AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. meldet Ergebnisse der Quartalsumfrage

Umsatz und Auftragseingang legten für das 3. Quartal 2025 zu, aber die Erholung der Branche bleibt fragil

  • Januar 16, 2026
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  • Umsatzentwicklung der Mitglieder aus der Sensorik und Messtechnik. Bild: AMA Verband
    Umsatzentwicklung der Mitglieder aus der Sensorik und Messtechnik. Bild: AMA Verband

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (AMA) hat die Ergebnisse seiner Quartalsumfrage unter den rund 450 Mitgliedsunternehmen veröffentlicht. Im dritten Quartal 2025 verzeichnete die Sensorik- und Messtechnikbranche eine spürbare Verbesserung der Geschäftslage. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorquartal um sieben Prozent. Gegenüber dem Vorjahresquartal (Q3 2024) legte der Umsatz um sechs Prozent zu. Der Auftragseingang erhöhte sich gegenüber dem zweiten Quartal 2025 ebenfalls um sieben Prozent. Das Book-to-Bill-Ratio von 1,02 weist auf einen leichten Nachfrageüberhang hin.

Für das vierte Quartal 2025 erwarten die befragten Unternehmen eine weitere Umsatzsteigerung von drei Prozent. Damit setzt sich der vorsichtige Aufwärtstrend fort, wenn auch mit gedämpfter Dynamik.

„Die Zahlen des dritten Quartals 2025 zeigen eine Stabilisierung und erste Wachstumsimpulse“, erklärt Philipp Gutmann, Geschäftsführer des AMA Verbandes. „Der Ausblick auf das vierte Quartal bestätigt, dass sich die Branche teilweise erholt, für andere Mitglieder bleibt die Lage angespannt.“ Da trotz der positiven Entwicklung 11 Prozent der Mitgliedsunternehmen im dritten Quartal Kurzarbeit angemeldet haben. Diese Entwicklung unterstreicht, dass die wirtschaftliche Situation innerhalb der Branche weiterhin uneinheitlich ist und einzelne Marktsegmente unter Nachfrageschwächen leiden.

„Kurzarbeit und Wachstum existieren derzeit nebeneinander“, so Gutmann weiter. „Das zeigt, wie differenziert die Lage in der Sensorik und Messtechnik zu bewerten ist. Entscheidend wird sein, ob sich die Nachfrage in den Anwenderindustrien im weiteren Verlauf nachhaltig belebt.“

IT-Sicherheit bleibt ein zentrales Thema

Vor dem Hintergrund des aktuellen BSI-Lageberichts zur IT-Sicherheit (November 2025) zeigt die Quartalsumfrage, dass sich ein Großteil der Unternehmen in der Sensorik und Messtechnik bereits intensiv mit IT-Sicherheit und Cyberresilienz auseinandersetzt. 77 Prozent der befragten Unternehmen geben an, IT-Sicherheit aktiv und systematisch zu adressieren, etwa durch regelmäßige Updates, klar definierte Prozesse und feste Verantwortlichkeiten. Weitere 15 Prozent befassen sich punktuell oder anlassbezogen mit dem Thema. Nur fünf Prozent der Unternehmen sehen IT-Sicherheit aktuell nicht als relevantes Thema, während keines der befragten Unternehmen angibt, den Handlungsbedarf zwar zu erkennen, aber noch nicht begonnen zu haben.

Die Ergebnisse zeigen, dass IT-Sicherheit in der Sensorik und Messtechnik angekommen ist, gleichzeitig bleibt Cyberresilienz eine Daueraufgabe, insbesondere angesichts zunehmender Vernetzung und digitaler Wertschöpfungsketten“, so Philipp Gutmann.

Die Branche blickt insgesamt mit verhaltener Zuversicht auf die kommenden Monate. Treiber wie Automatisierung, Künstliche Intelligenz und nachhaltige Produktionsprozesse stärken die langfristigen Perspektiven. Mit einem Exportanteil von rund 48 Prozent bleibt die Sensorik- und Messtechnik jedoch weiterhin auf stabile wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen angewiesen.
 

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