SmartFactory-KL zeigt Software Defined Industry auf der SPS 2026

Was passiert, wenn Software nicht mehr nur einzelne Maschinen steuert, sondern zum verbindenden Element einer gesamten Produktionsumgebung wird? Wie eine solche „Software Defined Industry“ in der Praxis aussehen kann, wird auf der sps von Mitgliedern und Partnern der SmartFactory-KL gezeigt.

  • Oktober 5, 2026
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  • Umfangreiche Informationen zum Thema "Software Defined Industry", am Stand in Halle 6 und bei der täglichen, geführen Tour. (Bild: SmartFactory-KL)
    Umfangreiche Informationen zum Thema "Software Defined Industry", am Stand in Halle 6 und bei der täglichen, geführen Tour. (Bild: SmartFactory-KL)

Im Mittelpunkt der Messepräsentationen steht die Frage, wie sich Produktionssysteme durch Software, offene Architekturen und Künstliche Intelligenz flexibler, interoperabler und anpassungsfähiger gestalten lassen. Die SmartFactory-KL verbindet dabei unterschiedliche Technologien und Use Cases zu einem Gesamtbild – von der OT-Integration über skillbasierte Produktionsmodule und digitale Zwillinge bis hin zu KI-Agenten.

Software wird zum Bindeglied der Produktion

Industrielle Produktionssysteme sind traditionell stark durch ihre Hardware geprägt. Maschinen, Steuerungen und Anlagen bestimmten lange, welche Prozesse möglich sind. Mit dem zunehmenden Einfluss von Software verändert sich dieses Prinzip: Funktionen lassen sich stärker abstrahieren, modularisieren und über offene Schnittstellen miteinander verbinden. Produktivitätssteigerungen sind durch Hardwareoptimierungen allein nur noch schwer zu erreichen.

Genau hier setzt das Konzept der Software Defined Industry an. Produktionsumgebungen werden unternehmensübergreifend aus der Perspektive der Software entwickelt: IT-Architekturprinzipien wie Modularität, Abstraktion und offene APIs werden auf industrielle Steuerungs- und Produktionssysteme übertragen. Funktionen können dadurch unabhängig von der konkreten Hardware beschrieben und miteinander kombiniert werden.

„Für uns in der SmartFactory bedeutet Software Defined Industry nicht, bestehende Maschinen einfach mit mehr Software auszustatten, sondern IT und OT zu einem durchgängigen System zu verbinden. So entstehen Produktionssysteme, die flexibler und schneller an neue Anforderungen angepasst werden können“, erklärt Marco Wanner, Head of IT/OT Solutions bei XITASO und Vorstandsmitglied der SmartFactory-KL.

Open SmartFactory Architecture als Bauplan

Wie sich dieses Leitbild konkret umsetzen lässt, zeigt die SmartFactory-KL auf der SPS anhand ihrer Open SmartFactory Architecture. Sie bildet den architektonischen Rahmen, um unterschiedliche Systeme, Technologien und Partnerlösungen miteinander zu verbinden.

„Wir zeigen auf der SPS, wie wir Software Defined Industry mit der Open SmartFactory Architecture umgesetzt haben – vom smarten Roboter, über die Smart Machine bishin zur Agentic Automation“, sagt Prof. Dr.-Ing. Martin Ruskowski, Vorstandsvorsitzender der SmartFactory-KL. „Dabei geht es uns um mehr als eine Technikshow. Mit der Software Defined Industry Area möchten wir in Zusammenarbeit mit Mesago und Verbänden wie dem ZVEI Orientierung geben, Inspiration liefern und Unternehmen bei der Umsetzung unterstützen. Der Einstieg in die Software Defined Industry ist bereits heute möglich, und zwar an vielen Stellen im Unternehmen. Die SPS ist für uns deshalb auch ein Treffpunkt der Community rund um SmartFactory und Software Defined Industry.“

Modellfabrik bringt Technologie auf die Messe

Ein zentraler Bestandteil des Messeauftritts ist die SmartFactory-KL Modellfabrik. Teile der Forschungs- und Demonstrationsplattform werden nach Nürnberg gebracht und machen die Konzepte direkt erlebbar.

Unter anderem entsteht auf dem Messestand eine AMR-Arena, in der mehrere autonom fahrende mobile Roboter zeigen, wie automatisierte Logistik- und Transportprozesse umgesetzt werden können. Die Demonstratoren machen dabei nicht nur einzelne Technologien sichtbar, sondern zeigen deren Einbindung in eine übergreifende Produktionsarchitektur.
Einen besonders praxisnahen Zugang bieten die täglichen Guided Tours „Software Defined Industry Live“. Die rund 1,5-stündigen Rundgänge führen zu ausgewählten Unternehmen aus der Hard- und Software-Branche und zeigen anhand konkreter Lösungen, wie softwarebasierte Ansätze die industrielle Automatisierung verändern.

Termine:

- Dienstag, 24. November 2026, 13:00 Uhr
- Mittwoch, 25. November 2026, 13:00 Uhr
- Donnerstag, 26. November 2026, 10:30 Uhr
Treffpunkt: SmartFactory-KL, Halle 6, Stand 130
 

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