electric kam, ar­bei­tete Christel Heydemann bei der Boston Con­sulting Group und hatte ver­schie­dene Führungs­positio­nen bei Alcatel-Lucent inne. Die Mana­gerin ist Vor­stands­mitglied bei Orange. Sie ab­sol­vierte die Ecole Poly­technique und die Ecole Natio­nale des Ponts et Chaussées in Frank­reich. 
 

Bosch eröffnet voll vernetzte Chipfabrik in Dresden

Voll ver­netzt, daten­ge­steuert, selbst­opti­mierend: Bosch eröffnet in Dresden eine der mo­derns­ten Chip­fab­riken der Welt. Hoch­auto­mati­sier­te, voll ver­netzte Ma­schi­nen und in­te­grier­te Pro­zesse, kom­bi­niert mit Metho­den der künst­lichen In­tel­li­genz, machen das Werk in Dresden zu ei­ner in­telli­genten Fabrik und zum Vor­rei­ter bei In­dus­t­rie 4.0. Im vir­tu­ellen Bei­sein von Bundes­kanz­lerin Dr. Angela Merkel, der Vize­prä­si­den­tin der EU-Kom­mis­sion Margrethe Vestager und Sachsens Minister­prä­sident Michael Kretschmer wurde die High-Tech-Fer­ti­gung am 7. Juni 2021 offi­ziell er­öffnet. 

„Die hoch­moder­ne Tech­nik in Boschs neuer Halb­leiter­fabrik in Dresden zeigt, welch ausge­zeich­nete Er­geb­nisse sich er­zielen las­sen, wenn In­dus­trie und öffent­liche Hand ihre Kräf­te bün­deln. Halb­leiter werden zur Ent­wick­lung von Bran­chen wie Trans­port, Pro­duk­tion, Ener­gie und Ge­sund­heits­wesen bei­tragen – in denen Eu­ro­pa Heraus­ragendes leis­tet. Dies hilft, die Wett­bewerbs­fähig­keit Eu­ro­pas als Wiege für Spitzen­inno­va­tionen zu stärken“, so Margrethe Vestager, Exe­kutiv-Vize­prä­si­dentin der EU-Kom­mis­sion.

Größte Einzel­inves­tition der Unter­nehmens­ge­schich­te

„Es ist für Bosch von stra­te­gi­scher Bedeutung, Halb­leiter als eine Kern­tech­no­logie selbst zu ent­wickeln und zu fer­tigen. Mit Hilfe von künst­licher In­telli­genz heben wir in Dresden die Pro­duk­tion von Halb­leitern auf ein neues Level“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vor­sitzen­der der Geschäfts­führung der Robert Bosch GmbH. „In Dresden eröffnen wir da­mit unsere erste AIoT-Fabrik: von Be­ginn an voll­ver­netzt, daten­ge­steuert, selbst­op­ti­mierend.“ Bosch in­ves­tiert rund eine Milliarde Euro in den High-Tech-Stand­ort. Das ist die größte Einzel­inves­ti­tion in der mehr als 130-jährigen Ge­schich­te des Unter­nehmens. 

Aufnahme der Pro­duk­tion gelingt früher als geplant

Die Pro­duk­tion in Dresden startet bereits im Juli – ein hal­bes Jahr früher als geplant. Ab dann kom­men die im neuen Werk pro­du­zier­ten Halb­leiter in Bosch-Elektro­werk­zeugen zum Ein­satz. Für den Bedarf der Auto­mobil­indus­trie beginnt die Chip-Pro­duk­tion im Sep­tem­ber und damit ein Viertel­jahr früher als geplant. Als wichtiger Be­stand­teil des Fer­ti­gungs­verbundes für Halb­leiter stärkt Bosch mit der neuen Fabrik den Tech­no­logie- und Wirt­schafts­stand­ort Deutsch­land. „Die neue Chip­fabrik ist gut für Europa, für Deutsch­land und für Sachsen. Damit verbunden sind direkt und indirekt viele neue Ar­beits­plätze in einer riesigen Wachs­tums­bran­che. Die Milliarden­investi­tion stärkt Silicon Saxony und die gesamte euro­päische Halb­leiter­indus­trie“, sagte Sachsens Minister­präsident Michael Kretschmer. Heute ar­beiten im Halb­leiter­werk in der sächsischen Landes­haupt­stadt bereits rund 250 Menschen auf einer Fläche von 72 000 Quadrat­metern. Die Zahl der Beschäf­tigten soll in der Endaus­bau­phase des Stand­orts auf 700 Mit­ar­bei­ter an­wachsen.

Vorreiter bei In­dus­trie 4.0

Maschinen, die mit­denken, Wartungen aus 9 000 Kilo­metern Dis­tanz, Brillen mit ein­ge­bauten Kame­ras: Eines der mo­derns­ten Halb­leiter­werke der Welt steht jetzt in Dresden. „Dank der Kom­bi­nation von künst­licher In­telli­genz und dem Inter­net der Dinge schaffen wir die Grund­lage für daten­ge­steuer­te, kon­ti­nuier­liche Ver­besserung in der Pro­duk­tion“, sagt Denner. Konkret bedeutet das: Alle Daten der Halb­leiter­fabrik – von Anlagen, Sen­so­ren und Pro­duk­ten – werden in einem zen­tra­len Daten­speicher gesammelt. Im Werk ent­stehen da­durch pro Se­kun­de Pro­duktions­daten mit einem Um­fang von umge­rech­net 500 Text­seiten. An einem Tag ent­spricht das mehr als 42 Millionen be­schrie­be­ner Blät­ter. Die­se Daten werden an­schlie­ßend mit Metho­den der künst­lichen In­telli­genz aus­ge­wer­tet. Selbst­op­timie­rende Algo­rithmen lernen dabei, aus den Daten Vor­her­sagen ab­zu­leiten. So lassen sich Fer­ti­gungs- und War­tungs­vor­gänge in Echt­zeit ana­ly­sieren. Ein AI-Algo­rithmus erkennt bei­spiels­weise selbst kleinste Auf­fällig­keiten an den Pro­dukten, die durch spe­zi­fische Fehler­bilder, sogenannte Signa­turen, auf den Wafern sicht­bar werden. Die Ursachen wer­den sofort ana­ly­siert und Pro­zess­ab­wei­chun­gen um­gehend korri­giert, noch bevor sie die Zu­ver­lässig­keit des Pro­duk­tes be­ein­flus­sen können. „Künst­liche In­telli­genz ist der Schlüssel, um Fer­ti­gungs­pro­zesse und Qualität der Halb­leiter weiter zu ver­bessern und einen hohen Grad an Pro­zess­stabi­lität zu er­reichen“, erklärte Denner. Das wiederum führt zu einem schnellen Serien­start von Halb­leiter­pro­dukten und er­spart Kun­den auf­wen­dige Er­pro­bungen, wie sie sonst bei­spiels­wiese in der Auto­mobil­indus­trie zur Frei­gabe einer neuen Fer­ti­gung not­wen­dig sind. Auch War­tungs­ar­bei­ten lassen sich mit künst­licher In­telli­genz op­ti­mieren. Al­go­rithmen können prä­zise Vor­her­sagen treffen, ob und wann eine Fer­ti­gungs­ma­schi­ne oder ein Ro­bo­ter gewartet oder nach­jus­tiert werden muss. Die Ar­bei­ten finden also nicht nach einem starren Plan statt, sondern genau dann, wenn sie er­for­der­lich sind – und recht­zeitig, bevor es zu Problemen kommt.
 

100 Jahre Mitsubishi Electric

1870 gründete Yataro Iwasaki das erste Mitsu­bishi Unter­nehmen. Seit­dem hat sich die Mitsu­bishi Gruppe in eine Rei­he un­ab­hän­gi­ger Unter­neh­men weiter­ent­wickelt, die heute in nahe­zu jedem Indus­trie­sek­tor tätig sind. Die Mitsu­bishi Elec­tric Cor­po­ra­tion zeich­net sich mit ih­rer Er­fah­rung in der Be­reit­stel­lung zu­ver­läs­si­ger, qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger elek­tri­scher und elek­tro­ni­scher Pro­dukte aus. Heute ist Mitsu­bishi Elec­tric ein Global Player in der Her­stellung, dem Mar­ke­ting und dem Ver­trieb elek­tri­scher und elek­tro­ni­scher Ge­räte, die in der In­for­ma­tions­ver­ar­bei­tung und Kom­mu­ni­ka­tion, der Raum­fahrt­ent­wick­lung und Sa­tel­li­ten­kom­mu­ni­ka­tion, der Un­ter­hal­tungs­elek­tro­nik, der In­dus­trie­auto­ma­ti­sierung, der Ener­gie-, Mo­bi­li­täts- und Ge­bäu­de­tech­nik sowie in der Heiz-, Kühl- und Klima­tech­nik ein­ge­setzt werden. 

Mit rund 146.500 Mit­ar­bei­tern er­zielte das Unter­nehmen zum En­de des Ge­schäfts­jahres am 31.03.2021 einen kon­soli­dier­ten Um­satz von 37,8 Mil­li­ar­den US-Dollar. In über 30 Län­dern sind Ver­triebs­bü­ros, For­schungs­unter­neh­men und Ent­wick­lungs­zent­ren sowie Fer­ti­gungs­stät­ten zu finden. Seit 1978 ist Mitsu­bishi Elec­tric in Ratingen/Deutsch­land als Nieder­lassung der Mitsu­bishi Elec­tric Europe vertreten.


Factory Automation

Im Bereich Factory Auto­mation wurden viele bahn­bre­chen­de Pro­duk­te für die Auto­mation ent­wickelt. So ent­warfen die Kon­struk­teure im Jahr 1980 die erste Kom­pakt SPS für ihre eigene Pro­duk­tion. Dann folgten Fre­quenz­um­richter, Servo/Motion und In­dus­trie­ro­bo­ter. Mit der System Q brachte das Unter­nehmen bereits 2001 die erste Auto­mati­sierungs­platt­form auf den Markt, die 4 Controller-Typen (Roboter, Motion, CNC und SPS) auf einer Platt­form vereint. 

Vorreiter der Digi­tali­sierung

Im Jahr 2003 ent­wickelte Mitsu­bishi Electric das e-F@ctory Kon­zept und war damit ein Vor­rei­ter des IoT und dem Di­gi­ta­li­sierungs­an­satz der In­dus­trie 4.0 um Jahre voraus. Auch dank seiner starken Part­ner­kon­zepte e-F@ctory Alliance und dem Au­to­mation Net­work ist Mitsu­bishi Electric in der Lage, ihren gemein­samen Kunden die opti­male Lö­sung zum Er­halt und Aus­bau ihres Wett­be­werbs­vor­teils und der digi­talen Unter­nehmens­trans­for­ma­tion anzu­bieten.

Mit der Ent­wicklung der unter­nehmens­eignen KI-Tech­no­lo­gie Maisart (Mitsubishi Electric's AI creates the State-of-the-ART in technology“) sind die Weichen gestellt, dass das Unter­nehmen auch die nächsten 100 Jahre weiter­hin ein Inno­vations­treiber bleibt.
 

Energie-Erntehelfer gesucht

Am 01. Mai ist der Stu­den­ten­wett­be­werb INNOVACE 2021 ge­star­tet. Da­bei stellt die ACE Stoß­dämpfer GmbH den teil­neh­men­den Teams oder Ein­zel­perso­nen sowie der sie be­treu­en­den Lehr­kraft die Auf­gabe, ei­nen De­sign­ent­wurf mit tech­ni­schem Nach­weis zur Funk­tio­na­lität und Mach­bar­keit zum Thema Ener­gy Har­ves­ting in der Dämpfungs­tech­nik bis zum 30.09. ein­zu­rei­chen.

Bis­lang wan­deln Dämpfungs­ele­mente kine­tische in ther­mi­sche Ener­gie um, ohne die wäh­rend des Dämpfungs­vor­gangs frei­werden­den Kräfte sowie die trans­lato­rische Be­we­gung der Kolben­stan­ge zur Energie­ge­winnung zu nutzen. Daher sind nun im Rah­men von INNOVACE 2021 die Studie­renden von Univer­sitäten, tech­ni­schen Hoch­schulen und Fach­hoch­schulen aus den Berei­chen Ma­schi­nenbau, Kon­struk­tion, Mecha­tronik und Elektro­technik im In- und Aus­land auf­ge­rufen, dies zu ändern. Denk­bar ist bei­spiels­weise, auf die­se Weise ei­ne Senso­rik oder Kom­mu­ni­ka­tions­ge­rä­te au­tark ver­sor­gen zu kön­nen.

ACE lobt für das Gewinner­team oder die Einzel­person ein Preis­geld in Höhe von 5.000 Euro aus. Zusätz­lich er­hält der be­glei­ten­de Lehr­stuhl eine Unter­stütz­ung in Höhe von 2.000 Euro. Einige Preis­träger, wie etwa Robin Hilke von der Hoch­schule Düssel­dorf, konnten den Award­gewinn als Sprung­brett in den beruf­lichen Ein­stieg bei der STABILUS Gruppe, dem Mutter­unter­nehmen von ACE, nutzen. Die Aus­schrei­bung mit Details zu den An­forde­rungen und zu den ge­stell­ten tech­ni­schen Rahmen­bedin­gun­gen ist auf der Home­page der ACE Stoß­dämpfer GmbH zu fin­den: www.ace-ace.de/de/unternehmen/ace-awards/innovace-2021.html

Interess­en­ten können zudem am 17.05. um 15 Uhr Fra­gen im Rah­men einer Web­kon­ferenz stel­len. An­mel­dun­gen hier­zu müs­sen per E-Mail an innovace@ace-int.eu bis zum 13.05. er­fol­gen. An­sprech­partner bei ACE ist Toni Riediger, erreich­bar unter der genan­nten Mail­adresse oder tele­fonisch: +49 170 2290 989. Die Paten­schaft des dies­jähri­gen Wett­be­werbs mit ge­plan­ter Preis­ver­leihung im No­vem­ber 2021 über­nimmt Vice President and Head of STABILUS Industrial, Jürgen Roland.

Kooperationserklärung im Bereich industrielles 5G

Die VDMA Arbeits­gemein­schaft Wire­less Com­mu­ni­ca­tions for Ma­chines (AG WCM) und 5G-ACIA (5G Al­lian­ce for Con­nec­ted In­dus­tries and Auto­mation) ha­ben ei­ne Ko­oper­ations­er­klä­rung zum in­dus­t­riel­len 5G ver­ab­schie­det. Die Er­klä­rung legt den Grund­stein für ei­ne ef­fek­ti­ve Zu­sam­men­ar­beit zum in­dus­t­riel­len 5G zwi­schen den bei­den Or­ga­ni­sa­tio­nen durch Ko­opera­tions­me­cha­nis­men und ei­nem ge­gen­sei­ti­gen Aus­tau­sch.
Die Mis­sion der VDMA Ar­beits­ge­mein­schaft WCM ist die tech­no­lo­gie­neu­tra­le An­wen­dung von Funk­lö­sun­gen im Ma­schi­nen- und An­la­gen­bau zu för­dern und gleich­zei­tig Ein­tritts­bar­rie­ren zu sen­ken. Für al­le Be­tei­lig­ten der Wert­schöpfungs­ket­te sol­len Sy­ner­gien ge­ho­ben und die Voraus­setzung zur nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung wett­be­werbs­fähi­ger Spitzen­tech­nolo­gien ge­schaf­fen wer­den. Neben tech­ni­schen sol­len auch or­ga­ni­sa­to­ri­schen As­pek­te bei der Ein­füh­rung von Funk­lö­sun­gen in Ma­schi­nen, Pro­duk­tions­sys­teme und Unter­neh­men be­rück­sich­tigt wer­den – eine win-win-Si­tu­a­tion für al­le teil­neh­men­den Unter­neh­men durch den Er­fahrungs­aus­tausch und das ge­stal­te­ri­sche Po­ten­tial des star­ken VDMA-Netz­werks.

Die Kern­auf­gabe der 5G-ACIA ist es, die best­mög­li­che Nutzung des Mobil­funks und ins­be­son­de­re der 5G-Tech­no­lo­gie durch rele­vante In­dus­trien und ins­be­son­dere den Ferti­gungs- und Prozess­sektor zu er­mög­li­chen. Die 5G-ACIA setzt sich dafür ein, dass die einzig­ar­ti­gen In­ter­es­sen und As­pek­te des In­dus­trie­sek­tors im Zu­sam­men­hang mit der 5G-Stan­dard­isie­rung und -Re­gu­lie­rung an­ge­mes­sen be­rück­sich­tigt wer­den. Außer­dem setzt sie sich da­für ein, dass die lau­fen­den 5G-Ent­wick­lun­gen von den Ak­teu­ren im in­dus­triel­len Be­reich ver­stan­den und an sie weiter­ge­geben wer­den. Dazu ge­hö­ren mög­li­che In­te­gra­tions­kon­zep­te und Mi­gra­tions­pfa­de, aber auch die Be­wer­tung von Schlüs­sel­tech­no­lo­gien, die aus den 5G-Stan­dard­isierungs­gre­mien her­vor­ge­hen.

„Die stei­gen­den An­for­de­run­gen der Ma­schi­nen- und An­la­gen­bau­er und ei­ne ziel­ge­rich­te­te und in­ter­ope­rab­le In­te­gra­tion von in­dus­trie­taug­li­chen Funk­lö­sun­gen im Ma­schi­nen- und An­la­gen­bau er­for­dern neue Maß­nah­men und Ko­opera­tio­nen. Ei­ne ef­fi­zien­te Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen der Ar­beits­gemein­schaft WCM und der 5G-ACIA wird un­se­ren Mit­glie­dern zugute­kommen," er­läu­tert Ralf Neubert, Schneider Electric und Vor­sitzen­der der Ar­beits­ge­mein­schaft WCM.

Dr. Andreas Mueller, 5G-ACIA Chair ergänzt: “5G ist die Schlüs­sel­tech­no­lo­gie für die Fa­bri­ken der Zu­kunft und kann In­dus­t­rie 4.0 auf die nä­chs­te Stu­fe heben. Die enge Zu­sam­men­ar­beit mit dem Ma­schi­nen- und An­la­gen­bau und der Elek­tro­in­dus­t­rie ist ein wich­ti­ger Schritt, um die in­dus­t­riel­le 5G-Vision Wirk­lich­keit wer­den zu las­sen. Wir freuen uns über die en­ge­re Zu­sam­men­ar­beit mit der AG WCM.”
 

ISRA VISION - Gründer und CEO zieht sich zurück

Das Unternehmen ISRA VISION grün­de­te der da­malige wis­sen­schaft­liche Mit­ar­bei­ter Enis Ersü als Spin-off aus der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Darm­stadt. ISRA (In­telli­gen­te Sys­teme Ro­bo­ter & Au­to­ma­ti­sie­rung) war einer der ers­ten deut­schen Start­ups, bei dem der Bu­si­ness Case stra­te­gisch auf die Kom­bi­na­tion des ma­schi­nel­len Sehens mit Ro­bo­tik und Au­to­ma­ti­sie­rung aus­ge­rich­tet wur­de. Nach den ers­ten zehn Jah­ren wur­de der ent­schei­den­de Schritt mit ei­ner Fo­kus­sie­rung aus­schließ­lich auf das „Elek­tro­ni­sche Au­ge“ ge­macht. Im Jah­re 2000 wur­de die ISRA VISION mit ei­ni­gen ISRA Ma­na­gern an der Frank­fur­ter Bör­se ge­listet. 

Inter­na­tio­na­les Wachs­tum in ver­schie­de­nen In­dus­t­rie­be­rei­chen

Seit­dem ent­wi­ckel­te sich ISRA VISION als ei­nes der we­ni­gen Unter­neh­men, die den Zu­sam­men­bruch des „Neuen Markt“ er­folg­reich über­lebt haben, zu einem der glo­ba­len Markt­füh­rer in der Ma­chine Vi­sion In­dus­trie mit 25 Stand­orten in über 15 Län­dern; über 850 Mit­ar­bei­ter er­wirt­schaf­te­ten vor der Pan­de­mie einen Um­satz von ca. 150 Mio. €. Enis Ersü hat ISRA mit einer Stra­te­gie ge­führt, die auf kun­den­fokus­sier­te In­no­va­tio­nen auf­baut und da­bei das or­ga­ni­sche und ex­ter­ne Wachs­tum stän­dig for­ciert. Die Di­ver­si­fi­ka­tion auf über neun ver­schie­de­ne Bran­chen war ge­nau­so von großer Be­deu­tung wie die stra­te­gi­sche Ak­qui­si­tion von elf Unter­neh­men mit Aus­rich­tung auf zum Teil ver­schie­de­ne Ziel­in­dus­t­rien. 

Den Schlüssel zum Er­folg sieht Ersü unter an­de­rem bei sei­nem Team: „Ich hat­te das Pri­vi­leg, mehr als 36 Jah­re mit einem tollen Team zu ar­bei­ten; ich bin allen mei­nen Mit­ar­bei­tern, Kol­le­gen, Kun­den und Part­nern dank­bar, die mich auf vielen in­te­res­san­ten Etappen be­glei­tet, und Ver­än­de­run­gen, stra­te­gi­sche Maß­nah­men und mutige Ent­schei­dun­gen mit­ge­tra­gen ha­ben. „Für die nächste Lebens­phase möch­te er seine Ex­per­tise zur Unter­stütz­ung von jun­gen Tech­no­lo­gie­unter­neh­men ein­setzen – nur beratend: „Es ist eine sehr reiz­volle Auf­gabe“; was die fri­schen Grün­der brau­chen, kennt er ja aus ei­ge­ner Er­fah­rung.  

Indus­trielle Partner­schaften

Seine Spu­ren hat Ersü auch bei Indus­trie­ver­bänden hinter­lassen. Die Grün­dung des „Vision Club“, der ers­ten deut­schen Indus­trie­ver­eini­gung für Ma­chine Vision war für ihn ein wich­ti­ger Meilen­stein. Die Inte­gra­tion dann in den VDMA, der jahre­lange „leiden­schaft­liche“ Auf­bau im Vor­stand beim VDMA und die Mit­grün­dung des EMVA wa­ren für die Bran­che wich­tige Bei­träge. 

Seine Nach­folge­rege­lung war für Ersü natür­lich ein wich­tiges The­ma. Von den mög­li­chen Op­tio­nen hat sich die stra­te­gische Alli­anz mit ei­nem Indus­trie­part­ner als die opti­male heraus­kristalli­siert. "Eigen­stän­dig in neu­er Ma­chine Vision Spar­te von Atlas Copco aus Darm­stadt ope­rie­rend “ ist Ersü über­zeugt, in der Atlas Copco Gruppe einen nach­hal­tigen in­dus­triellen Part­ner ge­fun­den zu ha­ben, mit dem ISRA den ein­ge­schla­ge­nen Wachs­tums­pfad auf den Fel­dern Sur­face Vision und 3D Ma­chine Vision weiter­ver­fol­gen, ihre Inno­vations­pipe­line weiter füllen und das Team kon­ti­nu­ier­lich stär­ken und ver­größern kann. 
 

JUMO-Sensoren für französische TGV-Flotte

Der Avelia Horizon ist ei­ner der Zü­ge mit dem ge­rings­ten Kohlen­stoff-Fuß­ab­druck auf dem Markt. 97 Pro­zent der Zug­gar­ni­tur ist recycel­bar. Da­mit ist die neue Ge­ne­ra­tion um 20 Pro­zent wirt­schaft­li­cher und deut­lich we­ni­ger ener­gie­in­ten­siv. Die TGV™-M ge­nan­nten Züge bie­ten Platz für bis zu 740 Fahr­gäs­te, das sind 140 mehr als in den bis­he­ri­gen Zü­gen. 

Alstom ent­schied sich nicht zuletzt auf­grund der lang­jähri­gen er­folg­rei­chen Zu­sam­men­ar­beit für JUMO Frank­reich als Part­ner für die Liefe­rung der HABD-Tem­pe­ra­tur­sen­so­ren (Hot Axle Box De­tec­tion). Die­se wer­den an den Dreh­ge­stel­len der Hoch­ge­schwin­dig­keits­züge mon­tiert. Die­se Sen­so­ren sind Teil des BMS (Bogie Mo­ni­to­ring Sys­tem) und spielen eine ent­schei­den­de Rolle, da sie di­rekt mit ei­nem Alarm­sys­tem ver­bun­den sind, das im Falle ei­ner Über­hitzung der Achs­lager zum Total­stopp des Zu­ges füh­ren kann. 

Bei den Sen­so­ren han­delt es sich um kun­den­spe­zi­fi­sche Son­der­an­fer­ti­gun­gen, die ex­tre­men Be­din­gun­gen wie ho­hen Tem­pe­ra­tu­ren, Vi­bra­tio­nen oder Feuch­tig­keit aus­ge­setzt sind. Sie müs­sen des­halb be­son­ders an­spruchs­volle Spe­zi­fi­ka­tio­nen. Der jetzige Auf­trag um­fasst die Liefe­rung von meh­re­ren Tau­send Tem­pe­ra­tur­sen­so­ren für die ers­ten 50 Züge. Die Pro­duk­tion be­gann En­de 2020 und die Lie­fe­run­gen er­fol­gen ge­staf­felt bis 2025. Ins­ge­samt sol­len 100 der neu­en Züge Teil der zu­künf­ti­gen Hoch­­ge­schwin­­dig­­keits­­flotte wer­den.
 

Projektstart »MUT« für KMUs

Viele Über­wach­ungs-, Mes­sungs- und Cha­ra­kte­ri­sie­rungs­auf­ga­ben in der In­dus­trie ba­sie­ren heut­zu­ta­ge auf klas­si­schen Ul­tra­schall­sen­so­ren. Mi­kro­­me­­cha­­ni­sche Ultra­schall-Wand­ler (MUT) stel­len da­bei ei­ne inno­va­ti­ve und ef­fek­ti­ve Wei­ter­ent­wick­lung dar, die durch ih­re kom­pak­te Bau­wei­se und ih­re Leis­tungs­ef­fi­zienz neue An­wen­dungs­be­rei­che er­schlie­ßen kön­nen. Die In­ves­ti­tions­kos­ten für die Ent­wick­lung sol­cher MUTs sind für vie­le klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men (KMUs) je­doch zu hoch. Da­her ent­wickeln drei Fraun­hofer-In­sti­tu­te ge­mein­sam ei­ne An­wen­dungs­platt­form, wel­che auch KMUs den Ein­satz von MUTs er­mög­licht. Da­bei sol­len in Ko­ope­ra­tion mit In­dus­trie­part­nern ver­schie­de­ne mikro­me­cha­ni­sche Bau­ele­men­te und Pilot­pro­duk­te ent­wi­ckelt wer­den. In ei­nem ers­ten Schritt fin­den da­zu ab Juli Work­shops statt, um die gute In­te­grier­bar­keit von MUTs in be­reits be­stehen­de Sys­teme auf­zu­zei­gen.

Ob Dis­tanz­mes­sung und Mikro­posi­tio­nie­rung, Ges­ten­steue­rung und Kol­li­sions­sen­so­rik, En­dos­ko­pie und So­no­gra­phie – Ultra­schall­sen­so­ren bil­den seit Jah­ren die Ba­sis in der In­dus­trie, Medi­zin und Mo­bi­li­tät. Ak­tu­ell wer­den die­se an­wen­dungs­spe­zi­fi­schen Sen­so­ren meist durch die KMUs selbst ent­wi­ckelt und ge­fer­tigt. Der Ein­satz von mo­der­nen mikro­me­cha­nisch ba­sier­ten Ultra­schall-Ele­men­ten er­mög­licht die Rea­li­sie­rung von hoch­kom­pak­ten Sys­te­men, ein­er ge­stei­ger­ten Sen­si­ti­vi­tät so­wie ei­ner ef­fi­zien­ten Nutzung von Array­funk­tio­na­li­tä­ten wie Bild­ge­bung oder Richt­cha­rak­te­ris­tik. Zu­dem kön­nen ge­sund­heits- und um­welt­schäd­li­che Ma­te­ria­lien ver­mie­den wer­den. Dem ge­gen­über ste­hen je­doch die zu­sätz­li­chen, meist ho­hen Kos­ten für die Ent­wick­lung die­ser halb­leiter­ba­sier­ten MUTs – ei­ne oft un­über­wind­bare Hür­de für vie­le klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men. Ei­ne Al­li­anz von drei Fraun­hofer-In­sti­tu­ten wird hier Ab­hil­fe schaf­fen.

»Gemein­sam mit dem Fraun­hofer-In­sti­tut für Si­li­zium­tech­no­lo­gie ISIT und dem Fraun­hofer-In­sti­tut für Elek­tro­ni­sche Nano­sys­teme ENAS wol­len wir ei­ne MUT-Platt­form auf­bauen. Durch ei­nen mo­du­la­ren An­satz kön­nen wir da­mit schnell und ef­fi­zient in­no­va­ti­ve Ul­tra­schall­sys­te­me an spe­zi­fi­sche An­wen­dun­gen an­pas­sen und ent­wi­ckeln«, er­klärt Jörg Ame­lung vom Fraun­hofer-In­sti­tut für Pho­to­ni­sche Mikro­sys­teme IPMS. Rea­li­siert durch eine För­de­rung der Fraun­hofer-Ge­sell­schaft rich­tet sich das Pro­jekt spe­ziell an klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men, wo­durch ei­ne schnelle und ef­fi­zien­te Rea­li­sie­rung von inno­va­ti­ven und mo­der­nen Ultra­schall­lö­sun­gen auch für KMUs mög­lich wird. »Durch die Bün­de­lung un­se­rer Kom­pe­ten­zen schaf­fen wir ei­ne wir­kungs­vol­le Al­li­anz, wel­che nicht nur durch ihr Tech­no­lo­gie­port­fo­lio für ei­nen brei­ten An­wen­dungs­be­reich sorgt, son­dern auch über die In­fra­struk­tur für ei­ne Pi­lot­fer­ti­gung in ei­ge­nen Rein­räu­men ver­fügt«, so Jörg Ame­lung wei­ter. »Damit wird die Lü­cke zwi­schen aka­de­mi­scher For­schung und in­dus­t­riel­ler Ent­wi­ck­lung ge­schlos­sen und den KMUs ein at­trak­ti­ves Ge­samt­an­ge­bot auch für klei­ne­re Stück­zah­len of­fe­riert.«

Erste Work­shops »Mikro­me­cha­ni­scher Ultra­schall für KMU – von der Tech­no­lo­gie zur An­wen­dung«

Im Rah­men des Auf­baus der MUT-Platt­form sol­len vor­ran­gig drei zen­tra­le KMU-For­schungs­fel­der, die Pro­duk­tions­tech­no­lo­gie, die Mensch-Ma­schi­ne-In­ter­ak­tion und die Me­di­zin­tech­nik, ad­res­siert wer­den. »Wir glau­ben, dass die we­sent­li­chen Merk­male von MUTs, Mi­ni­a­tur­i­sie­rung, ver­bes­ser­te Sen­si­ti­vi­tät von Ultra­schall­ele­men­ten und Array­funk­tio­na­li­tät, hier ei­nen deut­li­chen Mehr­wert schaf­fen«, er­klärt Dr. Fabian Lofink, Lei­ter des Ge­schäfts­felds »MEMS-An­wen­dun­gen« am Fraun­hofer ISIT. Um mög­li­chen Part­nern die Tech­no­lo­gien, Mo­du­le und Sys­te­me vor­zu­stel­len, so­wie die Ent­wick­lungs­dienst­leis­tungen der MUT-Platt­form da­zu­le­gen, wer­den ab Ju­li 2021 Work­shops mit in­te­res­sier­ten KMUs statt­fin­den. »Da­rauf auf­bau­end wol­len wir in­ter­essier­ten KMU-Part­nern an­bie­ten, für ih­re Pro­duk­te ge­mein­sam po­ten­ziel­le Chan­cen und An­for­de­rungs­pro­fi­le für MUTs ab­lei­ten, wel­che dann die Grund­lage für wei­ter­füh­ren­de Mach­bar­keits­stu­dien und ge­mein­sa­me Ent­wick­lungs­pro­jek­te le­gen.« Ziel ist es, ei­ne gute In­te­grier­bar­keit der MUTs in be­reits be­stehen­de Sys­teme auf­zu­zei­gen und die­se auch für KMUs di­rekt ein­setz­bar zu ma­chen.

Inter­essier­te klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men kön­nen sich für den ers­ten Work­shop am 1. Juli 2021, 14 – 17 Uhr, un­ter dem Link https://s.fhg.de/KMUworkshop an­mel­den.
 

Intelligente Zustandsdiagnose für Antriebssysteme

Siemens ko­ope­riert mit dem Au­to­mo­bil- und In­dus­trie­zu­lie­fe­rer Schaef­fler bei in­telli­gen­ten Zu­stands­dia­gno­se­lö­sun­gen für An­triebs­sys­te­me. Da­durch ver­bin­det Siemens seine IIoT-Platt­form Sidrive IQ mit der jahr­zehnte­lang auf­ge­bau­ten Er­fah­rung und Fach­kom­pe­tenz Schaefflers in Kon­struk­tion, Fer­ti­gung und Ser­vice von La­gern. Sidrive IQ ver­eint meh­re­re Funk­tio­na­li­tä­ten in ei­ner naht­lo­sen Lö­sung und wer­tet An­triebs­sys­teme mit KI-ba­sier­ten Ana­ly­sen und di­gi­ta­len In­hal­ten auf.

Für den Kun­den bie­tet dies die Sicher­heit, dass er bei Be­triebs- und War­tungs­ent­schei­dun­gen eben­so wie bei War­tungs­maß­nah­men für An­triebs­sys­teme stets die rich­ti­ge Wahl tref­fen kann. Elek­tro­mo­to­ren sind die trei­ben­de Kraft in­dus­t­rieller Kern­pro­zes­se und das Wälz­la­ger ist ihre zen­tra­le me­cha­ni­sche Kom­po­nen­te. Wälz­la­ger er­fah­ren al­le im Mo­tor auf­tre­ten­den Be­las­tun­gen und Be­an­spru­chun­gen. Da­her bie­tet die Wälz­la­ger­dia­gno­se ei­nen ent­schei­den­den In­di­ka­tor für den Ge­samt­zu­stand und die Zu­ver­lässig­keit eines Mo­tors.

Ko­ope­ra­tion führt zu grö­ße­rem Kun­den­nutzen

Die In­te­gra­tion des Schaeffler-Ana­lyse­ser­vice für die au­to­ma­ti­sier­te La­ger­dia­gno­se in Sidrive IQ macht es mög­lich, den La­ger­zu­stand mit grö­ße­rer Ge­wiss­heit und Prä­zi­sion zu er­mit­teln. 
Die­se Form der Zu­sammen­ar­beit und der au­to­ma­ti­sche Aus­tausch von Algo­rith­mus-ba­sier­ten Dia­gno­se­da­ten sind im in­dus­triel­len IoT noch sehr sel­ten. Sie ste­hen bei­spiel­haft für ei­ne neue Di­men­sion der Ko­ope­ra­tion zwi­schen etab­lier­ten Tech­no­lo­gie­unter­neh­men“, so Hermann Kleinod, CEO von Siemens Large Drives Ap­pli­ca­tions.

„Grund­lage der Partner­schaft zwi­schen Schaeffler und Siemens ist ein so­li­des Fun­da­ment aus Pro­dukt­wis­sen und Fach­kom­pe­tenz. Bei­de Un­ter­neh­men tra­gen mit ihr­em Fo­kus auf dem Kun­den­nutzen wesent­lich dazu bei, die Digi­tali­sie­rung in der In­dus­trie voran­zu­trei­ben“, ergänzt Dr. Stefan Spindler, Vor­stand In­dus­trial der Schaeffler AG.
 

SmartFactory-KL ist Testbed für Gaia-X

Die eu­ro­pä­i­sche Da­ten­platt­form Gaia-X nimmt erste prak­ti­sche Kon­tu­ren an. In Kai­sers­lau­tern ha­ben die Teil­neh­mer der Smart­fac­to­ry-KL Tech­no­lo­gie-Ini­tia­ti­ve mit dem Auf­bau ei­ner ver­netz­ten Pro­duk­tion an drei Stand­or­ten be­gon­nen: Smart­Fac­to­ry-KL (SF-KL), DFKI (IFS) und TU Kai­sers­lau­tern (Lehr­stuhl WSKL). „Je­der Or­ga­ni­sa­tions­teil bringt sei­ne spe­ziel­le Ex­per­ti­se ein“, er­klärt Prof. Mar­tin Rus­kow­ski, Vor­stands­vor­sitz­en­der der Tech­no­lo­gie-Ini­tia­ti­ve Smart­Fac­to­ry-KL. „In der prak­ti­schen Ver­netz­ung se­hen wir dann, wie Gaia-X in der Pro­duk­tion tech­nisch aus­se­hen kann.“ Vom Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rium wur­de die Smart­Fac­to­ry-KL aus zwei Grün­den als Test­bed für die Pro­duk­tion aus­ge­wählt: „Wir ha­ben schon 2020 mit un­se­rem Pro­duc­tion Level 4 - De­mon­stra­tor ei­nen mög­li­chen Gaia-X-Use-Case ge­zeigt“, er­läu­tert Rus­kow­ski. „Au­ßer­dem be­schreibt un­sere Vi­sion Pro­duc­tion Level 4 von 2019 be­reits das Prin­zip von Gaia-X.“ 

Shared Pro­duc­tion ist die Zu­kunft

In der Idee der Pro­duk­tion der Zu­kunft Pro­duc­tion Level 4 (PL4) for­mu­lie­ren die Wis­sen­schaft­ler eine Shared Eco­no­my, in der sich Ma­schi­nen­mo­du­le ver­netzt aus­tau­schen kön­nen und ih­re Fähig­kei­ten (Skills) über ei­ne Da­ten­platt­form an­bie­ten. So wird es mög­lich, dass ein Pro­dukt ge­fer­tigt wer­den kann, in­dem ein Un­ter­neh­men in dem Ge­samt­sys­tem Fer­ti­gungs­fähig­kei­ten ein­kauft, über die es in der ei­ge­nen Fab­rik nicht ver­fügt. „Die­se Op­tio­nen er­öf­fnen völ­lig neue Mög­lich­kei­ten“, be­tont Rus­kow­ski. „Ers­tens kön­nen Unter­neh­men nun Auf­trä­ge an­neh­men, ob­wohl sie be­stim­mte Ma­schi­nen nicht be­sitzen. Zwei­tens kön­nen un­ge­nutz­te Ma­schi­nen von an­de­ren ge­nutzt wer­den. Da­mit kön­nen sich die Leer­lauf­zei­ten von An­la­gen er­heb­lich re­du­zie­ren. Es er­innert ein wenig an die Car­sharing-Idee.“ 

smartMA-X er­ar­bei­tet tech­ni­sche De­tails

„Die Vor­stel­lung, wie ei­ne Shared Economy funk­tio­nie­ren soll, die ha­ben wir“, so Keran Sivalingam, Lei­ter des For­schungs­pro­jekts smartMA-X. „Doch die tech­ni­sche Um­setzung, das ist Neu­land, da ist wis­sen­schaft­liche In­gen­ieurs­ar­beit ge­fragt. An der Stelle bin ich froh, dass wir auf so viele un­ter­schied­liche Ex­pert:in­nen aus der SmartFactory-KL, dem DFKI und der TU Kai­sers­lau­tern zu­rück­grei­fen kön­nen!“ Jede der drei Ein­rich­tun­gen steht für ein tech­ni­sches Mo­dul, eine Fer­ti­gungs­fähig­keit oder einen Ser­vice. Zu­sam­men bil­den sie zu­künf­tig das Test­bed für ver­netzte Pro­duk­tion. Ein Pro­duc­tion Level 4 - De­mon­stra­tor funk­tio­niert be­reits im Inno­va­tion Lab der SmartFactory-KL. Ein zwei­ter mit völlig neu­em Trans­port­sys­tem ist im DFKI Ge­bäu­de im Bau. An der TU Kai­sers­lau­tern wird der Lehr­stuhl für Werk­zeug­ma­schi­nen und Steue­run­gen mit Fräs­ma­schi­nen an­ge­bun­den, die in­di­vi­du­ell ge­fräs­te Bau­tei­le her­stel­len. „Die Idee von Gaia-X betont, dass je­de Ma­schi­ne oder je­der Ser­vice Teil ei­nes Daten­netz­werkes ist. Egal wel­cher Her­stel­ler tech­nisch da­hin­ter steckt. Die­ses Netz­werk bil­det ei­nen Daten­raum, in­dem Da­ten sou­ve­rän und sicher aus­ge­tauscht wer­den kön­nen“, sagt Sivalingam. „Wir müs­sen nun schauen, wie die­ser Da­ten­raum tech­nisch rea­li­siert wer­den kann. Vor al­lem mit dem Blick auf die In­dus­trie, deren Be­dürf­nis­sen und An­for­de­run­gen.“ 

Erfahrung und In­dus­trie­part­ner

„Unser Vor­teil ist, dass wir als Fab­rik­vor­den­ker auf über 40 Wissen­schaft­ler:in­nen am Stan­dort bauen kön­nen“, betont Rus­kow­ski. „Wir kön­nen Wis­sen bün­deln und auf For­schungs­fra­gen bei­spiels­wei­se im Kon­text ‚Shared Pro­duc­tion‘ fo­kus­sie­ren. So ar­bei­ten die Kol­leg:in­nen an der TU mit Ro­bo­tern, 5G und au­to­no­men Fahr­zeu­gen, die aus dem DFKI for­schen zu KI und Multi­agen­ten­sys­te­men und die SmartFactory-KL or­ga­ni­siert zu­sätz­lich Ar­beits­grup­pen mit den In­dus­trie­part­nern, wo un­se­re Ideen ei­ner Rea­litäts­prüfung unter­zogen wer­den.“ Das Prin­zip funk­tio­niert seit der Grün­dung 2005. Seit 2014 bauen die Fab­rik­vor­den­ker ei­ge­ne Pro­duk­tions­an­la­gen, um die Mach­bar­keit theo­re­ti­scher An­nah­men tech­nisch zu veri­fizie­ren.
 

Den Elementen trotzen

Um­welt­da­ten werden häufig an abge­lege­nen Stand­orten er­fasst, sodass Über­wachungs­systeme dauer­haft den Ele­men­ten aus­ge­setzt sind. Dement­sprechend könnte das Daten­auf­zeichnugs­system den ho­hen Tem­pera­turen und Stäu­ben der Wüs­ten, der Hitze und Feuchtig­keit von Regen­wäl­dern und den fros­ti­gen Tem­pe­ra­tu­ren, Win­den und dem Eis­regen von Berg­gipfeln aus­ge­setzt sein und muss die­sen Umwelt­ein­flüs­sen wider­stehen kön­nen. 

Ein Unter­neh­men an der Spitze der Um­welt­über­wachungs­aus­rüs­tung ist Van Walt Limited mit Sitz in Surrey, Groß­bri­tan­nien. Es lie­fert eine Viel­zahl von Tech­nolo­gien für den Ein­satz in der Umwelt- und Grund­wasser­über­wachung, und ei­nes sei­ner führen­den Pro­duk­te ist der vanwaltDataHub, ein solar­be­trie­be­ner Daten­logger und Hub für eine Viel­zahl von Sen­sor­typen. 

An­passung an ver­schie­de­ne An­forde­run­gen

Vincent van Walt, Di­rek­tor von Van Walt Limited, sagte: "Wir ha­ben den vanwaltDataHub ent­wi­ckelt, um auf die wach­sen­den Be­dürf­nis­se un­se­rer Kun­den nach ei­nem Daten­er­fassungs­sys­tem zu rea­gie­ren, das sen­sor­unab­hän­gig ist und je nach Stand­ort und Ver­füg­bar­keit eines GSM-Sig­nals über ver­schie­de­ne Platt­for­men kom­mu­ni­zie­ren kann. Wir wollten ein fle­xi­bles, zu­gäng­liches und vor allem zu­ver­läs­siges Sys­tem." Das Ge­rät sitzt in ei­nem ro­bus­ten Ge­häuse nach IP-Schutz­art und or­ga­ni­siert gesam­melte Daten für die Ver­tei­lung oder ge­mein­same Nutzung über Hoch­fre­quenz-, GPRS- oder Sa­tel­li­ten­por­tale. Nach Ab­schluss ei­nes kürz­lich durch­ge­führ­ten Ak­tu­a­li­sie­rungs­pro­gramms kann dataHub auch Daten auf ein Wechsel­speicher­gerät ko­pieren. Dies ist eine wich­tige neue Funk­tion, da manch­mal eine draht­lose Daten­über­tra­gung un­mög­lich ist. Außer­dem er­for­dert die draht­lose Konnek­tivi­tät zu­sätz­liche Leis­tung, die auf ei­nem bat­te­rie- und solar­be­trie­be­nen Sys­tem in­tel­li­gent ge­regelt wer­den muss. Zur Um­setzung die­ses Up­grade wandte sich Van Walt an das Elektronik­design-Unter­nehmen GBE. Das Unter­nehmen ist be­kannt für sei­ne Kom­pe­tenz im De­sign von ein­ge­bet­te­ten Sys­temen, Elek­tronik­fer­tigungs­dienst­leis­tun­gen und Pro­jekt­mana­ge­ment in vielen Bran­chen wie Auto­mobil-, Medi­zin- und Indus­trie­ele­ktro­nik.

Mark Bullen, Mana­ging Di­rec­tor von GBE, kom­men­tier­te: "DataHubs wer­den oft in sehr ab­ge­lege­nen Um­ge­bun­gen ein­ge­setzt, daher hat die Zuver­lässig­keit der Ge­räte eine ho­he Prio­ri­tät. Ins­be­son­dere war wichtig, dass die Ein­füh­rung der Funk­tion für Wechsel­speicher­geräte diese Zu­ver­lässig­keit nicht be­ein­träch­tigen wür­de." Es wur­de früh­zeitig be­schlos­sen, dass auf die Da­ten auch von außen zuge­grif­fen wer­den soll­te, ohne das Ge­rät dafür öffnen zu müs­sen, und so­mit auch ei­ne gut zugäng­liche Schnitt­stelle an der Gehäuse­wand des neuen DataHub erforder­lich wer­den wür­de.

Die Ver­wen­dung eines Stan­dard-USB-An­schlus­ses, um ein handels­übliches USB-Lauf­werk an­schließen zu kön­nen, war aus­ge­schlos­sen. In der Regel sind weder die Lauf­werke noch An­schluss­buchsen in ro­bus­ter, in­dus­t­rie­taug­licher Aus­führung erhält­lich und bie­ten auch nicht die aus­rei­chende Sicher­heit, weil der USB-Form­faktor zu weit ver­brei­tet ist. Jedoch aus Sicht der System­ent­wickler eig­nete sich das USB-Pro­to­koll und wur­de als sicher genug er­ach­tet.

Zuverlässige Verbindungen

GBE wandte sich für seine Datakey-Pro­dukt­pa­let­te an Nexus In­dus­trial Me­mory, den von ATEK be­nannten Distri­butor in Groß­br­itan­nien, Ir­land, Deutsch­land, der Schweiz, Öster­reich und Skan­di­na­vien. Matthew Wilson, Tech­ni­scher Direk­tor von GBE, er­inner­te sich: "Ich habe Nexus auf einer Messe getroffen und zum ersten Mal die in­dus­trie­taug­lichen Datakey-Spei­cher und Anschluss­systeme gesehen. Sowohl die Produkte als auch das Unter­nehmen blieben mir im Ge­dächt­nis, so dass ich bei der Planung der Funk­tionen für den neuen vanwaltDataHub gleich wusste, dass die extrem robus­ten Daten­träger im her­steller­spezi­fischen Form­faktor und die maßgeschnei­derten wetter- und mani­pulations­sicheren Anschluss­buchsen zur Umsetzung des Projekts benötigt werden."

Basierend auf den Anfor­derungen von GBE empfahl Nexus den Datakey RUGGEDrive™ UFX-Token und die UR4410IM-Buchse mit IP67-Rating. Das Token bzw. der Daten­träger bietet USB (NAND) Flash-Lauf­werk Funktio­nalität über eine USB 2.0 Hi-Speed-Schnitt­stelle und ist von einer soliden mit Kunst­stoff umspritzen Konstruk­tion, so dass er bruch­sicher und flüssig­keitsab­weisend ist. Die UR4410IM-Buchse, verfügt es über einen Stan­dard 5-Pin-Mother­board-Header-Anschluss und einen Dichtung­sring, um opti­malen Schutz vor dem Eindringen von Wasser zu bieten. Die 2-teilige Konstruk­tion der Anschluss­buchse, bestehend aus einem praxis­erprobten Rahmen-/Kontakt­system auf der Innen­seite und einer robusten Außen­hülle, bietet Schutz vor widrigen Umwelt­einflüssen. Wie bei allen Datakey-Buchsen verfügt die UR4410IM über korrosions­beständige, gold­beschichtete Punkt­kontakte und einen Detent-Mecha­nismus, der beim Einstecken des Speicher-Token eine taktile Bestäti­gung bietet. Obwohl bei diesem Projekt eine hohe Anzahl der Wieder­einsteck­zyklen für GBE keine Prio­rität hatte, sind die RUGGEDrive™ UFX und UR4410IM für mindestens 10.000 Ein­steck­zyklen ausgelegt. Der Vergleich mit handels­üblichen USB-Geräten, die für 1.500 Einsteck­zyklen ausgelegt sind, lässt entsprechende Rück­schlüsse auf die Robust­heit der Datakey-Pro­dukte zu. Der UR4410IM ist an der Seite des DataHub-Gehäuses montiert und, obwohl sie nach Schutzart IP67 zerti­fiziert ist, befindet sich die Öffnung der Buchse unter einer Gummi-Platte, die zusätz­lichen Schutz bietet.

Innovative Lösung

Die Häufig­keit, mit der Daten aus den Einheiten vom Datakey-Gerät abge­rufen werden können, hängt von der Bereit­stellung, Umgebung, dem Sensor und den Daten­typen ab. Wilson erklärte weiter, dass der neue vanwaltDataHub so konzipiert wurde, dass das Einstecken eines Datakey-Tokens das System aus dem Ruhe­modus weckt. "Wir haben diesen Teil unseres Designs auf die USB-Spezi­fikations­anforderung gestützt, dass ein Gerät seine Anwesen­heit und Geschwindig­keit mit einem Pull-up-Wider­stand auf der USB-D+-Daten­leitung anzeigen muss. Wir verwenden einen Low-Power-Mikro­controller, der auf das Einstecken wartet, und weil dies seine einzige Funk­tion ist, mussten wir keinen voll­ständigen USB-Stack implemen­tieren."

Wenn der Mikro­controller den USB Datakey Pull-up erkennt, startet er das Computer­modul und gibt die Steue­rung der USB-D+-Leitung an das Com­puter­modul (das den vollen USB-Stack hat) ab. Nach dem Booten identi­fiziert das Computer­modul den RUGGEDrive™, genau wie ein PC, der erkennt, dass ein neues Gerät an den USB-Port ange­schlossen wurde. Sobald das Gerät authenti­fiziert ist – d.h. die erwarteten Hersteller- und Produkt-IDs vorhanden sind – überträgt das Computer­modul auto­matisch Daten. Wilson: "Die Daten liegen als gezippte CSV-Dateien vor, d.h. sie werden in kurzer Zeit über­tragen und wir benötigen nur auch nur maximal 4 Gigabyte Speicher­kapazität, was dem kleinsten Daten­träger der UFX-Serie entspricht."

Wilson erklärte weiter, dass auch Konfigu­rations­dateien auto­matisch über­tragen werden können. "Damit haben wir eine zuver­lässige Methode, einen Datahub im Feld ohne zusätz­liche Ausrüs­tung neu zu konfi­gurieren. Kon­figura­tions­daten können ein Alarm­limit für einen Kanal enthalten, oder Sie möchten, dass eine Aktion ausgeführt wird. DataHubs können beispiel­sweise auch in Gewächs­häusern verwendet werden. Wenn es dort zu heiß wird, können sie dann die Elek­tronik zum Öffnen von Fenstern steuern."

Ist die Daten­über­tragung abge­schlossen, signali­siert das Computer­modul dem Mikro­controller und der DataHub meldet dem Benutzer durch ein Ton­signal, dass das Token bzw. der Daten­träger entfernt werden kann. Das System wechselt dann wieder in seinen Low-Power-Daten­protokollierungs­modus.

Zusammen­fassung

Die erste vanwaltDataHub mit der Option, Daten von und zu einem RUGGEDrive-Token zu über­tragen, wurde im Jahr 2017 zur Verfü­gung gestellt. Seitdem sind viele weitere gefolgt, und zum jetzigen Zeit­punkt werden welt­weit mehrere hundert für Umwelt­überwachungs­anwen­dungen einge­setzt. Die Ingenieure von GBE haben bei der Ent­wicklung des neuen DataHub eine robuste, zuver­lässige und viel­seitige Platt­form geschaffen, die jeder­zeit das Hinzu­fügen neuer Funk­tionen (weit­gehend durch die Imple­mentierung von Software-Up­grades) erlaubt. Die System­updates können die Ein­stellung von Alarmen und/oder Aktionen auf der Grund­lage des Daten­empfangs auf mehreren Kanälen umfassen; einzeln oder kollektiv.

Bullen sagte: "Nexus lieferte bei diesem Projekt mehr als nur die Hard­ware. Sie haben reichlich Erfahrung mit dem USB-Pro­tokoll und haben uns bei der Imple­mentierung des Host-to-Drive-Kom­munika­tion tatkräftig geholfen. Obwohl USB ein Standard ist, kann es manch­mal kompli­ziert werden. In dieser Hin­sicht hat Nexus viel zum Erfolg des gesamten Projekts beige­tragen. Jeder kann Hardware­komponen­ten liefern, aber es ist die Exper­tise, die Nexus um diese Pro­dukte herum bereit­stellt, welche der Beziehung einen echten Mehr­wert verleiht."

Zuletzt haben GBE und Van Walt an der Produktion des Van Walt USB-Data-Compilers mitge­wirkt. Dies ist eine maß­geschnei­derte Soft­ware, die die herunter­geladenen Daten aus dem Speicher-Token und die Verkettung der Zeichen­folgen sinn­voll verar­beitet, so dass die Daten­präsen­tation für Kunden flüssiger und leichter lesbar wird. Bullen abschließend: "Die Unter­stützung durch Nexus war während des gesamten Prozesses vorbil­dlich und wir sehen sie eher als Partner denn als Lieferant."
 

Robustes kapazitives Messystem für die Drehzahlerfassung

Das Micro-Epsilon Mess­sys­tem capaNCDT CST6110 misst Dreh­zah­len von lei­ten­den Ma­te­rial­ien wie Me­tal­len und nicht-lei­ten­den Ma­te­ria­lien wie Ke­ra­mik oder Kunst­stoff. Es be­steht aus ei­nem kom­pak­ten In­dus­t­rie­sen­sor, kom­bi­niert mit ei­nem ro­bus­ten Con­trol­ler. Ein­ge­setzt wird das in­no­va­ti­ve Mess­sys­tem für in­dus­t­riel­le Ap­pli­ka­tio­nen wie Dreh­zahl­über­wa­chung auf Wel­len, Mes­sun­gen in Pum­pen und Er­fas­sung der Ro­ta­tions­ge­schwin­dig­keit bei Boh­run­gen. Der Sen­sor kann da­bei auf Schau­feln, Zäh­ne, Rin­ge und Nop­pen mes­sen.

Bis zu 400.000 U/min zu­ver­läs­sig er­fas­sen

Die Ein­satz­ge­bie­te des zu­ver­läs­si­gen und prä­zi­sen Dreh­zahl­sen­sors rei­chen von der Dreh­zahl­über­wa­chung auf Wel­len bei axia­ler Mon­ta­ge über Mes­sun­gen in Pum­pen bis hin zur Ro­ta­tions­ge­schwin­dig­keit von Boh­run­gen bei je­weils ra­dia­lem Ein­bau. Dreh­zah­len wer­den be­reits ab der ers­ten Um­dreh­ung bis hin zu 400.000 U/min zu­ver­läs­sig er­fas­st. Die Sen­sor­da­ten wer­den über ei­nen Spannungs­aus­gang oder ei­ne di­gi­ta­le Schnitt­stel­le aus­ge­ge­ben. Die Bau­wei­se lässt auch ei­ne In­te­gra­tion bei be­eng­ten Platz­ver­hält­nis­sen zu. Mon­tiert wer­den kann der Sen­sor so­wohl axial wie auch ra­dial über ein platz­spa­ren­des M5 Ge­win­de. Die hohe Stör­sicher­heit des Sen­sors er­laubt auch den Ein­satz in Be­rei­chen mit elektro­mag­ne­ti­scher Strah­lung. 
 

Vielseitiges Tischgerät zur Messdatenerfassung

Mit LoggitoLab erweitert Delphin ihre Prä­zi­sions­mess­tech­nik so­wohl für die be­son­ders ef­fi­zien­te Ar­beit im La­bor als auch für spon­ta­ne und häufig wech­seln­de Mess­auf­ga­ben an Ma­schi­nen und An­la­gen. Das kom­pak­te und hand­li­che Tisch­ge­rät ver­fügt wahl­wei­se über Labor- und/oder Ther­mo­mi­ni­a­tur­buch­sen zum werk­zeug­lo­sen An­schluss be­liebi­ger Strom-/Spannungs- und Tem­per­atur­sig­na­le. LoggitoLab ist in den Va­ri­an­ten LoggitoLab Log­ger und LoggitoLab USB erhältlich. 

Für die Aus­wer­tung mit oder ohne PC

Die Logger-Va­ri­an­te kom­mt zum Ein­satz, wenn ein PC-un­ab­hän­gi­ger Be­trieb mit aus­fall­si­che­rem ge­rä­te­in­ter­nem Da­ten­spei­cher und in­telli­gen­ten Ana­ly­se­funk­tio­nen so­wie Schnitt­stel­len wie OPC UA und Modbus TCP ge­fragt sind. Als High­light bringt sie per WLAN die Mess­daten di­rekt aufs Tab­let, Smart­phone oder den PC. LoggitoLab USB bie­tet die op­ti­ma­le Er­wei­te­rungs­mög­lich­keit, falls mal mehr Ka­nä­le be­nötigt wer­den, oder eine PC-ge­stützte Mess­wert­er­fas­sung ge­plant ist. LoggitoLab USB bie­tet zum gün­sti­gen Preis die gleiche hoch­prä­zi­se Mess­wert­er­fas­sung und die glei­chen IOs wie LoggitoLab Logger.

Ganz auf die in­di­vi­du­el­le An­wen­dung zu­ge­schnit­ten kann bei LoggitoLab zwi­schen ver­schie­de­nen An­schluss­va­ri­an­ten mit je 8 Ana­log­ein­gangs­kanä­len ge­wählt wer­den. Die­se ver­fü­gen ent­weder über 4mm La­bor­buch­sen zum schnellen An­schluss be­liebi­ger Spannungs-, Strom- und RTD-Signale in 2-, 3-, und 4-Lei­ter­tech­nik, oder über Ther­mo­mi­ni­atur­buch­sen zum di­rek­ten An­schluss be­liebi­ger Thermo­ele­men­te. Außer­dem ist eine ge­misch­te Va­rian­te er­hält­lich. Alle Va­rian­ten ver­fü­gen zu­sätz­lich über zwei soft­ware­seitig um­schalt­bare di­gi­ta­le Ein-/Aus­gän­ge.
 

Induktive Sensoren für die CFK-Erfassung

Turck hat die welt­weit ers­ten induk­ti­ven Sen­so­ren zur Er­fassung von Carbon, genauer gesagt kohlen­stoff­faser­ver­stärk­tem Kunst­stoff, ent­wickelt. Die zum Patent ange­melde­te Sen­sor­fami­lie er­fasst so­wohl Carbon­ge­webe als auch ge­pres­ste Carbon­teile. Sie ba­siert auf wei­ter­ent­wickel­ter uprox-Tech­no­lo­gie und bie­tet da­her höchs­te Schalt­ab­stän­de so­wie maxi­male Ein­bau­flexi­bili­tät – zum Bei­spiel für Her­stel­ler von Au­to­mo­bi­len, Wind­kraft­an­lagen oder Sport­gerä­ten und de­ren Zu­lie­fer­be­trie­be.

Un­empfind­lich und kos­ten­güns­tig

Ein Ver­gleich zu bis­her in die­sem Be­reich ein­ge­setz­ten Lö­sun­gen zeigt die An­wen­der­vor­tei­le der neuen Sen­so­ren: Sie sind zum ei­nen un­em­pfind­li­cher ge­gen­über Ver­schmutzung als op­ti­sche oder ka­pa­zi­ti­ve Sen­so­ren, an­de­rer­seits auch deut­lich preis­wer­ter als Ultra­schall­sen­so­ren. Die Sen­so­ren sind ab so­fort zu­nächst in drei Bau­for­men er­hält­lich: als Ge­win­de­rohr­aus­füh­rung im M18-Edel­stahl­ge­häuse so­wie als quader­förmige Varian­ten mit ei­ner Hö­he von 20 mm (QR20) oder 40 mm (CK40). Schutz­art IP68 und der er­wei­ter­te Tem­pe­ra­tur­be­reich von 0 bis 100 °C ga­ran­tie­ren den dauer­haft zu­ver­läs­si­gen Ein­satz der Ge­rä­te, die Turck als PNP-Wechs­ler mit M12-Steck­ver­bin­der an­bie­tet.
 

Sicherheit für Personen und Maschinen

Der Schutz von Per­so­nen in in­dus­t­riel­len Um­ge­bun­gen stellt ho­he An­for­de­run­gen an die Si­cher­heits­tech­nik: Sie muss ei­ner­seits ro­bust und ab­so­lut zu­ver­läs­sig sein und an­de­rer­seits stren­ge Richt­li­nien und Nor­men er­fül­len. Je hö­her der Au­to­ma­ti­sie­rungs­grad ist, des­to mehr ge­winnt die­ser As­pekt an Be­deu­tung. Ein Bei­spiel da­für ist die Pro­duk­tions- und La­ger­lo­gis­tik, wo im­mer mehr au­to­no­me Trans­port­sys­teme zum Ein­satz kom­men. Sie be­we­gen sich in Be­rei­chen, in de­nen Men­schen ar­bei­ten und müs­sen des­halb bei ei­ner Be­geg­nung je­der­zeit recht­zei­tig stop­pen kön­nen. Da oft meh­re­re AGV un­ter­wegs sind, schützt die Si­cher­heits­tech­nik im Be­geg­nungs­ver­kehr auch die Fahr­zeu­ge selbst. 

Ro­bus­tes Mess­prin­zip

Ein auf­tau­chen­des Hin­der­nis muss von der Sen­so­rik unter al­len Um­stän­den er­fas­st wer­den. Hier weist die Ul­tra­schall­sen­so­rik bau­art­be­dingte Vor­tei­le ge­gen­über an­de­ren Tech­no­lo­gien wie die Op­to­elek­tro­nik auf. Opti­sche Sen­so­ren sind auf die un­ge­hin­der­te Aus­brei­tung des Lichts an­ge­wie­sen. Wird ihr Licht­strahl be­hin­dert, ab­ge­lenkt oder nicht aus­rei­chend re­flek­tiert, kön­nen sie das Ziel­ob­jekt nicht zu­ver­läs­sig er­fas­sen. Dampf und Staub oder – beim Außen­ein­satz – Nebel, Regen und Schnee „ver­schlucken“ den Licht­puls. Auch ob­jekt­spe­zi­fi­sche Eigen­schaf­ten wie un­re­gel­mäßige Kon­tu­ren, Löcher und Aus­spa­rungen in den Ober­flä­chen kön­nen zu einer Ir­ri­ta­tion der opti­schen Mes­sung füh­ren.

Ul­tra­schall ist ge­gen sol­che Stör­fak­to­ren prak­tisch völ­lig un­emp­find­lich. Die opti­schen Ei­ge­nschaf­ten einer Ober­flä­che spielen per De­fi­ni­tion kei­ne Rol­le. Beim Er­ken­nen un­regel­mä­ßiger Kon­tu­ren er­weist sich eine bau­art­be­ding­te Ei­gen­schaft als hilf­reich: Die soge­nannte Schall­keule trifft im­mer flächig auf das Ziel­ob­jekt, der Sen­sor er­fasst weit mehr als nur ei­nen Punkt oder eine Scan-Linie. Er kann des­halb von Löchern und Aus­spa­rungen am Ziel­objekt nicht irri­tiert wer­den. Staub, Dämpfe und Nieder­schläge haben kaum Aus­wir­kungen auf den Schall. Zu­dem sind Ultra­schall­sen­so­ren gegen Ver­schmutzung oder an­haften­de Be­läge prak­tisch immun.

Ellip­ti­sche Schall­keule

Die Schall­keule eines Ultra­schall­sensors ist übli­cher­weise radial sym­met­risch. Beim USi-safety hin­gegen ist sie in einer Achse sehr breit und in der an­deren sehr schmal ausge­prägt. Durch diese Asym­me­trie erhält die Schall­keule eine stark ellip­ti­sche Form. Da­mit kann der Sen­sor einen räum­lich ver­grö­ßer­ten Be­reich ab­decken. So ent­steht in einem Ab­stand von 1,5 Meter eine Sicher­heits­zone von 80 Zen­ti­meter Brei­te. Die viel­fäl­tigen Ein­stellungs­mög­lich­keiten des Ge­räts er­lau­ben es bei­spiels­weise, klei­ne Ob­jek­te oder Kör­per­tei­le in gro­ßer Dis­tanz zu er­ken­nen. Die maxi­male Reich­weite beträgt 2,5 Meter. Damit können AGV den ge­sam­ten Raum in ihrer Fahrt­rich­tung kon­trol­lie­ren.

Der Ultra­schall­wand­ler selbst ist mit 27x21x13 Milli­meter äußerst kom­pakt. Er kann pro­blem­los etwa in Gabel­zin­ken von Stap­lern unter­ge­bracht wer­den. Diese Minia­turisie­rung wurde mög­lich, weil der eigent­liche Sen­sor von der Aus­werte­ein­heit getrennt ist. Diese kann bis zu 3 Meter Kabel­länge ent­fernt platziert wer­den. Sie bie­tet An­schlüs­se für zwei Sen­so­ren, so dass bei einem Stap­ler beide Zin­ken oder Vor­wärts- und Rück­wärts­gang se­pa­rat ab­ge­sichert wer­den kön­nen. Die hohe Schutz­art IP69K macht die Ultra­schall­wand­ler be­son­ders un­emp­find­lich gegen Staub und tole­riert sogar eine Hoch­druck­rei­ni­gung.

Sichere Elek­tro­nik, intui­tive Para­metrie­rung

Jede Ultra­schall­sensor­ein­heit wird über die Elek­tro­nik zwei feh­ler­siche­ren Aus­gängen zuge­wiesen. Zwei Mikro­con­trol­ler in der Aus­werte­ein­heit über­wachen so­wohl die Sensor­funk­tion als auch gegen­sei­tig sich selbst. Auf­fäl­lige Ab­wei­chun­gen der Sensor­ein­heiten oder zwi­schen den Con­trol­lern lösen auto­ma­tisch die Sicher­heits­schal­tung aus. Über je­den der bei­den von­ein­ander un­ab­hän­gi­gen Sensor­ka­näle ist eine zuver­läs­sige Ab­siche­rung mög­lich. So sind die An­forde­rungen für ein siche­res Sensor­system be­reits mit nur einer ange­schlos­senen Sensor­ein­heit erfüllt. Für die Signal­aus­gabe an eine Sicher­heits­steue­rung stehen pro Sensor­ein­heit je­weils ein Melde­aus­gang sowie sichere, kurz- und quer­schluss­über­wachte OSSD-Aus­gänge zur Ver­fügung.
Wenn im Lager­ver­kehr meh­rere AGV unter­wegs sind und ein­ander begeg­nen, wird die Inter­ferenz zwi­schen den Ultra­schall­senso­ren der ver­schie­denen Fahr­zeuge durch eine spe­zielle Soft­ware unter­drückt. Feste Stör­grö­ßen sowie Referenz­ob­jekte zur Mani­pula­tions­siche­rung können aus­geblen­det wer­den. Schalt­punk­te, Aus­gangs­logik, die Ini­tiali­sierung perio­discher Tests sowie Safety- und ultra­schall­spezi­fische Para­meter lassen sich mit der Para­metrier­soft­ware intui­tiv ein­stellen. Diese generiert außer­dem auto­matisch Safety-Pro­to­kolle für die Anlagen­doku­menta­tion.

Praxis­bei­spiel Kol­lisions­ver­meidung im Gabel­zinken

Bei fahrer­losen Trans­port­fahr­zeu­gen sind für die Ab­siche­rung neben der Haupt­fahr­rich­tung auch die Neben­fahrt­rich­tungen, wie die Fahrt in Gabel­rich­tung, und die seit­liche Zone, rele­vant. Die klei­nen Sensor­ein­heiten des USi-safety kön­nen an belie­bigen Stel­len, bei auto­mati­sierten Gabel­stap­lern zum Bei­spiel di­rekt in die Gabel­zinken inte­griert wer­den. Die ent­kop­pelte Aus­werte­ein­heit kann weiter ent­fernt im Chassis des Fahr­zeugs ihren Platz finden. Das drei­dimen­sio­nale Schall­feld der Sensor­ein­heiten sichert so den Gefahren­bereich direkt vor den Gabel­zinken ab. Auf­ge­wirbel­ter Staub und an­dere Um­welt­ein­flüsse beein­träch­tigen die Detek­tion nicht.

Praxis­bei­spiel Personen­sicher­heit bei spur­geführ­ten AGV

Spur­geführ­te AGV fol­gen einer auf den Boden auf­ge­brach­ten Mar­kie­rung. Die Bahn liegt häu­fig in Be­rei­chen, in de­nen sich auch Per­so­nen be­we­gen. Kolli­sionen müs­sen zuver­lässig ver­mie­den wer­den, ohne Trans­port­fahr­ten un­nö­tig zu unter­bre­chen. Opti­sche Sys­teme, die für eine freie Navi­ga­tion und Per­so­nen­schutz ein­ge­setzt wer­den, las­sen sich hier durch al­ter­na­tive Schutz­ein­rich­tungen wie bei­spiels­weise das USi-safety er­gän­zen oder gar er­setzen. Die Sen­sor­ein­heiten werden fle­xi­bel in die AGV inte­griert. Mit der Para­metrier­soft­ware kann man den Er­fassungs­bereich der Sensor­ein­heiten schnell und ein­fach an die Ge­geben­heiten an­passen. Der Melde­aus­gang lässt sich bei­spiels­weise für redu­zierte Ge­schwin­dig­keit oder die Aus­gabe eines Warn­sig­nals nutzen. Die Sicher­heits­aus­gänge lösen in einer Ge­fahren­si­tu­a­tion zu­ver­lässig einen Stopp aus.

Praxis­bei­spiel Ma­schi­nen­ab­siche­rung

Üblicher­weise werden kriti­sche Be­rei­che bei Ma­schi­nen mit op­to­elek­tro­ni­schen Licht­gittern ab­ge­sichert. In man­chen Um­ge­bun­gen wie etwa in der Holz­indus­trie kom­mt es bei sol­chen Sen­so­ren wegen der un­ver­meid­lichen Staub­ent­wick­lung oder umher­flie­gen­den Par­ti­keln häu­fig zur Fehl­aus­lö­sung. Die Ma­schi­ne schal­tet in den siche­ren Zu­stand, das Licht­git­ter muss ge­rei­nigt und die An­la­ge neu ge­star­tet wer­den.

Das USi-safety kann statt­des­sen einen „Schall­vor­hang“ her­stel­len, der ge­gen Holz­staub und flie­gen­de Par­ti­kel sowie an­haf­ten­de Ver­schmutzung un­emp­find­lich ist. Die Ma­schi­ne ist zu­ver­läs­sig ab­ge­sichert, oh­ne un­nö­tige Unter­bre­chun­gen im Pro­duk­tions­pro­zess. Ins Mess­feld hi­nein­ra­gen­de Ma­schi­nen­tei­le kön­nen per Teach-in nicht nur ein­ge­lernt, son­dern auch zur Ma­ni­pu­la­tions­si­che­rung ge­nutzt wer­den. Wird ein sol­ches Re­ferenz­tar­get auf­grund einer Mani­pula­tion nicht mehr er­kannt, geht das Sys­tem in den siche­ren Zu­stand.
 

Hoher Norden und luftige Höhen

„Schwe­res leicht heben“ – die­ses Credo hat sich Janzen Lift­tech­nik zu eigen gemacht. Das Unter­nehmen aus dem hohen Norden in Nieder­langen baut hydrau­lische Hub­ti­sche, Auf­züge und Hub­ar­beits­bühnen nach Maß für sei­ne Kun­den. Ins­be­son­dere, wenn es darum geht, Per­so­nen zu be­för­dern, gel­ten hohe An­forde­run­gen an die Arbeits­sicher­heit. Einen ver­läss­lichen Part­ner zur Reali­sie­rung von zuver­läs­siger Sicher­heits­tech­nik hat das Unter­nehmen mit BERNSTEIN ge­fun­den – im Fal­le eines ak­tu­el­len Pro­jekts sogar be­son­ders SMART.

„Die Anforde­rung un­se­rer Kun­den ist schnell er­läu­tert“, macht Stefan Winter (Janzen Lift­tech­nik) deut­lich. „Sie möch­ten eine mög­lichst preis­gün­stige Lö­sung, um so viel Ge­wicht wie mög­lich, so hoch wie mög­lich be­för­dern zu kön­nen.“ Für ein aktu­el­les Kunden­pro­jekt wur­den drei Hub­ar­beits­büh­nen unter­schied­licher Grö­ße und Trag­last fertig­gestellt. Auch die Be­för­de­rung von Per­so­nen ist dabei ein The­ma, was laut gül­ti­ger Norm für Sicher­heits­an­forde­rungen an Hub­ti­sche (EN1570-1) einen be­son­ders ho­hen Sicher­heits­stan­dard not­wen­dig macht.

Für die Um­setzung die­ser an­spruchs­vol­len An­forde­rung an die Sicher­heits­tech­nik ar­bei­tet Janzen Lift­tech­nik mit der BERNSTEIN AG aus Porta Westfalica zu­sammen. Das Pro­dukt­port­folio des Unter­neh­mens er­streckt sich von Schal­tern, Sen­so­ren und Ge­häu­sen über Trag­sys­teme und Be­dien­ter­mi­nals bis hin zu Sys­tem­lö­sun­gen zur Be­dienung und Ab­siche­rung gan­zer Ma­schi­nen und An­la­gen. 

RFID für die Sicher­heit

Konkret kom­men gleich meh­re­re Kom­po­nen­ten zum Ein­satz, um die Sicher­heit an den Hebe­büh­nen zu ge­währ­leis­ten. Auf der Ar­beits­büh­ne selbst sor­gen sechs Steck­gelän­der und zwei selbst­schlie­ßen­de Tü­ren für Ab­sturz­siche­rung wäh­rend eines Hebe- oder Senk­vor­gangs. Oben oder unten ange­kom­men, kön­nen die Gelän­der ent­fernt wer­den, um an einen schwer zu­gäng­lichen Ar­beits­be­reich zu gelan­gen. Die Ge­län­der und Tü­ren wer­den vom be­rührungs­lo­sen Sicher­heits­sen­sor SRF (Safety RFID) über­wacht. Der SRF sichert die Tü­ren und Steck­ge­län­der, in­dem er die Auf- oder Ab­wärts­be­wegung der Hebe­bühne erst gar nicht zu­lässt, so­lan­ge diese tren­nen­den Schutz­ein­rich­tun­gen nicht ord­nungs­gemäß ver­schlos­sen sind, also die Ge­län­der nicht rich­tig ver­an­kert wurden. 

Im Gegen­satz zu bei­spiels­wei­se einem me­chani­schen Positions­schal­ter lässt der Sen­sor keine Mani­pula­tion zu: „Der SRF bie­tet keine Mög­lich­keit, die Schutz­maß­nah­me zu um­ge­hen. So­lan­ge die Ge­län­der nicht rich­tig ein­ge­steckt sind, lässt die Hebe­büh­ne sich nicht ver­fahren.“ erklärt Robert Thesing von BERNSTEIN, der für Janzen Lift­tech­nik Ansprech­partner vor Ort ist. 

Diagnose per NFC

„Wenn ein Werker auf der Arbeits­bühne steht und an oberster Po­si­tion fest­stellt, dass die Büh­ne sich nicht ver­fah­ren lässt, dann be­gann bis­her eine zeit­auf­wän­dige Fehler­suche. Er musste jedes Steck­ge­län­der und jede Tür, jede ein­zel­ne Sicher­heits­vor­rich­tung über­prüfen. Je nach­dem wie groß die Bühne ist, kann das einige Mi­nu­ten in An­spruch neh­men.“ be­schreibt Robert Thesing weiter. Diesem Auf­wand wirkt der Sicher­heits­sen­sor SRF ent­gegen. Denn seinen be­son­deren Fokus hat BERNSTEIN bei der Ent­wick­lung auf das zum Sen­sor zuge­höri­ge Dia­gnose­sys­tem gelegt: Es liest eine Viel­zahl an Da­ten aus und macht sie zen­tral und fle­xi­bel ver­füg­bar. Die Dia­gno­se­daten werden bei­spiels­weise per NFC Tech­no­lo­gie auf dem Smart­phone ange­zeigt. Eine Funk­tion, die auch Janzen Lift­tech­nik nutzt. „Ver­fährt die Büh­ne nicht, liest die Per­son auf der Ar­beits­büh­ne die Daten per NFC Schnitt­stel­le aus und erfährt so­fort, welcher SRF Sensor ein Problem meldet. Das ent­spre­chen­de Ge­län­der kann ohne Um­wege über­prüft und schnell wie­der rich­tig ver­schlos­sen werden.“

„Wir haben bereits im Rah­men eines frü­he­ren Pro­jekts mit BERNSTEIN zu­sammen­ge­ar­bei­tet und Er­fahrungs­wer­te mit dem Sicher­heits­sen­sor SRF sammeln können. Für un­sere An­forde­rungen ist er genau der Rich­tige, weil er sich zum einen für den Außen­bereich eignet. Zum ande­ren bie­tet es für viele An­wen­dun­gen Vor­teile, mit einer be­rührungs­losen Sicher­heits­tech­nik zu ar­bei­ten. Fehl­funk­tionen durch Ver­schmutzung sind hier bei­spiels­weise kein Thema, ebenso wie eine Mani­pula­tion. Auch die Tat­sache, unter­schied­liche Sicher­heits­lö­sungen aus ei­ner Hand zu er­hal­ten und die­se je nach An­forde­rung ska­lie­ren zu kön­nen, hat die Ent­schei­dung beein­flusst, “ begründet Stefan Winter die Zu­sammen­arbeit mit BERNSTEIN. 

Neben dem SRF kommt bei den genannten Hebe­bühnen von Janzen Lift­technik auch die Zu­hal­tung SLC (Safety Lock) an der Zu­gangs­tür einer Treppe zum Ein­satz, die zur Büh­ne führt. Denn so­bald die Hebe­bühne sich bewegt, muss gewähr­leistet sein, dass die Tür zu dem Treppen­auf­gang sich nicht mehr öffnen lässt und wei­tere Per­sonen sich außer­halb des Ge­fährdungs­bereichs auf­halten. 

Diese Aufgabe über­nimmt der Ver­riegelungs­schal­ter SLC von BERNSTEIN. Bei ihm han­delt es sich um eine hybride Lö­sung von Metall- und Kunst­stoff­kompo­nenten. So werden alle mecha­nisch bean­spruch­ten Be­stand­teile voll­stän­dig aus Metall gefertigt, was ihn be­son­ders robust macht - eine nütz­liche Eigen­schaft beim Ein­satz in einer Zugangs­tür, die vor allem funk­tionell sein soll und im lau­fen­den Be­trieb nicht scho­nend behan­delt wird. Das weniger bean­spruchte Ge­häu­se dage­gen besteht aus glas­faser­ver­stärktem Kunst­stoff, was den SLC leicht und kosten­ef­fi­zient macht.
 

Mit Radar für mehr Sicherheit in rauen Umgebungen

Als Hoch­tech­no­lo­gie­unter­neh­men und Inno­va­tions­füh­rer in der Opto­sen­so­rik setzt Leuze seit über 50 Jah­ren im­mer wie­der tech­no­lo­gi­sche Mei­len­stei­ne und schafft neue Maß­stä­be am Markt. Vor allem im Be­reich der Sicher­heits­tech­nik deckt Leuze mit ihren op­ti­schen Sicher­heits-Kom­po­nen­ten, -Ser­vi­ces und -So­lu­tions ein brei­tes Feld an Ap­pli­ka­tio­nen ab. Mit dem si­che­ren Ra­dar­sys­tem LBK hat Leuze nun ein neues, inno­vati­ves Sen­sor­sys­tem in ihr Port­fo­lio auf­ge­nom­men. Die­ses setzt ein neues Funk­tions­prin­zip in der Sicher­heits­tech­nik um. Mit sei­ner Hil­fe las­sen sich auch Ap­pli­ka­tio­nen lö­sen, die mit op­ti­schen Sen­so­ren bis­lang nicht zu­ver­läs­sig ge­löst wer­den konnten. Selbst in rauen Um­gebun­gen wie bei Fun­ken, Schmutz und Staub. Her­stel­ler des neu­en si­che­ren 3D-Sys­tems ist das in Ita­lien an­säs­sige Unter­neh­men Inxpect S.p.A. Das LBK sichert Ge­fah­ren­be­rei­che in der Nähe von Ma­schi­nen und An­la­gen ab. Es ver­wen­det dabei eine Ra­dar-Tech­no­lo­gie wie sie zum Bei­spiel aus der Or­tung von Flug­zeu­gen oder Schiffen be­kannt ist.

De­tek­tion von Ob­jek­ten mit Ra­dar­wel­len

Das LBK-Sys­tem ar­bei­tet in ei­nem Fre­quenz­be­reich von 24GHz. Das be­deu­tet, dass die elek­tro­mag­neti­schen Wel­len viel kür­zer sind als Schall- oder Licht­wellen. Im Gegen­satz zu Licht können die Radar­wellen nicht-me­talli­sche Ob­jekte durch­dringen. Die kom­pakt auf­ge­bau­ten Sen­so­ren mit ih­ren inte­grier­ten An­ten­nen sen­den elek­tro­magneti­sche Wel­len aus. Diese wer­den an Ob­jek­ten re­flek­tiert. Die Sen­so­ren em­pfangen diese Re­flek­tionen und wer­ten sie an­schlie­ßend aus. Die elek­tro­mag­neti­schen Wel­len des Radar­systems LBK sind für das Per­so­nal völlig unbe­denk­lich.

Neue Appli­katio­nen sind lös­bar

Nutzt man die Eigen­schaf­ten der elek­tro­mag­neti­schen Wel­len im Ra­dar-Fre­quenz­be­reich in Sen­so­ren, so las­sen sich auch Ap­pli­ka­tio­nen lö­sen, die mit opti­schen Sen­so­ren bis­lang nur unzu­ver­lässig gelöst wer­den konnten. Auch nicht-me­talli­sche Ob­jekte wie zum Bei­spiel Staub, Schweiß­fun­ken oder Spä­ne wer­den durch­drun­gen, ohne dass der Sen­sor beein­flusst wird. Da­durch eig­net sich das LBK-Sys­tem vor allem für Appli­katio­nen in rau­en Um­gebun­gen. Bei­spiels­weise bei der Ver­ar­bei­tung von Holz oder Kunst­stoff. Dort ent­ste­hen klassi­scher­weise sehr viele Par­ti­kel, die dann in der Luft schwe­ben. Sie aber beein­flus­sen das LBK in sei­ner Auf­gabe, eine Per­son zu er­ken­nen und diese zu schützen, nicht. Selbst wenn Radar­wellen diese Par­ti­kel durch­dringen, re­flek­tieren sie doch einen klei­nen Teil der Wellen. Da sich die Menge der von ei­ner Person re­flek­tier­ten Radar­wellen wesent­lich von der von Holz­spä­nen oder Feu­chtig­keit unter­schei­det, kann das LBK er­kennen, ob es sich bei der Re­flek­tion um einen Men­schen oder nicht-me­talli­sche Par­ti­kel han­delt. Heißt: Par­ti­kel in der Luft wer­den nicht er­kannt, eine Per­son hin­ge­gen schon. So schal­tet das LBK bei einer Per­son sicher ab. Der LBK-Sen­sor strahlt seine Radar­wellen in ei­nen drei­di­men­sio­nalen Raum aus, so dass nicht nur sei­ne Flä­che, son­dern sein Volumen über­wacht wird. So­mit er­kennt das LBK Per­so­nen, die ei­nen ge­fähr­li­chen Be­reich be­tre­ten oder sich in die­sem auf­hal­ten, un­ab­hän­gig da­von ob sie ste­hen, knien oder lie­gen. 

Erkennen von mensch­lichen Be­we­gun­gen

Das 3D-Ra­dar­sys­tem LBK ar­bei­tet nicht nur in ei­nem für die Sicher­heits­tech­nik neuen Wellen­längen­be­reich. Es ver­wen­det mit FMCW auch ein in der Sicher­heits­tech­nik neues Funk­tions­prin­zip. FMCW steht für: Fre­quen­cy Mo­du­la­ted Con­ti­nuous Wave. Dabei ver­än­dert sich die Sende­fre­quenz inner­halb einer defi­nier­ten Band­brei­te. Be­gin­nend bei ei­ner Grund­fre­quenz steigt sie kon­ti­nu­ier­lich an bis zu ei­ner ma­xi­ma­len Fre­quenz und kehrt dann wie­der zur Grund­fre­quenz zu­rück. Re­flek­tiert eine Per­son dieses Sig­nal, er­rei­cht es den Em­pfän­ger zeit­ver­setzt. Durch eine Sub­trak­tion des Em­pfangs­sig­nals vom Sende­sig­nal er­gibt sich ei­ne Dif­ferenz­fre­quenz. Bleibt die Ent­fer­nung zwi­schen dem LBK-Sen­sor und der Per­son gleich, be­hält auch die Dif­ferenz­fre­quenz ih­ren Wert bei. Bewegt sich hin­gegen die Per­son, ver­än­dert sich der Zeit­ver­satz zwi­schen dem ge­sende­ten und em­pfange­nen Sig­nal - und damit auch die Dif­ferenz­fre­quenz. Je schneller sich die Per­son bewegt, desto stär­ker än­dert sich die Dif­ferenz­fre­quenz. Auf die­se Wei­se kann der LBK-Sen­sor die Ge­schwin­dig­keit der Per­son be­stim­men.

Exak­te Be­stimmung von Be­we­gun­gen

Dieses Ver­fah­ren wird auch Radar-Doppler genannt. Mit ihm lassen sich Be­we­gun­gen sehr ge­nau be­stim­men. Der LBK-Sen­sor de­tek­tiert so­mit nicht nur ei­ne sich be­wegen­de Per­son, son­dern auch eine, die gerade still­steht, selbst wenn dann die Bewe­gung sehr klein ist. Denn selbst wenn eine Per­son still­steht, steht sie nie­mals komp­lett still, son­dern ist immer in Bewegung, sei es durch Puls- und Herz­schlag usw. Das nutzt der LBK-Sensor aus, um eine Per­son in ei­nem Ge­fahren­be­reich von ei­nem sta­ti­schen Ob­jekt wie bei­spiels­weise einer Palette oder ei­nem Ma­te­rial­behäl­ter sicher zu unter­schei­den. Die geringen Be­we­gun­gen ei­ner Per­son rei­chen aus, um ein si­che­res Ab­schalt­sig­nal für die Ma­schi­ne zu er­zeu­gen. Da­durch unter­bricht das LBK-Sys­tem den Be­triebs­pro­zess nur dann, wenn sich tat­säch­lich je­mand im Ge­fahren­be­reich auf­hält. Zum Bei­spiel kom­plett sta­ti­sche, be­wegungs­lose Ma­te­rial­be­häl­ter kön­nen im Schutz­be­reich ste­hen ge­las­sen wer­den, ohne dass sie zu einer Pro­zess­unter­bre­chung füh­ren. So ver­mei­det das LBK-Sys­tem un­nö­tige Still­stand­zei­ten und er­höht da­mit die Ver­füg­bar­keit und Wirt­schaft­lich­keit der An­lage. Auf der an­de­ren Sei­te läuft die Ma­schi­ne aber erst dann wie­der an, wenn alle Per­so­nen den Ge­fahren­be­reich wie­der ver­las­sen ha­ben und trägt damit zu ei­nem zu­ver­läs­sigen Per­so­nen­schutz bei.

Fle­xi­bel im Ein­satz, ein­fach in der In­stal­la­tion

Zusätzlich zum Ein­satz in rau­en Um­ge­bun­gen kommt das siche­re Ra­dar­sys­tem LBK vor allem beim Schutz vor un­ge­wolltem Wie­der­an­lauf und zur Über­wa­chung nicht ein­seh­barer Be­rei­che zum Ein­satz. An­wen­der kön­nen es an ihre An­forde­rungen in­di­vi­duell an­pas­sen. Das Sys­tem besteht aus ei­nem Con­trol­ler, an den bis zu 6 Radar­sen­so­ren an­ge­schlos­sen wer­den kön­nen. Durch die Po­si­tio­nie­rung der Sen­so­ren, die ein­stell­bare Reich­wei­te sowie den wähl­baren Öffnungs­win­kel lässt sich der über­wach­te Be­reich dem Ge­fahren­be­reich fle­xi­bel an­pas­sen. So las­sen sich auch Be­rei­che an Stu­fen oder Sockeln zu­ver­läs­sig über­wachen. Die System­para­meter kann der An­wen­der über die ein­fach be­dien­bare Kon­fi­gu­ra­tions­soft­ware fest­legen. Pro­jek­tierung und In­be­trieb­nah­me über­neh­men auf Kun­den­wunsch zer­tifi­zier­te Safety-Ex­per­ten von Leuze.
 

Maschinenschutztürantrieb mit DC-Versorgung

SIEI-AREG hat sich auf in­te­grier­te Po­si­tio­nier- und Tür­an­trie­be so­wie Ser­vo­mo­to­ren spe­zia­li­siert. Mit der Bau­rei­he KFM 24 Safety bie­tet das Un­ter­neh­men ei­nen ef­fi­zien­ten Ma­schi­nen­schutz­tür­an­trieb be­ste­hend aus ei­nem Ser­vo­mo­tor so­wie ei­nem Elek­tro­nik- und Steu­er­ge­rät mit ver­schie­de­nen An­schluss­op­tio­nen. 

Kom­pakt und si­cher

Alle drei Schutz­tür­an­triebs­bau­rei­hen des Her­stel­lers sind hin­sicht­lich ihrer Funk­tio­na­li­tät ver­gleich­bar und zeich­nen sich durch eine ein­fache Mon­ta­ge und un­kom­pli­zier­te In­be­trieb­nah­me aus. Steck­ver­bin­der er­leich­tern da­rü­ber hin­aus die War­tung bzw. den Aus­tausch des An­triebs. Trotz in­te­grier­ter Elek­tro­nik ist der KFM 24 SAFETY sehr kom­pakt und lässt sich ein­fach und platz­spa­rend in ver­schie­de­ne Appli­ka­tionen inte­grie­ren. Zu­dem ver­fügt der ro­bus­te Syn­chron­ser­vo­mo­tor über ein ho­hes Dreh­mo­ment und ar­bei­tet hoch­prä­zise, so dass in vie­len An­wen­dun­gen auf ein ge­son­der­tes Ge­triebe ver­zich­tet wer­den kann.

Der smarte An­trieb er­mög­licht die ein­fache In­betrieb­nahme der Ma­schinen­tür auf Knopf­druck und bietet ver­schie­dene Lern­optio­nen zum Öffnen und Ver­schließen der Tür. Die Ver­sor­gungs­span­nung des KFM 24 SAFETY liegt zwischen 24 und 48 VDC. Damit ist er uni­ver­sell ein­setz­bar. Sein Wir­kungs­grad liegt bei über 90 Pro­zent. Darüber hinaus ent­wickelt der Ma­schi­nen­schutz­türen­an­trieb im Be­trieb nur wenig Wärme und über­zeugt durch seine redu­zier­ten Leis­tungs­ver­luste.
 

Türgriffeinheit für modulares Schutztürsystem

Im modularen Schutz­tür­sys­tem von Pilz steht neu das PSENmlock Tür­griff­mo­dul zur Ver­fügung. Als um­fas­sen­de Lö­sung ver­fügt das Tür­griff­modul über einen inte­grier­ten Be­tä­ti­ger so­wie ei­ne inte­grier­te Flucht­ent­riege­lung. Im Ver­bund mit dem siche­ren Schutz­tür­sensor PSENmlock für die sichere Ver­riege­lung und sichere Zu­hal­tung stellt das Tür­griff­modul eine indi­vidu­ell an­pass­bare, sichere Lö­sung für be­geh­bare Tü­ren dar. Die si­che­re Zu­hal­tung wird durch die zwei­ka­nal­ige An­steue­rung der Zu­hal­tung ermög­licht. Da­durch eig­net sich der Schal­ter be­son­ders für den Ein­satz an Ma­schi­nen mit ge­fähr­lichem Nach­lauf, bei de­nen eine sichere Zu­hal­tung bis zur höchs­ten Sicher­heits­kate­gorie Per­for­mance Level e not­wen­dig ist.

Sicher­heit kom­bi­niert mit ho­her Fle­xi­bili­tät

Das PSENmlock Tür­griff­modul kann so­wohl für links­an­schlag­ende als auch für rechts­an­schlag­ende Tü­ren ver­wendet wer­den. Es ist in­nen oder außen ver­bau­bar und so­wohl für Schwenk­türen als auch für Schiebe­türen kom­pa­tibel. Durch die­se ver­schie­denen Op­tio­nen lässt sich das Tür­griff­modul für unter­schied­liche Türen ein­setzen. An­wen­der pro­fi­tieren durch eine maxi­male Fle­xi­bi­li­tät beim Ein­bau.

Gefahren­be­reich unter Kon­trol­le

An der Außen­seite der zu sichern­den Tür be­fin­det sich der gelbe Tür­griff, durch den der Be­täti­ger zum Schlie­ßen oder Öffnen aus­ge­fahren wird. Die Flucht­ent­riege­lung kann nur durch den roten Tür­griff im Inneren aus­gelöst wer­den. Da­durch können Perso­nen jeder­zeit einen mög­licher­weise ent­stehen­den Gefahren­bereich im Inne­ren des Ma­schi­nen­raums ver­las­sen. Das PSENmlock Tür­griff­modul ver­fügt über einen Sperr­ein­satz für bis zu fünf Schlösser. Dies ver­hin­dert, dass die Ma­schi­ne nach einem Stopp nicht un­be­ab­sich­tigt wie­der an­lau­fen kann. Die Sicher­heit an begeh­baren Türen wird gestei­gert und so Un­fäl­le ver­mieden.

Modu­lare Sicher­heit an Türen

Das PSENmlock Tür­griff­modul ist die neueste Er­weite­rung des modu­laren Schutz­tür­systems von Pilz. Als modu­lare Schutz­tür­lösung mit Zugangs­kon­trolle stellt das Schutz­tür­system Sen­soren, Flucht­entriege­lung, Tür­griffe, ein Dia­gnose­system und eine Taster-Unit mit optio­nal inte­grier­tem Zugangs­berechti­gungs­system sowie das passende Aus­werte­gerät zur Ver­fü­gung. An­wen­der pro­fi­tie­ren von einer schnellen Mon­ta­ge und In­stal­la­tion. Alle Mo­du­le des Schutz­tür­sys­tems lassen sich in­di­vi­duell zu­sammen­stellen und begeh­bare Türen damit fle­xi­bel ab­sichern. Zusammen mit der kon­fi­gu­rier­baren sicheren Kleins­teue­rung PNOZmulti 2 von Pilz ent­steht eine sichere Kom­plett­lö­sung für die Schutz­tür­über­wachung.
 

Arretierbolzen mit integriertem Zustandssensor

Der FEATURE grip Arretier­bol­zen mit Zu­stands­sen­sor von Kipp trägt zur Pro­zess­sicher­heit bei, wel­che im Ma­schi­nen­bau im­mer wich­ti­ger wird. Ob der Bol­zen ge­zogen ist oder nicht, kann der An­wen­der zen­tral ab­fra­gen. Über die Ma­schi­nen­steue­rung lässt sich so­mit bei­spiels­weise fest­legen, dass der Be­ar­bei­tungs­zy­k­lus erst dann be­ginnt, wenn alle Bol­zen an der rich­tigen Stelle sind. Zur An­bin­dung an die Steue­rung bie­tet KIPP das passende Gate­way K1494 an. Die Schnitt­stelle er­laubt die Inte­gra­tion der Arretier­bolzen in Ma­schi­nen und An­la­gen. So lassen sich Be­tä­ti­gungs­zu­stände der Kom­ponen­ten an­zeigen, über­prüfen und zur Pro­zess­steue­rung nutzen. Durch An­bin­dung an eine Ma­schi­nen­steue­rung ist es mög­lich, Infor­ma­tionen von bis zu sechs Arretier­bolzen zeit­gleich weiter­zuver­arbei­ten – diese An­zahl können An­wender jedoch mit­hilfe zu­sätz­licher Gate­ways beliebig erwei­tern.

Bis zu 10 m Reich­weite

Ein großer Vor­teil der Arretier­bolzen mit Zu­stands­sensor ist die draht­lose Über­tra­gung des Be­tä­ti­gungs­zu­standes über Blue­tooth Low Energy. Das Gate­way empfängt dabei das Funk­signal und wan­delt die­ses in ein normier­tes Aus­gangs­signal um. Zwischen dem Arretier­bolzen und dem Gate­way-Empfänger er­folgt die Kom­mu­ni­ka­tion ver­schlüsselt und so­mit sicher. Das Sys­tem hat eine Über­tragungs­reich­weite von bis zu 10 Metern. Die Energie­ver­sorgung des Arretier­bolzens er­folgt über eine inte­grier­te Knopf­zelle, welche aus­ge­tauscht wer­den kann. Ein in­telli­gentes Energie­manage­ment stei­gert die Batterie­lebens­dauer.
 

Was treibt der Berliner in der Cloud?

Was haben Quark­bällchen in der Cloud verloren? Welche Ver­bin­dun­gen pflegen Krapfen und Ber­li­ner mit dem Inter­net der Din­ge? Fragen dieser Art las­sen sich über­aus an­schau­lich mit einem Blick auf die neue Siede­back­an­lage von Innovaback be­ant­worten. Aus­ge­rüs­tet mit einem All-in-One HMI von Wachendorff, kom­mu­ni­ziert die in Thü­rin­gen in Be­trieb ge­nom­mene An­la­ge regel­mäßig mit der Azure Cloud von Micro­soft. Für die Bä­cke­rei Berg­mann ist die An­bin­dung an die Cloud alles an­de­re als eine Frage des guten Ge­schmacks. Die fort­schrei­ten­de Digi­tali­sie­rung des Familien­betriebs in Frömmstedt bringt viel­mehr greif­bare Vor­tei­le mit sich – von der ge­stie­ge­nen Ver­füg­bar­keit bis zur Frische der Pro­duk­te in den Ver­kaufs­the­ken.

100 Jahre Back­hand­werk – und die Ent­wick­lung vom klei­nen Familien­be­trieb zum leis­tungs­star­ken Mittel­ständ­ler: Win­fried und Mar­tina Berg­mann sind stolz auf die Er­folgs­story ihrer Familie, zumal auch die Unter­nehmens­nach­folge ein wei­te­res Mal ge­glückt ist. Die bei­den Söhne Thomas und Matthias sind in fünf­ter Ge­ne­ra­tion ange­treten, fri­schen Wind in das 380 Köpfe zähl­ende Unter­nehmen aus Frömm­stedt zu bringen – vor allem in Rich­tung Digi­tali­sie­rung. Back­tra­di­tion auf der ei­nen Sei­te, mo­der­ne Tech­nik auf der an­de­ren. Die Ziele der Brü­der sind klar ge­steckt: Er­go­no­mi­schere Ar­beits­bedin­gungen für die Beleg­schaft, ver­bes­ser­te Pro­zes­se für mehr Pro­duk­ti­vität und Wett­be­werbs­fähig­keit.

Frische zählt: Schneller beim Kunden

Mit einer neuen Siede­back­an­lage von Innovaback ist die Bäcke­rei Bergmann jetzt in der Lage, mehr Quark­bäll­chen, Krapfen, Spritz­ge­bäck und die in Thü­rin­gen als Pfann­kuchen be­zeich­ne­ten Berliner pro Stun­de her­zu­stellen. Die Leis­tungs­stei­ge­rung dient aber vorder­grün­dig nicht dazu, mehr Mas­se zu ver­kaufen. Statt­des­sen hat die Bäcke­rei mit ihren knapp 50 Fili­alen die Chan­ce, die in Fett ge­backe­nen Hefe­teig­spezia­li­täten frischer in die Verkaufs­theken zu bringen. Frische ist Geschmack. Geschmack ist Qualität. Thomas Bergmann: „Wir können spä­ter an­fan­gen zu backen, um die ge­for­der­te Menge an Pfann­kuchen oder Quark­bäll­chen in der Aus­lage zu haben, wenn un­se­re Läden morgens öffnen.“ Star­tete der Be­trieb wäh­rend der Pfann­kuchen-Haupt­saison in der Ver­gangen­heit gegen 18 Uhr, reicht heute der Start der Pro­duk­tion um Mitter­nacht aus. „Wir sind da­mit sechs Stunden fri­scher – das schmecken unse­re Kun­den“, freut sich Thomas Berg­mann.

Wenn der Geschäfts­führer von Haupt­saison spricht, ist da­mit vor allem die Zeit rund um Kar­ne­val sowie den Jahres­wechsel ge­meint. Ob mit unter­schied­li­chen Marme­laden oder Nuss-Nugat-Creme gefüllt: Die Digi­ta­lisie­rung der Pro­duk­tion leis­tet ihren Bei­trag die Anlagen­ver­füg­bar­keit und Aus­fall­sicher­heit der Pfann­kuchen­pro­duk­tion mit bis zu 80.000 Stück am Tag zu ge­währ­leis­ten. 

Der Anlagen­bauer Innovaback aus Hannover nutzt da­für die in der Azure-Cloud ge­sam­mel­ten Betriebs­daten. Sie bil­den die Grund­lage, um War­tungs­sze­na­rien zu ent­wickeln. Zu­dem sind auf Lang­strecke inner­halb der „Pre­dic­tive Main­ten­ance“ be­last­bare Aus­sagen mög­lich über Aus­fall­wahr­schein­lich­keiten von Ver­schleiß­teilen sowie me­cha­ni­schen wie elek­tro­ni­schen Kom­po­nen­ten. Mit die­sen Zie­len vor Au­gen, war das nieder­sächsi­sche Ma­schi­nen­bau­unter­nehmen wäh­rend der Ent­wick­lungs­phase auf der Suche nach einem Liefe­ranten, der auf mög­lichst ein­fache Wei­se die Bedienung vor Ort, den Fern­zu­griff/Remote-Access und die Cloud-An­bin­dung als Kom­plett­lösung anbietet. In ei­ner engen En­gi­neering-Zu­sammen­ar­beit mit Olaf Rose­brock, Ver­triebsin­ge­ni­eur bei Wachen­dorff, ist aus dieser Auf­gaben­stellung vor Ort in Hannover eine Lö­sung mit dem smar­ten All-in-One HMI WBGcMT3092X ent­standen, welches in der Siede­back­anlage zum Ein­satz kommt und die An­forde­rungen per­fekt abdeckt.

Drei Funktionen in einem Gerät

Aus dem Blick der Geräte­tech­nik heraus be­trach­tet, steht hinter dem All-in-One HMI die cMT-Serie von Wachen­dorff. Das „c“ steht für „Crea­tively, Connec­tivity, Cloud Com­puting“, „MT“ steht für „Machine Ter­minal“.
Die Geräte der cMT-Serie ver­einen drei Funk­tionen in einem kom­pak­ten Touch-Panel: HMI-Funk­tiona­lität für die in­tui­tive Bedienung vor Ort, Remote-Access-Funk­tiona­lität für den Fern­zugriff sowie die IIoT-Gate­way-Funk­tionali­tät für die Cloud-Kom­mu­ni­ka­tion. Das smarte HMI vom Typ WBGcMT3092X liefert mit seinem Quad-Core-Pro­zessor ausreichend Per­for­mance für die Multi­instanz-Visuali­sierung, paralleles Auf­rufen auf unter­schied­lichen End­geräten, lokal und Remote (auf Desktop-PC, Tablet oder Smart­phone; mit Windows-, Android- oder IOS-Betriebs­system). Die IIoT Standard­proto­kolle OPC UA und MQTT er­mög­lichen die Kom­mu­nika­tion zwischen Ma­schi­nen und An­la­gen bis hin zu den über­geord­neten Leit- und Manage­ment­sys­temen. Die cMT-Serie ist mit unter­schied­lichen Bild­schirm-Dia­go­nalen erhält­lich, Innovaback setzt in dieser Anlage das 9,7‘‘-Gerät ein.

HMI, Remote-Access, Gate­way: Der Drei­klang aus ganz unter­schied­lichen Auf­gaben samt Inte­gra­tion in ein ein­zel­nes Gerät ließ sich mit der Lösung von Wachendorff kom­for­ta­bel, platz­sparend und nicht zu­letzt sehr kosten­günstig reali­sieren, denn na­tür­lich spielt auch das Preis-/Leis­tungs­ver­hältnis der ein­ge­setzten Kom­po­nenten eine wich­tige Rolle.   

Thomas Hoffmann, Leiter Automation und Maschinenintelligenz bei Innovaback: „Die Cloud-Anbindung funktioniert hervorragend, die Visualisierung ebenfalls. Das Touchpanel reagiert sehr gut und die Software dahinter ist einfach zu erlernen.“ Der Support durch den  Applikationsingenieur Christian Herrmann von Wachendorff sei in diesem nicht alltäglichen Projekt außergewöhnlich gut gewesen – bis hin zur Programmierung neuer Funktionen und Details in der Schnittstelle samt einer Neuprogrammierung des Treibers für die Microsoft Azure Cloud. Das weitreichende Know-how in puncto Cloud-Konnektivität erschließt sich Innovaback vor allem in Person von Geschäftsführer Peter Schröder – gleichzeitig Inhaber des auf Cloud-Lösungen spezialisierten Systemhauses Elanity in Hannover. 

Die Zusammenarbeit Innovaback und Wachendorff führte ebenfalls dazu, gerade bei der Visualisierung und Bedienerführung im Vergleich zu Wettbewerbsanlagen ein neues Kapitel aufzuschlagen. Für die Gestaltung der intuitiv nutzbaren Touch-Screen-Oberfläche setzt Wachendorff mit dem Tool „EasyBuilder Pro“ auf lizenzfreie Projektierungssoftware, die als Bestandteil der Hardware keine Folgekosten verursacht. Bei der Projektierung der neuen Siedebackanlage begleitete Applikationsingenieur Herrmann das Innovaback-Entwicklungsteam im Rahmen eines Coachings, um die Einarbeitung zu verkürzen. 

Die digi­talen Mög­lich­keiten, der von Innovaback neu ent­wi­ckel­ten Siede­back­an­lage, ver­schaffen dem Bäckerei­betrieb heute die Mög­lich­keit, jeder­zeit den Betriebs­zustand zu über­wachen und die wesent­lichen Kenn­zahlen z. B. auf dem Smart­phone zu sehen.

Die Rezeptur­ver­wal­tung senkt ihrer­seits das Risiko von Bediener­fehlern und damit Pro­duk­tions­ver­lusten. Mit dem Fern­zu­griff hat Innovaback die Chance, das Bäckerei­unter­nehmen lang­fris­tig zu be­glei­ten und aus der Pro­zess­sicht heraus spür­bare Ef­fi­zienz­ver­bes­se­rungen zu im­ple­men­tieren. Bei­spiels­weise lassen sich im Rahmen eines Ener­gie­manage­ment­sys­tems Trend­ver­läufe er­ken­nen und Ana­lysen für grund­legen­de Ver­besse­rungen aus­geben. „Der Ener­gie­ver­brauch gehört in einer Bäcke­rei zu den größten Kosten­trä­gern“, meint Thomas Bergmann. Bezogen auf die Siede­back­an­lage mit dem 170 bis 180 Grad heißen Fett, lässt sich etwa der Be­trieb der Heiz­ele­mente op­ti­mieren. Hier­bei ist zu wissen, dass sich die rund 300 Liter Pflanzen­fett auf unter­schied­liche Tem­pe­ra­tur­zonen ver­teilen, die von den Heiz­ele­menten ein ent­spre­chend ange­passtes Ver­hal­ten er­for­dern. Muss auf­grund des kalten Teiges im vor­de­ren Be­reich recht kräftig Ener­gie zuge­führt werden, wird der Be­darf bis zum Aus­lauf immer geringer, da das Spritz­gebäck in den Wende­statio­nen auf der Strecke ste­tig heißes Fett in den nach­folgen­den Be­reich trägt. Diese Zu­sammen­hänge zu er­kennen, macht den Weg frei, Ef­fi­zienz­ge­winne im großen Stil zu er­zielen. „Dafür brau­chen wir aber die Daten von mehr als einem Tem­pe­ratur­sen­sor und auch das Ver­hal­ten unter­schied­licher Back­pro­dukte im Ver­gleich“, macht Peter Schröder klar. Die Arbeit hat sich an dieser Stelle schon jetzt gelohnt: Die Siede­back­anlage von Innovaback ar­bei­tet energe­tisch mit sehr ho­hem Wirkungs­grad. Die An­schluss­leis­tung / Spitzen­last konnte von 78 KW auf 52 KW gesenkt werden (Spitzen­strom 80 Ampere statt 125 Ampere). Daraus ergibt sich in einer 8-Stunden-Schicht eine Energie­er­sparnis von rund 200 KWh (von vor­mals ca. 600 KWh auf nun ca. 400 KWh).

Dann greift der Backofen an

Mit Blick auf die Ma­schi­nen­sicher­heit stellt sich gerade in ver­netzten Pro­duk­tionen auch die Frage der IT-Security. „Wenn der Back­ofen zum ersten Mal die Fett­siede­anlage attackiert hat, wissen wir, dass die IT-Sicher­heit keine Frage von Büro­rechnern ist“, fasst Thomas Hoffmann zusammen. Hier nichts dem Zufall zu über­lassen und die eige­nen An­lagen sicher zu machen, hat dazu geführt, die Siede­back­anlage mit einer eigenen Fire­wall zu ver­sehen.

Fazit

Die Lösung mit dem smarten All-in-One HMI von Wachendorff mit der inte­grier­ten Remote-Access-und IIoT-Gate­way-Funk­tiona­lität, macht den Weg frei, Indus­trie 4.0 An­wen­dun­gen mit dem Bediener und der Ma­schi­nen­steue­rung vor Ort zu ver­binden. Für Innovaback eröffnet sich darüber hinaus die Chance aus den gewonnenen Da­ten ver­lässli­che Aus­sagen über Aus­fall­wahr­schein­lich­keiten und die Lebens­dauer von Kom­po­nenten zu treffen. Dieser Aspekt bekommt gerade angesichts der gefor­derten Verfüg­barkeit in der Hoch­saison mit bis 80.000 Krapfen am Tag einen enormen Stellen­wert. Darüber hinaus kann Innovaback gegen­über seinen Bäckerei­kunden als lang­fristiger Partner auf­treten, Maschinen­lösungen auf Lang­strecke zu opti­mieren – gerade im Hin­blick auf den spar­samen Um­gang mit Ener­gie. 
 

PROFINET-Treiber für Schrittmotor-Serie

Die effizienten Schrittmotoren der AZ-Serie mit mechanischem Absolutwertsensor von Oriental Motor vereinen in ihrem kompakten Gehäuse die Antwort auf die wesentlichen Anforderungen an eine Positionssteuerung.

Durch die flexible Anbindung wird die durchgängige Kommunikation zwischen IT- und Produktionsnetzwerken möglich und die Closed Loop-Schrittmotoren können auf einfache Weise auch in Anwendungen mit hochmodernen Kommunikationsumgebungen integriert werden. So trägt die AZ-Serie zu einem schnellen und sicheren Datenaustausch bei. Die Anbindung an das Netzwerk erfolgt bequem via standardisiertem Ethernetkabel. Die Treiber sind wahlweise kompatibel zu den Feldbussystemen PROFINET, EtherCAT und EtherNet/IP. Über auf Ethernet basierende Feldbussysteme kann mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit sowohl die Einstellung und Ausführung von Betriebsdaten sowie die Anpassung verschiedener Parameter erwirkt werden, als auch die Ausgabe von Alarminformationen und das Monitoring des Antriebs. Alle Befehle und Statusmeldungen werden in Echtzeit übermittelt. So können die Bewegungen mehrerer synchron arbeitender Schrittmotoren zuverlässig und präzise ausgeführt werden.

Direktanbindung für Schrittmotoren 

Durch die Direktanbindung der AZ-Schrittmotoren mit netzwerkfähigem Treiber an die übergeordnete Steuerung ist nur ein einzelnes Datenkabel erforderlich. Dadurch sinkt der Verdrahtungsaufwand, Arbeitszeit wird eingespart und Verdrahtungsfehler werden verhindert. Es sind zwei Treibervarianten für 24 und 48 VDC sowie für 230 VAC erhältlich.
Da der AZ-Schrittmotor auch als Antrieb in elektrischen Linearführungen, elektrischen Zylindern, Drehtischen, Linearaktuatoren, elektrischen Greifern und Zahnstangensystemen von Oriental Motor zum Einsatz kommt, können die Vorteile dieses Antriebssystems damit in den unterschiedlichsten Anwendungen genutzt werden. Die Motoren der AZ-Serie sind in Flanschmaßen von 20 - 90 mm verfügbar und erreichen in Kombination mit Getrieben Haltemomente bis 157 Nm. Dank der geringen Wärmeentwicklung sind sie auch für den Dauerbetrieb geeignet.
 

Lüfterloses Embedded-Kompakt-System

Portwell kün­digt das WEBS-21G0, ein lüf­ter­lo­ses Em­bed­ded-Sys­tem mit Pro­zes­so­ren der Intel Core Fa­mi­lie der 8. Ge­ne­ra­tion und einer ther­mi­schen Ver­lust­leis­tung (TDP) von 15 W an. Mit sei­nem ro­bus­ten Auf­bau und sei­ner ho­hen Leis­tung ist das WEBS-21G0 eine per­fek­te Lö­sung für An­wen­dun­gen wie in­dus­triel­le Au­to­ma­ti­sie­rung, au­to­ma­ti­sche Test­sys­te­me, Ro­bo­ter­steue­rung, au­to­ma­ti­sche un­be­mannte Fahr­zeu­ge und vieles mehr.

Bis zu 4K-Auf­lö­sung

Das WEBS-21G0 kann mit bis zu 32 GB DDR4 2400 MHz non-ECC SO-DIMM be­stückt werden, als Spei­cher­schnitt­stelle steht ein M.2 Key M 2280 Steck­platz für SSD zur Ver­fügung. Zur Er­weite­rung der Funk­tionali­tät ste­hen an der Rück­seite 3 x USB 3.2 Gen 1 Schnitt­stellen für ei­ne schnelle Daten­über­tra­gung mit gerin­gem Ener­gie­ver­brauch und ein M.2 Key E 2230 Steck­platz für draht­lose Mo­du­le, z.B. WLAN und Blue­tooth, als ideale Voraus­setzungen für Kom­mu­ni­ka­tions- und IoT-An­wen­dun­gen zur Ver­fügung. Intel I210AT und Intel I219LM Ether­net-Con­troller stellen über die beiden RJ-45-Buch­sen zwei Giga­bit Ether­net LAN-Schnitt­stellen bereit. 1 x RS-232/422/485 kann im BIOS aus­ge­wählt werden. Die Intel Gen 9.5 Grafik-Engine unter­stützt zwei Mini Dis­play­Ports (DP) auf der Rück­seite mit Auf­lö­sungen bis 4096 x 2304. Außer­dem kön­nen an das Sys­tem ver­schie­dene Geräte wie Dis­plays, Gra­fik­kar­ten, Kame­ras, Spei­cher usw. ange­schlos­sen wer­den.

Darüber hinaus hat das WEBS-21G0 auf der Rück­seite Klinken­buchsen für Audio, 12 V DC, onboard TMP 2.0 für die An­wen­dungs­sicher­heit und es unter­stützt ver­schie­dene Be­triebs­sys­teme ein­schließ­lich Micro­soft® Windows® 10 IoT Enter­prise, Ubuntu®, Echt­zeit Yocto Project® (YP) und Wind River®. Das leis­tungs­starke Sys­tem ist nur 150 x 150 x 63 mm groß und eig­net sich für für Kon­fi­gu­ra­tio­nen mit ho­her Leis­tung und gerin­gem Ener­gie­ver­brauch be­son­ders bei knap­pen Platz­an­gebot.
 

CODESYS-basierter Motion Controller

Delta Electronics hat den AX-308E als ers­ten sei­ner kom­pak­ten SPS-Mo­tion-Con­trol­ler der AX-3-Serie vor­ge­stel­lt. Sie ba­siert auf der Ent­wick­lungs­um­gebung CODESYS, die inter­na­tio­na­len Stan­dards ent­spricht und auf in­telli­gen­te in­dus­triel­le Au­to­ma­ti­sie­rungs­an­wen­dun­gen aus­ge­rich­tet ist. Der Mehr­achs-Mo­tion-Con­trol­ler kann bis zu acht Ether­CAT-Ser­vo­ver­stär­ker steuern, un­ter­stützt eine brei­te Pa­let­te von in­dus­t­riel­len Kom­mu­ni­ka­tions­pro­to­kol­len, ein­schließ­lich Ether­CAT, und bie­tet ei­ne kom­plet­te Mo­tion-Con­trol-Lö­sung. 

Va­ria­ble Schnitt­stellen

Die AX-308E ist in der Lage, bis zu acht Ether­CAT-Ser­vo­ver­stär­ker sowie Um­rich­ter, Re­mote-I/O-Mo­dule und an­de­re Fremd­ge­rä­te zu steuern. Da­rü­ber hin­aus kön­nen bis zu vier Pulse-Train-An­triebe über die inte­grier­ten schnellen digi­ta­len Aus­gän­ge ge­steuert wer­den.

Die brei­te Pa­let­te der an­ge­bo­te­nen Schnitt­stel­len, ein­schließ­lich Modbus TCP/RTU, Ethernet/IP und OPC UA, machen diese SPS ideal für Indus­trie 4.0. Er­gänzt werden die Kom­mu­nika­tions­möglich­keiten durch 16 digi­tale Ein­gänge, 8 digi­tale Aus­gänge, zwei serielle Schnitt­stel­len, zwei Inkre­mental­geber­schnitt­stellen und einen SSI-Port. Die Unter­stützung für zusätz­liche E/As, Tem­pe­ra­tur­messung und Wäge­zellen ist dank der Kom­pa­tibi­lität mit Deltas beste­hen­dem Er­weiterungs­modul der AS-Serie gewähr­leis­tet. 

Soft­ware für schnelleres Time-to-Market 

DIADesigner-AX ist die Inte­gration von CODESYS in die DIAStudio-Software­platt­form. Die Um­gebung bietet Unter­stützung von der Pla­nung über die Aus­führung bis hin zur Inbe­trieb­nahme und er­leich­tert die Imple­mentie­rung von ein­fachen und kom­plexen Bewegungs­steue­rungen, ein­schließ­lich Einzel- und Mehr­achs­bewegun­gen, Elek­tro­nisches Getriebe, ECAMs und Inter­polation, in Über­ein­stimmung mit inter­natio­nalen Stan­dards wie IEC 61131-3 und PLCopen. Soft­ware­ent­wickler kön­nen auch von den ande­ren inte­grier­ten Werk­zeugen profi­tieren, wie Os­zil­los­kop, Simu­la­tor und CAM-Design-Editor.
 

RJ45 -Steckverbinder mit Einpresskontakten

Das neue Y-Con Cover 20-TC von Yamaichi löst das bis­heri­ge Y-Con Cover 20 ab, wel­ches seit vielen Jah­ren eine gro­ße Ak­zep­tanz im Markt hat. Im Gegen­satz zur bis­heri­gen Ver­sion ist das neue Y-Con Cover 20-TC mit unter­schied­li­chen Ka­bel­durch­mes­sern ver­wend­bar. Ein Durch­mes­ser­be­reich von 5,5 mm bis 7,1 mm bie­tet ho­he Fle­xi­bi­li­tät für ei­ne Viel­zahl von Ka­beln.

Werk­zeug­lo­se Mon­ta­ge 

Das Y-Con Cover 20-TC ist ei­ne IP20-Voll­metall­ver­sion, die den Ste­cker vor allen Ein­flüs­sen im in­dus­t­riel­len IP20-Be­reich schützt. Ho­he me­cha­ni­sche Be­stän­dig­keit ge­paart mit ei­nem ver­bes­ser­ten Schutz gegen EMV-Stö­run­gen si­chert die opti­male Signal­über­tragung. Es kann werk­zeug­los mon­tiert wer­den. Das neue Schnapp­haken­kon­zept macht Schrauben über­flüs­sig, so dass Ober- und Unter­teil nur noch zu­sam­men­ge­drückt wer­den müs­sen. Das spart ca. 30 bis 50 % Mon­ta­ge­zeit und be­deu­tet so­mit reine Kos­ten­redu­zie­rung. Dabei ist noch nicht ein­mal die Mög­lich­keit berück­sichtigt, dass Schrau­ben herunter­fallen oder ver­loren ge­hen kön­nen. Bei Be­darf kann das Ge­häuse bis zu 5-mal wie­der ver­wen­det wer­den. 

Zusammen mit unserer Y-Con Plug Steckver­binder­serie, die mit einer unter­schied­lichen An­zahl von Kon­takten erhält­lich ist, kann das Y-Con Cover 20-TC für ver­schie­dene RJ45-An­wen­dungen ein­ge­setzt werden. Die Stecker­serie ist auch für raue An­wen­dungen kon­stru­iert und getes­tet, wie sie im indus­triel­len Be­reich üb­lich sind. Zu­sätz­lich bieten optio­nal inte­grier­te Power­kon­takte die Mög­lich­keit für eine Strom­über­tragung von bis zu 2,1A
 

7-Zoll-Widescreen-Mulitouchpanel

Das intelligente 7-Zoll-Multi­touch­pa­nel ETT 764 ist eine leis­tungs­fähige Er­weite­rung des HMI-Port­folios von SIGMATEK. Es prä­sen­tiert sich in ro­bus­tem De­sign mit schwarz-elo­xier­tem Alu­rah­men (Front IP65). Mit Maßen von 191 x 128 x 33 mm und 600 g ist das HMI ein schlan­kes Leicht­ge­wicht mit ge­rin­ger Ein­bau­tiefe.

Die vier Pro­zes­sor-Ker­ne des leis­tungs­star­ken EDGE3-Tech­no­lo­gy-Pro­zes­sor (4x 1,6 GHz) sind für ei­ne flüs­sige (Web-)Vi­su­ali­sie­rung exakt auf­ein­ander ab­ge­stimmt und tra­gen so zu einer opti­malen Be­dien­er­fah­rung bei. Mit 2 GB DDR4 RAM und 8 GB eMMC steht viel Spei­cher zur Ver­fügung. Das Wide­screen-Pa­nel ver­fügt über ein 7-Zoll-TFT-Farb­dis­play in ho­her Auf­lö­sung von 1024 x 600 Pixel. Die Be­die­nung ge­stal­tet sich dank kapa­zi­ti­vem Multi­touch­screen ähn­lich wie bei ei­nem Smart­phone mit in­tu­iti­ven Ges­ten.
 
Einfache Er­stel­lung von Ap­pli­ka­tion

Mit 2x Gigabit-Ether­net (10/100/1000), 2x USB 2.0 Typ A, 1x USB 2.0 Typ Mini-B OTG, 1x microSD Karten­hal­ter (SD 3.0) findet das ETT 764 den rich­ti­gen An­schluss und unter­stützt wie alle SIGMATEK-Pa­nels mit Pro­zes­sor die OPC-UA-Kom­mu­ni­ka­tion. Zu­dem ver­fügt das HMI in lüf­ter­lo­ser Bau­wei­se über zwei frei­pro­gram­mier­bare Status-LEDs an der Front. Mit den ob­jekt­orien­tier­ten HMI-Tools LASAL SCREEN und LASAL VISUDesigner las­sen sich mo­der­ne und um­fang­reiche Ap­pli­ka­tion ein­fach und fle­xi­bel er­stel­len. Soft­ware­pakete für den web­ba­sier­ten LASAL VISUDesigner (HTML5) sind be­reits vor­in­stal­liert. 
 

Smart Condition Monitoring-Lösung mit IIoT-Sensoren

Siemens prä­sen­tiert mit Sitrans SCM IQ eine neue In­dus­t­rial Inter­net of Things (IIoT)-Lö­sung für Smart Con­di­tion Mo­ni­to­ring. Da­mit kön­nen po­ten­ziel­le Stör­fäl­le früh­zei­tig er­kannt und ver­hin­dert wer­den, was War­tungs­kos­ten und Still­stand­zei­ten re­du­ziert so­wie die An­la­gen­per­for­man­ce um bis zu zehn Pro­zent er­hö­hen kann. Die Hard­ware­ba­sis bil­den die draht­lo­sen und ro­bus­ten Mul­ti­sen­so­ren Sitrans MS200 zur Mon­ta­ge an An­la­gen­kom­po­nen­ten wie Pum­pen, Ge­trie­ben, Kom­pres­so­ren oder An­trie­ben. Dort sammeln sie Vi­bra­tions- und Tem­pe­ra­tur­da­ten. Mittels Blue­tooth-Ver­bin­dung wer­den die­se Da­ten an das In­dus­trie-Gate­way Sitrans CC220 und von dort ver­schlüs­selt in die Cloud, in die­sem Fall die in­dus­t­riel­le IoT-as-a-Ser­vice-Lö­sung MindSphere, über­tra­gen. 

Das Sitrans SCM IQ-Sys­tem ver­fügt über ei­ne Ano­ma­lie-Er­ken­nung, die auf ma­schi­nel­lem Ler­nen ba­siert. Sie über­wacht und ana­ly­siert per­ma­nent alle Sen­sor­wer­te und er­kennt früh­zei­tig Ab­wei­chun­gen vom nor­ma­len Be­triebs­zu­stand. Be­nach­richti­gun­gen zu Ano­ma­lien er­fol­gen je nach Kon­fi­gu­ra­tion und defi­nier­ter Benutzer­grup­pe per SMS und/oder E-Mail. Über die App kön­nen Auf­fällig­kei­ten im An­la­gen­ver­hal­ten do­ku­men­tiert und inner­halb ei­nes bestimmten An­wen­der­kreises weiter­geben wer­den. 

Geringer In­stallations­auf­wand durch Blue­tooth

Ein­ge­setzt wer­den kann das ab Sommer 2021 er­hält­liche Sitrans SCM IQ-System, bestehend aus Multi­sen­soren, Gate­way und App, in allen in­dus­t­riel­len An­lagen mit me­cha­ni­schen oder ro­tie­ren­den An­lagen­kom­po­nen­ten. Die Multi­sen­soren Sitrans MS200 ver­fügen über ein ro­bus­tes und kom­pak­tes Indus­trie­de­sign in ho­her Schutz­art IP68. Durch die Blue­tooth-Kom­mu­ni­ka­tion ent­fällt der Ver­kabelungs­aufwand, was In­stal­la­tion und In­betrieb­nahme deut­lich verein­facht. Dabei erfolgt die Strom­ver­sorgung über aus­tausch­bare In­dustrie­batterien, was eine lange Lebens­dauer ermög­licht. Für die sichere Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen dem Multi­sensor und der Cloud sorgt das Indus­trie-Gate­way Sitrans CC220, das sich zur Schalt­schrank­in­stalla­tion eig­net und über eine ex­ter­ne Blue­tooth-An­tenne verfügt. Die Über­tragung mit hoher Sample­rate ermög­licht eine genaue und zuver­lässige Daten­aus­wertung. Die mobile Web­appli­kation Sitrans SCM IQ zeigt die Zu­stände der über­wach­ten An­lagen und Kom­po­nen­ten grafisch an, jeder­zeit und von über­all aus. Sitrans SCM IQ ist ska­lier­bar, das heißt es kann ent­weder nur eine An­wen­dung über­wacht wer­den oder sämt­liche Ma­schi­nen einer An­lage.
 

Ergänzungsmodule für die DC-Stromversorgung

24/48-V-DC-Strom­ver­sor­gun­gen wer­den uni­ver­sell in je­der Ma­schi­ne und An­la­ge be­nö­tigt und ha­ben eine dem­ent­spre­chend ho­he Be­deu­tung für ei­nen rei­bungs­lo­sen Pro­zess­ab­lauf. Mit den neu­en Er­gän­zungs­mo­du­len PS9xxx für die PS-Strom­ver­sor­gungs­se­rien von Beckhoff steht nun eine wei­te­re ef­fi­zien­te Mög­lich­keit zur Ver­fügung, um Ma­schi­nen- und An­la­gen­still­stän­de zu ver­mei­den und so­mit die Sys­tem­ver­füg­bar­keit zu­sätz­lich zu stei­gern.

Mit den PS-Strom­ver­sor­gungs­serien, den zu­ge­höri­gen Er­gänzungs­mo­dulen sowie der USV-Serie CU81xx bietet Beckhoff ein kom­plet­tes und ab­ge­stim­mtes Lö­sungs­spek­trum für die zu­ver­läs­sige Strom­ver­sorgung im 24- und 48-V-DC-Be­reich. Dabei wird der Funk­tions­um­fang der PS-Strom­ver­sor­gungen durch die neuen Puffer- und Re­dun­danz­module noch­mals erwei­tert.

Puffer­mo­dule ver­hin­dern Stör­ein­flüs­se

Die Puffer­mo­dule PS90xx ver­hin­dern Störungen durch Netz­span­nungs­ein­brüche und -schwan­kun­gen sowie Last­spitzen, so­dass das Ver­sor­gungs­sys­tem und die Ver­brau­cher zuver­lässig und aus­fall­frei ar­bei­ten können. Hierzu spei­chern sie über wartungs­freie Elek­trolyt­konden­sa­toren die bei Be­darf abzu­ge­bende Ener­gie. Auf diese Weise las­sen sich bei­spiels­weise Netz­aus­fälle ef­fek­tiv über­brücken. Für die Puffer­mo­dule ist keine Steuer­ver­drahtung er­for­der­lich, d. h. sie kön­nen an je­dem beliebi­gem Punkt pa­ral­lel zum Last­strom­kreis hinzu­ge­fügt wer­den. Zu­dem las­sen sich meh­re­re Mo­dule pa­ral­lel­schal­ten, um mehr Strom be­reit­zu­stel­len oder die Netz­aus­fall-Über­brückungs­zeit wei­ter zu er­hö­hen.

Redundanz­mo­dule ver­mei­den An­la­gen­still­stän­de

Die Re­dun­danz­mo­dule PS94xx wer­den zum Auf­bau eines re­dun­dan­ten aus­fall­si­che­ren Ver­sorgungs­netzes ein­ge­setzt. In ei­nem sol­chen Sys­tem werden zwei oder meh­rere Netz­ge­räte pa­ral­lel­geschal­tet und durch ein oder meh­rere Re­dun­danz­mo­dule ent­koppelt. Dies ver­hin­dert, dass ein aus­gangs­seiti­ger Kurz­schluss in ei­ner Strom­ver­sorgung die Aus­gangs­span­nung kurz­schließt. Die Re­dun­danz­module nutzen zur Ent­kopp­lung die ef­fi­zien­te MOSFET-Tech­no­lo­gie, was den Span­nungs­ab­fall und da­mit auch die Ver­lust­leis­tung redu­ziert. Dem­ent­sprechend wei­sen die Ge­rä­te im Ver­gleich zu kon­ven­tio­nel­len Dio­den­mo­dulen eine deut­lich gerin­gere Ver­lust­leis­tung auf.
 

Industrietaugliche Switches für Fast- und Gigabit-Ethernet

Kontron erweitert seine Industrial Switch-Produktlinie um weitere leistungsstarke und kostengünstige Modelle der KSwitch-Familie für Fast- und Gigabit-Ethernet bis 10G. Die ersten 23 Varianten sind bereits verfügbar und werden im Laufe des Jahres um weitere Varianten ergänzt. Neben einer kompakten Bauweise bieten die Switches die Möglichkeit, Maschinen, Steuerungen und andere Komponenten auf der Basis von Industriestandards problemlos miteinander zu verbinden.

Platz sparen im Schaltschrank 

Alle Switches können flexibel miteinander kombiniert werden und erleichtern dadurch den Aufbau einer zukunftsorientierten IT-Umgebung. Dank des Single-Chip-Designs arbeiten die Switches zuverlässig und hoch performant bei gleichzeitig reduziertem Stromverbrauch. Weitere Kosteneinsparungen ergeben sich durch den Einsatz von standardisierten RJ45- sowie optional SFP(Small Formfactor Pluggable)-Slots. SFPs sind verfügbar als modulare, optische oder elektrische Transceiver für Fiber Optics oder „Direct Attach Copper“ und können je nach Anwendungsfall flexibel und skalierbar eingesetzt werden. Durch die kompakte Bauweise ist der Platzbedarf im Schaltschrank oder industriellen Rack um bis zu 35% reduziert.

Auch in Umgebungen mit starken Magnetfeldern nutzbar

Die Switches verfügen über ein hochwertiges Metallgehäuse, das sie für den Einsatz in robusten Umgebungen prädestiniert. Sie können standardmäßig bei Temperaturen von -40 bis +75° Celsius bzw. von -10 bis +60º Celsius eingesetzt werden, zudem unterstützen die meisten Produkte einen erweiterten Versorgungsspannungsbereich von 12 bis 58V DC. Dank des robusten Netzteils und einer elektrischen Immunität an jedem Port von bis zu 2KV Surge, arbeiten die Switches auch in rauen Produktionsumgebungen mit starken Magnetfeldern oder instabiler Spannungsversorgung sicher und zuverlässig. Die Switches unterstützen teils Power Over Ethernet (PoE/PoE+, Ultra PoE) bzw. sind als Powered Device zu betreiben. Implementierte Managementfunktionen ermöglichen neben anderen Features auch den Aufbau virtueller lokaler Netze (VLAN), um in industriellen Umgebungen Netzwerke zu strukturieren und aus Sicherheitsgründen zu separieren.
 

Sichere Bodenhaftung

Wärme leiten, verteilen, halten. Ein Topf muss diese drei Auf­ga­ben op­ti­mal er­fül­len, um sich in der Ama­teur- und Pro­fi­li­ga zu be­wäh­ren. Wie ein Koch­ge­schirr­her­stel­ler das er­reicht, weiß Fissler. Vor 175 Jah­ren von Blech­schmied Carl Philipp Fissler in Idar-Ober­stein ge­grün­det, steht das heu­te in­ter­na­tio­nal tä­ti­ge Un­ter­neh­men Fissler GmbH für Koch­ge­schirr „Made in Ger­many“. Dass die Premium-Töpfe hal­ten, was Fissler ver­spricht, be­stä­tigt wie­der­holt die Stif­tung Waren­test. Das Ge­heim­nis ei­nes gu­ten Topfs liegt in sei­nem Auf­bau und dem Her­stel­lungs­pro­zess. Geht hier et­was schief, ist der Bo­den nicht eben. Und wenn er nicht plan auf der Herd­plat­te auf­liegt, kann der Topf min­des­tens ei­ne der drei ge­stel­lten Auf­ga­ben nicht er­fül­len. Eben­so hin­der­lich für die op­ti­ma­le Wär­me­ver­tei­lung sind Hohl­räu­me im Sand­wich­bo­den. Eine op­ti­ma­le Ver­bin­dung des Alu­mi­nium­kerns mit dem Edel­stahl­boden und -topf schafft ein Ham­mer­schlag. Die­ser schlägt mit 2.000 Ton­nen auf die er­hitz­ten Kom­po­nen­ten – Topf, Bo­den und Alu­mi­nium­kern. „Lä­gen die ein­zel­nen Tei­le ein­fach nur auf­ein­an­der, könnten sich schon beim Er­hitzen Bo­den und Topf ver­schie­ben. „Das Er­geb­nis wür­de spä­ter den Ener­gie­ver­brauch in die Hö­he trei­ben und den Spaß am Kochen ver­der­ben“, sagt Gerd Mau­rer. Er ist Ver­kaufs­lei­ter bei der Walter Heller GmbH in Dier­burg, de­ren Son­der­ma­schi­ne Topf und Bo­den vor dem Er­hitzen sicher und genau fixiert. „So bleibt alles an Ort und Stelle.“ 

Topf im Nest

Walter Heller ist Wieder­holungs­täter – im posi­tiven Sinn. Vor drei Jah­ren kon­stru­ierte der Spe­zia­list für Schweiß­tech­nik be­reits eine Ma­schi­ne, die Topf, Boden und Kern mit einem Schweiß­punkt hef­tet. Ende 2019 folgte der Auf­trag für eine zwei­te. De­ren wich­tig­ste Kom­po­nen­ten: ein Rund­tisch mit vier Bau­teil­auf­nah­men – Nes­ter genannt –, eine Schweiß­zan­ge und de­ren An­trieb. Für die Sicher­heit ver­baut Heller einen Licht­vor­hang und kon­stru­ierte den Rund­tisch ge­schlos­sen. So­bald der Wer­ker zwei Nes­ter mit dem Edel­stahl­boden – er macht den Topf in­duk­tions­fä­hig und schützt das Alu­mi­nium vor Kor­ro­sion – so­wie der be­son­ders wär­me­leit­fähi­gen Alu­mi­nium­ron­de und dem tief­ge­zo­ge­nen Topf be­stückt hat, gibt er den Pro­zess frei. Der Tisch dreht, die Schweiß­zan­ge senkt sich Rich­tung Topf­boden. Für das Ab­sen­ken setzt Wal­ter Heller auf einen elek­tro­me­cha­ni­schen Servo­an­trieb aus der TOX-Electric­Drive-Reihe der TOX PRESSO­TECHNIK GmbH & Co. KG. „Der Vor­teil des Servo­antriebs ist sein maxi­maler Hub von 450 Milli­metern sowie die Op­tion, diesen stufen­los anfahren zu können“, er­klärt Gerd Maurer. So kann der Schweiß­spezia­list unter­schied­liche Topf- und Pfan­nen­größ­en mit Hö­hen von 80 bis 320 Milli­metern an­fahren. „Wür­den wir einen pneu­ma­ti­schen Zylin­der ein­setzen, müss­te die Schweiß­zange jedes Mal den kom­plet­ten Weg fah­ren – dabei reichen für ei­nen 150 Milli­meter ho­hen Topf auch 170 Milli­meter Hub“, ver­deut­licht Mau­rer. „Bei rund 800.000 Arbeits­zyk­len pro Jahr spart dies in Sum­me deut­lich Zeit und Luft und rela­ti­viert damit den höheren An­schaf­fungs­preis des Servo­an­triebs.“

Keine Verformung

Doch was hat das mit einem ebenen Bo­den zu tun? „Bei dem Fissler-Pro­jekt han­delt es sich nicht um eine her­köm­mli­che Wider­stands­punkt­schweiß­an­lage“, ver­rät der Ver­kaufs­leiter. Zylin­der und Zan­ge sind so schwer, dass sie den noch nicht mal zehn Milli­meter dicken Topf­boden ein­fach ver­biegen wür­den. Eine mög­liche Lö­sung wä­re eine fes­te Schweiß­zange. „Das war aber nicht mög­lich, da der Rund­tisch aus Sicher­heits­grün­den ge­schlos­sen kon­stru­iert ist“, er­klärt Mau­rer. „Wir setzen da­her auf eine schwimmende C-Schweiß­zange.“ So­bald der elek­tri­sche Servo­an­trieb die obere Elek­trode ab­senkt, akti­viert sich ein Pneu­matik­zy­linder. „Wir heben da­durch jedes Mal die Unter­elek­trode in den Tisch hinein und schließen so den Strom­kreis. Das nimmt den Druck auf den Bo­den, und wir ris­kie­ren keine Ver­for­mung“, erläu­tert Mau­rer die durch­dach­te Mimik. Nach dem Schweißen sackt die Zange nach unten ab und gibt den Tisch wie­der frei. 

Der ElectricDrive-Antrieb arbeitet mit bis zu 220 Milli­metern pro Sekunde. Nach rund acht Se­kun­den ist die Schweiß­an­lage fertig, und der Tisch ro­tiert die nächs­ten Topf­kom­po­nen­ten unter die Zange. Wäh­rend des Schweiß­vor­gangs nimmt der Wer­ker die fer­ti­gen Töp­fe aus den bei­den vor­de­ren Bau­teil­auf­nah­men und be­stückt sie neu.

Dank des Servo­an­triebs fer­tigt Fissler ver­schie­de­ne Topf­grö­ßen effi­zient auf einer Anlage. Es ist ein Sys­tem, das sich durch­weg bewährt hat“, lobt Gerd Maurer. Die Ent­schei­dung für einen An­triebs­zy­lin­der der TOX PRESSOTECHNIK hatte neben dem stufen­los einstell­baren Hub noch einen weiteren Grund. Fissler hat mehrere Pres­sen­an­triebe der TOX PRESSOTECHNIK in seiner Pro­duk­tion im Ein­satz. „Die Ent­schei­dung für einen TOX-ElectricDrive-An­trieb er­leich­tert Fissler die Pla­nung von Ser­vice­ein­sätzen zum Bei­spiel zur In­stand­hal­tung“, er­gänzt Gerd Maurer ab­schlie­ßend.
 

Hochtemperatur-Wälzlager

Um Wälzlager für den Ein­satz unter ho­hen Tem­pe­ra­tu­ren nutz­bar zu ma­chen, müs­sen zahl­rei­che Pa­ra­me­ter be­rück­sich­tigt wer­den. Die Ex­per­ten von Findling wis­sen, wo­rauf es an­kommt und ha­ben zahl­rei­che ge­eig­ne­te Pro­duk­te im Sor­ti­ment – da­run­ter die Ril­len­kugel­la­ger der Xtemp-Serie.

Hoch­tem­pe­ra­tur­la­ger wer­den zum Bei­spiel in der Hüt­ten-, Glas- oder Ke­ra­mik­in­dus­trie be­nö­tigt, in Zie­gel­bren­ne­reien herr­schen so­gar Tem­pe­ra­tu­ren von über 1.000 °C. Der re­gu­lä­re Wälz­la­ger­stahl 100Cr6 ist je­doch nur bis 120 °C ohne Ein­schrän­kun­gen ein­setz­bar – bei grö­ße­rer Hitze „ver­zieht“ er sich und kann prä­zi­se Form- und Lage­to­le­ran­zen nicht mehr er­fül­len. Des­halb sind in die­sem Be­reich an­de­re Werk­stoffe ge­fragt, da­run­ter spe­ziel­le Stähle und Ke­ra­mik. Auch Hy­brid­la­ger, bei de­nen nur die Wälz­kör­per aus Ke­ra­mik be­ste­hen, sind in vie­len Fäl­len ei­ne gu­te Option. 

Ein Wälz­la­ger be­steht je­doch noch aus an­de­ren Kom­po­nen­ten, die den ex­tre­men Tem­pe­ra­tu­ren eben­falls trotzen müs­sen: Pflicht sind spe­ziel­le Dich­tungs­ma­te­ri­al­ien aus ver­schie­de­nen Elas­to­me­ren und hitze­be­stän­dige, mit Addi­ti­ven ver­setz­te Schmier­stof­fe. Ei­ne Al­ter­na­ti­ve in hö­he­ren Tem­pe­ra­tur­be­rei­chen sind Fest­schmier­stof­fe wie zum Bei­spiel Graphit. Kon­struk­tiv wird auch ei­ne grö­ßere La­ge­rluft (C4 und deut­lich mehr) vor­ge­se­hen.

„Ins­ge­samt ha­ben wir es hier mit ei­nem an­spruchs­vol­len Ein­satz­ge­biet zu tun, das sich oft­mals nur mit Son­der­la­gern ab­decken lässt“, so Klaus Findling, Ge­schäfts­füh­rer der Findling Wälz­lager GmbH. „Um das zu än­dern, ha­ben wir mit Xtemp ein gan­zes Sor­ti­ment ins Le­ben ge­ru­fen.“ ABEG®-Wälz­lager der Xtemp-Serie sind in ver­schie­de­nen Aus­füh­run­gen von -54 °C bis über 1.000 °C ein­setz­bar. Die Hoch­tem­pe­ra­tur­la­ger be­ste­hen aus wär­me­be­han­del­ten Stahl oder Edel­stahl und sind zum Bei­spiel mit wider­stands­fä­hi­gem FKM/FPM Ma­te­rial ge­dich­tet. Eine Be­fettung mit be­son­ders hitze­resis­ten­ten Schmier­stof­fen ge­währ­leis­tet einen op­ti­ma­len Lauf.
 

Modulare elektrische Stellzylinder

Mit dem GTX060 bietet CURTISS-WRIGHT die GTX-Bau­reihe elek­tri­scher Stell­zy­lin­der nun­mehr in 3 Grö­ßen an: GTX060 (Recht­eck­maß 60 mm), GTX080 (80 mm) und GTX100 (100 mm). Da­mit stellt sie eine weiter­ent­wickel­te, mo­du­lar auf­ge­baute und ISO-kom­pa­tib­le Er­gän­zung zur be­währ­ten EXLAR GSX-Bau­reihe dar. Der GTX060 über­zeugt durch hohe Kraft (max. 2,67 kN), Ge­schwin­dig­keit (max. 1.016 mm/s), Prä­zi­sion und Wieder­hol­ge­nau­ig­keit. Durch den ein­ge­bau­ten Motor ist die Bau­weise sehr kom­pakt, die Kraft­dichte sehr hoch, sodass GTX-Zy­lin­der sich per­fekt dafür eignen, hy­drau­lische Zy­lin­der zu ersetzen.

Breite Einsatz­mög­lich­keiten

Im Unterschied zu her­kömmli­chen hy­drau­lischen Sys­temen sind sie zudem leicht zu war­ten, auch der Ener­gie­ver­brauch ist geringer. Die GTX-Bau­reihe ist in Gleich- (48 V DC) und Wechsel­strom­aus­führung (460 V AC) erhält­lich. Sie sind sehr ro­bust und kön­nen in den un­ter­schied­lichs­ten Be­reichen von Pro­duk­tion, Werk­stück­hand­ling, ro­bo­ter­basierter Fer­ti­gung, aber auch in der Mess- und Prüf­tech­nik ein­ge­setzt werden. Eine brei­te Palette inte­grier­barer Dreh­geber und Resolver sowie weiterer Zube­hör­teile erweitert die Kom­mu­ni­ka­tions­mög­lich­keiten mit dem kunden­seitigen Con­troller sowie die mecha­nische Inte­gra­tion. Neu ist auch die – nun für alle GTX-Stell­zy­linder ver­füg­bare – platz­spa­rende interne Verdreh­sicherung.
 

Energieführung für die 3D-Bewegung am Roboter

Die dreidimensionalen triflex R-Energieketten von igus sind in der Industrie weit verbreitet, wenn es darum geht, Leitungen und Schläuche am Roboter ausfallsicher zu führen. Damit bei der Bewegung des Energiekettensystems keine Schlaufen entstehen, die den Roboter behindern könnten, kommen bisher Rückzugsysteme auf der dritten Achse zum Einsatz. Um diese Rückzugsysteme zu ersetzen und dadurch Platz am Roboterarm zu sparen, hat igus jetzt die vierdimensionale Energiekette triflex TRX entwickelt. Das Besondere: Ein einzigartiger Teleskop-Mechanismus im Inneren der Kette sorgt für einen Rückzugsweg von 40 Prozent. 

Integriertes Rückstellband

Jörg Ottersbach, Leiter des Geschäftsbereichs e-ketten bei der igus GmbH, erläutert: „Mit TRX schaffen wir eine platzsparende Kette, die direkt kompakt auf der dritten Achse fixiert werden kann. Die Energieführung tordiert in sich, verlängert und verkürzt sich spiralförmig wie bei einem Teleskopauszug um bis zu 40 Prozent“, so Ottersbach. Dazu setzt igus in dem einzigartigen Mechanismus auf ein Schraubverbindersystem sowie auf ein integriertes Rückstellband. Das Band bringt die Kettenglieder immer wieder in ihren Ausgangspunkt, dabei ist die Rückzugkraft einstellbar. Die Leitungen werden in Form einer Wendel in die Kette hineingelegt und sicher in der Bewegung mithilfe der Kette geführt. Zusätzlich sind die Leitungen und Schläuche in der Mitte der TRX befestigt, um beim Ziehen an der Kette nicht die Position zu verlassen.

Hohe Gewichtsersparnis

Im Vergleich zu anderen Rückzugsystemen spart der Anwender bis zu 83 Prozent Gewicht ein und benötigt weniger als der Hälfte des Platzes. So lässt sich die Performance des Roboters weiter verbessern. Weiterhin reduzieren sich die Kosten durch den Verzicht eines zusätzliches Rückzugsystems deutlich. TRX kann einfach mit bestehenden triflex R-Ketten der Serie TRE verbunden werden. Wie auch bei triflex R lassen sich die Leitungen schnell von außen in die Energiekette befüllen. 
 

Smart Gloves helfen Abläufe in der Logistik zu straffen und damit Zeit und Geld zu sparen

Der leichte Glogi von Thread in Motion vereint Bedien- und Scan­ein­heit mit einer lang­le­bi­gen, wie­der­auf­lad­ba­ren Bat­te­rie, die den gan­zen Tag durch­hält. Die Be­die­nung er­folgt über die druck­emp­find­liche Tas­ta­tur, die eine prä­zi­se Ein­gabe er­mög­licht. Die Tas­ta­tur be­fin­det sich dort, wo sie für die Ein­gabe am ein­fachs­ten er­reich­bar ist. Der 1,5 Zoll Bild­schirm ist groß ge­nug, um Ge­rä­te mit wei­te­rem Bild­schirm un­nötig zu machen. Das Gerät ver­fügt über eine IEEE802.11a/b/g/n Wlan Un­ter­stützung im 2.4 und 5 GHz Be­reich und zwei ver­schie­de­ne Scanner-Kon­fi­gu­ra­tio­nen mit unter­schied­lichen Lese­reich­weiten. Der Smart Glove kann in vie­len Lo­gis­tik­pro­zessen ein­ge­setzt wer­den, z. B. bei Waren­ein- und -aus­gang, Kom­mis­sionie­rung, Sor­tierung, Waren­zäh­lung oder für E-Com­merce Ab­läu­fe.

Thread in Motion ent­wickelt indus­trielle Wearable-Tech­no­logien und inte­grierte Soft­ware. Kürz­lich hat das Unter­nehmen sein neues Produkt Glogi vor­ge­stellt. Die Sabancı Holding und CarrefourSA, eine türkische Tochter­gesell­schaft der Carrefour Group, setzen Glogi auch in 11 Lagern ein, was eine 50-pro­zentige Er­hö­hung der Zeit- und Kosten­ef­fi­zienz er­mög­licht hat. Kadir Demircioğlu, Gründungs­partner und CEO von Thread in Motion, erläutert: „Seit der Grün­dung von Thread in Motion haben wir es uns zur Auf­gabe gemacht, unseren Kun­den zuzu­hören und auf ihre Wün­sche einzu­gehen. Unter dem Ein­fluss der Pan­de­mie haben wir den Smart Glove Glogi ein­ge­führt, damit der damit ein­her­gehen­de Wan­del in der Lo­gis­tik be­wäl­tigt werden kann. Durch die Ver­besse­rung der Pro­zesse und die damit ver­bun­dene Er­hö­hung bei den Ab­läu­fen um 50 Pro­zent, sind unsere Kunden sehr zu­frieden. Mittler­weile werden die Smart Gloves in acht Länder exportiert, worauf wir sehr stolz sind.“
 

Raspberry Pi Gehäuse mit Platz für Erweiterungen

Den Ein­pla­ti­nen­com­pu­ter Rasp­berry Pi gibt es in­zwi­schen in vie­len un­ter­schied­li­chen Aus­füh­run­gen. Auch in Punkto Er­wei­te­run­gen lässt der Markt dem Kun­den kei­ne Wün­sche offen. Da­mit ne­ben dem Rasp­berry Pi, auch die Er­wei­te­run­gen wie z. B. HAT-Pla­ti­nen (Hard­ware Attached on Top), im Ge­häu­se Platz fin­den, er­wei­tert Fischer Elek­tro­nik sein Ge­häu­se­port­folio der Serie RSP für die Rasp­berry Pi mit ho­hem Pla­ti­nen­auf­bau.

Die soliden Ge­häu­se setzen sich aus einer Ober- und Unter­schale zu­sammen, welche je­weils aus ei­nem ge­stanz­ten und ge­bo­ge­nen Alu­mi­nium­blech der Material­stärke von 1,5 mm be­stehen. Die je­wei­lige Pla­tine wird mit Hil­fe von M 2,5 Linsen­kopf­schrau­ben an vier Ab­stands­buchsen aus Stahl in der Unter­schale be­fes­tigt. Ein schneller Zu­griff auf das Ge­häu­se­innere wird durch die Be­fes­ti­gung der Ober­schale an die Unter­schale mit nur einer Schraube sowie einem speziellen Feder-Nut-Sys­tem an der Front­seite des Gehäuses er­mög­licht. Die mon­tage­freund­liche Kon­struk­tion er­mög­licht einen ein­fachen Zu­griff auf die GPIO-Pins des Rasp­berry Pi. Die neue Ge­häuse­serie und de­ren ho­hen Innen­auf­bau er­laubt das Stapeln von meh­re­ren HAT-Pla­ti­nen im Ge­häuse. Der Zu­griff auf den MicroSD-Karten­slot erfolgt von außen, so dass ein öffnen des Ge­häu­ses nicht not­wendig ist.

Eloxiert, auch in ver­schie­de­nen Farb­vari­anten

Die inte­grier­ten Lüftungs­öffnungen in der Ober- und Unter­schale sor­gen für eine gute Wärme­abfuhr, was be­son­ders bei der Ver­wen­dung zu­sätz­li­cher Elek­tro­nik im Ge­häu­se von Vor­teil ist. Des Weiteren wird hier­durch die natür­liche Kon­vek­tion bzw. ein Wärme­aus­tausch mit der Um­gebung gewähr­leis­tet. Ein de­ko­ra­ti­ves Er­scheinungs­bild der Ge­häuse­serie RSP wird durch eloxierte Ober­flächen er­reicht. Die Ge­häuse sind kom­plett natur­farbig (ME) oder schwarz (SA) eloxiert. Farb­lich abge­setz­te Gehäuse­vari­anten sind durch weitere Stan­dard­eloxal­farben in blau (ähn. RAL 5015), rot (ähn. RAL 3001), orange­gold (ähn. RAL 1028), grün (ähn. RAL 6032) und violett (ähn. RAL 4008) gegeben, wobei die je­wei­li­ge Unter­schale in schwarz aus­ge­führt wird. Der Liefer­um­fang des Ge­häu­ses be­in­hal­tet die Ober- und Unter­schale, Schrauben zur Befes­ti­gung der Pla­ti­ne und zur Fixierung der Ober­schale, vier rutsch­feste und ein­seitig klebende Geräte­füße. Weitere op­tio­nale Aus­stattungs­merk­male sind durch zwei Be­fes­ti­gungs­laschen, eine Mo­ni­tor­hal­te­rung und Hut­schie­nen­be­fes­ti­gung gegeben.
 

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