Nabtesco und KEBA vereinbaren Kooperation

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Die Zusammenarbeit der Zykloidgetriebe- und Steuerungsexperten zielt auf die Erhöhung der Genauigkeit von Industrierobotern

Kooperation in der Robotik vereinbart. Auf dem Bild: Marcus Löw (Geschäftsführer) und Daniel Obladen (Vertriebsleiter) von Nabtesco sowie Harald Dumhart (Produktmanager) und Christian Augdopler (Vice President) von KEBA.
Kooperation in der Robotik vereinbart. Auf dem Bild: Marcus Löw (Geschäftsführer) und Daniel Obladen (Vertriebsleiter) von Nabtesco sowie Harald Dumhart (Produktmanager) und Christian Augdopler (Vice President) von KEBA.

Dass Getriebeeffekte einen starken Einfluss auf die Bahngenauigkeit von Robotern haben, ist hinlänglich bekannt. Seit vielen Jahren beschäftigen sich Nabtesco sowie KEBA daher mit diesem Thema – bis dato unabhängig voneinander: Während Nabtesco stetig die Genauigkeit der Getriebe erhöht, verbessert KEBA kontinuierlich die Modelle zur Kompensation von Roboterungenauigkeiten in der Software. Allerdings ist die Ermittlung entsprechender Parameter aufgrund mangelnder Transparenz sehr aufwendig. Deshalb haben sich die beiden internationalen Technologieexperten jetzt zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen: Erstmals arbeiten ein Getriebehersteller und ein Automatisierungsexperte gemeinsam an der Vision, den genausten Roboter der Welt zu ermöglichen. Dabei geht es um die gezielte Integration von getriebespezifischen Daten und Charakteristiken – direkt vom Hersteller – in die Robotersteuerung. 

Roboter mit der Präzision einer Werkzeugmaschine

Ziel der Kooperation zwischen Nabtesco und KEBA ist es, Kunden die Herstellung von Robotern mit einer Punkt- bzw. Bahngenauigkeit im Hundertstel-Millimeter-Bereich zu ermöglichen. Für Roboter-, Maschinen- und Anlagenbauer ergeben sich dadurch neue, faszinierende Möglichkeiten. So können künftig hochgenaue Handling- und Bearbeitungsaufgaben roboterbasiert mit der Präzision einer Werkzeugmaschine ausgeführt werden. Das bietet höchste Flexibilität bei gleicher Qualität. 

Software statt Sensorik

Im Vergleich zu intelligenter Sensorik bietet die softwarebasierte Lösung zahlreiche Vorteile, unter anderem Kostenreduktion, verringerte Systemkomplexität und bessere Datenqualität. Ein weiterer Punkt: Nicht alle Daten lassen sich mittels externer Sensoren erfassen. Das trifft beispielsweise auf die Steifigkeit zu – und natürlich die Erfahrungswerte aus der Entwicklung. So führt Nabtesco umfangreiche Tests durch, bevor ein Getriebe auf den Markt kommt und weiß daher genau, wie sich das Getriebe verhält, wenn es verschleißt oder welchen Einfluss Temperatur und Schmierstoff haben. All diese Parameter fließen in die KEBA-Steuerung mit ein.

Upgrade für die Robotersteuerung

Durch die Verschmelzung von Know-how sowie die Verknüpfung der Getriebe mit digitalen Dienstleitungen schaffen Nabtesco und KEBA eine einzigartige Lösung, die in der Robotik ihresgleichen sucht. Geplant sind zwei Abstufungen: ein Nabtesco-Add-on mit generalisierten Daten eines bestimmten Getriebemodells sowie ein zusätzliches Upgrade für eine noch höhere Genauigkeit mit den spezifischen Daten der im Endeffekt verbauten Getriebe. Derzeit befindet sich das Projekt in der Testphase. Eine erste Pionieranwendung wird in Zusammenarbeit mit der autonox Robotics GmbH realisiert. 
 

Veröffentlicht am November 16, 2020 - (46 views)
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