#2

#3  Neues aus der Industrie I: igus | PNO

#4  Neues aus der Industrie II: ABB | ACE Stoßdämpfer

#5  Neues aus der Industrie III: Hannover Messe | VDMA

#6  Pilotprojekt: Gleichstrom für den Karosseriebau

#7  Elektrik & Elekronik I: Vox | Wago | Traco Power

#8  Elektrik & Elektronik I: Schurter | Fischer Elektronik

#9  Safety: Methoden zur Risikoeinschätzung in der Industrie

#10  Messtechnik: PQ Plus | GTM

#11  Sensorik I: Fraunhofer LBF

#12

#13  Motoren & Antriebstechnik: OMRON | Oriental Motors

#14  Automation I: Sigmatek | Balluff

#15  Automation II: Moxa | Turck

#16  Automation III: ADS TEC | Harting

#17  Index

#18  Verlagskontakte

Kreative Low-Cost-Automation-Projekte gesucht

Dank Low-Cost-Au­to­ma­ti­on (LCA) und dem RB­TX Ro­bo­tik-Markt­platz von igus fin­den Un­ter­neh­men je­der Grö­ße ei­ne kom­plet­te Lö­sung, die zu ih­ren An­for­de­run­gen und ih­rem Bud­get passt – und das schon ab 2.000 Eu­ro. Die Pro­jek­te mit dem schnells­ten Re­turn on In­vest (ROI) zeich­net das Kunst­stoff­un­ter­neh­men jetzt zum mitt­ler­wei­le drit­ten Mal mit dem ROI­BOT Award aus. An­wen­der kön­nen sich ab so­fort be­wer­ben und Low-Cost-Au­to­ma­ti­on-Pro­duk­te im Wert von 5.000 Eu­ro so­wie in­ter­na­tio­na­le An­er­ken­nung ge­win­nen.

In Zei­ten schwä­cheln­der Kon­junk­tur su­chen so­wohl Kon­zer­ne als auch klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men (KMU) nach kos­ten­güns­ti­gen und ein­fach um­setz­ba­ren Au­to­ma­ti­ons­lö­sun­gen. Ge­nau die­sen Be­darf be­dient igus mit Low-Cost-Au­to­ma­ti­on. Bei dem Köl­ner Kunst­stoff­spe­zia­lis­ten gibt es al­les, was In­ter­es­sier­te für die kos­ten­güns­ti­ge Pro­zes­s­au­to­ma­ti­sie­rung be­nö­ti­gen, aus ei­ner Hand: von ein­zel­nen Kom­po­nen­ten über Ro­bo­ter mit Pe­ri­phe­rie bis hin zu Kom­plett­lö­sun­gen für in­di­vi­du­el­le An­wen­dun­gen. Die durch­schnitt­li­chen In­ves­ti­ti­ons­kos­ten lie­gen hier bei 12.000 Eu­ro. Zum Ver­gleich: Ein In­dus­trie­ro­bo­ter kos­tet in­klu­si­ve Steue­rung, Soft­ware und Li­zen­zen schnell über 100.000 Eu­ro. 

Auf­merk­sam­keit für au­ßer­ge­wöhn­li­che Lö­sun­gen

„Wir stau­nen im­mer wie­der, wie fan­ta­sie­voll Un­ter­neh­men un­se­re Kom­po­nen­ten ein­set­zen. Von der au­to­ma­ti­sier­ten Re­gen­wurm­farm bis hin zum Ro­bo­ter, der Bier aus­schenkt“, er­zählt Alex­an­der Müh­lens, Lei­ter Ge­schäfts­be­reich Low-Cost-Au­to­ma­ti­on bei igus. Doch vie­le die­ser Er­fin­dun­gen be­kä­men zu we­nig Auf­merk­sam­keit. „Des­halb bie­ten wir mit dem ROI­BOT Award 2024 zum mitt­ler­wei­le drit­ten Mal LCA-Pro­jek­ten, die Mut, Krea­ti­vi­tät und Out-of-the-box-Den­ken be­wei­sen, ei­ne Büh­ne.“ igus ver­an­stal­tet den Wett­be­werb mit in­ter­na­tio­na­ler Aus­rich­tung al­le zwei Jah­re. 2022 hat­ten sich 110 Pro­jek­te aus 20 Län­dern be­wor­ben.

Start­schuss für die Be­wer­bungs­pha­se ge­fal­len

An­wen­der kön­nen sich bis zum 30. Ju­ni 2024 mit ih­ren Au­to­ma­ti­sie­rungs­pro­jek­ten für den ROI­BOT Award be­wer­ben – un­ter www.igus.de/roi­bot-an­mel­dung. igus bie­tet da­bei auf Wunsch Un­ter­stüt­zung. Ein Ex­per­ten­team er­stellt kos­ten­frei Vi­deo- und Bild­auf­nah­men der An­wen­dung und be­treut die In­sze­nie­rung. Teil­neh­mer über­sprin­gen so den Be­wer­bungs­pro­zess und sind di­rekt Kan­di­da­ten für den Wett­be­werb. Vor­aus­set­zung ist, dass die LCA-Lö­sun­gen mit Kom­po­nen­ten ar­bei­ten, die von igus oder über RB­TX.com ge­kauft wur­den. Da­zu zäh­len zum Bei­spiel Ge­lenk­arm­ro­bo­ter, kar­te­si­sche Ro­bo­ter, Del­ta-Ro­bo­ter und Sca­ra-Ro­bo­ter.

Low-Cost-Au­to­ma­ti­on-Pro­duk­te im Wert von 5.000 Eu­ro und in­ter­na­tio­na­le Auf­merk­sam­keit ge­win­nen

Ei­ne Ju­ry aus Ver­tre­tern der Fach­pres­se und Ex­per­ten der In­dus­trie kürt die drei bes­ten Pro­jek­te, die sich durch Ori­gi­na­li­tät und ei­nen nied­ri­gen Re­turn on In­vest aus­zeich­nen. Der Sie­ger er­hält Low-Cost-Au­to­ma­ti­on-Hard­ware im Wert von 5.000 Eu­ro, die Zweit- und Dritt­plat­zier­ten im Wert von 2.500 Eu­ro und 1.000 Eu­ro. „Der Wett­be­werb bie­tet Teil­neh­men­den zu­dem in­ter­na­tio­na­le me­dia­le Auf­merk­sam­keit und die Ge­le­gen­heit, sich mit an­de­ren Au­to­ma­ti­sie­rungs­en­thu­si­as­ten zu ver­net­zen, Er­fah­run­gen aus­zu­tau­schen, In­spi­ra­ti­on zu sam­meln und viel­leicht so­gar neue Kar­rie­re­chan­cen aus­zu­lo­ten. So wur­den zum Bei­spiel beim letz­ten ROI­BOT Award In­ves­to­ren für ein jun­ges Start-up ge­fun­den“, so Müh­lens ab­schlie­ßend. Da­von ha­be auch der Ge­win­ner des ROI­BOT Award 2022 pro­fi­tiert: die MFG Tech­nik & Ser­vice GmbH. Das Un­ter­neh­men aus Kranz­berg bei Mün­chen hat die Ju­ry mit dem La­bel Mon­key über­zeugt, ei­ne Low-Cost-Au­to­ma­ti­on-Lö­sung, die mit dem Ro­bo­ter­arm ro­bo­link DP von igus In­dus­trie­pa­let­ten von drei Sei­ten eti­ket­tiert.
 

Weltweit erstes akkreditiertes omlox-Prüflabor in Lemgo

Der Tech­no­lo­gie­stan­dard omlox bie­tet ei­ne tech­no­lo­gie- und her­stel­ler­un­ab­hän­gi­ge Be­reit­stel­lung von Lo­ka­li­sie­rungs­in­for­ma­tio­nen in Pro­duk­ti­ons­um­ge­bun­gen und wird von der PRO­FI­BUS Nut­zer­or­ga­ni­sa­ti­on e.V.  be­treut. Ver­schie­de­ne Lo­ka­li­sie­rungs­tech­no­lo­gi­en wie z. B. Ul­trab­reit­band­funk (kurz UWB, wel­cher bei Lo­ka­li­sie­rungs­sys­te­men auf­grund sei­ner Ro­bust­heit weit ver­brei­tet ist), 5G, RFID, QR-Codes oder GPS kön­nen in ei­nem omlox-Sys­tem ge­mein­sam und mit ein­heit­li­chen Schnitt­stel­len ge­nutzt wer­den. Au­ßer­dem ge­währ­leis­tet der Stan­dard, dass so­ge­nann­te omlox-Sa­tel­li­ten (Be­stand­tei­le der Lo­ka­li­sie­rungs­in­fra­struk­tur in ei­nem Ge­bäu­de) mit den omlox-Tags (Ge­rä­te, die über Si­gna­le lo­ka­li­siert wer­den) her­stel­ler­un­ab­hän­gig in­ter­agie­ren kön­nen. 

Durch sei­ne Ei­gen­schaf­ten gilt omlox in Fach­krei­sen als weg­wei­sen­der Lo­ka­li­sie­rungs­stan­dard mit Schlüs­sel­funk­tio­nen für die fort­schrei­ten­de Di­gi­ta­li­sie­rung in der In­dus­trie und Lo­gis­tik. Durch den kon­se­quen­ten Ein­satz der Tech­no­lo­gie las­sen sich in­dus­tri­el­le Pro­zes­se Op­ti­mie­ren und die Ef­fi­zi­enz stei­gern. 

Bei­spie­le hier­für sind das Tracking von Pro­duk­ten, Werk­zeu­gen, Auf­trä­gen, Fahr­zeu­gen und Per­so­nen, die au­to­ma­ti­sche Bu­chung und Do­ku­men­ta­ti­on von Pro­zess­fort­schrit­ten, orts­be­zo­ge­ne In­for­ma­ti­on und Steue­rung von Ma­schi­nen oder die Po­si­ti­ons­er­fas­sung au­to­no­mer Trans­por­t­ein­hei­ten. Ein be­son­de­rer Schwer­punkt von omlox liegt auf si­cher­heits­re­le­van­ten An­wen­dun­gen, ins­be­son­de­re im Be­reich des Al­lein­ar­bei­ter­schut­zes in der Pro­zess­in­dus­trie. Die prä­zi­se Lo­ka­li­sie­rung von Mit­ar­bei­tern er­mög­licht es Un­ter­neh­men, schnell auf po­ten­zi­el­le Ge­fah­ren zu rea­gie­ren und die Si­cher­heit der Ar­beits­um­ge­bung zu er­hö­hen.

Zer­ti­fi­zie­rung von omlox-Kom­po­nen­ten

Da der omlox-Stan­dard ei­ne her­stel­ler­un­ab­hän­gi­ge Tech­no­lo­gie ist und die Kom­po­nen­ten (Hard­ware und Soft­ware) ver­schie­de­ner Her­stel­ler mit­ein­an­der funk­tio­nie­ren müs­sen, wird de­ren Kon­for­mi­tät mit dem Stan­dard ge­prüft, um für An­wen­der ei­ne ho­he Sys­tem­qua­li­tät und Nutz­bar­keit ge­währ­leis­ten zu kön­nen. 

Im welt­weit ers­ten Prüf­la­bor am Fraun­ho­fer IOSB-INA (In­sti­tuts­teil für in­dus­tri­el­le Au­to­ma­ti­on INA, des Fraun­ho­fer IOSB, In­sti­tut für Op­tro­nik, Sys­tem­tech­nik und Bild­aus­wer­tung) in Lem­go wird die­se Kon­for­mi­tät ab so­fort ge­tes­tet und be­stä­tigt, da­mit Kom­po­nen­ten ei­ne omlox-Zer­ti­fi­zie­rung er­hal­ten kön­nen.

Die Fraun­ho­fer-Ex­per­ten sind auch in den omlox-Gre­mi­en an der ak­ti­ven Wei­ter­ent­wick­lung des Stan­dards durch die Ent­wick­lung der Test­spe­zi­fi­ka­tio­nen, Durch­füh­ren von In­ter­ope­ra­bi­li­täts­tests oder die Um­set­zung und Ana­ly­se von Use-Ca­ses be­tei­ligt. Des wei­te­ren wer­den neue An­sät­ze wie z. B. die Rea­li­sie­rung von An­wen­dun­gen mit der An­for­de­rung an funk­tio­na­le Si­cher­heit oder die Lo­ka­li­sie­rung von Per­so­nen und As­sets mit Vi­deo­sys­te­men und Sen­s­or­de­cken er­forscht.

omlox-Part­ner-Netz­werk

Der omlox Stan­dard wird von Un­ter­neh­men und Ver­ei­nen wie z. B. der Fir­ma Trumpf, Flow­ca­te und Syn­chro­ni­cIT so­wie der PRO­FI­BUS Nut­zer­or­ga­ni­sa­ti­on vor­an­ge­trie­ben. Dar­über hin­aus be­tei­li­gen sich auch Un­ter­neh­men, wie z. B. AWS (glo­ba­ler Cloud Com­pu­ting An­bie­ter), T-Sys­tems (Her­stel­ler­über­grei­fen­der Di­gi­tal­dienst­leis­ter), Sick AG (An­bie­ter sen­sor­ba­sier­ter Lö­sun­gen), Pep­perl+Fuchs oder die Sie­mens AG. Das Fraun­ho­fer-In­sti­tut in Lem­go freut sich dar­auf, nun als Part­ner mit dem neu­en La­bor ei­nen Bei­trag leis­ten zu kön­nen.
 
 

ABB übernimmt Sevensense, einen Anbieter im Bereich KI-gestützter Navigation für mobile Roboter

Se­ven­sen­se wur­de 2018 als Spin-off der ETH Zü­rich in der Schweiz ge­grün­det und ist ein füh­ren­der An­bie­ter von KI-ge­stütz­ter 3D-Vi­si­on-Na­vi­ga­ti­ons­tech­no­lo­gie für au­to­no­me mo­bi­le Ro­bo­ter (AMR). „Die Trans­ak­ti­on ist ein wich­ti­ger Schritt auf dem Weg zu un­se­rer Vi­si­on ei­nes Ar­beits­um­felds, in dem KI-ge­stütz­te Ro­bo­ter Men­schen un­ter­stüt­zen. Wir ge­hen da­mit auf die stei­gen­den An­for­de­run­gen un­se­rer Kun­den nach mehr Fle­xi­bi­li­tät und In­tel­li­genz in Zei­ten des aku­ten Fach­kräf­te­man­gels ein“, sag­te Sa­mi Atiya, Lei­ter des Ge­schäfts­be­reichs Ro­bo­tik & Fer­ti­gungs­au­to­ma­ti­on von ABB. 

Die Ak­qui­si­ti­on folgt auf ABBs Er­werb ei­ner Min­der­heits­be­tei­li­gung an Se­ven­sen­se, nach­dem die bei­den Un­ter­neh­men 2021 be­reits ei­ne In­no­va­ti­ons­part­ner­schaft ge­schlos­sen hat­ten. Fi­nan­zi­el­le De­tails der Trans­ak­ti­on wur­den nicht be­kannt ge­ge­ben. Nach Pi­lot­pro­jek­ten mit Kun­den in der Au­to­mo­bil- und Lo­gis­tik­bran­che wird ABB die Tech­no­lo­gie von Se­ven­sen­se in ihr AMR-Port­fo­lio in­te­grie­ren und ei­ne bei­spiel­lo­se Kom­bi­na­ti­on aus Schnel­lig­keit, Prä­zi­si­on und Nutz­last bie­ten.

Zu­sam­men­füh­rung der Da­ten ver­schie­de­ner Ein­hei­ten

Die in­no­va­ti­ve Na­vi­ga­ti­ons­tech­no­lo­gie von Se­ven­sen­se ver­eint KI und 3D-Bild­ver­ar­bei­tung. Dies er­mög­licht AMR, in­tel­li­gen­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und in dy­na­mi­schen Um­ge­bun­gen zwi­schen fes­ten und be­weg­li­chen Ob­jek­ten zu un­ter­schei­den. Nach ein­ma­li­ger ma­nu­el­ler Füh­rung er­stel­len mo­bi­le Ro­bo­ter mit der so­ge­nann­ten Vi­su­al-SLAM-Tech­no­lo­gie (Vi­su­al Si­mul­ta­neous Lo­ca­liza­ti­on and Map­ping) ei­ne Kar­te, die sie zu ei­nem un­ab­hän­gi­gen Be­trieb be­fä­hi­gen. Das ver­kürzt die In­be­trieb­nah­me­zeit von Wo­chen auf Ta­ge und er­mög­licht den AMR die Na­vi­ga­ti­on in hoch­kom­ple­xen, dy­na­mi­schen Um­ge­bun­gen, in de­nen sich auch Men­schen auf­hal­ten. Die Kar­ten wer­den lau­fend ak­tua­li­siert und in der ge­sam­ten Flot­te ge­teilt, was so­for­ti­ge Ska­lier­bar­keit oh­ne Un­ter­bre­chung des Be­triebs und grö­ße­re Fle­xi­bi­li­tät im Ver­gleich zu an­de­ren Na­vi­ga­ti­ons­tech­no­lo­gi­en er­mög­licht. 

Schon heu­te trans­for­miert die­se KI-ge­stütz­te Na­vi­ga­ti­ons­tech­no­lo­gie die Au­to­mo­bil- und Lo­gis­tik­bran­che, wo sie durch schnel­le­re und ef­fi­zi­en­te­re ope­ra­ti­ve Ab­läu­fe Mehr­wert schafft. Beim Au­to­mo­bil­her­stel­ler Ford wer­den AMR von ABB mit Vi­su­al-SLAM-Tech­no­lo­gie die Ef­fi­zi­enz an Pro­duk­ti­ons­stand­or­ten in den USA er­hö­hen, wäh­rend Mi­che­lin die Tech­no­lo­gie in sei­nem Werk in Spa­ni­en in der In­tra­lo­gis­tik ein­set­zen wird. An­de­re Au­to­mo­bil­her­stel­ler wer­den die Tech­no­lo­gie in Groß­bri­tan­ni­en, Finn­land und Deutsch­land ein­füh­ren.

Ein­satz in un­ter­schied­lichs­ten In­dus­trie-Seg­men­ten

Gre­go­ry Hitz, CEO von Se­ven­sen­se, er­klär­te: „Dies ist ein be­deu­ten­der Mo­ment auf un­se­rem ge­mein­sa­men Weg: wir kön­nen un­se­re selbst ent­wi­ckel­te Tech­no­lo­gie nun in zahl­rei­chen Märk­ten und Sek­to­ren ein­füh­ren. ABB ist für uns das idea­le ‚Zu­hau­se‘, um un­se­re viel­fäl­ti­ge Platt­form für 3D-Vi­si­on-Au­to­no­mie wei­ter zu ska­lie­ren und Her­stel­ler im Be­reich der au­to­ma­ti­sier­ten Ma­te­ri­al­hand­ha­bung und Ser­vice­ro­bo­tik zu be­die­nen. Ge­mein­sam wer­den wir die Gren­zen der KI-ge­stütz­ten Ro­bo­tik neu de­fi­nie­ren.“

Die re­vo­lu­tio­nä­re Tech­no­lo­gie hat das Po­ten­zi­al, die Ro­bo­tik weit über AMR hin­aus zu ver­än­dern und Ef­fi­zi­enz, Fle­xi­bi­li­tät und Prä­zi­si­on in der Pro­duk­ti­on und In­tra­lo­gis­tik zu er­hö­hen. Die Tech­no­lo­gie wird wei­ter­hin in ver­schie­de­nen Seg­men­ten wie der Ma­te­ri­al­hand­ha­bung, der Ge­bäu­de­rei­ni­gung und an­de­ren Be­rei­chen der Ser­vice­ro­bo­tik un­ter dem Pro­dukt­na­men Se­ven­sen­se ver­trie­ben. 

Die Part­ner­schaft mit Se­ven­sen­se un­ter­streicht das er­folg­rei­che En­ga­ge­ment von ABB für die För­de­rung von In­no­va­tio­nen der nächs­ten Ge­ne­ra­ti­on. Durch ihr Part­ner-Netz­werk und in Zu­sam­men­ar­beit mit Star­tups und Uni­ver­si­tä­ten ent­wi­ckelt ABB füh­ren­de Tech­no­lo­gi­en für glo­ba­le Un­ter­neh­men. Die rund 35 Mit­ar­bei­ten­den von Se­ven­sen­se wer­den wei­ter­hin in der Schwei­zer Nie­der­las­sung des Un­ter­neh­mens in Zü­rich tä­tig sein.
 

INNOVACE 2024 möchte Probleme bei der Diagnose von Sportverletzungen beseitigen

IN­NO­VA­CE 2024, der Nach­wuchs­wett­be­werb der ACE Stoß­dämp­fer GmbH, stellt den Teil­neh­men­den die Auf­ga­be, bis zum 30.09.2024 ein Ge­rät zur ver­bes­ser­ten Dia­gno­se von Klet­ter­sport­ver­let­zun­gen ein­zu­rei­chen. Teil­nah­me­be­rech­tigt sind Ein­zel­per­so­nen oder Teams aus den Fach­rich­tun­gen Elek­tro­tech­nik, Me­di­zin­tech­nik, Kon­struk­ti­on, Ma­schi­nen­bau und Me­cha­tro­nik an Uni­ver­si­tä­ten, Tech­ni­schen Hoch­schu­len und Fach­hoch­schu­len so­wie an Fach­schu­len für Tech­nik und Fach­ober­schu­len.

Das The­ma me­di­zi­ni­sche Dia­gnos­tik steht im Vor­der­grund des Wett­be­werbs, da es ge­ra­de beim Sport­klet­tern zu Bän­der- und Seh­nen­ver­let­zun­gen an Hän­den und Fin­gern kom­men kann. Am häu­figs­ten sind die Ring­bän­der be­trof­fen, wel­che die Beu­ge­seh­nen füh­ren und die­se be­weg­lich an der Kno­chen­struk­tur der Fin­ger be­fes­ti­gen. Bei Über­las­tung kön­nen die Ring­bän­der an- oder so­gar ab­rei­ßen. Zur Dia­gno­se wird häu­fig die Ma­gnet­re­so­nanz­to­mo­gra­phie (MRT) zur Bild­ge­bung ein­ge­setzt. Pro­ble­ma­tisch ist da­bei, dass ei­ne Ring­band­ver­let­zung am bes­ten un­ter Be­las­tung der Fin­ger sicht­bar wird, die Hilfs­mit­tel da­für aber bis­her feh­len. Vi­sua­li­sie­rung und Dia­gno­se könn­ten ver­bes­sert wer­den, wenn im MRT die glei­che Be­las­tung auf die Fin­ger aus­ge­übt wer­den könn­te, wie sie bei der Ent­ste­hung der Ver­let­zung auf­trat. Bei Klet­te­rern ent­spricht dies in der Re­gel der Be­las­tung durch das ei­ge­ne Kör­per­ge­wicht, das z.B. an ei­nem Klet­ter­griff hängt.

Für Stu­die­ren­de, die hoch hin­aus wol­len

ACE ruft in­ter­es­sier­te Stu­die­ren­de auf, ei­ne tech­ni­sche Mög­lich­keit zu ent­wi­ckeln, mit der kon­stan­te Kräf­te bis zu 1 kN in klei­nen Schrit­ten oder stu­fen­los über ei­nen Klet­ter­griff auf die Fin­ger von Pa­ti­en­ten auf­ge­bracht wer­den kön­nen. Da­bei soll der Un­ter­arm bzw. die Hand fi­xiert und mög­lichst auch von Vi­bra­tio­nen wie Mus­kel­zu­ckun­gen iso­liert wer­den kön­nen. Da­mit die Pa­ti­en­ten wäh­rend der lan­gen Auf­zeich­nungs­zeit die auf­ge­brach­te Kraft nicht hal­ten müs­sen, ist ei­ne Auf­la­ge­flä­che für den Ober­kör­per oder die Schul­tern vor­zu­se­hen. Dar­über hin­aus muss das Ge­rät an un­ter­schied­li­che Arm­län­gen und Hand­grö­ßen an­pass­bar sein und die Aus­tausch­bar­keit der Hand­grif­fe be­rück­sich­tigt wer­den. Da die Kon­struk­ti­on für den Ein­satz im na­hen Um­feld des MRT ge­eig­net sein muss, dür­fen kei­ne ma­gne­ti­sier­ba­ren Ma­te­ria­li­en ver­wen­det wer­den.

ACE lobt für den De­si­gn­ent­wurf mit tech­ni­schem Nach­weis zur Funk­tio­na­li­tät und Mach­bar­keit des Ge­win­ner­teams oder der Ein­zel­per­son ein Preis­geld in Hö­he von 5.000 Eu­ro aus. Zu­sätz­lich er­hält der be­glei­ten­de Lehr­stuhl ei­ne Un­ter­stüt­zung in Hö­he von 2.000 Eu­ro. In der Ver­gan­gen­heit konn­ten Preis­trä­ger des IN­NO­VA­CE ih­ren Sieg zu­dem als Sprung­brett in den Be­rufs­ein­stieg bei der STA­BI­LUS Grup­pe, dem Mut­ter­un­ter­neh­men von ACE, nut­zen.

De­tails zur Aus­schrei­bung

Die Aus­schrei­bung mit wei­te­ren De­tails zu den An­for­de­run­gen und zu den ge­stell­ten tech­ni­schen Rah­men­be­din­gun­gen ist auf der Home­page der ACE Stoß­dämp­fer GmbH zu fin­den: www.ace-ace.de/de/news-pres­se/ace-awards/in­no­va­ce-2024.html

In­ter­es­sen­ten kön­nen am 21.03.2024 um 15:00 Uhr Fra­gen im Rah­men ei­ner Web­kon­fe­renz stel­len. An­mel­dun­gen hier­zu sind aus­schließ­lich bis zum 19.03.2024 per E-Mail an d-wohl­schle­gel@ace-int.eu zu rich­ten. Die­ter Wohl­schle­gel klärt als An­sprech­part­ner  vor­ab auch mög­li­che Fra­gen un­ter der ge­nann­ten Mail­adres­se.
 

HANNOVERMESSE Countdown

Die HAN­NO­VER­MES­SE 2024 fin­det po­li­tisch und wirt­schaft­lich in ei­nem her­aus­for­dern­den Um­feld statt. Ge­ra­de des­we­gen sol­len von der Ver­an­stal­tung Im­pul­se aus­ge­hen, die We­ge in ei­ne ef­fi­zi­en­te und nach­hal­ti­ge Pro­duk­ti­on auf­zei­gen sol­len.

8 Wo­chen vor dem Start der Ver­an­stal­tung, vom 22. bis 26. April, ha­ben der Ver­an­stal­ter, Ver­tre­ter des dies­jäh­ri­gen Gast­lands Nor­we­gen und ei­ne Aus­wahl von Aus­stel­lern ei­nen Aus­blick auf die Mes­se ge­ge­ben. 

„Geo­po­li­ti­sche Span­nun­gen, Kli­ma­wan­del, sta­gnie­ren­des Wachs­tum, ho­he En­er­gie­prei­se und Fach­kräf­te­man­gel sor­gen da­für, dass Kos­ten­dis­zi­plin und Ef­fi­zi­enz ak­tu­ell die be­herr­schen­den The­men in den Un­ter­neh­men sind. Gleich­zei­tig führt künst­li­che In­tel­li­genz da­zu, dass sich die Ar­beits­wel­ten in der In­dus­trie tief­grei­fend ver­än­dern wer­den. Hin­zu­kommt, dass Un­ter­neh­mens­len­ker und Wirt­schafts­ver­bän­de vor ei­ner De­in­dus­tria­li­sie­rung Eu­ro­pas war­nen“, so be­schreibt Dr. Jo­chen Köck­ler, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Deut­schen Mes­se AG, das Um­feld der dies­jäh­ri­gen HAN­NO­VER MES­SE.

„Die HAN­NO­VER MES­SE ist in die­sem Jahr wich­ti­ger denn je, denn sel­ten wa­ren die wirt­schafts­po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen so vo­la­til. In Han­no­ver wer­den Tech­no­lo­gi­en und Lö­sun­gen prä­sen­tiert, die die In­dus­trie be­fä­hi­gen, wett­be­werbs­fä­hig und nach­hal­tig zu pro­du­zie­ren. Auf der Mes­se dreht sich al­les um die in­tel­li­gen­te und CO2-neu­tra­le Pro­duk­ti­on, KI, Was­ser­stoff und sek­tor­über­grei­fen­de En­er­gie-Lö­sun­gen. Ins­be­son­de­re für eu­ro­päi­sche Fir­men wird die HAN­NO­VER MES­SE so zum Boll­werk ge­gen die dro­hen­de De­in­dus­tria­li­sie­rung Eu­ro­pas“, sagt Köck­ler. „Un­se­re Aus­stel­ler wer­den zei­gen, dass ei­ne wett­be­werbs­fä­hi­ge In­dus­trie­pro­duk­ti­on in Eu­ro­pa mög­lich ist. Vor­aus­set­zung ist je­doch ein re­gu­la­to­ri­scher Rah­men, der In­no­va­ti­on und Un­ter­neh­mer­tum för­dert.“

Lö­sun­gen für die ak­tu­el­len Pro­blem­stel­lun­gen der In­dus­trie lie­gen im Zu­sam­men­spiel von Au­to­ma­ti­sie­rung, Di­gi­ta­li­sie­rung und Elek­tri­fi­zie­rung. Pro­duk­te und Lö­sun­gen hier­für wer­den von ins­ge­samt 4000 Aus­stel­lern vor­ge­stellt wer­den. Wich­ti­ge Bau­stei­ne zur Er­rei­chung der Zie­le für ei­ne nach­hal­ti­ge, wett­be­werbs­fä­hi­ge In­dus­trie­pro­duk­ti­on in Eu­ro­pa stellt das dies­jah­ri­ge Part­ner­land Nor­we­gen un­ter dem Mot­to „ Pionee­ring the Green In­dus­tri­al Tran­si­ti­on“ auf den bei­den Son­der­flä­chen in den Hal­len 12 und 13 vor. Wie Lai­la Steng­s­eng, die Bot­schaf­te­rin des Kö­nig­reichs in Deutsch­land er­klär­te, will Nor­we­gen mit der Prä­senz sei­nen An­spruch, ei­ne Schlüs­sel­rol­le bei der Ent­wick­lung von Lö­sun­gen im Be­reich der er­neu­er­ba­ren En­er­gi­en, der CO2-neu­tra­len Pro­duk­ti­on, Car­bon Cap­ture und der Di­gi­ta­li­sie­rung der In­dus­trie ein­zu­neh­men. 

Er­öff­net wird die Mes­se am 21. April durch Bun­des­kanz­ler Scholz ge­mein­sam mit dem nor­we­gi­schen Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Jo­nas Gahr Støre er­öff­net. Zahl­rei­che wei­te­re Po­li­ti­ker, von Vi­ze­kanz­ler Dr. Ro­bert Ha­beck bis zur Prä­si­den­tin der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on, Ur­su­la von der Ley­en wer­den die Ver­an­stal­tung zum Aus­tausch und der In­for­ma­ti­on vor Ort nut­zen. Ins­ge­samt wer­den mehr als 300 wirt­schafts­po­li­ti­sche De­le­ga­tio­nen er­war­tet.

Ne­ben den gro­ßen Au­to­ma­ti­ons­play­ern wie Sie­mens, Schnei­der Elec­tric wird auch der deut­sche Mit­tel­stand mit Fes­to, Beck­hoff, LAPP, Har­ting und Pep­perl+Fuchs ver­tre­ten sein, wie auch die gro­ßen Play­er der Di­gi­talbran­che, wie AWS oder Mi­cro­soft. Die Mes­se wird zur Platt­form für den Aus­tausch zwi­schen den ver­schie­de­nen Sek­to­ren der In­dus­trie für den Aus­tausch rund um Di­gi­ta­li­sie­rung, Nach­hal­tig­keit und die Nut­zung der künst­li­chen In­tel­li­genz, spe­zi­ell in der ge­ne­ra­ti­ven Va­ri­an­te.

Dr. Fa­bi­an Bau­se, KI Spe­zia­list und Pro­dukt­ma­na­ger Twin­CAT bei Beck­hoff er­läu­ter­te in sei­nem Bei­trag sei­nen Stann­d­punkt zur Künst­li­chen In­tel­li­genz: Bei die­sem The­ma müs­sen wir al­le aus un­se­rer Kom­fort­zo­ne her­aus­tre­ten. Weil das The­ma künst­li­che In­tel­li­genz je­den Ein­zel­nen und al­le The­men­be­rei­che be­tref­fen wird. Sie ist ei­ne Me­tho­de der Au­to­ma­ti­sie­rung, um et­was zu er­rei­chen und um Pro­zes­se zu au­to­ma­ti­sie­ren. KI ist al­so nicht et­was, was für sich steht, son­dern ein Werk­zeug was wir ein­set­zen kön­nen, um Pro­zes­se, Soft­ware oder auch wirk­lich phy­si­ka­li­sche Ma­schi­nen zu au­to­ma­ti­sie­ren. Künst­li­che In­tel­li­genz wird zum Werk­zeug der Pro­duk­ti­ons­op­ti­mie­rung im Span­nungs­feld zwi­schen Pro­dukt­qua­li­tät und Res­sour­cen­scho­nung. zu op­ti­mie­ren.

Ei­ner der vie­len un­ter­schied­li­chen Be­rei­che, in de­nen Beck­hoff die Nut­zung der künst­li­chen In­tel­li­genz zu­sam­men mit Her­stel­lern vor­an­bringt ist die Soft­ware und Steue­rung für Wind­kraft­an­la­gen. 

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Fo­kus der Mes­se, nicht nur im Kon­text des Gast­lan­des Nor­we­gen ist das The­ma Grü­ner Was­ser­stoff. Ins­ge­samt stel­len über 500 Aus­stel­ler zum The­ma aus und prä­sen­tie­ren ih­ren Bei­trag zum The­ma. 

Sie möch­ten vor Ort da­bei sein? Über den Link ge­lan­gen Sie zur Re­gis­trie­rung für ein kos­ten­frei­es Fach­be­su­cher­ti­cket auf der In­ter­net­sei­te der HAN­NO­VER MES­SE 2024.

Neuer Vorstandsvorsitz des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik einstimmig gewählt

Mit dem Vor­stands­vor­sitz des Fach­ver­bands re­prä­sen­tiert Jan Drö­mer mehr als 250 deut­sche und eu­ro­päi­sche Mit­glieds­un­ter­neh­men aus den Be­rei­chen Fah­rer­lo­se Trans­port­sys­te­me, Flur­för­der­zeu­ge, Kra­ne und He­be­zeu­ge, La­ger­tech­nik und Ste­tig­för­de­rer. „Die Un­ter­neh­men sind mit gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen kon­fron­tiert. Wirt­schaft­li­che und po­li­ti­sche Un­si­cher­hei­ten so­wie bü­ro­kra­ti­sche Hür­den blo­ckie­ren an vie­len Stel­len im Ta­ges­ge­schäft. Als Bran­che ei­ne star­ke Ver­bands­stim­me zu ha­ben ist wich­ti­ger denn je und ich freue mich, dass ich stell­ver­tre­tend für vie­le deut­sche und eu­ro­päi­sche In­tra­lo­gis­ti­kan­bie­ter den Fach­ver­band füh­ren und re­prä­sen­tie­ren darf“, be­tont Jan Drö­mer zu sei­nem Amts­an­tritt. Be­reits seit 2018 ist der 44-jäh­ri­ge als Vor­stands­mit­glied in der da­mals neu ge­grün­de­ten Fach­ab­tei­lung Fah­rer­lo­se Trans­port­sys­te­me ak­tiv und folgt als Vor­stands­vor­sit­zen­der auf Stef­fen Bersch, der sein Amt mit dem Aus­schei­den bei SSI Schä­fer ab­ge­ge­ben hat.

Trotz der ak­tu­el­len in­nen- und au­ßen­po­li­ti­schen Si­tua­tio­nen sieht der neue Vor­sit­zen­de auch Ent­wick­lungs­chan­cen für die Be­rei­che In­tra­lo­gis­tik und För­der­tech­nik: „Bei al­len Hemm­nis­sen dür­fen wir aber den Blick auf die Po­ten­zia­le für die Bran­che nicht ver­ges­sen. Mit Ma­nu­fac­tu­ring-X bie­tet sich auch für die Un­ter­neh­men aus dem Be­reich In­tra­lo­gis­tik und För­der­tech­nik ein span­nen­des Hand­lungs­feld. Hier kann ich durch mei­nen be­ruf­li­chen Back­ground in der Fach­ver­bands­ar­beit hof­fent­lich ei­ni­ge Wei­chen stel­len“, so Drö­mer.
 

Pilotprojekt: Gleichstrom für den Karosseriebau

In Deutsch­land ist die Au­to­mo­bil­pro­duk­ti­on bis heu­te der größ­te und be­deu­tends­te In­dus­trie­zweig. Ih­re Fer­ti­gungs­an­la­gen bie­ten Hun­der­ten von Men­schen Ar­beits­plät­ze und sind oft Spit­zen­rei­ter bei der Ein­füh­rung fort­schritt­li­cher Tech­no­lo­gi­en, z. B. Au­to­ma­ti­sie­rungs­lö­sun­gen. Di­ver­se Ro­bo­ter­ty­pen über­neh­men heu­te in der Re­gel vie­le Pro­duk­ti­ons­schrit­te und be­ar­bei­ten Bau­tei­le mit höchs­ter Prä­zi­si­on. Die Kehr­sei­te der Me­dail­le ist ein ho­her Strom­be­darf. „In Zu­kunft wahr­schein­lich mehr und mehr Gleich­strom“, sagt Alois Heim­ler, Stra­te­gic Mar­ke­ting Ma­na­ger In­tra­lo­gis­tik & Au­to­mo­ti­ve, von LAPP, da ist er sich si­cher, nicht zu­letzt we­gen den Vor­tei­len für die En­er­gie­ef­fi­zi­enz: „Das Zau­ber­wort heißt we­ni­ger Span­nungs­wand­lun­gen“, er­klärt er.

In ei­ner Ka­ros­se­rie­bau-An­la­ge im BMW Group Werk Din­gol­fing of­fen­ba­ren sich die­se Vor­tei­le schon heu­te. Denn die An­la­ge wird mit Gleich­strom be­trie­ben – in ei­nem Pi­lot­pro­jekt, das zei­gen soll, dass es im in­dus­tri­el­len Um­feld ei­ne Al­ter­na­ti­ve zur her­kömm­li­chen Wech­sel­strom-Welt gibt. LAPP lie­fert da­für die Ver­bin­dungs­lö­sun­gen.

Mehr Ef­fi­zi­enz durch Re­ku­pe­ra­ti­on

Ge­ra­de beim Ka­ros­se­rie­bau bie­tet sich die Um­stel­lung von Wech­sel- auf Gleich­strom an. Auf Ma­schi­nen und Ro­bo­ter ent­fällt bis­her ein gro­ßer Teil des Strom­ver­brauchs ei­ner In­dus­trie­an­la­ge, da­bei bie­ten sie ent­spre­chend gro­ße Ein­spar­po­ten­tia­le. Die Fer­ti­gungs­li­ni­en be­we­gen sich auf pro­gram­mier­ten Bah­nen, um die ein­zel­nen Bau­tei­le ei­ner Ka­ros­se­rie zu ei­nem Fahr­zeug zu­sam­men­zu­fü­gen. Da­bei be­schleu­ni­gen sie kurz­zei­tig und brem­sen dann wie­der ab. Das be­deu­tet, ein Ro­bo­ter ent­nimmt kurz­zei­tig viel En­er­gie, um ei­nen Be­we­gungs­ab­lauf zu in­iti­ie­ren oder in ki­ne­ti­sche En­er­gie zu wan­deln. Im Ab­brems­mo­ment oder im Senk­be­trieb, wird je­doch aus der ki­ne­ti­schen En­er­gie wie­der elek­tri­sche En­er­gie er­zeugt (Der An­trieb be­fin­det sich nun im Ge­ne­ra­tor­be­trieb). Die­se ki­ne­ti­sche En­er­gie wird in Wech­sel­strom­sys­te­men (AC) in der Re­gel nicht ge­spei­chert und geht als Wär­me­en­er­gie ver­lo­ren; so wur­den bis­her Brems­wi­der­stän­de ein­ge­setzt um die über­schüs­si­ge En­er­gie zu „ver­bren­nen“. An­ders im Gleich­strom (DC)-Netz: „Hier wird die En­er­gie in den DC-Zwi­schen­kreis, an­de­re DC-Ver­brau­cher oder En­er­gie­spei­cher ge­speist. So­mit kann die En­er­gie, die bei Ab­brems­vor­gän­gen frei wird, oh­ne gro­ße Wand­lungs­ver­lus­te zen­tral für al­le Ver­brau­cher an das Netz zu­rück­ge­schickt wer­den“, er­klärt Alois Heim­ler die Brems­re­ku­pe­ra­ti­on. Sie er­laubt dem­nach den di­rek­ten En­er­gie­aus­tausch zwi­schen al­len An­trie­ben, wie sie et­wa in Ro­bo­tern vor­kom­men. 

Ge­ra­de in Zei­ten, in de­nen Nach­hal­tig­keit zu­neh­mend ge­for­dert und ge­för­dert wird, ist die Ver­wen­dung der bis­lang un­ge­nutz­ten Brem­s­en­er­gie nütz­lich, denn so kann ei­ne er­heb­li­che Men­ge En­er­gie ein­ge­spart wer­den. Und das ist nicht der ein­zi­ge Vor­teil, den ein DC-Netz mit sich bringt: An­statt vie­ler de­zen­tra­ler Wand­lun­gen von AC zu DC gibt es nur noch ei­ne zen­tra­le En­er­gie­wand­lung, die al­le An­la­gen mit Gleich­strom ver­sorgt. Bo­nus­punkt: Stammt der Strom aus re­ge­ne­ra­ti­ven Quel­len wie bei­spiels­wei­se Pho­to­vol­ta­ik oder Wind­kraft, liegt er als Gleich­span­nung vor, wenn auch die Ver­brau­cher zu­neh­mend auf Gleich­strom aus­ge­legt sind. „DC ist dem­nach ein Kern­ele­ment für die En­er­gie­wen­de“, so Alois Heim­ler. Die ge­nau­en Ein­spa­run­gen bei ei­ner Um­stel­lung auf DC va­ri­ie­ren je nach An­la­ge und ih­rer Aus­las­tung. Er­geb­nis­se zwi­schen 15 und 20 % sind je­doch rea­lis­tisch.

Port­fo­lio für Gleich­strom-An­wen­dun­gen

Ge­nau an die­sem Nach­hal­tig­keits­ge­dan­ken hat LAPP be­reits vor ei­ni­gen Jah­ren an­ge­setzt und als ers­ter Her­stel­ler ein Lei­tungsport­fo­lio für ver­schie­de­ne An­wen­dun­gen im Nie­der­span­nungs­be­reich ent­wi­ckelt. Auch in der Ka­ros­se­rie­pro­duk­ti­on in Din­gol­fing kom­men die Lei­tun­gen zum Ein­satz. Dar­un­ter die ÖL­FLEX® DC 100. Mit ih­rer ma­xi­ma­len Span­nung von 0,75 / 1,5 kV ist sie die idea­le Grund­la­ge für en­er­gie­ef­fi­zi­en­te DC-Net­ze in in­dus­tri­el­len An­la­gen und macht sie zur ers­ten Wahl für Au­to­mo­bil­her­stel­ler. Eben­so ver­baut ist die ÖL­FLEX® DC Grid 100. Als DC-Stark­strom­ka­bel für Gleich­strom­net­ze bie­tet sie in in­dus­tri­el­len An­la­gen ei­nen fle­xi­blen, fein­dräh­ti­gen Auf­bau, der selbst in tro­cke­nen, feuch­ten und nas­sen Um­ge­bun­gen ein­ge­setzt wer­den kann. So­mit ist sie ide­al für Steue­rungs­an­la­gen, Mo­to­ren und Fre­quenz­um­rich­ter. An der sieb­ten Ach­se der Ro­bo­ter in der An­la­ge kommt die ÖL­FLEX® DC Ro­bot zum Ein­satz. In der Au­to­mo­bil­fer­ti­gung sind die An­for­de­run­gen an Ro­bo­ti­kan­wen­dun­gen hoch. Das Ka­bel wur­de spe­zi­ell ent­wi­ckelt, um die­sen ex­tre­men Be­din­gun­gen stand­zu­hal­ten. Sei­ne au­ßer­ge­wöhn­li­che Fle­xi­bi­li­tät er­mög­licht es den Ro­bo­tern, sich prä­zi­se zu be­we­gen, wäh­rend es gleich­zei­tig wi­der­stands­fä­hig ge­gen­über Ro­ta­tio­nen und Bie­gun­gen bleibt. Sei­ne kom­pak­te Bau­wei­se spart dar­über hin­aus wert­vol­len Platz. Un­ver­zicht­bar für die Fer­ti­gungs­li­nie sind be­weg­li­che An­wen­dun­gen und auch hier­für hat LAPP die pas­sen­de Lö­sung. Die ÖL­FLEX® DC Chain 800 kann in Schlepp­ket­ten mit lan­gen Ver­fahr­we­gen oder ho­hen Be­schleu­ni­gun­gen ein­ge­setzt wer­den. Ih­re be­son­ders kur­ze Ader­ver­sei­lung er­laubt kleins­te Bie­gera­di­en. Ihr Au­ßen­man­tel aus spe­zi­ell ent­wor­fe­nem ther­mo­plas­ti­schem Po­ly­mer ist che­misch be­stän­dig und er­höht öl­be­stän­dig.

DC-Lei­tun­gen sind res­sour­cen- und platz­spa­ren­der

Al­le Lei­tun­gen ver­eint ein wei­te­rer Vor­teil ge­gen­über den be­kann­ten AC-Lei­tun­gen: Wäh­rend für Wech­sel­span­nung 5-ad­ri­ge Lei­tun­gen be­nö­tigt wer­den, kom­men bei Gleich­span­nung ein bis zwei Lei­ter we­ni­ger zum Ein­satz. Die ge­rin­ge­re Lei­ter­an­zahl sorgt dem­ent­spre­chend für we­ni­ger Ma­te­ri­al­ein­satz, we­ni­ger Kup­fer wird be­nö­tigt. Das macht sie dar­über hin­aus deut­lich platz­spa­ren­der und ge­ra­de für An­wen­dun­gen mit be­eng­ten Platz­ver­hält­nis­sen oder auch in Schalt­schrän­ken in­ter­es­sant. Das Ma­te­ri­al-Ein­spar­po­ten­zi­al liegt hier bei et­wa 40 %.

Die Ka­ros­se­rie­bau­an­la­ge im BMW Group Werk Din­gol­fing ist ein An­wen­dungs­pi­lot, der die DC-Tech­no­lo­gie der­zeit in der Pra­xis tes­tet. Sie wur­de im Rah­men des Pro­jekts DC-INDUSTRIE2 in­iti­iert. Das deut­sche For­schungs­pro­jekt un­ter­sucht die Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen der Gleich­strom­tech­nik in in­dus­tri­el­len Pro­duk­ti­ons­an­la­gen. Lang­fris­tig pla­nen For­schen­de, gan­ze Fa­brik­hal­len auf Gleich­strom um­zu­stel­len. Die Er­geb­nis­se von DC-INDUSTRIE2 sind hier­für rich­tungs­wei­send, um en­er­gie­ef­fi­zi­en­te Lö­sun­gen und Stan­dards zu kre­ie­ren. Auch LAPP ist Pro­jekt­part­ner. Die ÖL­FLEX® DC 100, die im Rah­men des Pro­jekts ent­stan­den ist, ist heu­te als Se­ri­en­pro­dukt auf dem Markt. Doch nicht nur das For­schungs­pro­jekt ver­bin­det die bei­den Un­ter­neh­men, son­dern auch ei­ne lang­jäh­ri­ge Part­ner­schaft. DC-Lei­tun­gen mit be­son­de­ren Lei­tungs­quer­schnit­ten wur­den von LAPP ei­gens und in kür­zes­ter Zeit für den Au­to­mo­bil­her­stel­ler als Pro­to­typ an­ge­fer­tigt. 

„Wir glau­ben dar­an, dass in Zu­kunft mehr und mehr Pro­duk­ti­ons­an­la­gen mit Gleich­span­nung ver­sorgt wer­den“, sagt Alois Heim­ler. Das DC-Port­fo­lio von LAPP ist ein wich­ti­ger Schritt Rich­tung En­er­gie­wen­de, dem­ent­spre­chend groß ist das In­ter­es­se dar­an. Längst hat das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men da­her Gleich­strom zu ei­nem wich­ti­gen Teil sei­ner Zu­kunfts­stra­te­gie ge­macht: Nicht nur die glo­ba­le For­schung und Ent­wick­lung, son­dern auch die Steue­rung von La­bor- und Test­zen­trums­ak­ti­vi­tä­ten hat es neu auf­ge­stellt, da­mit das Un­ter­neh­men noch schnel­ler und agi­ler auf die Ent­wick­lun­gen in der In­dus­trie ant­wor­ten kann.
 

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Schlanke und robuste 300 W-DC/DC-Netzteilserie

Vox Power Ltd stellt die kon­duk­ti­ons­ge­kühl­ten Netz­tei­le der Se­rie VCCR300 vor, die hoch­gra­dig ro­bust und äu­ßerst zu­ver­läs­sig sind und ge­räusch­los ei­ne Leis­tung von 300 Watt lie­fern. Ih­re kom­pak­te Grö­ße von nur 7,43 x 4,6 Zoll mit ei­nem nied­ri­gen Pro­fil von 1 Zoll ge­währ­leis­tet ei­ne ein­fa­che In­te­gra­ti­on in prak­tisch je­der Aus­rich­tung und bie­tet Sys­tem­ent­wick­lern größt­mög­li­che Fle­xi­bi­li­tät und Platz­ein­spa­rung. Die Netz­tei­le bie­ten ei­nen brei­ten DC-Ein­gangs­span­nungs­be­reich, der die Stan­dar­dan­for­de­run­gen für 48V, 72 V, 96 V und 110 V-Bahn­bat­te­ri­en ge­mäß EN50155 er­füllt. Ihr hoch­ef­fi­zi­en­tes De­sign mi­ni­miert die Wär­me­ab­ga­be und er­mög­licht ei­nen wei­ten Be­triebs­tem­pe­ra­tur­be­reich von -40 °C bis +70 °C (+85 °C für 10 Mi­nu­ten) bei mi­ni­ma­lem Kühl­be­darf. Sie bie­ten Stan­dard-Aus­gangs­span­nun­gen von 12 V, 24 V, 36 V und 48 V, die al­le­samt in ei­nem wei­ten Be­reich von 90 % bis 125 % ein­stell­bar sind. Sie eig­nen sich ide­al für An­wen­dun­gen wie Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­on, Out­door-Schalt­schrän­ke, 5G-An­wen­dun­gen und elek­tri­fi­zier­te Trans­port­mit­tel, die auf ge­rin­gen Platz­be­darf aus­ge­rich­tet sind und gleich­zei­tig ei­ne zu­ver­läs­si­ge, ro­bus­te und nach­hal­ti­ge Strom­ver­sor­gung bie­ten sol­len.

Par­al­lel­schal­tung mit in­te­grier­ter Last­ver­tei­lung

Lö­sun­gen mit ei­ner hö­he­ren Leis­tung von 300 Watt, 600 Watt, 900 Watt und mehr las­sen sich durch Par­al­lel­schal­tung mit der in­te­grier­ten Last­ver­tei­lungs­funk­ti­on (Dro­op Cur­rent Sha­re) rea­li­sie­ren, die es dem End­be­nut­zer er­mög­licht, die Leis­tung je nach Be­darf zu er­hö­hen oder zu ver­rin­gern und die Last gleich­mä­ßig auf die ein­zel­nen 300-W-Netz­tei­le zu ver­tei­len. In­ter­ne Si­che­run­gen so­wie ei­ne Über­brü­ckungs­zeit von 10 ms bei vol­ler Leis­tung ge­hö­ren zur Stan­dard­aus­stat­tung. Ein fern­ge­steu­er­tes Ab­schalt­si­gnal kann das Ge­rät in ei­nen Stand­by-Mo­dus mit ge­rin­ger Leis­tung ver­set­zen. Dar­über hin­aus kann der Ein­gangs­un­ter­span­nungs­pe­gel ent­spre­chend den spe­zi­fi­schen An­for­de­run­gen der An­wen­dung pro­gram­miert wer­den. 

Die VCCR300-Se­rie er­füllt die An­for­de­run­gen der neu­es­ten Bahnnor­men (EN50155), MIL-STD-810G (Stö­ße und Vi­bra­tio­nen) und ist nach den neu­es­ten in­dus­tri­el­len Si­cher­heits­stan­dards (IEC/UL62368-1 3RD Edi­ti­on) zu­ge­las­sen. Die EMV-Emis­sio­nen und Stör­fes­tig­keit über­tref­fen die An­for­de­run­gen von EN50121-3-2, EN55035 und EN55032 Klas­se B.

Die hoch­mo­der­ne Tech­no­lo­gie der kon­for­men Be­schich­tung er­höht die Zu­ver­läs­sig­keit und Leis­tung, in­dem sie die Kom­po­nen­ten vor Um­welt­ein­flüs­sen schützt und zu­sätz­li­che me­cha­ni­sche Un­ter­stüt­zung bie­tet. Mit ei­ner be­rech­ne­ten MT­BF (Me­an ti­me bet­ween failu­res) von über 2 Mil­lio­nen Stun­den bie­tet die VCCR300-Se­rie lang­fris­ti­ge Zu­ver­läs­sig­keit für an­spruchs­vol­le An­wen­dun­gen in rau­en und vi­bra­ti­ons­rei­chen Um­ge­bun­gen. 
 

Mehrkanalige elektronische 24 V Schutzschalter

Für die Ab­si­che­rung von Ver­brau­chern auf der 24V-Ebe­ne geht der Trend im­mer stär­ker weg vom klas­si­schen Lei­tungs­schutz­schal­ter hin zu elek­tro­ni­schen Ge­rä­te­schutz­schal­tern. Die neu­en elek­tro­ni­schen Schutz­schal­ter von WA­GO mit 4 und 8 Ka­nä­len für DC 24 V, fin­den Ein­satz in al­len In­dus­tri­en mit Sen­so­ren und Ak­to­ren und sons­ti­gen elek­tri­schen 24V-DC-Ver­brau­chern. 

Mehr Ka­nä­le bei glei­chem Platz­be­darf

Mit ih­rer kom­pak­ten Bau­brei­te von 32 mm sind die Mehr­ka­na­ler die schmals­ten am Markt ver­füg­ba­ren ECB. Bei der Ver­wen­dung des 8-ka­na­li­gen Leis­tungs­schutz­schal­ters er­gibt sich ei­ne Plat­zer­spar­nis von 50 % ge­gen­über acht ein­ka­na­li­gen Schutz­schal­ter­mo­du­len. Der 4-ka­na­li­ger Schutz­schal­ter wird in der glei­chen Bau­brei­te von nur 32 mm an­ge­bo­ten. Bei Er­wei­te­run­gen kön­nen 4-Ka­na­ler so­mit auch durch 8-Ka­na­ler er­setzt wer­den. Über ei­nen LED-be­leuch­te­ten Ein-, Aus-, und Re­set-Tas­ter so­wie ei­nen po­ten­zi­al­frei­en Mel­de­kon­takt kann je­der ECB-Ka­nal ein­fach und si­cher be­dient und der je­wei­li­ge Aus­lö­se­strom ein­ge­stellt wer­den. Durch die fehl­steck­ge­schütz­ten Steck­ver­bin­der wird ei­ne Vor­ver­drah­tung er­mög­licht und die In­stal­la­ti­ons­zeit deut­lich ver­kürzt.

Kompakter 6-Watt-DC/DC-Wandler

Die TIM-6-Se­rie von Tra­co Power um­fasst ei­ne Rei­he von kos­ten­güns­ti­gen 6-Watt-DC/DC-Wand­lern für me­di­zi­ni­sche An­wen­dun­gen mit wei­tem 2:1-Ein­gangs­span­nungs­be­reich in ei­nem kom­pak­ten DIL-24-Kunst­stoff­ge­häu­se. Die Wand­ler bie­ten ein ver­stärk­tes Iso­la­ti­ons­sys­tem (5.000 VAC) und ei­nen sehr ge­rin­gen Ab­leit­strom von we­ni­ger als 2 μA

Die Ge­rä­te sind nach der 3. Aus­ga­be der IEC/EN/ES 60601-1 für 2 x MOPP zer­ti­fi­ziert und um­fas­sen ei­ne Ri­si­ko­ma­nage­ment-Ak­te ge­mäß ISO 14971. So­wohl das De­sign als auch die Pro­duk­ti­on ent­spre­chen dem Qua­li­täts­ma­nage­ment­sys­tem nach ISO 13485. Auf­grund des ho­hen Wir­kungs­grads von bis zu 89 % und hoch­wer­tigs­ter Kom­po­nen­ten kön­nen die Wand­ler bei Um­ge­bungs­tem­pe­ra­tu­ren von -40 °C bis +95 °C und bis zu 5000m Hö­he zu­ver­läs­sig be­trie­ben wer­den. Sie stel­len nicht nur für me­di­zi­ni­sche Ge­rä­te, son­dern auch für an­spruchs­vol­le An­wen­dungs­be­rei­che wie Trans­port, Re­ge­lungs- und Mess­tech­nik so­wie IGBT-Trei­ber ei­ne zu­ver­läs­si­ge Lö­sung dar.
 

Stromversorgungs-Kombielemente mit neuen Optionen

Dem Schutz vor Schmutz­par­ti­keln und Feuch­tig­keit kommt zu­se­hends ei­ne grö­ße­re Be­deu­tung zu. SCHUR­TER lan­cier­te mit den Pro­dukt­ty­pen DG11 und DG12 und dem da­zu­ge­hö­ri­gen V-Lock Netz­ka­bel ei­ne IP54-Ge­rä­te­ver­bin­dung, die auf An­hieb sehr ho­hen An­klang fand. Ein IP54-Wert im ge­steck­ten Zu­stand ge­mäß IEC 60529 bie­tet ei­nen her­vor­ra­gen­den Schutz vor Staub­par­ti­keln und ist dar­über hin­aus spritz­was­ser­fest. Sie kön­nen so­wohl in rau­en Ar­beits­um­ge­bun­gen, wie auch für me­di­zi­ni­sche Ge­rä­te mit hö­he­ren An­for­de­run­gen an den IP-Schutz durch re­gel­mä­ßi­ge Rei­ni­gung, zum Ein­satz kom­men.

Neue Va­ri­an­ten für Schutz­klas­se II

Dies bis­he­ri­gen Va­ri­an­ten der Ty­pen DG11 und DG12 wa­ren aus­schließ­lich 3-po­lig für Schutz­klas­se I-An­wen­dun­gen kon­zi­piert. Neu hin­zu­kom­men nun 2-po­li­ge Va­ri­an­ten, wel­che ex­pli­zit den hö­he­ren An­for­de­run­gen der Schutz­klas­se II ent­spre­chen. Selbst­ver­ständ­lich gilt dies auch für das zu­ge­hö­ri­ge V-Lock-Netz­an­schluss­ka­bel zur Aus­zug­si­che­rung. Die Ge­rä­te­in­bau­ste­cker bei­der Kom­biele­men­te (Power Ent­ry Mo­du­les) so­wie das Netz­an­schluss­ka­bel wur­den mit spe­zi­el­len Dich­tungs­ele­men­ten aus­ge­stat­tet, um die­sen sehr ho­hen IP-Schutz zu er­rei­chen. Auf mehr­fa­chen Kun­den­wunsch hin bie­tet SCHUR­TER die bei­den Kom­biele­men­te DG11 und DG12 ne­ben dem meist­ver­wen­de­ten Schwarz neu auch in Weiß an. 
 

Kleinformatige Lüfteraggregate

Fi­scher Elek­tro­nik er­wei­tert das be­ste­hen­de Pro­dukt­pro­gramm an Mi­nia­tur­lüf­terag­gre­ga­ten, um wei­te­re Aus­füh­run­gen mit der Be­zeich­nung LAM 7 und LAM 7 K. Die ein­ge­setz­ten Ba- sis­pro­fi­le aus Alu­mi­ni­um in den Ab­mes­sun­gen 70 x 70 mm, ent- hal­ten ei­ne ef­fi­zi­en­te in­nen­lie­gen­de Wär­me­tausch­struk­tur, wel­che in Punk­to Luft­vo­lu­men und Stau­druck des ver­wen­de­ten Lüf­ter­mo- tors, op­ti­mal an­ge­passt und ab­ge­stimmt ist. Die leis­tungs­star­ken Axi­al­lüf­ter­mo­to­ren durch­strö­men den Rip­pen­ka­nal mit Luft und sor­gen für ei­ne sehr ef­fi­zi­en­te Bau­teil­entwär­mung. Die klein­for- ma­ti­gen Mi­nia­tur­lüf­ter­gag­gre­ga­te der Se­rie LAM sind für die Ver- wen­dung auf Lei­ter­kar­ten, in Bau­grup­pen und Ge­häu­sen ge­eig­net und bie­ten auf klei­nem Raum ei­ne größt­mög­li­che Ent­wär­mung für leis­tungs­star­ke elek­tro­ni­sche Bau­tei­le. Bei der Aus­füh­rung LAM 7 er­folgt die Bau­teil­mon­ta­ge mit­tels ein­ge­brach­ter Ge­win­de auf der je­wei­li­gen Mon­ta­ge­flä­che. Die Aus­füh­rung LAM 7 K hin­ge­gen, ent­hält ei­ne im Pro­fil in­te­grier­te Nut­geo­me­trie und er­mög­licht in Ver­bin­dung mit spe­zi­el­len Ein­rast-Tran­sis­tor­hal­te­fe­dern der Se­rie TH­FU, ei­ne schrau­ben­lo­se so­wie si­che­re Be­fes­ti­gung der Tran­sis- to­ren auf dem Mi­nia­tur­lüf­terag­gre­gat. Die für die Mi­nia­tur­lüf­ter- ag­gre­ga­te ver­wen­de­ten Lüf­ter­mo­to­ren wer­den mit den Be­triebs- span­nun­gen 12 und 24 V an­ge­bo­ten.  

Methoden zur Risikoeinschätzung in der Industrie

Nach der EU-Ma­schi­nen­richt­li­nie 2006/42/EG darf ein Her­stel­ler von Ma­schi­nen kei­ne Ma­schi­nen in Ver­kehr brin­gen, von de­nen ei­ne Ge­fahr aus­geht. Zum Nach­weis führt er ei­ne CE-Kon­for­mi­täts­be­wer­tung durch, die das Er­stel­len ei­ner Ri­si­ko­ana­ly­se be­inhal­tet. Ma­schi­nen dür­fen nur dann ein CE-Zei­chen tra­gen, wenn der Be­wer­tungs­pro­zess kom­plett durch­lau­fen wur­de und die Ri­si­ko­ana­ly­se zeigt, dass die Ma­schi­ne si­cher ist.

Die Ma­schi­nen­richt­li­nie be­schreibt den Pro­zess der Ri­si­ko­ana­ly­se sehr all­ge­mein, selbst wenn sie in ei­nem An­hang mög­li­che Ge­fah­ren auf­lis­tet, die bei der Ana­ly­se be­trach­tet wer­den müs­sen. Ei­ne ge­naue­re Be­schrei­bung des Pro­zes­ses der Ri­si­ko­ana­ly­se fin­det man in der Norm ISO 12100 - Ri­si­ko­be­ur­tei­lung und Ri­si­kom­in­de­rung (Bild 1). Sie de­fi­niert ein ite­ra­ti­ves Ver­fah­ren, bei dem man zu­erst die Ge­fähr­dun­gen iden­ti­fi­ziert, ein­schätzt und be­wer­tet. Falls die Be­wer­tung zeigt, dass un­zu­mut­ba­re Ge­fähr­dun­gen vor­han­den sind, müs­sen die­se ver­min­dert wer­den. Das Vor­ge­hen zur Ver­min­de­rung der Ge­fähr­dun­gen ist in drei Stu­fen un­ter­teilt, de­ren Rei­hen­fol­ge zwin­gend ein­zu­hal­ten ist.

Die ers­te Stu­fe sind kon­struk­ti­ve Maß­nah­men. Dies be­deu­tet, dass die Ma­schi­ne so ge­stal­tet wer­den muss, dass sie si­cher ist. Soll­te das nicht mög­lich sein, kann der Her­stel­ler tech­ni­sche Maß­nah­men ein­set­zen. Da­zu zäh­len bei­spiels­wei­se tren­nen­de Schutz­ein­rich­tun­gen wie z. B. Zäu­ne oder nicht-tren­nen­de Schutz­ein­rich­tun­gen wie bei­spiels­wei­se Si­cher­heits-Licht­vor­hän­ge. Bei­de sor­gen da­für, dass Be­die­ner die Ge­fähr­dun­gen nicht mehr er­rei­chen kön­nen. Falls we­der tech­ni­sche noch kon­struk­ti­ve Maß­nah­men mög­lich sind, dür­fen or­ga­ni­sa­to­ri­sche Maß­nah­men ein­ge­setzt wer­den. Ei­ne sol­che wä­re un­ter an­de­rem die Un­ter­wei­sung der Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter.

Sind die de­fi­nier­ten Maß­nah­men zur Ri­si­ko­re­du­zie­rung um­ge­setzt, star­tet der ite­ra­ti­ve Pro­zess er­neut. Da­durch iden­ti­fi­ziert man even­tu­el­le wei­te­re Ge­fähr­dun­gen, die durch die Maß­nah­men nicht voll­stän­dig be­sei­tigt wur­den oder die durch die Maß­nah­men neu ent­stan­den sind. Der ite­ra­ti­ve Pro­zess en­det erst, wenn al­le Ge­fähr­dun­gen ge­nü­gend ver­min­dert sind.

Die neue EU-Ma­schi­nen­ver­ord­nung EU 2023/1230 löst die Ma­schi­nen­richt­li­nie am 20.01.2027 ab. Ei­ne Über­gangs­re­ge­lung ist nicht vor­ge­se­hen. Ei­ne Über­ar­bei­tung der Ma­schi­nen­richt­li­nie war durch den tech­ni­schen Fort­schritt not­wen­dig. Die Ma­schi­nen­ver­ord­nung de­tail­liert nun An­for­de­run­gen an die Si­cher­heit von Ma­schi­nen, die in den Be­rei­chen

  • Ver­net­zung von Ma­schi­nen
  • Di­gi­ta­li­sie­rung und kom­ple­xe­re Steue­rungs­tech­nik
  • neue Tech­no­lo­gi­en wie z. B. KI oder kol­la­bo­rie­ren­de Ro­bo­ter

ent­ste­hen.

Im An­hang III – Si­cher­heits­an­for­de­run­gen für Kon­struk­ti­on und Bau von Ma­schi­nen – geht die Ma­schi­nen­ver­ord­nung (MVO) auf Ge­fähr­dun­gen ein, die in der Ma­schi­nen­richt­li­nie nicht ex­pli­zit auf­ge­führt sind. Die nach­fol­gen­den Ab­schnit­te be­schrei­ben die we­sent­li­chen Än­de­run­gen für die Ri­si­ko­ana­ly­se.

Bei der Ver­net­zung von Ma­schi­nen ist dies der Schutz vor Kor­rum­pie­rung. Die An­bin­dung von Hard­ware bzw. Soft­ware darf nicht zu ei­ner Be­schä­di­gung füh­ren. Zu­sätz­lich muss ein un­be­fug­ter Zu­griff auf die Ma­schi­ne und die Mög­lich­keit zur Ma­ni­pu­la­ti­on von Da­ten ver­hin­dert wer­den. Auch der Aus­fall oder das Wie­der­her­stel­len ei­ner Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­bin­dung darf zu kei­ner ge­fähr­li­chen Si­tua­ti­on füh­ren. 

Die Steue­run­gen von Ma­schi­nen müs­sen ge­gen ei­ne Be­ein­flus­sung von au­ßen ge­schützt sein, so dass es zu kei­ner ab­sicht­li­chen oder un­be­ab­sich­tig­ten Ver­än­de­rung der Soft­ware oder der Kon­fi­gu­ra­ti­on kom­men kann. Ein Zu­griffs­pro­to­koll über Ver­än­de­run­gen der Hard­ware und/oder Soft­ware ist für fünf Jah­re zu spei­chern. So­wohl die Soft­ware als auch die Kon­fi­gu­ra­ti­on müs­sen ei­ne Iden­ti­fi­ka­ti­on (ID) be­sit­zen.

Wei­ter­hin re­gelt die MVO das The­ma künst­li­che In­tel­li­genz von selbst ler­nen­den Sys­te­men. Ma­schi­nen dür­fen kei­ne Hand­lun­gen aus­füh­ren, die über ih­re fest­ge­leg­te Auf­ga­be und Be­we­gungs­be­reich hin­aus­ge­hen. Da­ten, die zu si­cher­heits­re­le­van­ten Ent­schei­dun­gen füh­ren, müs­sen ein Jahr lang ar­chi­viert wer­den. Wei­ter­hin muss es je­der­zeit mög­lich sein, die Ma­schi­ne zu kor­ri­gie­ren, um die Si­cher­heit zu wah­ren. Auch für au­to­no­men, mo­bi­len Ma­schi­nen de­fi­niert die MVO zu­sätz­li­che An­for­de­run­gen. So müs­sen sie Hin­der­nis­se oder Per­so­nen er­ken­nen, und bei Kol­li­sio­nen dür­fen Bat­te­ri­en kei­ne Ge­fähr­dung ver­ur­sa­chen.
 
Pa­ra­me­ter der Ri­si­ko­ein­schät­zung

Ge­ne­rell gibt es kei­ne Maß­ein­heit für ein Ri­si­ko. Ge­bräuch­lich ist die Be­schrei­bung des Ri­si­kos mit nied­rig / hoch, durch ei­ne Ri­si­ko-Kenn­zahl oder durch ei­ne Aus­fall­wahr­schein­lich­keit. Ei­ne tex­t­u­el­le Be­schrei­bung des Ri­si­kos ist oft leich­ter zu ver­ste­hen als die De­fi­ni­ti­on mit Kenn­zah­len. Soll das tat­säch­li­che Ri­si­ko an­hand ei­ner Kenn­zahl ein­ge­schätzt wer­den, so muss de­ren Wer­te­be­reich be­kannt sein.

Die Ma­schi­nen­richt­li­nie de­fi­niert, dass zur Be­stim­mung des Ri­si­kos ei­ner be­trach­te­ten Ge­fahr zwei Pa­ra­me­ter be­rück­sich­tigt wer­den müs­sen: das Scha­dens­aus­maß und die Wahr­schein­lich­keit ei­ner Schä­di­gung (Bild 2).

Die­se bei­den Pa­ra­me­ter kön­nen – ab­hän­gig vom dem zur Ri­si­ko­ein­schät­zung ver­wen­de­ten Ver­fah­ren – in wei­te­re Pa­ra­me­ter un­ter­teilt sein. Man­che Ver­fah­ren un­ter­tei­len das Scha­dens­aus­maß in

  • Schwe­re der Schä­di­gung (S, Se­ve­ri­ty)
  • An­zahl der ge­schä­dig­ten Per­so­nen (N, Num­ber). 

In der Au­to­ma­ti­sie­rungs­tech­nik ist von ei­nem Er­eig­nis nor­ma­ler­wei­se nur ei­ne Per­son be­trof­fen, so dass der Pa­ra­me­ter N dort kei­ne Be­deu­tung hat. In der Pro­zess­tech­nik, wo bei ei­nem Er­eig­nis vie­le Per­so­nen ge­schä­digt wer­den könn­ten, ist der Pa­ra­me­ter N wich­tig zur Be­ur­tei­lung des Ri­si­kos.

Um die Wahr­schein­lich­keit ei­ner Schä­di­gung ge­nau­er zu de­fi­nie­ren, wird die­se oft in die Un­ter­pa­ra­me­ter

  •  Zeit­dau­er der Ge­fahr­aus­set­zung (E, Ex­po­sure) 
  • Häu­fig­keit des ge­fähr­li­chen Er­eig­nis­ses (O, Oc­cu­rence)
  • Mög­lich­keit zur Ver­mei­dung des ge­fähr­li­chen Er­eig­nis­ses (A, Avo­idance)

un­ter­teilt. 

Nicht je­des ge­fähr­li­che Er­eig­nis führt au­to­ma­tisch zu ei­nem Scha­den. Ein Scha­den tritt nur ein, wenn sich gleich­zei­tig zum ge­fähr­li­chen Er­eig­nis ei­ne Per­son im ge­fähr­de­ten Be­reich auf­hält und nicht in der La­ge ist, der Ge­fahr aus­zu­wei­chen. In der Pra­xis mi­ni­miert man ent­we­der die Zeit­dau­er der Ge­fähr­dung, E, mit ei­nem Schutz­zaun oder die Häu­fig­keit der Ge­fähr­dung, O, durch ei­nen Ma­schi­nen­stopp mit si­che­rer Sen­so­rik, um ein si­che­res Sys­tem zu er­hal­ten.

Zu­sam­men­fas­send kann man das Ri­si­ko wie folgt dar­stel­len:

S=f(S,N)* f(E,O,A)

Ver­fah­ren zur Ri­si­ko­ein­schät­zung

Die Zie­le der Ri­si­ko­ein­schät­zung sind das Quan­ti­fi­zie­ren des Ri­si­kos mit­tels der oben an­ge­ge­be­nen Pa­ra­me­ter und das Dar­stel­len des Ri­si­kos durch ei­ne Ri­si­ko­kenn­zahl als Zah­len­wert. Zur Ein­schät­zung des Ri­si­kos gibt es kei­ne nor­ma­ti­ven Vor­ga­ben. Al­ler­dings ge­ben man­che Nor­men ein Ver­fah­ren im in­for­ma­ti­ven An­hang an. Wei­ter­hin kön­nen Ver­fah­ren aus tech­ni­schen Be­rich­ten von Nor­mungs­or­ga­ni­sa­tio­nen oder an­de­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen stam­men. Der Ma­schi­nen­her­stel­ler ist in der Wahl des Ver­fah­rens frei. Ge­ne­rell soll­te die Ri­si­ko­ein­schät­zung im Team er­fol­gen, um ei­ne mög­lichst ob­jek­ti­ve Be­wer­tung zu er­hal­ten.

Die Ver­fah­ren zur Ri­si­ko­ana­ly­se las­sen sich in drei Klas­sen ein­tei­len:

  • gra­phi­sche Ver­fah­ren
  • ta­bel­la­ri­sche Ver­fah­ren
  • nu­me­ri­sche Ver­fah­ren

Gra­phi­sche Ver­fah­ren be­stim­men das Ri­si­ko durch ei­nen Gra­phen. Je­der Kno­ten hat meist nur zwei Zwei­ge, die zwei un­ter­schied­li­che Pa­ra­me­ter­wer­te re­prä­sen­tie­ren. Da­bei sind die Aus­wahl­mög­lich­kei­ten tex­t­u­ell be­schrie­ben. Das Ri­si­ko ist auf­grund der ge­rin­gen Aus­wahl­mög­lich­kei­ten meist nur grob klas­si­fi­ziert, aber leicht ver­ständ­lich und ein­fach nach­voll­zieh­bar. 

Als Bei­spiel für ein gra­phi­sches Ver­fah­ren soll der Ri­si­ko­graph nach der Norm ISO/TR 14121-2 - prak­ti­scher Leit­fa­den und Me­tho­den­bei­spie­le, vor­ge­stellt wer­den (Bild 3). Er wird oft ver­wen­det, um die Wirk­sam­keit von ri­si­kom­in­dern­den Maß­nah­men dar­zu­stel­len und be­sitzt die vier Pa­ra­me­ter S, E, O, A. Der re­sul­tie­ren­de Ri­si­ko­in­dex be­sitzt ei­nen Zah­len­wert zwi­schen 1 und 6. Die Wer­te 1 und 2 re­prä­sen­tie­ren ei­nen Zu­stand ge­rin­ger Ge­fahr. Das Bei­spiel zeigt auch, dass Gra­phen mit mehr als zwei Zwei­gen je Kno­ten un­über­sicht­lich wer­den.

Ta­bel­la­ri­sche Ver­fah­ren be­sit­zen meist mehr als zwei Wer­te je Pa­ra­me­ter, die tex­t­u­ell be­schrie­ben sind. Es gibt mehr Aus­wahl­mög­lich­kei­ten als bei gra­phi­schen Ver­fah­ren. Die Klas­si­fi­zie­rung er­folgt den­noch re­la­tiv grob, da die An­zahl der Pa­ra­me­ter be­schränkt ist, um die Über­sicht­lich­keit zu er­hal­ten. 

Ein ein­fa­ches Bei­spiel für ein ta­bel­la­ri­sches Ver­fah­ren ist in der Norm ISO 14798 - Auf­zü­ge, Fahr­trep­pen und Fahr­stei­ge be­schrie­ben (Bild 4). Es be­sitzt nur die zwei Pa­ra­me­ter ‚Schwe­re des Scha­dens‘ und ‚Wahr­schein­lich­keit ei­ner Ge­fähr­dung‘. Da­durch ist das Ver­fah­ren über­sicht­lich, die Klas­si­fi­ka­ti­on er­folgt al­ler­dings wie beim gra­phi­schen Ver­fah­ren nur grob. Der re­sul­tie­ren­de Ri­si­ko­in­dex ist durch ei­ne Zahl und ei­nen Buch­sta­ben be­schrie­ben, die ei­ne ge­rin­ge, mitt­le­re oder gro­ße Ge­fähr­dung aus­drü­cken.

Nu­me­ri­sche Ver­fah­ren be­stim­men ei­ne Ri­si­ko­kenn­zahl durch Ad­di­ti­on oder Mul­ti­pli­ka­ti­on der Pa­ra­me­ter­wer­te. Da­durch sind vie­le Pa­ra­me­ter mit vie­len un­ter­schied­li­chen Wer­ten mög­lich, und das Ri­si­ko wird fein­gra­nu­la­rer be­stimmt. Dies kann zu ei­nem fal­schen Ein­druck von Ge­nau­ig­keit füh­ren, da die Pa­ra­me­ter­wer­te im­mer sub­jek­tiv be­stimmt wer­den und von den Fä­hig­kei­ten des An­wen­ders ab­hän­gen. Den­noch hilft die fei­ne­re Gra­nu­la­ri­tät, die Ge­fähr­dung un­ter­schied­li­cher Ri­si­ken mit­ein­an­der zu ver­glei­chen. Durch die vie­len Pa­ra­me­ter und Aus­wahl­mög­lich­kei­ten sind nu­me­ri­sche Ver­fah­ren nicht so ein­fach und über­sicht­lich wie gra­phi­sche oder ta­bel­la­ri­sche Ver­fah­ren.

Durch die fei­ne Gra­nu­la­ri­tät ist es mög­lich, das Ri­si­ko ver­schie­de­ner Ge­fähr­dun­gen mit­ein­an­der zu ver­glei­chen und die Ge­fähr­dung mit dem größ­ten Ri­si­ko zu iden­ti­fi­zie­ren. Dies kann wich­tig sein, um die Schrit­te zur Über­ar­bei­tung ei­ner Ma­schi­ne zu prio­ri­sie­ren.

Ein Bei­spiel für ein nu­me­ri­sches Ver­fah­ren ist HRN, Ha­zard Ra­ting Num­bers (Bild 5). Es wur­de 1990 von Chris Steel ver­öf­fent­licht und exis­tiert in meh­re­ren Va­ri­an­ten. Die tex­t­u­el­le Be­schrei­bung der vie­len Pa­ra­me­ter­wer­te er­schwert je­doch die Aus­wahl des kor­rek­ten Werts. Die ur­sprüng­li­che Form be­sitzt die vier Pa­ra­me­ter S, N, E, O. Der Pa­ra­me­ter A für die Mög­lich­keit des Aus­wei­chens wur­de weg­ge­las­sen. Das re­sul­tie­ren­de Ri­si­ko wird durch Mul­ti­pli­ka­ti­on er­mit­telt:

R=S*N*E*O

Durch die Mul­ti­pli­ka­ti­on kann es aus­rei­chen, wenn ein Pa­ra­me­ter sehr klein ist oder durch ei­ne Ri­si­kom­in­de­rung sehr klein wird.

Ri­si­ko­re­du­zie­rung durch tech­ni­sche Maß­nah­men

Er­gibt die Ri­si­ko­be­wer­tung ein zu ho­hes Ri­si­ko, muss es durch pas­sen­de Maß­nah­men re­du­ziert wer­den. Die Rei­hen­fol­ge der Maß­nah­men ist fest­ge­legt. Tech­ni­sche Maß­nah­men kön­nen erst rea­li­siert wer­den, wenn kon­struk­ti­ve nicht mög­lich sind.

Tech­ni­sche Maß­nah­men wer­den oft mit si­che­ren Steue­run­gen rea­li­siert, die Teil ei­ner Si­cher­heits­funk­ti­on sind. Ei­ne Si­cher­heits­funk­ti­on be­steht aus si­che­ren Kom­po­nen­ten, d.h. si­che­ren Sen­so­ren, ei­ner si­che­ren Steue­rung und si­che­ren Ak­to­ren. Die Kom­po­nen­ten müs­sen ei­ne be­stimm­te Zu­ver­läs­sig­keit er­fül­len, wel­che die Wahr­schein­lich­keit ei­nes ge­fähr­li­chen Aus­falls der Kom­po­nen­te de­fi­niert. Sie muss um­so hö­her sein, je grö­ßer das Ri­si­ko ist, wel­ches sie ab­si­chern: bei ei­nem Aus­fall der Kom­po­nen­ten ist der Schutz vor der Ge­fähr­dung nicht mehr vor­han­den. Die Zu­ver­läs­sig­keit der Kom­po­nen­te wird auch als Si­cher­heits­le­vel be­zeich­net. Zu sei­ner Be­stim­mung muss des­halb ei­ne Ri­si­ko­ein­schät­zung durch­ge­führt wer­den. Das Er­geb­nis ist in die­sem Fall kei­ne Ri­si­ko­zahl, die das Ri­si­kos de­fi­niert, son­dern ei­nen min­des­tens not­wen­di­gen Si­cher­heits­le­vel der Kom­po­nen­ten der Si­cher­heits­funk­ti­on.

Nor­men zu si­cher­heits­be­zo­ge­nen Steue­rungs­sys­te­men de­fi­nie­ren ei­ge­ne Ver­fah­ren zur Ri­si­ko­ein­schät­zung, mit de­nen man den er­for­der­li­chen Si­cher­heits­le­vel er­mit­teln kann. 

In der Au­to­ma­ti­sie­rungs­tech­nik wird meist die Norm ISO 13849-1 - si­cher­heits­be­zo­ge­ne Tei­le von Steue­run­gen -für die De­fi­ni­ti­on des Si­cher­heits­sys­tems ei­ner Ma­schi­ne ver­wen­det. Sie kann für elek­tro­ni­sche, me­cha­ni­sche, hy­drau­li­sche und pneu­ma­ti­sche Sys­te­me an­ge­wen­det wer­den. An­hang A be­schreibt ei­nen Ri­si­ko­graph zur Be­stim­mung des not­wen­di­gen Per­for­mance Le­vels PLr der Si­cher­heits­funk­ti­on (Bild 6). Der Ri­si­ko­graph ent­hält drei Pa­ra­me­ter: das Scha­dens­aus­maß (S), die Auf­ent­halts­dau­er im ge­fähr­li­chen Be­reich (E) und die Mög­lich­keit der Ver­mei­dung (A). Wie auch an­de­re gra­phi­sche Ver­fah­ren ist es ein­fach und über­sicht­lich und ar­bei­tet mit ei­ner gro­ben Klas­si­fi­ka­ti­on. Wäh­len An­wen­der bei Un­si­cher­heit den hö­he­ren Wert, sind die re­sul­tie­ren­den An­for­de­run­gen zu hoch und die Si­cher­heits­tech­nik wird un­nö­tig teu­er.

Ei­ne Al­ter­na­ti­ve für elek­tri­sche und elek­tro­ni­sche Steue­rungs­sys­te­me ist die Norm IEC 62061- funk­tio­na­le Si­cher­heit si­cher­heits­be­zo­ge­ner Steue­rungs­sys­te­me. An­hang A be­schreibt ei­ne Kom­bi­na­ti­on aus ta­bel­la­ri­schem und nu­me­ri­schem Ver­fah­ren zum Er­mit­teln des er­for­der­li­chen Si­cher­heits­le­vels SIL­CL der Si­cher­heits­funk­ti­on (Bild 7). Das Ver­fah­ren ist kom­ple­xer als der Ri­si­ko­graph der 13849-1. Al­ler­dings ist ei­ne de­tail­lier­te­re Klas­si­fi­ka­ti­on mög­lich, da für die 4 Pa­ra­me­ter mehr un­ter­schied­li­che Wer­te zur Aus­wahl ste­hen.

Ri­si­ko­ein­schät­zung nach HAR­MO­NY

Bei den be­schrie­be­nen Ab­läu­fen führt der An­wen­der die Ri­si­ko­ein­schät­zung zwei Mal mit un­ter­schied­li­chen Ver­fah­ren und un­ter­schied­li­chen Zie­len durch: zu­erst mit Ver­fah­ren 1 für die Ein­schät­zung des in­itia­len und fi­na­len Ri­si­kos ei­ner Ge­fähr­dung und nach­fol­gend mit Ver­fah­ren 2 zur Be­stim­mung des Si­cher­heits­le­vels der Si­cher­heits­funk­ti­on.

Die­ses Vor­ge­hen er­scheint un­nö­tig kom­pli­ziert und auf­wän­dig. Ei­ne deut­li­che Ver­ein­fa­chung ist mög­lich, wenn das Ver­fah­ren zur Ri­si­ko­ein­schät­zung ne­ben der Ri­si­ko­kenn­zahl au­to­ma­tisch auch ein Si­cher­heits­le­vel für tech­ni­sche Maß­nah­men de­fi­niert.

Aus die­sem Grund hat Leu­ze in sei­nem Ver­fah­ren HAR­MO­NY die­se An­for­de­rung er­füllt. Der Be­griff HAR­MO­NY steht für die Kurz­form von HA­zard Ra­ting for Ma­chi­ne­ry and prO­cess iN­dus­trY. Das Ver­fah­ren ist in der Au­to­ma­ti­sie­rungs­tech­nik und der Pro­zess­tech­nik ein­setz­bar. 

HAR­MO­NY ist ei­ne An­pas­sung des nu­me­ri­schen Ver­fah­rens HRN und er­mit­telt ei­ne Ri­si­ko­kenn­zahl durch Mul­ti­pli­ka­ti­on der Pa­ra­me­ter Scha­dens­aus­maß (S), Zeit­dau­er der Ge­fähr­dung €, Häu­fig­keit des ge­fähr­li­chen Er­eig­nis­ses (O) und die Mög­lich­keit der Ver­mei­dung (A):

R=S*E*O*A

Der Wer­te­be­rei­che der Ri­si­ko­kenn­zahl R sind so de­fi­niert, dass man ih­nen ei­nen Per­for­mance Le­vel PLr nach ISO 13849-1 oder ei­nen Safe­ty In­te­gri­ty Le­vel SIL­CL nach IEC 62061 zu­ord­nen kann. Bild 8 zeigt die­se Zu­ord­nung

Fa­zit

Nach der Ma­schi­nen­richt­li­nie und der sie ab­lö­sen­den Ma­schi­nen­ver­ord­nung muss für je­de Ma­schi­ne vor dem In­ver­kehr­brin­gen ei­ne Ri­si­ko­ana­ly­se durch­ge­führt wer­den, da von ihr zu kei­nem Zeit­punkt ei­ne Ge­fahr aus­ge­hen darf. 

Bei der Ri­si­ko­ana­ly­se ist ein sys­te­ma­ti­sches und sorg­fäl­ti­ges Vor­ge­hen wich­tig, um al­le Ge­fähr­dun­gen zu iden­ti­fi­zie­ren. Nur wenn die Ge­fähr­dung iden­ti­fi­ziert ist, kann durch ei­ne ent­spre­chen­de Maß­nah­me die Ri­si­ko­re­du­zie­rung er­fol­gen. Dies ist auf­wän­dig und zeit­in­ten­siv. Zur Ri­si­ko­ein­schät­zung ste­hen un­ter­schied­li­che Ver­fah­ren zur Ver­fü­gung, es gibt je­doch kei­ne nor­ma­ti­ven Vor­ga­ben. Je­de Or­ga­ni­sa­ti­on muss selbst die pas­sen­de Vor­ge­hens­wei­se fin­den. Kri­te­ri­en für die Aus­wahl kön­nen die Kom­ple­xi­tät der Auf­ga­be oder das Fach­wis­sen bzw. Vor­lie­ben der Mit­ar­bei­ter sein. Das von Leu­ze de­fi­nier­te Ver­fah­ren HAR­MO­NY hilft, das Vor­ge­hen für die Ri­si­ko­ein­schät­zung zu ver­ein­fa­chen und den Auf­wand zu re­du­zie­ren.
 

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Hightech Universalmessgerät für Nieder- und Mittelspannungsmessungen

Das UMD 911 der PQ Plus GmbH  ist ein hoch­prä­zi­ses und leis­tungs­fä­hi­ges En­er­gie­mess­ge­rät. Es ist für die 3-pha­si­ge Span­nungs­mes­sung und für ei­ne 4-Lei­ter Strom­mes­sung aus­ge­legt. Au­ßer­dem kön­nen Li­ve-, Mit­tel-, Mi­ni­mal- und Ma­xi­mal­wer­ten vie­ler elek­tri­scher Grö­ßen ge­mes­sen und ge­loggt wer­den. Es eig­net sich auch für die Ober­schwin­gungs­mes­sung bis zur 128. Har­mo­ni­schen. Mit dem Firm­ware­mo­dul SH kön­nen die Su­pra­har­mo­ni­schen bis zu 9 kHz er­fasst wer­den. Das UMD 911 er­mög­licht ei­ne PQ-Ana­ly­se nach EN 50160 und er­füllt die IEC 61000-4-30 in Klas­se S. Ei­ne Os­zil­lo­sko­pe Funk­ti­on ist mit dem FW Mo­dul GO mög­lich. 

Front­ta­fel­mon­ta­ge mit 144 x 144 mm

Die Ge­nau­ig­kei­ten ist wie folgt: Strom- und Span­nungs­mes­sung: Klas­se 0,1; Ge­nau­ig­keit Wirk­leis­tung /-ar­beit: Klas­se 0,2 / 0,2S; Ge­nau­ig­keit Blind­leis­tung /-ar­beit: Klas­se 0,5 / 0,5S. Durch ei­ne Span­nungs­mes­sung bis zu 1120 V kann es pro­blem­los in 400 V und 690 V-Net­zen ein­ge­setzt wer­den. Die Mess­ka­te­go­rie ist CAT IV / 300 V Ab­tas­tung: 57,6 kHz; Ak­tua­li­sie­rungs­ra­te Mess­wer­te: bis zu 40 ms. 

Es be­sitzt Ether­net-, RS485-, Lo­cal Bus- und Front-USB-Schnitt­stel­len für ver­schie­de­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­to­kol­le: u.a. Mod­bus, MQTT, IEC 60870-5-104. Es ist ein 512 MB Spei­cher und 4 di­gi­ta­le Ein- /Aus­gän­ge in­te­griert. Die Ge­rä­te sind zur Front­ta­fel­mon­ta­ge mit 144 x 144 Front­maß ge­eig­net. Das UMD 911 hat ein far­bi­ges Gra­fik-Dis­play und ist für CAT IV-Um­ge­bung in Orts­netz­sta­tio­nen, Über­ga­be­sta­tio­nen, in der Ge­bäu­de­au­to­ma­ti­on und in der In­dus­trie. 
 

DMS-Verstärker auch für hochdynamische Test- und Prüfstandsanwendungen

Mit den DMS-Ver­stär­kern der Se­rie ILA hat GTM ei­nen In­li­ne-Am­pli­fier ent­wi­ckelt, der die Si­gna­le ana­lo­ger DMS-Sen­so­ren von Kraft­auf­neh­mern, Dreh­mo­ment­sen­so­ren oder Mehr­kom­po­nen­ten­auf­neh­mern di­gi­ta­li­siert. Die Se­rie ILA ist mit ei­ner ech­ten Mess­ra­te von 40 kS/s und ei­ner Band­brei­te von 2 kHz per­fekt ge­eig­net auch für an­spruchs­vol­le au­to­ma­ti­sier­te An­wen­dun­gen, wie z.B. hoch­dy­na­mi­sche Test- und Prüf­ver­fah­ren. Wei­te­re Merk­ma­le sind in­te­grier­te Fil­ter­funk­tio­nen so­wie die Mög­lich­keit, hoch­dy­na­mi­sche Mes­sun­gen per Dis­tri­bu­ted Clocks (1 µS) auch bei de­zen­tra­ler Netz­werk­struk­tur syn­chron in der Steue­rung wei­ter zu ver­ar­bei­ten. Die DMS-Ver­stär­ker Se­rie ILA kom­men in Prüf­stän­den für Kom­po­nen­ten­tests und Werk­stoff­prü­fung zum Ein­satz so­wie in der Qua­li­täts- und Pro­zess­kon­trol­le. 

Ein­fa­cher Auf­bau von Mehr­ka­nal­sy­te­men

Bei GTM be­ob­ach­tet man den Trend, dass Kun­den den kon­ven­tio­nel­len Auf­bau der Kraft­mess­ket­te hin­ter­fra­gen und nach neu­en Lö­sun­gen su­chen, wie et­wa den de­zen­tra­len Auf­bau oder ei­nem Ge­samt­sys­tem ganz oh­ne Schalt­schrank. Hier spie­len Ein­spar­po­ten­zia­le ei­ne Rol­le, nicht zu­letzt aber die Fle­xi­bi­li­tät bei der Kom­bi­na­ti­on oder beim leich­ten Aus­tausch von Kom­po­nen­ten. So las­sen sich die DMS-Ver­stär­ker Se­rie ILA schnell und ein­fach mit meh­re­ren DMS-Sen­so­ren und Mess­ket­ten kom­bi­nie­ren – pro Sen­sor ein Ver­stär­ker – und per Plug-and-Play als Da­i­sy-Chain ver­bin­den. Mög­lich ist auch, drei oder sechs Ver­stär­ker über­ein­an­der zu sta­peln (sta­cken) – auf die­se Wei­se sind Mehr­ka­nal­sys­te­me ein­fach und kos­ten­op­ti­miert rea­li­sier­bar, z.B. sechs ILA (= sechs Mess­ka­nä­le) für ei­nen Mehr­kom­po­nen­ten­auf­neh­mer der Se­rie MKA. Ein in der Pra­xis be­reits er­prob­ter und leis­tungs­star­ker An­satz. Ein wei­te­re­rer Vor­teil ist, dass die Ver­bin­dung nicht über ein lan­ges, kost­spie­li­ges (und auch stör­an­fäl­li­ges) Mess­ka­bel, son­dern über ei­ne han­dels­üb­li­che Ether­net-Lei­tung (CAT5 und auf­wärts) zu ei­nem Netz­werks­witch oder di­rekt zur Steue­rung er­fol­gen kann.
 

Intelligente Lagerungen durch Metallkissen mit integrierter Sensorfunktion

Das neue Sen­so­rik­kon­zept auf Ba­sis von Me­tall­ge­flech­ten kann kos­ten­güns­tig und bau­raum­neu­tral in be­ste­hen­de Sys­te­me in­te­griert wer­den und er­fasst Schwin­gun­gen und Be­las­tun­gen di­rekt. Mit ein­fa­chen Mit­teln kön­nen Pro­zes­se und La­ger­zu­stän­de über­wacht und dy­na­mi­sche La­ger­kräf­te quan­ti­fi­ziert wer­den. An­wen­dun­gen sind im Fahr­zeug- und Ma­schi­nen­bau so­wie in der Mess- und Prüf­tech­nik denk­bar.

Ein­zig­ar­ti­ge Funk­ti­ons­in­te­gra­ti­on

Wäh­rend die me­cha­ni­schen Ei­gen­schaf­ten von Elast­o­me­ren durch ma­kro­mo­le­ku­la­re Wech­sel­wir­kun­gen ge­prägt sind, wer­den die Elas­ti­zi­tät und die Dämp­fungs­ei­gen­schaf­ten von Me­tall­pols­tern durch die Auf­la­ge und Rei­bung der in­ein­an­der ver­floch­te­nen Draht­seg­men­te be­stimmt. Je nach An­for­de­rung wer­den die Form­tei­le durch Draht­durch­mes­ser, Werk­stoff und Web­dich­te be­ein­flusst. Ne­ben dem elast­o­mer­ähn­li­chen Ver­hal­ten sind Me­tall­pols­ter durch ei­ne her­vor­ra­gen­de Be­stän­dig­keit ge­gen­über ag­gres­si­ven Me­di­en, ex­tre­men Tem­pe­ra­tu­ren und Al­te­rungs­ef­fek­ten ge­kenn­zeich­net. Des­halb ha­ben sie sich in che­misch und ther­misch an­spruchs­vol­len An­wen­dun­gen der Schwin­gungs­tech­nik eta­bliert. Sie er­öff­nen neue Per­spek­ti­ven, wo her­kömm­li­che Elast­o­mer­bau­tei­le an ih­re Gren­zen sto­ßen.

Die elek­tri­sche Leit­fä­hig­keit von Me­tall­kis­sen ist ei­ne bis­her we­nig be­ach­te­te Ei­gen­schaft. Die­se va­ri­iert mit dem Ver­for­mungs­zu­stand, der be­ein­flusst, wie vie­le Kon­takt­flä­chen in­ner­halb des Draht­ge­flechts exis­tie­ren und un­ter wel­chem Druck die­se ste­hen. Die Leit­fä­hig­keit bzw. den elek­tri­schen Wi­der­stand zu mes­sen, er­laubt, auf die Ver­for­mung des La­ger­ele­ments und die dar­in wir­ken­den Kräf­te zu schlie­ßen. Ba­sie­rend auf die­ser Idee hat ein in­ter­dis­zi­pli­nä­res Team am Fraun­ho­fer-In­sti­tut für Be­triebs­fes­tig­keit und Sys­tem­zu­ver­läs­sig­keit LBF ein neu­ar­ti­ges Sen­sor­kon­zept ent­wi­ckelt: Die Me­tall­kis­sen kön­nen ne­ben ih­rer tra­di­tio­nel­len Rol­le als Struk­tur­bau­teil auch zur Schwin­gungs­ana­ly­se und zur Er­fas­sung sta­ti­scher und dy­na­mi­scher La­ger­kräf­te ein­ge­setzt wer­den. Die Ein­zig­ar­tig­keit die­ses in­no­va­ti­ven Kon­zepts der Funk­ti­ons­in­te­gra­ti­on wird durch die er­folg­rei­che Pa­ten­tie­rung un­ter­stri­chen.

Ef­fi­zi­ent und prä­zi­se Schä­den de­tek­tie­ren

Die pro­to­ty­pi­sche Um­set­zung wur­de durch sta­ti­sche und dy­na­mi­sche Cha­rak­te­ri­sie­run­gen ver­schie­de­ner Me­tall­kis­sen be­glei­tet. Dank der gro­ßen Er­fah­rung in der Sen­so­r­ent­wick­lung und der ex­pe­ri­men­tel­len Ana­ly­se von La­ger­kom­po­nen­ten so­wie mit Hil­fe ei­ner um­fang­rei­chen Mess­tech­nik wa­ren die Darm­städ­ter For­sche­rin­nen und For­scher in der La­ge, die sen­so­ri­sche Wir­kung sys­te­ma­tisch zu un­ter­su­chen und zu op­ti­mie­ren. Ei­ne ein­fa­che Aus­wer­te­elek­tro­nik ist aus­rei­chend für die prä­zi­se Auf­lö­sung von Schwin­gun­gen mit Fre­quen­zen bis 50 Hz. Auch die nicht­li­nea­re Kenn­li­nie des Sen­sors, die mit der stark pro­gres­si­ven me­cha­ni­schen Hys­te­re­se ver­wandt ist, lässt sich in sehr gu­ter Kor­re­la­ti­on ma­the­ma­tisch be­schrei­ben. Da­bei kön­nen so­wohl Weg als auch Kraft als Mess­grö­ßen dar­ge­stellt wer­den.

Die An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten des Sen­sor­kon­zepts er­stre­cken sich über ver­schie­de­ne Bran­chen mit Be­zug zur Schwin­gungs­tech­nik. Ein be­son­de­rer Vor­teil be­steht dar­in, dass be­ste­hen­de Sys­te­me auf Me­tall­kis­sen­ba­sis kos­ten­güns­tig und bau­raum­neu­tral um die Sen­so­rik er­gänzt wer­den kön­nen. Dies führt zu ei­ner ef­fi­zi­en­ten Nut­zung vor­han­de­ner Res­sour­cen und ei­ner ein­fach zu rea­li­sie­ren­den Di­gi­ta­li­sie­rung. Durch die In­te­gra­ti­on von Funk­tio­nen kann der ho­he Be­darf an struk­tur­dy­na­mi­schen Da­ten, die wert­vol­le Aus­sa­gen über den Zu­stand von Ma­schi­nen und Pro­zes­sen er­mög­li­chen, mit prak­ti­ka­blen Mit­teln ge­deckt wer­den. Dar­über hin­aus kön­nen durch die prä­zi­se Mes­sung von Be­las­tun­gen und die De­tek­ti­on von Fehl­be­las­tun­gen po­ten­zi­el­le Schä­di­gun­gen von Ge­samt­sys­te­men so­wie des Me­tall­pols­ters selbst früh­zei­tig er­kannt und ver­mie­den wer­den.
 

Durchflusssensoren mit IO-Link-Schnittstelle

EGE er­wei­tert sein Sor­ti­ment an Sen­so­ren mit IO-Link-Schnitt­stel­le und prä­sen­tiert ei­ne kom­plet­te neue Bau­rei­he an Durch­fluss­sen­so­ren für die smar­te Ver­net­zung in kom­pak­ten An­la­gen. Die neue Se­rie SDNB 552 baut auf ei­nem pra­xis­be­währ­ten Son­der­ge­rät auf. Vier Mo­del­le mes­sen Strö­mungs­ge­schwin­dig­keit und Tem­pe­ra­tur was­ser­ba­sier­ter Flüs­sig­kei­ten in Span­nen von 0,5…10 l/min bis 5…100 l/min mit li­nea­ri­sier­ter Mess­wert­aus­ga­be. 

Pa­ra­me­trie­rung über SPS oder Mas­ter

Über die IO-Link-Schnitt­stel­le las­sen sich die Durch­fluss­sen­so­ren kom­for­ta­bel pa­ra­me­trie­ren und für die Fern­war­tung aus­le­sen. Ana­log- und Schalt­aus­gang sind im SIO-Mo­de ver­füg­bar. Die Pa­ra­me­trie­rung mit IO-Link über den M12-An­schluss er­folgt wahl­wei­se über ei­ne SPS oder ei­nen IO-Link-Mas­ter – EGE bie­tet hier­für das IOL-Mas­ter-Set V1.1. Die Sen­so­ren mit G1/2- bzw. G3/4-An­schluss­ge­win­de sind zur In­li­ne-Mon­ta­ge in Schlauch- und Rohr­lei­tun­gen vor­ge­se­hen. Sie mes­sen ka­lo­ri­me­trisch und kom­men oh­ne be­weg­li­che Tei­le oder Prall­flä­chen in der Durch­lei­tung aus. Die me­di­en­be­rühr­ten Tei­le be­ste­hen aus Edel­stahl 1.4571. Die Sen­so­ren er­rei­chen die Schutz­art IP65, sind druck­fest bis 10 bar und für Me­di­en­tem­pe­ra­tu­ren von 0 °C bis 60 °C aus­ge­legt. Die ro­bus­te Kon­struk­ti­on macht EGE-Durch­fluss­sen­so­ren un­emp­find­lich ge­gen­über Feuch­tig­keit und Vi­bra­tio­nen.
 

Sensormodul zur Erfassung von Positions- und Lagedaten

PEAK-Sys­tem Tech­nik hat das PCAN-GPS FD, ein mo­der­nes Sen­sor­mo­dul mit CAN-FD-An­bin­dung, auf den Markt ge­bracht. Die Sen­so­rik des neu­en Mo­duls ist für die Er­fas­sung von Po­si­ti­on, La­ge und Be­schleu­ni­gung aus­ge­legt. Der Sa­tel­li­ten-Emp­fän­ger u-blox MAX-M10S für die Na­vi­ga­ti­ons­sys­te­me GPS, Ga­li­leo, Bei­Dou und GLO­NASS kann die Po­si­ti­on mit ei­ner Ge­nau­ig­keit bis zu 1,5 m be­stim­men. Ein Ma­gnet­feld­sen­sor, ein Be­schleu­ni­gungs­sen­sor und ein Gy­ro­skop von STMi­cro­elec­tro­nics lie­fern die Da­ten zu La­ge und Be­schleu­ni­gung. Für die Über­tra­gung der Sen­sor­da­ten ist das Mo­dul mit ei­ner CAN-An­bin­dung aus­ge­stat­tet, die ne­ben klas­si­schen CAN auch den Stan­dard CAN FD un­ter­stützt.

Ent­wick­lungs­pa­ket für C und C++

Die Ver­ar­bei­tung und Über­tra­gung der Sen­sor­da­ten durch den in­te­grier­ten Arm-Cor­tex-M4-Mi­kro­con­trol­ler kann nach Be­lie­ben pro­gram­miert wer­den. PEAK-Sys­tem stellt da­für ein an­wen­der­freund­li­ches Ent­wick­lungs­pa­ket für C und C++ mit di­ver­sen Pro­gram­mier­bei­spie­len zur Ver­fü­gung. Die re­sul­tie­ren­de Firm­ware wird di­rekt über den CAN-Bus auf das Mo­dul über­tra­gen. Das PCAN-GPS FD wird mit ei­ner ein­satz­be­rei­ten Stan­dard-Firm­ware aus­ge­lie­fert, die al­le Sen­sor­da­ten pe­rio­disch auf den CAN-Bus sen­det.

Kontinuierliches Monitoring für Servomotoren

OM­RON stellt die Se­rie K7DD-PQ vor. Sie wur­de für die Über­wa­chung von Mo­tor­ei­gen­schaf­ten und die au­to­ma­ti­sche Er­ken­nung von Ano­ma­li­en in Pro­duk­ti­ons­an­la­gen ent­wi­ckelt. Die K7DD-PQ Se­rie wur­de spe­zi­ell ent­wi­ckelt, um Ser­vo­mo­to­ren mit häu­fi­gen Dreh­zah­län­de­run­gen und Mo­to­ren mit schnell wech­seln­den Las­ten zu über­wa­chen.

Früh­zei­ti­ge Ver­schlei­ßer­ken­nung

Durch die Ana­ly­se von mehr als 400 Ar­ten von Merk­mals­wer­ten, die aus Strom- und Span­nungs­mes­sun­gen ab­ge­lei­tet wer­den, ist das K7DD-PQ in der La­ge, spe­zi­fi­sche Feh­ler­mo­di zu er­ken­nen. Da­zu ge­hö­ren bei­spiels­wei­se ab­ge­nutz­te Mes­ser, Ver­wick­lun­gen oder La­ger­schä­den in Spin­del­mo­to­ren von Werk­zeug­ma­schi­nen. Durch die­se Au­to­ma­ti­sie­rung sind die Un­ter­neh­men nicht mehr auf das Fach­wis­sen und die In­tui­ti­on von Fach­kräf­ten an­ge­wie­sen. Der Prüf­auf­wand wird re­du­ziert und un­er­war­te­te Aus­fäl­le wer­den ver­mie­den.

Nach­rüs­tung für lo­ka­le Über­wa­chung

Der K7DD-PQ bie­tet ei­ne prä­zi­se und um­fas­sen­de Da­ten­ver­ar­bei­tung. Um selbst kleins­te Ano­ma­li­en zu er­ken­nen, ist er mit ei­ner 2,5 μs schnel­len Ab­tast­tech­no­lo­gie aus­ge­stat­tet. Dar­über hin­aus ver­fügt er über ei­ne Sechs-Ka­nal-Si­mul­tan-/Dau­er­be­triebs­funk­ti­on, die ei­ne Da­ten­ver­ar­bei­tung oh­ne Aus­las­sun­gen oder Ab­wei­chun­gen er­mög­licht. Der K7DD-PQ kann Ser­vo­mo­to­ren und In­duk­ti­ons­mo­to­ren ef­fek­tiv über­wa­chen und Ano­ma­li­en er­ken­nen, die durch Lü­cken zwi­schen Ro­tor und Sta­tor oder Dreh­mo­men­tän­de­run­gen ver­ur­sacht wer­den. Das Ge­rät er­mög­licht ei­ne au­to­no­me Zu­stands­über­wa­chung in der Pro­duk­ti­on. Auf­wän­di­ge In­stal­la­tio­nen oder Cloud-ba­sier­te Sys­te­me sind nicht er­for­der­lich. Ei­ne ein­fa­che Nach­rüs­tung an der Schalt­ta­fel er­mög­licht die lo­ka­le Über­wa­chung und so­for­ti­ge Mel­dung von Ano­ma­li­en.

Mit ei­ner Ge­schwin­dig­keit von 50 ms kann der K7DD-PQ mit Ge­rä­ten mit va­ria­bler Ge­schwin­dig­keit mit­hal­ten, wo­durch der In­spek­ti­ons­auf­wand er­heb­lich re­du­ziert wird. Durch die au­to­ma­ti­sche Aus­wahl ef­fek­ti­ver Merk­mals­wer­te und die Fest­le­gung von Grenz­wer­ten wird die Da­ten­ana­ly­se ver­ein­facht. Dies er­mög­licht die Iden­ti­fi­zie­rung ver­schie­de­ner Feh­ler­ar­ten und ih­rer Ur­sa­chen, die Ge­währ­leis­tung zu­ver­läs­si­ger Er­geb­nis­se und die Stei­ge­rung der Ge­samt­ef­fi­zi­enz der An­la­ge.
 

Servomotor für lange Verfahrwege

Ori­en­tal Mo­tor hat sei­ne Ser­vo­mo­to­ren der AZX-Se­rie spe­zi­ell für den Po­si­tio­nier- und Dau­er­be­trieb ent­wi­ckelt. Ak­tu­ell sind sie als 400W und 600W Ver­sio­nen ver­füg­bar und ver­fü­gen über ein Nenn­dreh­mo­ment von bis zu 1,8 Nm. Das Ab­so­lut­sys­tem des ein­ge­bau­ten me­cha­ni­schen En­coders er­mög­licht ein schnel­les Fah­ren in die Grund­stel­lung und so­mit ver­kürz­te Ma­schi­nen­zy­klen. Dar­über hin­aus be­wirkt der Ab­so­lut­sen­sor ei­ne ver­bes­ser­te Ge­nau­ig­keit der Re­fe­ren­zie­rung. Der me­cha­ni­sche Mul­ti­turn-En­coder er­kennt die Ab­so­lut­po­si­ti­on des An­triebs bis ±900 Um­dre­hun­gen (1800 Um­dre­hun­gen) der Mo­tor­wel­le von der Re­fe­renz­punkt­po­si­ti­on. Er be­hält die er­fass­ten Po­si­ti­ons­wer­te zu­dem auch im aus­ge­schal­te­ten Zu­stand bei. Ein wei­te­rer Vor­teil des in­te­grier­ten En­coders: Der Ein­satz feh­ler­an­fäl­li­ger Re­fe­renz­sen­so­ren oder ex­ter­ner Sen­so­ren ist nicht er­for­der­lich.

Bat­te­rie­lo­ser Sen­sor

Da der AB­ZO-Sen­sor me­cha­nisch ar­bei­tet, ent­fällt auch der Ein­bau­raum für ei­ne Bat­te­rie, so­dass un­ein­ge­schränk­te Mög­lich­kei­ten für die Trei­ber­in­stal­la­ti­on be­ste­hen. Ori­en­tal Mo­tor lie­fert den Ser­vo­mo­tor mit ei­nem Trei­ber mit Feld­bus (Ether­CAT oder Ether­Net/IP). Er lässt sich über ein ein­zi­ges Ka­bel mit der über­ge­ord­ne­ten Steue­rung ver­bin­den. De­ren Pro­gram­mie­rung wird durch die Se­quenz­funk­ti­on der Pa­ra­me­trier-Soft­ware MEXE02 von Ori­en­tal Mo­tor ver­ein­facht.

Die Ser­vo­mo­to­ren der AZX-Se­rie gibt es in der Stan­dard­aus­füh­rung mit Flan­sch­ma­ßen von 60 mm und 85 mm so­wie in ei­ner Va­ri­an­te mit PS-Ge­trie­be (Flan­sch­maß 90 mm). So­wohl die Stan­dard­aus­füh­rung als auch das Mo­dell mit PS-Ge­trie­be ist mit ei­ner elek­tro­ma­gne­ti­schen Brem­se aus­ge­stat­tet. Als Zu­be­hör ist u. a. ein Brems­wi­der­stand er­hält­lich, der an den Trei­ber an­ge­schlos­sen wird und die er­zeug­te Brem­s­en­er­gie ab­führt.
 

Master Modul mit IO-Link Interface

Das kom­pak­te IIO 041 aus der S-DI­AS Rei­he von SIG­MA­TEK ver­fügt über vier SD­CI-Mas­ter Ports und vier di­gi­ta­le Ein­gän­ge (+24 V DC/3,7 mA/0,5 ms). Mit SD­CI Sin­gle-Drop Di­gi­tal Com­mu­ni­ca­ti­on In­ter­faces (IO-Link) lässt sich ei­ne her­stel­ler­un­ab­hän­gi­ge Punkt-zu-Punkt Ver­bin­dung zur An­bin­dung in­tel­li­gen­ter Ak­to­ren und Sen­so­ren rea­li­sie­ren nach IEC 61131-9. 

Das IIO 041-Mo­dul ist so­mit ide­al für sämt­li­che Au­to­ma­ti­sie­rungs-an­wen­dun­gen mit vie­len in­tel­li­gen­ten Ak­to­ren und Sen­so­ren wie bei­spiels­wei­se in der Ro­bo­tik, da SD­CI-De­vices ein­fach ins Sys­tem in­te­griert wer­den kön­nen. Dies wird durch die zu­neh­men­de Kom­ple­xi­tät und Fle­xi­bi­li­sie­rung in Fer­ti­gung und Pro­duk­ti­on so­wie die ho­hen An­for­de­run­gen an Qua­li­täts­stan­dards im­mer wich­ti­ger. 

Die Kon­fi­gu­ra­ti­on der SD­CI-Ge­rä­te er­folgt kom­for­ta­bel und schnell über ein in der Soft­ware­um­ge­bung LA­SAL in­te­grier­tes Kon­fi­gu­ra­ti­ons­tool. Da­mit kann bei der Pro­jek­tie­rung ei­ne SD­CI-Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei (IODD) für je­des SD­CI-De­vice ge­la­den und die Pa­ra­me­trie­rung durch­ge­führt wer­den. So ist es mög­lich, das Ge­rät ein­fach in das Ge­samt­sys­tem zu in­te­grie­ren, was den Ver­ka­be­lungs­auf­wand deut­lich mi­ni­miert und Kos­ten re­du­ziert. Zu­dem wird die In­be­trieb­nah­me ei­ner Ma­schi­ne oder An­la­ge ver­kürzt und die Pro­duk­ti­vi­tät ge­stei­gert.
 

Für den Blick in die "Black Box"

Der Ra­dar­I­ma­ger von Bal­luff ist ei­ne neu ent­wi­ckel­te Lö­sung zur Ob­jekter­ken­nung. Das in­dus­tri­el­le 3D-Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­tem ba­siert auf Ra­dar­tech­no­lo­gie und kann so Ver­pa­ckun­gen durch­leuch­ten. Da­zu sen­det der Ra­dar­I­ma­ger elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len aus. Die­se wer­den re­flek­tiert oder ab­sor­biert und von ei­ner Soft­ware in Bil­der über­setzt. Über ein Gi­ga­bit-Ether­net-Vi­si­on-Pro­to­koll ge­lan­gen die Bild­sta­pel - ei­ne Zu­sam­men­set­zung aus ein­zel­nen Bild­ebe­nen - in die Aus­wer­te­soft­ware. 

Die so ge­won­ne­nen Da­ten bil­den die Grund­la­ge für die Er­ken­nung von Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten und Fremd­kör­pern. So kön­nen Ver­pa­ckun­gen auf Voll­stän­dig­keit und Un­ver­sehrt­heit ge­prüft wer­den. Dar­über hin­aus kön­nen Ober­flä­chen­be­schaf­fen­hei­ten er­fasst, Ver­schlüs­se kon­trol­liert und Füll­stän­de er­kannt wer­den. Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se kön­nen so kon­ti­nu­ier­lich über­wacht und die Mes­sung di­rekt in die Li­nie in­te­griert wer­den. Da der Ra­dar­I­ma­ger zur Mes­sung ober­halb des För­der­ban­des an­ge­bracht wird, wirkt sich dies auch po­si­tiv auf die Ma­schi­nen­län­ge aus.

Um­ge­bungs­un­ab­hän­gi­ges Sen­sor­prin­zip

Der Ra­dar­I­ma­ger bie­tet nicht nur ei­ne un­kom­pli­zier­te Al­ter­na­ti­ve zu bis­he­ri­gen auf­wän­di­gen Maß­nah­men, wenn es um die Durch­leuch­tung von Pro­duk­ten geht - er ar­bei­tet auch oh­ne schäd­li­che Strah­lung und oh­ne Be­ein­flus­sung des Ma­te­ri­als. Der Vor­teil des Ver­fah­rens: Im ver­wen­de­ten Fre­quenz­be­reich kön­nen elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len al­le nicht­lei­ten­den Ma­te­ria­li­en wie Fo­li­en, Kar­to­na­gen und Kunst­stof­fe durch­leuch­ten. Me­tal­li­sche Ge­gen­stän­de und Par­ti­kel kön­nen wei­ter­hin de­tek­tiert wer­den. Zu­dem ist die Ra­dar­tech­no­lo­gie ein ro­bus­tes Sen­sor­prin­zip, das auch bei Staub, Rauch, Feuch­tig­keit, un­güns­ti­gen Licht­ver­hält­nis­sen und rau­en Ober­flä­chen op­ti­ma­le Er­geb­nis­se lie­fert.

Un­ter­schied­li­che Bran­chen im Fo­kus

Bis­her wird der Ra­dar­I­ma­ger un­ter an­de­rem in der Le­bens­mit­tel- und Ge­trän­ke­in­dus­trie so­wie in der Ver­pa­ckungs-, Kos­me­tik- und Phar­ma­in­dus­trie ein­ge­setzt.
 

Mobilfunk-Gateways für Private 5G

Moxa bringt die in­dus­tri­el­len 5G-Mo­bil­funk-Gate­ways der Se­rie CCG-1500 auf den Markt. Sie er­mög­li­chen es, die Vor­tei­le von Pri­va­te 5G in in­dus­tri­el­len An­wen­dun­gen zu nut­zen. Mit 3GPP 5G-Kon­nek­ti­vi­tät so­wohl für Ether­net- als auch für se­ri­el­le Ge­rä­te ver­ein­fa­chen die Gate­ways in­dus­tri­el­le Pri­va­te-5G-Im­ple­men­tie­run­gen, wie zum Bei­spiel An­wen­dun­gen für mo­bi­le Trans­por­tro­bo­ter (AGVs oder AMRs)* in der in­tel­li­gen­ten Fer­ti­gung und Lo­gis­tik. 

Die Gate­ways der CCG-1500-Se­rie fun­gie­ren als ARM-ba­sier­te Me­di­en- und Pro­to­koll­kon­ver­ter mit ei­nem in­te­grier­ten 5G/LTE-Mo­dul, das das Snap­dra­gon® X55 5G Mo­dem-RF Sys­tem nutzt. Die­se In­dus­trie-Gate­ways, die in Zu­sam­men­ar­beit mit In­dus­trie­part­nern ent­stan­den sind, um­fas­sen ei­ne brei­te Pa­let­te von Tech­no­lo­gi­en und Pro­to­kol­len, um In­ter­ope­ra­bi­li­tät und Kom­pa­ti­bi­li­tät mit den wich­tigs­ten 5G-RANs (Ra­dio Ac­cess Net­works) und 5G-Kern­net­zen von An­bie­tern wie Erics­son, NEC und No­kia zu er­mög­li­chen.

OT-zu-5G-Kon­ver­si­on

Die kom­pak­ten Gate­ways der CCG-1500-Se­rie bie­ten 5G-Ge­schwin­dig­kei­ten von bis zu 920 Mbit/s und ei­ne se­ri­ell/Ether­net-zu-5G-Kon­ver­si­on für pri­va­te Netz­wer­ke. Da­mit un­ter­stüt­zen sie die Trans­for­ma­ti­on und Aus­wei­tung in­dus­tri­el­ler Ab­läu­fe durch die Über­brü­ckung von OT-Netz­wer­ken und 5G-Sys­te­men. Aus­ge­stat­tet mit zwei Gi­ga­bit-Ports und ei­nem se­ri­el­len Port, bie­tet die CCG-1500-Se­rie ro­bus­te Kon­nek­ti­vi­tät, die Du­al-SIM-Un­ter­stüt­zung ge­währ­leis­tet durch Car­ri­er Failover zu­sätz­li­che Zu­ver­läs­sig­keit.

Die äu­ßerst en­er­gie­ef­fi­zi­en­ten Gate­ways der CCG-1500-Se­rie kön­nen Ether­net- und se­ri­el­len Da­ten­ver­kehr an ein Pri­va­te-5G-Mo­bil­funk­netz wei­ter­lei­ten, um die dy­na­mi­schen Netz­wer­kan­for­de­run­gen von In­dus­trie­an­wen­dun­gen zu er­fül­len und gleich­zei­tig Kos­ten und Res­sour­cen zu spa­ren.

Die in­dus­tri­el­len Gate­ways der CCG-1500-Se­rie zeich­nen sich durch ho­he 5G-Ge­schwin­dig­keit, ul­tra­nied­ri­ge La­tenz, er­wei­ter­ter Si­cher­heit und Du­al-SIM-Un­ter­stüt­zung aus. Da­mit ge­währ­leis­ten sie re­dun­dan­te Mo­bil­funk­ver­bin­dun­gen und naht­lo­se OT-IT-Kom­mu­ni­ka­ti­on über 5G. Die­se in­dus­tri­el­len Gate­ways von Moxa ver­fü­gen über ei­ne Rei­he an ge­mein­sa­men Netz­werk-In­ter­ope­ra­bi­li­täts-, Zu­ver­läs­sig­keits- und Si­cher­heits­funk­tio­nen, die die In­te­gra­ti­on von 5G-Funk­tio­nen in be­ste­hen­de in­dus­tri­el­le Netz­wer­ke und Sys­te­me un­ter­stüt­zen.

5G-Öko­sys­tem

Moxa hat ein spe­zi­el­les Ent­wick­lungs­team ein­ge­rich­tet, das eng mit wich­ti­gen Ak­teu­ren im 5G-Öko­sys­tem zu­sam­men­ar­bei­tet, um in­no­va­ti­ve 5G-Lö­sun­gen und Netz­werk­tech­no­lo­gi­en zu ent­wi­ckeln. Die Zu­sam­men­ar­beit er­streckt sich auch auf die Durch­füh­rung von Tests auf Mo­dul- und Sys­te­me­be­ne ge­mäß dem 3GPP 5G-Stan­dard.
 

Schneller HF-Schreib-Lesekopf mit S2-Systemredundanz

Mit dem neu­en HF-Schreib-Le­se­kopf mit in­te­grier­tem Mul­ti­pro­to­koll-Ether­net-In­ter­face er­wei­tert Turck sein RFID-Port­fo­lio um ei­ne ef­fi­zi­en­te Lö­sung mit ein­zig­ar­ti­gen Ei­gen­schaf­ten in punc­to Start-up-Zeit, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Si­cher­heit. Mit ei­ner Start-up-Zeit un­ter 500 Mil­li­se­kun­den ist der TNS­LR-Q130-EN ide­al für hoch­dy­na­mi­sche An­wen­dun­gen wie et­wa Werk­zeug­wech­sel, bei de­nen je­de Se­kun­de zählt. Dank Mul­ti­pro­to­koll kom­mu­ni­ziert das Ge­rät voll­au­to­ma­tisch in Pro­fi­net-, Ether­net/IP- oder Mod­bus-TCP-Netz­wer­ken. Die in­te­grier­te S2-Sys­tem­re­dun­danz er­mög­licht zu­dem die re­dun­dan­te Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen zwei Steue­run­gen in ei­nem Pro­fi­net-Netz­werk, was ei­nen er­heb­li­chen Si­cher­heits­vor­teil bie­tet. Ein wei­te­rer Vor­teil ist der er­wei­ter­te Tem­pe­ra­tur­be­reich von -40 bis +70 °C, der das Ge­rät auch für ei­nen Ein­satz in der Kühl­haus­lo­gis­tik in­ter­es­sant macht. 

Re­du­zier­ter Ver­drah­tungs­auf­wand

Mit sei­nen kom­pak­ten Ab­mes­sun­gen bei gleich­zei­tig ho­her Reich­wei­te ist Turcks HF-Schreib-Le­se­kopf per­fekt in An­la­gen- und Ma­schi­nen­kon­zep­te in­te­grier­bar. Da der TNS­LR RFID-Funk­tio­na­li­tät und Mul­ti­pro­to­koll-Ether­net-In­ter­face mit Quick­Con­nect-Fä­hig­keit in ei­nem Ge­rät kom­bi­niert, ist der In­stal­la­ti­ons- und Ver­drah­tungs­auf­wand er­heb­lich re­du­ziert. An­wen­der in ver­schie­de­nen Bran­chen ha­ben da­mit ei­ne ef­fi­zi­en­te und fle­xi­ble Lö­sung für ih­re Schreib- und Le­se­an­for­de­run­gen. 
 

Multitouch Industrie PCs

ADS-TEC In­dus­tri­al IT bie­tet mit der neu­en Ge­rä­te­se­rie MES9000 In­dus­trie PCs, die als Shopf­loor Ter­mi­nal, Ma­schi­nen Pa­nel PC oder in rau­er Um­ge­bung als Rug­ged Shopf­loor Ter­mi­nal ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Die Ge­rä­te­se­rie ist die idea­le Lö­sung für mo­der­ne Fer­ti­gungs- und Pro­duk­ti­ons­um­ge­bun­gen. Je nach Ge­rä­te­va­ri­an­te kön­nen die In­dus­trie PCs dank des durch­dach­ten Be­fes­ti­gungs­kon­zepts an ei­nem Trag­arm, über VE­SA 100 Buch­sen am Tisch­fuß oder an der Ma­schi­nen­wand mon­tiert wer­den. Über Ge­win­de­buch­sen an der Ober- und Un­ter­sei­te kann der An­wen­der wei­te­re Kom­po­nen­ten wie Tas­ta­tur- oder Scan­ner­hal­te­run­gen an­brin­gen.

Viel­sei­ti­ge Kon­nek­ti­vi­tät 

Er­hält­lich in drei Dis­play­grö­ßen (15,6“, 18,5“ und 23,8“) kön­nen die neu­en In­dus­trie-PCs be­reits ab Werk in­di­vi­du­ell an­ge­passt wer­den, z.B. durch ein spe­zi­fi­sches Image mit vor­in­stal­lier­ter Soft­ware, ein BIOS mit kun­den­spe­zi­fi­schem Boot­lo­go oder ein spe­zi­el­les Touch­ver­hal­ten des Dis­plays. Das gro­ße und in­tui­tiv be­dien­ba­re Mul­ti-Touch-Dis­play er­mög­licht so­wohl die ef­fi­zi­en­te Steue­rung von Ma­schi­nen und An­la­gen als auch die ma­nu­el­le und di­gi­ta­le Be­triebs­da­ten­er­fas­sung in Ver­bin­dung mit ei­nem MES-Sys­tem. Auch mit Ar­beits­hand­schu­hen rea­giert das Dis­play zu­ver­läs­sig. Al­le HMIs kom­men oh­ne Lüf­ter aus und er­mög­li­chen den­noch den Ein­satz der leis­tungs­star­ken In­tel® Ce­le­ron® und In­tel® Core™ Pro­zes­so­ren der ach­ten Ge­ne­ra­ti­on. Da­mit ist auch bei ho­hen Soft­ware­an­for­de­run­gen die nö­ti­ge Per­for­mance für ei­ne Er­fas­sung, Vi­sua­li­sie­rung und Steue­rung von Fer­ti­gungs­pro­zes­sen ge­währ­leis­tet.

Die MES9000-Se­rie bie­tet ei­ne Viel­zahl mo­der­ner Schnitt­stel­len, dar­un­ter ei­nen front­sei­ti­gen USB-An­schluss, Dis­play­Port zum An­schluss wei­te­rer Mo­ni­to­re und HD­Ba­seT. Op­tio­nal kön­nen die Ge­rä­te auch mit Blue­tooth zur An­bin­dung von Scan­nern, ei­nem Funk­mo­dul mit ak­tu­el­len WLAN-Stan­dards oder RFID zur Be­nut­zer­er­ken­nung aus­ge­stat­tet wer­den. Zu­sätz­lich in­te­grier­ba­re Hil­scher net­JACK-Mo­du­le er­mög­li­chen die ein­fa­che und werk­zeug­lo­se An­bin­dung gän­gi­ger Feld­bus- und Re­al-Ti­me-Ether­net-Pro­to­kol­le.

Wenn es mal rau­er in der Fer­ti­gung zu­geht

In der Fer­ti­gung kön­nen Feuch­tig­keit, Staub, ho­he Tem­pe­ra­tu­ren, Vi­bra­tio­nen und Stö­ße ei­nem nicht aus­rei­chend ge­schütz­tem Ter­mi­nal schnell zu­set­zen. Bei den MES9000 In­dus­trie PCs ist das nicht zu be­fürch­ten. Die Front be­steht aus ei­nem ge­här­te­ten Glas und ist stoß­si­cher nach IK08. Das Ge­häu­se ist mit dem Ein­satz des ent­spre­chen­den Zu­be­hör­kits voll­um­fäng­lich nach IP65 ge­gen Staub und Strahl­was­ser ge­schützt.
 

Robuste Switche für Single Pair Ethernet

HAR­TING hat mit dem Ha-VIS eCon 4000 M12T1 SPE ei­nen Sin­gle Pair Ether­net (SPE) Switch der Schutz­art IP67 auf den Markt ge­bracht. Das ro­bus­te Me­tall­ge­häu­se hält den Wid­rig­kei­ten ei­ner rau­en Au­ßen­um­ge­bung stand (ge­prüft für Schie­nen­fahr­zeu­ge nach EN 50155) und er­mög­licht ei­ne si­che­re Da­ten-Kom­mu­ni­ka­ti­on auch in schwie­ri­gen Um­ge­bun­gen des in­dus­tri­el­len In­nen­be­reichs.

Die Über­tra­gung ist ge­schützt ge­gen Stoß und Vi­bra­ti­on und funk­tio­niert in ei­nem wei­ten Tem­pe­ra­tur­be­reich (-40 bis +70 °C). Der Switch ist sehr kom­pakt (191 x 60 x 42 mm) und ver­fügt über acht Ports. Es gibt zwei Ver­sio­nen: 
- Der eCon 4017GBT-BXT ver­fügt über ei­nen Gi­ga­bit-Uplink zum Ether­net-Netz­werk (M12 X-coded) und kann bis zu 7 SPE-Ge­rä­te über 100BaseT1 ein­bin­den. 
- Der eCon 4035GBT-BXT ver­fügt über ei­nen Gi­ga­bit-Uplink, als SPE-Schnitt­stel­le sind fünf 100BaseT1- und zwei 1000BaseT1-Ports be­stückt.

Au­to­ma­ti­sche Mas­ter/Sla­ve-Kon­fi­gu­ra­ti­on

Neu für ei­nen un­ma­na­ged Switch ist die au­to­ma­ti­sche Mas­ter/Sla­ve-Kon­fi­gu­ra­ti­on. Schon beim An­schluss wird au­to­ma­tisch zwi­schen den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­part­nern ge­klärt, wer die „Mas­ter“- und wer die „Sla­ve“-Rol­le über­nimmt. Die Ha-VIS eCon 4000 M12T1 Swit­ches sind ge­dacht für den Ein­satz in den Be­rei­chen Schie­nen­fahr­zeu­ge, all­ge­mei­ne Fahr­zeu­ge und Au­to­ma­ti­sie­rung. In Zo­nen mit star­ken Um­welt­ein­flüs­sen si­chern sie die Da­ten­über­tra­gung per Ether­net: da­zu zäh­len An­wen­dun­gen in Fer­ti­gungs­li­ni­en, in der ka­me­ra-ba­sier­ten Qua­li­täts­si­che­rung, in Fahr­gast- und Fah­rer-In­for­ma­ti­ons-Sys­te­men oder der Vi­deo­über­wa­chun­gen.
 

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