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IEN D-A-CH Mai 2026 WebMagAusgabe #212 - 07/05/2026

IEN D-A-CH, verbindet Industrie und Anwender seit mehr als 40 Jahren. Relevante Informationen für Entwickler, Konstrukteure und das technische Management in allen Bereichen der diskreten Fertigung im deutschsprachigen Raum.

#2  Inhalt

#3  Neues aus der Industrie: ABB, Rittal | Hilscher, Schwarz Digits

#4  Neues aus der Industrie: ETG | Hermes Award | ifm

#5  Neues aus der Industrie: Fraunhofer IPA | Siemens

#6  Neues aus der Industrie: Omron | Eichenberger Gewindetriebe | AMA

#7  Neues aus der Industrie: Steinmeyer Group | Schubert System Elektronik

#8  Automatisierungstechnik: Wie man ein KI-gestütztes industrielles Bildverarbeitungssystem entwickelt

#9  Automatisierungstechnik: igus | Pepperl+Fuchs

#10  Automatisierungstechnik: Industrielle Bedienpanel für die Umsetzung digitaler Sicherheitheitskonzepte

#11  Automatisierungstechnik: IoTmaxx | Advantech | Hilscher

#12  Automatisierungstechnik: Indu-Sol | Phoenix Contact

#13  Sensorik & Messtechnik: FaradaIC | Burster

#14  Sensorik & Messtechnik: Contrinex | Dunkermotoren

#15  Sensorik & Messtechnik: Bogen Magnetics | Micro Epsilon

#16  Elektronik & Elektrik: Schurter | MTM Power

#17  Elektronik & Elektrik: Exxelia | icotek

#18  Antriebstechnik & Motoren: Faulhaber | Beckhoff | Posital

#19  Index

#20  Ansprechpartner

ABB und Rittal schließen Technologiepartnerschaft für Stromverteilung

Die Ba­sis ge­mein­sa­mer Ent­wick­lun­gen bil­den Ri­LineX als neue Stan­dard-Platt­form für Sam­mel­schie­nen­sys­te­me, Ri4Power als mo­du­la­rer Sys­tem­bau­kas­ten für Strom­ver­tei­lun­gen, markt­füh­ren­de Schalt­ge­rä­te und ef­fi­zi­en­te un­ter­bre­chungs­freie Strom­ver­sor­gun­gen.  
Mit der Part­ner­schaft schlie­ßen sich zwei glo­ba­le Tech­no­lo­gie­füh­rer in ih­ren je­wei­li­gen Do­mä­nen für ge­mein­sa­me Ent­wick­lun­gen zu­sam­men: ABB als in­no­va­ti­ver Her­stel­ler für in­tel­li­gen­te, ver­netz­te und si­che­re Strom­ver­sor­gun­gen und Rit­tal als füh­ren­der An­bie­ter für Schalt­schrank­sys­te­me und Strom­ver­tei­lungs-Platt­for­men. Mit ei­ner um 75 % schnel­le­ren Mon­ta­ge und ei­nem in­no­va­ti­ven Platt­form­kon­zept setzt Ri­LineX den neu­en Stan­dard in der Strom­ver­tei­lung – un­ter­stützt durch ein wach­sen­des Öko­sys­tem aus­ge­wie­se­ner Tech­no­lo­gie­part­ner.

„Wir freu­en uns, die lang­jäh­ri­ge Zu­sam­men­ar­beit mit ABB im Be­reich un­ter­bre­chungs­frei­er Strom­ver­sor­gung für Re­chen­zen­tren und der Schalt- und Steue­rungs­tech­nik für Strom­ver­tei­lun­gen nun in ei­ne glo­bal an­ge­leg­te Tech­no­lo­gie­part­ner­schaft zu über­füh­ren. Un­se­re Platt­for­men Ri­LineX und Ri4Power wer­den wir künf­tig mit ge­mein­sa­men In­no­va­tio­nen er­wei­tern“, sagt Uwe Scharf, Ge­schäfts­füh­rer Ver­trieb Deutsch­land und Eu­ro­pa bei Rit­tal.

„Die­se Part­ner­schaft ver­bin­det fort­schritt­li­che Nie­der­span­nungs­tech­no­lo­gie mit be­währ­ten Strom­ver­tei­lungs­platt­for­men, um Steue­rungs- und Schalt­an­la­gen­bau­ern erst­klas­si­ge Er­geb­nis­se zu er­mög­li­chen“, sag­te Pie­ro-Gior­gio Schi­an­ni­ni, Head of Smart Power & Smart Buil­dings Sa­les and Mar­ke­ting, ABB Elec­tri­fi­ca­ti­on: „Die naht­lo­se Kom­pa­ti­bi­li­tät zwi­schen ABB-Lö­sun­gen wie Tmax XT und den Ri4Power-Sys­te­men von Rit­tal sorgt für ein bes­se­res Kun­den­er­leb­nis – ei­nes, das die Kom­ple­xi­tät re­du­ziert, Pro­jekt­lauf­zei­ten ver­kürzt und zu­ver­läs­si­ge Leis­tung ge­währ­leis­tet.“
 

Kooperation für sichere Updates, Datenhoheit und neue digitale Industrie-Services „made in Europe“

Die Hil­scher Ge­sell­schaft für Sys­te­m­au­to­ma­ti­on mbH und Schwarz Di­gits ha­ben ei­ne Ko­ope­ra­ti­on zur Be­reit­stel­lung sou­ve­rä­ner eu­ro­päi­scher Edge-to-Cloud-Lö­sun­gen für die In­dus­trie be­kannt ge­ge­ben. Kern ist die Kom­bi­na­ti­on aus Hil­schers Edge- und De­vice-Ma­nage­ment-Platt­form net­FIELD und der eu­ro­päi­schen Cloud-In­fra­struk­tur STA­CKIT Cloud von Schwarz Di­gits. Ziel ist ei­ne of­fe­ne, ska­lier­ba­re In­fra­struk­tur für In­dus­trie­un­ter­neh­men, Ma­schi­nen­bau­er, OEMs und Sys­tem­in­te­gra­to­ren, um di­gi­ta­le Ser­vices schnel­ler aus­zu­rol­len – bei vol­ler Kon­trol­le über sen­si­ble Be­triebs-, Pro­zess- und Pro­dukt­da­ten. Je nach Be­darf kön­nen An­wen­dun­gen in Pu­blic Cloud, Pri­va­te Cloud oder On-Pre­mi­se be­trie­ben wer­den.

He­te­ro­ge­ne Netz­wer­ke zu­ver­läs­sig an­bin­den

Die Platt­form ver­bin­det Ma­schi­nen und An­la­gen si­cher mit Cloud-Res­sour­cen in Eu­ro­pa und er­leich­tert auch die Ein­bin­dung be­ste­hen­der Ma­schi­nen­parks. Sie adres­siert zwei zen­tra­le Hür­den in­dus­tri­el­ler Di­gi­ta­li­sie­rung: die zu­ver­läs­si­ge An­bin­dung he­te­ro­ge­ner OT-Net­ze und Ma­schi­nen­wel­ten so­wie die Cloud-Nut­zung un­ter eu­ro­päi­schen Sou­ve­rä­ni­täts-, Si­cher­heits- und Com­pli­an­ce-An­for­de­run­gen.

So schafft die Ko­ope­ra­ti­on die Grund­la­ge für di­gi­ta­le An­wen­dun­gen wie Smart Re­mo­te Ser­vices, vir­tu­el­le In­be­trieb­nah­me, Zu­stands­über­wa­chung, Pre­dic­tive Main­ten­an­ce und si­che­res Shopf­loor De­vice Ma­nage­ment. 

Tho­mas Rauch, Chief Tech­no­lo­gy Of­fi­cer bei Hil­scher er­läu­tert: „Die Part­ner­schaft mit Schwarz Di­gits er­öff­net uns neue Mög­lich­kei­ten, un­se­re De­vice-Ma­nage­ment-Lö­sung net­FIELD si­cher, ska­lier­bar und hoch­ver­füg­bar in öf­fent­li­chen oder pri­va­ten Cloud-In­fra­struk­tu­ren be­reit­zu­stel­len. Ge­mein­sam mit Schwarz Di­gits kön­nen wir ein Lö­sung­sport­fo­lio am deut­schen und in­ter­na­tio­na­len Markt an­bie­ten, das im Hin­blick auf tech­no­lo­gi­sche Fä­hig­kei­ten zur si­che­ren cloud-ba­sier­ten Ver­net­zung der Pro­duk­ti­on neue Maß­stä­be setzt.“ 

„Sou­ve­rä­ne Cloud ist kein Schlag­wort, son­dern ei­ne Vor­aus­set­zung für Wett­be­werbs­fä­hig­keit. Mit die­ser In­itia­ti­ve schaf­fen wir ge­mein­sam mit Hil­scher ei­nen durch­gän­gi­gen Pfad von der Ma­schi­ne bis in die Cloud – un­ter eu­ro­päi­schem Rechts­rah­men, mit star­ken Si­cher­heits­stan­dards und mit ei­nem kla­ren Fo­kus auf of­fe­ne Schnitt­stel­len statt Ven­dor Lock-in“, er­gänzt Da­ni­el Traub, Head of Ma­nu­fac­tu­ring & Au­to­mo­ti­ve at Schwarz Di­gits.
 

Bestätigung der Cyberresilienz von EtherCAT durch UL-Zertifizierung

Das Gut­ach­ten und die Zer­ti­fi­ka­te von UL So­lu­ti­ons be­stä­ti­gen nach Prü­fung ge­mäß IEC 62443 die Aus­sa­gen der ETG: Die Ether­CAT-Tech­no­lo­gie er­füllt be­reits oh­ne Än­de­run­gen die An­for­de­run­gen an Sys­te­me, die An­griffs­stär­ken nach Se­cu­ri­ty Le­vel 2 aus­ge­setzt sind. IEC 62443, der in­ter­na­tio­na­le Stan­dard für Cy­ber­si­cher­heit von in­dus­tri­el­len Steue­rungs­sys­te­men, wird in der eu­ro­päi­schen Aus­prä­gung auch die Grund­la­ge für den Eu­ro­pean Cy­ber Re­s­i­li­en­ce Act. Dar­über hin­aus zei­gen die Un­ter­su­chun­gen, dass für hö­he­re Si­cher­heits­an­for­de­run­gen kei­ne Hard­ware­än­de­run­gen not­wen­dig sind – mit ge­ziel­ten Soft­ware­er­wei­te­run­gen las­sen sich auch hö­he­re Se­cu­ri­ty Le­vels auf Ba­sis des Ether­CAT Sys­tems er­rei­chen.

Prü­fung ver­schie­de­ner Sze­na­ri­en

Von UL wur­den al­le über 100 Sys­tem Re­qui­re­ments (SR) der IEC 62443-3-3 auf drei ty­pi­sche Ether­CAT Sys­te­me mit un­ter­schied­li­chen Be­dro­hungs­sze­na­ri­en ab­ge­bil­det und der Er­fül­lungs­grad durch Ether­CAT be­wer­tet.

„Wir bei UL So­lu­ti­ons ha­ben uns sehr ge­freut, mit ei­nem In­dus­trie­pro­to­koll zu ar­bei­ten, das ‚by-de­sign‘ be­reits über Cy­ber­si­cher­heits-Fä­hig­kei­ten, ei­ne in­te­grier­te Se­cu­ri­ty-Ar­chi­tek­tur so­wie hard­ware­ba­sier­te Se­cu­ri­ty-Maß­nah­men ver­fügt und in die­ser Ka­te­go­rie der In­dus­trie­pro­to­kol­le sei­nes­glei­chen sucht,“ sagt Alex­an­der W. Köh­ler, S&S Prin­ci­pal Se­cu­ri­ty Ad­vi­sor Cy­ber­se­cu­ri­ty bei UL So­lu­ti­ons. „IT- und OT-Se­cu­ri­ty wa­ren in der Ver­gan­gen­heit nicht ge­ra­de die bes­ten Freun­de. Die An­for­de­run­gen an die IT-Si­cher­heit wur­den oft durch die ty­pi­scher­wei­se kur­zen Pro­dukt­le­bens­zy­klen im Of­fice-Be­reich be­stimmt, was im Ge­gen­satz zu In­dus­trie­an­la­gen mit lan­gen Le­bens­zy­klen steht. Des­halb sind in der In­dus­trie nach wie vor vie­le Pro­duk­te im Ein­satz, die über kei­ne oder nur ei­ne schwa­che in­te­grier­te Se­cu­ri­ty ver­fü­gen und als Le­ga­cy-Pro­duk­te be­zeich­net wer­den müs­sen. Ether­CAT ist hier ei­ne er­freu­li­che Aus­nah­me.“

Dr. Gui­do Beck­mann, Lei­ter des Tech­ni­schen Ko­mi­tees der Ether­CAT Tech­no­lo­gy Group: „Die Er­geb­nis­se der um­fang­rei­chen Un­ter­su­chun­gen be­stä­ti­gen die Ein­schät­zung der ETG: Ether­CAT bie­tet be­reits heu­te ein ho­hes Cy­ber­si­cher­heits-Schutz­ni­veau für in­dus­tri­el­le An­wen­dun­gen. Die ge­prüf­ten und do­ku­men­tier­ten Ei­gen­schaf­ten und Maß­nah­men bil­den die Grund­la­ge für die Hand­lungs­emp­feh­lun­gen und Spe­zi­fi­ka­tio­nen, die wir für die Her­stel­ler und An­wen­der von Ether­CAT Ge­rä­ten er­ar­bei­ten.“
 

HERMES AWARD 2026 geht an Schaeffler

Prä­miert wur­de ei­ne Platt­form für hoch­in­te­grier­te Ak­tua­to­ren, wel­che spe­zi­ell für die An­wen­dung in den Ge­len­ken von hu­ma­no­iden Ro­bo­tern kon­stru­iert wur­de. Die Platt­form um­fasst hoch­ef­fi­zi­en­te Ser­vo-Elek­tro­mo­to­ren mit in­te­grier­ter Leis­tungs­elek­tro­nik so­wie En­codern und lässt sich je nach Kun­den­an­for­de­rung mit zwei­stu­fi­gen Pla­ne­ten­ge­trie­ben oder Well­ge­trie­ben kon­fi­gu­rie­ren. Bei der Ent­wick­lung der Ak­tua­to­ren wur­de kon­se­quent das Ziel ei­nes mi­ni­ma­len Bau­raums und ei­nes ho­hen Dau­er-Dreh­mo­men­tes ver­folgt. Im Ver­gleich zu den neu­es­ten Lö­sun­gen am Markt konn­te der Bau­raum um rund 20 Pro­zent re­du­ziert wer­den. Um ein nied­ri­ges Tem­pe­ra­tur­ni­veau bei ho­hen Dreh­mo­men­ten zu ge­währ­leis­ten, wur­de der Kup­fer­füll­fak­tor in der rah­men­lo­sen PSM-Ma­schi­ne er­höht. Die Ak­tua­tor­platt­form senkt die Sys­tem­kos­ten deut­lich und schafft da­mit ei­ne zen­tra­le Vor­aus­set­zung für die schnel­le Ska­lie­rung der Ser­vice­ro­bo­tik. 

„Ich gra­tu­lie­re den dies­jäh­ri­gen Preis­trä­gern ganz herz­lich. Es freut mich sehr, als Schirm­her­rin des HER­MES AWARD Spit­zen­in­no­va­tio­nen sicht­bar ma­chen zu dür­fen. Die Fir­men Schaeff­ler und BTRY zei­gen, dass For­schung von Welt­rang aus Eu­ro­pa kommt. Mit sei­ner in­no­va­ti­ven Platt­form für hoch­in­te­grier­te Ak­tua­to­ren bringt Schaeff­ler die Ro­bo­tik in Deutsch­land vor­an. Die Platt­form ist ein zen­tra­ler Bau­stein, da­mit die Ro­bo­tik im Zu­sam­men­spiel mit dem her­vor­ra­gen­den Öko­sys­tem aus star­ker In­dus­trie und pro­du­zie­ren­dem Ge­wer­be ihr rie­si­ges Po­ten­ti­al ent­wi­ckeln kann. Mit der High­tech Agen­da Deutsch­land wol­len wir Po­ten­tia­le wie die­se he­ben. Gleich­zei­tig geht es um den Tech­no­lo­gie­stand­ort Eu­ro­pa,“ er­läu­tert Bun­des­for­schungs­mi­nis­te­rin Do­ro­thee Bär.

Star­t­up Award für fle­xi­ble Fest­stoff­bat­te­rie

In die­sem Jahr er­hält ein jun­ges Un­ter­neh­men aus der Schweiz den be­gehr­ten HER­MES Star­t­up AWARD. Die Grün­der über­zeug­ten die Ju­ry mit den von ih­nen ent­wi­ckel­ten ul­tra­dün­nen, voll­stän­dig fle­xi­blen Fest­stoff­bat­te­ri­en

Bei dem aus­ge­zeich­ne­ten Pro­dukt han­delt es sich um ul­tra­dün­ne Fest­kör­per­bat­te­ri­en. Die­se ver­ei­nen schnel­les La­den, ho­he Tem­pe­ra­tur­be­stän­dig­keit und gro­ße Si­cher­heit und über­tref­fen da­mit her­kömm­li­che Li­thi­um-Io­nen-Zel­len. Durch die Über­tra­gung von Pro­duk­ti­ons­tech­no­lo­gi­en aus der Halb­lei­ter­in­dus­trie auf die Bat­te­rie­her­stel­lung ge­lingt BTRY ein ent­schei­den­der Fort­schritt im glo­ba­len Trend hin zu klei­ne­ren, si­che­re­ren und lang­le­bi­ge­ren En­er­gie­spei­chern, die die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on smar­ter Ge­rä­te er­mög­li­chen. Da­zu zäh­len draht­lo­se IoT-Sen­so­ren, Weara­bles so­wie An­wen­dun­gen in der Me­di­zin­tech­nik. Der Pro­duk­ti­ons­pro­zess kommt voll­stän­dig oh­ne to­xi­sche Lö­sungs­mit­tel aus und zeich­net sich durch ei­nen ge­rin­gen Ma­te­ri­al­ver­brauch aus. Die Bat­te­ri­en sind bis zu Tem­pe­ra­tu­ren von 150 °C ein­setz­bar und kön­nen be­reits ab ei­ner Di­cke von nur 0,1 mm in­ner­halb ei­ner Mi­nu­te voll­stän­dig auf- und ent­la­den wer­den.
 

Wachstum in wirtschaftlich bewegten Zeiten

Das Jahr 2025 ist für die ifm-Un­ter­neh­mens­grup­pe sehr po­si­tiv zu En­de ge­gan­gen. Wäh­rungs­be­rei­nigt konn­te der Um­satz um 10% auf 1,47 Mrd. Eu­ro ge­stei­gert wer­den. „Die­ses sehr po­si­ti­ve Er­geb­nis des Jah­res 2025 ist vor al­lem des­we­gen be­mer­kens­wert, da wir es trotz der geo­po­li­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen ge­schafft ha­ben, das ho­he Wachs­tum, na­he­zu wie ge­plant, welt­weit zu rea­li­sie­ren“, sagt Chris­toph von Ro­sen­berg, CFO der ifm-Un­ter­neh­mens­grup­pe. Der sin­ken­den Nach­fra­ge auf dem deut­schen Markt ins­be­son­de­re durch die schwa­che Auf­trags­la­ge im Ma­schi­nen­bau ste­hen ein star­kes Wachs­tum in der Re­gi­on Asi­en/Pa­zi­fik so­wie in Ame­ri­ka ge­gen­über. Im Spe­zi­el­len über­zeug­ten die Kun­den vie­le Pro­dukt­neu­hei­ten im Be­reich der Pro­zess­in­dus­trie, die für er­heb­li­ches Wachs­tum in die­sem Seg­ment sorg­ten.

Plus bei den Mit­ar­bei­ten­den

Trotz der er­heb­li­chen Wech­sel­kur­s­ef­fek­te konn­te das Er­geb­nis vor Zin­sen und Steu­ern (EBIT) ge­gen­über dem Vor­jahr um 1% auf 69 Mio. Eu­ro leicht ge­stei­gert wer­den. Die Per­so­nal­stär­ke stieg auf rund 9.120 Mit­ar­bei­ten­de, von de­nen mehr als 5.260 in Deutsch­land tä­tig sind. Ins­ge­samt sind rund 1.500 Mit­ar­bei­ten­de in For­schung & Ent­wick­lung be­schäf­tigt – ein wich­ti­ges Zei­chen für die In­no­va­ti­ons­kraft der Un­ter­neh­mens­grup­pe. 

Nach der Um­fir­mie­rung in die neue ifm group se zum 1. Ja­nu­ar 2025 hält der In­ves­tor KKR seit Ok­to­ber 2025 ei­ne Min­der­heits­be­tei­li­gung. Mit die­ser Part­ner­schaft will das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men den zu­künf­ti­gen Er­folg und das nach­hal­ti­ge Wachs­tum für die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on si­chern. Ein High­light war im ver­gan­ge­nen April der Bau­be­ginn für ein neu­es Werk in Suz­hou, Chi­na. In der nach­hal­ti­gen Pro­duk­ti­ons­stät­te ge­mäß dem DGNB-Stan­dard Gold wird vor­aus­sicht­lich im ers­ten Quar­tal 2027 die Pro­duk­ti­on be­gin­nen. So­mit wird ifm nicht nur wie auf der ver­trieb­li­chen Sei­te be­reits seit 20 Jah­ren, son­dern auch durch lo­ka­le Pro­duk­ti­on und R&D-Kom­pe­tenz in die­sem wich­ti­gen Markt prä­sent sein. Mit die­sen Mei­len­stei­nen sieht sich ifm sehr gut für die Zu­kunft auf­ge­stellt und er­war­tet auch im lau­fen­den Jahr wie­der­um ei­ne po­si­ti­ve Ent­wick­lung.
 

Fraunhofer IPA gewinnt mit Trumpf und Lorch den „euRobotics Technology Transfer Award“ für die Entwicklung des Cobot-Schweißen ohne Robotikexpertise

Das Fraun­ho­fer IPA hat ge­mein­sam mit Trumpf und Lorch ei­ne Tech­no­lo­gie ent­wi­ckelt, die kol­la­bo­ra­ti­ve Schweiß­ro­bo­ter re­vo­lu­tio­niert: Ein in­tel­li­gen­tes Sen­sor-Add-On er­mög­licht erst­mals die voll­au­to­ma­ti­sche in­itia­le Pla­nung der Ro­bo­ter­bahn ganz oh­ne vor­he­ri­ge Pro­gram­mie­rung.

Re­nom­mier­ter Award der eu­ro­päi­schen Ro­bo­tik 

Mit die­ser Lö­sung be­warb sich das Ent­wick­lungs­team un­ter dem Pro­jekt­na­men „TR4CE-Weld – Tra­c­ing in Real­ti­me 4 Co­bot-En­han­ced Wel­ding“ für den dies­jäh­ri­gen „eu­Ro­bo­tics Tech­no­lo­gy Trans­fer Award“. Ge­stif­tet vom eu­ro­päi­schen Ro­bo­ter­ver­band „eu­Ro­bo­tics“ und jähr­lich ver­lie­hen auf dem „Eu­ro­pean Ro­bo­tics Fo­rum“, setz­te sich die Be­wer­bung mit ei­nem schrift­li­chen Teil und ei­nem Vor­trag di­rekt auf dem ERF, die­ses Jahr im nor­we­gi­schen Sta­van­ger, durch.

Der Award wür­digt seit 2004 her­aus­ra­gen­de Leis­tun­gen beim Trans­fer von Ro­bo­tik­tech­no­lo­gie aus der For­schung in die In­dus­trie. Er un­ter­streicht die ent­schei­den­de Rol­le des Tech­no­lo­gie­trans­fers da­bei, die eu­ro­päi­sche Ro­bo­tik an der Spit­ze des glo­ba­len Wett­be­werbs zu hal­ten.

Pass­ge­naue Lö­sung: Knapp drei­stel­li­ge An­zahl rea­li­sier­ter Ro­bo­ter­zel­len 

Die prä­mier­te Lö­sung traf ei­nen ent­schei­den­den Markt­be­darf, denn de­mo­gra­fi­scher Wan­del und Fach­kräf­teeng­päs­se ver­schär­fen den Man­gel an qua­li­fi­zier­tem Schweiß­per­so­nal dra­ma­tisch. Au­to­ma­ti­sie­rung wird da­her auch für klei­ne­re Stück­zah­len un­ver­zicht­bar, war aber bis­her kaum wirt­schaft­lich um­setz­bar – ins­be­son­de­re in klei­nen und mitt­le­ren Un­ter­neh­men (KMU). Die Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen For­schung und In­dus­trie lie­fert hier ei­ne pra­xis­ge­rech­te Ant­wort: Die Hand­ha­bung bleibt ein­fach und schnell – auch oh­ne tief­grei­fen­des Ex­per­ten­wis­sen.

Die Fach­kraft po­si­tio­niert den Ro­bo­ter le­dig­lich am Start­punkt der Naht. Ein vor­ge­schal­te­ter La­ser­tri­an­gu­la­ti­ons­sen­sor er­fasst dann die Fü­ge­zo­ne selbst­stän­dig. Die Soft­ware be­rech­net in Echt­zeit Schweiß­bahn und Bren­ner­aus­rich­tung, so­dass der Ein­satz in­ner­halb we­ni­ger Se­kun­den be­gin­nen kann. Der ent­schei­den­de Durch­bruch: Wäh­rend bis­he­ri­ge Sen­so­rik-Sys­te­me le­dig­lich vor­pro­gram­mier­te Bah­nen auf­grund von To­le­ran­zen kor­ri­gie­ren, über­nimmt die neue Ent­wick­lung die kom­plet­te Erst­pro­gram­mie­rung. Ab­wei­chun­gen bei Fol­ge­bau­tei­len wer­den au­to­ma­tisch kom­pen­siert. Die­se In­no­va­ti­on er­schließt die ef­fi­zi­en­te Pro­duk­ti­on klei­ner Los­grö­ßen mit Co­bots auf ei­nem völ­lig neu­en Ni­veau.

Bei­de In­dus­trie­part­ner ha­ben Li­zen­zen er­wor­ben und brin­gen die Tech­no­lo­gie be­reits seit we­ni­gen Jah­ren auf den Markt: Trumpf in­te­grier­te das Sys­tem un­ter dem Na­men „Smart Se­am Tracking“ in die prä­mier­te Licht­bo­gen-Schweiß­zel­le „Tru­Arc Weld 1000“. Lorch bie­tet die Er­wei­te­rung als „Se­am Pi­lot“ für sei­nen kol­la­bo­ra­ti­ven Schweiß­ro­bo­ter an.

Be­stä­ti­gung für in­ten­si­ve For­schungs­ar­beit 

Für das Fraun­ho­fer-In­sti­tut für Pro­duk­ti­ons­tech­nik und Au­to­ma­ti­sie­rung IPA ist die Aus­zeich­nung ei­ne Be­stä­ti­gung für her­aus­ra­gen­de pra­xis­na­he For­schung. Die tech­no­lo­gi­schen Grund­la­gen für die­sen Er­folg wur­den im Rah­men des KI-Fort­schritts­zen­trums „Ler­nen­de Sys­te­me und Ko­gni­ti­ve Ro­bo­tik“ mit För­de­rung des Mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft, Ar­beit und Tou­ris­mus des Lan­des Ba­den-Würt­tem­berg ge­legt. So konn­te ei­ne ex­em­pla­ri­sche Lö­sung ent­wi­ckelt wer­den, die vie­len Un­ter­neh­men ei­nen Mehr­wert bie­tet.

Au­ßer­dem exis­tiert zwi­schen dem Fraun­ho­fer IPA und der Fir­ma Trumpf be­reits ei­ne lang­jäh­ri­ge Ko­ope­ra­ti­on im Rah­men des „S-TEC Lab Fle­xi­ble Blech­fer­ti­gung“. Ziel die­ser Zu­sam­men­ar­beit ist es, For­schungs­er­geb­nis­se er­folg­reich in un­ter­neh­me­ri­sche An­wen­dun­gen zu über­füh­ren. Im Rah­men des­sen wur­de auch der Trans­fer der prä­mier­ten Lö­sung er­mög­licht.

Wei­ter­ent­wick­lung der Tech­no­lo­gie 

Der Award be­weist, dass selbst in ei­ner der äl­tes­ten Ro­bo­tik­dis­zi­pli­nen wie dem Schwei­ßen noch In­no­va­ti­ons­po­ten­zi­al steckt. Doch das En­de der Fah­nen­stan­ge ist längst nicht er­reicht. So ar­bei­tet das Team am Fraun­ho­fer IPA be­reits an ei­nem Trans­fer auf an­de­re ad­ap­ti­ve Ro­bo­ter­pro­zes­se, am Mehr­la­gen­schwei­ßen und auch an der In­te­gra­ti­on von op­ti­scher Qua­li­täts­prü­fung in den Co­bot. In­ter­es­sier­te Un­ter­neh­men mit ent­spre­chen­den Use Ca­ses oder Fra­ge­stel­lun­gen kön­nen gern auf das Team des Fraun­ho­fer IPA für ei­nen „proof of con­cept“ zu­ge­hen.
 

Siemens investiert in Amberg in die Fabrik der Zukunft

Sie­mens plant ei­ne um­fas­sen­de Er­neue­rung am Pro­duk­ti­ons- und Ent­wick­lungs­stand­ort Am­berg. Bis 2030 ent­steht dort ei­ne in­tel­li­gen­te Fa­brik für den Ge­schäfts­be­reich Smart In­fra­struc­ture. Da­mit möch­te Sie­mens den stei­gen­den Be­darf an elek­tro­ni­schen High-Tech-Pro­duk­ten de­cken und künf­tig die Fle­xi­bi­li­tät in der Pro­duk­ti­on er­hö­hen. Für den Neu­bau in­ves­tiert Sie­mens rund 200 Mil­lio­nen Eu­ro. Zu­dem sind wei­te­re In­ves­ti­tio­nen in die Mo­der­ni­sie­rung und De­kar­bo­ni­sie­rung des Stand­or­tes ge­plant. 

Die­se In­ves­ti­ti­on ist ein kla­res Be­kennt­nis zum Stand­ort. Und ein zu­sätz­li­cher Wachs­tums­im­puls für Sie­mens in Deutsch­land, der noch über die im Rah­men der „Ma­de for Ger­ma­ny“-In­itia­ti­ve ge­mach­ten In­ves­ti­ti­ons­zu­sa­gen hin­aus­geht“, sagt Ro­land Busch, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Sie­mens AG. „Durch den Ein­satz in­dus­tri­el­ler KI, di­gi­ta­ler Zwil­lin­ge und mo­derns­ter Au­to­ma­ti­sie­rung stär­ken wir Wett­be­werbs­fä­hig­keit und schaf­fen zu­kunfts­fä­hi­ge Ar­beits­plät­ze. Ein Bei­trag auch für ein star­kes In­dus­trie­land Deutsch­land.“ 

Nach­hal­tig und fle­xi­bel pro­du­zie­ren

In der neu­en Fa­brik will Sie­mens ei­ne selbst­ler­nen­de, au­to­no­me und hoch­fle­xi­ble Pro­duk­ti­on auf­bau­en, die von künst­li­cher In­tel­li­genz mit­ge­steu­ert wird. Da­mit möch­te das Un­ter­neh­men den Be­trieb nicht nur ef­fi­zi­en­ter und nach­hal­ti­ger ge­stal­ten, son­dern auch fle­xi­bler ma­chen – et­wa, um auf neue An­for­de­run­gen und Ent­wick­lun­gen im Markt schnel­ler rea­gie­ren zu kön­nen. Wich­tig ist dem Un­ter­neh­men, die ins­ge­samt rund 2.400 Mit­ar­bei­ten­den von Sie­mens Smart In­fra­struc­ture beim di­gi­ta­len Wan­del mit­zu­neh­men und auch künf­tig Ar­beits­plät­ze am Stand­ort zu si­chern. Da­für bil­det Sie­mens sei­ne Mit­ar­bei­ten­den um­fas­send wei­ter und be­rei­tet sie auf die ver­än­der­ten Auf­ga­ben in ei­ner di­gi­ta­li­sier­ten Fa­brik vor. 

Voll­au­to­ma­ti­sier­te Lo­gis­tik

Be­reits bei der Pla­nung des Neu­baus ver­wen­det Sie­mens sei­ne Di­gi­ta­le Zwil­lings-Tech­no­lo­gie, mit der sich das kom­plet­te Werk – in­klu­si­ve Pro­duk­ti­on, Ma­schi­nen und Lo­gis­tik – vor­ab und in ver­schie­de­nen Sze­na­ri­en si­mu­lie­ren lässt. Da­bei soll auch der neue „Di­gi­tal Twin Com­po­ser“ zum Ein­satz kom­men, der die ver­schie­de­nen di­gi­ta­len Zwil­lin­ge zu­sam­men­führt. In der künf­ti­gen Fer­ti­gung wird vor al­lem künst­li­che In­tel­li­genz ei­ne wich­ti­ge Rol­le spie­len: Da­bei wird die KI stän­dig mit Echt­zeit­da­ten ge­speist, um Auf­trags­pla­nung, -rea­li­sie­rung so­wie Ma­te­ri­al­trans­port und An­la­gen­steue­rung best­mög­lich auf­ein­an­der ab­zu­stim­men – und lau­fend zu op­ti­mie­ren. Dar­über hin­aus wird die neue Fa­brik über ei­ne voll­au­to­ma­ti­sier­te Lo­gis­tik ver­fü­gen, mit fah­rer­lo­sen Trans­port­sys­te­men und hu­ma­no­ider Ro­bo­tik. Ein Rein­raum für die Elek­tro­nik­pro­duk­ti­on ist eben­falls in­te­gra­ler Be­stand­teil. 

Am­berg mit sei­nen bei­den Sie­mens-Wer­ken und rund 4.500 Mit­ar­bei­ten­den ist ein wich­ti­ger Fer­ti­gungs- und Ent­wick­lungs­stand­ort für Sie­mens. Dort wer­den der­zeit Schalt-, Schutz- und Über­wa­chungs­ge­rä­te für in­dus­tri­el­le An­wen­dun­gen pro­du­ziert und ent­wi­ckelt – so­wie In­dus­trie­steue­run­gen im Werk des Ge­schäfts­be­reich Di­gi­tal In­dus­tries für Kun­den in al­ler Welt. 

Sie­mens be­stärkt mit die­sem In­vest­ment sein Be­kennt­nis zum Stand­ort Deutsch­land und der „Ma­de for Ger­ma­ny“-In­itia­ti­ve. Der In­itia­ti­ve ha­ben sich bis­lang 124 Un­ter­neh­men an­ge­schlos­sen und ge­mein­sa­me In­ves­ti­tio­nen von über 800 Mil­li­ar­den Eu­ro in Deutsch­land zu­ge­sagt.
 

Neuer Präsident und CEO für den OMRON-Geschäftsbereichs Industrielle Automatisierung EMEA

Shelar ver­fügt über mehr als 25 Jah­re Er­fah­rung in der High­tech-Bran­che so­wie in der Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung und Ge­schäfts­trans­for­ma­ti­on. Er kam 2014 zu OM­RON und hat­te seit­dem di­ver­se Füh­rungs­po­si­tio­nen in­ne, bei­spiels­wei­se als Prä­si­dent des OM­RON Ma­nage­ment Cen­ter of Asia Pa­ci­fic, Vor­sit­zen­der des OM­RON Ma­nage­ment Cen­ter of Eu­ro­pe so­wie Se­ni­or Ge­ne­ral Ma­na­ger für glo­ba­le Ge­schäfts­ab­läu­fe und Dienst­leis­tun­gen im Ge­schäfts­be­reich In­dus­trie­au­to­ma­ti­on.

Shelar setzt sich seit vie­len Jah­ren für die Ent­wick­lung von Ge­schäfts­stra­te­gi­en, die Trans­for­ma­ti­on der Or­ga­ni­sa­ti­on, Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung so­wie die För­de­rung von Nach­hal­tig­keit und di­gi­ta­ler Trans­for­ma­ti­on ein. Er ge­nießt brei­te An­er­ken­nung für sei­ne Fä­hig­keit, Or­ga­ni­sa­tio­nen nach­hal­tig zu trans­for­mie­ren und leis­tungs­star­ke Teams auf­zu­bau­en, die ge­zielt die künf­ti­ge Ge­ne­ra­ti­on von Füh­rungs­kräf­ten ent­wi­ckeln und stär­ken.

Fer­nan­do Colás über­gibt nach mehr als 40 Jah­ren sei­ne Auf­ga­ben

Vi­ren­dra Shelar tritt die Nach­fol­ge von Fer­nan­do Colás an, der das Eu­ro­pa­ge­schäft von OM­RON über Jahr­zehn­te er­folg­reich ge­prägt und das Un­ter­neh­men mehr als 40 Jah­re lang maß­geb­lich be­glei­tet hat. In die­ser Zeit hat er die Ent­wick­lung der in­dus­tri­el­len Au­to­ma­ti­sie­rung in Eu­ro­pa nicht nur mit­er­lebt, son­dern ak­tiv mit­ge­stal­tet. Mit sei­nem Rück­zug aus der Füh­rungs­rol­le hin­ter­lässt Colás ein blei­ben­des Ver­mächt­nis, ge­prägt von kon­se­quen­ter Kun­den­ori­en­tie­rung, star­ken Part­ner­schaf­ten und nach­hal­ti­gem Wachs­tum.

Colás er­klärt: „Die Lei­tung des Eu­ro­pa­ge­schäfts von OM­RON war für mich ei­ne be­son­de­re und be­rei­chern­de Auf­ga­be. Ich bin stolz auf das, was un­se­re Teams ge­mein­sam auf­ge­baut ha­ben, so­wie auf die Wi­der­stands­fä­hig­keit und das kla­re Be­kennt­nis zu lang­fris­ti­gem Wert, die uns heu­te aus­zeich­nen. Vi­ren­dra bringt au­ßer­ge­wöhn­li­che Er­fah­rung, ein tie­fes Ver­ständ­nis für un­ser Ge­schäft und ei­ne kla­re Zu­kunfts­vi­si­on mit. Für sei­ne neue Auf­ga­be wün­sche ich ihm und dem ge­sam­ten Team wei­ter­hin viel Er­folg.
 

Eichenberger wird zu Festo

Fes­to in­te­griert die Ei­chen­ber­ger Ge­win­de AG aus Burg in der Schweiz zum 1. April 2026 voll­stän­dig. Zu­künf­tig fir­miert das Schwei­zer Un­ter­neh­men als „Fes­to Ge­win­de­trie­be AG“. Ziel der voll­stän­di­gen In­te­gra­ti­on ist die stär­ke­re stra­te­gi­sche Ver­an­ke­rung von Know-how bei Ku­gel­ge­win­de­trie­ben und die Er­wei­te­rung des Pro­dukt­an­ge­bots ins­be­son­de­re für die elek­tri­sche Au­to­ma­ti­sie­rung. „Schon heu­te ha­ben die elek­tri­schen Ak­tua­to­ren von Fes­to die qua­li­ta­tiv füh­ren­den Ge­win­de­trie­be von Ei­chen­ber­ger an Bord“, be­tont Dr. Wolf­gang Sper­ling, Lei­ter der Busi­ness Unit Elec­tric Au­to­ma­ti­on bei Fes­to.

Der welt­wei­te Ver­trieb von Ge­win­de­trie­ben wird künf­tig über die be­ste­hen­den Ver­triebs­ka­nä­le von Fes­to ab­ge­wi­ckelt. Für Kun­den be­deu­tet die In­te­gra­ti­on ei­nen ver­ein­fach­ten Zu­griff auf ein brei­te­res Pro­dukt­port­fo­lio und ei­nen glo­ba­len Ser­vice. Die Lo­gis­tik von Ei­chen­ber­ger wird schritt­wei­se in die glo­ba­len Lo­gis­tik­zen­tren von Fes­to in­te­griert. Der Stand­ort Schweiz wird sich auf die Ent­wick­lung und Her­stel­lung kun­den­spe­zi­fi­scher Ge­win­de­trie­be kon­zen­trie­ren. Hans­rue­di Ha­ger, bis­her Ge­schäfts­füh­rer der Ei­chen­ber­ger Ge­win­de AG, ist auch nach der In­te­gra­ti­on und Um­fir­mie­rung Ge­schäfts­füh­rer der Fes­to Ge­win­de­trie­be AG.

Fes­to hat das Schwei­zer Un­ter­neh­men Ei­chen­ber­ger be­reits vor 10 Jah­ren im Rah­men der Nach­fol­ge­re­ge­lung über­nom­men.
 

Drei junge Unternehmen im Finale für den AMA Innovationspreis 2026

Die Zahl qua­li­fi­zier­ter Ein­rei­chun­gen jun­ger Fir­men in die­sem Jahr un­ter­streicht die ho­he In­no­va­ti­ons­dy­na­mik in der Sen­so­rik und Mess­tech­nik. Ins­ge­samt 13 For­scher- und Ent­wick­ler­teams aus dem In- und Aus­land reich­ten ih­re Pro­jek­te ein. Da­von ha­ben 9 ih­ren Ur­sprung in Un­ter­neh­men, die we­ni­ger als fünf Jah­re am Markt sind, un­ter 50 Mit­ar­bei­ten­de be­schäf­ti­gen und ei­nen Jah­res­um­satz von un­ter zehn Mil­lio­nen Eu­ro er­zie­len. Die­se Ent­wick­lung weist die aus­ge­präg­te Grün­dungs­im­pul­se und In­no­va­ti­ons­kraft der Bran­che aus.

Die No­mi­nier­ten für den AMA In­no­va­ti­ons­preis 2026 sind, in al­pha­be­ti­scher Rei­hen­fol­ge:

Co­her Sen­se UG, Lü­beck
Dr. Oli­ver Lischt­schen­ko ent­wi­ckel­te mit ‚KI­SA – Das Mul­ti­me­ter für La­ser‘ ein kom­pak­tes, schnel­les und in­dus­trie­fä­hi­ges Mess­sys­tem. KI­SA ver­misst La­ser­strah­lung ei­gen­stän­dig und be­stimmt gleich­zei­tig Leis­tung und Wel­len­län­ge. Die Tech­no­lo­gie ba­siert auf Er­kennt­nis­sen aus der Fu­si­ons­for­schung und er­setzt in be­stimm­ten An­wen­dun­gen kom­ple­xe Mess­auf­bau­ten wie Fi­ze­au-In­ter­fe­ro­me­ter, Spek­tro­me­ter oder Fa­b­ry-Pérot-In­ter­fe­ro­me­ter.

Metu­biq GmbH, Kas­sel und Uni­ver­si­tät Kas­sel
Hü­s­eyin Ser­bes, And­re Stel­ter, Alex­an­der Metz­ker so­wie Dr. Sta­nis­lav Te­re­schen­ko und Prof. Dr. Pe­ter Leh­mann ent­wi­ckel­ten ei­ne vi­bra­ti­ons­im­mu­ne In­li­ne-Weiß­licht­in­ter­fe­ro­me­trie für die Fer­ti­gung. Die pa­ten­tier­te Schwin­gungs­kom­pen­sa­ti­on er­mög­licht hoch­prä­zi­se 3D-Mi­kro­to­po­gra­fie­mes­sun­gen mit Sub-Na­no­me­ter-Ge­nau­ig­keit di­rekt in der Pro­duk­ti­ons­um­ge­bung und er­öff­net neue Mög­lich­kei­ten für die In­li­ne- und In-si­tu-Qua­li­täts­kon­trol­le.

Mold­so­nics GmbH, Linz (Ös­ter­reich)
Dr. Bern­hard Pra­her und Dr. Tho­mas Mit­ter­leh­ner prä­sen­tie­ren ei­ne ul­tra­schall­ba­sier­te In­li­ne-Sen­sor­platt­form zur kon­ti­nu­ier­li­chen Über­wa­chung von Pro­zess­zu­stand und Ver­schleiß in der Kunst­stoff­ver­ar­bei­tung. Die Lö­sung er­fasst pro­zess­re­le­van­te Da­ten im Spritz­gie­ßen so­wie in Schne­cke und Zy­lin­der von Ex­tru­dern im lau­fen­den Be­trieb. Hoch­tem­pe­ra­tur­sen­so­ren bis 300°C und stan­dar­di­sier­te Schnitt­stel­len er­mög­li­chen die In­te­gra­ti­on in be­ste­hen­de An­la­gen.

Al­le drei No­mi­nier­ten pro­fi­tie­ren als Ge­win­ner in der Son­der­ka­te­go­rie „Jun­ges Un­ter­neh­men“ von ei­nem kos­ten­frei­en Mes­se­auf­tritt auf der SEN­SOR+TEST 2026 in Nürn­berg und kon­kur­rie­ren zu­gleich um den AMA In­no­va­ti­ons­preis 2026, der mit 10.000 Eu­ro do­tiert ist. Mes­se­be­su­cher kön­nen sich al­so auf der Mes­se per­sön­lich über die neu­en Lö­sun­gen in­for­mie­ren.

Ho­he Qua­li­tät und sicht­ba­re Bran­chen­dy­na­mik

„Die dies­jäh­ri­gen Ein­rei­chun­gen ha­ben uns vor ei­ne an­spruchs­vol­le Aus­wahl ge­stellt. Die In­no­va­ti­ons­brei­te und -tie­fe war au­ßer­ge­wöhn­lich hoch“, er­klärt Prof. Dr. Klaus Ste­fan Dre­se, Ju­ry­vor­sit­zen­der vom In­sti­tut für Sen­sor- und Ak­tor­tech­nik der Hoch­schu­le Co­burg. „Be­son­ders er­freu­lich ist die star­ke Be­tei­li­gung jun­ger Un­ter­neh­men. Sie be­legt ein­drucks­voll, wie dy­na­misch sich die Sen­so­rik und Mess­tech­nik ent­wi­ckelt und wie kon­se­quent neue Ide­en in markt­fä­hi­ge Lö­sun­gen über­führt wer­den.“

Die Be­kannt­ga­be der Preis­trä­ger er­folgt am 9. Ju­ni 2026 im Rah­men der Er­öff­nungs­ver­an­stal­tung der SEN­SOR+TEST 2026 in Nürn­berg.

Die voll­stän­di­ge Bro­schü­re zum In­no­va­ti­ons­preis 2026 und al­len Ein­rei­chun­gen steht zum Down­load be­reit: https://ama-sen­so­rik.de/fi­lead­min/2026_Broschuere.pdf

Geschäftsführerwechsel beim Kugelgewindetriebe-Spezialisten August Steinmeyer

Dr. Man­fred Münch, der das Un­ter­neh­men seit 2017 ge­führt hat, ver­ab­schie­det sich En­de Ju­ni 2026 nach neun Jah­ren an der Spit­ze in den Ru­he­stand und be­glei­tet die Über­ga­be be­ra­tend. Auf Ebe­ne von Au­gust Stein­mey­er in Alb­stadt setz­te er als ers­ter ex­ter­ner Ge­schäfts­füh­rer ent­schei­den­de Ak­zen­te. Un­ter sei­ner Lei­tung wur­den zen­tra­le Ver­bes­se­run­gen um­ge­setzt, dar­un­ter die Seg­men­tie­rung der Pro­duk­ti­on, die Ein­füh­rung ei­nes neu­en ERP- und Pro­duk­ti­ons­pla­nungs­sys­tems so­wie die kon­se­quen­te Aus­rich­tung auf Lie­fer­ter­min­treue und Fle­xi­bi­li­tät. „Ich ha­be die Grup­pe mit viel Lei­den­schaft ge­führt und wer­de mit Stein­mey­er im­mer ver­bun­den blei­ben“, so Dr. Münch.

Alex­an­der Beck, Bei­rats­mit­glied und Mit­glied der Un­ter­neh­mer­fa­mi­lie so­wie ehem. ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter, er­klärt: „Wir be­dan­ken uns bei Herrn Dr. Münch für neun Jah­re an der Spit­ze der Stein­mey­er Grup­pe. Er hat in die­ser Zeit den Wan­del von ei­ner Ge­sell­schaf­ter-Ge­schäfts­füh­rung hin zu ei­ner ex­ter­nen Ge­schäfts­füh­rung nach in­nen wie nach au­ßen er­folg­reich ge­meis­tert. Un­ter sei­ner Füh­rung hat sich die Grup­pe mit zahl­rei­chen Struk­tur- und Pro­zess­ver­än­de­run­gen maß­geb­lich wei­ter­ent­wi­ckelt. Wir wün­schen Herrn Dr. Münch für sei­nen neu­en Le­bens­ab­schnitt al­les er­denk­lich Gu­te.“

Mit Dr. Mar­kus Brumm über­nimmt ein er­fah­re­ner Bran­chen­ken­ner die Ge­schäfts­füh­rung der Au­gust Stein­mey­er GmbH & Co. KG. Der 46-jäh­ri­ge pro­mo­vier­te In­ge­nieur ist seit über 20 Jah­ren in lei­ten­den Po­si­tio­nen im Ma­schi­nen­bau tä­tig und bringt um­fas­sen­de Er­fah­rung in der Ge­schäfts­füh­rung tech­no­lo­gie­ge­trie­be­ner Un­ter­neh­men so­wie ein tie­fes Ver­ständ­nis für die An­for­de­run­gen der Bran­che mit. Nach sei­ner Pro­mo­ti­on am Werk­zeug­ma­schi­nen­la­bor der RWTH Aa­chen war er als Ober­in­ge­nieur für Ge­trie­be­tech­nik tä­tig und bau­te in die­ser Zeit ein in­ter­na­tio­na­les Netz­werk im Be­reich der An­triebs­tech­nik auf. Wei­te­re Füh­rungs­sta­tio­nen führ­ten ihn un­ter an­de­rem zu Klin­geln­berg, zur DVS Tech­no­lo­gy Group und zu­letzt zu Wal­d­rich­Sie­gen Werk­zeug­ma­schi­nen.

Stär­ken aus­bau­en, Po­ten­zia­le er­schlie­ßen

Für die Au­gust Stein­mey­er GmbH & Co. KG setzt Dr. Brumm auf die Wei­ter­ent­wick­lung be­ste­hen­der Stär­ken, die Er­schlie­ßung neu­er Bran­chen und Re­gio­nen so­wie ei­ne kon­se­quen­te Aus­rich­tung auf Ef­fi­zi­enz und Kun­den­nut­zen. „Au­gust Stein­mey­er steht für Qua­li­tät und Le­bens­dau­er. Die­se Stär­ken wol­len wir in wei­te­ren Bran­chen und Re­gio­nen sicht­bar ma­chen. Da­mit füh­ren wir den be­reits ein­ge­schla­ge­nen Weg fort und wer­den ihn in sei­ner Wirk­sam­keit be­wer­ten und op­ti­mie­ren“, so Dr. Brumm. „

Mit dem Wech­sel in der Ge­schäfts­füh­rung in Alb­stadt ist zu­gleich ei­ne struk­tu­rel­le Wei­ter­ent­wick­lung in­ner­halb der Stein­mey­er Grup­pe ver­bun­den. Die Lei­tung der ge­sam­ten Un­ter­neh­mens­grup­pe mit den Pro­duk­ti­ons­stand­or­ten Alb­stadt, Suhl und Dres­den bleibt bei Adri­an Leb­herz als CEO zum 1. Ju­li 2026 in er­fah­re­nen Hän­den. Seit Ju­li 2017 ist er CFO der Grup­pe und seit Ja­nu­ar 2022 – ne­ben Dr. Münch – Ge­schäfts­füh­rer der Stein­mey­er Hol­ding GmbH. 

„Wir sind über­zeugt, dass wir mit Herrn Leb­herz als neu­em Group CEO und Herrn Dr. Brumm als neu­em Ge­schäfts­füh­rer der Au­gust Stein­mey­er GmbH & Co. KG so­wohl per­so­nell als auch struk­tu­rell sehr gut auf­ge­stellt sind. Die neue Struk­tur ver­bin­det Kon­ti­nui­tät mit ei­nem fri­schen Blick von au­ßen und setzt wich­ti­ge Im­pul­se für die wei­te­re Ent­wick­lung der Stein­mey­er Grup­pe“, so Joa­chim Beck, Bei­rats­mit­glied und Mit­glied der Un­ter­neh­mer­fa­mi­lie so­wie ehem. ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter.
 

Computermodulhersteller emtrion wird Teil der Schubert System Elektronik

Für Schu­bert Sys­tem Elek­tro­nik stellt die­ser Schritt ei­ne ge­ziel­te stra­te­gi­sche Er­wei­te­rung dar, die das be­ste­hen­de Port­fo­lio im Be­reich Em­bed­ded Com­ponents nach­hal­tig stärkt und wei­ter aus­baut. Die em­tri­on GmbH blickt auf 23 Jah­re Er­fah­rung in der Ent­wick­lung von Em­bed­ded Com­pu­ter­mo­du­len zu­rück. Die Mar­ke so­wie zen­tra­le Pro­dukt­be­rei­che blei­ben er­hal­ten und wer­den in­ner­halb der Schu­bert Sys­tem Elek­tro­nik GmbH als ei­gen­stän­di­ge Pro­dukt­li­nie wei­ter­ge­führt.

Da­bei wird das be­ste­hen­de Pro­dukt­port­fo­lio ge­zielt in die Ge­samt­stra­te­gie in­te­griert und wei­ter­ent­wi­ckelt. Der Stand­ort Karls­ru­he wird künf­tig un­ter dem Na­men „Em­bed­ded Mo­du­les Lab“ ge­führt und un­ter­streicht da­mit den Fo­kus auf In­no­va­ti­on und Kom­pe­tenz im Be­reich Em­bed­ded Com­pu­ting.

Die Schu­bert Sys­tem Elek­tro­nik GmbH mit Sitz in Neu­hau­sen ob Eck steht seit 55 Jah­ren für Qua­li­tät, Ver­läss­lich­keit und tech­no­lo­gi­sche Ex­zel­lenz in der Elek­tro­nik­ent­wick­lung und -fer­ti­gung. Die In­te­gra­ti­on der em­tri­on GmbH ist ein kon­se­quen­ter Schritt in der lang­fris­ti­gen Wei­ter­ent­wick­lung des Un­ter­neh­mensport­fo­li­os.

„em­tri­on ist ei­ne idea­le Er­gän­zung für un­ser Pro­dukt­port­fo­lio: Ei­ne star­ke Mar­ke und ein tech­nisch her­vor­ra­gend auf­ge­stell­tes Hard­ware- und Soft­ware-Team sind ge­nau die Fak­to­ren, die Schu­bert Sys­tem Elek­tro­nik nach­hal­tig wei­ter stär­ken“, er­läu­tert Mat­thi­as Klein, Ge­schäfts­füh­rer, Schu­bert Sys­tem Elek­tro­nik GmbH

Kon­ti­nui­tät für Kun­den und Part­ner

Für be­ste­hen­de Kun­den und Part­ner der em­tri­on GmbH geht der ope­ra­ti­ve Ge­schäfts­be­trieb wei­ter. Lau­fen­de Pro­jek­te und Auf­trä­ge wer­den fort­ge­führt. 
Die Zu­ge­hö­rig­keit zur Schu­bert Sys­tem Elek­tro­nik schafft zu­sätz­li­che Sta­bi­li­tät, er­wei­tert die ver­füg­ba­ren Res­sour­cen und er­öff­net neue Mög­lich­kei­ten in der ge­mein­sa­men Pro­dukt­ent­wick­lung von Em­bed­ded Sys­te­men. Schu­bert pro­du­ziert Elek­tro­nik und End­ge­rä­te au­to­ma­ti­siert in ei­ner mo­der­nen Smart Fac­to­ry am Stand­ort in Neu­hau­sen ob Eck. 

Er­folg­rei­cher In­ves­to­ren­pro­zess

Im Rah­men ei­nes struk­tu­rier­ten In­ves­to­ren­pro­zes­ses ging die Schu­bert Sys­te­melek­tro­nik GmbH als prä­fe­rier­ter Part­ner her­vor. Der Pro­zess wur­de auf Sei­ten der Em­tri­on GmbH von Re­struk­tu­rie­rungs­ex­per­te Frank Bas­ser­mann von hww her­mann wien­berg wil­helm, Karls­ru­he, so­wie dem M&A-Be­ra­ter Deich­mann Cor­po­ra­te Fi­nan­ce GmbH be­glei­tet.
„Wir freu­en uns, dass mit der Schu­bert Sys­te­melek­tro­nik GmbH ein so­li­der In­ves­tor für we­sent­li­che Tei­le von Em­tri­on ge­won­nen wer­den konn­te. Da­mit kann die wert­vol­le Ent­wick­lungs­kom­pe­tenz des Un­ter­neh­mens künf­tig in­ner­halb ei­ner er­folg­rei­chen Un­ter­neh­mens­grup­pe wei­ter aus­ge­baut wer­den“, kom­men­tie­ren Bas­ser­mann und Deich­mann.
 

Wie man ein KI-gestütztes industrielles Bildverarbeitungssystem entwickelt

In mo­der­nen Pro­duk­ti­ons­li­ni­en zäh­len Mil­li­se­kun­den. Ob bei der Prü­fung von Ka­ros­se­rie­tei­len auf Ober­flä­chen­feh­ler, der Kon­trol­le von Löt­stel­len auf ei­ner Lei­ter­plat­te oder der Ve­ri­fi­zie­rung von Eti­ket­ten in Hoch­ge­schwin­dig­keits-Ver­pa­ckungs­li­ni­en: In­dus­tri­el­le Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­te­me müs­sen prä­zi­se Ent­schei­dun­gen in­ner­halb eng de­fi­nier­ter Zy­klus­zei­ten lie­fern. Bei In­spek­ti­ons­ra­ten von mehr als 60 Tei­len pro Se­kun­de kön­nen be­reits ge­rin­ge La­tenz­schwan­kun­gen die Syn­chro­ni­sa­ti­on mit Ak­to­ren und spei­cher­pro­gram­mier­ba­ren Steue­run­gen (SPS) be­ein­träch­ti­gen.

Gleich­zei­tig se­hen sich Her­stel­ler mit stei­gen­den Qua­li­täts­an­for­de­run­gen, zu­neh­men­den Fach­kräf­te­man­gel und wach­sen­dem re­gu­la­to­ri­schem Druck in Be­zug auf Rück­ver­folg­bar­keit kon­fron­tiert. Tra­di­tio­nel­le, re­gel­ba­sier­te Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­te­me sto­ßen an ih­re Gren­zen, wenn sie mit kom­ple­xen Feh­ler­mus­tern, va­ria­blen Licht­ver­hält­nis­sen oder ei­ner ho­hen Pro­dukt­viel­falt kon­fron­tiert wer­den.

Die In­te­gra­ti­on von De­ep Learning in die in­dus­tri­el­le In­spek­ti­on be­schränkt sich nicht dar­auf, nur ein neu­ro­na­les Netz­werk hin­zu­zu­fü­gen. Sie er­for­dert ei­ne sorg­fäl­tig kon­zi­pier­te Edge-Ar­chi­tek­tur, die de­ter­mi­nis­ti­sche Leis­tung, in­dus­tri­el­le Zu­ver­läs­sig­keit und lang­fris­ti­ge Ska­lier­bar­keit ge­währ­leis­tet.

Die ei­gent­li­che Her­aus­for­de­rung: La­tenz, De­ter­mi­nis­mus und In­te­gra­ti­on

In La­bo­r­um­ge­bun­gen wird die Leis­tungs­fä­hig­keit der KI-In­fe­renz häu­fig in Bil­dern pro Se­kun­de ge­mes­sen. In der Fer­ti­gung gilt ein an­de­rer Maß­stab: die End-to-End-Ent­schei­dungs­la­tenz. 

Ein in­dus­tri­el­les KI-In­spek­ti­ons­sys­tem muss hoch­auf­lö­sen­de Bil­der un­ter prä­zi­se kon­trol­lier­ten Licht­be­din­gun­gen er­fas­sen. An­schlie­ßend wer­den die Da­ten vor­ver­ar­bei­tet, nor­ma­li­siert und zur KI-Ver­ar­bei­tungs­ein­heit über­ge­ben – ent­we­der im Pro­zes­sor in­te­griert oder über ei­ne de­di­zier­te Be­schleu­ni­gungs­ein­heit. Da­nach wer­den die Er­geb­nis­se nach­ver­ar­bei­tet und schließ­lich de­ter­mi­nis­ti­sche OK/NOK-Si­gna­le an die PLC über­mit­telt, um me­cha­ni­sche Aus­sor­tier­sys­te­me aus­zu­lö­sen. Je­der die­ser Schrit­te muss in­ner­halb ei­nes streng de­fi­nier­ten Zeit­fens­ters statt­fin­den, da­mit der Pro­duk­ti­ons­fluss nicht ge­stört wird.

Cloud­ba­sier­te KI-Ver­ar­bei­tung ist für sol­che An­wen­dun­gen auf­grund un­vor­her­seh­ba­rer Netz­wer­kla­ten­zen und Band­brei­ten­be­schrän­kun­gen un­ge­eig­net. Edge-KI – bei der die In­fe­renz lo­kal auf dem Ge­rät er­folgt – be­sei­tigt Round-Trip-Ver­zö­ge­run­gen und stellt si­cher, dass sen­si­ble Pro­duk­ti­ons­da­ten in­ner­halb des Werks­netz­werks ver­blei­ben.

Ne­ben der La­tenz müs­sen wei­te­re An­for­de­run­gen be­rück­sich­tigt wer­den: de­ter­mi­nis­ti­sche I/O-Syn­chro­ni­sa­ti­on, Un­ter­stüt­zung in­dus­tri­el­ler Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stan­dards wie OPC UA, TSN-Ether­net-Funk­tio­nen für de­ter­mi­nis­ti­sche Da­ten­über­tra­gung so­wie, ge­ge­be­nen­falls, Le­ga­cy-Pro­to­kol­le wie Mod­bus/TCP. Hin­zu kom­men ther­mi­sche Sta­bi­li­tät im Dau­er­be­trieb, lan­ge Pro­dukt­le­bens­zy­klen so­wie Cy­ber­se­cu­ri­ty- und Com­pli­an­ce-An­for­de­run­gen.

Kurz ge­sagt: KI-Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­te­me müs­sen als in­dus­tri­el­le Steue­rungs­sys­te­me kon­zi­piert wer­den – und nicht als KI-Ge­rä­te für End­ver­brau­cher.

Edge KI als ar­chi­tek­to­ni­sche Grund­la­ge

Edge-Com­pu­ting-Platt­for­men mit in­te­grier­ter KI-Be­schleu­ni­gung sind zur ar­chi­tek­to­ni­schen Ba­sis mo­der­ner in­dus­tri­el­ler In­spek­ti­ons­sys­te­me ge­wor­den. Durch Pro­zes­so­ren, die all­ge­mei­ne Re­chen­leis­tung mit in­te­grier­ten Neu­ral Pro­ces­sing Units kom­bi­nie­ren, kön­nen Her­stel­ler ei­nen ho­hen In­fe­renz­durch­satz er­zie­len und gleich­zei­tig Leis­tungs­auf­nah­me und La­tenz kon­trol­lier­bar hal­ten.

Aus soft­ware­tech­ni­scher Sicht pro­fi­tiert die­ser An­satz von ei­ner si­che­ren Em­bed­ded-Li­nux-Grund­la­ge wie Clea OS von SE­CO, das auf Yoc­to ba­siert. Clea OS bie­tet:

  • Un­ver­än­der­li­che Par­ti­tio­nie­rung mit A/B-Up­dates,
  • Si­che­ren Sys­tem­start und Firm­ware-Va­li­die­rung,
  • Un­ter­stüt­zung für con­tai­ne­ri­sier­te An­wen­dun­gen,
  • Platt­form­über­grei­fen­de Hard­ware-Abs­trak­ti­on.
     

Re­fe­renz­ar­chi­tek­tur ei­nes KI-ge­stütz­ten Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­tems

Ei­ne ty­pi­sche KI-ba­sier­te Ar­chi­tek­tur für die op­ti­sche In­spek­ti­on um­fasst In­dus­trie­ka­me­ras, die über Gi­gE Vi­si­on oder USB an­ge­bun­den sind, kon­trol­lier­te Be­leuch­tungs­sys­te­me wie LED-Ring­leuch­ten oder Stro­bo­sko­pe, SPS-ge­trig­ger­te Bil­der­fas­sung, ei­ne Edge-Com­pu­ting-Platt­form mit KI-Be­schleu­ni­gung, de­ter­mi­nis­ti­sche I/O-Schnitt­stel­len zur Syn­chro­ni­sa­ti­on so­wie ei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schicht für den Echt­zeit­aus­tausch von Si­gna­len mit der SPS.

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit der SPS er­folgt ty­pi­scher­wei­se über de­ter­mi­nis­ti­sche In­dus­tri­al-Ether­net-Lö­sun­gen wie PRO­FI­NET, Ether­CAT oder Ether­Net/IP für Echt­zeit-Re­gel­krei­se. OPC UA wird häu­fig für über­ge­ord­ne­te Kom­mu­ni­ka­ti­on und Da­ten­aus­tausch ein­ge­setzt, auch in OPC-UA-PubSub-Ar­chi­tek­tu­ren in Kom­bi­na­ti­on mit TSN.

In ei­nem ty­pi­schen KI-ge­stütz­ten in­dus­tri­el­len Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­tem um­fasst der Soft­ware-Stack:

  • Em­bed­ded Li­nux (zum Bei­spiel ei­ne Yoc­to-ba­sier­te Dis­tri­bu­ti­on),
  • Ka­me­ra-SDK oder GStrea­mer-Pipe­line,
  • KI-Be­schleu­ni­ger-SDK,
  • In­spek­ti­ons­lo­gik auf An­wen­dungs­ebe­ne.
     

Wa­rum Com­pu­ter-on-Mo­du­les für in­dus­tri­el­le Bild­ver­ar­bei­tung ent­schei­dend sind

Das Com­pu­te Mo­du­le ist das Herz des Sys­tems. Ein De­sign auf Ba­sis of­fe­ner Stan­dards wie COM Ex­press bie­tet er­heb­li­che lang­fris­ti­ge Vor­tei­le.

Com­pu­ter‑on‑Mo­du­le‑(COM)-Ar­chi­tek­tu­ren tren­nen da­bei klar zwi­schen:

  • dem Re­chen­kern (CPU, Spei­cher, High‑Speed‑In­ter­faces),
  • der an­wen­dungs­spe­zi­fi­schen Car­ri­er‑Pla­ti­ne.
     

Die­se Mo­du­la­ri­tät er­mög­licht Pro­zes­sor-Up­grades, oh­ne das ge­sam­te Sys­tem neu zu ent­wi­ckeln. Sie re­du­ziert Ent­wick­lungs- und Va­li­die­rungs­kos­ten, ver­län­gert Pro­dukt­le­bens­zy­klen und schafft Fle­xi­bi­li­tät durch Mul­ti-Ven­dor-Sour­cing – ein wich­ti­ger stra­te­gi­scher Fak­tor in vo­la­ti­len Halb­lei­ter­märk­ten.

Für KI-ba­sier­te In­spek­tio­nen muss das Car­ri­er Board ge­nü­gend PCIe-La­nes be­reit­stel­len, um ei­nen M.2-KI-Be­schleu­ni­ger zu in­te­grie­ren, und gleich­zei­tig fol­gen­de Schnitt­stel­len bie­ten: 

  • meh­re­re Gi­ga­bit- oder 2,5-GbE-Schnitt­stel­len,
  • iso­lier­te GPI­Os für Trig­ger-Si­gna­le,
  • 24-V-to­le­ran­te di­gi­ta­le Ein­gän­ge,
  • in­dus­tri­el­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schnitt­stel­len.

SE­COs SOM-CO­Me-BT6-PTL-Mo­dul auf Ba­sis von In­tel® Core™ Ul­tra Pro­zes­so­ren mit in­te­grier­ter KI-Be­schleu­ni­gung ist ein Bei­spiel da­für, wie COM Ex­press Ty­pe 6 Platt­for­men in­dus­tri­el­le Per­for­mance, in­te­grier­te NPU-Funk­tio­na­li­tät und lang­fris­ti­ge Road­map-Kon­ti­nui­tät in ei­ner mo­du­la­ren Ar­chi­tek­tur ver­bin­den kön­nen.

In­te­gra­ti­on von KI-Be­schleu­ni­gung in mo­der­nen Edge-Ar­chi­tek­tu­ren

Mo­der­ne in­dus­tri­el­le Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­te­me set­zen zu­neh­mend auf he­te­ro­ge­ne Com­pu­ting-Ar­chi­tek­tu­ren, die leis­tungs­star­ke Mul­ti-Core-CPUs mit in­te­grier­ter KI-Be­schleu­ni­gung kom­bi­nie­ren. Wäh­rend ex­ter­ne Be­schleu­ni­ger­kar­ten für re­chen­in­ten­si­ve An­wen­dun­gen nach wie vor ei­ne sinn­vol­le Op­ti­on dar­stel­len, ver­fü­gen vie­le ak­tu­el­le Edge-Platt­for­men mitt­ler­wei­le über di­rekt in die Pro­zes­sor­ar­chi­tek­tur in­te­grier­te Neu­ral Pro­ces­sing Units (NPUs).

Die­se In­te­gra­ti­on re­du­ziert die Sys­tem­kom­ple­xi­tät, ver­kürzt Da­ten­pfa­de und mi­ni­miert La­ten­zen, da un­nö­ti­ge Da­ten­trans­fers zwi­schen se­pa­ra­ten Kom­po­nen­ten ver­mie­den wer­den. Gleich­zei­tig ver­bes­sert sie die En­er­gie­ef­fi­zi­enz und ver­ein­facht das ther­mi­sche De­sign.

Sol­che Ar­chi­tek­tu­ren eig­nen sich be­son­ders für an­spruchs­vol­le in­dus­tri­el­le An­wen­dun­gen wie Ka­ros­se­ri­ein­spek­ti­on, PCB-Feh­ler­er­ken­nung, Ver­pa­ckungs­kon­trol­le und Hoch­ge­schwin­dig­keits-Sor­tie­rung in der Lo­gis­tik.

Die tat­säch­li­che End-to-End-La­tenz hängt von der spe­zi­fi­schen Hard­ware­kon­fi­gu­ra­ti­on ab, ein­schließ­lich der Pro­zes­sor­ar­chi­tek­tur, der ver­füg­ba­ren KI-Be­schleu­ni­gung, der Ka­me­ra­ein­stel­lung und der Mo­dell­kom­ple­xi­tät. Die Ge­währ­leis­tung ei­nes de­ter­mi­nis­ti­schen Ti­mings un­ter rea­len Be­triebs­be­din­gun­gen bleibt ei­ne zen­tra­le An­for­de­rung für in­dus­tri­el­le Bild­ver­ar­bei­tungs­an­wen­dun­gen.

Über die In­fe­renz hin­aus: Ska­lier­bar­keit, Si­cher­heit und Le­bens­zy­klus

In­dus­tri­el­le In­spek­ti­ons­sys­te­me ar­bei­ten nur sel­ten als iso­lier­te Ge­rä­te. OEMs be­nö­ti­gen zu­neh­mend Trans­pa­renz auf Flot­ten­ebe­ne, Re­mo­te-Up­date-Fä­hig­kei­ten und Da­ten­or­ches­trie­rung.

Ei­ne si­che­re, le­bens­zy­klus­fä­hi­ge Be­triebs­sys­tem­grund­la­ge ist ent­schei­dend, um KI-In­spek­ti­ons­sys­te­me über ver­teil­te in­dus­tri­el­le Um­ge­bun­gen hin­weg zu ska­lie­ren. Ein auf Yoc­to ba­sie­ren­des Be­triebs­sys­tem, das mit Se­cu­re Boot, A/B-Par­ti­tio­nie­rung, si­gnier­ten Up­dates und Un­ter­stüt­zung für con­tai­ne­ri­sier­te Workloads aus­ge­stat­tet ist, stellt si­cher, dass die Prüf­kno­ten über lan­ge Be­triebs­zy­klen hin­weg ak­tua­li­sier­bar, über­prüf­bar und kon­form blei­ben.

Die­se Platt­form er­mög­licht die Ak­tua­li­sie­rung von KI-Mo­del­len un­ab­hän­gig von der Ba­sis-Firm­ware, un­ter­stützt das Fern­ma­nage­ment von Ge­rä­teflot­ten und ver­ein­facht die An­pas­sung an sich wei­ter­ent­wi­ckeln­de Cy­ber­si­cher­heits­vor­schrif­ten wie den EU-Cy­ber-Re­s­i­li­en­ce-Act (CRA) und die An­for­de­run­gen der RED-Richt­li­nie.

In die­sem Sin­ne müs­sen Edge-KI-Platt­for­men nicht nur für Per­for­mance, son­dern auch für si­che­res Lifecy­cle Ma­nage­ment ent­wi­ckelt wer­den.

Fa­zit: Ent­wick­lung für die in­dus­tri­el­le Rea­li­tät

Die Ent­wick­lung ei­nes KI-ge­stütz­ten in­dus­tri­el­len Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­tems er­for­dert heu­te mehr, als ein neu­ro­na­les Netz in ei­nen In­spek­ti­ons­pro­zess zu in­te­grie­ren. Sie ver­langt ei­ne ganz­heit­li­che Ar­chi­tek­tur auf Ba­sis mo­du­la­rer Com­pu­te-Grund­la­gen, KI-na­ti­ver Hard­ware­platt­for­men mit in­te­grier­ter Be­schleu­ni­gung und si­che­rer Be­triebs­sys­tem­schich­ten für lang­fris­ti­ges Lifecy­cle Ma­nage­ment.

Durch die Kom­bi­na­ti­on of­fe­ner Stan­dards wie COM Ex­press, he­te­ro­ge­ner Edge-KI-Ar­chi­tek­tu­ren und si­che­rer, flot­ten­fä­hi­ger Soft­ware­grund­la­gen kön­nen Her­stel­ler von Pi­lo­t­in­stal­la­tio­nen zu ska­lier­ba­ren stand­ort­über­grei­fen­den Im­ple­men­tie­run­gen über­ge­hen, oh­ne ih­re Platt­for­men bei je­dem Tech­no­lo­gie­sprung neu ent­wi­ckeln zu müs­sen.

Die Wei­ter­ent­wick­lung der in­dus­tri­el­len Bild­ver­ar­bei­tung dreht sich da­her nicht nur um hö­he­re TOPS oder schnel­le­re In­fe­renz, son­dern um de­ter­mi­nis­ti­sche, si­che­re und ak­tua­li­sier­ba­re Edge-KI-Sys­te­me, die sich über das nächs­te Jahr­zehnt hin­weg ge­mein­sam mit den in­dus­tri­el­len An­for­de­run­gen wei­ter­ent­wi­ckeln kön­nen.
Au­tor: Fran­ces­co Vaia­ni, Se­ni­or Pro­duct Ma­na­ger bei SE­CO

 

Reinraum-Energieführung für lange Verfahrwege

In mo­der­nen Halb­lei­ter­fa­bri­ken durch­lau­fen Si­li­zi­um­wafer zahl­rei­che Pro­zess­schrit­te – von der Li­tho­gra­fie über das Ät­zen bis hin zur Me­tal­li­sie­rung. Auf­grund der stren­gen An­for­de­run­gen an Sau­ber­keit und Par­ti­kel­frei­heit ist ein ma­nu­el­ler Trans­port in­ner­halb des Rein­raums nicht prak­ti­ka­bel. Statt­des­sen über­neh­men im­mer häu­fi­ger au­to­ma­ti­sier­te Sys­te­me den si­che­ren und ef­fi­zi­en­ten Trans­port der Wa­fer-Kas­set­ten über lan­ge Stre­cken. Zum Bei­spiel per Over­head Hoist Trans­port (OHT), ein Schie­nen­sys­tem, das die Kas­set­ten un­ter der De­cke be­wegt. Das spart zwar Rein­raum­flä­che, stellt Kon­struk­teu­re aber vor ei­ne Her­aus­for­de­rung: die Ver­sor­gung des OHT mit Strom und Da­ten. „Strom­schie­nen über­tra­gen kei­ne Da­ten und sind war­tungs­in­ten­siv. En­er­gie­ket­ten be­nö­ti­gen meist ei­ne kom­ple­xe Ab­saug­vor­rich­tung für Par­ti­kel. Der Be­darf an ei­ner rein­raum­taug­li­chen, lang­le­bi­gen und kos­ten­güns­ti­gen Al­ter­na­ti­ve ist in der Bran­che ent­spre­chend groß“, er­klärt Ki­ra Wel­ler, Pro­dukt­ma­na­ge­rin e-ket­ten und Rein­raum-Ex­per­tin bei igus.

Rol­len statt Glei­ten 

Um das Di­lem­ma zu lö­sen, hat igus für die C6-Rein­rau­men­er­gie­ket­te ein be­son­de­res Füh­rungs­sys­tem na­mens e-spin ent­wi­ckelt. Da­bei han­delt es sich um Füh­rungs­rä­der, die wie al­le igus En­er­gie­ket­ten aus tri­bo­lo­gisch, sprich auf Rei­bung und Ver­schleiß, op­ti­mier­tem Hoch­leis­tungs­kunst­stoff be­ste­hen. Die Rä­der sit­zen zwi­schen Ober- und Un­ter­trum der En­er­gie­ket­te. Die Ket­ten­tei­le rol­len da­durch auf­ein­an­der, statt zu glei­ten – und das oh­ne wei­te­re Par­ti­k­ele­mis­si­on, ei­ne Ab­saugein­heit wird nicht be­nö­tigt. Gleich­zei­tig ist das Sys­tem aus C6-En­er­gie­ket­te und Füh­rungs­rä­dern durch den ein­ge­setz­ten Hoch­leis­tungs­kunst­stoff ab­rieb­fest, war­tungs­arm und be­son­ders lang­le­big. La­bor­tests in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Fraun­ho­fer IPA be­stä­ti­gen: Das Sys­tem er­reicht bei ei­ner Ge­schwin­dig­keit von 0,5 m/s die höchs­te Rein­raum­klas­se ISO 1. 

Ethernet-Steuersystem für Motorrollen

Mit dem in­no­va­ti­ven Ether­net-G20-Steu­er­sys­tem kön­nen bis zu 120 Mo­tor­rol­len fle­xi­bel über nur ei­ne ein­zi­ge IP-Adres­se an­ge­steu­ert wer­den. Zu­sam­men mit wei­te­ren Fea­tures wie au­to­ma­ti­scher Adres­sie­rung, Mul­ti­pro­to­koll­fä­hig­keit und in­te­grier­tem Webser­ver bie­tet Pep­perl+Fuchs so die op­ti­ma­le Lö­sung für mo­derns­te För­der­tech­nik­an­la­gen. Das Ether­net-G20-Steu­er­sys­tem kann für 24 V und 48 V Mo­tor­rol­len ein­ge­setzt wer­den. Wo bis­her je­weils ei­ne IP-Adres­se in der Steue­rung für ma­xi­mal vier Mo­tor­rol­len spen­diert wer­den muss­te, kön­nen mit dem Ether­net-G20-Sys­tem bis zu 120 Mo­tor­rol­len über ei­ne ein­zi­ge IP-Adres­se völ­lig fle­xi­bel an­ge­steu­ert wer­den. 

Um das zu er­rei­chen, spannt der G20-Con­trol­ler bis zu vier Li­ni­en auf. Dar­an las­sen sich je­weils bis zu 15 G20-Mo­tor­rol­len­mo­du­le an­schlie­ßen, wel­che wie­der­um An­schlüs­se für zwei Mo­tor­rol­len bie­ten. Da­bei er­folgt die Adres­sie­rung al­ler Mo­tor­mo­du­le völ­lig au­to­ma­ti­siert. Um wei­te­re Res­sour­cen in der Steue­rung ein­zu­spa­ren kann für je­des Mo­tor­mo­dul in­di­vi­du­ell ent­schie­den wer­den, ob die­ses zen­tral aus der Steue­rung oder aut­ark im de­zen­tra­len ZPA-Mo­dus be­trie­ben wird. Un­ab­hän­gig vom aus­ge­wähl­ten Be­triebs­mo­dus ste­hen de­tail­lier­te Dia­gno­se­da­ten der Mo­du­le wie Strom­auf­nah­me oder Be­triebs­zeit pro Mo­tor­rol­le je­der­zeit zur Ver­fü­gung. Un­ter­stützt wer­den die gän­gi­gen Feld­bus­pro­to­kol­le PRO­FI­NET und Ether­Net/IP in ei­nem Ge­rät, wo­bei ei­ne naht­lo­se IIoT-Kom­mu­ni­ka­ti­on durch die in­te­grier­te REST API und OPC UA er­mög­licht wird. Für die ein­fa­che In­be­trieb­nah­me steht ein in­te­grier­ter Webser­ver zur Ver­fü­gung.
 

Industrielle Bedienpanel für die Umsetzung digitaler Sicherheitheitskonzepte

Mit der Ent­wick­lung ei­nes TFT-ba­sier­ten SIL3 HMIs löst das Icon­Trust®-Kon­zept von Deu­ta den seit Lan­gem be­ste­hen­den Kon­flikt zwi­schen star­ren, hard­ware­ba­sier­ten, si­cher­heits­re­le­van­ten Be­nut­zer­ober­flä­chen und mo­der­nen, er­go­no­mi­schen An­for­de­run­gen. Denn mensch­li­ches Ver­sa­gen in der Pro­zess­in­dus­trie ist sel­ten zu­fäl­lig, son­dern re­sul­tiert aus dem Zu­sam­men­spiel kom­ple­xer Sys­te­me, un­kla­rer In­for­ma­tio­nen und un­zu­rei­chen­der Be­nut­zer­füh­rung. Ty­pi­sche Feh­ler rei­chen von ein­fa­chen Fehl­be­die­nun­gen bis hin zu fal­schen Ent­schei­dun­gen un­ter Stress.

Ein ent­schei­den­der Ein­fluss­fak­tor ist die Qua­li­tät der Be­dien­ter­mi­nals: Un­struk­tu­rier­te An­zei­gen er­hö­hen die ko­gni­ti­ve Last, feh­len­de Sys­tem­kennt­nis­se er­schwe­ren die Be­wer­tung von Alar­men und sta­ti­sche Be­dien­ele­men­te ver­hin­dern ei­ne kon­text­be­zo­ge­ne und sprach­an­ge­pass­te Un­ter­stüt­zung. In si­cher­heits­kri­ti­schen Si­tua­tio­nen kann dies da­zu füh­ren, dass selbst gut aus­ge­leg­te Be­dien­sys­te­me un­wirk­sam wer­den. Mo­der­ne Hu­man-Fac­tors-An­sät­ze for­dern da­her Be­dien­ter­mi­nals, die ak­tiv zur Feh­ler­ver­mei­dung bei­tra­gen, statt le­dig­lich In­for­ma­tio­nen dar­zu­stel­len.

Gren­zen klas­si­scher hart­ver­drah­te­ter Si­cher­heits-HMIs

Kon­ven­tio­nel­le Si­cher­heits-HMIs ba­sie­ren auf fest ver­drah­te­ten Kom­po­nen­ten, bei­spiels­wei­se Leuch­ten, Tas­tern und Wahl­schal­tern. Die­se Ar­chi­tek­tur bie­tet zwar de­ter­mi­nis­ti­sches Ver­hal­ten und ei­ne ho­he Dia­gno­se­ab­de­ckung, hat je­doch auch er­heb­li­che Nach­tei­le:

  • Feh­len­de Kon­text­sen­si­ti­vi­tät: Al­le Be­dien­ele­men­te sind dau­er­haft sicht­bar – un­ab­hän­gig vom ak­tu­el­len An­la­gen­zu­stand. Be­die­ner müs­sen selbst ent­schei­den, wel­che Ele­men­te re­le­vant sind.
  • Ho­he ko­gni­ti­ve Be­las­tung: Kom­ple­xe Zu­stän­de wer­den oft durch ein­fa­che Si­gna­le (z. B. ei­ne ein­zel­ne Lam­pe) re­prä­sen­tiert, was In­ter­pre­ta­ti­ons­spiel­räu­me er­öff­net.
  • Ein­ge­schränk­te Er­go­no­mie: Dy­na­mi­sche Vi­sua­li­sie­rung, Be­nut­zer­füh­rung oder ge­führ­te Ab­läu­fe sind nicht rea­li­sier­bar.
  • Ho­her En­gi­nee­ring- und War­tungs­auf­wand: Ver­drah­tung, Tests und Än­de­run­gen sind kom­plex, feh­ler­an­fäl­lig und kos­ten­in­ten­siv.
     

Vor die­sem Hin­ter­grund ge­win­nen er­go­no­misch ge­stal­te­te, kon­text­be­zo­ge­ne, TFT-ba­sier­te Hu­man-Ma­chi­ne-In­ter­faces (HMIs) zu­neh­mend an Be­deu­tung. Sie bie­ten ef­fek­ti­ve Mög­lich­kei­ten, vor­han­de­ne Kom­ple­xi­tät zu struk­tu­rie­ren, in­dem sie re­le­van­te In­for­ma­tio­nen se­lek­tiv dar­stel­len, Be­nut­zer in­tui­tiv über gra­fi­sche Ele­men­te durch In­ter­ak­tio­nen füh­ren und sich dy­na­misch an den ak­tu­el­len An­la­gen­zu­stand so­wie die je­wei­li­ge Be­nut­zer­rol­le an­pas­sen.

Trotz die­ser Vor­tei­le war der Ein­satz sol­cher Sys­te­me in si­cher­heits­kri­ti­schen An­wen­dun­gen bis­lang ein­ge­schränkt. Ins­be­son­de­re die Rea­li­sie­rung von Funk­tio­nen mit ei­ner Si­cher­heits-In­te­gri­täts­stu­fe von SIL3 stell­te ei­ne er­heb­li­che Her­aus­for­de­rung dar. Dies gilt ins­be­son­de­re für An­wen­dun­gen, die ei­ne ho­he Dia­gno­se­ab­de­ckung so­wie ei­ne aus­ge­präg­te Ro­bust­heit ge­gen­über Aus­fäl­len durch ge­mein­sa­me Ur­sa­chen er­for­dern – An­for­de­run­gen, die mit klas­si­schen TFT-ba­sier­ten HMI-Kon­zep­ten lan­ge Zeit nicht zu­ver­läs­sig er­füllt wer­den konn­ten.

Denn spe­zi­ell in si­cher­heits­kri­ti­schen An­wen­dungs­sze­na­ri­en ist es er­for­der­lich, po­ten­zi­ell ge­fähr­li­che Ak­tio­nen sys­tem­sei­tig ein­zu­schrän­ken, zwin­gen­de Be­stä­ti­gungs­schrit­te vor­zu­se­hen und den Be­die­ner bei der Rück­füh­rung aus ab­nor­ma­len Be­triebs­zu­stän­den ge­zielt zu un­ter­stüt­zen. Kon­ven­tio­nel­le, hard­ware­ba­sier­te Si­cher­heits-HMIs sto­ßen hier­bei je­doch an ih­re funk­tio­na­len Gren­zen, da sie die Im­ple­men­tie­rung ei­nes der­art dif­fe­ren­zier­ten und kon­text­sen­si­ti­ven Ver­hal­tens nur ein­ge­schränkt er­mög­li­chen.

Vor­aus­set­zun­gen der Hard­ware­ar­chi­tek­tur 

Hard­ware­sei­tig ist die kon­se­quen­te ar­chi­tek­to­ni­sche Tren­nung zwi­schen ei­nem si­cher­heits­zer­ti­fi­zier­ten Kern und ei­nem nicht si­cher­heits­re­le­van­ten Front­end, die ge­mein­sam in ei­nem in­te­grier­ten HMI in­te­griert sind, die Vor­aus­set­zun­gen für di­gi­ta­le funk­tio­na­le Si­cher­heit. Sämt­li­che si­cher­heits­ge­rich­te­ten Funk­tio­nen – dar­un­ter die Ve­ri­fi­ka­ti­on an­ge­zeig­ter si­cher­heits­kri­ti­scher In­for­ma­tio­nen so­wie die Va­li­die­rung von Be­nut­zer­ein­ga­ben für si­cher­heits­re­le­van­te Ak­tio­nen – sind in ei­nem de­di­zier­ten Si­cher­heits­be­reich ge­kap­selt. Die­ser Be­reich ist ge­mäß IEC 61508 bis zur Si­cher­heits-In­te­gri­täts­stu­fe SIL3 be­wer­tet und zer­ti­fi­ziert. Der nicht si­cher­heits­re­le­van­te Teil über­nimmt hin­ge­gen die Be­reit­stel­lung der gra­fi­schen TFT-ba­sier­ten Be­nut­zer­ober­flä­che, die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit über­ge­ord­ne­ten Sys­te­men so­wie die für mo­der­ne, er­go­no­mi­sche HMI-Kon­zep­te er­for­der­li­che funk­tio­na­le Fle­xi­bi­li­tät.

Die­se kla­re funk­tio­na­le Ent­kopp­lung ver­folgt zwei zen­tra­le Ziel­set­zun­gen. Zum ei­nen wird die Si­cher­heits­in­te­gri­tät des Ge­samt­sys­tems wirk­sam von Än­de­run­gen im nicht­si­cher­heits­kri­ti­schen Be­reich iso­liert. Nach er­folg­ter Be­wer­tung und Va­li­die­rung bleibt der Si­cher­heits­kern in sei­ner Aus­le­gung und sei­nem Ver­hal­ten un­ver­än­dert, so­dass An­pas­sun­gen an Vi­sua­li­sie­rung, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schnitt­stel­len oder Cy­ber­se­cu­ri­ty-Me­cha­nis­men kei­nen Ein­fluss auf die si­cher­heits­ge­rich­te­ten Funk­tio­nen ha­ben. Zum an­de­ren er­öff­net die Tren­nung die Mög­lich­keit, im nicht si­cher­heits­re­le­van­ten Be­reich eta­blier­te in­dus­tri­el­le IT- und HMI-Tech­no­lo­gi­en ein­zu­set­zen. Da­durch kön­nen Be­nut­zer­freund­lich­keit, Sys­tem­leis­tung und Schutz­me­cha­nis­men ge­gen Cy­ber­be­dro­hun­gen kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den, oh­ne die Zer­ti­fi­zie­rungs­ba­sis des si­cher­heits­kri­ti­schen Sys­tem­teils zu ge­fähr­den.

Funk­ti­ons­wei­se Icon­Trust® HMI 

Die si­che­re Icon­Trust®-Tech­no­lo­gie über­wacht de­fi­nier­te Be­rei­che des TFT-Dis­plays und un­ter­schei­det zwi­schen gül­ti­gen und un­gül­ti­gen In­for­ma­tio­nen. Auf dem Icon­Trust® HMI kön­nen si­cher­heits­re­le­van­te An­zei­ge- und Be­dien­ele­men­te wie Leucht­mel­der, Tas­ter oder Tex­te in kür­zes­ter Zeit auf Ih­rer Be­dien­ober­flä­che an­ge­legt wer­den. Als Web-Edi­tor kann ein Stan­dard-Brow­ser wie bei­spiels­wei­se Chro­mi­um, Edge oder Fi­re­fox ge­nutzt wer­den. Es ist kei­ne wei­te­re Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei er­for­der­lich. Die auf dem Icon­Trust® HMI dar­ge­stell­ten Fel­der las­sen sich über ei­ne Webober­flä­che leicht und fle­xi­bel edi­tie­ren. Die­se zeigt zen­tral ei­ne Li­ve-Vor­schau der HMI-Kon­fi­gu­ra­ti­on. Ei­ne Vor­schau di­rekt auf dem Icon­Trust® HMI ist eben­falls je­der­zeit mög­lich.

Icon­Trust® über­wacht die An­zei­ge- und Ein­ga­be­be­rei­che un­ab­hän­gig von­ein­an­der. Bei Ab­wei­chun­gen löst Icon­Trust® ei­ne si­cher­heits­ge­rich­te­te Re­ak­ti­on aus. In je­dem Bild­wie­der­hol­zy­klus wird für je­den ein­zel­nen Be­reich das an­ge­zeig­te Bild ana­ly­siert und mit dem Wert der je­wei­li­gen Ein­gangs­grö­ße ver­gli­chen.

Ein zen­tra­ler Vor­teil des TFT-ba­sier­ten Icon­Trust® HMIs liegt in sei­ner Fä­hig­keit, In­for­ma­tio­nen kon­text­ab­hän­gig und mehr­stu­fig dar­zu­stel­len – ab­ge­stimmt auf den ak­tu­el­len Be­triebs­mo­dus, den je­wei­li­gen An­la­gen­be­reich und die Be­nut­zer­rol­le. Im Ge­gen­satz zu klas­si­schen Be­dien­fel­dern mit fes­ten Leuch­ten und Schal­tern zeigt das Icon­Trust® HMI nur die für die je­wei­li­ge Auf­ga­be re­le­van­ten Ele­men­te an, wäh­rend nicht zu­tref­fen­de oder po­ten­zi­ell ris­kan­te Op­tio­nen aus­ge­blen­det oder de­ak­ti­viert wer­den kön­nen. Da­durch wer­den vi­su­el­le Über­las­tung und ko­gni­ti­ve Be­las­tung re­du­ziert und die Be­die­ner kön­nen sich auf die wirk­lich wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen und Hand­lun­gen kon­zen­trie­ren. Im Nor­mal­be­trieb kann die HMI bei­spiels­wei­se Pro­zess­über­sich­ten und Leis­tungs­kenn­zah­len in den Vor­der­grund stel­len, wäh­rend si­cher­heits­kri­ti­sche Steu­er­ele­men­te zwar zu­gäng­lich blei­ben, je­doch un­auf­fäl­lig im Hin­ter­grund an­ge­ord­net sind. In Aus­nah­me­si­tua­tio­nen, wie bei ei­nem hoch­prio­ri­sier­ten Alarm, könn­te die Be­nut­zer­ober­flä­che die Dar­stel­lung re­or­ga­ni­sie­ren, so­dass der be­tref­fen­de Alarm, die re­le­van­ten Pro­zess­wer­te und emp­foh­le­ne Hand­lungs­op­tio­nen un­mit­tel­bar sicht­bar wer­den. Die­se dy­na­mi­sche An­pas­sung op­ti­miert so­wohl die Or­ga­ni­sa­ti­on der Be­nut­zer­ober­flä­che als auch den De­tail­lie­rungs­grad der In­for­ma­tio­nen in Ab­hän­gig­keit von der Auf­ga­ben­an­for­de­rung und un­ter­stützt so ein ver­bes­ser­tes Si­tua­ti­ons­be­wusst­sein.

Icon­Trust® HMI kann struk­tu­rier­te Ar­beits­ab­läu­fe für si­cher­heits­re­le­van­te Vor­gän­ge im­ple­men­tie­ren, bei de­nen Be­nut­zer de­fi­nier­te Schrit­te be­fol­gen, Vor­aus­set­zun­gen be­stä­ti­gen und re­le­van­te In­for­ma­tio­nen über­prü­fen müs­sen, be­vor sie kri­ti­sche Be­feh­le aus­füh­ren. Der Si­cher­heits­be­reich kann die­se Ab­läu­fe durch­set­zen, in­dem er Ein­ga­be­mus­ter va­li­diert und ver­such­te Ab­kür­zun­gen ab­lehnt, die er­for­der­li­che Prü­fun­gen um­ge­hen wür­den.

Auf dem Icon­Trust® HMI las­sen sich safe­ty-re­le­van­te Alar­me in Farb­co­die­rung, Sym­bo­lik und Po­si­tio­nie­rung ein­fach kon­fi­gu­rie­ren. Die Prio­ri­tät kann nicht nur durch die Far­be, son­dern auch durch Sor­tie­rung, Grup­pie­rung und die den ver­schie­de­nen Alar­men zu­ge­wie­se­ne Bild­schirm­flä­che dar­ge­stellt wer­den. Zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen wie de­tail­lier­te Feh­ler­be­schrei­bun­gen, Hand­lungs­an­wei­sun­gen, First-Out-An­zei­gen und zu­ge­hö­ri­ge Pro­zes­s­trends kön­nen dar­ge­stellt wer­den, oh­ne dass se­pa­ra­te Sys­te­me er­for­der­lich sind. Da­durch ist der Be­die­ner in der La­ge, kau­sa­le Zu­sam­men­hän­ge zu ver­ste­hen und die rich­ti­ge ers­te Maß­nah­me schnel­ler zu er­mit­teln. Da der Si­cher­heits­be­reich so­wohl die Alar­min­for­ma­tio­nen als auch die Re­ak­tio­nen des Be­nut­zers va­li­diert, kann das Sys­tem si­cher­stel­len, dass Quit­tie­run­gen und Rück­set­zun­gen si­cher­heits­re­le­van­ter Alar­me auf kon­trol­lier­te Wei­se aus­ge­führt wer­den. So kann die HMI bei­spiels­wei­se ver­lan­gen, dass der Be­die­ner ei­nen be­stimm­ten Alarm­de­tail­bild­schirm auf­ruft, wich­ti­ge Pro­zess­va­ria­blen über­prüft und be­stä­tigt, dass die Be­din­gun­gen wie­der in­ner­halb der Grenz­wer­te lie­gen, be­vor ein Si­cher­heits-Re­set ak­zep­tiert wird. Die­ses De­sign geht weit über das hin­aus, was mit ein­fa­chen Quit­tie­rungs­tas­ten mög­lich ist, und ver­bes­sert so­mit so­wohl die Si­cher­heit als auch die Zu­ver­läs­sig­keit des Be­die­ners.

In­dus­tri­el­le Kom­mu­ni­ka­ti­on und In­te­gra­ti­on 

Das Icon­Trust® HMI nutzt be­währ­te in­dus­tri­el­le Stan­dard­kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­to­kol­le – ins­be­son­de­re PRO­FI­NET und PRO­FI­safe –, um ei­ne naht­lo­se In­te­gra­ti­on in be­ste­hen­de Au­to­ma­ti­sie­rungs­ar­chi­tek­tu­ren zu er­mög­li­chen. Da­durch ist die Kom­pa­ti­bi­li­tät mit den gän­gi­gen SPS-Platt­for­men und Si­cher­heits­steue­run­gen, wie sie in der Pro­zess­in­dus­trie weit ver­brei­tet sind, ge­währ­leis­tet. Si­cher­heits­kri­ti­sche Si­gna­le wer­den über PRO­FI­safe in­ner­halb des PRO­FI­NET-Netz­werks über­tra­gen. Da­durch wird ei­ne durch­gän­gi­ge und zu­ver­läs­si­ge Si­cher­heits­kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen der Si­cher­heits-SPS und der HMI-Si­cher­heits­do­mä­ne ge­währ­leis­tet.

Aus an­la­gen­tech­ni­scher Sicht re­du­ziert die Nut­zung ei­nes ein­zi­gen Ether­net-Ka­bels für die Ge­rä­te­an­bin­dung den Ver­ka­be­lungs­auf­wand deut­lich und ver­ein­facht die In­stal­la­ti­on im Ver­gleich zu her­kömm­li­chen Pa­nel-Lö­sun­gen. Über die­se phy­si­ka­li­sche Schnitt­stel­le las­sen sich so­wohl si­cher­heits­kri­ti­sche als auch nicht si­cher­heits­re­le­van­te In­for­ma­tio­nen über­tra­gen. Lo­gi­sche Tren­nun­gen und Si­cher­heits­me­cha­nis­men auf Pro­to­koll- und Ge­rä­tee­be­ne sor­gen da­bei für die not­wen­di­ge In­te­gri­tät. Das Kon­zept un­ter­stützt mo­du­la­re An­la­gen­ar­chi­tek­tu­ren und er­leich­tert spä­te­re Er­wei­te­run­gen oder An­pas­sun­gen der HMI-Funk­tio­na­li­tät, oh­ne die be­ste­hen­de Si­cher­heits­in­fra­struk­tur zu be­ein­träch­ti­gen.

Le­bens­zy­klus­ma­nage­ment und Cy­ber­si­cher­heit 

Die Tren­nung in Si­cher­heits- und Nicht-Si­cher­heits­do­mä­nen bie­tet we­sent­li­che Vor­tei­le für das Le­bens­zy­klus­ma­nage­ment im Kon­text der Cy­ber­si­cher­heit. Da in­dus­tri­el­le Steue­rungs­sys­te­me zu­neh­mend mit Netz­wer­ken und ex­ter­nen Diens­ten ver­bun­den sind, er­for­dern sie re­gel­mä­ßi­ge Up­dates, Patching und mo­der­ne Me­cha­nis­men zur An­griffs­er­ken­nung.

Der Über­gang von hard­ware­zen­trier­ten, sta­ti­schen Be­dien­kon­zep­ten zu kon­fi­gu­rier­ba­ren, soft­ware­ba­sier­ten und si­cher­heits­zer­ti­fi­zier­ten TFT-HMIs er­öff­net zu­sätz­li­che Po­ten­zia­le hin­sicht­lich Feh­ler­mi­ni­mie­rung, Wart­bar­keit und Cy­ber­si­cher­heits­re­s­i­li­enz. Gleich­zei­tig folgt die­se Ent­wick­lung dem all­ge­mei­nen Trend in si­cher­heits­kri­ti­schen Sys­te­men, bei dem Hu­man Fac­tors En­gi­nee­ring zu­neh­mend in­te­gra­ler Be­stand­teil der Sys­te­maus­le­gung ist. Ins­ge­samt leis­ten si­cher­heits­zer­ti­fi­zier­te TFT-HMIs ei­nen we­sent­li­chen Bei­trag zur Re­du­zie­rung von Ri­si­ken durch mensch­li­che Fak­to­ren und zur Ver­bes­se­rung der Be­dien­qua­li­tät. Sie sind so­mit ein wich­ti­ger Bau­stein für ei­nen si­che­ren und zu­gleich ef­fi­zi­en­ten An­la­gen­be­trieb.
 

5G-Router für die sichere Standortvernetzung

Der 5G-Rou­ter RT2500 von IoT­ma­xx ist in Deutsch­land ent­wi­ckelt und ge­fer­tigt und er­füllt höchs­te Si­cher­heits-, Da­ten­schutz- und Qua­li­täts­stan­dards. Der Rou­ter un­ter­stützt so­wohl 5G-Stan­da­lo­ne (SA) als auch 5G-Non-Stan­da­lo­ne (NSA), was von Vor­teil ist, da noch nicht al­le Mo­bil­funk­net­ze auf 5G SA aus­ge­baut sind. Mit ei­ner vir­tu­el­len Stand­lei­tung er­mög­licht der Rou­ter die Ver­bin­dung von Netz­wer­ken über das Mo­bil­funk­netz. Pro­zess­da­ten ste­hen da­mit je­der­zeit orts­un­ab­hän­gig zur Ver­fü­gung. Ist 5G nicht vor­han­den, schal­tet das Ge­rät au­to­ma­tisch auf LTE um. Die in­te­grier­te Fire­wall und die si­che­re VPN-Ver­bin­dung schüt­zen das Netz­werk zu­ver­läs­sig vor un­be­rech­tig­ten Zu­grif­fen. Der RT2500 ist mit an­de­ren VPN-Rou­tern kom­pa­ti­bel und er­mög­licht so­mit fle­xi­ble und ska­lier­ba­re Lö­sun­gen. Das Ge­rät bie­tet dar­über hin­aus ei­nen in­te­grier­ten Über­span­nungs­schutz, ist mit der Schutz­klas­se IP20 aus­ge­stat­tet und kann in ei­nem gro­ßen Tem­pe­ra­tur­be­reich von -40 °C bis +70 °C so­wie mit ei­ner er­wei­ter­ten Ver­sor­gungs­span­nung von 10 V DC bis 48 V DC be­trie­ben wer­den.

Frei kon­fi­gu­rier­ba­re Ein- und Aus­gän­ge

Der 5G-Rou­ter RT2500 von IoT­ma­xx ver­fügt über frei kon­fi­gu­rier­ba­re di­gi­ta­le Ein- und Aus­gän­ge. Zwei der Schalt­ein­gän­ge er­mög­li­chen den un­ab­hän­gi­gen Ver­sand von SMS oder E-Mails, auch an meh­re­re Emp­fän­ger. Alar­me kön­nen di­rekt über den in­te­grier­ten Schalt­ein­gang er­fol­gen. Mit pass­wort­ge­schütz­ten SMS-Nach­rich­ten las­sen sich zwei in­te­grier­te Schalt­aus­gän­ge be­tä­ti­gen. Da­mit kön­nen Tech­ni­ker aut­ark aus der Fer­ne An­la­gen­zu­stän­de über­wa­chen oder Funk­tio­nen ge­schal­tet wer­den. Die Ein­wahl in das Mo­bil­funk­netz er­folgt bei ab­ge­spei­cher­ter PIN au­to­ma­tisch.
 

Einplatinencomputer mit IEC 62443-4-2-Zertifizierung

Ad­van­tech hat be­kannt ge­ge­ben, dass sein ers­ter Arm-ba­sier­ter in­dus­tri­el­ler Ein­pla­ti­nen­com­pu­ter, der RSB-3810, der auf Ba­sis der Ge­nio 1200-Platt­form von Me­dia­Tek be­trie­ben wird, of­fi­zi­ell die Cy­ber­si­cher­heits­zer­ti­fi­zie­rung nach IEC 62443-4-2 er­hal­ten hat. Der 2,5-Zoll-Pi­co-ITX-Ein­pla­ti­nen­com­pu­ter wur­de ent­wi­ckelt, um „Se­cu­re-by-De­sign“ An­for­de­run­gen aus dem Cy­ber Re­s­i­li­en­ce Act (CRA) zu er­fül­len. Da­mit ist er bes­tens für si­che­re In­dus­trie- und Edge-KI-Ein­sät­ze ge­rüs­tet und er­mög­licht es Sys­tem­in­te­gra­to­ren zu­dem, die Zer­ti­fi­zie­rungs­kom­ple­xi­tät zu re­du­zie­ren und die Markt­ein­füh­rungs­zeit zu ver­kür­zen.

Mul­ti­tas­king-Leis­tung und ver­bes­ser­te Si­cher­heits­platt­form für Edge-KI 

Der Ge­nio 1200-Chip­satz von Me­dia­Tek bil­det das Herz­stück des RSB-3810 und ver­fügt über ei­ne leis­tungs­star­ke Oc­ta-Core-CPU-Kon­fi­gu­ra­ti­on. Es um­fasst 4 erst­klas­si­ge Arm-Cor­tex-A78- und 4 × Cor­tex-A55-Pro­zes­so­ren, die al­le in ei­nen fort­schritt­li­chen Chip der 6-nm-Klas­se in­te­griert sind. Die Lö­sung bie­tet ei­ne re­ak­ti­ons­schnel­le KI-In­fe­renz­leis­tung von bis zu 4,8 TOPS bei ei­ner Leis­tungs­auf­nah­me von nur 8 Watt. Die in­te­grier­te 5G- und WLAN-6-Kon­nek­ti­vi­tät er­mög­licht zu­dem ei­ne naht­lo­se Hoch­ge­schwin­dig­keits-Da­ten­über­tra­gung für Edge-An­wen­dun­gen. Durch die in­tel­li­gen­te Ver­tei­lung von KI-Workloads auf die CPU und die in­te­grier­te APU op­ti­miert die Ar­chi­tek­tur die Ge­samt­ef­fi­zi­enz des Sys­tems und sorgt für ein idea­les Gleich­ge­wicht zwi­schen Leis­tung und Strom­ver­brauch.

Der RSB-3810 ver­eint we­sent­li­che Bild­ver­ar­bei­tungs- und Kon­nek­ti­vi­täts­funk­tio­nen für in­dus­tri­el­le Edge-An­wen­dun­gen, ein­schließ­lich MI­PI-CSI- und USB-3.0-Ka­me­ra­schnitt­stel­len mit ei­nem ISP der Star­light-Klas­se so­wie 4K-Vi­de­over­ar­bei­tung und Mul­ti-Dis­play-Un­ter­stüt­zung. GbE TSN ge­währ­leis­tet ei­ne de­ter­mi­nis­ti­sche, zeit­kri­ti­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on für die in­dus­tri­el­le Au­to­ma­ti­sie­rung und Über­wa­chung, wäh­rend sein De­sign den IEC 62443-Stan­dards ent­spricht, um ei­nen ro­bus­ten Cy­ber­si­cher­heits­schutz für in­dus­tri­el­le Sys­te­me zu bie­ten. Zu­sam­men ma­chen die­se Merk­ma­le den RSB-3810 zu ei­ner zu­ver­läs­si­gen und prak­ti­schen Edge-Com­pu­ting-Platt­form für in­dus­tri­el­le IoT-, Ro­bo­tik- und in­tel­li­gen­te Über­wa­chungs­an­wen­dun­gen.

Fle­xi­bi­li­tät beim Be­triebs­sys­tem

Der RSB-3810 bie­tet um­fas­sen­de Un­ter­stüt­zung für ver­schie­de­ne Be­triebs­sys­te­me, dar­un­ter Ubun­tu und An­dro­id, und deckt da­mit un­ter­schied­li­che Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen für KI- und Edge-Com­pu­ting-An­wen­dun­gen ab. Durch die In­te­gra­ti­on der Neu­ro­Pi­lot-SDKs von Me­dia­Tek wird die Edge-In­tel­li­genz durch die Nut­zung von APUs in­ner­halb des Pro­zes­sors wei­ter ver­bes­sert. Das ho­he Maß an Soft­ware-In­te­gra­ti­on des RSB-3810 re­du­ziert den Zeit- und Res­sour­cen­auf­wand für die Ro­bo­tik­ent­wick­lung er­heb­lich und op­ti­miert den Pro­zess für Ent­wick­ler.

Lang­fris­ti­ges En­ga­ge­ment für Cy­ber­si­cher­heit

Um lan­gen Pro­dukt­le­bens­zy­klen und stei­gen­den re­gu­la­to­ri­schen An­for­de­run­gen ge­recht zu wer­den, un­ter­stützt der RSB-3810 Ubun­tu Pro, das in Zu­sam­men­ar­beit mit Ca­no­ni­cal be­reit­ge­stellt wird. Ubun­tu Pro bie­tet bis zu 10 Jah­re lang Si­cher­heits­war­tung, Ker­nel-Up­dates und Si­cher­heits­diens­te auf Un­ter­neh­mens­ni­veau, so das Kun­den die An­for­de­run­gen der Norm IEC 62443 er­fül­len und sich an glo­ba­len Cy­ber­si­cher­heits­rah­men wie dem Cy­ber Re­s­i­li­en­ce Act (CRA) an­pas­sen kön­nen. Die­se lang­fris­ti­ge Soft­ware-Ver­pflich­tung ge­währ­leis­tet die Sys­tem­in­te­gri­tät über den ge­sam­ten Be­reit­stel­lungs­zy­klus hin­weg. So kön­nen sich Ent­wick­ler auf ih­re Ker­n­an­wen­dun­gen kon­zen­trie­ren und gleich­zei­tig die Markt­ein­füh­rungs­zeit so­wie Be­triebs- und Cy­ber­si­cher­heits­ri­si­ken re­du­zie­ren
 

Einfach integrierbares Multiprotokoll-Kommunikationsmodul

Hil­scher hat das neue Em­bed­ded-Mo­dul comX 90 vor­ge­stellt, ei­ne zu­kunfts­si­che­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schnitt­stel­le für in­dus­tri­el­le Ge­rä­te. Das Mo­dul kom­bi­niert leis­tungs­star­ke Mul­ti­pro­to­koll-Kom­mu­ni­ka­ti­on, in­te­grier­te Si­cher­heits­funk­tio­nen und IIoT-Fä­hig­keit in ei­nem kom­pak­ten Form­fak­tor – bei gleich­zei­tig mi­ni­ma­lem In­te­gra­ti­ons­auf­wand. Das neue comX 90 tritt die Nach­fol­ge des be­währ­ten comX 51 an und ba­siert auf Hil­schers netX 90-Kom­mu­ni­ka­ti­ons­con­trol­ler.

Ein­fa­che In­te­gra­ti­on 

Mit comX 90 pro­fi­tie­ren Ge­rä­te­her­stel­ler von Hil­schers jahr­zehn­te­lan­ger Ex­per­ti­se in der in­dus­tri­el­len Kom­mu­ni­ka­ti­on. Ba­sie­rend auf der netX-Tech­no­lo­gie un­ter­stützt das Mo­dul zahl­rei­che in­dus­tri­el­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­to­kol­le für die Kom­mu­ni­ka­ti­on auf Feld­ebe­ne auf ei­ner ein­zi­gen Hard­ware­platt­form. Ver­füg­bar sind un­ter an­de­rem: 

  • In­dus­tri­al Ether­net
  • PRO­FI­NET
  • Ether­CAT
  • Ether­Net/IP
  • Open Mod­bus/TCP
  • CC-Link IE Field Ba­sic
  • POWER­LINK
  • Ser­cos
  • IIoT
  • OPC UA
  • MQTT

Ein Wech­sel der Pro­to­koll­tech­no­lo­gie er­for­dert le­dig­lich ein Firm­ware-Up­date, Hil­scher stellt die ent­spre­chen­den Pro­to­koll-Stacks be­reit. comX 90 ist zu­dem Teil der Hil­scher-Platt­form­stra­te­gie: Hard­ware, Soft­ware, Tools und Sup­port kom­men aus ei­ner Hand. Das ist ein ent­schei­den­der Vor­teil für Kun­den, die Wert auf lang­fris­ti­ge Ver­füg­bar­keit, In­ves­ti­ti­ons­schutz und ef­fi­zi­en­te Pro­dukt­ent­wick­lung le­gen. Mit den Ma­ßen 30 × 70 mm ver­fügt das comX 90 über die glei­chen Ab­mes­sun­gen wie das comX 51, was den Ein­satz in platz­be­schränk­ten Ge­rä­ten er­leich­tert. Dank iden­ti­scher Pin­be­le­gung passt es zu­dem oh­ne Hard­ware-Re­de­sign di­rekt in be­ste­hen­de Lö­sun­gen mit SPI-Host-Schnitt­stel­le.

CRA und IIoT re­a­dy

Das comX 90 wur­de im Hin­blick auf den Cy­ber Re­s­i­li­en­ce Act (CRA) ent­wi­ckelt und nutzt den in­te­grier­ten netX 90-Con­trol­ler so­wie in­te­grier­te Si­cher­heits­me­cha­nis­men, um Da­ten und Kom­mu­ni­ka­ti­on auf Feld­ebe­ne mit mi­ni­ma­lem Im­ple­men­tie­rungs­auf­wand zu schüt­zen.

Die na­ti­ve Un­ter­stüt­zung von MQTT und OPC UA er­mög­licht ei­ne di­rek­te IIoT-Kon­nek­ti­vi­tät zwi­schen Feld­ge­rä­ten, Steue­run­gen und Cloud-Sys­te­men. Gleich­zei­tig re­du­ziert ein um bis zu 65 % ge­rin­ge­rer Strom­ver­brauch im Ver­gleich zum comX 51 die Wär­me­ent­wick­lung und kann ei­ne zu­sätz­li­che Schalt­schrank­küh­lung über­flüs­sig ma­chen. Ein er­wei­ter­ter Be­triebs­be­reich bis zu –20 °C un­ter­stützt den Ein­satz in rau­en Um­ge­bun­gen. Zu­dem be­schleu­nigt Hil­scher die Eva­lu­ie­rung und Zer­ti­fi­zie­rung durch ein de­di­zier­tes comX-Eva­lu­ie­rungs­board so­wie Pre-Zer­ti­fi­zie­rungs- und La­bord­ienst­leis­tun­gen für PRO­FI­NET, Ether­Net/IP und Ether­CAT – was da­zu bei­trägt, Ent­wick­lungs­zy­klen und die Zeit bis zur Markt­ein­füh­rung (Ti­me-to-Mar­ket) zu ver­kür­zen.
 

Einteiliger feldkonfektionierbarer M12-Steckverbinder

Wer schon ein­mal auf ei­ner Bau­stel­le M12-Ste­cker kon­fi­gu­riert hat, weiß, dass die­se Auf­ga­be nicht nur zeit­auf­wän­dig, son­dern je nach Ste­cker­art auch feh­ler­an­fäl­lig sein kann. Meh­re­re Ein­zel­tei­le müs­sen in der rich­ti­gen Rei­hen­fol­ge zu­sam­men­ge­fügt wer­den, oh­ne dass Klein­tei­le da­bei her­un­ter­fal­len oder ver­ges­sen wer­den. Je nach Bau­art gilt es die Lei­tun­gen vor­ab auf die ex­ak­te Län­ge ab­zu­i­so­lie­ren. Oft ist nach dem Zu­sam­men­fü­gen der Ste­cker­ein­zel­tei­le von au­ßen nicht sicht­bar, ob die Lei­tun­gen im Ste­cker rich­tig kon­tak­tiert wur­den. All die­sen Her­aus­for­de­run­gen be­geg­net der PRO­con­nect M12-Ste­cker von In­du-Sol

 Der ein­tei­li­ge Ste­cker er­mög­licht ei­ne werk­zeug­lo­se Schnel­l­in­stal­la­ti­on und eig­net sich dank kom­pak­ter Bau­form für en­ge Ein­bau­si­tua­tio­nen (18,6 x 18,6 x 53 mm – L x B x T). Mit der Schutz­art IP54 ist er auch für den rau­en In­dus­trie­ein­satz bes­tens ge­eig­net und ei­ne ho­he EMV-Fes­tig­keit sorgt für stö­rungs­ar­me Kom­mu­ni­ka­ti­on. Der Ste­cker ist ab so­fort mit vier Po­len und ab Mit­te des Jah­res auch mit acht Po­len, al­so für Gi­ga­bit-Ether­net-An­wen­dun­gen, ver­füg­bar. 

Zeit ein­spa­ren und Feh­ler ver­mei­den 

Der PRO­con­nect M12-Ste­cker be­steht aus ei­nem ein­zi­gen Teil. Zur In­stal­la­ti­on wird an ei­nem En­de ein Schnell­ver­schluss um 90 Grad ge­dreht. Nach dem Öff­nen lässt sich die Ste­cker­um­hau­sung in Form von zwei „Flü­geln“ nach au­ßen klap­pen und die An­schluss­klem­men sind gut er­reich­bar. Nun wer­den die­se nach vor­ne ge­kippt und die vier An­schluss­lei­tun­gen samt Iso­lie­rung durch­ge­steckt. Über­ste­hen­de Lei­tun­gen las­sen sich an­schlie­ßend am an­de­ren En­de der An­schluss­klem­me bün­dig mit dem Sei­ten­schnei­der ab­tren­nen. Beim Zu­rück­kip­pen wer­den die Lei­tun­gen per Schneid­klem­men­tech­nik kon­tak­tiert. Beim Ste­cker für acht­ad­ri­ge Lei­tun­gen gibt es auf der Un­ter­sei­te ei­ne zwei­te An­schluss­klem­me. Nach dem Kon­tak­tie­ren der Lei­tun­gen wer­den die „Flü­gel“ wie­der nach oben ge­klappt und mit dem Schnell­ver­schluss si­cher fi­xiert. Im Ge­gen­satz zu her­kömm­li­chen M12-Ste­ckern las­sen sich mit die­ser pa­ten­tier­ten An­schluss­tech­nik cir­ca 25 Pro­zent der In­stal­la­ti­ons­zeit ein­spa­ren; bei 50 bis 100 Ste­ckern, die man in ty­pi­schen Fer­ti­gungs­an­la­gen vor­fin­det, kann das in Sum­me ei­nen Per­so­nen­tag be­deu­ten.  

Sicherheitsschaltgerät für explosionsgefährdete Bereiche

Mit dem neu­en Si­cher­heits­re­lais PSR-MC35-EXI baut Pho­en­ix Con­ta­ct sein Safe­ty-Port­fo­lio wei­ter aus. Das Pro­dukt er­mög­licht ei­nen si­che­ren Be­trieb in in­dus­tri­el­len Um­ge­bun­gen. Es wur­de spe­zi­ell für den Ein­satz in ex­plo­si­ons­ge­fähr­de­ten Be­rei­chen der Zo­ne 2 ent­wi­ckelt. Dar­über hin­aus ver­fügt das Ge­rät über ei­ne IE­CEx- und ATEX-Zu­las­sung und er­füllt da­mit in­ter­na­tio­na­le Si­cher­heits­an­for­de­run­gen. 

Für An­for­de­run­gen bis SIL3 und PL e

Das Si­cher­heits­re­lais ar­bei­tet zu­ver­läs­sig un­ter her­aus­for­dern­den Be­din­gun­gen. Ei­ne la­ckier­te Lei­ter­plat­te schützt vor Kor­ro­si­on. Der er­wei­ter­te Tem­pe­ra­tur­be­reich bis +60 °C er­laubt die Nut­zung in zahl­rei­chen An­wen­dun­gen der Pro­zess- und Ver­fah­rens­tech­nik. Be­son­ders her­vor­zu­he­ben ist, dass die an­ge­schlos­se­nen Be­triebs­mit­tel so­gar in Zo­ne 0 (Gas) und Zo­ne 20 (Staub) ver­wen­det wer­den dür­fen. Die kom­pak­te Bau­form spart Platz im Schalt­schrank. Durch den Ein­satz von be­währ­ter Re­lais­tech­no­lo­gie be­trägt die Ge­häu­se­brei­te nur 17,5 mm. Gleich­zei­tig er­füllt das Re­lais Si­cher­heits­an­for­de­run­gen bis SIL 3 und PL e. Für fle­xi­ble In­stal­la­ti­ons­an­for­de­run­gen ist das Pro­dukt wahl­wei­se mit Schraub- oder Push-in-An­schluss er­hält­lich.
 

Monitoring-Lösung für die Überwachung der Schutzatmospäre

Die Fa­ra­daic Sen­sors GmbH und blu­log ha­ben die Ein­füh­rung von SEAL­PROOF™ be­kannt ge­ge­ben. Die­se Mo­ni­to­ring-Lö­sung der nächs­ten Ge­ne­ra­ti­on bie­tet die Mög­lich­keit zur Über­prü­fung der At­mo­sphä­ren­in­te­gri­tät in ver­sie­gel­ten Ver­pa­ckun­gen. Ba­sie­rend auf Fa­ra­daics MECS-Tech­no­lo­gy® (Mi­cro-Elec­tro-Che­mi­cal-Sys­tems) und in­te­griert in das be­währ­te IoT-Öko­sys­tem von blu­log lie­fert SEAL­PROOF™ ei­nen mess­ba­ren Nach­weis der Ver­pa­ckungs­in­te­gri­tät. 

Lü­cken in der Über­wa­chung schlie­ßen

Fri­sche­pro­duk­te und hoch­wer­ti­ge Le­bens­mit­tel sind auf Mo­di­fied At­mo­s­phe­re Packa­ging (MAP) und Con­trol­led At­mo­s­phe­re Packa­ging (CAP) an­ge­wie­sen, um Halt­bar­keit, Qua­li­tät und Si­cher­heit zu ge­währ­leis­ten. In der Pra­xis wird die Schutz­at­mo­sphä­re in­ner­halb der Ver­pa­ckung je­doch meist vor­aus­ge­setzt und nicht kon­ti­nu­ier­lich ve­ri­fi­ziert. Die Fol­gen kön­nen ver­kürz­te Halt­bar­keit, ver­meid­ba­re Ver­lus­te und Re­tou­ren, ein­ge­schränk­te Trans­pa­renz ent­lang der Kühl­ket­te so­wie un­zu­rei­chen­de Do­ku­men­ta­ti­on für Au­dits oder Re­kla­ma­tio­nen sein.

SEAL­PROOF™ über­win­det die­se Pro­ble­ma­tik. Die kom­pak­te Sau­er­stoff-(O₂)-Mo­ni­to­ring-Lö­sung er­mög­licht die kon­ti­nu­ier­li­che Ve­ri­fi­ka­ti­on von Nied­rig­sau­er­stoff­be­din­gun­gen in ver­sie­gel­ten Ver­pa­ckun­gen und Con­tai­nern. Durch die früh­zei­ti­ge Er­ken­nung von Sau­er­stof­f­e­in­trag er­laubt SEAL­PROOF™ ei­ne pro­ak­ti­ve Qua­li­täts­si­che­rung so­wie ei­ne be­last­ba­re

Do­ku­men­ta­ti­on für Com­pli­an­ce und kon­ti­nu­ier­li­che Pro­zess­op­ti­mie­rung

Die pro­prie­tä­re MECS-Tech­no­lo­gy® von Fa­ra­daic bil­det die Grund­la­ge von SEAL­PROOF™. Es han­delt sich da­bei um ei­ne voll­stän­dig fest­kör­per­ba­sier­te elek­tro­che­mi­sche Gas­sen­sor­platt­form, die mit­tels MEMS-ähn­li­cher Halb­lei­ter­pro­zes­se ge­fer­tigt wird. Das in­te­grier­te Fa­ra­day-Ox® Di­gi­tal Oxy­gen Gas Sen­sing Mo­du­le ver­eint sehr ge­rin­gen Strom­ver­brauch (< 5 µA), ei­ne schnel­le An­sprech­zeit (T90 < 1 s) so­wie ei­ne in­te­grier­te Feuch­te. Und Tem­pe­ra­tur­kom­pen­sa­ti­on. Und das al­les in ei­ner mi­nia­tu­ri­sier­ten Bau­form mit Ab­mes­sun­gen von nur 10,2 × 25,0 × 5,0 mm. 

Fa­ra­day-Ox® ge­währ­leis­tet ei­ne prä­zi­se, sta­bi­le und lang­fris­ti­ge Per­for­mance so­wie die Er­ken­nung von Sau­er­stof­f­e­in­tritt im nied­ri­gen Pro­zent­be­reich oh­ne Elek­tro­ly­taus­tritt oder ty­pi­sche Al­te­rungs­ef­fek­te im Ru­he­zu­stand. Die Ein­hei­ten wer­den mit Werks­ka­li­brie­rung ge­lie­fert. Dank sei­nes chip­ba­sier­ten De­signs eig­net sich die Tech­no­lo­gie ide­al für Hoch­vo­lu­men­an­wen­dun­gen in Ver­pa­ckung, Lo­gis­tik und in­dus­tri­el­len IoT-Sys­te­men. 

Naht­lo­se In­te­gra­ti­on in das blu­log IoT-Öko­sys­tem

SEAL­PROOF™ wur­de ge­mein­sam mit blu­log ent­wi­ckelt, ei­nem pol­nisch-fran­zö­si­schen Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men mit über 15 Jah­ren Er­fah­rung in M2M- und IoT-Sys­te­men. Die Lö­sung in­te­griert sich di­rekt in das Log­ger- und Soft­ware-Öko­sys­tem von blu­log und er­mög­licht:

  • Zeit­ge­stem­pel­te Da­ten­spei­che­rung,
  • Cloud- oder App-ba­sier­ten Zu­griff,
  • Au­to­ma­ti­sier­te Be­richter­stel­lung.
     

Sys­tem­ab­lauf: Ver­sie­gel­te Ver­pa­ckung oder Con­tai­ner wer­den mit SEAL­PROOF™ Sen­sor­mo­dul aus­ge­stat­tet. Der blu­log Log­ger über­nimmt den Da­ten­ex­port das Re­porting (QR, NFC, App oder Cloud op­tio­nal). Das Er­geb­nis ist ei­ne ein­deu­ti­ge Ve­ri­fi­ka­ti­on „At­mo­sphä­re OK“ oder die so­for­ti­ge Iden­ti­fi­ka­ti­on von Le­cka­gen bzw. Sau­er­stof­f­e­in­trag, in­klu­si­ve di­gi­ta­lem Nach­weis für Qua­li­täts­si­che­rung und Kun­den. 

SEAL­PROOF™ er­wei­tert die Sau­er­stoff­über­wa­chungs­platt­form von Fa­ra­daIC auf die Be­rei­che Tro­cken­le­bens­mit­tel, Phar­ma­zeu­ti­ka, Saat­gut, Me­di­zin und in­tel­li­gen­te Ver­pa­ckungs­an­wen­dun­gen.
 

Mechanisch induktiver Präzisions-Wegsensor

Wenn Weg­mes­sung un­ter wid­ri­gen Um­ge­bungs­be­din­gun­gen prä­zi­se 24/7 funk­tio­nie­ren soll, ist ro­bus­te Sen­so­rik ge­fragt. Bei­spiels­wei­se bei der Deh­nungs­über­wa­chung von Ei­sen­bahn­schie­nen, Mes­sun­gen in Kli­ma­kam­mern, bei Bat­te­rie­zel­len­aus­deh­nung oder Be­las­tungs­kon­trol­le von Fun­da­men­ten oder Brü­cken­la­gern sind Sen­so­ren Hit­ze, Käl­te, Feuch­tig­keit, Vi­bra­tio­nen und me­cha­ni­schen Kräf­ten aus­ge­setzt. Gleich­zei­tig sind die An­for­de­run­gen an Ge­nau­ig­keit und Zu­ver­läs­sig­keit zum Teil so­gar über lan­ge Zeit­räu­me hoch, wie zum Bei­spiel bei der Über­wa­chung ei­ner Stau­mau­er­be­we­gung. Der me­cha­nisch in­duk­ti­ve Prä­zi­si­ons-Weg­sen­sor Typ 8742 von burs­ter prä­zi­si­ons­mess­tech­nik zeigt, dass vie­le sol­cher An­wen­dun­gen nicht zwangs­läu­fig Sen­so­rik aus Son­der­an­fer­ti­gun­gen be­nö­ti­gen. Der Weg­sen­sor ist in Mess­be­rei­chen von 0...2 mm bis 0...50 mm er­hält­lich und lie­fert mit ei­ner Li­nea­ri­täts­ab­wei­chung von 0,1 % v.E. und ei­ner Tem­pe­ra­tur­ab­wei­chung von nur 0,01 %/K v.E. prä­zi­se Mess­wer­te mit wahl­wei­se 4,5 V / 9,5 V / 20 mA Aus­gang bei ei­ner be­son­ders kom­pak­ten Bau­form. Kurz­fris­tig wi­der­steht der Sen­sor Tem­pe­ra­tu­ren von -40 bis +125 °C, dau­er­haft von -20 bis +85 °C und eig­net sich da­durch bei­spiels­wei­se auch für Mes­sun­gen an Wär­me­bä­dern. Die Schutz­art IP67 er­mög­licht den Ein­satz in nas­sen oder schmutz­be­las­te­ten Um­ge­bun­gen.

Fle­xi­ble Kon­fi­gu­ra­ti­on 

Um den un­ter­schied­li­chen An­for­de­run­gen in In­dus­trie und In­fra­struk­tur ge­recht zu wer­den, lässt sich der Typ 8742 um­fang­reich kon­fi­gu­rie­ren. Die Schub­stan­ge kann wahl­wei­se mit ei­nem M5-In­nen­ge­win­de oder fe­der­rück­ge­stellt mit ei­ner ge­wölb­ten Tast­spit­ze aus­ge­stat­tet wer­den. Auch beid­sei­ti­ge Ge­lenk­köp­fe sind mög­lich. Das Sen­sor­ge­häu­se bie­tet un­ter­schied­li­che Mon­ta­ge­mög­lich­kei­ten, wie sie auch bei Ak­to­ren üb­lich sind: Flan­schmon­ta­ge, Ver­schrau­bung mit­tels Ku­gel­ge­lenk­köp­fen oder ei­ne Mon­ta­ge mit Ge­häu­se­klem­men. Der Sen­sor ist für raue Um­ge­bun­gen aus­ge­legt und wi­der­steht Vi­bra­tio­nen bis 10 g (nach IEC 68-2-6) und bis zu 40 g Schock­ein­flüs­sen (nach IEC 68-2-29). Da­mit eig­net er sich auch für me­cha­nisch be­son­ders an­spruchs­vol­le Mess­stel­len, bei­spiels­wei­se an Brü­cken­la­gern, Stan­zen oder hy­drau­li­schen Prüf­an­la­gen. Die ho­he Lang­zeit­sta­bi­li­tät zeigt die MT­BF (mitt­le­re Zeit bis zu ei­nem Aus­fall) von 350.000 h bei 40 °C (Ein­satz­art Gf, Bo­den­sta­tio­när), was lang­fris­ti­ge Über­wa­chungs­auf­ga­ben bspw. an Stau­däm­men er­mög­licht.

Ein Prüf- und Ka­li­brier­pro­to­koll u. a. mit An­ga­be des Null­punk­tes, des Nenn­kenn­werts und des Ka­li­brier­sprungs ist im Lie­fer­um­fang ent­hal­ten. Die spe­zi­fi­sche Kon­fi­gu­ra­ti­on wird über ei­nen fest de­fi­nier­ten burs­ter-ei­ge­nen Be­stell­code ab­ge­bil­det, bei dem je­der Op­ti­on wie Mess­be­reich, Ka­bel­län­ge, Ste­cker oder ge­wünsch­te Li­nea­ri­täts­ab­wei­chung ei­ne ein­deu­ti­ge Kenn­zif­fer zu­ge­ord­net ist.
 

IO-Link-fähige Sensoren für die Doppelblecherkennung

Die Dou­ble Sheet-Sen­so­ren von Con­t­ri­nex las­sen sich jetzt di­rekt über IO-Link-Mas­ter kon­fi­gu­rie­ren und er­mög­li­chen die An­pas­sung der Er­ken­nungs­pa­ra­me­ter an ver­schie­de­ne Ma­te­ria­li­en. Die Dop­pel­blech­sen­so­ren kön­nen so an an au­to­ma­ti­sier­ten Fer­ti­gungs­li­ni­en z. B. naht­los zwi­schen Stahl und Alu­mi­ni­um um­schal­ten. Schon frü­he­re Ver­sio­nen der Sen­so­ren bo­ten ei­ne schnel­le, code­lo­se Kon­fi­gu­ra­ti­on ver­schie­de­ner Me­tall­sor­ten über den Po­cket­Codr-Kon­fi­gu­ra­tor – al­ler­dings aus­schließ­lich über die Po­cket­Codr-App von Con­t­ri­nex. Die neu­en Dou­ble-Sheet-Sen­so­ren las­sen sich dar­über hin­aus auch über ei­ne han­dels­üb­li­che SPS pro­gram­mie­ren: 14 Blech­kon­fi­gu­ra­tio­nen sind ver­füg­bar. Sie wer­den nach der Pro­gram­mie­rung di­rekt im Sen­sor ab­ge­spei­chert.

Her­aus­for­de­run­gen der mo­der­nen Me­tall­um­for­mung meis­tern

In der Au­to­mo­bil­in­dus­trie, wo Blech­pres­sen ei­ne im­mer grö­ße­re Viel­falt an Stahl- und Alu­mi­ni­um­di­cken ver­ar­bei­ten, sind Dop­pel­blech­feh­ler schwie­ri­ger zu er­ken­nen, aber po­ten­zi­ell schäd­li­cher. Die in­tel­li­gen­ten Mess­sen­so­ren von Con­t­ri­nex er­ken­nen nicht nur das Vor­han­den­sein ei­nes Blechs. Sie re­gis­trie­ren auch, wenn zwei Ble­che an­ein­an­der­haf­ten – und zwar in Echt­zeit und oh­ne den Pro­duk­ti­ons­pro­zess zu un­ter­bre­chen.

Ein­fa­che Kon­fi­gu­ra­ti­on 

Die Erstein­rich­tung der Sen­so­ren ist un­kom­pli­ziert: Tech­ni­ker ver­bin­den die Ge­rä­te mit dem Po­cket­Codr-Kon­fi­gu­ra­tor und kon­fi­gu­rie­ren mit­hil­fe der zu­ge­hö­ri­gen mo­bi­len App in­ner­halb we­ni­ger Mi­nu­ten Ma­te­ri­al­typ und -di­cke. So­bald die Schalt­punk­te ein­ge­stellt und über­prüft sind, lässt sich der Sen­sor über Stan­dard-SIO- oder IO-Link-Pro­to­kol­le pro­blem­los in Ma­schi­nen­steue­rungs­sys­te­me in­te­grie­ren – ein ex­ter­ner Ver­stär­ker ist nicht er­for­der­lich. Mit der neu­en al­ter­na­ti­ven Ver­si­on ist die Kon­fi­gu­ra­ti­on di­rekt über je­den IO-Link-Mas­ter mög­lich, was die In­stal­la­ti­on und den Aus­tausch schnel­ler und fle­xi­bler macht. Gleich­zei­tig bleibt die Po­cket­Codr-ba­sier­te Ver­si­on für An­wen­der ver­füg­bar, die ei­ne ein­fa­che Kon­fi­gu­ra­ti­on oh­ne Pro­gram­mie­rung be­vor­zu­gen. Dar­über hin­aus bie­ten die neu­en Mo­del­le mit Ac­tivS­to­ne®-Be­schich­tung ei­ne ver­bes­ser­te Halt­bar­keit in rau­en Pro­duk­ti­ons­um­ge­bun­gen. Auch die äl­te­ren, über Po­cket­Codr pro­gram­mier­ba­ren Dop­pel­blech­sen­so­ren sind mit Ac­tivS­to­ne®-Be­schich­tung er­hält­lich.
 

Robuster 58-mm Sicherheitsgeber

Wenn An­wen­dun­gen si­cher still­ste­hen, ex­akt an­lau­fen und dau­er­haft zu­ver­läs­sig ar­bei­ten sol­len, zählt je­der Im­puls. Der neue Si­cher­heits­ge­ber AFS58 von Dun­ker­mo­to­ren ver­eint funk­tio­na­le Si­cher­heit, ro­bus­te Aus­le­gung und ein­fa­che In­te­gra­ti­on zu ei­ner zu­ver­läs­si­gen Lö­sung für die Mo­tor­bau­rei­hen BG66, BG75 und BG95. Mit Sin/Cos-Si­gnal, ei­ner Auf­lö­sung von 2.048pr (in­kre­men­tal) und aus­ge­legt für ho­he An­for­de­run­gen ist der Ab­so­lut­wert­ge­ber AFS58, mit ei­nem Durch­mes­ser von 58mm, op­ti­mal für in­dus­tri­el­le Um­ge­bun­gen ge­eig­net. Die stan­dar­di­sier­ten M12 Ste­cker­ver­bin­der so­wie die Ver­sor­gung mit 5 Volt er­leich­tern die Ein­bin­dung in be­ste­hen­de Sys­te­me.

Ho­he Si­cher­heit und ein­fa­che In­te­gra­ti­on 

Der AFS58 er­wei­tert das Dun­ker­mo­to­ren Port­fo­lio um ei­nen funk­tio­nal si­che­ren Sin/CosGe­ber mit Zer­ti­fi­zie­rung bis SIL2 und Per­for­mance Le­vel d. Die Kom­bi­na­ti­on aus ho­her Mess­gü­te, de­fi­nier­ter Schnitt­stel­le und kom­pak­ter Bau­form un­ter­stützt si­cher­heits­re­le­van­te An­wen­dun­gen über­all wo Po­si­ti­on, Dreh­zahl oder Be­we­gungs­rich­tung ei­ner Ach­se si­cher er­fasst wer­den müs­sen.
 

Standardisierte rotative Magnetmaßstäbe

Die RMU-Se­rie (Ro­ta­ry Ma­gne­tic Uni­ver­sal) von Bo­gen Ma­gne­tics um­fasst stan­dar­di­sier­te ro­ta­ti­ve Ma­gnet­maß­stä­be für die ab­so­lu­te Po­si­ti­ons­mes­sung in Au­to­ma­ti­sie­rungs- und Ro­bo­ti­kan­wen­dun­gen. Die Ma­gne­trin­ge wur­den spe­zi­ell für den Ein­satz mit No­ni­us-ba­sier­ten Sen­sor­sys­te­men ent­wi­ckelt und sind op­ti­mal auf IC-MU Chips ab­ge­stimmt. 

Der stan­dar­di­sier­te No­ni­us-Code mit ho­her Ma­gne­ti­sie­rungs­ge­nau­ig­keit er­mög­licht ei­ne zu­ver­läs­si­ge und hoch­auf­lö­sen­de Po­si­ti­ons­de­tek­ti­on auch un­ter an­spruchs­vol­len Be­triebs­be­din­gun­gen. Die Maß­stä­be sind so­wohl ra­di­al als auch axi­al ma­gne­ti­siert und in ver­schie­de­nen Hohl­wel­l­en­durch­mes­sern ver­füg­bar, wo­durch sie sich fle­xi­bel in kom­pak­te Ma­schi­nen­kon­zep­te in­te­grie­ren las­sen. 

Ein­satz von -40 bis 100 °C

Hoch­wer­ti­ge Ma­te­ria­li­en und prä­zi­se ge­fer­tig­te Trä­ger ge­währ­leis­ten ei­ne ho­he Be­stän­dig­keit ge­gen­über Staub, Öl und Kühl­schmier­stof­fen so­wie ei­ne sta­bi­le Per­for­mance im Tem­pe­ra­tur­be­reich von -40 °C bis +100 °C. Die RMU-Se­rie ist mit gän­gi­gen ma­gne­ti­schen Sen­sor­sys­te­men kom­pa­ti­bel, ein­schließ­lich des Ab­so­lut­sen­sors AKP18, und bie­tet ei­ne ro­bus­te und wirt­schaft­li­che Lö­sung für in­dus­tri­el­le An­wen­dun­gen.
 

3D-Laserscanner mit vollständig integrierter Datenverarbeitung

Die Dou­ble Sheet-Sen­so­ren von Con­t­ri­nex las­sen sich jetzt di­rekt über IO-Link-Mas­ter kon­fi­gu­rie­ren und er­mög­li­chen die An­pas­sung der Er­ken­nungs­pa­ra­me­ter an ver­schie­de­ne Ma­te­ria­li­en. Die Dop­pel­blech­sen­so­ren kön­nen so an an au­to­ma­ti­sier­ten Fer­ti­gungs­li­ni­en z. B. naht­los zwi­schen Stahl und Alu­mi­ni­um um­schal­ten. Schon frü­he­re Ver­sio­nen der Sen­so­ren bo­ten ei­ne schnel­le, code­lo­se Kon­fi­gu­ra­ti­on ver­schie­de­ner Me­tall­sor­ten über den Po­cket­Codr-Kon­fi­gu­ra­tor – al­ler­dings aus­schließ­lich über die Po­cket­Codr-App von Con­t­ri­nex. Die neu­en Dou­ble-Sheet-Sen­so­ren las­sen sich dar­über hin­aus auch über ei­ne han­dels­üb­li­che SPS pro­gram­mie­ren: 14 Blech­kon­fi­gu­ra­tio­nen sind ver­füg­bar. Sie wer­den nach der Pro­gram­mie­rung di­rekt im Sen­sor ab­ge­spei­chert.

Her­aus­for­de­run­gen der mo­der­nen Me­tall­um­for­mung meis­tern

In der Au­to­mo­bil­in­dus­trie, wo Blech­pres­sen ei­ne im­mer grö­ße­re Viel­falt an Stahl- und Alu­mi­ni­um­di­cken ver­ar­bei­ten, sind Dop­pel­blech­feh­ler schwie­ri­ger zu er­ken­nen, aber po­ten­zi­ell schäd­li­cher. Die in­tel­li­gen­ten Mess­sen­so­ren von Con­t­ri­nex er­ken­nen nicht nur das Vor­han­den­sein ei­nes Blechs. Sie re­gis­trie­ren auch, wenn zwei Ble­che an­ein­an­der­haf­ten – und zwar in Echt­zeit und oh­ne den Pro­duk­ti­ons­pro­zess zu un­ter­bre­chen.

Ein­fa­che Kon­fi­gu­ra­ti­on 

Die Erstein­rich­tung der Sen­so­ren ist un­kom­pli­ziert: Tech­ni­ker ver­bin­den die Ge­rä­te mit dem Po­cket­Codr-Kon­fi­gu­ra­tor und kon­fi­gu­rie­ren mit­hil­fe der zu­ge­hö­ri­gen mo­bi­len App in­ner­halb we­ni­ger Mi­nu­ten Ma­te­ri­al­typ und -di­cke. So­bald die Schalt­punk­te ein­ge­stellt und über­prüft sind, lässt sich der Sen­sor über Stan­dard-SIO- oder IO-Link-Pro­to­kol­le pro­blem­los in Ma­schi­nen­steue­rungs­sys­te­me in­te­grie­ren – ein ex­ter­ner Ver­stär­ker ist nicht er­for­der­lich. Mit der neu­en al­ter­na­ti­ven Ver­si­on ist die Kon­fi­gu­ra­ti­on di­rekt über je­den IO-Link-Mas­ter mög­lich, was die In­stal­la­ti­on und den Aus­tausch schnel­ler und fle­xi­bler macht. Gleich­zei­tig bleibt die Po­cket­Codr-ba­sier­te Ver­si­on für An­wen­der ver­füg­bar, die ei­ne ein­fa­che Kon­fi­gu­ra­ti­on oh­ne Pro­gram­mie­rung be­vor­zu­gen. Dar­über hin­aus bie­ten die neu­en Mo­del­le mit Ac­tivS­to­ne®-Be­schich­tung ei­ne ver­bes­ser­te Halt­bar­keit in rau­en Pro­duk­ti­ons­um­ge­bun­gen. Auch die äl­te­ren, über Po­cket­Codr pro­gram­mier­ba­ren Dop­pel­blech­sen­so­ren sind mit Ac­tivS­to­ne®-Be­schich­tung er­hält­lich.
 

Mikrotaster für zuverlässige Bedienkonzepte

Der TCS43 von Schur­ter ist ein mi­kro­mi­nia­tu­ri­sier­ter SMT-Tas­ter, ent­wi­ckelt für An­wen­dun­gen mit ho­hen An­for­de­run­gen an Bau­raum, Zu­ver­läs­sig­keit und prä­zi­ses hap­ti­sches Feed­back. Mit ei­ner Grund­flä­che von nur 4,2 × 3,2 mm und ei­ner Bau­hö­he von 2,5 mm er­mög­licht er ei­ne be­son­ders platz­spa­ren­de In­te­gra­ti­on auf Lei­ter­plat­ten. Drei Be­tä­ti­gungs­kräf­te (180 gf, 250 gf, 400 gf; ent­spricht 1,76 N bis 3,92 N) bie­ten Fle­xi­bi­li­tät bei der Aus­le­gung der Be­nut­zer­in­ter­ak­ti­on. Die me­cha­ni­sche Le­bens­dau­er von bis zu 100.000 Schalt­zy­klen ge­währ­leis­tet ei­ne ho­he Lang­zeit­sta­bi­li­tät auch un­ter an­spruchs­vol­len Ein­satz­be­din­gun­gen.

Elek­trisch un­ter­stützt der Tas­ter Low-Power-An­wen­dun­gen (10 µA bis 50 mA, 1–12 VDC) bei gleich­zei­tig ge­rin­gem Kon­takt­wi­der­stand (≤100 mΩ) für zu­ver­läs­si­ge Si­gnal­über­tra­gung. Der brei­te Tem­pe­ra­tur­be­reich von -40 °C bis +90 °C prä­des­ti­niert ihn für den Ein­satz in In­dus­trie-, Con­su­mer- und Me­di­zin­tech­nik.

An­wen­dungs­be­rei­che

Ty­pi­sche An­wen­dun­gen sind Be­nut­zer­in­ter­faces wie Ein/Aus-Schal­tung, Me­nü­füh­rung und Pa­ra­me­ter­aus­wahl in hoch­wer­ti­gen Kon­sum­ge­rä­ten, Smart-Ho­me-Sys­te­men, IoT-An­wen­dun­gen so­wie me­di­zi­ni­schen Ge­rä­ten (z. B. Blut­druck­mess­ge­rä­te, Be­at­mungs­ge­rä­te).

Der TCS43 ver­eint kom­pak­te Bau­form, ho­he Per­for­mance und fle­xi­ble Be­dien­cha­rak­te­ris­tik und ist da­mit ei­ne op­ti­ma­le Lö­sung für mo­der­ne In­ter­face-De­signs.

IP67-Netzteile für den dezentralen Einsatz

In der In­dus­trie­au­to­ma­ti­on ver­la­gert sich die Strom­ver­sor­gung zu­neh­mend aus dem Schalt­schrank in das di­rek­te An­la­gen­um­feld. Mit die­ser Ent­wick­lung steigt der Be­darf an Netz­tei­len mit Schutz­art IP67, die für den de­zen­tra­len Ein­satz aus­ge­legt sind. Der Strom­ver­sor­gungs­spe­zia­list MTM Power re­gis­triert in die­sem Be­reich aktu­ell ei­ne deut­lich stei­gen­de Nach­fra­ge aus ver­schie­de­nen In­dus­trie­zwei­gen. Be­son­ders ge­fragt sind Lö­sun­gen im Leis­tungs­be­reich zwi­schen 50 und 100 Watt.

Der wach­sen­de Be­darf steht im Zu­sam­men­hang mit der zu­neh­men­den Ver­brei­tung in­tel­li­gen­ter Sen­so­rik und Ak­to­rik in mo­der­nen Pro­duk­ti­ons­sys­te­men. Über Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stan­dards wie IO-Link wer­den Kom­po­nen­ten di­rekt mit der Steue­rungs­ebe­ne ver­bun­den. Ne­ben Pro­zess­da­ten las­sen sich so auch Pa­ra­me­ter und Dia­gno­se­da­ten im lau­fen­den Be­trieb aus­le­sen und an­pas­sen.

De­zen­tra­le Strom­ver­sor­gung ge­winnt wei­ter an Be­deu­tung

Durch die zu­neh­men­de Ver­net­zung von der An­la­gen­steue­rung mit Sen­so­ren und Ak­to­ren stei­gen auch die An­for­de­run­gen an die En­er­gie­ver­sor­gung. Ge­fragt sind Lö­sun­gen, die sich de­zen­tral ein­set­zen las­sen und gleich­zei­tig ei­nen zu­ver­läs­si­gen Be­trieb im An­la­gen­um­feld si­cher­stel­len.

Netz­tei­le mit Schutz­art IP67 bie­ten da­für ent­schei­den­de Vor­tei­le: Sie sind für den Ein­satz un­ter rau­en Um­ge­bun­gen aus­ge­legt, re­du­zie­ren den Ver­ka­be­lungs­auf­wand und er­mög­li­chen ei­ne fle­xi­ble In­te­gra­ti­on di­rekt in au­to­ma­ti­sier­te Pro­duk­ti­ons­an­wen­dun­gen. In vie­len Fäl­len kön­nen zu­sätz­li­che Schalt­schrän­ke ein­ge­spart wer­den.

MTM Power hat mit der Pro­dukt­fa­mi­lie PM-IP67A ent­spre­chen­de Lö­sun­gen im Port­fo­lio. Die IP67-Netz­tei­le sind für den Ein­satz un­ter rau­en In­dus­trie­be­din­gun­gen aus­ge­legt und bie­ten so­wohl AC- als auch DC-Weit­be­reichsein­gän­ge. Sie de­cken Leis­tungs­be­rei­che von 50 bis 200 Watt ab und sind für ei­nen er­wei­ter­ten Tem­pe­ra­tur­be­reich von -25 bis +70 °C kon­zi­piert. Va­ri­an­ten mit 24 V Aus­gangs­span­nung sind zu­dem als Li­mit­ed Power Sour­ce (LPS) ver­füg­bar und er­fül­len ent­spre­chen­de Si­cher­heits­an­for­de­run­gen. Die Pro­dukt­fa­mi­lie adres­siert die An­for­de­run­gen mo­der­ner Au­to­ma­ti­sie­rungs­kon­zep­te: ro­bus­te Bau­wei­se, de­zen­tra­le Ein­satz­bar­keit und ho­he In­te­gra­ti­ons­fä­hig­keit.

Brei­tes An­wen­dungs­spek­trum

Die Nach­fra­ge kommt aus un­ter­schied­lichs­ten Be­rei­chen der In­dus­trie. Zu den ak­tu­el­len Ein­satz­fel­dern zäh­len un­ter an­de­rem der Son­der­ma­schi­nen- und An­la­gen­bau, die Ver­pa­ckungs­au­to­ma­ti­on und die Pro­zes­s­au­to­ma­ti­sie­rung. Ge­mein­sam ist die­sen An­wen­dun­gen die stei­gen­de An­zahl ver­netz­ter Kom­po­nen­ten, die zu­ver­läs­sig und dau­er­haft mit En­er­gie ver­sorgt wer­den müs­sen.
 

SMD-Hochspannungs-Glimmerkondensatoren

Die neue CM-HVLP-Se­rie (Hoch­span­nungs-Low-Pro­fi­le-Glim­mer­kon­den­sa­to­ren aus re­kon­sti­tu­ier­tem Glim­mer) von Ex­xelia er­füllt die wach­sen­de Nach­fra­ge nach hoch­span­nungs­fes­ten, ro­bus­ten und fla­chen Kom­po­nen­ten in elek­tro­ni­schen Sys­te­men mit be­grenz­tem Bau­raum. Die neu­en Kon­den­sa­to­ren sind dar­auf aus­ge­legt, die An­for­de­run­gen von An­wen­dun­gen zu er­fül­len, bei de­nen ho­he Span­nungs­fes­tig­keit, schnel­le La­de-/Ent­la­de­zy­klen und Zu­ver­läs­sig­keit un­ter wie­der­hol­ter Be­las­tung ent­schei­dend sind. Ihr De­sign er­mög­licht den Ein­satz so­wohl in Puls­an­wen­dun­gen wie La­de- und Ent­la­de­schal­tun­gen als auch in Hoch­span­nungs-Fil­ter­funk­tio­nen und bie­tet so­mit ei­ne viel­sei­ti­ge Lö­sung für fort­schritt­li­che elek­tro­ni­sche Ar­chi­tek­tu­ren.

Die CM-HVLP-Se­rie kom­bi­niert die in­hä­ren­te Sta­bi­li­tät der Dielek­tri­kums­tech­no­lo­gie aus re­kon­sti­tu­ier­tem Glim­mer oh­ne Ka­pa­zi­täts­drift un­ter Span­nung mit ei­nem bahn­bre­chend kom­pak­ten SMD-Foot­print und un­ter­stützt so die fort­schrei­ten­de Mi­nia­tu­ri­sie­rung von Hoch­leis­tungs­elek­tro­nik. Die Kon­den­sa­to­ren bie­ten ei­ne ho­he En­er­gie­dich­te, ei­ne sehr nied­ri­ge äqui­va­len­te Se­ri­en­in­duk­ti­vi­tät (ESL) so­wie die Fä­hig­keit, ex­tre­men dV/dt-Ra­ten stand­zu­hal­ten, wo­durch selbst un­ter in­ten­si­ven, wie­der­hol­ten Zy­klen ul­tra­schnel­le Ent­la­de­leis­tun­gen er­mög­licht wer­den. Das De­sign ist zu­dem auf ei­nen nied­ri­gen ESR-Wert op­ti­miert.

Welt­raumer­prob­te Tech­no­lo­gie 

Auf­bau­end auf der nach­ge­wie­se­nen Er­fah­rung mit Space-QPL-Pro­dukt­li­ni­en er­wei­tert Ex­xelia die­se Ex­per­ti­se nun auf wei­te­re Märk­te (Ver­tei­di­gung, Raum­fahrt, New Space, Me­di­zin­tech­nik, In­dus­trie, Luft­fahrt). Um ei­ne mis­si­ons­kri­ti­sche Zu­ver­läs­sig­keit zu ge­währ­leis­ten, wer­den Qua­li­fi­ka­ti­ons­tests ge­mäß den strengs­ten MIL-Stan­dards durch­ge­führt. 

Die Bau­tei­le wur­den mit Blick auf ein­fa­che In­te­gra­ti­on ent­wi­ckelt und ver­fü­gen über ei­nen re­du­zier­ten Foot­print, der die Plat­zie­rung in dich­ten Lei­ter­plat­ten­lay­outs er­leich­tert. Die Se­rie bie­tet mit ei­nem For­mat (8080) von nur 20x20 mm ei­nen er­heb­li­chen Grö­ßen­vor­teil. Die­ses Gleich­ge­wicht zwi­schen Mi­nia­tu­ri­sie­rung und Leis­tungs­fä­hig­keit macht die Tech­no­lo­gie be­son­ders re­le­vant für Raum­fahrt-, Luft­fahrt-, Ver­tei­di­gungs-, Me­di­zin- und In­dus­trie­sys­te­me, bei de­nen Zu­ver­läs­sig­keit und elek­tri­sche Sta­bi­li­tät ent­schei­dend sind. Die neu­en SMD-Hoch­span­nungs-Glim­mer­kon­den­sa­to­ren ver­fü­gen über ei­nen Ka­pa­zi­täts­be­reich von 10 nF bis 750 nF und ei­nen Span­nungs­be­reich zwi­schen 2 500 VDISCH bis 5 000 VDISCH / 1 500 VDC bis 4 000 VDC
 

Kabeleinführung mit variablen Trennstegen

Die KEL-ERM VA­RIO ist ei­ne Wei­ter­ent­wick­lung des be­währ­ten icotek Ka­be­l­ein­führungs­sys­tems und wur­de spe­zi­ell für die Ein­führung von Lei­tun­gen mit und oh­ne Ste­cker kon­zi­piert und lässt sich ein­fach und si­cher mon­tie­ren. Das mo­du­la­re Sys­tem ba­siert auf ei­ner kla­ren Struk­tur und re­du­ziert die Va­ri­an­ten­viel­falt auf ei­ne Rah­men­grö­ße pro Aus­füh­rung. We­ni­ger be­nö­tig­te Kom­po­nen­ten be­deu­ten we­ni­ger La­ger­be­darf und Be­schaf­fungs­auf­wand, zu­gleich wer­den Pla­nung, Kon­struk­ti­on und Mon­ta­ge ver­ein­facht. Für den Schalt­schrank­bau und die Ge­rä­te­in­te­gra­ti­on schafft das zu­sätz­li­che Fle­xi­bi­li­tät. Dank der va­ria­blen Be­stü­ckung eig­net sich die KEL-ERM VA­RIO für un­ter­schied­li­che An­for­de­run­gen, von Se­ri­en­an­wen­dun­gen bis zu kun­den­spe­zi­fi­schen Lö­sun­gen. Je nach Be­darf kann sie mit un­ter­schied­lich vie­len gro­ßen oder klei­nen Tül­len aus­ge­stat­tet wer­den.

Au­to­ma­ti­sche Tüllen­fi­xie­rung

Je nach ver­wen­de­ter Tülle las­sen sich Lei­tun­gen mit Durch­mes­sern von 1 bis 16 mm (Ein­fach­tüllen KT1 bis KT15) bzw. 16 bis 35 mm (Ein­fach­tüllen KT16 bis KT34) si­cher ein­führen, ab­dich­ten und zug­ent­las­ten. Die Ka­bel­tüllen wer­den bei der Mon­ta­ge au­to­ma­tisch im Rah­men fi­xiert. Nach der voll­stän­di­gen Be­stückung wird der Ab­schluss­de­ckel si­cher auf­ge­schraubt. Die KEL-ERM VA­RIO ist kom­pa­ti­bel mit Stan­dard­aus­brüchen für 10-, 16- und 24-po­li­ge schwe­re Steck­ver­bin­der. Die Bau­grö­ße KEL-ERM VA­RIO B setzt auf Aus­brüche 46 x 46 mm (z. B. für Reg­ler, Zäh­ler) auf. Dank der ein­ge­spritz­ten Dich­tung und bei der Ver­wen­dung von Ein­fach­tüllen bleibt die ho­he Schutz­art IP65 auch bei fle­xi­blen Kon­fi­gu­ra­tio­nen er­hal­ten.

We­ni­ger Kom­ple­xi­tät, hö­he­re An­la­gen­ver­füg­bar­keit 

Mit der KEL-ERM VA­RIO las­sen sich Pro­zes­se ver­ein­fa­chen, Kos­ten sen­ken und der ge­sam­te Pro­dukt­le­bens­zy­klus op­ti­mie­ren. Op­tio­nal ist die Ein­füh­rung auch mit in­te­grier­ten Ge­win­de­buch­sen er­hält­lich, per­fekt für die Mon­ta­ge an der Ge­häu­s­ein­nen­sei­te und ide­al zum Schutz vor Van­da­lis­mus oder un­be­ab­sich­tig­tem Lö­sen.
 

Kompakte Antriebseinheiten mit zwei synchron bewegten Achsen

Mit dem neu­en Dual­Ge­ar prä­sen­tiert FAUL­HA­BER ein leis­tungs­star­kes An­triebs­sys­tem, das be­währ­te Mo­tor- und Ge­trie­be­tech­no­lo­gie in ei­ner durch­dach­ten Ein­heit ver­eint. Das An­triebs­sys­tem wur­de ge­zielt für An­wen­dun­gen in För­der­bän­dern so­wie in kom­pak­ten Rad­an­trie­ben au­to­no­mer Lo­gis­tik­sys­te­me kon­zi­piert. Ins­be­son­de­re in platz­kri­ti­schen Um­ge­bun­gen der In­tra­lo­gis­tik bie­tet das Sys­tem ei­ne leis­tungs­fä­hi­ge und wirt­schaft­li­che Lö­sung. Ein be­son­de­rer Vor­teil liegt in sei­ner Viel­sei­tig­keit: Zwei syn­chro­ne Be­we­gun­gen las­sen sich mit ei­nem An­trieb rea­li­sie­ren. Da­durch re­du­ziert sich der In­te­gra­ti­ons­auf­wand er­heb­lich, wäh­rend zu­gleich Bau­raum und Sys­tem­kos­ten op­ti­miert wer­den.

Leis­tungs­star­ke Kom­bi­na­ti­on 

Das neue An­triebs­sys­tem kom­bi­niert zwei leis­tungs­star­ke Part­ner in ei­ner kom­pak­ten Ein­heit: den kraft­vol­len und dy­na­mi­schen bürs­ten­lo­sen 32mm-Mo­tor der be­währ­ten BX4-Fa­mi­lie und zwei durch­mes­ser­kon­form mon­tier­te, ro­bus­te Me­tall-Pla­ne­ten­ge­trie­be der GPT-Rei­he auf bei­den Sei­ten des Mo­tors. 

Der BX4-Ba­sis­mo­tor für die Dual­Ge­ar-Kom­bi­na­ti­on ist in zwei Mo­tor­län­gen mit 42 mm und 68 mm er­hält­lich. Das An­triebs­sys­tem lässt sich da­mit fle­xi­bel an un­ter­schied­li­che Leis­tungs- und Bau­rauman­for­de­run­gen an­pas­sen. Hall­sen­so­ren mit Si­nus-Co­si­nus-Aus­gangs­si­gna­len er­mög­li­chen ei­ne prä­zi­se Er­fas­sung der Ro­tor­la­ge für ei­ne ex­ak­te Kom­mu­tie­rung und Po­si­tio­nie­rung. In Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem ex­ter­nen Mo­ti­on Con­trol­ler ist ei­ne ge­naue Po­si­tio­nie­rungs­be­we­gung mög­lich und es ent­steht ein An­triebs­sys­tem, das Dreh­mo­ment und höchs­te Ge­nau­ig­keit mit kom­pak­ter Bau­form ver­bin­det.

Die GPT-Pla­ne­ten­ge­triebe sind in die­ser Kom­bi­na­ti­on mit bis zu drei Stu­fen ver­füg­bar, was ei­ne pass­ge­naue Aus­le­gung hin­sicht­lich Dreh­zahl- und Dreh­mo­ment­an­for­de­run­gen er­mög­licht.
Durch­gän­gig ge­schweiß­te Ver­bin­dun­gen der Kom­po­nen­ten ga­ran­tie­ren ei­ne zu­ver­läs­si­ge und lang­le­bi­ge Kon­struk­ti­on, oh­ne den Ein­satz von Kleb­stof­fen.

Die Mög­lich­keit, zwei syn­chro­ne, kraft­vol­le Be­we­gun­gen mit nur ei­nem An­trieb und ei­ner zen­tra­len An­steue­rung zu rea­li­sie­ren, schafft neue An­sät­ze für ef­fi­zi­en­te, ein­fa­che Sys­tem­ar­chi­tek­tu­ren in der nächs­ten Ge­ne­ra­ti­on von För­der- und In­tra­lo­gis­tik­sys­te­men.
 

Drive System für kosteneffiziente Maschinenkonzepte

Das Eco­no­my Dri­ve Sys­tem von Beck­hoff ist ei­ne auf­ein­an­der ab­ge­stimm­te Platt­form aus Ser­vo­mo­to­ren, Ser­vo­ver­stär­kern und Fre­quenz­um­rich­tern. Dies er­mög­licht kom­pak­te, kos­ten­ef­fi­zi­en­te Ma­schi­nen­kon­zep­te bei vol­ler In­te­gra­ti­on in die Welt von PC-ba­sed Con­trol. Durch ei­nen er­wei­ter­ten Leis­tungs­be­reich so­wie neue ex­ter­ne Brems­wi­der­stän­de und Netz­fil­ter er­schließt sich ein noch grö­ße­res An­wen­dungs­po­ten­zi­al.

Der Eco­no­my-Ser­vo­ver­stär­ker AX1000 wur­de um ei­ne wei­te­re drei­pha­si­ge Va­ri­an­te mit 12 A er­wei­tert. Da­mit deckt er nun den Nenn­strom­be­reich von 3,4 bis 12 A ab, wäh­rend er im ein­pha­si­gen Be­reich mit Strom­stär­ken von 1,65 bis 6,9 A ver­füg­bar ist. Trotz der kom­pak­ten Ab­mes­sun­gen sind Netz­teil, Zwi­schen­kreis­kon­den­sa­to­ren und Bal­last­schal­tung voll­stän­dig in­te­griert. Das Ge­häu­se ist aus ro­bus­tem Kunst­stoff ge­fer­tigt, was das Ge­wicht und die Ma­te­ri­al­kos­ten re­du­ziert. Im Schalt­schrank kön­nen die Ge­rä­te oh­ne Min­dest­abstän­de der Ver­stär­ker ne­ben­ein­an­der mon­tiert wer­den.

Um­rich­ter für Ein­achs- und Do­pel­ach­s­ein­satz

Auch der Eco­no­my-Fre­quenz­um­rich­ter AF1000 steht mit ei­ner neu­en drei­pha­si­gen Va­ri­an­te mit 5,5 kW als kos­ten­op­ti­mier­te Lö­sung für ein­fa­che An­triebs­auf­ga­ben wie z. B. Ban­d­an­trie­be, Pum­pen oder Lüf­ter be­reit. Die Se­rie deckt den Leis­tungs­be­reich mit ein­pha­si­ger Ein­spei­sung zwi­schen 0,37 und 1,5 kW, so­wie mit drei­pha­si­ger Ein­spei­sung von 0,75 bis 5,5 kW ab. Sie bie­tet nicht nur mit den in die­sem Seg­ment ty­pi­schen Ein­achs-, son­dern auch mit den be­son­ders kos­ten­ef­fi­zi­en­ten Dop­pel­achs­ge­rä­ten ei­ne ska­lier­ba­re Lö­sung für ei­nen brei­ten An­wen­dungs­be­reich.

Als Kom­plett­an­bie­ter von Sys­tem­kom­po­nen­ten lie­fert Beck­hoff auch pas­sen­des Zu­be­hör wie ex­ter­ne Brems­wi­der­stän­de und Netz­fil­ter für das Eco­no­my Dri­ve Sys­tem. Die Brems­wi­der­stän­de AX2090-BW10xxxx gibt es in un­ter­schied­li­chen Va­ri­an­ten für Ge­rä­te mit 1- und 3phasiger Ein­spei­sung so­wie un­ter­schied­li­chen Leis­tun­gen. Da­durch wird ei­ne op­ti­ma­le An­pas­sung der Brems­wi­der­stän­de an die Ap­pli­ka­ti­on si­cher­ge­stellt. Zu­dem sor­gen die hoch­wer­ti­gen Netz­fil­ter AX2090-NF1x-xxxx für ei­ne sehr gu­te Ent­stö­rung der Eco­no­my-Ge­rä­te. In Kom­bi­na­ti­on wer­den da­mit In­dus­trie­stan­dards bis Ka­te­go­rie C2 nach EN 61800-3 er­füllt.
 

20 mm-Encoder für batterielosen Multiturnbetrieb

PO­SI­TAL hat die all­ge­mei­ne Ver­füg­bar­keit sei­ner neu­en Ge­ne­ra­ti­on von mi­nia­tu­ri­sier­ten IX­ARC-Mul­ti­turn-Ab­so­lut­wert­ge­bern be­kannt ge­ge­ben Mit ei­nem Durch­mes­ser von le­dig­lich 20 mm und ei­ner Län­ge von 22 mm wur­den die­se kom­pak­ten Ge­rä­te spe­zi­ell für An­wen­dun­gen mit äu­ßerst be­grenz­tem Platz ent­wi­ckelt. Da­zu zäh­len un­ter an­de­rem hu­ma­no­ide Ro­bo­ter, Me­di­zin­tech­nik und fah­rer­lo­se Trans­port­sys­te­me (FTS).

Als Nach­fol­ger der 2020 ein­ge­führ­ten 22 mm-Mo­del­le nutzt das neue De­sign statt her­kömm­li­cher Hall-Sen­so­ren die TMR-Sen­sor­tech­no­lo­gie (Tun­nel-Ma­gne­to-Re­sis­tan­ce). Die­se Wei­ter­ent­wick­lung bie­tet ei­ne Auf­lö­sung von bis zu 19 Bit pro Um­dre­hung, ei­ne ver­bes­ser­te Si­gnal­sta­bi­li­tät und ei­nen deut­lich ge­rin­ge­ren En­er­gie­ver­brauch. Das macht die­se Ge­ber zu ei­ner äu­ßerst kos­ten­ef­fi­zi­en­ten Lö­sung für die Mul­ti­turn-Po­si­ti­ons­rück­mel­dung in klei­nen Schritt- und BLDC-Mo­to­ren.

Kit- und An­bau­ver­sio­nen

Um ein mög­lichst gro­ßes Ein­satz­spek­trum ab­zu­de­cken, sind die neu­en 20 mm-En­coder so­wohl als Kit-Ver­si­on (mit mo­du­la­rem Auf­bau für die di­rek­te Mon­ta­ge an Mo­to­ren oder An­trie­ben) als auch in kon­ven­tio­nel­ler Aus­füh­rung als In­dus­trie- bzw. An­bau­dreh­ge­ber (mit ei­ge­ner Wel­le, Ku­gel­la­gern und Flansch) er­hält­lich. Ein fle­xi­bles Ste­cker­sys­tem er­mög­licht die Ka­bel­füh­rung so­wohl in ra­dia­ler als auch in axia­ler Aus­rich­tung und ver­ein­facht so die In­te­gra­ti­on auf engs­tem Raum. Die Bei­be­hal­tung von Loch­mus­tern für die Be­fes­ti­gungs­schrau­ben und ei­ne iden­ti­sche Ste­cker­be­le­gung sor­gen für me­cha­ni­sche und elek­tri­sche Kom­pa­ti­bi­li­tät mit der vor­he­ri­gen 22-mm-Se­rie. Als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schnitt­stel­len wer­den BiSS C und SSI un­ter­stützt.

Die Kit-Ver­sio­nen ver­fü­gen über ei­ne in­te­grier­te Selbst­ka­li­brie­rungs­funk­ti­on, die den Mon­ta­ge­pro­zess op­ti­miert und die Mess­ge­nau­ig­keit stei­gert. Nach der In­stal­la­ti­on ge­nü­gen we­ni­ge kur­ze Wel­len­um­dre­hun­gen, da­mit der in­ter­ne Mi­kro­pro­zes­sor des Ge­bers ge­ring­fü­gi­ge Mon­ta­ge­un­ge­nau­ig­kei­ten au­to­ma­tisch er­ken­nen und kor­ri­gie­ren kann – zeit­auf­wen­di­ge Nach­ar­bei­ten sind so­mit nicht mehr not­wen­dig.

Bat­te­rie­lo­se Mul­ti­turn-Er­fas­sung

Wie al­le Mit­glie­der der IX­ARC-Pro­dukt­fa­mi­lie von PO­SI­TAL zeich­nen sich auch die neu­en 20-mm-En­coder durch ei­ne bat­te­rie­lo­se Mul­ti­turn-Zäh­lung aus, die auf der Wie­gand-En­er­gy-Har­ves­ting-Tech­no­lo­gie ba­siert. Je­de voll­stän­di­ge Wel­len­um­dre­hung er­zeugt über den in­te­grier­ten Wie­gand-Sen­sor Strom­im­pul­se, die so­wohl das Zäh­l­er­eig­nis aus­lö­sen als auch die Zäh­le­lek­tro­nik mit En­er­gie ver­sor­gen. Das Er­geb­nis ist ei­ne zu­ver­läs­si­ge Er­fas­sung der Um­dre­hun­gen über ei­nen Be­reich von bis zu 24 Bit (16.777.216 Um­dre­hun­gen) hin­weg, die selbst bei feh­len­der Sys­tem­span­nung ge­währ­leis­tet bleibt und kei­ne Bat­te­ri­en er­for­dert.
 

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