Startschuss für neues Fraunhofer-Zentrum für Sensor-Intelligenz im Saarland

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans und der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Reimund Neugebauer unterzeichneten heute eine Vereinbarung zur Umsetzung eines Fraunhofer-Zentrums für Sensor-Intelligenz. Dieses adressiert die gesamte Innovationskette auf dem zukunftsweisenden Feld der intelligenten Sensorik. Für das Zentrum ist ein Neubau auf dem Campus der Universität des Saarlandes als Kooperationsprojekt des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik IBMT und des Fraunhofer-Instituts für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP geplant.

  • Februar 24, 2022
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  • Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (l.) und der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Reimund Neugebauer (r.) unterzeichnen die Vereinbarung zur Umsetzung eines Fraunhofer-Zentrums für Sensor-Intelligenz.
    Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (l.) und der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Reimund Neugebauer (r.) unterzeichnen die Vereinbarung zur Umsetzung eines Fraunhofer-Zentrums für Sensor-Intelligenz.

Intelligente Sensoren ermöglichen mittels der von ihnen erfassten Messdaten wissensbasierte Entscheidungen. Insofern ist – vereinfacht ausgedrückt – ein Sensor selbst in der Lage, Entscheidungen zu treffen und Prozesse zu steuern oder Aktionen auszulösen. Dies ist vor allem für das Optimieren von industriellen und medizintechnischen Fertigungsprozessen von Bedeutung. Um Entwicklungen in diesem Technologiebereich weiter voranzutreiben, haben der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans und der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Reimund Neugebauer am 23. Februar 2022 in der Staatskanzlei des Saarlandes eine gemeinsame Vereinbarung zum Aufbau eines Fraunhofer-Zentrums für Sensor-Intelligenz ZSI unterzeichnet.

Potenziale für verschiedene Bereiche aufzeigen

Das neue Fraunhofer-Zentrum begründet mit intelligenter Sensorik ein hoch innovatives Forschungsfeld, aufbauend auf Kernkompetenzen der beiden im Saarland ansässigen Fraunhofer-Institute, dem Fraunhofer IZFP und dem Fraunhofer IBMT. Die besonders anwendungsnahe Forschung des Zentrums dient dazu, das Potenzial solcher Sensorsysteme im Material-, Produktions- und Gesundheitsbereich aufzuzeigen. Daneben soll das gemeinsame Forschungs- und Demonstrationszentrum konkrete Fragen der industriellen Digitalisierung aufgreifen und Lösungen für die saarländische Wirtschaft im Bereich komplexer Sensorsysteme entwickeln.

Mit der heutigen Vereinbarung wurde auch eine Leitinvestition für den Forschungsstandort Saarland vereinbart. Die gemeinsame Wachstumsinitiative ist eine zentrale Ausbaumaßnahme im Rahmen der saarländischen Innovationsstrategie in den Schlüsselbereichen Informatics, Smart Production & Automotive und Life Science & Material Science.
Ministerpräsident Tobias Hans betonte die Chancen durch das Fraunhofer ZSI für den Wissenschaftsstandort: „Das Fraunhofer IZFP und IBMT sind wichtige Bestandteile unserer Forschungslandschaft. Deren Kooperation in Form eines neuen Fraunhofer-Zentrums schafft einen starken Impuls zur Umsetzung unserer Innovationsstrategie und zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen des Strukturwandels, zum Beispiel durch die Einführung hoch innovativer, automatisierter Prozesse im Automotive-Bereich. Damit sichern wir industrielle Arbeitsplätze, ermöglichen zusätzliche, moderne Arbeitsplätze in der saarländischen Wirtschaft und liefern neue Ansiedlungsargumente, weit über die direkten Hightech-Arbeitsplätze im ZSI hinaus.“ 

Zusammenführung und Weiterentwicklung regionaler Ressourcen

„Ob in der pharmazeutischen Industrie, dem Maschinenbau oder der Materialforschung: Die Weiterentwicklung intelligenter Sensoren ist eine zentrale Voraussetzung dafür, die Leistungsfähigkeit von zahlreichen Technologien und Prozessen weiter zu optimieren, um dadurch unsere Position im internationalen Wettbewerb zu stärken und auszubauen,” erläuterte Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. „Von der Forschung bis zu Produktumsetzung, Transfer und Verwertung: Das Fraunhofer ZSI wird die gesamte Innovationskette der Entwicklung intelligenter Sensorik abdecken und so einen echten Innovationspush ermöglichen. Darüber hinaus wird das neue Zentrum die Kernkompetenzen der exzellenten regionalen Forschungslandschaft zusammenführen und weiterentwickeln. Dies wird der Region mit einer zukunftsfähigen und nachhaltigen technologischen Schwerpunktsetzung eine führende internationale Rolle im Bereich der intelligenten Sensorik sichern.“

Geplant ist eine Ansiedlung des Fraunhofer ZSI auf dem Campus der Universität des Saarlandes. Der Neubau und dessen Ausstattung, mit einem Volumen von rund 35 Millionen Euro, soll aus Bundes-, Landes- und EU-Mitteln zur Strukturfondsförderung (EFRE) gefördert werden.