Was Time-to-Market wirklich kostet

Zeit ist Geld! Das gilt umso mehr in einer schnelllebigen Welt, in der Innovationszyklen immer kürzer werden. Der Druck auf Automatisierer in Deutschland und Europa ist enorm. Sie müssen ihre Produktions- und Entwicklungsprozesse beschleunigen, um mit der Konkurrenz aus Asien Schritt halten zu können. Zugleich sind die Hersteller mit einem ausgeprägten Fachkräftemangel konfrontiert. Damit die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben können, sind mehr denn je effizientes Handeln und ein Fokus auf die eigene Kernkompetenz gefragt.

  • Die Time-to-Market wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Sie hat wesentlichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg von Entwicklungsprojekten. Bild: HMS
    Die Time-to-Market wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Sie hat wesentlichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg von Entwicklungsprojekten. Bild: HMS
  • Beim System-on-Module, das HMS für die neue Generation der Anybus Embedded-Lösungen nutzt, sind Hardware und Software voneinander entkoppelt. Bild: HMS
    Beim System-on-Module, das HMS für die neue Generation der Anybus Embedded-Lösungen nutzt, sind Hardware und Software voneinander entkoppelt. Bild: HMS
  • Dank dem Anybus-Studio muss Netzwerkkommunikation nicht mehr aufwendig programmiert werden, sondern kann über ein geführtes Menü konfiguriert werden. Bild: HMS
    Dank dem Anybus-Studio muss Netzwerkkommunikation nicht mehr aufwendig programmiert werden, sondern kann über ein geführtes Menü konfiguriert werden. Bild: HMS

Unsere Welt wird immer komplexer, gleichzeitig steigt der Wunsch nach schnelleren und einfacheren Lösungen. Das zeigt sich auch in der industriellen Netzwerkkommunikation: PROFIBUS war ein einfaches, serielles Protokoll für Prozessdaten. PROFINET erweiterte dies um Ethernet, zusätzliche Profile wie PROFIenergy, PROFIdrive oder PROFIsafe sowie viele neue Funktionen. In den letzten Jahren kamen IoT-Anforderungen und neue Infrastrukturthemen wie APL, SPE und TSN hinzu. Aktuell prägen Cybersecurity und vertikale Kommunikation die Weiterentwicklung der Protokolle. Zusätzlich existiert heute eine große Vielfalt unterschiedlicher industrieller Kommunikationsstandards.

Damit bietet moderne Netzwerkkommunikation zwar mehr Möglichkeiten als früher, ist aber deutlich komplexer geworden. Die Implementierung aktueller Protokolle verursacht Kosten, erhöht Risiken und verlängert die Time-to-Market. Auch Wartung und Pflege über den gesamten Lebenszyklus binden langfristig Ressourcen. Besonders spürbar war dies zuletzt durch Bauteilabkündigungen, Lieferengpässe und steigenden Kostendruck: Notwendige Re-Designs blockierten Entwicklungskapazitäten und verhinderten, dass Unternehmen sich auf echte Innovationen konzentrieren konnten.

Was sind die wahren Kosten der Time-to-Market?

Viele Kostenfaktoren werden in Projektkalkulationen nicht berücksichtigt. Eine längere Projektlaufzeit erhöht nicht nur die Entwicklungsaufwände, sondern verschiebt auch den Marktstart – mit direkten Umsatzverlusten. Wer später liefert, verliert Marktanteile und frühe, besonders lukrative Projekte. Zudem sinken die Margen, weil Produkte später häufig als Commodity gelten. Auch der Imagevorteil entfällt: Früh am Markt zu sein steigert die Wahrnehmung als innovativer Anbieter und verbessert Chancen bei Folgeprojekten. Verzögerte Time-to-Market wirkt sich somit stark auf die Gesamtwirtschaftlichkeit aus. Wie viel höher wäre der Umsatz, wenn ein Produkt sechs oder zwölf Monate früher verfügbar wäre?

Komplexität, Integration und Pflege reduzieren

Welche Möglichkeiten haben Gerätehersteller, um beim Thema Kommunikationstechnik effizienter und agiler zu werden? Welche Aufwände können reduziert werden, um die Timeto-Market deutlich zu reduzieren?

Wenn Geschwindigkeit zum „Game Changer“ wird: Die neue Anybus Embedded-Plattform reduziert die Komplexität bei der Integration industrieller Kommunikationsschnittstellen drastisch und ermöglicht es Herstellern, Innovationen schneller und wirtschaftlicher auf den Markt zu bringen – ein entscheidender Vorteil, um in dynamischen Märkten führend zu bleiben. Das neue Anybus Embedded-Angebot ist Grundlage für industrielle Kommunikationslösungen künftiger Automatisierungsgeräte und basiert auf den drei Säulen Skalierbarkeit, Effizienz und Zukunftssicherheit.

Skalierbarkeit bedeutet, Kommunikationsanforderungen von Automatisierungsgeräten flexibel abzudecken. Effizienz entsteht, wenn Funktionen konfiguriert statt programmiert werden müssen. Da das neue Anybus-Konzept auf offenen, frei verfügbaren Plattformen basiert, bleiben Anwender unabhängig von spezifischer Hardware und damit zukunftssicher. Dieses 3‑Säulen-Prinzip vereinfacht die Implementierung sowie Wartung und verkürzt Projekte deutlich, ohne Ressourcen langfristig zu binden.

Skalierbarkeit – System-on-Module in verschiedenen Funktionsstufen

Die erste Version ist ein kompaktes System-on-Module, das verschiedene Leistungsund Funktionsstufen bietet. So können einfache Geräte mit kostengünstiger Konnektivität ebenso versorgt werden wie High-End-Geräte mit erweitertem Funktionsumfang. Hersteller können damit die gesamte Produktpalette optimal ausstatten.

Regelmäßige Software-Updates halten die Plattform kompatibel zu neuen Ethernet-Standards, Sicherheitsanforderungen sowie Edgeund KI-Anwendungen. Eine einheitliche API reduziert Entwicklungs- und Pflegeaufwand über alle Varianten hinweg. Durch den Dual-Core-Ansatz lassen sich zudem eigene Host-Applikationen integrieren – zusätzliche Prozessoren werden oft überflüssig.

Effizienz - Konfigurieren statt Programmieren

Im Hinblick auf die Time-to-Market ist das Anybus‑Studio ein zentraler Hebel. In der grafischen Entwicklungsumgebung definieren Anwender ohne tiefes Protokollwissen, welche Daten und welches Kommunikationsverhalten ein Gerät unterstützen soll. Das Tool führt mit langjähriger Kommunikationskompetenz Schritt für Schritt durch alle notwendigen Angaben. Die geführte Einrichtung und intelligente Validierung ermöglichen ein schnelleres und präziseres Design für unterschiedlichste Protokolle. Zudem bietet das Studio eine Toolbox mit Diensten wie anpassbarer Web‑Oberfläche, IT/OT‑Kommunikation und vielen weiteren Funktionen.

Das Anybus‑Studio unterstützt den gesamten Entwicklungsprozess – von der Definition der Prozessdaten über Funktionsfestlegung, Test und Validierung bis hin zur automatischen Erstellung der Schnittstellendokumentation. Konfigurationen lassen sich versionieren, kopieren, anpassen und auf andere Geräte übertragen, was den Rollout ganzer Produktreihen beschleunigt. Auch Updates über den gesamten Lebenszyklus werden deutlich vereinfacht.

Zukunftssicherheit – Entkopplung von Hardware und Software

Die Lösung basiert weiterhin auf den hochwertigen Anybus‑Kommunikations‑IPs, ist jedoch nicht mehr an spezifische Hardware gebunden. Die Trennung von Hard- und Software erhöht die Zukunftssicherheit, da sich neue Hardwaregenerationen, Multiplattform‑Ansätze oder Konsolidierungen der Produktlinie leichter integrieren lassen. Auch Lieferengpässe und Komponentenabkündigungen führen nicht mehr zu aufwendigen Re‑Designs, sodass Unternehmen ihre Ressourcen wieder auf Kernkompetenzen und Innovationen konzentrieren können.
Cybersecurity ist zudem von Anfang an „by Design“ integriert – ein wichtiger Faktor angesichts neuer Vorgaben wie dem Cyber Resilience Act, der Sicherheitsarchitekturen zu einem unverzichtbaren Bestandteil moderner Geräte macht.

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