Rund 80 Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sind zum 2. Darmstädter Tag der Sensorik im GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt zusammen gekommen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Aufbau eines Hessischen Clusters für Sensorik.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der HEAG Holding AG und dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD gemeinsam mit dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung. Fachvorträge aus Wissenschaft und Industrie zeigten Anwendungen aus Bereichen wie Raumfahrt, energieeffizienten Sensorsystemen und intelligenten Edge-Technologien.
Die Initiatoren präsentierten erstmals den Satzungsentwurf des geplanten „Hessischen Clusters für Sensorik e.V.“. Das Netzwerk soll Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups enger zusammenbringen und den Transfer neuer Technologien in die Anwendung beschleunigen.
„Mit dem geplanten Cluster wollen wir vorhandene Kompetenzen in Hessen sichtbarer machen, Akteure gezielt zusammenbringen und den Transfer von Sensorik-Lösungen in die Anwendung beschleunigen“, sagt Florian Kirchbuchner, Abteilungsleiter am Fraunhofer IGD.
Der Aufbau des Clusters knüpft an Empfehlungen des Hessischen Zukunftsberichts Wirtschaft sowie an den Hessischen Koalitionsvertrag 2024–2029 an. Sensorik gilt als wichtige Grundlage für intelligente Systeme – von vernetzten Produktionsanlagen bis zur autonomen Mobilität.
Unterstützt wurde die Initiative unter anderem durch den Darmstädter Oberbürgermeister Hanno Benz sowie die Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation, Prof. Dr. Kristina Sinemus, die die Schirmherrschaft übernommen hat und sich mit einer Grußbotschaft an die Teilnehmenden wandte. „Darmstadt und Hessen sind ein Hotspot der Sensorik. Mit starken Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer IGD, der TU Darmstadt und dem GSI Helmholtzzentrum sowie zahlreichen Unternehmen und Start-ups verfügt die Region bereits heute über eine hohe Kompetenz im Bereich datengetriebener Technologien. Diesen Standort weiter zu stärken und Akteure aus Forschung, Wirtschaft und Politik noch enger zu vernetzen, ist ein zentraler Schlüssel für Innovation“, so Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation.
„Der Aufbau des Hessischen Sensorik-Clusters stärkt Darmstadt als Innovations- und Technologiestandort nachhaltig. Für die Wirtschaftsförderung bietet das Cluster große Chancen, Forschung, Unternehmen und Start-ups noch enger zu vernetzen und neue Wertschöpfung in Zukunftsfeldern wie Sensorik und Künstlicher Intelligenz gezielt in Darmstadt zu entwickeln. Der 2. Darmstädter Tag der Sensorik macht deutlich, welches enorme Potenzial in diesem Cluster steckt“, so Hanno Benz, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Das geplante Cluster soll sich perspektivisch über ganz Hessen erstrecken und nationale sowie internationale Kooperationen fördern. Ziel der Initiative ist es, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen, neue Partnerschaften zu ermöglichen und den Technologiestandort Hessen langfristig zu stärken.
Nach mehreren Jahren erfolgreicher Aufbau- und Entwicklungsarbeit verlässt der bisherige MD Ekrem Yigitdöl die OI4 Alliance auf eigenen Wunsch, um sich beruflich neu zu orientieren. Die Mitglieder und das gesamte Team danken ihm ausdrücklich für seinen kontinuierlichen, engagierten Einsatz und seine wichtige Rolle beim Aufbau und der Wachstumsgeschichte der Allianz. Unter seiner Mitwirkung konnte sich die OI4 Alliance als starke Plattform für offene und interoperable Automatisierungslösungen etablieren.
„Ekrem Yigitdöl hat die Entwicklung der OI4 Alliance mit großem Engagement, hoher Kontinuität und einem ausgeprägten Verständnis für die Anforderungen der industriellen Automatisierung geprägt. Er war von Beginn an eine treibende Kraft innerhalb der Alliance und hat maßgeblich zum Aufbau unserer Community und Organisation beigetragen. Für seinen Einsatz und die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken wir uns herzlich und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute“, erklärt Dr. Christian Liedtke, President der OI4 Alliance.
Sein Nachfolger Michael Riester ist seit 2019 aktives Mitglied der OI4 Alliance und innerhalb der Community bestens bekannt. Bereits an seinem ersten Arbeitstag bei Endress+Hauser nahm er an einem OI4-Hackathon teil und engagiert sich seitdem kontinuierlich in der technischen und strategischen Weiterentwicklung der OI4 Alliance.
Als Co-Autor mehrerer OI4-Whitepaper rund um die Asset Administration Shell (AAS) gestaltete er wichtige Inhalte der Organisation mit. Darüber war er mitverantwortlich an der Entwicklung der OI4 Reference Architecture sowie der heutigen „Guardrails“ und leitete zahlreiche Arbeitsgruppen und Projekte, darunter „Open Operator Cloud“, „Digital Twin Concept“, „Instrumentation Management“ sowie „Digital Quality Documents“.
Durch seine langjährige Industrieerfahrung, insbesondere in der Prozessindustrie, sowie seine hohe technische Expertise bringt er ideale Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der OI4 Alliance mit.
Da Michael Riester direkt aus einem Mitgliedsunternehmen zur OI4 Alliance wechselt und die Organisation seit Jahren aktiv mitgestaltet, erfolgt die Übergabe nahtlos und läuft bereits seit einiger Zeit in enger Abstimmung.
„Die OI4 Alliance begleitet mich seit ihren Anfängen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern haben wir in den vergangenen Jahren wichtige Grundlagen für offene, interoperable und praxisnahe Industrie-4.0-Lösungen geschaffen. Ich freue mich darauf, diese Entwicklung künftig in neuer Verantwortung weiter voranzutreiben und gemeinsam neue Impulse für die industrielle Digitalisierung zu setzen“, erklärt Michael Riester.
Mit seiner starken Verankerung in der Prozessindustrie setzt die OI4 Alliance zugleich einen wichtigen Fokus für die kommenden Monate. Bereits im Juni 2026 veranstaltet die Allianz das Innovation Event für die Prozessindustrie im Chempark Leverkusen, in dessen Vorbereitung sich Michael Riester bereits intensiv eingebracht hat. Gleichzeitig bleibt die OI4 Alliance ihrer branchenübergreifenden Ausrichtung treu und wird auch die Anforderungen der diskreten Industrie weiterhin aktiv adressieren und vorantreiben.
Die OI4 Alliance richtet sich strategisch neu aus und stellt ihre zukünftigen Aktivitäten noch stärker auf die zentralen Zukunftsthemen der industriellen Digitalisierung aus. Im Fokus stehen dabei insbesondere offene und interoperable Industrie-4.0-Lösungen, neue Innovationsinitiativen sowie der gezielte Einsatz von Industrial AI zur intelligenten Vernetzung, Automatisierung und Optimierung industrieller Prozesse.
Die Debatte über die Energieeffizienz erfasst inzwischen die gesamte Elektronik-Wertschöpfungskette: Sie reicht von Halbleitern, Stromversorgung und Embedded-Systemen bis hin zur Elektromechanik und industrieller Verbindungstechnik. Wie sich Energieeffizienz am besten umsetzen lässt, zieht sich dabei durch nahezu alle Einsatzbereiche, von Consumer- über die Automobilelektronik bis hin zu industriellen Systemen und Geräten.
Die electronica als Weltleitmesse und Konferenz für Elektronik bringt die Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette zusammen, um über technische Herausforderungen sowie aktuelle Trends der Energieeffizienz zu diskutieren. „Energieeffizienz wird für die Elektronik-Branche zu einer zentralen Anforderung. Auf der electronica zeigt sich, dass effiziente Produkte heute in nahezu allen Bereichen gefragt sind – von der Elektromechanik über die Automation bis hin zu vernetzten industriellen Applikationen“, sagt Caroline Pannier, Projektleiterin der electronica.
Aktuelle Studien zeigen, dass die Energieeffizienz in unterschiedlichen Industriezweigen an Bedeutung gewinnt. Im Automotive-Bereich belegt der Global EV Outlook 2026 der IEA, dass die Elektromobilität weiter an Dynamik gewinnt: 2025 wurden weltweit mehr als 20 Mio. Elektroautos verkauft, damit wird bereits rund jedes vierte neu-verkaufte Auto elektrisch angetrieben. Mit dieser Entwicklung steigt der Bedarf an energieeffizienter Elektronik – von der Leistungselektronik, über die Ladeinfrastruktur bis hin zur Batterietechnik.
Eine Studie von Fraunhofer zeigt, dass moderne Technologien die Energieeffizienz verbessern. So wird trotz steigenden Datenvolumens der Energiebedarf der Mobilfunknetze in den kommenden Jahren lediglich moderat zunehmen. Auch in anderen Bereichen wie der Elektronikfertigung rückt die Energieeffizienz stärker in den Fokus: McKinsey kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Energiekosten für Halbleiterfabriken durch Effizienzmaßnahmen um 20 bis 30 Prozent senken lassen.
Für die Elektronik-Branche bedeutet das: Energieeffizienz wird sowohl im Produkt selbst als auch in der Produktion zu einem strategischen Faktor. Besonders deutlich ist das im Bereich der Elektromechanik zu sehen. Hier geht es nicht allein um einzelne Bauteile, sondern um das Zusammenspiel von Steckverbindern, Gehäusen, Leitungsführung und Schnittstellen.
Niedrige Übergangswiderstände, eine robuste Verbindungstechnik und EMV-gerechte Auslegung sowie wartungsfreundliche Systeme reduzieren Verluste, erhöhen die Betriebssicherheit und vereinfachen die Instandhaltung. Hiermit richtet sich der Blick zunehmend auf das Gesamtsystem, das per se energieeffizient auszulegen ist, um Energie direkt am Entstehungsort einzusparen.
Auf der electronica 2026 zeigen rund 3.500 Aussteller aus etwa 60 Ländern ihre aktuellen Lösungen für den Weg in die All Electric Society. Themen wie Energieeffizienz, Automatisierung und Circular Economy werden dabei auch im Rahmenprogramm und in den Foren aufgegriffen, in denen Teilnehmer technologische Entwicklungen, regulatorische Fragen und nachhaltige Zukunftskonzepte diskutieren.
Der ZVEI bekommt eine neue Verbandsspitze: Daniel Hager ist vom Vorstand für drei Jahre zum ZVEI-Präsidenten gewählt worden. „Die Digital- und Elektroindustrie ist eine der tragenden wirtschaftlichen Säulen unseres Landes“, betonte Hager unmittelbar nach seiner Wahl. In seiner Eröffnungsrede zum eSummit erklärte er, die hohe Bedeutung dieser Branche für technologischen Fortschritt und gesellschaftlichen Wohlstand in Deutschland im politischen Dialog noch stärker verankern zu wollen. Bundeskanzler Merz forderte er auf der wichtigsten Veranstaltung der Branche auf, den politischen Stillstand zu überwinden und überfällige Reformen bei Rente, Arbeitszeit und Sozialkosten einzuleiten. Hager: „Wir müssen wieder stärker darauf schauen, was unseren Standort wirklich trägt: Leistung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.”
Zudem sei die Resilienz Europas zielgerichtet zu stärken. „In geopolitisch schwierigen Zeiten ist Europa unsere ‚Lebensversicherung‘. Nur ein starkes Europa hält uns im Spiel, das kaum noch anerkannten Regeln folgt. Wir müssen den Binnenmarkt ausbauen und die EU zu einem Industriebeschleuniger machen, der auf Innovation und unternehmerische Initiative fokussiert und ein faires Wettbewerbsumfeld schafft.“ Eine besondere Rolle falle dabei technologischer Exzellenz zu, über die Europa verfügen müsse etwa in der Mikroelektronik. Sie sei eine Schlüsselbranche, die gefördert werden müsse. Einer neuen ZVEI-Studie zufolge verdoppelt sich der Halbleiterbedarf in Europa bis 2040. „Auf die steigenden Bedarfe muss Europa schnell reagieren und sein Mikroelektronik-Ökosystem stärken”, fordert Hager. „Bei Schlüsseltechnologien darf Europa nicht in einseitige Abhängigkeiten rutschen.”
Abhängigkeiten seien auch auf der Energieseite abzubauen. „Die Zukunft ist elektrisch – egal ob im Auto oder im Gebäude“, zeigt sich Hager überzeugt. Die Bürgerinnen und Bürger sehen das ähnlich. ZVEI-Umfragen belegen, dass die Attraktivität von elektrischer Mobilität und elektrischer Wärme eng mit dem Strompreis korreliert. Aus Sicht des ZVEI führt kein Weg daran vorbei, die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß zu senken wie im Koalitionsvertrag angekündigt und von der EU-Kommission aufgefordert.
Daniel Hager (54) ist seit 15 Jahren im ZVEI aktiv. Er war unter anderem Vorsitzender des Fachverbands Elektroinstallationssysteme und Vorsitzender der Plattform Gebäude. Hager ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hager Group.
Als Vizepräsidenten neugewählt worden sind: Dr. Peter Körte (Siemens), Dr. Frank Meyer (Bosch), Dr. Peter Weckesser (Schneider Electric).
Für Schubert System Elektronik stellt dieser Schritt eine gezielte strategische Erweiterung dar, die das bestehende Portfolio im Bereich Embedded Components nachhaltig stärkt und weiter ausbaut. Die emtrion GmbH blickt auf 23 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Embedded Computermodulen zurück. Die Marke sowie zentrale Produktbereiche bleiben erhalten und werden innerhalb der Schubert System Elektronik GmbH als eigenständige Produktlinie weitergeführt.
Dabei wird das bestehende Produktportfolio gezielt in die Gesamtstrategie integriert und weiterentwickelt. Der Standort Karlsruhe wird künftig unter dem Namen „Embedded Modules Lab“ geführt und unterstreicht damit den Fokus auf Innovation und Kompetenz im Bereich Embedded Computing.
Die Schubert System Elektronik GmbH mit Sitz in Neuhausen ob Eck steht seit 55 Jahren für Qualität, Verlässlichkeit und technologische Exzellenz in der Elektronikentwicklung und -fertigung. Die Integration der emtrion GmbH ist ein konsequenter Schritt in der langfristigen Weiterentwicklung des Unternehmensportfolios.
„emtrion ist eine ideale Ergänzung für unser Produktportfolio: Eine starke Marke und ein technisch hervorragend aufgestelltes Hardware- und Software-Team sind genau die Faktoren, die Schubert System Elektronik nachhaltig weiter stärken“, erläutert Matthias Klein, Geschäftsführer, Schubert System Elektronik GmbH
Für bestehende Kunden und Partner der emtrion GmbH geht der operative Geschäftsbetrieb weiter. Laufende Projekte und Aufträge werden fortgeführt.
Die Zugehörigkeit zur Schubert System Elektronik schafft zusätzliche Stabilität, erweitert die verfügbaren Ressourcen und eröffnet neue Möglichkeiten in der gemeinsamen Produktentwicklung von Embedded Systemen. Schubert produziert Elektronik und Endgeräte automatisiert in einer modernen Smart Factory am Standort in Neuhausen ob Eck.
Im Rahmen eines strukturierten Investorenprozesses ging die Schubert Systemelektronik GmbH als präferierter Partner hervor. Der Prozess wurde auf Seiten der Emtrion GmbH von Restrukturierungsexperte Frank Bassermann von hww hermann wienberg wilhelm, Karlsruhe, sowie dem M&A-Berater Deichmann Corporate Finance GmbH begleitet.
„Wir freuen uns, dass mit der Schubert Systemelektronik GmbH ein solider Investor für wesentliche Teile von Emtrion gewonnen werden konnte. Damit kann die wertvolle Entwicklungskompetenz des Unternehmens künftig innerhalb einer erfolgreichen Unternehmensgruppe weiter ausgebaut werden“, kommentieren Bassermann und Deichmann.
Die IO-Link Community hat die Veröffentlichung einer neuen Spezifikation „JSON Integration for IO-Link“ für die JSON-Abbildung (JSON Mapping) bekannt gegeben. Die neue Version 2 umfasst wichtige funktionale Erweiterungen, darunter die Unterstützung der IO-Link Wireless-Kommunikation sowie erweiterte MQTT-Funktionen. Erstmals wurde die Spezifikation vollständig mit OpenAPI und AsyncAPI beschrieben und ist damit durchgängig maschinenlesbar.
Die neue Spezifikation berücksichtigt explizit IO-Link Wireless. IO-Link-Daten können damit standardkonform auch über Wireless-Verbindungen abgebildet werden – etwa bei mobilen Anwendungen, rotierenden Maschinenteilen oder schwer zugänglichen Installationen –, ohne die einheitliche Datenstruktur zu verlieren.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Erweiterung der MQTT-Unterstützung. Die Spezifikation definiert nun detailliertere Topic-Strukturen für Prozessdaten, Parameter und Ereignisse. Dies ermöglicht eine effizientere, ereignisbasierte Kommunikation und eine nahtlose Anbindung an Cloud-Plattformen oder Edge-Systeme.
Die konsequente Nutzung von OpenAPI (für REST-basierte Schnittstellen) und AsyncAPI (für MQTT) ermöglicht erstmals eine formale, automatisch auswertbare Beschreibung der IO-Link-JSON-Abbildung. Die Spezifikation ist damit nicht nur für Menschen dokumentiert, sondern ermöglicht auch automatisierten Software-Generierung für Entwicklungs- und Testsysteme.
Mit diesem Schritt setzt IO-Link einen neuen Meilenstein für die standardisierte, IT-nahe Nutzung von IO-Link Daten und schafft optimale Voraussetzungen für Automatisierung, IIoT und Cloud-basierte Anwendungen.
Mit der Kombination aus JSON-Abbildung, OpenAPI, AsyncAPI, Wireless-Optionen und erweitertem MQTT stärkt IO-Link gezielt die IT/OT-Konvergenz. Anwender erhalten einen durchgängigen, standardisierten Zugang zu Felddaten – von der Sensor-/Aktor-Ebene bis hin zu datengetriebenen IT-Anwendungen.
Die neue Spezifikation steht ab sofort auf der IO-Link-Webseite zum kostenlosen Download zur Verfügung
Eine der derzeit größten Herausforderungen für die Industrie ist die Frage, wie sich digitale Innovationen in traditionelle, verteilte Steuerungssysteme (Distributed Control Systems/DCS) integrieren lassen, ohne die empfindlichen Produktionsprozesse zu stören – und das auf kosteneffiziente und agile Art und Weise. In einer traditionellen Architektur sind zentrale Steuerungsfunktionen und digitale Funktionen wie Anlagenmanagement und Optimierung oft eng miteinander verflochten. Dieses Design hat sich seit langem bewährt, wenn es darum geht, deterministisches Verhalten, Zuverlässigkeit und einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.
Angesichts der zunehmenden Geschwindigkeit digitaler Innovationen erfordert die Einführung neuer Innovationen auf der digitalen Seite sorgfältige Überlegungen, da Änderungen validiert werden müssen, um sicherzustellen, dass sie den Betrieb auf der Steuerungsseite nicht gefährden. Für Anlagenbetreiber, die kontinuierlich laufende Prozesse verwalten, ist es keine leichte Entscheidung, Änderungen vorzunehmen oder mit neuen Lösungen an im Wesentlichen laufenden Systemen zu experimentieren. Wenn eine Änderung in einem Bereich unbeabsichtigte Auswirkungen an anderer Stelle hat, kann dies zu Ausfallzeiten führen und die Ausfallsicherheit der gesamten Anlage beeinträchtigen. Die Validierung von Anpassungen kann daher viel Zeit und Geld kosten.
Aus diesem Grund richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf das Konzept der „Seperation of Concerns“. Dieser Begriff ist in der IT, Telekommunikation und Finanzbranche weit verbreitet, in der industriellen Automatisierung jedoch weniger bekannt. Er beinhaltet die Aufteilung von Systemen in unterschiedliche Umgebungen, wobei jede für einen bestimmten Belang, eine bestimmte „Zuständigkeit“ optimiert ist. Anstatt die bewährte Steuerungsumgebung zu verändern, können kritische Steuerungsaufgaben, digitale Anwendungen und Optimierungsaufgaben in separaten, aber miteinander verbundenen Domänen innerhalb des Automatisierungsökosystems ausgeführt werden.
Ein gut konzipiertes, modernes Automatisierungssystem mit echter Aufgabentrennung schafft eine digitale Umgebung, in der Optimierungen und Anpassungen einfacher durchgeführt werden können, ohne das Risiko für den Kernbetrieb zu erhöhen. Die Vorteile sind schnellere Innovationszyklen, eine höhere Sicherheit und Cybersicherheit sowie größere Flexibilität mit mehr Spielraum für Optimierungen. Gleichzeitig bleiben die Robustheit und Zuverlässigkeit erhalten, auf die traditionelle DCS-Architekturen ausgelegt sind.
Traditionelle Automatisierungsarchitekturen wurden in der Regel für den Betrieb in einer klar definierten Betriebsumgebung konzipiert. In dieser waren zentrale Steuerungsfunktionen, Engineering-Tools, Optimierungsanwendungen und digitale Dienste eng in einem einzigen System integriert. Dieser Ansatz hat sich als äußerst effektiv erwiesen, um Robustheit, Zuverlässigkeit und deterministische Leistung in anspruchsvollen industriellen Umgebungen zu gewährleisten.
Mit der Weiterentwicklung von Anlagen und der Einführung zusätzlicher digitaler Funktionen entstehen jedoch neue Anforderungen und Abhängigkeiten innerhalb dieser ohnehin schon komplexen Systeme. Die Einführung neuer digitaler Anwendungen, die Installation von Software-Updates oder die Bereitstellung von Cybersicherheits-Patches kann sich auf übergeordnete Systeme auswirken. Dies bedeutet, dass oft umfangreiche Validierungen erforderlich sind, um sicherzustellen, dass die Betriebssicherheit nicht beeinträchtigt wird.
Erschwerend kommt hinzu, dass sich viele Anlagensysteme im Dauerbetrieb befinden – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Unterbrechungen außerhalb der geplanten Abschaltzeiten sind schlichtweg nicht realistisch. Darüber hinaus entwickeln sich digitale Anwendungen ständig weiter und erfordern immer häufigere Updates. Eine gleichartige Behandlung der zentralen Steuerungsumgebung und der digitalen Ebene kann Innovationen verlangsamen, da Betreiber bestrebt sind, das Risiko unbeabsichtigter Störungen größerer Systeme zu minimieren.
Die Funktionstrennung baut auf den Stärken traditioneller Automatisierungsarchitekturen auf, indem sie deren robusten, eng integrierten Kern beibehält und gleichzeitig die Architektur erweitert, um den sich rasch weiterentwickelnden digitalen Funktionen besser gerecht zu werden. Durch eine klarere Abgrenzung zwischen der zentralen Steuerungsumgebung und der digitalen Umgebung trägt sie dazu bei, die Komplexität zu bewältigen und die Instandhaltung zu verbessern, indem Überwachung und Optimierung vom Kernsystem entkoppelt werden. Dies ermöglicht eine schrittweise Modernisierung, um Initiativen zur digitalen Transformation zu beschleunigen, offene Systeme zu nutzen und den Betrieb zukunftssicher zu machen, während die kontinuierliche Betriebsfähigkeit der kritischen Kernsteuerung gewährleistet bleibt.
Aktualisierungen digitaler Anwendungen, die in der Regel häufigere Eingriffe erfordern, können in ihrer eigenen sicheren Umgebung verwaltet werden, wodurch das Risiko negativer Auswirkungen auf die Kernsteuerungssysteme verringert wird. Obwohl funktional getrennt, bleiben die beiden Umgebungen grundlegend miteinander verbunden, sodass Erkenntnisse und Innovationen, die in der digitalen Umgebung entwickelt wurden, weiterhin problemlos in die Steuerungsumgebung migriert und dort implementiert werden können.
Dies ist ein Prinzip, das in ABBs „Automation Extended“ zum Tragen kommt. Durch die Verbindung von zwei Softwareumgebungen – der Kernsteuerung und der digitalen Umgebung – werden die Aufgabenbereiche effektiv getrennt, während gleichzeitig ein einheitliches Automatisierungsökosystem entsteht. Während der Steuerungsbereich auf Leistung, Ausfallsicherheit und Cybersicherheit optimiert bleibt, bietet der digitale Bereich einen flexibleren Raum, um Innovationen und Konzepte zügig zu entwickeln. Dadurch wird die Komplexität vereinfacht und ein Ökosystem geschaffen, in dem Betreiber den Betriebsablauf kontinuierlich optimieren können.
In der ABB-Systemarchitektur ist eine Anwendung in kleine, unabhängige Dienste unterteilt, von denen jeder für eine bestimmte Funktion zuständig ist. Durch die Isolierung verschiedener Aufgabenbereiche ist es weniger wahrscheinlich, dass Änderungen in einem Teil des Systems Auswirkungen auf andere Teile haben. So ist jede Funktion einfacher zu warten und zu aktualisieren, ohne die Integrität der Kernsteuerung zu beeinträchtigen. Funktionen können zudem unabhängig voneinander getestet werden. Dadurch lassen sich Probleme leichter identifizieren und beheben, sodass sie keine Gefahr mehr für größere Systeme darstellen können. Zudem lassen sich Funktionen, die bestimmte Aufgaben erfüllen, leichter duplizieren oder an anderer Stelle in der Anwendung wiederverwenden.
Die Kombination eines OPC-UA-Backbones mit einer Cloud-nativen, containerbasierten Architektur ermöglicht dem System die Bereitstellung leistungsstarker neuer Funktionen für den industriellen Betrieb. Dadurch werden zahlreiche Verbesserungen ermöglicht, von der proaktiven Erkennung und Korrektur von Prozessabweichungen bis hin zur Optimierung von Wartungsstrategien durch kontinuierliche Zustandsüberwachung kritischer Anlagen. Gleichzeitig wird die Entwicklung durch modulare Lösungen, die auf unterschiedlicher Hardware laufen, rationalisiert. Das Ergebnis ist eine skalierbare, agile Architektur, die eine starke, zuverlässige Leistung gewährleistet.
Die digitale Umgebung ermöglicht die schrittweise und reibungslose Einführung neuer Tools und Anwendungen – darunter KI/ML, Edge-Intelligence, IoT-Integration und fortschrittliche Analysen – in einem Tempo, das mit den betrieblichen Prioritäten und strategischen Zielen im Einklang steht.
Die „Automation Extended“-Architektur bietet Endnutzern zahlreiche Vorteile. Durch die Trennung verschiedener Elemente einer Anwendung können Entwickler jede Komponente einzeln optimieren. Das führt zu reibungsloseren und schnelleren Entwicklungsabläufen. Die separate Optimierung von Komponenten und die Feinabstimmung jedes Elements im Hinblick auf Effizienz können zudem zu einer insgesamt besseren Anlagenleistung führen. Probleme in einem Modul wirken sich weniger wahrscheinlich auf den Betrieb anderer Module aus. Das führt generell zu einem stabileren Betrieb, während Sicherheitslücken leichter eingedämmt werden können.
Entscheidend ist, dass die funktionale Unabhängigkeit dieses digitalen Raums von der angrenzenden Steuerungsumgebung die Integrität der Kernprozesse und bewährten Steuerungsstrukturen sicherstellt. Innerhalb dieser Umgebung können neue Tools jederzeit evaluiert, implementiert oder aktualisiert werden, ohne dass die Kontinuität der zentralen Steuerungsfunktionen gefährdet wird.
Für industrielle Betreiber ist dies ein bedeutender Fortschritt. Modularität allein reicht nicht mehr aus. Die nächste Entwicklungsstufe im DCS ist die intelligente Trennung. Automation Extended bietet den Rahmen dafür, wie zukünftige Automatisierungsfunktionen schrittweise eingeführt werden können – unter Beibehaltung des Bewährten und gleichzeitiger Ermöglichung der Flexibilität, Skalierbarkeit und Effizienz, die für die nächste Ära des industriellen Produktionsbetriebs erforderlich sind. Im Wesentlichen trägt Automation Extended dazu bei, dass Automatisierungssysteme intelligenter, schneller und widerstandsfähiger werden, ohne das zu stören, was bereits funktioniert.
Luis Duran, Verfasser dieses Artikels:
Manager für Industry Initiatives, Standards and Market Trends im Bereich Industrieautomation bei ABB Automation. Er hat einen BSEE- und einen MBA-Abschluss der Universidad Simón Bolívar in Caracas, Venezuela, und verfügt über mehr als 36 Jahre Erfahrung in verschiedenen Funktionen der Prozessautomation, darunter Prozesssteuerung, Manufacturing Execution Systems, sicherheitsgerichtete Systeme und kritische Steuerungen. Er verfügt über mehr als 22 Jahre Erfahrung im Produktmanagement, einschließlich Produktmarketing und Produktlinienmanagement. Er ist ABB-Vertreter im Open Process Automation Forum und beteiligt sich an weiteren Brancheninitiativen wie Modular Automation und margo. Er sensibilisiert für die aktuellen Herausforderungen und Veränderungen in der industriellen Automatisierung sowie für die Transformation von Betriebstechnologien, um den zukünftigen Anforderungen der Branche gerecht zu werden.
Jahrelang bedeutete der Aufbau eines zuverlässigen Kühlungssteuerungssystems für ein Rechenzentrum, ein Stückwerk aus SPSen, Gateways und HMI-Panels zu arrangieren: Jede einzelne Komponente war eine potenzielle Fehlerquelle und verlängerte die Implementierungszeit um Wochen. Unitronics machte sich daran, dies mit der UniStream-Lösung für Rechenzentren zu ändern. Eine einzige SPS+HMI, die alles abdeckt: Steuerung, E/A, Kommunikation, Visualisierung, Diagnose und zentrale Überwachung – sofort einsatzbereit. Automatisierungsingenieure, die Kühllösungen für Rechenzentren spezifizieren, entwerfen und bauen, haben UniStream nun zum Gold-Gewinner des „Control Engineering Product of the Year Award“ gewählt. Die Stimmen kamen von qualifizierten Ingenieuren und Automatisierungsexperten, die täglich mit industriellen Steuerungssystemen zu tun haben.
Die UniStream-Lösung für die Kühlung von Rechenzentren wurde von Grund auf für die besonderen Anforderungen von Rechenzentrumsumgebungen entwickelt. Jede Komponente, jedes Protokoll und jede Zertifizierung wurde so ausgewählt, dass sie den Anforderungen entspricht, denen die Ingenieure der OEMs in der Praxis gegenüberstehen. Die Lösung verfügt über native Redfish- und IPv6-Unterstützung für die direkte Integration in Rechenzentrums-Managementsysteme und ist vollständig OCP-Profil konform. Das System ist mit BACnet, Modbus, SNMP, REST-API und OPC-UA vorlizenziert. Es sind keine Add-ons, externen Gateways oder kundenspezifischen Entwicklungen außerhalb des Controllers erforderlich.
Die Rechenzentrumslösung bietet integrierte N+1-Redundanzunterstützung sowie Master-Slave-Gruppenfunktionalität und gewährleistet so eine kontinuierliche Kühlung für geschäftskritische Ausfallszenarien, ohne dass ein Eingreifen des Bedieners erforderlich ist. Sie verfügt über ISO 27001-zertifizierte Cybersicherheit und integrierten Fernzugriff über einen integrierten Webserver und VNC und ist perfekt für In-Rack- und In-Raw-CDUs, CRAC/CRAH, RDHx, Kältemaschinen, Immersionskühlung und Lüftungsgeräte ausgelegt.
Die UniStream-Lösung für Rechenzentren ist ab sofort in zwei Konfigurationen erhältlich – DCB-CDU-US7-01 und DCB-CDU-USC-01 –, die jeweils vollständig integriert und einsatzbereit sind und alle erforderlichen Hardwarekomponenten, Kommunikationsmodule sowie Softwarelizenzen enthalten. Die vollständigen Spezifikationen finden Sie auf der Website: www.unitronicsplc.com/data-center-solutions
Amit Harari, CEO von Unitronics, kommentierte die Auszeichnung wie folgt: „Diese Goldauszeichnung ist nicht nur eine Auszeichnung – sie ist eine Bestätigung durch den Markt, dass Rechenzentrumsingenieure sich für einen neuen Standard entscheiden. Ein Controller, vollständige Kontrolle, entwickelt für die Komplexität moderner Rechenzentren.“
Cognex hat die allgemeine Verfügbarkeit von OneVision™, seiner kollaborativen Entwicklungsumgebung für KI-Bildverarbeitung bekannt gegeben. Die Software ist darauf ausgelegt, KI-gestützte Inspektionen in Fertigungsbetrieben zu vereinfachen und zu skalieren.
Seit dem Start der Beta-Version im Juni 2025 haben weltweit mehr als 100 Kunden OneVision genutzt, um die Entwicklung und Einführung KI-gestützter Bildverarbeitungslösungen zu beschleunigen. Viele von ihnen konnten den Sprung von Anwendungen an einzelnen Produktionslinien zu standortübergreifenden Implementierungen innerhalb von Tagen statt Monaten vornehmen.
Diese Dynamik spiegelt einen allgemeinen Wandel wider, da Hersteller sich von vereinzelten KI-Pilotprojekten hin zu vernetzten, unternehmensweiten Inspektionsstrategien bewegen.
„KI-Bildverarbeitung bietet schon seit Langem einen Mehrwert, doch ihre flächendeckende Einführung im gesamten Betrieb stellte bislang eine Hürde dar", sagte Matt Moschner, President und CEO von Cognex. „Hersteller stehen immer wieder vor denselben Herausforderungen – von fragmentierten Arbeitsabläufen bis hin zu Modellen, die sich nicht an unterschiedliche Umgebungen anpassen lassen. OneVision löst dieses Problem, indem es die Einfachheit der Edge-Technologie mit der Skalierbarkeit der Cloud verbindet und Unternehmen dabei unterstützt, den Schritt von isolierten Pilotprojekten hin zu einer einheitlichen, unternehmensweiten Bereitstellung zu vollziehen."
OneVision löst eine seit langem bestehende Herausforderung im Bereich der industriellen KI: die Bereitstellung fortschrittlicher Bildverarbeitungsanwendungen im Unternehmensmaßstab, ohne dabei die Komplexität zu erhöhen oder die Produktion zu verlangsamen. Mit einer Cloud-to-Edge-Architektur werden KI-Modelle in der Cloud trainiert, verwaltet und gesteuert, während die Inspektion am Edge auf Cognex-Bildverarbeitungssystemen erfolgt, um eine zuverlässige Ausführung in Echtzeit zu gewährleisten. Kunden können nun den gesamten KI-Lebenszyklus zentral verwalten – von der Erfassung und Kennzeichnung von Produktionsbildern bis hin zur Verfeinerung von Modellen und der weltweit einheitlichen Bereitstellung von Updates auf allen Geräten. OneVision ist für die Zusammenarbeit mit den neuesten Systemen von Cognex optimiert, darunter In-Sight® 3900 und In-Sight® 6900.
Sobald ein Modell bereitgestellt ist, ist keine Verbindung zur Cloud erforderlich. Die Produktionsdaten bleiben lokal gespeichert, und die Latenz spielt keine Rolle.
Durch die Zentralisierung der Modellentwicklung und -verwaltung unterstützt OneVision Hersteller dabei:
In verschiedenen Branchen, darunter die Automobilindustrie, die Elektronikbranche, die Lebensmittel- und Getränkeindustrie profitieren Kunden von einer schnelleren Entwicklung von KI-Anwendungen, einem höheren Durchsatz und konsistenteren Prüfergebnissen – bei gleichzeitiger Verringerung der Abhängigkeit von Spezialwissen und einer weltweiten Skalierung der Implementierungen.
„Bei unserem bisherigen Ansatz dauerte die Entwicklung einer zuverlässigen Anwendung zur Dichtheitsprüfung mehr als ein Jahr voller Iterationen und Feinabstimmungen, und Qualitätsprobleme konnten zu vollständigen Chargenrückgaben und erheblichen Materialverlusten führen", sagte Amin Tajeddine, Manager für Betriebstechnologie und Digitalisierung. „Mit OneVision konnten wir in weniger als einem Tag eine funktionsfähige Lösung entwickeln und vorführen. Die Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit von OneVision haben den Entwicklungsaufwand erheblich reduziert und geben uns die Zuversicht, dass sich KI-Bildverarbeitungsanwendungen schnell auf unsere gesamten Betriebsabläufe ausweiten lassen."
„OneVision ermöglichte es uns, KI-Prüfstandards zentral zu entwickeln und zu validieren und diese Modelle anschließend in unseren weltweiten Betrieben einzusetzen", sagte Christophe Ernis, Smart Operation Manager in der Product Power Division. „Dieser Ansatz hat uns dabei geholfen, den Ertrag zu verdoppeln, Fehlauswürfe drastisch zu reduzieren und unsere Abhängigkeit von spezialisiertem Bildverarbeitungs-Know-how zu verringern. Vor allem aber bietet er uns eine reproduzierbare Methode, um bewährte Verfahren zuverlässig auf alle unsere Werke auszuweiten."
„Mit OneVision können unsere Ingenieure Produktionsbilder schnell beschriften, Modelle erstellen und diese mit deutlich geringerem Aufwand auf Kameras bereitstellen", sagte Scott Daniels, Senior Manufacturing Technology Engineer.
Produktionsverantwortliche stehen vor einer doppelten Aufgabe: Sie wollen ihre Werke flexibel aufstellen und zugleich Energie sparen. Dafür planen sie modulare Fertigungszellen, setzen auf autonome mobile Roboter (AMR) und prüfen Konzepte für druckluftarme Bereiche. Gleichzeitig stoßen sie auf eine gewachsene Infrastruktur. Druckluftleitungen verlaufen fix durch die Halle. Jede neue Anlage verlangt Anschlüsse, jede Layoutänderung verursacht Aufwand.
Vakuumtechnik übernimmt in diesem Umfeld eine zentrale Funktion. Sie greift, hält und bewegt Werkstücke in der Elektronikfertigung, in Logistikprozessen oder in der Automobilindustrie. Klassisch erzeugen Ejektoren das Vakuum mit Druckluft. Diese Technologie ist etabliert und bildet weiterhin das Rückgrat vieler Anlagen. Doch neue Produktionskonzepte verlangen nach zusätzlichen Systemen.
Vor allem die mobile Robotik benötigt flexible Lösungen. AMR und fahrerlose Transportsysteme (FTS, auch Automated Guided Vehicle, AGV) bewegen sich frei durch das Werk. Sie können keine stationären Medienanschlüsse mitführen. Kollaborative Roboter (Cobots) folgen ebenfalls einem anderen Prinzip als klassische Industrieroboter. Sie sind leicht, flexibel einsetzbar und wechseln ihren Arbeitsplatz. Die Stärken von externer Druckluft liegen aber woanders. Michael Pojtinger, Leiter Geschäftsentwicklungsprozess Vakuum-Automation (Komponenten) bei Schmalz in Glatten, formuliert es nüchtern: „Die Fabrik wird modular, aber die Druckluft ist für feste Installationen gemacht.“
Elektrische Vakuum-Erzeuger setzen genau hier an. Sie arbeiten ohne zentrale Druckluft, ein Stromanschluss genügt. Damit treibt ein integrierter Elektromotor eine Pumpe oder ein Gebläse an. Das System baut den erforderlichen Unterdruck direkt am Einsatzort auf. Die Energie stammt aus dem Stromnetz oder aus der Fahrzeugbatterie des Roboters. Das Vakuum entsteht unmittelbar am End-of-Arm-Tooling (EOAT). Damit wird die Greifeinheit zu einem autarken System und funktioniert unabhängig von stationären Anschlusspunkten.
Für AMR- und AGV-Anwendungen eröffnen sich dadurch neue Spielräume. Die Roboter bewegen sich ohne Schlauchverbindungen durch die Produktion und benötigen keine feste Medienversorgung. Auch bei Cobots wirkt sich dieser Ansatz aus. Da sie häufig in wechselnden Umgebungen arbeiten, zählt jede eingesparte Schnittstelle. Elektrische Vakuum-Erzeuger kommen ohne externe Luftaufbereitung aus und vereinfachen dadurch Integration und Inbetriebnahme.
Immer mehr Unternehmen stellen eine grundsätzliche Frage: Wo ist Druckluft nicht mehr zwingend erforderlich? In einzelnen Produktionsbereichen, teilweise sogar im gesamten Werk, prüfen sie Konzepte, die bewusst ohne dieses Medium auskommen – um Energie noch effizienter zu nutzen, Kosten zu senken und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Elektrische Vakuum-Erzeuger übernehmen in solchen Szenarien eine Schlüsselrolle. Sie generieren den erforderlichen Unterdruck direkt am Einsatzort und benötigen keine zentrale Druckluft-Infrastruktur. „Das Handling bleibt kraftvoll und prozesssicher, auch wenn das Leitungsnetz entfällt“, bringt es Michael Pojtinger auf den Punkt. Vorteile zeigen sich auch in der Fabrikplanung, denn Produktionszellen lassen sich unkompliziert versetzen, wenn Druckluftleitungen nicht neu verlegt werden müssen. Strom steht in der Regel flächendeckend zur Verfügung. Das reduziert Planungsaufwand und Stillstandszeiten bei Umbauten.
„Elektrische Vakuum-Erzeuger sparen, abhängig von Anwendung und Lastfall, bis zu 95 Prozent Energie gegenüber druckluftbetriebenen Ejektoren ein“, betont Michael Pojtinger. „Die tatsächliche Ersparnis hängt von Taktzahl, Lastprofil und Betriebsdauer ab.“ Der technische Hintergrund: Druckluft wird zentral erzeugt, aufbereitet und über Leitungen verteilt. Jeder dieser Schritte verursacht Verluste. Elektrische Systeme wandeln Strom direkt am Einsatzort effizient in Unterdruck um. Anwender verringern dadurch ihre Betriebskosten und entlasten gleichzeitig die zentrale Infrastruktur. Elektrische Vakuum-Erzeuger reduzieren CO₂-Emissionen und damit den Product Carbon Footprint (PCF), sofern der Strommix dies zulässt.
Schmalz entwickelt elektrische Vakuum-Erzeuger als Bestandteil einer modular aufgebauten Systemarchitektur. Das Portfolio reicht von kompakten Vakuum-Pumpen für Cobots und End-of-Arm-Anwendungen bis zu elektrischen Hochleistungspumpen und Vakuum-Gebläsen für stationäre Prozesse. Damit deckt das Unternehmen unterschiedliche Leistungsbereiche ab und bietet zugleich Komponenten für die gesamte Vakuum-Kette, vom Sauggreifer bis zur Sensorik.
Die elektrischen Vakuum-Erzeuger erfassen Prozesszustände und stellen diese digital bereit. Über IO-Link integrieren sie sich in vernetzte Produktionsumgebungen. Anwender überwachen damit den Prozess und können Parameter einfach anpassen. „Die Vakuum-Komponente wird zu einem datenliefernden Feldgerät. Das schafft Voraussetzungen für Condition Monitoring und zustandsorientierte Wartung“, macht Michael Pojtinger klar.
Automatisierung setzt auf dynamische, vernetzte und modulare Strukturen. Elektrische Vakuum-Erzeugung fügt sich in dieses Bild ein. Schmalz hat entsprechende Lösungen im Markt etabliert und entwickelt das Portfolio entlang wachsender Anforderungen stetig weiter.
Infrastrukturunabhängige Vakuum-Komponenten ersetzen nicht pauschal bestehende pneumatische Systeme. Sie erweitern das Spektrum. Dort, wo Druckluft zur Einschränkung wird, eröffnen sie neue Freiheitsgrade. „Produktionsverantwortliche können diese zusätzliche Option nutzen, um Automatisierung konsequent an Mobilität, Flexibilität und digitaler Transparenz auszurichten“, erklärt Michael Pojtinger.
Bizerba, Spezialist für Waagen & Verpackungssysteme, realisierte für einen spanischen Lebensmittelverarbeiter eine smarte Kommissionierlösung mit einer rein elektrischen Vakuum-Erzeugung direkt am Roboterarm. In der Anwendung nehmen zwei Cobots mit Schmalz Greifern folierte Fleischpackungen auf und legen sie mit bis zu 96 Picks pro Minute in Transportkisten. Die elektrische Unterdruckversorgung erfolgt über die elektrische Compact-Pump GCPi in Kombination mit elektrischen Kompaktventilen.
Diese dezentral am Greifer montierte Lösung liefert den benötigten Unterdruck schnell, effizient und ohne zentrale Druckluftquelle. Sie ist ebenso leistungsfähig wie pneumatische Systeme, verbraucht aber deutlich weniger Energie und senkt so die Betriebskosten. Die digitale Anbindung über IO-Link ermöglicht zudem die Überwachung relevanter Prozessparameter und eine vorausschauende Wartung. Die elektrische Vakuum-Erzeugung steigert die Produktivität, reduziert den Personalbedarf und verbessert die Prozesssicherheit der automatisierten Kommissionierung beim Fleischverarbeiter deutlich.
Ursprünglich konzipiert für den militärischen Einsatz in Land- und Wasserfahrzeugen überzeugt der neue GPU-Rechner SEMIL-2200 auch industrielle Anwender mit seinen Stärken. Die jetzt beim deutschen Distributor Acceed erhältliche IP69K-konforme, vollständig versiegelte und lüfterlose 2U-Edge-KI-Plattform wurde kompromisslos entwickelt, um zuverlässige Rechenleistung auch in Umgebungen zu gewährleisten, in denen herkömmliche GPU-Rechner aufgeben müssen.
Alle Modelle der Baureihe SEMIL-2200 erfüllen mehrere MIL-Standards, etwa zur elektromagnetischen Kompatibilität, für zuverlässige Stromstabilität bei mobilen Anwendungen und hinsichtlich Erschütterung, Vibration und besonders Umgebungstemperatur.
Wetterbedingungen, Staub, Erschütterung, Stromschwankungen und ähnliche industrietypische Beanspruchungen können schnell die Steuerung und Datenverarbeitung von Maschinen, Anlagen oder Fahrzeugen massiv beeinträchtigen. Dagegen helfen nur robuste, möglichst versiegelte Computing-Plattformen wie die Modelle der Baureihe SEMIL-2200 von Acceed. Er präsentiert sich als kompakter Controller mit halber Schrankbreite und ist nach Kundenwunsch ausgestattet mit Intel-Prozessoren der 12., 13. oder 14. Generation. In Kombination mit der L4-GPU von Nvidia liefern alle Modelle eine dauerhaft hohe Datenverarbeitungsleistung, wie sie für autonome Systeme der nächsten Generation benötigt wird, von unbemannten Fahrzeugen bis hin zu C4ISR-Netzwerken. Weitere Anwendungsbereiche sind leistungsintensive parallele Berechnungen, etwa für KI-Inferenz, Deep Learning, Objekterkennung oder Predictive Maintenance direkt am Ort des Geschehens. Das alles ohne Umweg über die Cloud und nahezu latenzfrei.
Durch Eliminieren mechanischer Lüfter, an deren Stelle ein patentiertes Thermo-Design für Kühlung sorgt, unterstützt die SEMIL-Baureihe einen lüfterlosen Betrieb über den weiten Temperaturbereich von –40 °C bis +70 °C. Die für effiziente Konfigurationswechsel auf der Frontseite zugänglichen M12-Anschlüsse schützen gegen Einflüsse durch Witterung, Staub und Vibration. Im robusten Aluminium-Gehäuse ist das System gemäß IP67K vollständig staub- und wasserdicht, und bietet im Unterschied zum einfachen IP67 zusätzliche Hochdruck- und Heißwasserbeständigkeit. Die stoß- und vibrationssichere Konstruktion erfüllt darüber hinaus MIL-STD-810H, perfekt für Fahrzeugapplikationen oder Außeneinsätze, etwa auf Baustellen, in Zügen, für die Drohnensteuerung oder auch militärischen Anwendungen.
Die Spannungsversorgung ist variabel von 9 bis 36 VDC. Weitere Features sind integrierte Zündsteuerung, isolierte digitale I/Os sowie optionale Erweiterungen über M.2 und Mini-PCIe Slots, etwa für WLAN, LTE oder 5G. Zwei unabhängige SSDs können im internen RAID betrieben werden.
Zielgruppe der neuen Baureihe SEMIL-2200 sind OEMs, Systemintegratoren und Betreiber, die unter dynamischen, instabilen oder anspruchsvollen Bedingungen höchste Datenverarbeitungskapazität direkt am Entstehungspunkt benötigen – etwa zur Objekterkennung in Echtzeit, Videoanalyse, Umweltdatenauswertung oder zur autonomen Navigation.
Softing Industrial Automation gibt die offizielle Verfügbarkeit von plantPerfect Monitor 2.00. Neben PROFIBUS unterstützt plantPerfect Monitor jetzt auch PROFINET und erweitert damit seinen Einsatzbereich auf Ethernet-basierte Kommunikationsstrukturen.
Mit der Erweiterung reagiert Softing auf die zunehmende Verbreitung hybrider Kommunikationsstrukturen in der Industrie. Anwender können jetzt sowohl klassische Feldbus- als auch Ethernet-basierte Netzwerke zentral überwachen und analysieren.
Die neue PROFINET-Unterstützung erweitert die bestehende PROFIBUS-Funktionalität um zusätzliche Diagnose-, Topologie- und Gerätedaten. Damit entwickelt sich plantPerfect Monitor zu einer zentralen Plattform für die Überwachung hybrider Kommunikationsnetzwerke.
Anwender profitieren von erweiterten Analysefunktionen und einer durchgängigen Transparenz über gemischte Netzwerkstrukturen innerhalb einer einzigen Anwendung.
plantPerfect Monitor erfasst kontinuierlich Zustands-, Diagnose- und Statistikdaten aus den Kommunikationsnetzen und stellt sie zentral bereit. Veränderungen im Netzwerk, wie zum Beispiel steigende Fehlerraten oder instabile Verbindungen, werden frühzeitig sichtbar. So lassen sich Störungen erkennen, bevor sie zu ungeplanten Stillständen führen.
Die Lösung unterstützt damit den Übergang von reaktiver Fehlerbehebung hin zu einer zustandsorientierten Instandhaltung.
Mit einer webbasierten Oberfläche bietet die Software einen zentralen Überblick über alle überwachten Netzwerke und Komponenten. Ein automatisch gepflegtes Live-Inventar zeigt angeschlossene Geräte, deren Zustand sowie relevante Diagnosedaten. Das erleichtert die Fehlersuche und reduziert Stillstandszeiten.
Durch die kontinuierliche Speicherung aller Netzwerk- und Gerätedaten in einer integrierten Datenbank verwandelt plantPerfect Monitor Rohdaten in konkrete Handlungsempfehlungen.
Historische Analysen und Trends helfen dabei, Wartungsmaßnahmen gezielt zu planen und Schwachstellen im Netzwerk zu identifizieren.
Durch die kontinuierliche Inventarisierung von Geräten und Netzwerkstrukturen schafft plantPerfect Monitor Transparenz für Security-Konzepte und Audits.
Damit wird die Lösung zu einem wichtigen Baustein für die Umsetzung moderner Cybersecurity-Strategien in der Produktion.
plantPerfect Monitor arbeitet in Kombination mit den smartLink-Komponenten von Softing, die als zentrale Datenschnittstelle zwischen Feldnetzwerk und Monitoring-Anwendung fungieren.
Diese erfassen direkt im Netzwerk Diagnose- und Gerätedaten aus PROFIBUS- und PROFINET-Systemen und übertragen sie über eine separate MQTT-Schnittstelle an die Monitoring-Software.
Dank der containerbasierten Architektur lässt sich plantPerfect Monitor flexibel in bestehende IT- und OT-Umgebungen integrieren. Die Lösung kann sowohl lokal als auch in virtualisierten oder Docker-basierten Infrastrukturen betrieben werden. Ein skalierbares Lizenzmodell ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche Anlagengrößen und Anforderungen.
Pflanzenkrankheiten können für Landwirte erheblich finanzielle Einbußen bedeuten. Fungizide, Pestizide und Herbizide schaffen zwar Abhilfe, sind aber teuer, schwer anzuwenden und dabei nicht sehr präzise. Aufgrund der zunehmenden Pflanzenimmunität müssen Landwirte die Mengen stetig steigern. Hinzu kommen negative Auswirkungen auf die Umwelt. Deshalb werden verstärkt nachhaltigere Methoden gesucht. Diese dürfen jedoch nicht mehr Arbeitsaufwand bedeuten. Denn vor allem zur Erntesaison sind zuverlässige und erfahrene Arbeitskräfte knapp.
Genau hierfür hat Saga Robotics den autonomen Roboter Thorvald entwickelt. Er nutzt UVC-Licht, um Mehltau und anderen Krankheiten vorzubeugen. Durch ein KI-basiertes Vision-System liefert er zudem wertvolle Erkenntnisse.
Thorvald war bereits bei rund 20 % der britischen Erdbeerenernte im Einsatz. In Kalifornien hat Thorvald letzte Saison rund 500 Hektar Weinberge behandelt, in der nächsten Saison sollen es 1.500 Hektar sein. Dabei stellten die Landwirte fest, dass UVC als Mehltau-Suppressor mindestens genauso gut funktioniert wie chemische Sprays.
Thorvald hat die Form eines umgekehrten U. Das Innere des Bogens ist mit UVC-Lampen bestückt, sodass möglichst viel Strahlung die Pflanzen erreicht. UVC-Licht hat eine sehr kurze Wellenlänge, die von der Atmosphäre fast komplett herausgefiltert wird. Es zerstört die DNA von Mehltau-Sporen, dadurch entwickeln sie sich nicht zur Krankheit. Auf den Rest der Pflanze hat es hingegen keine Auswirkungen. Damit dies gelingt, müssen Dosierung und Behandlungshäufigkeit individuell auf die Pflanze und die atmosphärischen Bedingungen angepasst werden.
Eine Herausforderung bei der Entwicklung war es, Thorvald vom Labor im wahrsten Sinne des Wortes ins Feld zu bringen. Unwegsames Gelände, Schlamm und Regen, Tiere und unerwartete Hindernisse – die Umgebung ist chaotisch. Damit der autonome Roboter darauf reagieren kann, hat Saga Robotics eine KI-basierte Erkennung mit einer Vielzahl anderer Technologien kombiniert.
Hinzu kommt die kommerzielle Herausforderung. Saga Robotics möchte mit Thorvald zeigen, dass es eine nachhaltige Alternative zu Chemikalien ohne Mehrkosten gibt.
Ein wichtiger Bestandteil des Roboterdesigns und -betriebs ist die Sicherheit. Thorvald ist nach internationalen Sicherheitsstandards ausgelegt, die etwa für den Maschinenbau, für Stromversorgungen und Funkgeräte gelten, und erfüllt internationale Standards für die Sicherheit automatisierter landwirtschaftlicher Maschinen sowie automatisierter mobiler Plattformen.
Schnellere Designzyklen
Bei der Entwicklung arbeiteten Teams in Großbritannien, Norwegen und den USA zusammen. Anfangs nutzten sie klassische CAD- und PDM-Tools. Diese dateibasierten Systeme führten immer wieder zu Verzögerungen, Versionskonflikten und verpassten Fristen. Deshalb setzt Saga Robotics seit einigen Jahren auf die Cloud-native Plattform Onshape. Mit ihr können die Ingenieure rund um die Welt in Echtzeit zusammenarbeiten, ohne dass sie lokale Installationen benötigen. So können nicht nur Maschinenbauingenieure auf Onshape zugreifen, die dasselbe CAD-System und ein spezielles Setup haben, sondern jeder, der dazu berechtigt ist. Ein Ingenieur kann z. B. ein Design erstellen und die URL teilen, andere können dieses sogar auf dem Handy im Zug prüfen und Feedback geben.
Zudem können mehrere Personen gleichzeitig am selben Design arbeiten. Dadurch verzeichnete Saga Robotics einen 30 - 40 % schnelleren Designzyklus verglichen mit der vorigen Lösung. Dazu trägt auch die Verzweigungs- und Merge-Funktion von Onshape bei. Sie ermöglicht es auch Nutzern ohne große Vorkenntnisse, einen Zweig eines bestehenden Designs zu erstellen und damit zu experimentieren, ohne den Hauptzweig zu beeinflussen.
Die Hauptaufgabe von Thorvald ist der Pflanzenschutz, hierfür fährt er mehrmals pro Woche durch die Erdbeerfelder bzw. Weinberge. Quasi nebenbei sammelt er wertvolle Daten: Der Roboter hat mehrere Kameras auf der Innenseite seines Bogens, die die Pflanzen beim Vorbeiziehen aufnehmen. Saga Robotics hat ML- (Machine Learning) Modelle trainiert, mit denen Thorvald die Früchte zählen und ihren Reifegrad bestimmen kann. Diese Daten werden nach Reihe, Feld und Agrarbetrieb aggregiert. So kann er die komplette bewirtschaftete Fläche abdecken - mit menschlichem Einsatz sind typischerweise maximal fünf Prozent möglich.
Damit verfügen die Erzeuger über wertvolle Erkenntnisse darüber, wie viel Ernte sie erwarten können und wie diese wohl in ein oder zwei Wochen aussehen wird. Sie können ihre Arbeitsplanung darauf abstimmen und frühzeitig auf Hinweise auf Ernteprobleme reagieren. Zudem wissen sie im Voraus, ob sie unter oder über den Ernteerwartungen liegen werden, und können so Strafen oder Preisabschläge vermeiden.
Saga Robotics prüft kontinuierlich die neuen prädiktiven und autonomen Fähigkeiten von Software- und Hardwaresystemen, um die Thorvald-Plattform weiterzuentwickeln. Das Einsatzgebiet soll schrittweise über Erdbeeren und Weinreben hinaus erweitert werden. So wollen die Gründer von Saga Robotics ihrem Ziel näherkommen, eine chemikalienfreie, automatisierte Pflanzenbewirtschaftung zur Norm zu machen. In der letzten Erntesaison hat Thorvald den Arbeitern bereits 85.200 Stunden an Chemikalienexposition erspart.
Autor: Michael Falkensteiner, Principal Technical Services Engineer at Onshape, EMEAI
Über Saga Robotics:
2016 von Lars Grimstad und Pål Johan gegründet, die sich an der Norwegischen Universität für Lebenswissenschaften kennengelernt hatten. Heute ist Saga weltweit tätig, mit Dienstleistungen in Norwegen sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und Betriebsstätten in Großbritannien und Kalifornien. Ziel des Unternehmens ist es, Automatisierung und eine chemiefreie Behandlung in der Landwirtschaft zur Norm zu machen.
In modernen Halbleiterfabriken durchlaufen Siliziumwafer zahlreiche Prozessschritte – von der Lithografie über das Ätzen bis hin zur Metallisierung. Aufgrund der strengen Anforderungen an Sauberkeit und Partikelfreiheit ist ein manueller Transport innerhalb des Reinraums nicht praktikabel. Stattdessen übernehmen immer häufiger automatisierte Systeme den sicheren und effizienten Transport der Wafer-Kassetten über lange Strecken. Zum Beispiel per Overhead Hoist Transport (OHT), ein Schienensystem, das die Kassetten unter der Decke bewegt. Das spart zwar Reinraumfläche, stellt Konstrukteure aber vor eine Herausforderung: die Versorgung des OHT mit Strom und Daten. „Stromschienen übertragen keine Daten und sind wartungsintensiv. Energieketten benötigen meist eine komplexe Absaugvorrichtung für Partikel. Der Bedarf an einer reinraumtauglichen, langlebigen und kostengünstigen Alternative ist in der Branche entsprechend groß“, erklärt Kira Weller, Produktmanagerin e-ketten und Reinraum-Expertin bei igus.
Um das Dilemma zu lösen, hat igus für die C6-Reinraumenergiekette ein besonderes Führungssystem namens e-spin entwickelt. Dabei handelt es sich um Führungsräder, die wie alle igus Energieketten aus tribologisch, sprich auf Reibung und Verschleiß, optimiertem Hochleistungskunststoff bestehen. Die Räder sitzen zwischen Ober- und Untertrum der Energiekette. Die Kettenteile rollen dadurch aufeinander, statt zu gleiten – und das ohne weitere Partikelemission, eine Absaugeinheit wird nicht benötigt. Gleichzeitig ist das System aus C6-Energiekette und Führungsrädern durch den eingesetzten Hochleistungskunststoff abriebfest, wartungsarm und besonders langlebig. Labortests in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA bestätigen: Das System erreicht bei einer Geschwindigkeit von 0,5 m/s die höchste Reinraumklasse ISO 1.
IoTmaxx bereitet seine Geräte auf die ab Dezember 2027 geltenden Anforderungen gemäß des Cyber Resilience Acts (CRA) vor. Die Gateways von IoTmaxx werden als gehärtete Industrieplattformen für den Einsatz in rauen Umgebungen entwickelt. Die Geräte können in unterschiedlichen Netzumgebungen betrieben werden, von industriellen Anlagen bis hin zu Anwendungen in kritischen Infrastrukturen.
Die Kommunikation erfolgt über Mobilfunk (LTE) oder LAN. Je nach Produktvariante sind weitere Kommunikationsoptionen verfügbar. Dabei stehen folgende Anforderungen im Mittelpunkt: Der sichere Fernzugriff ohne offene Ports, die einfache Integration in bestehende Netzwerke, minimale Eingriffe in IT- und Firewall-Strukturen, die Nachvollziehbarkeit von Zugriffen und in Bezug auf Änderungen sowie die Skalierbarkeit für wachsende Geräteflotten.
Die kontinuierliche Aktualisierung durch geprüfte Updates unterstützt Betreiber von Industrie-, Energie- und IoT-Infrastrukturen bei der Umsetzung ihrer Cybersicherheitsstrategie und der Vorbereitung auf zukünftige regulatorische Anforderungen wie CRA, RED Cybersecurity und NIS-2.
Die Gateways von IoTmaxx überzeugen nicht nur durch ihre integrierte Sicherheits- und Update-Architektur sowie eine dokumentierte Lifecycle-Strategie, sondern bieten auch ein professionelles, zentral gesteuertes IoT-Device-Management. Sie wurden um einen Agenten für die Plattform Qbee ergänzt und stellen somit eine sichere, skalierbare und für das Feld optimierte Gesamtlösung dar. IoTmaxx stellt die Lizenzen sowie den Portalzugang bereit – vom Pilotprojekt bis zum Rollout mit hohen Stückzahlen.
Über Qbee kann die Geräteverwaltung mit geringem Betriebs- oder Integrationsaufwand über ein webbasiertes Portal erfolgen – das ermöglicht Wartung, Diagnose sowie den Support im laufenden Betrieb. „Unsere Geräte arbeiten nach dem Outbound-only-Kommunikationsprinzip, das heißt, die Verbindung zur Plattform erfolgt über einen kontrollierten TLS-verschlüsselten Fernzugriff und wird ausschließlich von unseren Gateways aufgebaut“, erklärt Christian Lelonek, Geschäftsführer von IoTmaxx. „Somit kann auf offene Ports, Port-Forwarding, VPN-Infrastrukturen oder öffentliche IP-Adressen verzichtet werden.“
Althen erweitert mit dem VDS130 sein Portfolio im Bereich Vibrationssensorik. Das kompakte 4-Kanal-Vibrationsüberwachungsgerät wandelt Messdaten von analoger IEPE-Beschleunigungsaufnehmer in digitale Condition-Monitoring-Daten und sendet diese per MQTT an IIoT-Plattformen, Cloud- oder Enterprise-Systeme. Typische Einsatzfelder des VDS130 sind die Zustandsüberwachung in der Produktionsautomatisierung sowie Projekte von Systemintegratoren, bei denen analoge IEPE-Vibrationssensoren in digitale Schwingungsmonitoring-Plattformen (Cloud oder On-Premises) eingebunden werden sollen.
Dank zusätzlicher Drehzahlreferenz (RPM/Tacho) eignet sich das Modul insbesondere für drehzahlbezogene Analysen an rotierenden Maschinen – etwa Motoren, Pumpen, Getrieben oder Spindeln, bei denen die Frequenzordnung bzw. der Speed-Bezug entscheidend ist. Entsprechend findet die Lösung vor allem Anwendung in Industrie und Produktion (Condition Monitoring und Instandhaltung), im Maschinen- und Anlagenbau, insbesondere als Retrofit zur Weiterverwendung bestehender IEPE-Sensorik, sowie bei Automatisierungs- und IIoT-Integratoren, die Zustandsdaten per MQTT zuverlässig in IT/OT-Systeme übertragen möchten. Mit einem Frequenzgang bis 40 kHz (±5%) und bis zu 102,4 kHz Abtastrate liefert das Modul neben Kennwerten auch Zeitverläufe sowie Spektren/FFT bis 40 kHz (6.400 Linien, Fenster u. a. Hanning/Flat-Top). Multifunktionale LED-Statusanzeigen unterstützen Betrieb und Service. Frequenzbänder sind an Richtlinien wie ISO 10816-3 / 20816-3 / 17243 angelehnt.
Der Neigungsschalter B1N180V-QR20 erweitert das QR20-Portfolio von TURCK um eine kosteneffiziente Lösung für einfache Schaltanwendungen. Der einachsige Sensor arbeitet mit MEMS-Beschleunigungsmessung und bietet ein festes Schaltfenster über 180 Grad. So kann er Quecksilber-, Flüssigkeits- und Kugelschalter in vielen Anwendungen ersetzen. Der Neigungsschalter vereint robuste Mechanik, schnelle Montage und Wartungsfreiheit. Da keine Betätigungselemente oder Teach-Prozesse erforderlich sind, ist der Sensor schnell in Betrieb genommen.
Der B1N180V-QR20 verfügt über einen PNP-Schaltausgang, der auf 180 Grad entlang der Sensorachse schaltet. Das magnetische Befestigungskit MAGKIT-QR20 ermöglicht eine schnelle Montage ohne Bohrungen und erleichtert die Einstellung des Schaltwinkels erheblich. Durch die wartungsfreie Messmethode und das geschlossene Gehäuse eignet sich der Sensor auch für anspruchsvolle Umgebungen oder wechselnden Positionierungsbedingungen. Typische Einsatzfelder des Neigungsschalters finden sich in mobilen Maschinen, industriellen Anlagen und Infrastrukturanwendungen. Für komplexere Applikationen stehen die messenden QR20-Neigungssensoren mit IO-Link-, Analog- oder CANopen-Schnittstelle sowie Ausführungen mit parametrierbaren Schaltfenstern zur Verfügung.
Der Weg zur intelligenten Messtechnik führt über die Integration der nötigen Elektronik direkt in den Mehrkomponentenaufnehmer (MKA). Während in klassischen Messanordnungen die Messverstärker im Schaltschrank installiert sind, mehrere Meter entfernt vom Kraftaufnehmer, sieht GTM große Vorteile darin, den Verstärker nah am Sensor oder gleich im Sensorgehäuse unterzubringen. Damit lassen sich teure Spezialkabel einsparen, was sich vor allem mit Blick auf MKA mit bis zu sechs Anschlüssen rechnet, die ansonsten jeweils einzeln verkabelt werden müssen. Auch Genauigkeitsverluste durch lange Signalwege fallen weg, was im Umkehrschluss zu potenziell deutlich präziseren Ergebnissen führt.
Für viele Anwendungen sind einachsige Kraftsensoren ausreichend, doch in komplexeren Prüfständen, z.B. im Bereich Automotive für Reifen- und Fahrwerkstests, empfehlen sich MKA. Sie erfassen Kräfte und Momente in allen drei Raumachsen, bis zu sechs Komponenten gleichzeitig. Das Ergebnis ist ein vollständiges, physikalisch sauberes Bild des Systems, in dem sie integriert sind.
Auch in der Robotik spielt MKA-Messtechnik eine immer größere Rolle, wenn es etwa darum geht, Roboter mit einem „Tastgefühl“ auszustatten, damit sie die auftretenden Kräfte besser interpretieren können. Weitere Anwendungsgebiete für MKA-Messtechnik finden sich in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik und in Wissenschaft und Forschung, wie bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) oder in Fraunhofer-Instituten, wo Grundlagen für künftige Normen geschaffen werden.
Für die Integration von MKA etwa in einen Prüfstand ist bislang Expertenwissen gefragt, sei es für die korrekte Verkabelung, das manuelle Einpflegen einer Kompensationsmatrix oder der Konfiguration des Verstärkers. Mit „Plug & Measure“, wie GTM seinen Weg zur intelligenten MKA-Messtechnik nennt, erhalten Kunden eine hochpräzise MKA-Messlösung, die komplett kalibriert, kompensiert und damit in kürzester Zeit betriebsbereit ist. Weitere aktuelle Entwicklungen wie der digitale Kalibrierschein (DCC) weisen in die gleiche Richtung: Komplexe Messtechnik in der Summe anwenderfreundlicher zu machen und damit einen neuen Standard in der Messtechnik zu markieren. Smarte Kraftmesssensoren, wie sie GTM entwickelt, haben damit das Potenzial, viele Industriebranchen und auch die Wissenschaft nachhaltig zu verbessern und ein Stück präziser zu machen.
Höchstgenaue Drucksensoren arbeiten heutzutage nahezu ausschließlich mit digitalen Schnittstellen wie I²C oder SPI, um Wandlungsverluste zu vermeiden. Daher müssen sich Entwickler bei jedem Sensor aufs Neue in die Details der Ansteuerung einarbeiten, die sich von Sensor zu Sensor leicht unterscheidet.
Um dennoch rasch erste Qualifikationstests oder Proof-of-Principle-Messungen durchführen zu können, gibt es für nahezu alle AMS Sensoren von AMSYS ein günstiges USB-StarterKit. Mit ihm lassen sich binnen Minuten nicht nur Drücke messen, sondern auch Messreihen speichern (loggen) sowie die I²C-Adressen der Sensoren ändern. Somit können auch in Kleinserien mehrere Sensoren an einem I²C-Bus betrieben werden.
Der AMS 5935 ist dabei das Tüpfelchen auf dem i: Hochpräzise auch bei kleinsten Differenz- und Relativdrücken bis hinunter in den Bereich von +/-125 Pascal. Dabei ist er durch seine geringe Stromaufnahme mit nur 250 nA im Sleep-Mode prädestiniert für mobile Stromversorgungen im Bereich von 1,7 V bis 3,6 V. AMSYS bietet den AMS 5935 für Differenz-, Relativ-, Absolut- und bidirektionale Drücke bis zu 2 bar an. Ein Total Error Band (TEB) von nur 0,25% im gesamten Temperaturbereich von -25 … 85 °C gepaart mit dem effektiv 18-Bit auflösenden Ausgang ermöglicht rauscharme Druck- als auch Temperaturmessungen mit diesen individuell kalibrierten Drucksensoren.
Zur Minimierung thermischer Einflüsse ist die piezoresistive Silizium-Druckmesszelle mit einem hochmodernen Signalverarbeitungs-ASIC in ein keramisches DIL-Gehäuse zur Leiterplattenmontage eingebaut. Dieser Board-Mount-Sensor ist in zwei Gehäusevarianten erhältlich: entweder mit klassischen vertikalen Schlauchanschlüssen oder in einer platzsparenden Ventilblockvariante für die Montage mit O-Ringen. Kundenspezifische Anpassungen sind selbstverständlich möglich.
Industrielle Trocknungsprozesse, insbesondere in der Batteriefertigung, stellen höchste Anforderungen an die Taupunktmessung. Bei sehr niedrigen Feuchteniveaus können bereits kleinste Abweichungen Produktqualität, Ausbeute und Sicherheit beeinflussen. Dafür ist ein stabiles, durchgängiges Messsignal entscheidend. Mit dem TDS501 präsentiert E+E Elektronik seine neueste Entwicklung für die Taupunktmessung: kontinuierliche Messung dank Autokalibrierung dank neuem Vier-Elemente-Messverfahren, Taupunktüberwachung bis −70 °C Td und smarte Schutzkonzepte
Typische Prozessereignisse wie das Öffnen von Türen und Schleusen oder Lastwechsel erfordern ein stabiles Messsignal. Ein eingefrorenes oder stark gemitteltes Signal während der Autokalibrierung kann in solchen Umgebungen zu Blindstellen im Prozess führen. Der TDS501 wurde deshalb für eine zentrale Anforderung bei der Regelung sehr niedriger Taupunkte entwickelt: Die Autokalibrierung darf das Messsignal nicht unterbrechen. In hochdynamischen Anwendungen werden Regelentscheidungen fortlaufend getroffen. Ein Signal, das während der Kalibrierung einfriert, kann reale Prozessabweichungen genau dann verdecken, wenn es darauf ankommt. Der TDS501 setzt dazu auf eine innovative neue Technologie auf Basis eines Vier-Elemente-Messverfahrens mit robusten kapazitiven Sensorelementen. Ziel ist eine durchgängige Taupunktinformation für die 24/7Prozessüberwachung und damit für stabile Regelkreise.
Mit dem TDS501 erweitert E+E Elektronik sein Taupunktportfolio auf Messbereiche bis −70 °C Td. Damit eignet sich der Sensor für Anwendungen, in denen extrem niedrige Feuchte eine zentrale Prozessgröße ist. Dazu zählen unter anderem die Batteriefertigung oder die Trocknung von Kunststoffgranulat. In solchen Prozessen trägt eine stabile Taupunktüberwachung dazu bei, feuchtebedingten Ausschuss zu reduzieren, Sicherheitsreserven gezielter auszulegen und die Entfeuchtungsregelung effizient zu steuern.
Smarte Schutzkonzepte und konfigurierbare Filterkappen
Saisonale Schwankungen, Anlagenstillstände oder Komponentenfehler können in Druckluftsystemen kurzfristig Kondensation verursachen. Der TDS501 ist darauf ausgelegt, auch unter solchen atypischen Bedingungen zuverlässig zu bleiben und kondensationsbedingte Drift durch praxisgerechte Konstruktionselemente zu reduzieren. Dazu zählen robuste Sensorelemente, ein gesinterter Edelstahlfilter sowie eine widerstandsfähige Edelstahlkonstruktion.
Standardmäßig ist der TDS501 mit einem Edelstahlfilter ausgestattet, der ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Schutz und Ansprechzeit bietet. Für Reinraumanwendungen, in denen besonders schnelle Reaktionszeiten gefragt sind, ist optional eine offene Filterkappe verfügbar. Sie verbessert die Ansprechzeit zusätzlich und ermöglicht ein noch früheres Erkennen von Taupunktabweichungen.
Wenn der Taupunkt zur Regelgröße wird, braucht es ein Messsignal, das auch bei wechselnden Betriebsbedingungen konsistent bleibt. Der TDS501 kombiniert hohe Wiederholgenauigkeit mit einer Genauigkeit von ±2 °C Td und unterstützt so stabile, reproduzierbare Produktionsbedingungen. Zudem ist er so konstruiert, dass typische Änderungen der Prozesstemperatur das Messergebnis nicht beeinträchtigen.
Mit einer Druckfestigkeit bis 80 bar kann der Sensor direkt dort installiert werden, wo der Prozess stattfindet. Das schafft eine robuste Basis für Prozessregelung und Qualitätssicherung in industriellen Druckluftanwendungen.
Der TDS501 ist mehr als ein Sensorelement im Gehäuse. Er ist ein ganzheitlich entwickeltes Messsystem, bei dem Sensorelement, Elektronik, mechanische Integration, Montage und Abgleich optimal aufeinander abgestimmt sind. Für Anwender bedeutet das: stabile, wiederholbare Messergebnisse und eine verlässliche Grundlage für Prozessentscheidungen über Geräte, Chargen und Betriebsbedingungen hinweg.
Mit dem C80 Giga ermöglicht SMW-electronics die berührungslose Echtzeitkommunikation von Aktuatoren und Sensoren mit der übergeordneten Steuerung eines Automationssystems. Das induktive Koppelsystem ist neben der Energieversorgung in der Lage, Signale mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 Gbit/s zu übertragen.
Mit Übertragungsraten von wahlweise 100 MBit/s im Fast Ethernet oder 1 GBit/s im Gigabit-Ethernet (volltransparent) erreichen Signale berührungslos gekoppelter Komponenten in Echtzeit die SPS. Informationen zwischen Steuerungskomponenten können damit deutlich präziser und verzögerungsfrei übermittelt werden, was die Prozesssicherheit und damit die Produktivität erhöht. Gleichzeitig stellt das C80 Giga die Energieversorgung mit bis zu 75 W bei 24 V sicher. Mit seinen hohen Übertragungsraten eignet sich das System auch für komplexe Kameraanwendungen.
Das induktive Koppelsystem C80 Giga wurde für die Automation rotativer Anwendungen und Wechselapplikationen konzipiert. Bestehend aus einem Base- und einem Remote-Element koppelt das System kabellos stationäre mit bewegten Komponenten verschleißfrei über einen Luftspalt von bis zu 3 mm. Damit stellt das C80 Giga beispielsweise die Übertragung von Energie und Signalen zwischen elektro-mechanischem Spannsystem und SPS sicher, die auch während einer Fünf-Achs-Bearbeitung mit Palettenwechsel oder auf einer Drehmaschine mit endloser Rotation erfolgen kann.
SMW-electronics hat das System dafür in einer robusten Bauweise gestaltet. Für die Signalübertragung verfügt es über X- (für Gigabit-Ethernet) beziehungsweise über D-kodierte (für Fast Ethernet) M12-Anschlüsse. Sie sind leistungsfähige, industrietaugliche Steckverbinder, die die hohen Übertragungsraten im Industrial Ethernet sicherstellen. Die Stromversorgung erfolgt über L-kodierte M12-Industriesteckverbinder; die robusten Anschlüsse sind für die hohen Ströme in der Automation ausgelegt. Darüber hinaus ist das C80 Giga nach IP67 geschützt und somit unempfindlich gegenüber Vibrationen, Feuchtigkeit und Verschmutzung.
Das C80 Giga deckt mit seinen Leistungen die Anforderungen von komplexeren Anwendungen in der Werkstückbearbeitung ab. Es ist 86,8 x 80 x 30 mm groß und bietet Funktionen wie Temperaturüberwachung, Fremdobjekterkennung und einen Verpolschutz, welche die Betriebssicherheit gewährleisten. Mithilfe eines optional erhältlichen Montage-Kits ist ein einfaches Nachrüsten möglich.
Die fortschreitende Digitalisierung und Dezentralisierung industrieller Anlagen stellt neue Anforderungen an die elektrische Schnittstelle moderner Antriebe und deren Steuerungen. Mit der Baugröße Size 15 bietet HARTING eine standardisierte, kompakte und leistungsfähige Rundsteckverbinderlösung für Asynchronmotoren und dezentrale Steuerungen.
Size 15 Steckverbinder kommen vor allem bei Asynchronmotoren zum Einsatz, bei denen keine Frequenzregelung notwendig ist. Dadurch entfällt die Notwendigkeit einer aufwändigen EMV Schirmung über ein Metallgehäuse. HARTING setzt konsequent auf robuste Kunststoffgehäuse, die Gewicht reduzieren, die Montage vereinfachen und gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile bieten. Darüber hinaus eignet sich dieser Rundsteckverbinder ideal, um mehrere Anwendungen mit geringer Leistungsaufnahme in einer Daisy-Chain-Struktur miteinander zu verbinden.
Die Size 15 Schnittstelle ist international nach IEC 61076 2 115 normiert und garantiert damit herstellerübergreifende Kompatibilität sowie Second Source Fähigkeit – ein entscheidender Faktor für Anwenderinnen und Anwender in der industriellen Automation.
Die Norm beschreibt drei klar definierte Kodierungen:
HARTING bietet in seinem Portfolio Lösungen für die 630 V & 48 V Varianten an. Je nach Ausführung lassen sich damit in einer Daisy-Chain Struktur Teilnehmer bis zu einer Gesamtleistung von 16kW oder ein Asynchronmotor mit bis zu 7,5 kW sicher steckbar anschließen – ideal für viele der kommenden dezentralen Antriebskomponenten.
Für den sicheren Anschluss setzt Size 15 konsequent auf eine Bajonettverriegelung. Sie ermöglicht eine schnelle, vibrationssichere Verbindung und ist optimal auf die Anforderungen industrieller Umgebungen abgestimmt.
Mit Size 15 bietet HARTING erstmalig eine standardisierte Alternative zur Han® 3A Serie und schließt somit die Lücke zwischen leistungsstarken, aber schweren M23 Verbindern aus Metall und sehr kompakten M12 Powerlösungen, für die bisher nur ein Rechtecksteckverbinder im Portfolio vorhanden war. Anwender profitieren von einer Schnittstelle, die exakt auf die Leistungsanforderungen moderner Asynchronantriebe zugeschnitten ist.
Ein zeitgemäßes Design in Kombination mit zahlreichen funktionalen Eigenschaften sind maßgebliche Faktoren bei der Auswahl geeigneter Gehäuselösungen für standardisierte Leiterplatten sowie ungenormte elektronische Bauteile. Fischer Elektronik erweitert hierzu die Gehäuse-Serie TONDO um weitere Varianten mit optional wählbaren 3 mm starken Kunststoff-Deckelplatten.
Die ergonomisch geformten Aluminiumkleingehäuse setzen sich aus zwei gegeneinander gesteckten Profilhalbschalen (aus Strangpresslegierung EN AW 6060 T66) mit integrierten innenliegenden Führungsnuten zur Aufnahme von Leiterplatten in 1,6 und 1,8 mm Materialstärke zusammen. Fixiert werden die Profilhalbschalen standardmäßig mittels front- und rückseitigen Deckelplatten aus 2 mm Aluminiumblech (AlMg1). Die neuen Gehäuseausführungen der Serie Tondo beinhalten die 3 mm Deckelplatten aus einem schlagzähen Kunststoff (ABS mit der Brandschutzklasse UL 94 V-0), welche eine strukturierte Oberfläche für eine ansprechende Optik besitzen und in den Farben telegrau (ähnl. RAL 7045), graphitschwarz (ähnl. RAL 9011) und verkehrsweiß (ähnl. RAL 9016) erhältlich sind.
Die spezielle Geometrie der Gehäuseprofile ermöglicht die Aufnahme von Folientastaturen oder Frontfolien. Durch die Werkstoffkombination aus Aluminium und Kunststoff entstehen Gehäuse, die zwei unterschiedliche technische Anforderungen erfüllen. Während der Aluminiumgehäusekörper für eine mechanische Stabilität und eine gute Wärmeableitung sorgt, gewährleisten die Kunststoff-Deckelplatten, die problemlose Durchlässigkeit von Funkwellen beispielsweise für WLAN-, Bluetooth oder Mobilfunkantennen – und ermöglichen somit den Einsatz der Gehäuse z. B. für funkbasierten Geräten.
Die neuen Gehäuse Tondo sind derzeit in vier unterschiedlichen Standardgrößen, zwei Oberflächenausführungen (naturfarbig – und schwarz eloxiert) sowie sieben Standardlängen (50, 80, 100, 120, 160, 200, 220 mm) erhältlich. Neben den Standardfarben besteht die Möglichkeit, die neuen Kunststoff- Deckelplatten sowie die seitlich integrierten Designleisten aus Kunststoff (UL94-V0) in vielen anderen RAL-Farben zu realisieren. Die Kleingehäuse Tondo werden als zerlegter Bausatz inkl. Deckelplatten und Montagematerial geliefert.
Steigende Strompreise gefährden die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Die bürstenlosen Antriebe der BL-Serien von Oriental Motor können Abhilfe schaffen, indem sie den Energieverbrauch von Maschinen und Anlagen deutlich reduzieren. Die bürstenlosen DC-Motoren von Oriental Motor eignen sich sowohl für den Einbau in neue Maschinenkonstruktionen als auch für den Ersatz bisheriger AC-Antriebe. Der durchschnittliche Stromverbrauch eines bürstenlosen 60-W-Antriebs liegt bei einem 12-Stunden-Betrieb an 300 Tagen im Jahr 165,6 kWh niedriger als bei einem vergleichbaren AC-Motor (einphasig/60 W/200 VAC/60 Hz).
Oriental Motor bietet der Industrie eine große Bandbreite an bürstenlosen DC-Antrieben für die AC- oder DC-Stromversorgung mit Ausgangsleistungen von 15 W bis 400 W. Für einen energiesparenden Antrieb in höheren Leistungsbereichen ist darüber hinaus der BL 750 W erhältlich: Dieser Motor erfüllt die Anforderungen der Effizienzklasse IE5 und ist kleiner und leichter als dreiphasige AC-Motoren mit derselben Ausgangsleistung. Der BL2M mit 750 W Ausgangsleistung kann sowohl am passenden BLSD-Treiber als auch an Frequenzumrichtern betrieben werden, die für Permanentmagnetmotoren geeignet sind. Dank seiner hohen Schutzart (IP66) ist der Antrieb auch in Bereichen mit Spritzwasser einsetzbar. Die bürstenlosen Antriebe der BL-Serien von Oriental Motor zeichnen sich durch eine geringe Wärmeentwicklung und eine stabile Drehzahlregelung aus. Sie weisen über einen weiten Drehzahlbereich hinweg einen hohen Wirkungsgrad auf und erzielen auch bei schwankenden Lasten eine zuverlässige Leistung. Mögliche Einsatzgebiete der BLDC-Motoren sind neben Bandantrieben und Materialtransportsystemen auch Pumpen, Rührwerke und Dosiergeräte. Darüber hinaus eignen sich die Antriebe optimal für Verpackungs- und Produktionsmaschinen sowie für alle Anwendungen mit langen Betriebszeiten und variablen Lasten.
Dunkermotoren stellt mit den neuen WG-Kombinationsgetrieben eine wirtschaftliche Lösung für Anwendungen vor, die hohe Untersetzungen, hohes Drehmoment und exakte Positionierung auf engstem Bauraum erfordern. Die rechtwinklige Bauweise kombiniert ein Schneckengetriebe mit einem angebauten Planetengetriebe und erschließt damit Untersetzungsbereiche, die mit klassischen einstufigen Getriebekonzepten nicht realisierbar sind.
Die neue WG-Serie bietet ein besonders günstiges Verhältnis von Untersetzung zu Baugröße. Trotz sehr hoher Untersetzungen bleiben die Abmessungen kompakt - ein klarer Vorteil für Maschinenkonzepte mit begrenztem Einbauraum. OEMs profitieren von hoher Drehmomentübertragung, präziser und wiederholgenauer Bewegung sowie einer vereinfachten mechanischen Auslegung.
Gerade in der Automatisierungs-, Robotik- und Medizintechnik steigen die Anforderungen an Dynamik, Genauigkeit und Wirtschaftlichkeit gleichzeitig. Während Kegelradgetriebe zwar sehr kompakt, jedoch in ihrer Übersetzung begrenzt sind, stoßen Stirnradgetriebe bei höheren Untersetzungen schnell an technische oder wirtschaftliche Grenzen. Die WG-Kombinationsgetriebe schließen diese Lücke und bieten eine ausgewogene Lösung aus Leistungsfähigkeit, Bauraum und Systemkosten - insbesondere dort, wo einstufige Konzepte nicht mehr ausreichen.
Durch die rechtwinklige Kraftübertragung des Schneckengetriebes in Verbindung mit der zusätzlichen Untersetzung durch das angebaute Planetengetriebe ermöglichen die WG-Getriebe sehr hohe Übersetzungen bei gleichzeitig hoher Beschleunigungs- und Spitzenmomentfähigkeit. Die präzise Positioniergenauigkeit prädestiniert sie für Schwenkbewegungen, Justier- und Positionierachsen sowie Hub- und Verstelleinheiten, bei denen Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und einfache Integration entscheidend sind.
Technologisch setzt Dunkermotoren auf bewährte Getriebekonzepte, die gezielt miteinander kombiniert werden. Sowohl Schnecken- als auch Planetenstufe sind seit Jahren erfolgreich im Einsatz - einzeln wie auch in Kombination. Das reduziert Entwicklungs- und Integrationsrisiken, erhöht die Lebensdauer und sorgt für ein attraktives Verhältnis von Leistung, Funktionalität und Kosten.
Die WG-Kombinationsgetriebe wurden für anspruchsvolle industrielle und medizinische Anwendungen entwickelt. Definierte Selbsthemmungseigenschaften und ein geräuscharmer Lauf erweitern das Einsatzspektrum auch auf sensible Umgebungen wie Patientenliegen, OP-Tische oder medizinische Handhabungssysteme. Die robuste Auslegung gewährleistet eine zuverlässige Performance selbst bei hohen Lasten und dynamischen Bewegungsprofilen.
Erhältlich sind die neuen Getriebe in den Baugrößen WG 52, WG 63 und WG 75. Sie lassen sich flexibel mit zahlreichen Motorplattformen von Dunkermotoren kombinieren und eignen sich aufgrund ihrer Effizienz und kompakten Bauweise auch für batteriegespeiste, mobile oder autonome Systeme.
Mit der WG-Serie erweitert Dunkermotoren sein Portfolio um eine robuste, wirtschaftliche und praxisnahe Lösung für Anwendungen, bei denen herkömmliche Getriebekonzepte an ihre Grenzen stoßen.
Rotierende Schleif- und Diamantabrichtwerkzeuge arbeiten unter anspruchsvollen Bedingungen. Hohe Drehzahlen, wechselnde Lasten und enge Einbauräume gehören in vielen Schleifmaschinen zum Alltag. Umso wichtiger ist ein Antriebssystem, das die Spindeln auch unter dynamischen Bedingungen konstant und zuverlässig regelt. Die Drive Controller aus der SD4x-Serie von SIEB & MEYER sind speziell für hohe Drehfeldfrequenzen ausgelegt und zeichnen sich zudem durch eine hohe Drehzahlstabilität aus. Sie übernehmen nicht nur die Ansteuerung der Spindel, sondern dienen zugleich als Schnittstelle zur Maschinensteuerung und liefern dieser alle relevanten Prozessdaten.
Ein wesentlicher Aspekt beim Schleifen ist die thermische Stabilität des Prozesses. Steigt die Temperatur, verändert sich die Baulänge der Spindel und das Werkzeug verschiebt sich. Bereits geringe Abweichungen können sich auf das Bearbeitungsergebnis auswirken. Die SD4x-Controller ermöglichen eine minimale Motorerwärmung und tragen so dazu bei, die Spindeltemperatur konstant zu halten.
Gleichzeitig müssen die Antriebe auf wechselnde Lastsituationen reagieren können. Beim Schleifen und auch speziell beim Abrichten ist eine stabile Drehzahl ebenso wichtig wie ein hohes verfügbares Drehmoment. Genau hier zeigt sich die Bedeutung der Regelungstechnik. Besonders relevant ist dabei die sensorlose Vektorregelung (SVC), die SIEB & MEYER auch für Asynchronmotoren anbietet. Die Drehzahl wird dabei ohne zusätzlichen Sensor über Strom- und Spannungswerte ermittelt und geregelt. Dadurch lassen sich geberlose Abrichtspindeln mit hoher Dynamik betreiben.
Für Maschinenhersteller ergibt sich daraus der Vorteil, dass sich der konstruktive Aufwand reduziert, da die Spindeln kompakter aufgebaut und der begrenzte Bauraum innerhalb der Maschine optimal genutzt werden kann.
Da zahlreiche unterschiedliche Spindeltypen und Motorvarianten im Einsatz sind, spielt die Parametrierung der Drive Controller eine zentrale Rolle. Die Anpassung der Regelung an die jeweilige Spindelkennlinie erfolgt deshalb in enger technischer Zusammenarbeit zwischen dem Kunden und SIEB & MEYER. So entstehen individuelle Antriebskonzepte, die exakt auf die besonderen Anforderungen beim Abrichten ausgelegt sind: stabile Drehzahlen, geringe thermische Belastung und eine kompakte Integration in die Maschine.
Flexibilität, Leistungsdichte und Preis sind drei wesentliche Anforderungen des Markts an Antriebs-Komponenten. Diese standen auch im Vordergrund bei der Entwicklung der Getriebefamilie GPT von FAULHABER. Die Getriebe lassen sich flexibel mit verschiedenen Motoren des Standardsortiments des Herstellers kombinieren, wie zum Beispiel Motoren der flachen bürstenlosen BXT-Familie. Bei der Entwicklung wurden sie speziell zusammen mit den DC-Antrieben der GXR/SXR-Familie gedacht. So sind ideal aufeinander abgestimmte Kombinationen möglich aus Encoder, Antrieb und Getriebe, die ohne zusätzliche Verbindungselemente kompakt und durchmesserkonform zusammengestellt werden können.
Die Getriebebaureihe GPT wurde für besonders hohe Drehmomente entwickelt. Bis zu sechs Planeten pro Stufe ermöglichen eine geringere Baulänge und damit mehr Leistung auf engstem Raum. Die Planetengetriebe sind aus gehärtetem Edelstahl gefertigt und ihre Verbindungen durchgängig geschweißt. Das ermöglicht die zuverlässige Übertragung hoher Kräfte. Die Getriebe werden in Durchmessern von 14 bis 42 mm angeboten und sind dabei deutlich kürzer als alternative Modelle gleichen Durchmessers. Sie tolerieren ständige Lastwechsel ebenso wie abrupte bzw. sehr starke. Die Serie 42 GPT kann beispielsweise ein intermittierendes Drehmoment von bis zu 25 Nm erreichen. Je nach Variante sind Dauerdrehmomente zwischen 6 und 18 Nm sowie Geschwindigkeiten von bis zu 24.000 U/min möglich. Dank der großen Auswahl an gleichmäßig verteilten Untersetzungsverhältnissen von 3:1 bis 1437:1 sind Anpassungen an vielfältige Anwendungen möglich. Optimierte Komponentenabstimmung und Hochleistungsschmierstoffe tragen zu einer weiteren Leistungssteigerung bei, ebenso wie die breite Auswahl verschiedener Abtriebslager.
Für Anwendungen, die eine geringe Geräuschentwicklung fordern, weil die Antriebslösungen zum Beispiel nahe am Menschen eingesetzt oder mehrere Motoren verwendet werden, wurde die Low-Noise-Reihe der GPT-Familie entwickelt. Mit einer Eingangsgetriebestufe aus Kunststoff-Zahnrädern reduzieren die 22 GPT LN und 32 GPT LN den Geräuschpegel um bis zu 10 dB im Vergleich zur Standardausführung. Dennoch können sie gelegentliche Spitzendrehmomente von bis zu 4 bzw. 12 Nm übertragen. Sie arbeiten in einem weiten Temperaturbereich von -30 bis +110 °C, behalten ihre hohe Effizienz auch bei häufigen oder plötzlichen Lastwechseln und überzeugen neben ihrer Performance auch durch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Für Umgebungsbedingungen, die robustere Varianten erfordern, eignen sich die HT-Modelle. Mit ihrer angepassten Geometrie eignen sie sich für höhere Belastungen, bieten eine verbesserte Dynamik und maximale Leistungsfähigkeit. Sie werden mit drei oder vier Getriebestufen angeboten, in zahlreichen Untersetzungsverhältnissen und einem Betriebstemperaturbereich zwischen -30 und +120 °C. Plötzliche Lastwechsel oder Notstopps schränken die lange Lebensdauer der Antriebe nicht ein. Das Getriebespiel liegt je Modell bei 0,8 bzw. 0,6 ° und ermöglicht somit eine präzise und wiederholgenaue Positionierung in verschiedensten Einsatzbereichen.
Sumitomo Drive Technologies erweitert sein Portfolio an spielfreien Präzisionsgetrieben um die B-Serie der Fine Cyclo®-Familie. Die neue Baureihe richtet sich an Hersteller und Konstrukteure, die kompakte Antriebslösungen mit hoher Dynamik und maximaler Übertragungsgenauigkeit realisieren wollen – insbesondere in Anwendungen mit engen Bauräumen und hohen Anforderungen an Steifigkeit und Laufgenauigkeit wie sie bei Werkzeugmaschinen, Medizintechnik oder Handling-Systemen zum Tragen kommen.
Kompakt und leistungsfähig
Die Fine Cyclo B-Serie vereint kompakte Bauweise mit höchster Präzision und hoher Leistungsdichte. Die neu entwickelte Baureihe mit Cyclo-Technologie deckt Außendurchmesser von 120 bis 231 Millimetern ab und überträgt Beschleunigungsdrehmomente von 417 bis 4.000 Newtonmetern. Im Überlastbereich sind bis zu 8.000 Newtonmeter Spitzendrehmoment (Not-Aus) möglich.
Die Serie zeichnet sich durch Rund- und Planläufe im Mikrometerbereich, hohe Torsionssteifigkeit, sowie höchste Übertragungsgenauigkeit aus, für präzise und dynamische Bewegungen selbst unter höchsten Anforderungen. Dank einstufiger Bauweise und großem Untersetzungsbereich (29–179:1) lässt sich die B-Serie besonders platzsparend in Maschinen integrieren. Das modulare Antriebsbaukastensystem sorgt zudem für schnelle und standardisierte Anpassungen an verschiedene Motor- und Schnittstellenkonzepte.
Die F4C-B-Variante mit integrierter Hauptlagerung überzeugt durch außerordentlich hohe Steifigkeit, Spitzendrehmomentfähigkeit und präzise Übertragungsgenauigkeit – ganz ohne mechanisches Verdrehspiel. Als Plug & Play-Lösung sind die Getriebe ab Werk Lebensdauer fettgeschmiert und vollständig abgedichtet, wodurch sie wartungsfrei und sofort einsatzbereit sind. Die vier Baugrößen mit abgestuften Untersetzungen ermöglichen eine flexible Auslegung für unterschiedliche Automatisierungsaufgaben und eignen sich besonders für Anwendungen, in denen Steifigkeit, präzise Übertragung und zuverlässige Lastaufnahme im Fokus stehen.
Modulare FC-B KIT-Variante. Das Getriebe-Kit bietet maximale Gestaltungsfreiheit für kundenspezifische Maschinenkonzepte. Es konzentriert sich auf die Kernfunktion der präzisen Drehmomentübertragung und ermöglicht eine anwendungsspezifische Auslegung – insbesondere, wenn Integration und Schnittstellen kundenseitig individuell definiert werden. Das Kit ist in vier Baugrößen (B15, B25, B35, B45) mit einer Vielzahl von Untersetzungen bis zu 179:1 im einstufigen Bereich erhältlich und eignet sich besonders für hochdynamische Lösungen, bei denen Präzision, Flexibilität und Belastbarkeit entscheidend sind.
Die Fine Cyclo B-Serie nutzt die bewährte Cyclo®-Technologie, die besonders hohe Drehmomente bei ruhigem und vibrationsfreiem Lauf ermöglicht. Auf der Antriebswelle sitzt ein Exzenterlager, das die Kurvenscheiben bewegt. Diese übertragen die Drehbewegung präzise auf die Abtriebswelle. Das Prinzip reduziert mechanisches Spiel und sorgt für gleichmäßige, hochdynamische Bewegungen.
Der neue 8-Achsen-Controller PCMM2G Essentials von Kollmorgen bietet die gleiche bewährte Leistung und Integrationsfähigkeit wie der ursprüngliche PCMM2G – zu einem Preisniveau, das auf Anwendungen mit geringerer Achsanzahl wie Indexieren und einfache Positionieraufgaben zugeschnitten ist. Mit dieser kompakten Mehrachssteuerung können Maschinenbauer spezifische Anforderungen erfüllen, ohne Abstriche bei der Leistung machen zu müssen.
PCMM2G Essentials ist Teil eines vollständigen, integrierten Essentials‑Bewegungssystems, das Motor, Antrieb, Steuerung und Software aus einer Hand vereint. Dies reduziert die Systemkomplexität, den technischen Aufwand und die Inbetriebnahmezeit. Außerdem lässt es sich nahtlos in die Kollmorgen Automation Suite™ integrieren, ohne zusätzliche Lizenzgebühren und mit lebenslangen Updates. Dadurch werden die Gesamtbetriebskosten gesenkt und der Mehrwert maximiert. Insgesamt unterstreicht das erweiterte Portfolio den Ansatz von Essentials, Hochleistungsantriebe für das gesamte Spektrum der Maschinenkonstruktion zugänglich zu machen. Von Industrieanlagen bis hin zu einfachen Bewegungsanwendungen erhalten Maschinenbauer ein Portfolio, mit dem sie Lösungen je nach Leistung, Achsenzahl und Kostenanforderungen kombinieren können.
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