Mit Wirkung zum 1. Januar 2026 haben die Gesellschafter von Synapticon Simon Fischinger zum Chief Executive Officer (CEO) ernannt. Fischinger, zuvor als Chief Operating Officer (COO) tätig, gehört dem Unternehmen seit 2013 an.
„Ich freue mich sehr, Synapticon in dieses spannende neue Kapitel zu führen“, sagt Simon Fischinger. „Unsere Kunden verlassen sich bei ihren Robotersystemen und automatisierten Maschinen auf uns als Lieferant kritischer Komponenten. Mein Fokus liegt, gemeinsam mit Andrija Feher, Gonzalo Buetta und dem Führungsteam, auf Zuverlässigkeit, Qualität und kontinuierlichem Wachstum. Wir bleiben die ‚Schweiz der Robotik und Automation‘ - ein neutraler, engagierter Partner, der sich dem Erfolg des gesamten Ökosystems verschrieben hat.“
Nikolai Ensslen, Mitgründer und scheidender CEO, legt seine operativen Aufgaben nieder, um sich dem Aufbau eines neuen Unternehmens im Bereich „Physical AI“ zu widmen. Als Gesellschafter bleibt er dem Erfolg von Synapticon weiterhin verpflichtet. Dieser Übergang ermöglicht es Ensslen, sich seiner neuen Unternehmung zu widmen, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass Synapticon seine hohen Standards hinsichtlich Neutralität und Vertraulichkeit von Kundendaten wahrt. Durch die personelle Trennung der Führung von Synapticon und dem neuen Venture unterstreicht das Unternehmen seine Position als unabhängiger Technologie-Enabler.
„Synapticon hat seine grundlegende Mission erfolgreich erfüllt. Wir haben ein innovatives und ein den Markt veränderndes Technologieportfolio für Motion und Safety etabliert, was durch starke Marktresonanz sowie prominente strategische Partnerschaften bestätigt wurde“, sagt Nikolai Ensslen. „Da sich die Technologie bewährt hat und wir signifikante Traktion in den Bereichen Robotik und fortschrittlicher Maschinenbau erzielt haben, benötigt Synapticon nun eine Führung, die sich auf industrielle Skalierung und präzise Umsetzung konzentriert. Simon Fischinger ist der ideale Leiter für dieses Kapitel. Dieser Übergang stellt sicher, dass Synapticon der neutrale Partner bleibt, dem die Industrie vertraut."
Telefon- und Fernsehempfang, GPS-Navigationssysteme, Breitband-Internet per Satellit – ohne Elektronik im Weltall wäre all das nicht möglich. Doch besonders kosmische Strahlung kann Bauteile beschädigen, kurzzeitige Ausfälle, Betriebsstörungen sowie Speicherfehler verursachen und die Elektronik schneller altern lassen. Vor allem Satelliten, die teilweise mehrere Jahrzehnte im Weltall bleiben, benötigen daher besonders robuste, strahlungsfeste Elektronik. Dasselbe gilt für Medizinprodukte wie CT-Geräte, in denen energiereiche Röntgenstrahlung eingesetzt wird.
Um sicherzustellen, dass Schaltungen langfristig zuverlässig funktionieren, müssen Chipdesigner bereits beim Entwurf Stressfaktoren für Halbleitertechnologien wie Strahlenbeschuss berücksichtigen. Besonders kleineren Unternehmen und Forschungseinrichtungen fehlen jedoch häufig relevante Informationen über die Grenzen und Eigenschaften der Bauelemente, die in den Halbleiter-Chips verbaut sind. So können sie oft nur eingeschränkt auf innovative Technologien zugreifen.
An einer Lösung arbeiten Forschende des Fraunhofer IIS gemeinsam mit Partnern im Projekt FlowSpace: „Wir möchten Elektronik dank eines Open-Source-Tools noch robuster und zuverlässiger machen“, erklärt Dr. Roland Jancke, Abteilungsleiter im Bereich Entwurfsmethoden am Fraunhofer IIS, Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme.
Das Open-Source-Tool und ein offenes Prozess Design Kit (PDK) könnten laut Roland Jancke einer breiten Community wie Universitäten und kleineren Unternehmen den Zugang zu innovativen Technologien ermöglichen: Ein offenes PDK bietet eine Schnittstelle zwischen den Technologen, die ein Bauteil entwickeln, und den Chipdesignern. Dank frei zugänglicher Informationen über die Bauteile, die sich in den Halbleitern befinden, wissen die Designer, wie sich die Elemente verhalten und einsetzen lassen.
So können Chipdesigner zum Beispiel schon beim Entwurf den Alterungsprozess der Bauteile miteinbeziehen. Im Projekt simuliert das Team um Roland Jancke im Labor, wie Bauteile langfristig auf Strahlung reagieren: Auf Basis mathematischer Modelle und Messungen bilden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler etwa in Versuchen innerhalb weniger Tage realistisch ab, wie ein bestimmtes Bauelement unter zehnjähriger Bestrahlung voraussichtlich altert – und ob es auch dann noch funktioniert.
Chipdesigner legen relevante Schaltungsteile für strahlenbelastete Anwendungen mehrfach aus, um Fehlfunktionen zu vermeiden. Die dafür benötigte Chipfläche lässt sich mit der neuen Lösung reduzieren, da sie auch mit zunehmend kleineren Halbleitern kompatibel ist, welche sogar noch strahlungsempfindlicher sind. Kleinere Technologien werden immer beliebter, da sie energie-, platz- und gewichtssparender sind. Gerade bei Weltraummodulen ist das besonders wichtig.
Dr. Jochen Peter (50) ist zum zum 1. Januar 2026 in den Vorstand der Bosch Rexroth AG in Lohr am Main eingetreten und wird nach einer Einarbeitungsphase am 1. März 2026 Vorstandsvorsitzender. Damit folgt er auf Dr. Steffen Haack (59), der zum gleichen Zeitpunkt den Vorsitz abgeben wird, aber Mitglied des Bereichsvorstands bleibt. Haack behält die Verantwortung für die Entwicklung und wird sich künftig darauf konzentrieren, neue strategische Wachstumsfelder für Bosch Rexroth zu identifizieren.
„Steffen Haack gebührt für seinen wichtigen Beitrag, mit dem er Bosch Rexroth in den letzten Jahren maßgeblich vorangebracht hat, große Anerkennung. Den anstehenden Generationswechsel hat er aktiv als Mitglied des Bereichsvorstands eingeleitet und begleitet. Damit hat er die erforderliche Stabilität in einem anspruchsvollen Marktumfeld geschaffen und die Weiterentwicklung von Bosch Rexroth vorangetrieben“, sagt Dr. Tanja Rückert, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und Aufsichtsratsvorsitzende der Bosch Rexroth AG.
Peter hat Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der TU Kaiserslautern sowie Wirtschaftsingenieurswesen an der Universität Hagen studiert. Er startete seine berufliche Laufbahn 2000 als Entwicklungsingenieur bei BMW, parallel promovierte er am Fraunhofer Institut und war im Anschluss bei der Boston Consulting Group unter anderem in den USA tätig. 2011 wechselte er in die Zeiss Gruppe und hatte verschiedene Leitungspositionen inne, bevor er 2017 Vorstandsmitglied der Carl Zeiss AG wurde. Dort war er bis Ende September 2025 für die Sparte Industrial Quality and Research verantwortlich.
„Jochen Peter hat in seiner bisherigen Position gezeigt, dass er neue Marktpotenziale auch in schwierigen Umfeldern erschließen, Software-Geschäft neu entwickeln und die Transformation in einem Unternehmen erfolgreich vorantreiben kann“, so Rückert.
Der Marktwert installierter Industrie-Roboter hat mit 16,7 Mrd. US$ weltweit einen neuen Höchststand erreicht. Die Nachfrage wird durch technologische Innovationen, neue Marktentwicklungen und die Erschließung neuer Geschäftsfelder weiter angetrieben. Die Haupttrends, die diese Entwicklung weiterhin antreiben sind:
Roboter, die mithilfe künstlicher Intelligenz selbständig arbeiten, werden immer häufiger eingesetzt. Wichtigster Vorteil KI-gesteuerter Roboter ist eine deutlich verbesserte Autonomie, die von verschiedenen KI-Arten unterstützt wird:
Analytische KI hilft bei der Verarbeitung großer Datensätze und Mustererkennung und liefert Erkenntnisse zur praktischen Umsetzung. Roboter können damit beispielsweise in intelligenten Fabriken eigenständig mögliche Ausfälle prognostizieren oder in der Intralogistik die Tourenplanung und Ressourcenzuweisung übernehmen.
Generative KI ermöglicht hingegen einen Wandel von regelbasierter Automatisierung hin zu intelligenten, sich selbst weiterentwickelnden Systemen. GenAI kreiert dafür eigenständig neue Lösungswege und ermöglicht Robotern, neue Fähigkeiten und die Erledigung von Aufgaben autonom erlernen zu können sowie Trainingsdaten durch Simulation zu generieren. Dadurch wird auch eine neue Art der Mensch-Roboter-Interaktion mittels natürlicher Sprache und Gestensteuerung ermöglicht.
Ein wichtiger Trend zur Weiterentwicklung der Autonomie in der Robotik ist Agentic AI. Diese Technologie kombiniert analytische KI für strukturierte Entscheidungsfindung und generative KI für Anpassungsfähigkeit. Der hybride Ansatz zielt darauf ab, moderne Robotik in die Lage zu versetzen, selbstständig in komplexen Umgebungen der realen Welt zu arbeiten.
Eine steigende Nachfrage nach möglichst vielseitig einsetzbaren Robotern spiegelt sich im Markttrend zur verstärkten Konvergenz von Informationstechnologie (IT) und operativer Technologie (OT) wider. Die Vernetzung der Datenverarbeitungsleistung der IT mit den physischen Steuerungsfähigkeiten der OT steigert die Vielseitigkeit der Robotik durch Echtzeit-Datenaustausch, Automatisierung und fortschrittliche Analysen. Diese Integration bildet ein grundlegendes Element des digitalen Unternehmens und der Industrie 4.0. Die IT/OT-Konvergenz bricht dabei Silos auf und schafft einen nahtlosen Datenfluss zwischen der digitalen und der physischen Welt, was die Fähigkeiten und die Vielseitigkeit der Robotik erheblich verbessert.
Die humanoide Robotik wächst rasant. Humanoide Roboter für den industriellen Einsatz gelten als vielversprechende Technologie, wenn Flexibilität gefragt ist, typischerweise in Umgebungen, die für Menschen konzipiert sind. Vorreiter ist die Automobilindustrie, aber auch Anwendungen in der Lagerhaltung und Fertigung rücken weltweit in den Fokus.
Unternehmen und Forschungseinrichtungen gehen inzwischen über Prototypen hinaus und arbeiten am Einsatz humanoider Roboter in der realen Welt. Schlüssel zum Erfolg sind dabei Zuverlässigkeit und Effizienz: Im Wettbewerb mit der traditionellen Automatisierung müssen humanoide Roboter den hohen industriellen Anforderungen hinsichtlich Zykluszeiten, Energieverbrauch und Wartungskosten gerecht werden. Industriestandards definieren zudem Sicherheitsniveaus, Haltbarkeitskriterien und konsistente Leistungskriterien von Humanoiden in der Fabrikhalle. Humanoide Roboter, die dabei helfen sollen, fehlende Fachkräfte bei bestimmten Aufgaben zu kompensieren, müssen zudem eine dem Menschen vergleichbare Geschicklichkeit und Produktivität erreichen – ebenfalls wichtige Kriterien, um ihre Effizienz in der Praxis unter Beweis zu stellen.
Da Roboter zunehmend neben Menschen in Fabriken und Dienstleistungsbereichen eingesetzt werden, ist die Gewährleistung ihres sicheren Betriebs für die Robotikbranche nicht nur wichtig, sondern unerlässlich. Mit der KI-gesteuerten Autonomie von Robotern verändert sich die Sicherheitslandschaft grundlegend, was Tests, Validierungen und die menschliche Aufsicht wesentlich komplexer, aber auch notwendig macht. Dies wird besonders deutlich beim vorgesehenen Einsatz humanoider Roboter. Robotersysteme müssen gemäß der ISO-Sicherheitsstandards und klar definierten Haftungsrahmen konzipiert und zertifiziert werden.
Insbesondere im Zusammenhang mit KI in der Robotik und der Konvergenz von IT und OT ergeben sich eine Reihe von Sicherheitsbedenken, die eine robuste Governance mit klaren Haftungsregeln erfordern. Die rasche Verbreitung von Robotersystemen in Cloud-vernetzte und KI-gesteuerte Umgebungen setzt die industrielle Produktion einer wachsenden Zahl von Cybersicherheitsbedrohungen aus. Experten verweisen auf eine Zunahme von Hacking-Versuchen, die auf Robotersteuerungen und Cloud-Plattformen abzielen und unautorisierten Zugriff sowie potenzielle Systemmanipulationen ermöglichen. Da Roboter zunehmend in Arbeitsplätze integriert werden, wachsen auch die Bedenken hinsichtlich der gesammelten sensiblen Daten – darunter Video-, Audio- und Sensorströme. Deep-Learning-Modelle, die oft als „Black Boxes” bezeichnet werden, können Ergebnisse liefern, die selbst für ihre eigenen Entwickler schwer oder gar nicht nachvollziehbar sind. Die rechtlichen und ethischen Unklarheiten hinsichtlich der Haftung hat Forderungen nach klaren Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI laut werden lassen.
Der Fachkräftemangel ist für Arbeitgeber weltweit ein Problem. Diese unbesetzten Stellen führen dazu, dass die bestehende Belegschaft zusätzliche Schichten übernehmen muss. Das führt branchenübergreifend zu Stress und Ermüdung der Beschäftigten. Der gezielte Einsatz von Robotik und Automation ist eine wichtige Strategie, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Arbeitgeber profitieren davon, ihre Mitarbeitenden möglichst frühzeitig in den Transformationsprozess mit einzubeziehen. Schon bei der Einführung von Robotern spielt die enge Zusammenarbeit mit der Belegschaft eine entscheidende Rolle, um die Akzeptanz sicherzustellen – sowohl in der industriellen Fertigung als auch in den vielfältigen Dienstleistungsanwendungen. Die Vorteile, die Roboter bieten, den Fachkräftemangel zu kompensieren, Routineaufgaben zu übernehmen oder neue Karrieremöglichkeiten zu eröffnen, führen dazu, dass sie als Verbündete am Arbeitsplatz akzeptiert werden. Gleichzeitig helfen Roboter dabei, den Arbeitsplatz für junge Menschen attraktiver zu machen. Unternehmen und Regierungen fördern Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogramme, um Arbeitnehmern zu helfen, mit den sich ändernden Anforderungen an ihre Fertigkeiten Schritt zu halten und in einer von Automatisierung geprägten Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.
Helga Linnartz wurde in der Nähe von Köln geboren und promovierte in Physik. Ihre berufliche Laufbahn bei Endress+Hauser startete sie 1998 als Produktmanagerin für Durchflussmesstechnik im schweizerischen Reinach. 2004 wechselte sie in das Sales Center in den Niederlanden. 2018 übernahm sie zunächst die Leitung des Vertriebs, 2021 schließlich die Geschäftsführung des Sales Centers. Über die Mitarbeit in Projekten und Gremien blieb sie stets nahe an den strategischen Themen der Gruppe.
„Frau Linnartz bringt für ihre neue Rolle umfassende Erfahrung aus verschiedenen Bereichen unserer Vertriebs- und Produktzentren mit. Sie verfügt über strategische Weitsicht und steht für die Werte und die Kultur von Endress+Hauser“, sagt Dr. Andreas Mayr, Chief Operating Officer der Gruppe. Bei Endress+Hauser Level+Pressure kann sich Helga Linnartz auf ein eingespieltes Managementteam stützen, das in den vergangenen Monaten die Vakanz an der Spitze mit großem Einsatz gemeistert hat.
Endress+Hauser Level+Pressure ist das Kompetenzzentrum der Firmengruppe für Füllstands- und Druckmesstechnik sowie Lösungen für das Bestandsmanagement. Weltweit arbeiten rund 3.000 Menschen für das Product Center in Forschung, Entwicklung und Produktion. Neben dem Hauptsitz in Maulburg gibt es Standorte in Stahnsdorf, Karlsruhe und Ettlingen (Deutschland), Richmond (Großbritannien), Greenwood (Indiana/USA), Suzhou (China), Chhatrapati Sambhajinagar (Indien), Yamanashi (Japan) und Itatiba (Brasilien).
Die neue Ausgabe der unabhängigen Marktstudie „Industrielle Kommunikation / Industrie 4.0“, die von Dipl.-Betriebswirtin Michaela Rothhöft, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen, freiberuflich mit Unterstützung des VDMA Elektrische Automation durchgeführt wurde, liegt vor. Im Rahmen der Wiederholung von Studien aus den Jahren 2013, 2017 und 2020 gaben 2025 deutschlandweit fast 300 Maschinenbauunternehmen Auskunft über das Einsatzverhalten und über zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Kommunikationstechnologien und Industrie 4.0.
So entwickelt sich OPC UA immer mehr zum Kommunikationsstandard. Während diese Technologie 2017 nur bei jedem 4. Maschinenbauer zu finden war, sind es heute bereits 2/3 und viele weitere planen damit für die Zukunft. Single Pair Ethernet ist bislang noch recht wenig verbreitet, aber jedes 5. Unternehmen hat den künftigen Einsatz vor. Berücksichtigt man dabei, dass für mehr als jeden 3. Maschinenbauer diese Technologie bislang unbekannt ist, könnte sich der Trend noch verstärken.
Im Maschinenbau ist die Industrial-Ethernet-Technologie Standard: Nur noch 1% verzichtet darauf. Am verbreitetsten ist nach wie vor PROFINET. Auch in der Zukunft rechnen nur wenige Unternehmen hier mit einem Rückgang. Demgegenüber wird bei EtherCat ein Wachstum erwartet. Im Bereich funktionale Sicherheit wird zukünftig das Protokoll PROFISAFE mit großem Abstand vor IO-Link Safety eingesetzt werden.
Die Verknüpfung von Automatisierungs- und IT-Netz schreitet weiter voran: Mehr als 90 % der Maschinenbauer benötigen zukünftig „Industrie 4.0“-Eigenschaften vom Automatisierungsnetz. Dabei werden mehrheitlich Plug and Play und eine einheitliche Datenbeschreibung zum Einsatz kommen. Ein Großteil rechnet zudem mit der Verwendung von Condition Monitoring / Predictive Maintenance. Aber auch eine Cloud-Anbindung wird von 2/3 der Maschinenbauer spätestens zukünftig erwartet. Dabei wird zur technologischen Verknüpfung OPC UA an erster Stelle stehen. Durch diesen Trend steigen auch die Anforderungen an die Security, wobei bemerkenswerterweise fast 2/3 der Maschinenbauer das angestrebte Security-Level bislang nicht kennen.
Nähere Details zu den Ergebnissen dieser Marktstudie finden Sie im Internet unter: https://www.marktstudien.org/marktstudien/marktstudie-industrielle-kommunikation/
Die Basis jeder Cyber-Security-Strategie sind Faktoren wie mögliche Angriffsvektoren, die Sichtbarkeit von Komponenten im Netzwerk und die passenden Schutzmaßnahmen. Während die endgültige Harmonisierung mit internationalen Standards wie IEC 62443 noch in Arbeit ist, sind die Rahmenbedingungen bereits klar erkennbar. Anwender und Hersteller können heute auf dieser Grundlage Maßnahmen umsetzen – von einfachen Schutzmechanismen bis hin zu integrierter Cyber-Sicherheit.
Für besonders exponierte Anlagen bietet PROFINET-Security die Security-Klassen 2 und 3. Damit lassen sich Datenzugriffe nicht nur für einfache Use Cases wie das Asset Management absichern, sondern auch für komplexe Szenarien wie KI-gestützte Analysen oder digitale Zwillinge. So bleibt die Architektur offen und zukunftssicher für steigende Anforderungen.
Die Umsetzung wird durch Plugfeste und spezielle Testumgebungen abgesichert. Gleichzeitig begleitet PROFINET-Security die laufende Regulierung – nicht nur in der EU, sondern weltweit. Das internationale Interesse an dieser Lösung ist groß. Ein weiterer Vorteil ist die Durchgängigkeit zu anderen Technologien und Konzepten wie IO-Link oder NOA. Da diese aus einer Hand - der PI-Community - stammen, entsteht eine konsistente, durchgängige und anwenderfreundliche Lösung – von der Architektur bis zur Umsetzung.
Am 11. Juni 2026 lädt die Berlin.Industrial.Group. zur dritten Auflage des WAAMathon ins Estrel Hotel Berlin. Die Konferenz ist das einzige Event, das sich ausschließlich dem Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) und dessen wachsender Bedeutung für industrielle Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau widmet.
Im Mittelpunkt stehen Beiträge aus Praxis und Forschung z.B. zu aktuellen Entwicklungen, Prozessoptimierung, Materialvielfalt und industriellen Einsatzszenarien. Ziel des WAAMathon ist es, Anwender, Vordenker sowie Entscheider aus der additiven Fertigung zusammenzubringen und den Austausch zu fördern. Unterstützt wird der WAAMathon von Partnern aus Industrie und Forschung.
Beim WAAM-Verfahren wird ein elektrischer Lichtbogen genutzt, um Metall-Draht aufzuschmelzen und schichtweise aufzutragen – ein Ansatz, der insbesondere für die Herstellung und Reparatur großformatiger Metallbauteile an Bedeutung gewinnt.
Das vorläufige Programm sowie Informationen zur Anmeldung sind unter www.waamathon.de abrufbar.
Nachhaltigkeit gewinnt. Nach dieser Formel richtet sich der von der ACE Stoßdämpfer GmbH ausgelobte Wettbewerb Innovace 2026 an den Ingenieurnachwuchs. Prämiert werden Konzeption und Konstruktion eines zweiachsigen Photovoltaik-Trackers (PV) für Balkonkraftwerke, wobei Nachweise zu Funktion und Machbarkeit zu leisten sind. Für Einzelpersonen oder Bewerberteams der Bereiche Maschinenbau, Konstruktion, Mechatronik und Elektrotechnik an Universitäten, technischen Hochschulen und Fachhochschulen sind als Siegprämie 5.000 Euro und für den begleitenden Lehrstuhl zudem 2.000 Euro ausgelobt.
Der PV-Tracker soll ein oder mehrere Solarmodule automatisch so ausrichten, dass stets für einen optimalen Einstrahlwinkel der Sonne gesorgt ist. Um maximale Effizienz zu erreichen, ist eine zweiachsige Ausführung zwecks Nachverfolgung der Sonne zu konstruieren. Dabei ist die Größe eines handelsüblichen Solarmoduls von 1,2 m x 1,8 m mit einer Masse von 22 kg anzunehmen und die Konstruktion leicht und kompakt auszulegen. Gleichzeitig muss sie robust und sicher gegen sämtliche Wetterlagen sein. Damit die Anlage auch bei schweren Sturmböen unbeschadet bleibt, sind Dämpfer oder andere Sicherheitslösungen vorzusehen. Die Studierenden haben zudem die Aufgabe, zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit des Systems über seine gesamte Lebensdauer hinweg ein Business Case zu erstellen. Experten der Stabilus Gruppe, zu der ACE seit 2016 gehört, bilden eine fachkundige Jury, welche das Konzept und die Funktionalität der Konstruktion jeweils mit 40 Punkten sowie die plausible Kostenaufstellung und Berechnung der Amortisationszeit mit 20 Punkten bewerten.
Innovace 2026 beginnt am 13. April und endet am 30. September. Mögliche Fragen beantwortet ACE am 23. April während einer Webkonferenz, für die sich Interessierte bis zum 21. April per E-Mail bei Niklas Backhausen unter n-backhausen@ace-int.eu anmelden können. Die komplette Ausschreibung ist auf der Homepage von ACE zu finden: www.ace-ace.de/de/news-presse/ace-awards/innovace-2026.html
Die drei nominierten Lösungen werden am 25. Februar vor rund 100 Journalist*innen aus aller Welt präsentiert und der Gewinner des ROBOTICS AWARDS wird bekannt gegeben. Der Preis beinhaltet ein umfassendes und hochwertiges Paket, bestehend aus einer Ausstellungsfläche im Application Park der HANNOVER MESSE, die vom 20. bis 24. April stattfindet sowie einen Vortragsslot auf der Spotlight Stage.
Unter zahlreichen Bewerbungen aus dem In- und Ausland hat die Jury drei Unternehmen für den ROBOTICS AWARD ausgewählt. Bewertet wurden dabei sowohl der technische Innovationsgrad der Lösungen als auch die Marktreife sowie die ökonomische Umsetzung. Die Nominees in alphabetischer Reihenfolge sind:
Fraunhofer IFAM, Stade. Nominiert wurde der gemeinsam mit Siemens, Autonox Robotics und Weiss Spindeln entwickelte Machine Tool Robot (MTR). Die zukunftsweisende Fräskinematik schließt die Lücke zwischen klassischem Industrieroboter und Werkzeugmaschine – ein Meilenstein für die ressourceneffiziente, flexible automatisierte Produktion. Die wegweisende Technologie vereint intelligente, modellgestützte Regelungsstrategien mit neuartigen Antriebstechnologien. So können dynamische Fehler kompensiert und Schwingungen effektiv gedämpft werden. Dadurch verbessert sich die Bahngenauigkeit signifikant, selbst bei hohen Vorschubgeschwindigkeiten und komplexen Bewegungsmustern. Ein besonderer Vorteil ist die optimierte Störunterdrückung, die selbst bei hochdynamischen Prozesskräften für eine konstante Präzision sorgt. Damit ermöglicht dieses Antriebskonzept Bearbeitungen mit höheren Materialabtragsraten sowie die Fähigkeit, mit höheren Ruckeinstellungen zu fahren – beides führt zusammen zu einer erheblichen Steigerung der Produktivität.
GoodBytz, Hamburg. Bei dem nominierten Produkt handelt es sich um ein automatisiertes Küchensystem zur schnellen und parallelen Zubereitung individueller Gerichte. Die Roboter werden über eine eigene KI-basierte Steuerungslogik angesteuert, die es erlaubt, selbst bei gleichzeitig eingehenden Bestellungen eine intelligente Ablaufplanung vorzunehmen. Diese automatisierten und flexiblen Produktionsprozesse gewährleisten eine hochwertige und individualisierte Lebensmittelversorgung von Kliniken, Universitäten oder Betrieben bei einer konstanten Leistungsfähigkeit, unabhängig von der Personalverfügbarkeit oder Bestellkomplexität. Das Unternehmen rechnet aufgrund von fehlenden Fachkräften in der Gastronomie mit einem stark wachsenden Marktbedarf.
Robust AI, USA. Das nominierte Produkt „Carter Collaborative Autonomous Warehouse Robot“ ist ein KI-gestützter Multifunktionsroboter für die Lagerautomatisierung. Carter vereint die Funktionen mehrerer Robotersysteme in einer Lösung und übernimmt Aufgaben wie Kommissionieren, Transportieren und Sortieren. Mithilfe KI-basierter visueller Wahrnehmung erkennt der Roboter seine Umgebung sowie Menschen und übersetzt Dateneingaben in optimierte Arbeitsabläufe.
Carter agiert vollständig autonom, kann bei Bedarf jedoch auch manuell gesteuert werden. Dadurch bietet das System eine hohe operative Flexibilität und ist speziell für die sichere Mensch-Maschine-Kollaboration ausgelegt. Der Roboter entlastet Mitarbeitende im Lagerbetrieb, reduziert Fehlerquoten und steigert die Produktivität sowie Effizienz um bis zu 80 Prozent.
Mitsubishi Electric hat mit Herrn Yoshida einen international erfahrenen Manager zum neuen Präsidenten der Factory Automation Division für die EMEA-Region ernannt. Der gebürtige Japaner begann seine Karriere bereits 1992 im Werk Nagoya, dem Zentrum für die Entwicklung industrieller Automatisierungstechnologien von Mitsubishi Electric. Seither bekleidete er verschiedene Führungspositionen innerhalb des Konzerns, darunter die Leitung der Entwicklung von Frequenzumrichtern sowie zuletzt als Geschäftsführer der Factory Automation Division in Indien und als Leiter des Field Engineering Centers in Japan.
Mit seiner Ernennung im Oktober 2025 verfolgt Yoshida eine klare strategische Ausrichtung: Die Transformation von Mitsubishi Electric hin zu einem lösungsorientierten Partner für OEMs, Systemintegratoren und Endanwender in Europa weiter voranzutreiben. Ziel ist es, den Marktanteil durch anwendungsspezifische, skalierbare Automatisierungslösungen und eine noch stärkere Kundenorientierung signifikant zu steigern.
„Europa steht vor zahlreichen Herausforderungen – von volatilen Energiepreisen bis hin zu wachsenden Cyberbedrohungen im OT-Bereich“, erklärt Yoshida. „Unser Anspruch ist es, unsere Kunden durch Automatisierungstechnologien zu unterstützen, die ihnen helfen, resilient, effizient und wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Dabei bringt Yoshida nicht nur seine technische Expertise, sondern auch eine persönliche Verbundenheit mit: „Ich freue mich sehr, meine Karriere bei Mitsubishi Electric nun in Europa fortsetzen zu können. Nach vielen spannenden Stationen weltweit ist es mir eine Ehre, in dieser Schlüsselregion Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit unseren Kunden die Zukunft der Automatisierung aktiv zu gestalten.“
Der Elektromobilität gehört auch im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) die Zukunft. Viele kommunale Verkehrsunternehmen stellen ihre Flotte deshalb sukzessive auf E-Busse um. Da die Reichweite dabei ein zentraler Aspekt ist, steht bei Diskussionen zu dem Thema meist die Akku- bzw. Batteriekapazität im Fokus. Weniger Beachtung erfährt dagegen eine andere wichtige Komponente in den Elektrobussen: Der Hochvoltverteiler. Dieses auch High Voltage Power Distribution Unit (HV PDU) genannte System sorgt für die Verteilung der Hochspannungsenergie von der Batterie bzw. dem Stromabnehmer an die Verbraucher im Fahrzeug. Ohne HV PDU wäre ein elektrifizierter Bus nicht betriebsbereit.
Das Hochvoltverteilsystem hat die Aufgabe, die Energie sicher und verlustarm an Abnehmer wie z. B. den Motor, den Traktionswechselrichter, die Beleuchtung oder die Lüftung zu übertragen. Eine HV PDU besteht u. a. aus einer Platine, einem Relais, Sicherungen, Schützen sowie Spannungssensoren und beinhaltet oft auch einen Isolationswächter.
Hochvoltverteiler gewährleisten die Absicherung aller Ein- und Ausgänge an den Polen und schützen die einzelnen Elemente sowie die Verbindungen vor Überlastung. Durch den Einsatz von Hochspannungstechnologie können nicht nur Busse, sondern auch Baumaschinen und Nutzfahrzeuge eine hohe Leistung erzielen und gleichzeitig effizienter arbeiten.
Damit Hochvoltverteilsysteme zuverlässig arbeiten, müssen sie wirksam vor Einwirkungen von außen geschützt werden. Die elektronischen Komponenten sind an Bussen, LKW oder Baufahrzeugen verschiedensten Belastungen ausgesetzt. Neben Vibrationen können z. B. Feuchtigkeit, Hitze, Kälte und elektromagnetische Strahlung die Funktionsfähigkeit eines Hochvoltverteilsystems beeinträchtigen.
Namhafte Hersteller elektrischer Antriebssysteme kapseln ihre Power Distribution Units deshalb mit robusten Gehäuselösungen von ROSE Systemtechnik. Das Unternehmen aus Porta Westfalica fertigt seit mehr als 50 Jahren Industriegehäuse, die weltweit in den unterschiedlichsten Anwendungen und Branchen zum Einsatz kommen.
Im Produktprogramm von ROSE findet sich eine große Bandbreite an Gehäuselösungen aus Aluminium, Edelstahl, Polyester, Polycarbonat und ABS. Welche Variante für den Schutz der elektronischen Komponenten in den jeweiligen HV PDUs verwendet wird, entscheiden die Experten von ROSE gemeinsam mit dem Kunden. „Wir stimmen uns bei der Konstruktion des Gehäuses eng mit dem Auftraggeber ab“, berichtet Mirko Nuhanovic, Gebietsverkaufsleiter Business Development Gehäusetechnik bei ROSE.
Jeder Auftrag beginnt mit einem ausführlichen Gespräch: Dabei klären Mirko Nuhanovic und seine Kollegen nicht nur ab, unter welchen Umgebungsbedingungen das Hochvoltverteilsystem eingesetzt werden soll. Auch die Anforderungen hinsichtlich der Beständigkeit des Gehäuses, der Funktion des HV-Systems und der Fahrzeugkomponenten, mit denen die PDU verbunden sein soll, werden thematisiert. Durch den intensiven Austausch finden die Spezialisten das optimale Gehäuse für die Kapselung des Hochvoltverteilers. Bei Bedarf kann darüber hinaus eine platzsparende Wasserkühlung in das Gehäuse integriert werden, die an den Kühlkreislauf des Fahrzeugs angeschlossen wird.
„Wir verstehen uns als Lösungspartner unserer Kunden“, beschreibt Joscha Plass, Produktmanager Enclosure Systems die Unternehmensphilosophie. „Auf Wunsch begleiten wir jedes Projekt vom Prototyp bis zur Serienfertigung.“ Zu den Dienstleistungen von ROSE gehören neben einer umfangreichen Beratung auch zahlreiche Bearbeitungsservices: So wird jedes Gehäuse auf Wunsch mechanisch angepasst – z. B. durch Bohren, Fräsen, Gewindeschneiden oder Rückwärtssenkung. Darüber hinaus ist eine umfassende Oberflächenbehandlung möglich. Hierfür stehen ebenfalls verschiedene Verfahren wie Pulverbeschichtung, Lackierung, Siebdruck, Grundieren und Gravieren zur Verfügung. ROSE fertigt seine Gehäuse wahlweise nach IP-, NEMA- und IK-Schutzstandard. Sämtliche Produkte werden im hauseigenen Labor daraufhin geprüft, ob sie alle einschlägigen Normen und Richtlinien erfüllen.
Für den Schutz der Elektronik von High Voltage Distribution Units eignen sich besonders die Aluminiumgehäuse von ROSE: Sie sind nach dem Feder-Nut-Prinzip konstruiert und damit absolut dicht. Der Anwender hat die Wahl zwischen einer großen Bandbreite an Dichtungen z. B. aus Polyurethan (PUR) oder Chloropren (CR). Auf Anfrage können die Gehäuse aber auch mit Sonderdichtungen jeder Art ausgestattet werden.
Für eine hohe Robustheit sorgt zudem das Fertigungsverfahren: Aluminium-Standardgehäuse von ROSE werden im Druckguss aus einer hochwertigen Aluminium-Gusslegierung AC-AlSi 12 (Fe) hergestellt (nach DIN-EN 1706). Dadurch sind die Gehäuse sowohl leicht als auch sehr stabil und können in einem weiten Temperaturbereich eingesetzt werden. Das Druckgussverfahren bietet aber noch einen weiteren Vorteil: Es sorgt für eine gleichmäßige Struktur und hohe Festigkeit der Gehäusewände.
ROSE ist der Erfinder des Aluminiumgehäuses für industrielle Anwendungen und besitzt mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Fertigung dieses Produktes. Anfang der 1970er Jahre entwickelte Firmengründer Friedhelm Rose das erste Gehäuse dieser Art, das direkt bei der Markteinführung auf großes Interesse in der Industrie stieß. Der Grund lag nicht nur in der Robustheit, sondern auch im besonderen Aufbau der Gehäuse: Sie sind mit separaten, aber dennoch in die Gehäuseform integrierten Schraubbefestigungskanälen ausgestattet. So wird verhindert, dass die elektronischen Einbauten beim Einschrauben der Deckelschrauben durch Späne Schaden nehmen. Darüber hinaus geht durch diese Konstruktion kein wertvoller Einbauraum im Gehäuse verloren.
Mit der Entwicklung des extrem robusten Aluminiumgehäuses wurde der Grundstein für den Erfolg von ROSE gelegt. Die Ostwestfalen unterscheiden sich aber nicht nur durch die hohe Produktqualität von Wettbewerbern – auch die umfangreichen Serviceleistungen und der ganzheitliche Ansatz sind Alleinstellungsmerkmale. Das Know-how und die Erfahrungen aus unzähligen Kundenprojekten ermöglichen die Konstruktion von Gehäuselösungen, die genau den Anforderungen der jeweiligen Anwendung entsprechen.
Die etablierte mechanische Tasterfamilie MSM II erhält Zuwachs. Mit der MSM II (Common Anode) bringt SCHURTER eine Variante, welche zur Ansteuerung der RGB-LED eine gemeinsame Anode verwendet. Dadurch wird die bekannt robuste Mechanik mit Visualisierungstechnologie für klare Rückmeldungen, einfachste Integration und höchste Zuverlässigkeit in Steuerungs- und Bedienlösungen verbunden. RGB-LEDs können entweder über eine gemeinsame Anode (+) oder gemeinsame Kathode (–) angesteuert werden. Während bei Common Cathode alle Minuspole zusammengeführt und die Farben einzeln über Plus angesteuert werden, geht die Common Anode-Variante den umgekehrten Weg: Alle Pluspole sind verbunden, die Farbkanäle werden separat nach Masse geschaltet.
Der MSM II (Common Anode) bietet höchste Kompatibilität mit modernen Treiber-ICs, SPS-Ausgängen und Mikrocontrollern, welche überwiegend für Common Anode-Ansteuerung ausgelegt sind. Dies führt zu einer erleichterten Integration dank einfacher Signalstruktur und reduziertem Verdrahtungsaufwand. Die Kombination aus taktiler Präzision, IP67-Schutz, robustem Design und flexibler RGB-Signalisierung prädestiniert die MSM II-Taster für vielfältige Anwendungen insbesondere in Industriellen Bedieneinheiten wie Steuerpulten, Fertigungsanlagen, Gebäudeautomation oder auch Zutrittslösungen.
„Im Rahmen der Dezentralisierung werden immer kleinere und kompaktere Geräte-Designs benötigt – große Maschinen-Layouts müssen vermieden werden. Moderne Maschinen und Steuerungssysteme erfordern daher zunehmend Komponenten, die Platz sparen und zugleich hohe Performance liefern. Somit müssen auch Steckverbinder ein kompaktes Maß aufweisen“, erklärt Ron Hautzinger, Produktmanager bei binder.
Diese Entwicklungen treiben die Nachfrage nach M12-Steckverbindern an, da sie besonders klein und leistungsfähig sind. Sie passen sich flexibel an die veränderten Anforderungen in der Automatisierungsbranche an.
M12-Steckverbinder haben sich als Standard für die Signal-, Daten- und Leistungsübertragung etabliert. Ihre kompakte Bauweise ermöglicht den Einbau in beengte Räume. Es können dabei Spannungen von bis zu 630 V übertragen werden. Da der M12-Steckverbinder allgemein als Standard bekannt ist, lässt er sich im Feld einfach konfektionieren und leicht in Maschinen installieren.
Durch normierte Kodierungen – wie S, T, K und L – bieten diese Steckverbinder nicht nur eine sichere, sondern auch eine passgenaue Lösung für unterschiedliche Anwendungen. So kommen beispielsweise die S- und K-Kodierungen vorwiegend in Wechselstromanwendungen zum Einsatz, während T- und L-Kodierungen für Gleichstromlösungen optimiert sind. Diese differenzierte Kodierung führt zu hoher Sicherheit und Flexibilität beim Einsatz in verschiedensten Anlagentypen.
Ron Hautzinger erklärt: „M12-Power-Steckverbinder sind in Leistungsanwendungen vielseitig einsetzbar – von Wechselspannungsmotoren und Frequenzumrichtern bis zu LED-Beleuchtungen und Netzwerkgeräten. Ideal sind sie vor allem für eine stabile Strom- und Spannungsversorgung im bekannten M12-Bauraum.“
Mit den Steckverbinder-Serien M12-S, M12-K, M12-T und M12-L bietet binder zahlreiche verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten.
Während die M12-Lösungen zunehmend in neuen, platzkritischen Maschinen zum Einsatz kommen, bleiben die 7/8“-Steckverbinder ein wichtiger Bestandteil in bestehenden Anlagen. Diese Steckverbinder wurden speziell für die Übertragung hoher Spannungen und Leistungen entwickelt und zeichnen sich durch ihre robuste Bauweise aus – ideal für Anwendungen, in denen größere Komponenten vorgesehen sind.
„In den USA ist der 7/8“-Steckverbinder weiterhin der Standard, da dort der Trend zur Miniaturisierung nicht so weit fortgeschritten ist. Für Anwendungen in älteren Anlagen oder in Bereichen, in denen der größere Formfaktor keinen Nachteil darstellt, sind 7/8-Zoll-Steckverbinder daher weiterhin die passende Lösung“, sagt Ron Hautzinger.
binder bietet also Lösungen für beide Welten: Die M12-Power-Steckverbinder sind platzsparend und leistungsstark, während 7/8“-Steckverbinder bewährte Stabilität in Bestandsanlagen gewährleisten. So können Automatisierer flexibel auf die Anforderungen moderner und bestehender Systeme reagieren.
Zur besseren Integration moderner und bestehender Anlagentechnologien wurde ein erweitertes Sortiment an Zubehörteilen und praxisnahen Verbindungslösungen entwickelt. Dieses berücksichtigt sowohl den Trend zu kompakteren M12-Power-Steckverbindern als auch die anhaltende Relevanz von 7/8"-Komponenten.
Neu im Portfolio ist ein überarbeiteter 7/8"-T-Verteiler, der in drei Varianten – 3-, 4- und 5-polig – verfügbar ist. Er wurde gezielt für den Aufbau leistungsfähiger Netzwerke in bestehenden Anlagen konzipiert und bietet dank integrierter Montagelöcher eine vereinfachte Installation. Diese neue Ausführung ersetzt das bisherige Modell. Ebenfalls neu ist ein 5-poliger T-Verteiler mit L-Kodierung, der den Anforderungen moderner Gleichstromanwendungen im M12-Format gerecht wird. Durch sein kompaktes Design eignet er sich besonders für eine effiziente und strukturierte Stromverteilung in platzkritischen Umgebungen.
Ein weiteres Highlight sind zwei neu entwickelte Adapterlösungen, die eine intelligente Verbindung zwischen 7/8"- und L-kodierten Steckverbindern ermöglichen. Diese Adapter unterstützen eine schrittweise Modernisierung bestehender Systeme sowie die flexible Umsetzung hybrider Systemarchitekturen.
In der Industrie ist die Energiewende längst angekommen, wenn auch mit unterschiedlichem Handlungsdruck für die jeweiligen Branchen. Themenkomplexe wie steigende Energiepreise und die Notwendigkeit, sich in Richtung erneuerbarer Energien zu positionieren, werden allerdings nicht mehr verschwinden. Unternehmen, die sich dem nicht stellen und zeitnah Antworten und Lösungen finden, riskieren nicht weniger als ein betriebswirtschaftliches Debakel.
Viele Unternehmen haben sich bereits für die Installation von Systemen entschieden, mit denen sie zumindest einen Teil ihres Energieverbrauchs selbst abdecken können, z.B. mit Photovoltaik. Prinzipiell ist das ein guter erster Schritt, doch für die Experten von Greenflash greift die PV-Anlage auf dem Dach allein viel zu kurz. „Ohne intelligente Steuerung und ohne ein ganzheitliches Konzept lässt man mit einer simplen, ‚dummen‘ PV-Anlage nicht nur ein riesiges Potenzial ungenutzt liegen, sondern verliert sogar noch Geld“, erläutert Lennart Oklitz, Projektleiter bei Greenflash, die Zusammenhänge. „Das passiert an Tagen, an denen zu bestimmten Zeiten ein Überangebot an Strom vorhanden ist. Wer dann seinen selbst erzeugten, aber ‚überschüssigen‘ Strom ins Netz einspeist, zahlt dafür Geld – bis zu 1.000 Euro und mehr an nur einem Tag.“ Dazu gleich mehr.
Für die Giga Coating GmbH und den Fahrzeugbauer System Trailers direkt daneben – beide Unternehmen gehören zusammen und haben ihren Sitz in Twist bei Meppen im Emsland – hat sich die gemeinsame Geschäftsführung für ein solches intelligentes Energiesystem entschieden, wie es Greenflash entwickelt hat und umsetzt. Bei Giga Coating steht Europas modernste Oberflächenbeschichtungsanlage für die KTL Tauchlackierung und Pulverbeschichtung, in der auch große Werkstücke für die Industrie im vollautomatischen Betrieb beschichtet werden. Die Einbrennöfen benötigen viel Energie und brachten das Unternehmen dazu, Alternativen zu fossilen Brennstoffen zu finden.
Auch bei System Trailers ist der Energiebedarf hoch, hier für die Schweißroboter, mit denen dort Anhänger und Sattelauflieger in verschiedensten Varianten, in kürzester Zeit und in großer Stückzahl gefertigt werden. Beide Unternehmen kamen 2022 auf Greenflash zu mit dem Wunsch, eine nachhaltige Lösung für die Energieversorgung zu entwickeln.
„Giga Coating und System Trailers sind für uns gleich aus mehreren Gründen besondere Kunden“, erzählt Lennart Oklitz. „Beispielsweise haben wir die ursprünglich zwei Anschlusspunkte für das Stromnetz zusammengelegt und haben damit jetzt ein System. Auch die PV-Anlagen beider Firmen wurden zunächst getrennt installiert, 390 kWp bei System Trailers und ca. 749 kWp bei Giga Coating. Wir haben sie in diesem Zuge dann ebenfalls zusammengelegt.“ Eine weitere, zeitgleich installierte PV-Anlage mit 1,2 MWp Leistung wurde von Greenflash zertifiziert und in Betrieb genommen. Oklitz fährt fort: „Dadurch, dass wir bei diesem Projekt als Generalunternehmen aktiv sind, konnten wir die Weichen früh in Richtung einer ganzheitlichen, intelligenten Lösung stellen, inklusive Anbindung an die Strombörse. Ein weiterer, wichtiger Meilenstein war die nahtlose Integration eines Energiespeichers für den erzeugten Solarstrom. Diesen Speicher hat unser Partner STABL Energy gebaut, im Juni 2025 in einem 20-Fuß-Container angeliefert und mit uns zusammen in Betrieb genommen.“
Das Besondere an der Lösung von STABL ist das modulare Konzept, erklärt Dr. Nam Truong, CEO und Mitgründer des Unternehmens mit Sitz in München und einer Dependance in Berlin: „Während der Markt bei Speicherlösungen allgemein auf lange Batterieketten und Hochvoltbatterien setzt, sorgt unsere Architektur mit Batteriemodulen für höhere Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz. Wir sind damit in der Lage, sogar gebrauchte Batterien aus Elektroautos zu verwenden, ohne Abstriche bei Leistung und Lebensdauer zu machen. Das ist mit Blick auf Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft ein wichtiger Punkt.“
Der STABL-Batteriespeicher für die beiden Unternehmen im Emsland besteht aus insgesamt 288 Second-Chance-Batteriemodulen. Sie sollten eigentlich in Elektrofahrzeugen eingebaut werden, landeten aber zunächst im Regal, bevor sie ihre zweite Chance erhielten. Die nutzbare Speicherkapazität liegt bei 1.233 kWh, mit einer Leistung von 405 kW. Die Aufgabe des Speichers ist es, die auftretenden Lastspitzen zu glätten und Netzentgelte durch atypische Netznutzung kleinzuhalten. Dank des modularen Aufbaus lassen sich einzelne Batteriemodule während der gesamten Lebensdauer des Systems bei Bedarf schnell und flexibel austauschen.
Dem Gewerbespeicher kommt insofern eine große Bedeutung zu, weil er die Möglichkeit bietet, sich von der täglich wechselnden Dynamik des Strommarkts auch einmal abzukoppeln. Heißt: Den erzeugten, aber aktuell nicht benötigten Strom nicht unmittelbar ins Netz einspeisen zu müssen – mit den bereits erwähnten kostspieligen Folgen, wenn der Strompreis aufgrund des Überangebots negativ ist. Umgekehrt kann ein Unternehmen Strom zu besonders günstigen Zeiten einkaufen und im Speicher auf Vorrat halten, bis er gebraucht wird. Projektleiter Lennart Oklitz: „Ein solches ganzheitliches System, wie wir es hier bei Giga Coating und System Trailers realisiert haben, bietet Unternehmen so viel mehr Möglichkeiten, ihre Energiekosten zu reduzieren, als es mit einer simplen PV-Anlage auf dem Dach machbar wäre.“
Doch mit dem Speicher ist das Energiesystem bei den Geschwisterunternehmen in Twist noch nicht ausentwickelt: Giga Coating und System Trailers sind inzwischen Partner für ein Pilotprojekt von Greenflash, mit dem das neue KI-basierte System zum Energiemanagement – Greencore AI – in der Praxis zeigt, was es kann. „In einfachen Worten steuert Greencore AI ein Energiesystem so, dass für den Kunden am Ende immer der beste Strompreis herauskommt“, so Lennart Oklitz. „Sobald beispielsweise erkennbar ist, dass der Strompreis negativ wird und das Einspeisen Geld kostet, riegelt unsere KI-basierte Software ab und verhindert, dass Strom ins Netz abfließt und Kosten verursacht. Wir haben schon jetzt Beispiele aus der Praxis, bei denen es schnell um Einsparungen im fünfstelligen Bereich geht, die dank Greencore AI erzielt werden.“
Doch das System kann weitaus mehr, und seinen Kunden gibt Greenflash Software-Tools an die Hand, mit denen sie bis ins Detail sehen können, wie das intelligent gesteuerte Energiesystem arbeitet. Wie es zum Beispiel auf Lastspitzen reagiert, wie es auf den Speicher zugreift und was bei atypischer Netznutzung geschieht. „Ein aktuelles Beispiel: Giga Coating wollte vom Stromversorger wissen, ob bessere Konditionen möglich seien, wenn sie ihren Energiespeicher ab dem Nachmittag in den Abend hinein entladen und damit ihren Verbrauch zu senken“, erzählt Oklitz. „Unsere Aufgabe war es, diesen Wunsch in der Systemsteuerung umzusetzen. In Zusammenarbeit mit dem Stromversorger, der noch einige Umbauten machen musste, ist uns das mit Greencore AI in kurzer Zeit gelungen.“
Das Handling der atypischen Netznutzung ist bereits vollständig in Greencore AI integriert, inklusive der Abbildung des Mischbetriebs mit dem Speicher. Viele weitere Funktionen der neuen Software sind noch im Entstehen, einige davon haben sich in der Praxis bei den Pilotkunden wie Giga Coating und System Trailers aber bereits bewährt und ihr Potenzial gezeigt. Das lernende System stellt beispielsweise Verbrauchsprognosen ebenso zuverlässig dar wie es die Historie aller relevanten Daten wie Erzeugung, Verbrauch, Lieferung und Bezug anzeigen kann. „Dank der Prognosedaten für Produktion und Verbrauch können wir alle Prozesse so steuern, dass die Energiekosten für unsere Kunden immer im optimalen Bereich liegen“, fasst Lennart Oklitz zusammen.
Auf dem Weg zu einer grüneren Energieversorgung ist das Doppel im Emsland bereits weit vorangeschritten. Giga Coating und System Trailers planen, weitere Energiespeicher zu installieren, um sich noch stärker in Richtung Autarkie zu bewegen und die Elektrifizierung zu erhöhen, z.B. auch durch den Einsatz von Hochtemperatur-Wärmepumpen. Vor allem Unternehmen mit einer energieintensiven Produktion können mit einem intelligenten, ganzheitlichen Energiesystem von der Transformation hin zu erneuerbaren Energien enorm profitieren, ist sich Lennart Oklitz sicher: „Dass es funktioniert und handfeste Vorteile bringt, sehen wir gerade bei unseren Pilot-Kunden für Greencore AI in einer Weise, die uns teils noch selbst überrascht. Das Potenzial ist enorm.“
Dank seines universellen Eingangs für Druck, Durchfluss, Temperatur und Füllstand lässt sich der JUMO safetyM TA flexibel an unterschiedlichste Prozessanforderungen anpassen. Die frei konfigurierbare Voting-Funktion ermöglicht einen sicheren Betrieb auch im degradierten Anlagenzustand (1oo2D Voting-Prinzip), wodurch nicht kritische Maschinenstillstände und Ausschussproduktionen effektiv reduziert werden. Zusätzlich bietet das Gerät eine Min- und Max-Überwachung sowie eine einstellbare Zeit für den degradierten Betrieb, was die Anlagenverfügbarkeit weiter maximiert. Der Begrenzer ist zertifiziert für SIL 2/SIL 3 (IEC 61508) und PL c/PL d (ISO 13849).
Die flexible Konfiguration verschiedener SIF-Szenarien, wie 1oo2D-Voting, 2oo2 und STB/STW, macht den JUMO safetyM TA zu einem wertvollen Neuzugang der JUMO Safety Performance-Familie. Durch die einfache Integration in bestehende Systeme und die hohe Kompatibilität mit unterschiedlichen Anwendungen profitieren Kunden von einer zukunftssicheren und effizienten Lösung für ihre Sicherheitsanforderungen. Der Begrenzer ist einsetzbar für anspruchsvolle Anwendungen in der Thermoprozesstechnik, Prozessindustrie, Pharmaindustrie, Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie in Molkereien und Brauereien.
Advantech ein weltweit führender Anbieter von industriellen IoT-Lösungen, erweitert sein Portfolio kompakter IPCs mit der Einführung des neuen kompakten Industriecomputer-Gehäuses IPC-221. Im Vergleich zur Vorgängergeneration vereint der IPC-221 Desktop-CPU-Leistung (65 W) in einem kompakten Box-PC (240 × 233 × 93 mm) mit einseitigem I/O-Layout. Damit eignet er sich besonders für platzbeschränkte Anwendungen wie die Maschinenintegration oder den Einbau im Schaltschrank. Der IPC-221 bietet stabile Hochleistungsrechenleistung zur Abdeckung eines breiten Spektrums industrieller Steuerungsanforderungen.
Der IPC-221 verfügt über ein neues, flaches Design (240 × 233 × 93 mm), das vertikalen Bauraum spart und sich ideal für den Schaltschrank-Einbau eignet. Er kann mit den Mainboards der Advantech PCE-2x-Serie kombiniert werden und unterstützt eine breite Palette an CPU-Optionen, darunter Intel® Celeron®, Pentium® sowie Core™ i3, i5 und i7 (10., 12., 13. und 14. Generation) sowie die neuesten Intel® Core™ Ultra Series 2 (Ultra 5, Ultra 7, Ultra 9). Damit bietet der IPC-221 hohe Leistung bei maximaler Flexibilität.
Der IPC-221 ist für industrielle Anwendungen mit hoher Last ausgelegt, wie z. B. Soft-Motion-Achsensteuerung und HMI-Datenvisualisierung, und gewährleistet dabei Echtzeitverarbeitung und Systemstabilität. In Kombination mit den neuesten PCE-2134- oder PCE-2034-CPU-Modulen nutzt der IPC-221 die integrierte NPU, um leichte KI-Workloads effizient am Edge auszuführen. Damit ist der IPC-221 eine ideale Lösung für Smart-Manufacturing- und Automatisierungsumgebungen.
Der IPC-221 bietet umfangreiche I/O-Erweiterungsmöglichkeiten, darunter zwei PCIe-Steckplätze in voller Bauhöhe für zusätzliche Erweiterungskarten sowie mehrere COM-Ports zur einfachen Anbindung externer Geräte. Die Remote-Switch-Funktion erhöht die Integrationsflexibilität zusätzlich und ermöglicht den Einsatz des IPC-221 in unterschiedlichsten Smart-Manufacturing-Szenarien zur Erfüllung vielfältiger industrieller Anforderungen als Edge-Controller, für die Bewegungssteuerung, Datenerfassung oder Vision-Systeme.
Zeitgemäße Softwarelösungen zum Ausbau digitaler Qualitätsmanagementsysteme (QMS) und Integrierter Managementsysteme (IMS) unterstützen Unternehmen und deren Qualitätsmanagement bei der Entwicklung verständlicher Inhalte, transparenter Abläufe und der lückenlosen Dokumentation. Die ConSense GmbH zeigt, wie sich diese Anforderungen mit KI-Unterstützung in der webbasierten Lösung ConSense PORTAL umsetzen lassen. Die Integration intelligenter Funktionen reduziert den Aufwand für die tägliche Arbeit, minimiert Fehlerquellen und bietet damit praktische, zeitsparende Unterstützung im QM-Alltag.
Ein Schwerpunkt der Einbindung von KI bei ConSense liegt in der automatisierten Analyse von Dokumenten. Die KI wandelt vorhandene Informationen in nachvollziehbare Prozessabbildungen in Form von Flowcharts inklusive Detailinformationen um. Mitarbeitende sparen Zeit bei der Prozessmodellierung. Gleichzeitig sinkt das Risiko von Übertragungsfehlern. Auch eLearning-Einheiten lassen sich durch automatisierte Prozesse noch effizienter erstellen. Die in das ConSense PORTAL integrierte KI-Lösung kreiert aus den im System enthaltenen Texten vollständige Schulungsunterlagen mit passenden Lernkontrollfragen im einheitlichen Sprachstil. Eingepflegte Inhalte sind im System sofort verwendbar.
Systeminhalte wie Richtlinien, Prozessbeschreibungen oder interne Mitteilungen können von der KI sprachlich optimiert werden. Die Künstliche Intelligenz übernimmt die Überarbeitung, Kürzung oder Ergänzung von Texten und unterstützt damit eine klare, einheitliche und fehlerfreie Kommunikation. Zusätzlich lassen sich mithilfe der KI aus vorliegenden Informationen Maßnahmenvorschläge für bestehende Aufgaben zusammenstellen. Das befähigt Mitarbeitende oder Teams dazu, schneller und klarer zu reagieren sowie Maßnahmen effizienter zu steuern.
Die KI-Funktionen sind vollständig in das ConSense PORTAL eingebettet und lassen sich intuitiv anwenden. Sie unterstützen bei wiederkehrenden Aufgaben, übernehmen monotone Arbeitsschritte und reduzieren dabei mögliche Fehlerquellen. Mitarbeitende gewinnen mehr Zeit für Aufgaben, die fachliche Einschätzung und Erfahrung erfordern.
Mit der neuen MC55 High erweitert WERMA seine kompakte Signalleuchten-Serie mit 55 mm Durchmesser. Sie verfügt über eine höhere Kalotte und bietet dadurch eine deutlich bessere Sichtbarkeit – selbst aus größerer Distanz oder bei ungünstigen Blickwinkeln. Sie lässt sich flexibel integrieren und eignet sich ideal für Anwendungen, bei denen Statusanzeigen direkt im Blickfeld des Bedieners erfolgen müssen, etwa an Maschinen, Förderbändern, in Roboterzellen oder an Peripheriegeräten.
Mit den MC55 High-Leuchten erhalten Kunden eine moderne, flexible und leistungsstarke Signalleuchte. Sie sind so konzipiert, dass sie sowohl als klassische Maschinenleuchte als auch als kompakte „One-Click“-Lösungen als Alternative zu Signalsäulen fungieren können.
Dabei kann die MC55 High klassisch in M30-Aufnahmebohrungen eingebaut oder als Auf- bzw. Rohrleuchte montiert werden. Damit wird die bisherige Einbauleuchte erstmals auch als Aufbauvariante nutzbar – ein deutlicher Zugewinn an Flexibilität für Konstrukteure und Anlagenbauer. Typische Anwendungen der MC55 High reichen von der Signalisierung von Maschinenzuständen bis hin zu manuellen Arbeitsplätzen oder Zutrittskontrollen. Durch die zeitbasierte Eskalation aktiviert die Leuchte bei Störungen zunächst ein optisches Signal; erfolgt keine Reaktion, folgt automatisch ein akustischer Alarm.
Die neue MC55 High ist in drei Varianten erhältlich und deckt damit ein breites Spektrum an Anforderungen ab.
Die Standard-Version ist wahlweise als Tricolour-Variante (Rot/Gelb/Grün) oder als Multicolour-Ausführung mit sieben Farben erhältlich. Mit oder ohne Summer und ausgestattet mit einem 5-Pin-M12-Anschluss, bietet sie eine unkomplizierte Plug-and-Play-Lösung für klassische Maschinenanzeigen. Sie ermöglicht eindeutige optische (und auf Wunsch akustische) Signale im direkten Sichtfeld – ideal für klassische Anwendungen wie die Maschinen- oder Förderbandüberwachung, bei der Statusanzeigen direkt im Blickfeld des Bedieners benötigt werden.
Die IO-Link-Variante eröffnet Anwendern maximale Steuerungs- und Parametrierungsmöglichkeiten. Funktionen, Farben und Zustände lassen sich über IO-Link zentral konfigurieren und dynamisch ansteuern. Damit eignet sich diese Version besonders für moderne Industrie 4.0-Umgebungen, in denen flexible Prozessanpassungen, Rückverfolgbarkeit und schnelle Reaktionen gefragt sind. Die RGB-LEDs mit sieben Farben und optionalem Summer ermöglichen klare Statuszuordnungen – direkt aus der Steuerung heraus.
Die Smart-Version bietet den größten Funktionsumfang und lässt sich über die neue WERMA Konfigurationssoftware vollständig an die jeweilige Anwendung anpassen. Farbwahl, Leuchtbilder (Dauer-, Blink-, Blitz- oder Pulslicht), Tonarten und zeitbasierte Eskalationen. Auch externe Geräte können direkt über die Smart-Version geschaltet werden. Damit erhalten Kunden eine maßgeschneiderte Signalisierungslösung, die sich präzise an Maschinen, Prozesse und Bedienkonzepte anpassen lässt – sowohl als Einbau- wie auch als Aufbauleuchte.
Die 3D-Smart-Kamera von Contrinex ist eine kompakte und kostengünstige Lösung für die Echtzeit-Tiefenmessung mit integrierter Bildverarbeitung. Die Kamera wurde für mittelgroße bis große Objekte entwickelt. Sie erfasst und wertet 3D-Bilder sofort aus, sodass klare Pass-/Fail-Ergebnisse ohne externen PC oder Beleuchtung geliefert werden.
Die 3D-Smart-Kamera wird mit vorinstallierten Anwendungsfällen für gängige industrielle Aufgaben geliefert: Dazu zählen Mehrzonen-Entfernungsmessungen, Vollständigkeits-prüfungen und Objektdimensionierungen. Mit der intuitiven Smart Vision-Konfigurations-App können Bediener Anwendungsfälle ohne Programmierung konfigurieren und anpassen. Darüber hinaus lassen sich in der App Einstellungen über IO-Link speichern und neu laden, um unterbrechungsfreie Produktionsabläufe zu gewährleisten.
Die Begleit-App, die mit iOS-, Android- und Windows-Geräten kompatibel ist, bietet drahtlose Konnektivität, Live-Bild-Streaming und eine geführte Einrichtung. Benutzer können auf eine Bibliothek mit vorkonfigurierten Anwendungsfällen zugreifen, Objekte über einen Schritt-für-Schritt-Assistenten trainieren, die Leistung in Echtzeit überwachen und benutzerdefinierte Konfigurationen speichern oder neu laden – so werden Bildverarbeitungsaufgaben schnell, intuitiv und ohne Fachpersonal zugänglich.
Die 3D-Smart-Kamera eignet sich gut für Produktionslinien, automatisierte Logistik, Lagerhaltung sowie industrielle Montage und liefert selbst auf spiegelarmen Oberflächen zuverlässige 3D-Messungen. Sie erzielt die besten Ergebnisse bei matten, wenig reflektierenden oder nicht glänzenden Objekten und Oberflächen. Stark reflektierende, glänzende oder sehr dunkle Materialien können die Messgenauigkeit beeinträchtigen. Die Kamera arbeitet zuverlässig in industriellen Innenräumen mit mäßiger Staubbelastung, Vibrationen und wechselnden Lichtverhältnissen.
Das 7-Zoll-Web-HMI-Portfolio von SIGMATEK hat Zuwachs bekommen: das ET 0711-02 überzeugt mit starker Performance und brillanter HTML5-Visualisierung. Der schwarze Aluminium-Rahmen in Verbindung mit einem stabilen Stahl-Gehäuse macht das Panel zur idealen Wahl für anspruchsvolle Industrieumgebungen, in denen neben moderner Visualisierung auch mechanische Robustheit gefragt ist. Das Bedienpanel kommt mit einem Quad-Core EDGE3-Technology Prozessor mit vier Prozessorkernen (4x 1,6 GHz), 2 GB LPDDR4 RAM sowie 8 GB microSD Speicher. Damit können auch umfangreiche Anwendungen performant und flüssig dargestellt werden. Die Abmessungen des Displays betragen 193 x 130 x 37 mm (B x H x T).
Das lüfterlose HMI ist mit einer projiziert-kapazitiven Glasfront ausgestattet, die eine präzise und komfortable Bedienung mittels Mehrfingergesten ermöglicht. Das 7-Zoll-Widescreen-Display mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixel sorgt für eine klare, kontrastreiche Darstellung von Maschinen- und Prozessdaten. Zur Erstellung der Visualisierung steht der LASAL VISUDesigner (HTML5) mit einer Vielzahl vorgefertigter Bedienelemente und Controls zur Verfügung, wodurch sich moderne Benutzeroberflächen effizient umsetzen lassen.
Das ET 0711-02 bietet standardmäßig OPC-UA-Kommunikation und vielfältige Schnittstellen: 2x Ethernet, 2x CAN sowie je 1x USB-2.0-Typ-A, USB-2.0-Typ-C, RS485 und RS232. Damit lässt sich das Panel in unterschiedlichste Automatisierungsarchitekturen integrieren. Eine Multi-Status-LED an der Front informiert zuverlässig über den aktuellen Gerätezustand. Das Web-HMI ist für den Einbau in den Schaltschrank vorgesehen und frontseitig in Schutzart IP65 ausgeführt.
Die INVENT Umwelt- und Verfahrenstechnik AG aus Erlangen entwickelt innovative Systeme für die Wasser- und Abwasseraufbereitung. Ihr HYPERMIX-Rührwerk gewährleistet die gleichmäßige Durchmischung großer Wassermengen und verhindert so die Schichtenbildung in Trinkwasserspeichern. Dabei gelten für alle Komponenten des Rührwerks die hohen Anforderungen an Hygiene und Sauberkeit der Lebensmittelproduktion.
Das betrifft auch den Antrieb, daher stattet der Hersteller seine Rührwerke mit Edelstahlmotoren von Groschopp aus. Die Motoren mit integriertem Planetengetriebe wurden speziell für hygienekritische Bereiche in der Lebensmittel-, Pharma- und Chemie-Industrie entwickelt und sind resistent gegen Korrosion sowie aggressive Chemikalien, die in der Regel zur Reinigung von Anlagen im Lebensmittel- und Trinkwasserbereich eingesetzt werden. Sie sind applikationsspezifisch in verschiedenen Größen als Synchron- oder Asynchronmotor erhältlich.
Der robuste Edelstahlmotor ESKH80-80NR von Groschopp erfüllt hohe Anforderungen an Hygiene und Sauberkeit. Er ist frei von Ecken, Kanten oder Hohlräumen und alle Innen- sowie Außenradien sind durchweg größer als 3 mm. Das totraumfreie Gehäuse kommt ohne Schweißnähte oder Schrauben aus und ist mit abgerundeten Übergängen ausgeführt, so dass Schmutznester gar nicht erst entstehen, in denen sich Rückstände oder Keime absetzen können. Die Oberflächenrauheit liegt unter Ra 0,8 µm – eine ideale Voraussetzung für die einfache Reinigung.
Das integrierte Planetengetriebe des ESKH80-80NR ist vollständig im Edelstahlgehäuse untergebracht und erreicht die Schutzart IP69K – damit ist der Motor selbst bei dauerhafter Unterwasseranwendung optimal gegen Feuchtigkeit geschützt. Die Kombination aus robuster Bauweise und integrierter Getriebetechnik erlaubt eine besonders kompakte, langlebige und zugleich wirtschaftliche Konstruktion.
Neben einer hygienischen Bauweise überzeugen die Edelstahlmotoren von Groschopp auch durch ihre hohe Leistungsfähigkeit. Der konvektionsgekühlte Synchronmotor, der in dem Rührwerk verbaut ist, liefert ein Nenndrehmoment von 1,85 Nm bei einer Nenndrehzahl von 3000 min⁻¹. Die Lagerdeckel und die Edelstahl-Kabelverschraubung wurden exakt an die Anforderungen der Anwendung angepasst – für sauberes Trinkwasser und höchste Betriebssicherheit.
Der SD4S von SIEB & MEYER ist als echter Allrounder konzipiert und wird in drei Spannungskategorien angeboten. Die kleinste Gehäusevariante liefert 300 W@50 VAC bzw. 800 W@230 VAC und misst dabei gerade einmal 40 mm in der Breite. Neben den einphasigen Varianten mit bis zu 2400 W bei einer Eingangsspannung von 230 VAC, stehen auch dreiphasige Varianten mit bis zu 48 kW bei einer Einspeisespannung von 400 V zur Verfügung. Letzte können auch, bei proportional reduzierter Leistung bei einer dreiphasigen Eingangsspannung von 230 VAC eingesetzt werden. Damit werden unterschiedlichste Applikationen mit nur einer Produktreihe abgedeckt.
Im Vergleich zur Vorgängerserie SD2S konnte SIEB & MEYER das Bauvolumen bei gleicher Leistung um bis zu 44 % reduzieren. Die hohe Effizienz und das breite Leistungsspektrum prädestinieren die SD4S-Serie für den Einsatz in Werkzeugmaschinen, Dentalfräsmaschinen sowie in Anlagen zur Feinstbearbeitung – beispielsweise in der Uhrenindustrie. Auch Wafer-Dicing-Maschinen in der Halbleiterfertigung, Turbokompressoren oder hochdynamische Servo-Anwendungen zählen zu den möglichen Einsatzbereichen.
Regelungsseitig unterstützt der SD4S geberlose Asynchronmotoren bis zu einer Drehfeldfrequenz von 6.000 Hz (360.000 min-1) sowie Synchron- und IPM-Motoren bis 4.000 Hz (240.000 min-1). Dieses breite Spektrum schafft neue Freiheitsgrade in der Antriebsauslegung. Für Motoren mit geringer Isolationsfestigkeit – insbesondere im unteren Leistungsbereich – bietet der SD4S zusätzlich eine galvanische Trennung des Thermokontakts.
Alle Geräte verfügen serienmäßig über die Sicherheitsfunktion Safe Torque Off (STO). Die Kommunikation mit der Steuerung erfolgt über CANopen und Modbus TCP; optional steht eine Multiprotokoll-Echtzeit-Ethernet-Schnittstelle für EtherCAT (CoE), PROFINET IO oder POWERLINK zur Verfügung. Eine integrierte Echtzeituhr ermöglicht die genaue Analyse von Fehlerfällen und Prozessereignissen.
Die Parametrierung erfolgt über eine robuste Ethernet-Schnittstelle – ein klarer Vorteil gegenüber störanfälligen USB-Anschlüssen im industriellen Umfeld. Als zentrales Werkzeug dient die Software drivemaster4 von SIEB & MEYER, die für die komplette SD4x-Familie Konfiguration, Inbetriebnahme und Simulation bereitstellt. Mit dem ergänzenden SpindleServiceTool (SST) können insbesondere Spindelhersteller individuelle Einlaufsequenzen ohne externe Steuerung realisieren.
Darüber hinaus wurde der aus drivemaster2 bekannte Motor Analyzer weiterentwickelt. Er ermöglicht präzise Simulationen des gesamten Regelverhaltens, inklusive Arbeitspunkten, Kennlinien und Ausgangsströmen. Eine neue FFT-Analyse liefert Werte zum Oberschwingungsgehalt (THDi/THDu) – ein wertvolles Hilfsmittel für die Bewertung von Motorerwärmung und Systemeffizienz.
NXD ist die Oberflächenveredelung für Getriebe, Glattmotoren und Frequenzumrichter des flexibel konfigurierbaren Aluminium-Portfolios von NORD. Sie bietet Anwendern eine wirtschaftliche wie wirkungsvolle Alternative für den Oberflächenschutz von Antriebslösungen, die durch extreme Umgebungsbedingungen stark beansprucht werden. Mit NXD erhöht NORD die Langlebigkeit dieser Antriebssysteme und verlängert dadurch die Anlagenverfügbarkeit. Die Oberflächen sind Chromat- und PFAS-frei.
Bei NXD werden Aluminiumoberflächen galvanisiert und damit besonders korrosionsbeständig und langlebig. Die neueste Generation der Oberflächenveredelung ist in zwei Varianten erhältlich. NXD BASIC® besteht aus der galvanisch erzeugten Grundschicht, die durch eine Lackschicht ergänzt wird. Der Korrosionsschutz bleibt auch bei Beschädigungen des Lacks erhalten. Die Variante eignet sich unter anderem für den Einsatz unter anspruchsvollen Umwelteinflüssen, wie zum Beispiel im Offshore-Bereich.
Die zweite Variante ist die lebensmittelkonforme NXD tupH®. Bei ihr wird die galvanische Grundschicht mit einem Sealer versiegelt. Aufgrund dieser Verarbeitung kommt es nicht zu einem Abblättern oder zu keimanfälligen Mikrorissen. NXD tupH® bietet vor allem für die extremen Bedingungen in Wash-Down-Anwendungen einen sicheren Oberflächenschutz. Antriebslösungen werden damit widerstandsfähig gegenüber Säuren sowie Laugen der regelmäßig stattfindenden Reinigungs- und Desinfektionsprozesse. Da sich durch die Versiegelung der galvanisierten Grundschicht selbst bei einer Beschädigung der Oberfläche keine Partikel ablösen, sind NXD tupH®-Oberflächen zudem hygienefreundlich und damit auch in hygienekritischen Industrien einsetzbar. NXD tupH® ist lebensmittelkonform gemäß FDA und gemäß der EU-Verordnung 1935/2004. Damit sind Komponenten mit NXD tupH®-Oberfläche in praktisch allen wichtigen Märkten weltweit für die Verarbeitung hygienesensibler Produkte einsatzfähig.
Mit NXD erschließt NORD die Vorteile des Werkstoffs Aluminium für anspruchsvolle Umgebungen sowie hygienesensible Produktionsbereiche. Aluminium ist leicht, kostengünstig und vollständig recycelbar. Aluminiumgehäuse bieten darüber hinaus eine bessere Wärmeleitfähigkeit, was ihre maximale Oberflächentemperatur reduziert. NXD ist für alle NORD-Antriebskomponenten aus Aluminium erhältlich, darunter das integrierte Getriebemotorsystem DuoDrive, die energieeffizienten IE5+ Glattmotoren sowie NORDBLOC.1-Stirnradgetriebe und NORDBLOC.1-Kegelradgetriebe. Mit dem NORDAC ON PURE steht demnächst zudem ein dezentraler Frequenzumrichter mit NXD tupH-Oberfläche zur Verfügung.
Inovance hat auf der SPS 2025 eine Vorschau auf seine vielseitige neue Echtzeit-Servosteuerung INO AIR mit drahtloser Technologie gewährt.
Mit ihrer Europapremiere auf der SPS ist die drahtlose INO AIR-Lösung ideal für schaltschranklose fortschrittliche Automatisierungsanwendungen mit integrierten Antriebs-Servomotoren sowie für solche mit auf rotierenden Teilen montierten Servomotoren. Sie bietet Synchronisation im Mikrosekundenbereich und über 99,99 % Zuverlässigkeit für einen reibungslosen, präzisen und wiederholbaren Betrieb. Der integrierte drahtlose Kommunikationsbus ermöglicht maximale Flexibilität sowie einfache Installation und Diagnose.
Die Echtzeit-Servosteuerung von INO AIR mit drahtloser Technologie senkt die gesamten Installationskosten von Maschinen erheblich, da weniger Komponenten und weniger Arbeitsaufwand erforderlich sind – vor allem, weil der Bedarf an komplexer Steuerverdrahtung zwischen Servos und benachbarten Steuerelementen stark reduziert wird. Die EtherCAT-kompatible Technologie wurde bereits erfolgreich in drahtlosen Etikettieranwendungen eingesetzt und eliminierte hunderte Meter Kabel bei einer Buszykluszeit von 1 ms über 100 m und 1 µs Jitter.
Der IoT-Funksensorknoten WILSEN.node von Pepperl+Fuchs liefert aktuelle Information über Schalt- und Betriebszustände von Anlagenkomponenten. Das autonome System lässt sich mit minimalem Aufwand auch als Retrofit installieren, etwa um Anlagenteile mit geringem Automationsgrad an das IIoT anzubinden.
In bestehenden Anlagen und Betriebsorten fehlen häufig Informationen über die Schalt- und Betriebszustände von Komponenten, die durchaus kritisch sein können. Das sind zum Beispiel die Betriebsstunden einer Maschine, der Wechsel vom Normalzustand in Überlast bei Hebewerkpumpen, Schaltzustände von Heiz- und Kälteanlagen oder der Schließzustand eines Hallentors. Zugleich ist die feste Anbindung an eine zentrale Steuerung nicht gewünscht oder wäre zu aufwendig.
Der batteriebetriebene, autonome Funksensorknoten WILSEN.node kann in solchen Fällen per LoRaWAN die benötigte Information an beliebige Zielinstanzen liefern. Mit zwei unabhängigen Eingängen kann er bis zu zwei potentialfreie Kontakte (Relais, Schalter, mechanische Endlagen-/Hebelschalter, Koppelrelais, Reedkontakte etc.) überwachen. Dabei können auch bereits vorhandene Komponenten dieser Art leicht angeschlossen werden. Das Gerät kommuniziert kabellos und sein IP-Schutzgrad ermöglicht auch den Außeneinsatz. Die Gesamtlösung umfasst alle benötigten Hardware-Komponenten einschließlich Adapter- und Verlängerungskabel sowie -wenn benötigt – eine M12-Gehäuseeinbaubuchse.
Mit den optoelektronischen Sensoren der BOS-R072K-Familie präsentiert Balluff optische Sensoren, die speziell für standardisierte Objekterkennungsaufgaben in der industriellen Automatisierung entwickelt wurden. Die Varianten überzeugen durch hohe Flexibilität, robuste Bauweise und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis in Aufgabenbereichen der Intralogistik, Automatisierung oder Robotik.
Die Sensoren lassen sich dank ihrer kompakten, robusten Gehäuse mit standardisiertem Lochbild schnell und unkompliziert in bestehende Förder- und Produktionssysteme integrieren. Die sichtbare rote Lichtquelle erleichtert die Ausrichtung, während die einfache Einstellung per Potentiometer und der NO/NC-Schalter auf der Rückseite eine flexible Inbetriebnahme ermöglichen. Das macht sie zur perfekten Lösung für Maschinenbauer, Systemintegratoren und Endanwender, die auf die einfache und schnelle Installation und Nutzung von Produkten setzen.
Vier Funktionsprinzipien – Einweglichtschranke, Reflexionslichtschranke, Lichttaster und Hintergrundausblendung – sowie zwei Lichtarten (Rotlicht und Infrarot) sorgen dafür, dass der BOS R072K für unterschiedlichste Detektionsaufgaben eingesetzt werden kann. Verschiedene Anschlussvarianten, darunter M8-Stecker (3- und 4-polig), ein 2 m langes Kabel und Pigtails (0,3 m und 1,5 m lang), bieten maximale Anschlussfreiheit und erleichtern die Integration in bestehende Anlagen.
Die Sensoren verfügen über ein robustes Kunststoffgehäuse mit Schutzart IP67 für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen. Gut sichtbare LEDs zeigen den Betriebsstatus und den Schaltzustand an. Alle gängigen Schaltlogiken werden unterstützt: NPN- und PNP-Schaltung sowie Licht- und Dunkelschaltung.
Mit dem Multifunktionssensor SIEDS erweitert Indu-Sol das Produktportfolio für effiziente Digitalisierung industrieller Anlagen. Im Fokus stehen hierbei die Datengewinnung zur vorbeugenden Instandhaltung und die Bereitstellung von Informationen aus der Produktionsumwelt. Der Multifunktionssensor ist sowohl ein zuverlässiger Unterstützer des Wartungs- und Instandhaltungspersonals als auch Lieferant von Informationen zur Aufrechterhaltung einer hohen Produktionsqualität. Er erfasst am jeweiligen Einbauort bis zu zehn physikalische Parameter, darunter Temperatur, Feuchtigkeit, Luftqualität, Druck, Vibration/Erschütterung, Helligkeit, Akustik und weitere Größen wie beispielsweise Magnetfelder. Letztere können ein wichtiger Indikator sein, um EMV-Einflussgrößen auf die Spur zu kommen.
Dank der selbstlernenden Teach-Funktion auf dem integrierten WEB-Server passt der Sensor sein Alarmverhalten automatisch an unterschiedliche Assets an. Er benötigt keine separate Software, keine Parametrierung und ist somit nach dem Einbau sofort voll funktionsfähig. Unregelmäßigkeiten werden frühzeitig punktuell erkannt und in eine Alarmliste eingetragen. Durch die übersichtliche Darstellung lassen sich Tendenzen und aufgrund der zehn Werte auch Zusammenhänge leicht erkennen sowie Maßnahmen für den optimalen Betrieb bzw. die Instandhaltung, aber auch für die Produktion ableiten.
Durch die offenen Industrieschnittstellen MQTT, OPC UA und REST API ist der Multifunktionssensor ein integraler Bestandteil für eine moderne und zukunftsorientierte OT-Digitalisierungsarchitektur. Somit ist bei Bedarf einer langfristig zeitbezogenen Darstellung die Einbindung in übergeordnete Prozessoptimierungs-, oder CM-Systeme jederzeit möglich. Dank seiner robusten Bauform in Schutzgrad IP65 ist er besonders für die Installation in rauer Umgebung geeignet.
Der Multifunktionssensor ist prädestiniert für Anwendungsfälle in der Instandhaltung aber auch als Hinweisgeber für die Prozess-Optimierung. Dazu zählen beispielsweise Lager- und Motorüberwachung, Detektion von Rohrleckagen, Überwachung von Lager- und Hallenbedingungen und Vibrations- und Akustikanalysen an kritischen Komponenten sowie das Erkennen von Einflussgrößen zur Qualitätssicherung im Herstellungsprozess.
Prescale von Fujifilm ist ein fortschrittliches Material, mit dem sich Druck und Druckverteilung in verschiedenen Empfindlichkeiten messen lassen. Die Prescale-Folie besteht aus zwei Schichten, die bei Druck miteinander reagieren. Sobald eine Kraft einwirkt, bildet sich eine rötliche Färbung, deren Intensität proportional zur Druckhöhe ist. Die Folie kann in beliebige Formen und Größen zugeschnitten werden, wodurch sie flexibel in verschiedenen Anwendungen einsetzbar ist – beispielsweise bei Pressvorgängen, Fügeprozessen oder thermischen Laminierungen.
Die Folie wird einfach zugeschnitten, an der gewünschten Stelle platziert und anschließend unter Druck und Temperatur belastet. Die entstehende Farbentwicklung zeigt die Intensität des aufgebrachten Drucks. Die Auswertung kann visuell anhand einer Farbskala oder digital über die App FUJIFILM Prescale Mobile erfolgen.
Mit der neuen Serie für den Einsatz bei hohen Temperaturen, liegt jetzt ein Film vor, der speziell dafür entwickelt wurde, Druckverteilungen unter Hitzeeinwirkung sichtbar zu machen. Im Vergleich zu herkömmlichen Prescale-Folien zeigt die Hochtemperaturversion eine deutlich verbesserte Stabilität. Unerwünschte Färbungen, Verformungen oder Ablösungen der Beschichtung werden reduziert, selbst bei längerer thermischer Belastung.
Die High Temperature 100 Produktlinie ist geeignet für Temperaturen von 35 °C bis 150 °C, die High Temperature 200 Produkte kann für Temperaturen von 150 °C bis 220 °C eingesetzt werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Prescale-Folien zeigt die Hochtemperaturversion eine deutlich verbesserte Stabilität. Unerwünschte Färbungen, Verformungen oder Ablösungen der Beschichtung werden reduziert, selbst bei längerer thermischer Belastung.
Beide Hochtemperaturfolien sind in drei Empfindlichkeitsstufen als Rollenware verfügbar (0,2- 0,6, 0,5 – 2,5 und 2,5 bis 10 MPa).
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