Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragt seine rund 450 Mitglieder vierteljährlich zur wirtschaftlichen Entwicklung. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete die Sensorik- und Messtechnikbranche ein Umsatzwachstum von drei Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit liegt die Wachstumsrate unter dem langjährigen Durchschnitt von sechs Prozent, der in der Vergangenheit auch durch hohe Wachstumsraten in einzelnen Wirtschaftszweigen geprägt war.
Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 stieg der Branchenumsatz um zwölf Prozent. Für das kommende Quartal rechnen die befragten Unternehmen mit einem weiteren Umsatzwachstum von fünf Prozent.
Besonders positiv entwickelte sich der Auftragseingang zu Jahresbeginn. Dieser erhöhte sich um 16 Prozent gegenüber dem Vorquartal und zeigt eine hohe Nachfrage nach Lösungen aus der Sensorik und Messtechnik. Daraus ergibt sich für das erste Quartal 2026 ein positives Book-to-Bill-Ratio von 1,16 für die AMA Mitglieder. Dieser Wert beschreibt das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz im gleichen Zeitraum und ist ein wichtiger Indikator für die zukünftige Geschäftsentwicklung.
Die positive Branchenentwicklung im 1. Quartal spiegelt sich auch in beständigen Beschäftigungszahlen wider. Lediglich fünf Prozent der AMA Mitglieder gaben an, in Kurzarbeit zu beschäftigen. Das deutet auf eine positive wirtschaftliche Lage innerhalb der Sensorik- und Messtechnikbranche hin, trotz anhaltender globaler Unsicherheiten und Verschiebungen in traditionellen Anwendermärkten.
Ein zentrales strategisches Thema bleibt die Regulierung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS). Die Ergebnisse der Umfrage unter den AMA Mitgliedern zeigen, dass sich die Mehrheit der Unternehmen bereits intensiv mit den möglichen Auswirkungen auseinandersetzt. Knapp 39 Prozent der Befragten befinden sich derzeit in einer ersten Analysephase, während 20 Prozent bereits konkrete Maßnahmen planen. Rund 24 Prozent haben mit der Umsetzung begonnen oder ihre Prozesse bereits weitgehend angepasst. Lediglich vier Prozent der Unternehmen haben sich bislang noch nicht mit dem Thema PFAS beschäftigt.
Damit wird deutlich, dass die PFAS-Regulierung für die Sensorik- und Messtechnikbranche längst ein strategisch relevantes Thema ist. Die Unternehmen arbeiten aktiv daran, ihre Produkte und Prozesse an mögliche regulatorische Anforderungen anzupassen und langfristige Planungssicherheit zu schaffen.
„Die Ergebnisse für das erste Quartal zeigen, dass die Sensorik- und Messtechnikbranche wächst und gleichzeitig ihre Zukunftsthemen aktiv adressiert“, sagt Philipp Gutmann, Geschäftsführer des AMA Verbandes. „Die positive Dynamik im Auftragseingang unterstreicht die Innovationskraft unserer Branche. Gleichzeitig gehen unsere Unternehmen regulatorische Themen wie PFAS frühzeitig und strategisch an. Als AMA Verband unterstützen wir unsere Mitglieder dabei aktiv.“
Die Technische Universität München (TUM) hat einen weichen, pneumatischen Handschuh entwickelt, der Menschen mit Lähmungen das Greifen wieder ermöglicht. Dafür sagen Forschende des TUM-Lehrstuhls für kognitive Systeme mithilfe von elektrischen Signalen aus der Unterarmmuskulatur sehr zuverlässig voraus, wann eine Person greifen will. Diese Erfindung könnte künftig Menschen helfen, die durch Unfälle oder aufgrund von Nervenerkrankungen Lähmungserscheinungen in den Händen haben.
Das „Soft-Hand-Exoskelett“ besteht aus einem von den Forschenden hergestellten Stoffhandschuh, an dessen äußerer Oberfläche Luftkissen angebracht sind. Über insgesamt 13 Schläuche können sie aufgepumpt werden. So unterstützen sie gezielt jene Bewegungen der Hand, die nötig sind, um etwa einen Teller zu halten oder ein Glas, eine Gabel oder einen Löffel zu greifen. Denn durch die Luft in den Kissen ist es möglich, jeden Finger einzeln zu krümmen und zu strecken und das Handgelenk zu drehen. Gegenstände lassen sich damit sicher in der Hand halten.
Um herauszufinden, wann ein Mensch greifen will, messen die Forschenden die Muskelaktivität im Unterarm. Sie bringen Sensoren auf dem Unterarm an und schließen aus den Signalen durch Unterstützung von Maschinellem Lernen sehr zuverlässig, welche Bewegung die Person ausführen will. „Um zu verhindern, dass ein Gegenstand versehentlich fallen gelassen wird, erfassen wir mithilfe zusätzlicher Bewegungssensoren Transportbewegungen und halten den Griff des Exoskeletts währenddessen zuverlässig geschlossen“, sagt Forscher Nicolas Berberich.
„Unsere Lösung ist auf zweierlei Weise intelligent“, erläutert sein Kollege Dr. John Nassour, „einerseits haben wir eine zuverlässige Vorhersage für das Greifen entwickelt, die Intentionen aus Signalen mit 97-prozentiger Sicherheit ableitet. Andererseits haben wir mit unserem Handschuh eine Hardware entwickelt, die die beabsichtigten Bewegungen optimal unterstützt“. Weiterer Vorteil: Nassour hat den Handschuh selbst genäht und der dafür nötige Stoff kostet nicht viel. Der Handschuh sieht auf den ersten Blick nicht nach High-Tech aus, ist aber für viele Menschen mit Lähmungen einsetzbar. „Wir haben eine Lösung gefunden, die sich jeder leisten kann und die trotzdem sehr gut funktioniert“, sagt Prof. Gordon Cheng, der Leiter des Instituts für kognitive Systeme.
Sehr wichtig für die Entwicklung des Soft-Hand-Exoskeletts war die Zusammenarbeit mit einem Patienten, der an amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankt ist. Menschen mit ALS verlieren nach und nach die Kontrolle über ihre Bewegungen. Der Grund dafür: Die für die Kontraktion der Skelettmuskulatur zuständigen Nervenzellen sind geschädigt und degenerieren immer mehr.
Der Patient hatte bereits zu Beginn des Projekts kaum noch Kontrolle über seine Hände, konnte allerdings das erste Fingerglied des Daumens bewegen. Die Forschenden haben die stärksten Signale in der Muskelaktivität des Daumens für ihren Versuch genutzt. Für die Messung dieses Elektromyogramms haben sie einen Sensor auf dem Unterarm angebracht, der die höchsten Ausschläge empfängt, die vom langen Daumenbeuger ausgehen, sobald er bewegt wird. Signale in diesem Muskel dienen als Trigger dafür, die Polster des Handschuhs aufzupumpen.
Trotz sehr schwacher Signale erkannte das System die Absicht des Patienten in neun von zehn Fällen. Er schaffte es, nach Dingen zu greifen, zum ersten Mal seit vier Jahren eine Gabel zu halten und kleine Würfel aufzuheben und in einen Behälter fallen lassen. Zu diesem Erfolg hat ein Videospiel beigetragen, in dem der Patient die Aufgabe hatte, ein Männchen allein durch die Bewegung des Daumenglieds springen zu lassen. Fünf Minuten reichen nach Erfahrung der Forschenden aus, dass der Patient sehr viel besser greifen kann.
„Dieser Patient hat uns anhand einer der wohl schwerwiegendsten neurologischen Erkrankungen gezeigt, dass unser Soft-Hand-Exoskelett ihn unterstützen kann“, sagt Prof. Cheng. „Wir passen das Konzept nun auch für andere Betroffene wie Schlaganfallpatienten an“, so der Forscher. Wichtige Erkenntnis der aktuellen Studie: Besonders schwer betroffene Personen können mithilfe des Handschuhs wieder besser greifen.
Der Neurologe Prof. Tobias Wächter vom Kooperationspartner Klinik Passauer Wolf ist vom Potenzial des neuen Spezialhandschuhs überzeugt: „Grundsätzlich kann dieser Handschuh allen Menschen helfen, die unter schlaffen Lähmungen leiden“, so Wächter, „also etwa auch Menschen, die nach Motorrad- oder Fahrradunfällen Schädigungen der peripheren Nerven davongetragen haben oder Patientinnen oder Patienten mit Polyneuropathie.“
Die Forschungen werden seit 2022 durch das TUM Innovation Network unterstützt. Im Bereich eXprt (kurz für Exoskeleton and Wearables Enhanced Prevention and Treatment) arbeitet ein multidisziplinäres Team aus den Ingenieurwissenschaften, Neurowissenschaften und klinischer Neurologie gemeinsam daran, tragbare Technologien zu entwickeln. Das Projekt stellt Instrumente bereit, um sensomotorische und kognitive Beeinträchtigungen des täglichen Lebens sensibel zu erkennen. Durch Erkenntnisse der Neuroingenieurwissenschaften werden Forschungsergebnisse genutzt, um verlorene motorische Funktionen zu kompensieren, eine Verschlechterung des Zustands zu verhindern und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. eXprt ist eine von mehreren transdisziplinären Initiativen, die die TUM für vier Jahre fördert. Die Teams bestehen aus bis zu zehn Promovierenden und Postdocs zusätzlich zu den verantwortlichen Professorinnen oder Professoren. Das Gesamtvolumen jedes Projekts beträgt ca. 3 Millionen Euro. Die TUM Innovation Networks sind zentraler Bestandteil der Exzellenzstrategie TUM Agenda 2030 der Technischen Universität München.
Publikation:
A Dexterous Soft Hand Exoskeleton Restores Intentional Grasping for Individuals with Severe Hand Impairment; John Nassour, Nicolas Berberich, Daniel Utpadel-Fischler, Tobias Wächter, Gordon Cheng; Nature Machine Intelligence (Juni 2026) https://www.nature.com/articles/s42256-026-01263-3
Thomson, die Marke für Lineartechnik-Lösungen von Regal Rexnord, unterstützt Elara Aerospace mit hochpräziser Lineartechnik für ihre flüssigkeitsbetriebene Methalox-Rakete. Das Elara-Team, eine an der TU München gegründete studentische Initiative, will als erstes Studententeam weltweit eine Flüssigkeitsrakete entwickeln, die mehr als 100 km Höhe erreicht, vollständig wiederverwendbar ist und Platz für bis zu 100 kg wissenschaftliche Ausrüstung bietet.
Im System werden zwei Präzisions-Linearaktuatoren der Thomson PC-Serie zum Einsatz kommen, kombiniert mit AKM13D-Servomotoren und zweiachsigen Antriebssystemen der Schwestermarke Kollmorgen sowie den Micron NemaTRUE™-Planetengetrieben von Boston Gear. Im Zusammenspiel bilden diese Komponenten eine koordinierte Antriebslösung, exakt zugeschnitten auf die Leistungsanforderungen dieses Projekts.
In der Elara-Rakete werden die Aktuatoren die Ausrichtung der Triebwerke übernehmen, wobei sie eine exakt kontrollierte Bewegung innerhalb eines engen Aktionsbereichs von ±5 Grad ermöglichen. Ausgewählt wurden die Aktuatoren der PC-Serie aufgrund ihrer Kompaktheit, ihres Kugelgewindetrieb-Konzepts – und ihrer Fähigkeit, präzise Bewegungen mit hoher Wiederholgenauigkeit bei begrenztem Platzangebot zu gewährleisten.
„Anwendungen für die Raketensteuerung bieten praktisch null Spielraum für Unwägbarkeiten. Jede Steuerbewegung muss vorausberechenbar, messbar und einfach verifizierbar sein“, erklärt Anders Karlsson, Business Development Manager des Regal Rexnord-Geschäftsbereichs Linear Motion. „Für uns ist diese Partnerschaft viel mehr als nur die Lieferung von Komponenten. Es geht genauso darum, das Vertrauen des Elara-Teams in das Aktorik-Konzept aufzubauen, bevor das System seinen Jungfernflug macht. Dank einer engen Zusammenarbeit mit dem Team konnten wir sicherstellen, dass sich unser Paket nahtlos in die Gesamtarchitektur der Motorsteuerung einfügt.“
Um dem Team von Elara Aerospace maximale Flexibilität bei Entwicklung und Verifizierung des Systems zu verschaffen, wurden die Aktuatoren als Einzelkomponenten geliefert. Derzeit wird die Aktorik auf Entwicklungsplattformen für den Einsatz in der Triebwerkssteuerung der Rakete getestet.
„Als akademisch geleitetes Team, das an einer aktiven Triebwerkssteuerung arbeitet, wollten wir unbedingt Komponenten verwenden, die nicht nur technisch leistungsfähig, sondern auch praxistauglich sind“, erläutert Tom Luca Reinhardt, Gründer und CEO von Elara Aerospace. „Die Beratung durch Thomson hat uns einen klaren Weg zur Planung der Schubvektorsteuerung vorgegeben, ohne dabei unnötig komplex zu werden.“
Siemens investiert 300 Millionen Euro, um die Fertigung von Schlüsseltechnologien für die globale Energiewende und KI-Rechenzentren signifikant auszuweiten. Mit dieser strategischen Investition reagiert Siemens auf die massiv steigende Nachfrage – und baut seine Rolle als Partner weltweit führender Cloud- und KI-Unternehmen weiter aus.
Die Investition ist Teil einer globalen Kapazitätserweiterung: Bereits im März 2026 hatte Siemens ein Investment von 165 Millionen US-Dollar in seine Werke in USA bekannt gegeben, um dort das schnelle Wachstum von KI und Rechenzentren zu unterstützen. Mit dem Ausbau der Fertigungsstandorte in Deutschland macht Siemens nun einen weiteren Schritt, um die weltweite Versorgung mit elektrischen Schaltanlagen zu sichern. Die Investition umfasst ein neues Zulieferwerk in Offenbach und den Ausbau der beiden bestehenden Werke in Frankfurt am Main. Die Baumaßnahmen starten im Juli 2026, die Produktion im Zulieferwerk beginnt ab Frühjahr 2027. Bis 2030 werden dadurch bis zu 700 neue Arbeitsplätze entstehen.
„Mit dieser Investition stärken wir unsere Führungsrolle bei Technologien, die das Rückgrat der Industrien von morgen bilden“, sagt Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Ob Rechenzentren, Elektromobilität oder industrielle Automatisierung – die Nachfrage nach intelligenter Elektrifizierung wächst weltweit. Um diese zu bedienen, bauen wir einen Standort aus, der schon heute für außergewöhnliche Flexibilität und höchste Variantenvielfalt steht. Denn Wettbewerbsfähigkeit entsteht dort, wo Technologie, Know-how und die Erfahrung der Menschen zusammenkommen, um für Kunden die besten Lösungen zu liefern. Genau das macht diesen Standort stark – und ist der Grund, warum wir weiter hier investieren.“
Am Standort Frankfurt produziert Siemens seit über 40 Jahren elektrische Schaltanlagen, die wie ein Nervenzentrum den Strom in Fabriken oder Rechenzentren verteilen und optimal regulieren. Diese Systeme werden weltweit immer mehr nachgefragt – getrieben durch den Aufbau von E-Mobilität und Rechenzentren, die steigende Elektrifizierung von Fabriken und den Ausbau der Technologieindustrie. Besonders die rasante Verbreitung von künstlicher Intelligenz beschleunigt Investitionen in die Infrastruktur von Rechenzentren und treibt die Nachfrage nach effizienten Energieverteilungstechnologien an. Der Bereich Siemens Smart Infrastructure konnte im Geschäft mit Rechenzentren im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Rekord-Auftragswert von 1,9 Milliarden Euro verbuchen. Auch der Umsatz mit diesen Technologien hat sich im ersten Halbjahr 2026 um mehr als 45 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gesteigert.
„Das ist ein großartiges Signal für die Region Frankfurt-Rhein-Main“, sagt Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef. „Erneut zeigt sich, dass Frankfurt und die Region nach wie vor ein attraktives Ansiedlungsgebiet für Wirtschaft und Industrie sind. Es ist gut, dass das Rhein-Main-Gebiet auch in der industriellen Produktion gestärkt wird. Sie ist ein essenzielles zweites Standbein neben der starken Finanzwirtschaft.“
„Die Ansiedlung von Siemens in Offenbach zeigt, dass Industrie in Deutschland eine Zukunft hat – wenn Politik, Verwaltung und Wirtschaft eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten”, sagt Dr. Felix Schwenke, Oberbürgermeister der Stadt Offenbach am Main. „Dass wir in Offenbach gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer gezielt Flächen für Industrie und Gewerbe sichern, hat diese Ansiedlung erst möglich gemacht. Ich danke Siemens für das Vertrauen und die ganz konkrete Zusammenarbeit von Anfang an. Mit diesen neuen Industriearbeitsplätzen in einer wachsenden Zukunftsbranche setzt Offenbach seinen Aufwärtstrend der letzten Jahre fort.“
Siemens ist weltweit das einzige Unternehmen, das Last- und Leistungsschalttechnik an einem Standort herstellt – mit jahrzehntelanger Erfahrung in Entwicklung, Fertigung, Service, Qualitäts- und Umweltmanagement sowie Prüftechnik mit akkreditiertem Prüflabor. Das Schaltanlagenwerk Frankfurt besteht derzeit aus zwei Werken mit rund 2.800 Mitarbeitenden in Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Automatisierung. Das Werk ist nicht nur das weltweite Kompetenzzentrum für gasisolierte Schaltanlagen, sondern auch Vorreiter für Schaltanlagen ohne das klimaschädliche Isoliergas SF₆. Diese F-Gas-freien Lösungen nutzen stattdessen „Clean Air“-Gas, das aus natürlichen Bestandteilen der Umgebungsluft besteht. Die Lösungen hat Siemens bereits lange vor dem Inkrafttreten der EU-Direktive entwickelt und vertrieben – und ist damit heute in der Lage, Kunden zeitnah und in großen Stückzahlen zu beliefern.
Wer bei maxon arbeitet, bleibt dem Unternehmen oft über viele Jahre treu. Das durchschnittliche Dienstalter in den Schweizer maxon-Gesellschaften liegt bei knapp über neun Jahren. Auch der Hauptaktionär der maxon Gruppe, Dr. Karl-Walter Braun, trägt zu diesem Schnitt bei: Er ist 1977 offiziell in die Firma eingetreten und darf 2026 sein 49. Dienstjahr begehen; vergangenes Jahr feierte er zudem seinen 80. Geburtstag.
Zum Juni 2026 übergibt er das Verwaltungsratspräsidium an seine Tochter Dr. Bianca Braun, bleibt aber Mitglied des Verwaltungsrates. Dr. Karl-Walter Braun: „Ein gelungener Generationenwechsel ist keine Selbstverständlichkeit. Ich freue mich sehr, dass Bianca nun nachrückt. Sie hat dazu das nötige Rüstzeug und kennt das Unternehmen seit vielen Jahren aus verschiedenen Perspektiven.“
Bianca Braun hat bereits vor und während ihres Studiums in den Produktionsabteilungen der maxon ausgeholfen. Seit 2007 ist sie Mitglied des Verwaltungsrates, ab 2012 übernahm sie operative Verantwortung als Leiterin Group Audit and Consulting.
Bianca Braun, Jahrgang 1978, verbrachte ihre Schuljahre in Obwalden und Zug. Sie studierte Technology Management an der Hochschule St. Gallen und promovierte über familiengeführte Unternehmen. Dr. Bianca Braun: „Familiengeführte Firmen sind ein Erfolgsmodell, dafür ist die maxon das beste Beispiel – denn wir denken langfristig. Das war auch die Devise meines Vaters, der das Unternehmen umsichtig entwickelt und gemeinsam mit dem Management zur heutigen Größe geführt hat. Diesen Kurs will ich weiterverfolgen und gleichzeitig neue Akzente setzen.“
Im Verwaltungsrat der maxon Gruppe kommt es zu einer weiteren Veränderung: Nach 14 Jahren verlässt Kurt Kwapil das Gremium. Der Verwaltungsrat dankt ihm für sein Engagement und wünscht ihm alles Gute.
Finanziell blickt die maxon Gruppe auf ein Geschäftsjahr mit einem stabilen Umsatz von 595.2 Mio. CHF, was gegenüber Vorjahr einer kleinen Steigerung von 0.1 Prozent entspricht (Vorjahr: CHF 594.7 Mio. CHF).
Das Resultat wurde insbesondere durch den starken Schweizer Franken beeinflusst. Die währungsbedingten Umsatzeinbußen beliefen sich 2025 auf 20.2 Mio. CHF. Über die letzten drei Jahre betrugen die Währungsverluste insgesamt 68.2 Mio. CHF. Die maxon Gruppe geht davon aus, dass der Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken anhält.
Weiter prägten geopolitische Umstände das Jahresergebnis. Sorgen machte maxon im vergangenen Jahr etwa die Verfügbarkeit von Rare-Earth-Magnets aus China. Da China vorübergehend Exportkontrollen auf diese Magnete angeordnet hatte, war die Liefersituation sehr unterschiedlich, was zu einer schwankenden Produktionsauslastung führte. Inzwischen hat sich die Lage wieder entspannt.
Zudem war maxon vorübergehend auch von den US-Zöllen betroffen. Dank des hohen Anteils an Kunden aus dem vom Zollregime ausgenommenen Medizinbereich war maxon weniger betroffen als andere Schweizer Industrieunternehmen.
Fürs laufende Jahr bleibt die maxon Gruppe vorsichtig optimistisch. Die Bestellungen haben seit Jahresanfang deutlich angezogen. Besonders in den Geschäftsbereichen Aerospace, Mobility, Medical und Robotik ist die höhere Nachfrage spürbar. Mit integrierten Antriebseinheiten, intelligenten Motion-Control-Lösungen und kompletten mechatronischen Systemen entwickelt sich maxon zunehmend vom Komponentenlieferanten zum Systempartner. Entsprechend werden in mehreren Bereichen zusätzliche Produktionskapazitäten aufgebaut.
ifm bleibt alleinige Eigentümerin der GIB und begleitet die weitere Entwicklung des Unternehmens als Finanzbeteiligung eng und partnerschaftlich. Der Marktstart ist für Anfang Oktober dieses Jahres geplant.
Die Neuaufstellung zielt darauf, dass sich das Supply-Chain-Management-Geschäft außerhalb des ifm-Kerngeschäfts fokussierter, schneller und mit größerem Potenzial entwickeln kann. Die GIB positioniert sich künftig klar als Softwarehaus für intelligente Supply-Chain-Lösungen im SAP-Umfeld. Kunden und Marktpartner wurden anlässlich der “ifm Sucess Days” am 9. und 10. Juni in Siegen, einer etablierten Fachtagung für Supply-Chain-Experten, über die anstehenden Veränderungen informiert.
„Wir sind überzeugt, dass die GIB ihr volles Potenzial in dieser Aufstellung noch besser entfalten kann. Deshalb haben wir entschieden, das Geschäft künftig eigenständig aufzustellen. Die Rückkehr, der bei Entscheidern im Supply Chain Management bekannten und wertgeschätzten Marke GIB ist ein starkes Signal an die Kunden und den Markt”, sagt Michael Marhofer, co-CEO der ifm-Unternehmensgruppe. „Wir glauben an das Geschäftsmodell, an die starke Kundenbasis und an die Marktpotenziale – und sind zuversichtlich, dass wir noch viel Freude an der neu formierten GIB haben werden.“
„Viele Kunden kennen uns seit drei Jahrzehnten als GIB. Genau daran knüpfen wir jetzt an – mit derselben DNA, aber neuer Dynamik und klarem Fokus. Die neue Aufstellung gibt uns die unternehmerischen Freiräume, unsere Kunden noch schneller, direkter und mit messbarem Mehrwert zu unterstützen“, sagt Björn Dunkel, Geschäftsführer der ifm business solutions gmbh und designierter Geschäftsführer der GIB. „Wir konzentrieren uns konsequent auf das, was für unsere Kunden wirklich zählt: echte Supply Chain Essentials. Wir freuen uns, dass ifm diesen Weg ermöglicht und uns ein starker und verlässlicher Gesellschafter bleibt”, ergänzt Dunkel.
Bis zum offiziellen Marktstart im Oktober wird die organisatorische Neuaufstellung schrittweise umgesetzt. ifm begleitet und unterstützt den Prozess eng. Gleichzeitig treibt die GIB die Weiterentwicklung ihrer Lösungen und Services konsequent voran. Kunden profitieren von schnelleren Entscheidungen, direkterem Austausch und beschleunigten Innovationszyklen – bei unveränderten Ansprechpartnern, Verträgen und Leistungen.
Die Plattform authorized.by ist Teil der TÜV Saarland Gruppe und bietet Unternehmen ein digitales Echtzeit-Gütesiegel, das Online-Shops als autorisierte Handelspartner von Marken ausweist. Das Siegel wird direkt auf den Webseiten, Marktplätzen und in Onlineshops integriert und steht sowohl Anbietern als auch Kunden der Distributoren zur Verfügung. Mit nur einem Klick auf das Siegel kann geprüft werden, ob es sich um einen offiziell autorisierten Partner handelt. Die Verifizierung erfolgt in Echtzeit und basiert auf einer zentral gepflegten, fälschungssicheren Datenbank.
Damit begegnet LAPP einer zentralen Herausforderung im industriellen Einkauf: der zuverlässigen Identifikation geprüfter Bezugsquellen in globalisierten und digitalisierten Märkten.
„Gerade in technisch anspruchsvollen Anwendungen sind Qualität, Authentizität und Rückverfolgbarkeit– also die Sicherheit, dass es sich um Originalprodukte von LAPP handelt – entscheidend. Mit dem Einsatz des authorized.by-Siegels schaffen wir für unsere Kunden eine neue Form der digitalen Sicherheit“, sagt Manuel Richter, Head of Digital Business Development Component Sales EMEA bei LAPP. „Sie können sofort erkennen, ob ein Anbieter Teil unseres autorisierten Netzwerks ist. Das erleichtert die Auswahl verlässlicher ieferanten erheblich und reduziert Risiken im Beschaffungsprozess.“
Für Kunden bedeutet dies vor allem eine deutliche Vereinfachung im Arbeitsalltag. Autorisierte Vertriebspartner sind durch das Siegel sofort erkennbar und eine Überprüfung ist bei Bedarf einfach und schnell durchzuführen. Gleichzeitig wird das Risiko minimiert, unbeabsichtigt bei nicht autorisierten Anbietern oder Händlern mit gefälschten Produkten einzukaufen – Risiken, die erhebliche Qualitäts- und Haftungsfolgen nach sich ziehen können. Die klare Sichtbarkeit autorisierter Distributoren trägt zudem dazu bei, die Produktverfolgbarkeit transparent, effizient und sicher zu gestalten.
Auch für die Vertriebspartner von LAPP ergeben sich Vorteile: Sie können ihre Autorisierung sichtbar machen und sich so eindeutig im Markt positionieren. In einem zunehmend digitalen Wettbewerbsumfeld stärkt dies die Glaubwürdigkeit und trägt zur langfristigen Kundenbindung bei. Darüber hinaus profitieren sie laut authorized.by von einer verbesserten Auffindbarkeit in digitalen Such- und Vergleichsprozessen, wodurch zusätzliche Sichtbarkeit generiert wird.
„Unser Ziel ist es, Vertrauen im digitalen Raum mess- und sichtbar zu machen“, erklärt Felix Nottensteiner, CEO der authorized.by GmbH. „Die Partnerschaft mit der LAPP Group zeigt, wie viel Potenzial in einer strukturierten und datengetriebenen Händlersteuerung steckt. Gemeinsam schaffen wir echte Mehrwerte für den Online-Handel im B2B-Sektor,“ so Herr Nottensteiner weiter.
Die BDG Testing & Automation GmbH (BDG) aus Künzelsau-Amrichshausen, eine 100%ige Tochter der Bürkert Gruppe, Ingelfingen, übernimmt die EP Ehrler Prüftechnik Engineering GmbH aus Niederstetten von ABB. Mit der Übernahme erweitert BDG ihr Leistungsportfolio gezielt um Kompetenzen in der Prüf-, Mess- und Kalibriertechnik. Während BDG insbesondere für Automatisierungs-, Integrations- sowie Produktions- und Serienprüfungen steht, erweitert EP Ehrler dieses Profil um Stärken in der Durchflussmesstechnik, in F&E-nahen Prüfungen, in der Validierung und in der akkreditierten Durchflusskalibrierung. So entsteht ein erweitertes Angebot, das Entwicklung, Validierung, Produktion und Service enger verbindet.
„Mit der Übernahme von EP Ehrler erweitern wir gezielt unser Leistungsportfolio. Für unsere Kunden bedeutet das mehr messtechnische Tiefe, eine noch engere Verzahnung von Prüf- und Automatisierungskompetenz und ein erweitertes Serviceangebot aus einer Hand“, sagt Jürgen Lorenz, CEO der BDG Testing & Automation GmbH. „Wir führen komplementäre Stärken zusammen und schaffen damit Mehrwert – von der Entwicklung über die Produktion bis in den Betrieb.“
„Mit BDG haben wir einen Partner gefunden, mit dem wir unsere Kompetenzen gezielt ausbauen und unsere Marktposition nachhaltig stärken können“, sagt Thomas Kappes, Geschäftsführer von EP Ehrler. „Uns verbindet ein gemeinsames Werteverständnis und der Anspruch, mittelständische Stärke mit internationaler Perspektive zu vereinen.“
ABB ordnet den Schritt als Teil der laufenden Integration der Födisch Gruppe ein: „Integration beinhaltet für ABB auch die beste Heimat für alle Geschäftsfelder zu finden, die nicht optimal zur ABB passen. BDG bietet diese mit idealen Entwicklungsperspektiven für Geschäft und Mitarbeiter von EP Ehrler“, sagt Fabian Wagner, Integrationsmanager und Vorstand der Födisch Gruppe.
Die Übernahme ist ein strategischer Schritt für BDG und Bürkert Fluid Control Systems: BDG erweitert ihr Portfolio gezielt, Bürkert profitiert innerhalb der Gruppe von einem breiteren Leistungsangebot. Die Verbindung aus fluidtechnischem Systemverständnis, Automatisierung, Prüfkompetenz und Service schafft die Grundlage, Lösungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg noch ganzheitlicher zu gestalten.
In der industriellen Automatisierung kommen verschiedene Muting-Arten zum Einsatz: 2-Sensor-, 4-Sensor-, zeitgesteuerte oder sequenzgesteuerte Verfahren. Die internationale Norm DIN EN IEC 62046 regelt die Anforderungen an Ein- und Ausschleusstationen mit Muting und schreibt insbesondere vor:
Die Norm definiert so klare Anforderungen für die Umsetzung von Muting-Anwendungen. In der Praxis werden diese jedoch nicht immer vollständig eingehalten – sei es, weil die spezifischen Applikationsanforderungen nicht in allen Details bekannt sind und dadurch von realen Situationen abweichen, oder weil zugunsten einer hohen Prozessstabilität bewusst riskante Kompromisse eingegangen werden. Das Ergebnis: Sicherheitsfunktionen verlieren ihre Wirksamkeit, Manipulationen oder Fehlbedienungen werden begünstigt. Für Betreiber bedeutet das ein unbewusst erhöhtes Haftungsrisiko und potenziell gravierende Folgen für die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter.
In automatisierten Anlagen werden häufig Gitterboxen oder andere, für die Muting-Sensoren schwer detektierbare Objekte, auf Paletten ein- oder ausgeschleust. Die Gitterstruktur mit ihren Löchern verhindert ein stabiles Schaltsignal der Muting-Sensoren, wodurch ein Muting der Sicherheitsvorrichtung unmöglich wird. In der Praxis wird gelegentlich die Palette selbst als Auslöser für das Muting verwendet – eine Vorgehensweise, die nicht zulässig ist: Eine Person könnte etwa eine Leerpalette in der Sicherheitsvorrichtung platzieren und die Schutzeinrichtung dadurch bewusst außer Kraft setzen.
Diese Sicherheitslücke lässt sich mit dem Smart Process Gating-Verfahren (SPG) zuverlässig schließen. Die Überbrückungsfunktion wird dabei durch zwei unabhängige Steuersignale ohne externe Muting-Sensoren aktiviert. Zur Aktivierung des Gatings am Sicherheits-Lichtvorhang dienen:
Die Gating-Funktion wird durch die korrekte Abfolge von CS-Schaltsignal und Schutzfeldunterbrechung aktiviert und vom Lichtvorhang überwacht. Kurz vor der Einfahrt des Transportguts in das Schutzfeld sendet die Prozesssteuerung (SPS) das CS-Schaltsignal an den Sicherheits-Lichtvorhang. Der Zeitpunkt muss so eingestellt sein, dass der Abstand zwischen Transportgut und Schutzfeld weniger als 200 Millimeter beträgt – so wird verhindert, dass kurz vor der Durchfahrt noch eine Person passieren kann. Wenn das Transportgut innerhalb von vier Sekunden in das Schutzfeld einfährt, nutzt der Lichtvorhang sein eigenes PFI-Signal und unterdrückt eine Sicherheitsabschaltung. Das Gating endet entweder automatisch unmittelbar nach Durchfahrt des Förderguts und dem Freiwerden des Schutzfeldes oder durch Rücksetzen des CS-Schaltsignals durch die SPS. Dieses Verfahren ermöglicht ein besonders kompaktes und platzsparendes Anlagendesign, weil keine zusätzlichen, unmittelbar vor- und nachgelagerten Muting-Sensoren erforderlich sind.
Ist eine Palette nur teilweise beladen oder sind die Förderobjekte deutlich schmaler als die Fördertechnik, entsteht während des Mutings eine Lücke. Durch diese Lücke kann eine Person in den Gefahrenbereich gelangen, ohne dass die Sicherheitsfunktion ausgelöst wird. Um die Sicherheitslücke zu schließen, ist der maximal zulässige Freiraum neben dem Transportgut normativ auf 200 Millimeter begrenzt. In realen Applikationen finden sich immer wieder Durchgangslücken, die deutlich größer sind und damit eine einfache Umgehung der Schutzeinrichtung ermöglichen.
Diese Gefährdung lässt sich durch eine Zugangssicherung mit dynamischer Formatanpassung lösen. Hierbei erzeugen zwei Sicherheits-Laserscanner ein gemeinsames, geschlossenes, vertikales Schutzfeld. Zusätzlich auf beiden Seiten neben der Förderstrecke installierte Abstandssensoren erfassen die Position beziehungsweise Breite der Ware auf der Palette – alternativ lässt sich dies auch durch die integrierte Messfunktion der Scanner ermitteln. Mit diesen Informationen gibt das Sicherheitssystem im Schutzfeld einen entsprechenden Bereich frei, durch den sich das Transportgut unterbrechungsfrei fördern lässt. Seitlich neben der Ware bleibt der Zugang weiterhin normkonform abgesichert. Nach Durchfahrt des Transportguts wird das Schutzfeld automatisch wieder geschlossen. Sollte eine Person mitlaufen oder -fahren, wird dies auch sicher erkannt. Das innovative Sicherheitskonzept dieser Sicherheitslösung ermöglicht Performance Level d nach EN ISO 13849-1.
In diesem Beispiel dienen zwei Induktionsschleifen oder Ultraschall-Sensoren als Auslöser für die Mutingfunktion. Sobald sich der Stapler im Sensorbereich befindet, wird Muting initiiert und so die Sicherheitsfunktion des Lichtgitters deaktiviert. Der Stapler kann in die Station einfahren. Diese Lösung ist gemäß dem neuen Entwurf der DIN EN 415-4 so nicht mehr zulässig, denn die Gefahr bleibt bestehen: Eine Person kann den Gefahrbereich betreten – in der Annahme, dass sich die Maschine durch Auslösen des Lichtvorhangs im sicheren Zustand befindet, was während des Mutings nicht gegeben ist.
Bei dieser Sicherheitslösung wird die gefahrbringende Bewegung immer gestoppt, wenn das Lichtvorhangschutzfeld unterbrochen wird. Verlässt der Stapler den Gefahrenbereich, erzeugen speziell angeordnete Induktionsschleifen eine definierte Sequenz, die einen automatischen Wiederanlauf der Anlage ermöglicht. Können die Induktionsschleifen nicht in den Boden eingebracht werden, dann lässt sich die Staplerbewegung auch per Radarsensorik überwachen. Beide Ansätze erfüllen die Anforderungen an die funktionale Sicherheit und verhindern Manipulationen zuverlässig. Diese Sicherheitslösung entspricht ebenfalls Performance Level d nach EN ISO 13849-1.
Zusammengefasst ermöglicht Muting es, zwischen Förderobjekten und Personen zu unterscheiden und trägt zur Automatisierung und Effizienz bei. Allerdings muss das Verfahren immer gegen vorhersehbare Fehlbedienung und Manipulation abgesichert sein. Alternative Sicherheitslösungen sind insbesondere erforderlich, wenn Mutingsensoren die Förderobjekte nicht zuverlässig erkennen oder die Objektbreite stark variieren kann und so neben dem Transportgut zu große Lücken entstehen. Auch das Muting auf Gabelstapler ist sicherheitstechnisch nicht mehr Stand der Technik. In all diesen Fällen bleibt die Gefährdungsstelle potenziell zugänglich und gefährlich. Für diese Herausforderungen stehen sichere und normkonforme Lösungen zur Verfügung. Leuze unterstützt dabei mit einem klar strukturierten Entwicklungs- und Testprozess – von der Planung über die Programmierung bis zur umfassenden Validierung und Verifikation.
Der Weg zur Sicherheitslösung von Leuze beginnt mit der individuellen Anforderung des Kunden: Ein automatisierter Betrieb soll zuverlässig und sicher laufen. Nach einer gründlichen Analyse mit Risiko- oder Gefährdungsbeurteilung entwickelt ein Safety-Designer ein maßgeschneidertes Konzept und erarbeitet spezifische Sicherheitsfunktionen für den jeweiligen Anwendungsfall. Im Engineering-Team werden die passende Hardware und Sensorik ausgewählt, integriert, programmiert und getestet. Ein konsequentes Vier-Augen-Prinzip sorgt für eine funktional sichere Umsetzung. Umfassende Funktionstests gewährleisten, dass alle Sicherheits- und Standardfunktionen zuverlässig arbeiten. Erst nach erfolgreicher Validierung unter realen Bedingungen erfolgt die Inbetriebnahme beim Kunden. Abschließend erhält dieser eine vollständige Dokumentation inklusive Validierungsplan und CE-Konformitätserklärung.
Damit verbinden sich drei zentrale Vorteile:
Der neue JUMO favoTRON erweitert das Portfolio um einen kompakten PID-Regler der Einstiegsklasse. Als Zwei- und Dreipunktregler inklusive Programmregler Funktion und Selbstoptimierung, sowie dem universellen Messeingang, eine moderne und leistungsstarke Lösung für unterschiedlichste Prozesse.
Die hohe Regelgüte sorgt für effiziente und zuverlässige Abläufe in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, der Wasser- und Abwasseraufbereitung, bis hin zur Thermoprozesstechnik und HLK-Anwendungen. Eine intuitive Benutzeroberfläche mit Klartextanzeige in 4 Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch) ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Bedienung, Parametrierung und Konfiguration – und reduziert so deutlich den Zeitaufwand für den Anwender.
Besonders hervorzuheben ist die einfache Konfiguration über die USB-C Setup-Schnittstelle sowie die schnelle und sichere Verkabelung durch Federkraftklemmen mit PUSH IN-Technologie.
Der integrierte Service- und Betriebsstundenzähler unterstützt eine vorausschauende Wartungsplanung und minimiert Ausfallzeiten.
Mit den 2D-Profilsensoren der OX-Serie hat Baumer eine neue Sensorklasse für Qualitätskontrollen und Positionierungslösungen etabliert. Inspektionsaufgaben, die bislang nur aufwändig zu lösen waren, können jetzt dank erweitertem Toolset mit dieser kosteneffizienten Smart Vision Lösung umgesetzt werden. Für Anwender bedeutet das: Aufgaben wie Präsenzerkennung, Vollständigkeitsprüfung oder Qualitätskontrolle sind nun noch einfacher und zuverlässiger per smarter Profilerkennung möglich. Denn die neu überarbeitete OX-Serie kann komplexe Aufgaben übernehmen, für die bislang oft hochwertige Kamerasysteme oder Multisensorlösungen im Einsatz waren. Sie erkennt beispielweise Lücken, fehlende Objekte und mangelhaft bearbeitete Teile. Messbereiche bis 500 mm mit einem Sichtfeld bis zu 300 mm eröffnen zusätzliche Spielräume in der Anlagenkonstruktion.
Die OX-Serie analysiert Höhenprofile mittels eines integrierten, nochmals erweiterten Satzes an Werkzeugen, um damit eine Vielzahl anspruchsvoller Inspektions- und Positionieraufgaben kosteneffizient zu lösen. Durch die direkte Auswertung dieser Daten im intelligenten Sensor können die benötigten Ergebnisse, z.B. OK/NOK, Anzahl Objekte oder Positionsdaten, direkt ohne zusätzliche Recheneinheit ermittelt werden. Die zugrunde liegenden Profildaten können mit einer Präzision von bis zu 5 µm in z und einer Auflösung von bis zu 30 µm in x ermittelt werden. Die Integration der kompakten, mit Power-over-Ethernet versehenen Sensoren gestaltet sich über eine Vielzahl an verfügbaren Schnittstellen denkbar einfach.
Die kompakte OX-Serie lässt sich sehr einfach bedienen und anbinden. Über das intuitive Webinterface können die bis zu 20 Werkzeuge direkt parametriert werden. Der Clou dabei ist die Live-Darstellung der Messaufgaben, durch die Anwender Einstellungen im Sensor unmittelbar überprüfen und optimieren können.
Mit der Erweiterung der OX-Serie um neue Werkzeuge zur Profilanalyse und Ergebnisverknüpfung stärkt Baumer sein Smart Vision Portfolio um eine weitere anwenderfreundliche und wirtschaftliche Lösung.
In den vergangenen Jahren hat sich IO-Link verstärkt als industrielle Kommunikationslösung durchgesetzt, um gleichzeitig mehrere Prozesswerte und Parameter aus einem Gerät über eine ungeschirmte Standardleitung zu übertragen. Dabei spielen nicht nur die in den Anlagen verbauten IO-Link-fähigen Sensoren und Aktoren eine Rolle, das Herzstück der Infrastruktur ist auf den ersten Blick meist verborgen: Der IO-Link Master ist die zentrale Schnittstelle zwischen der Steuerung und den Sensoren im Feld. Mit der neuen Generation seines IO-Link-Masters AL1602 der AutomationLine hebt ifm die IO-Link-Integration nun auf ein neues Leistungsniveau.
Der IO-Link Master AL1602 steht mit seinem schwarzen glasfaserverstärkten Obergehäuse für eine neue Generation dezentraler Automatisierungslösungen. Der Master mit Multiprotokoll-Schnittstelle bietet acht IO-Link-Ports (Class A/B) mit insgesamt 16 flexibel nutzbaren Ein- und Ausgängen. Mit einer Stromtragfähigkeit von bis zu 2 A pro Ausgang ist er besonders für leistungsstarke Aktuatoren geeignet. Das Gehäuse und die voll umschäumte Leiterplatte sorgen für hohe Widerstandsfähigkeit, weder Kondensat noch Vibrationen sind damit ein Problem für den AL1602.
Mit IP67-Schutzart und einem Temperaturbereich von -40 bis 70°C ist das Gerät für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen geeignet. Die neuen Kunststoffports bieten höhere Anzugskräfte als die bisherigen Metallports der AL14-Serie. Das gemeinsame Massekonzept ermöglicht eine einfache und flexible Portkonfiguration, was einen kompakten und kosteneffizienten Gerätebetrieb ermöglicht. Die integrierte Daisy-Chain-Funktion erlaubt die einfache Spannungsversorgung mehrerer IO-Link-Master und reduziert damit den Verkabelungsaufwand deutlich.
Für die Praxis besonders relevant ist die integrierte Multiprotokoll-Schnittstelle, über die sich der IO-Link-Master problemlos in unterschiedliche Feldbus-Architekturen integrieren lässt. Zu Beginn stehen PROFINET und EtherNet/IP zur Verfügung. Die Schnittstelle unterstützt die häufig von der Industrie geforderte Standardisierung im Maschinen- und Anlagenbau, reduziert die Variantenvielfalt und senkt nachhaltig den Engineering-Aufwand. Der neue AL1602, der bereits lieferbar ist, lässt sich nahtlos mit dem Ein-/Ausgangsmodul AL2821 kombinieren, um etwa eine IO-Link Erweiterung zu realisieren.
Siemens will Software-definierte Automatisierung einem breiteren Spektrum an Nutzern aus der Industrie zugänglich machen. Dazu wird das IT-like Engineering-Tool Simatic AX Logic Control Engineering (LCE) um neue Funktionen erweitert: eine Kontaktplan-Programmierung namens XLad – die erste grafische Programmiersprache in Simatic AX LCE – sowie die Unterstützung für die Simatic S7-1200 G2-Steuerungsgeneration. Diese Neuerungen kombinieren die in der Operational Technology (OT) übliche Programmierung mit modernen IT-Workflows. Sie helfen Engineering-Teams, effektiver zu arbeiten und eröffnen neue Anwendungsbereiche für grundlegende Automatisierungsprojekte, bei denen Kosteneffizienz entscheidend ist.
Bisher war Simatic AX LCE als Engineering-Umgebung konzipiert, die vollständig auf Strukturiertem Text (ST) basiert, welche primär auf Software-Automatisierungsingenieure zugeschnitten ist. Mit der Ergänzung um Kontaktplan-Programmierung (Ladder-Programmierung) in Simatic AX ermöglicht Siemens es nun Service- und Wartungstechnikern sowie Ingenieuren mit einer Vorliebe für grafische Logikdarstellung, intuitiver mit Steuerungsprogrammen zu arbeiten. Das reduziert die Einarbeitungszeit, vereinfacht die Fehlerbehebung und verbessert die Zusammenarbeit zwischen OT- und IT-Teams.
XLad ist das erste textbasierte Kontaktplan-Programmiertool, das in Simatic AX Logic Control Engineering integriert wird. Es bringt Methoden der Software-Entwicklung wie Versionskontrolle, automatisiertes Testen und kontinuierliche Integration in die Welt der Kontaktplan-Programmierung. Mit integrierter Unterstützung für Git und CI/CD-Workflows (Continuous Integration und Continuous Delivery/Deployment) können Anwender Änderungen an Kontaktplänen transparenter verwalten, effektiver im Team zusammenarbeiten und die Softwarequalität im Engineering erhöhen.
Die nahtlose Interaktion von XLad mit Strukturiertem Text (ST) ermöglicht es Anwendern, in ST erstellte Bibliotheken wiederzuverwenden, indem sie diese in Kontaktplan-Anwendungen integrieren. Die objektorientierten Programmierprinzipien und die intuitive Lesbarkeit von Kontaktplänen machen es wesentlich einfacher, komplexe Steuerungslogik eindeutig und effizient zu implementieren.
Darüber hinaus unterstützt XLad bidirektionale Programmierung: Anwender können je nach Workflow-Präferenz zwischen einer grafischen Ansicht und einem textbasierten Editor wechseln. Die textuelle Darstellung ist sowohl von Menschen lesbar als auch bereit für den Einsatz künstlicher Intelligenz. Das legt den Grundstein für zukünftiges Engineering mit KI, wie etwa die KI-gestützte Entwicklung von Steuerungslogik. Außerdem ist die textbasierte Darstellung die Basis für eine einfache Versionsverwaltung mit Git.
Gleichzeitig erweitert Siemens den Hardware-Umfang von Simatic AX Logic Control Engineering um die Steuerung Simatic S7-1200 G2. Das eröffnet Kunden ein neues Spektrum an Projekten, die mit Simatic AX LCE umgesetzt werden können. Bisher unterstützte Simatic AX ausschließlich Simatic S7-1500-Steuerungen. Nun können Anwender Simatic AX LCE auch für das Engineering dezentraler, grundlegender Steuerungslogik einsetzen.
Mit dem neuen IO-Link LED-Controller schließt die DIANA Electronic-Systeme GmbH aus Schwaikheim eine Lücke zwischen designgetriebenen Lichtlösungen und den Anforderungen an eine standardisierte Maschinenkommunikation. Der Controller bringt die aus der Eventtechnik bekannten Pixel-LEDs in die Welt der Automatisierung – und das auf industriekompatible Weise.
Ein anschauliches Beispiel liefert Holz automation GmbH:
Dort helfen Lichtsignale, Ausfälle in einer automatisierten Montagelinien für Seitenwellen schnell zu lokalisieren. Dank einzeln steuerbarer LEDs kann der fehlerhafte Abschnitt einer bis zu 20 Meter langen Maschine gezielt erkannt werden. Die 48 Signalleuchten zeigen mit einem Lauflicht direkt in Richtung des Fehlers.
Andere Hersteller nutzen die LEDs um visuelle Effekte zu erzielen, etwa um auf Abstandsgefahren hinzuweisen – wie die blinkende Einparkhilfe im Auto. Aber auch Betriebszustände oder Counter lassen sich per IO-Link kostengünstig realisieren. Im Fall der Firma Holz mit Sitz in Backnang sind Einsparungen von fast 70 Prozent möglich, da aufwändige Programmierung und Hardware für bisherige Ansteuerungswege entfallen.
In Konsumwelt und Veranstaltungstechnik längst etabliert, gelten adressierbare LEDs bislang als schwer in industrielle Steuerungen integrierbar. Fernbedienungen, proprietäre Apps oder DMX-Schnittstellen erfüllen zwar kreative Ansprüche, passen aber nicht in die Sprache moderner Maschinensteuerungen.
Der IO-Link LED-Controller von Diana ändert das grundlegend. Als Schnittstelle zwischen Maschinensteuerung (über IO-Link Master) und adressierbaren LEDs ermöglicht er flexible, standardisierte und zugleich designorientierte Lichtlösungen – unabhängig davon, ob es sich um Einzelanfertigungen oder Serienprodukte handelt.
Die Produktfamilie des IO-Link LED-Controllers ist modular aufgebaut. Erhältlich mit einem, zwei oder vier unabhängig steuerbaren Ausgängen, eignet sich das System für einfache bis hochkomplexe Signalleuchten-Szenarien. Durch die Schutzart IP67 ist der Controller robust gegen Umwelteinflüsse und lässt sich sowohl in Maschinenumgebungen als auch im Schaltschrank installieren. Die Ausgänge können entweder synchron oder vollkommen unabhängig voneinander betrieben werden – ideal, wenn an einer Anlage mehrere Lichtfunktionen mit unterschiedlichen Bedeutungen realisiert werden sollen.
Pro Ausgang lassen sich bis zu 150 adressierbare RGB- oder RGBW-LEDs ansteuern. Je nach Anwendung stehen dabei unterschiedliche Betriebsmodi zur Verfügung:
Ergänzend zur optischen Signalgebung lässt sich über einen separaten Ausgang auch ein akustischer Signalgeber ansteuern – ein praktisches Feature für laute Umgebungen oder um zusätzliche Aufmerksamkeit zu erregen.
Diana setzt bei der Kompatibilität auf Offenheit: Unterstützt werden alle gängigen LED-Typen ohne externen Takt, egal ob RGB oder RGBW. Ein integrierter DC/DC-Wandler liefert direkt die benötigten 5 V bei bis zu 3 A pro Kanal. Für Spezialanwendungen mit 12 V oder 24 V lässt sich alternativ eine externe Spannungsversorgung anschließen, was besonders für Master-A-Systeme nützlich ist.
Softing Industrial Automation gibt die offizielle Verfügbarkeit von plantPerfect Monitor 2.00. Neben PROFIBUS unterstützt plantPerfect Monitor jetzt auch PROFINET und erweitert damit seinen Einsatzbereich auf Ethernet-basierte Kommunikationsstrukturen.
Mit der Erweiterung reagiert Softing auf die zunehmende Verbreitung hybrider Kommunikationsstrukturen in der Industrie. Anwender können jetzt sowohl klassische Feldbus- als auch Ethernet-basierte Netzwerke zentral überwachen und analysieren.
Die neue PROFINET-Unterstützung erweitert die bestehende PROFIBUS-Funktionalität um zusätzliche Diagnose-, Topologie- und Gerätedaten. Damit entwickelt sich plantPerfect Monitor zu einer zentralen Plattform für die Überwachung hybrider Kommunikationsnetzwerke.
Anwender profitieren von erweiterten Analysefunktionen und einer durchgängigen Transparenz über gemischte Netzwerkstrukturen innerhalb einer einzigen Anwendung.
plantPerfect Monitor erfasst kontinuierlich Zustands-, Diagnose- und Statistikdaten aus den Kommunikationsnetzen und stellt sie zentral bereit. Veränderungen im Netzwerk, wie zum Beispiel steigende Fehlerraten oder instabile Verbindungen, werden frühzeitig sichtbar. So lassen sich Störungen erkennen, bevor sie zu ungeplanten Stillständen führen.
Die Lösung unterstützt damit den Übergang von reaktiver Fehlerbehebung hin zu einer zustandsorientierten Instandhaltung.
Mit einer webbasierten Oberfläche bietet die Software einen zentralen Überblick über alle überwachten Netzwerke und Komponenten. Ein automatisch gepflegtes Live-Inventar zeigt angeschlossene Geräte, deren Zustand sowie relevante Diagnosedaten. Das erleichtert die Fehlersuche und reduziert Stillstandszeiten.
Durch die kontinuierliche Speicherung aller Netzwerk- und Gerätedaten in einer integrierten Datenbank verwandelt plantPerfect Monitor Rohdaten in konkrete Handlungsempfehlungen.
Historische Analysen und Trends helfen dabei, Wartungsmaßnahmen gezielt zu planen und Schwachstellen im Netzwerk zu identifizieren.
Durch die kontinuierliche Inventarisierung von Geräten und Netzwerkstrukturen schafft plantPerfect Monitor Transparenz für Security-Konzepte und Audits.
Damit wird die Lösung zu einem wichtigen Baustein für die Umsetzung moderner Cybersecurity-Strategien in der Produktion.
plantPerfect Monitor arbeitet in Kombination mit den smartLink-Komponenten von Softing, die als zentrale Datenschnittstelle zwischen Feldnetzwerk und Monitoring-Anwendung fungieren.
Diese erfassen direkt im Netzwerk Diagnose- und Gerätedaten aus PROFIBUS- und PROFINET-Systemen und übertragen sie über eine separate MQTT-Schnittstelle an die Monitoring-Software.
Dank der containerbasierten Architektur lässt sich plantPerfect Monitor flexibel in bestehende IT- und OT-Umgebungen integrieren. Die Lösung kann sowohl lokal als auch in virtualisierten oder Docker-basierten Infrastrukturen betrieben werden. Ein skalierbares Lizenzmodell ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche Anlagengrößen und Anforderungen.
Angesichts steigender Datenmengen in industriellen Anlagen stellt sich für Konstrukteure und Planer die Frage, wie anfallende Daten schnell und zuverlässig übertragen werden können und gleichzeitig Bauraum gespart werden kann. Typische Einsatzbereiche, die stetig höhere Datenübertragungsraten fordern, sind zum Beispiel Vision- und Scanner-Systeme zur Fertigungsüberwachung und Echtzeitdatenauswertung. Auch Entertainment-Systeme in Zügen, welche die Fahrgäste mit einer zuverlässigen Internetanbindung am Sitzplatz versorgen, und Überwachungskameras stellen hohe Anforderungen an Datenübertragung und Robustheit der Steckverbinder. Eine funktions- und störsichere Datenübertragung wird auch in Applikationen benötigt, die einer großen Vibrationsbelastung oder hohen Torsionkräften ausgesetzt sind wie sie beispielsweise bei der Steuerung von Zugtüren, bei Stanzautomaten oder Roboterapplikationen auftreten.
Mit der Produktserie M12x1 x-codiert bietet CONEC ein Portfolio CAT 6A fähiger Steckverbinder. Die Steckverbinderserie umfasst neben Einbauflanschversionen inkl. SMT und THR Varianten, konfektionierbare Steckverbinder mit Crimpanschluss sowie umspritzte Steckverbinder axial und gewinkelt als Anschluss- oder Verbindungsleitung. Für Applikationen, in denen Steckverbinder gefordert sind, die sich ohne Sichtkontakt und Werkzeug sicher verriegeln lassen, bietet CONEC Steckverbinder und Einbauflansche mit Bajonett Schnellverriegelung. Die beiden Flanschvarianten axial oder gewinkelt sind dabei 100% rückwärtskompatibel zur Standard Schraubverriegelung.
Neben einem umspritzten Flansch mit Leitung ein gewinkelter Einbauflansch/Isolierkörper mit Printanschluss mit schraub- und/oder Bajonettverrieglung sowie axiale SMT- und THR-Varianten zur Verfügung. Der Anwender kann bei den SMT/THR Varianten, die mit dem Isolierkörper bestückte Platine in verschiedene Flanschgeometrien montieren. Die CONEC-Flansche eignen sich zur Kombimontage und sind ideal für eine Konzeption, bei denen das M12x1 Gewinde der Gehäuse direkt angeformt ist. Die doppelte und symmetrische Anordnung der Kontaktfedern, verfeinert die bisherigen Schirmkonzepte durch eine axiale und radiale Anbindung an die Flanschseite und ist das Resultat der Anforderung von einer niederohmigen Schirmübertragung.
Durch das radiale Schirmkonzept kann ein erheblicher Toleranzbereich beim Einbau kompensiert werden, ohne dass die Übergangswiderstände darunter leiden. Die elektromagnetische Trennung der vier Adernpaare nach CAT 6A ist trotzdem zu 100% gegeben. Die automatische Bestückung des Steckverbinders ist trotz der Federelemente möglich. Der Platinen-Bestücker kann auf ein Saugnapf-System zurückgreifen und das von CONEC aufgebrachte Klebepad dafür nutzen, den Steckverbinder für die Bestückung zu erfassen. Standardmäßig beträgt die Schutzart im montierten Zustand zum Gehäuse IP67, im Steckgesicht im unverschraubten Zustand IP20.
icotek verfügt über ein umfangreiches Sortiment an teilbaren Kabeldurchführungen, Kabelverschraubungen und Kabelführungsplatten für unterschiedliche Einsatzbereiche in der Prozess- und Verpackungstechnik sowie in Abfüllanlagen. Mit den Lösungen lassen sich Leitungen, Pneumatikschläuche und vorkonfektionierte Kabel schnell, sauber und normgerecht durch Schaltschrank-, Gehäuse- oder Maschinenwände auch in hygienekritischen Produktionsbereichen führen. Je nach Ausführung sind Zugentlastung und Abdichtung nach EN 62444 gewährleistet.
Ein wichtiger Vorteil liegt in der schnellen Montage: Viele Komponenten lassen sich ohne aufwendige Demontage installieren. Das spart Zeit bei der Erstinstallation, erleichtert Wartungsarbeiten und reduziert Stillstandszeiten. Besonders bei vorkonfektionierten Leitungen ist das ein entscheidender Punkt, da Stecker nicht entfernt und anschließend neu konfektioniert werden müssen.
Für hygienekritischen Produktionsumgebungen bietet icotek Produkte mit relevanten Zertifizierungen und Materialeigenschaften. Dazu zählen unter anderem Schutzarten bis IP66/IP68, UL Type Ratings, UV-Beständigkeit nach ISO 4892-2A, Hygienic Design sowie materialbezogene Konformitäten wie FDA, EC 1935/2004 und EU 10/2011. Damit eignen sich die Komponenten für Anwendungen, bei denen Abdichtung, komfortable Reinigung und Beständigkeit gegenüber Medien entscheidend sind.
Für pneumatische und hydraulische Anwendungen bietet icotek zudem Kabelführungsplatten mit besonders glatter Oberfläche an. Sie ermöglichen die sichere Durchführung von Leitungen und Schläuchen und erreichen Schutzarten bis IP66/IP68 sowie UL Type 4X. In der Lebensmitteltechnik sind FDA-konforme Materialien besonders relevant, um bei einer möglichen Berührung des Lebensmittels eine Verunreinigung zu vermeiden. Ebenso wichtig ist eine glatte Oberfläche ohne Schmutznischen, um Ablagerungen zu reduzieren und eine hygienische Reinigung zu unterstützen.
Das Sortiment ist kompatibel mit Standardausbrüchen für schwere mehrpolige Industriesteckverbinder sowie mit runden metrischen Ausbrüchen von M16 bis M85. Dadurch lassen sich die Lösungen flexibel in bestehende Maschinenkonzepte und neue Anlagen integrieren.
Habia stellt die vielseitige PTFE Single Core Cables her, die sowohl in industriellen Maschinenparks, der Automobilindustrie als auch aktuell in der Formel 1 zum Einsatz kommen. Sie wurden speziell für elektrische Anwendungen entwickelt, die hohe Zuverlässigkeit, geringes Gewicht und eine hohe Beständigkeit gegenüber anspruchsvollen Umgebungsbedingungen erfordern. Mit Querschnitten von 0,5 mm² bis 2,5 mm² eignen die Kabel sich insbesondere für den Einsatz in kompakten Systemen, bei denen sowohl die Energieversorgung als auch die Signalübertragung höchsten Anforderungen genügen muss.
Elektrische Systeme in modernen Fahrzeugen, Industrieanlagen oder Prüfständen sind häufig hohen Temperaturen, Vibrationen und dem Kontakt mit Chemikalien ausgesetzt. Die PTFE-isolierten Einzeladern von Habia wurden speziell für diese Herausforderungen entwickelt. Dank ihrer hohen Beständigkeit gegenüber Alterung, Hitze sowie chemischen Stoffen wie Ölen oder Bremsflüssigkeiten gewährleisten die Kabel eine langfristig zuverlässige Performance, auch unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen. Dies trägt zu einem reduzierten Wartungsaufwand und einer erhöhten Betriebssicherheit für elektrische Systeme bei.
Neben ihrer Robustheit überzeugen die PTFE-Single-Core-Cables durch ihr geringes Gewicht und ihre kompakte Bauweise. Dadurch lassen sie sich platzsparend in moderne elektrische Systeme integrieren und unterstützen Entwickler dabei, Gewicht und Bauraum effizient zu reduzieren. Insbesondere in Anwendungen, bei denen jedes Gramm zählt, leisten die Kabel einen wichtigen Beitrag zur Optimierung des Gesamtsystems.
Neben der Stromversorgung gewinnen Sensorik und Datenkommunikation in modernen Steuerungssystemen zunehmend an Bedeutung. Die PTFE-Single-Core-Cables bieten eine optimierte Signalübertragungsqualität und eignen sich daher auch für anspruchsvolle Sensorverbindungen. Eine stabile und zuverlässige Übertragung elektrischer Signale ist entscheidend für die präzise Funktion moderner Steuerungs- und Überwachungssysteme und trägt somit zur Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems bei.
Die PTFE Single Core Cables stellen ihre Leistungsfähigkeit unter anderem im vollelektrischen Rennsport unter Beweis. So kommen sie im Niedervolt-Kabelbaum des Formula-Student-Rennwagens des Teams ELBFLORACE von der Technischen Universität Dresden zum Einsatz. Dort werden sie sowohl als Versorgungs- und Masseleitungen als auch für Sensorverbindungen verwendet.
Danisense hat den neuen kompakten Fluxgate-AC/DC-Stromsensor MBC4000I vorgestellt, der hochpräzise Strommessungen von bis zu 4000 A und mehr ermöglicht. Der neue Sensor bietet eine bis zu zehnmal höhere Messleistung als die derzeit auf dem Markt erhältlichen herkömmlichen Hall-Effekt-Sensoren. Der auf der stabilen Closed-Loop-Fluxgate-Technologie von Danisense basierende Meswandler bietet eine außergewöhnliche Genauigkeit von unter 0,05 % im Temperaturbereich von -20 °C bis +85 °C, eine extrem geringe Empfindlichkeitsdrift und eine zuverlässige Stromausgangsleistung. Mit einer großen Öffnung von 121 mm Durchmesser für Sammelschienenanwendungen, einem Primär-Sekundär-Verhältnis von 1:5000 und minimaler Offset-Drift bei Temperaturänderungen eignet sich der Sensor ideal für anspruchsvolle Hochstrom-Messumgebungen.
Die weltweite Energiewende treibt eine umfassende Elektrifizierung in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen voran. Dieser Trend hat zu einem wachsenden Bedarf an Strommesslösungen geführt, die Ströme von 4.000 A und höher genau erfassen können. In vielen Hochleistungsanwendungen stoßen herkömmliche Hall-Effekt-Strommesswandler mit Regelkreis hinsichtlich Linearität, Offset-Drift und Messgenauigkeit an ihre praktischen Grenzen. Deshalb hat Danisense sein Fluxgate-Messprinzip überarbeitet. Das Ergebnis ist diese neue Generation von Strommesswandlern mit ihrer verbesserten Messleistung gegenüber herkömmlichen Hall-Effekt-Sensoren.
Die Stärke von Kegelrollenlagern ist ihre Fähigkeit, radiale und axiale Kräfte gleichzeitig aufzunehmen. Das geschieht unter einem definierten Druckwinkel, der bestimmt, wie stark die axiale Belastbarkeit ausfällt. In typischen Baureihen liegt der Druckwinkel zwischen 10 und 16°, bei speziellen Ausführungen auch deutlich darüber. Entscheidend ist: Axialkräfte werden nur in eine Richtung aufgenommen. Deshalb werden Kegelrollenlager oft paarweise in X- oder O-Anordnung eingesetzt.
Konstruktiv folgen Kegelrollenlager einem klaren Prinzip. Ein bordloser Außenring – der „Cup“ – trifft auf eine Baugruppe aus Innenring, Käfig und Rollen – den „Cone“. Diese Trennung erlaubt es, die Vorspannung bei der Montage gezielt einzustellen.
Die konstruktive Auslegung von Vorspannung und Lagerspiel ist das Fundament für die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer jeder Kegelrollenlagerung. Während ein zu großes Lagerspiel zu unpräziser Wellenführung und störenden Vibrationen führt, sorgt eine gezielte Vorspannung für eine deutlich höhere Systemsteifigkeit. Diese Steifigkeit ist entscheidend, um die Wellendurchbiegung unter Last zu minimieren und die Positioniergenauigkeit des gesamten mechanischen Systems zu maximieren. Ein wesentlicher Vorteil liegt in der verbesserten Dynamik, da höhere Eigenfrequenzen erreicht werden, was die Schwingungsanfälligkeit der Konstruktion reduziert.
Zudem optimiert die Vorspannung die Lastverteilung innerhalb des Lagers, wodurch alle Wälzkörper gleichmäßiger belastet werden und der Verschleiß sinkt. Trotz dieser positiven Merkmale muss die Auswirkung auf das Reibmoment kritisch beobachtet werden, um eine Überhitzung zu vermeiden. Letztlich bestimmt die Balance zwischen Spiel und Vorspannung, ob ein Lager seine volle Betriebsdauer erreicht oder vorzeitig durch Heißlaufen ausfällt. Eine fachgerechte Montage erfordert daher stets die präzise Einhaltung der Herstellervorgaben bezüglich der angestrebten Steifigkeit und des daraus resultierenden Laufverhaltens.
Aufgrund ihrer Konstruktion spielt die Fertigungsgenauigkeit bei Kegelrollenlagern eine zentrale Rolle. Die verlängerten Mantellinien von Rollen und Laufbahnen müssen sich in einem Punkt schneiden. Nur dann entsteht eine saubere Abrollbewegung. Schon kleine Abweichungen führen zu Schlupf, erhöhter Reibung und veränderten Lastverteilungen. Auch das wirkt sich direkt auf Geräusch- und Schwingungsverhalten aus.
Kegelrollenlager aus dem Standard-Sortiment von Findling erfüllen genau diese Voraussetzungen. Sie sind metrisch oder zöllig erhältlich, einzeln oder als abgestimmte Sätze. Außen- und Innenringe lassen sich flexibel kombinieren. Um aus dem verfügbaren Portfolio die technisch wie wirtschaftlich passende Variante für den Kunden zu identifizieren, nutzt Findling die ABEG®-Methode um das Angebot in vier klar definierte Leistungsklassen einzuteilen.strukturieren das Angebot.
„Ein Standardlager ist für uns kein Kompromiss, sondern in vielen Fällen die beste Lösung“, erklärt Geschäftsführer Klaus Findling. „Entscheidend ist eine überlegte Auswahl, die die Bedürfnisse der Anwendung exakt trifft. Genau das ermöglichen wir unseren Kunden.“
Durch die optimale elektrische und mechanische Abstimmung beider Komponenten erreicht NORDAC FUSION Einheiten von Nord erreichen durch Ihre elektrische und mechanische Komponentenabstimmung eine hohe Leistungsdichte auf möglichst kleinem Bauraum. Anwender profitieren von einem einsatzbereiten System, das direkt nach dem Anschließen zuverlässig arbeitet. Aufwendige Parametrierung oder zeitintensive Komponentenauswahl entfallen.
NORDAC FUSION kombiniert Asynchronmotoren (IE3) und Permanentmagnet-Synchronmotoren (IE5+) in belüfteter und unbelüfteter Ausführung mit einem dezentralen Frequenzumrichter aus der NORDAC ON Familie. Die optimierten Motor-Umrichter-Kombinationen decken einen Leistungsbereich von 0,31 und 3,7 kW ab. Sie sind mit durchgängigen Sicherheits- und Kommunikationseigenschaften ausgestattet, weltweit einsetzbar und lassen sich ideal mit einem Getriebe aus dem modularen Produktbaukasten des Herstellers ergänzen.
Die dezentralen NORDAC ON Frequenzumrichter zeichnen sich durch ihr kompaktes Design, ihre vollständige Steckbarkeit und besondere Zuverlässigkeit aus. Besondere Merkmale sind die Integrierte PLC sowie ihre Multiprotokoll-Ethernet-Schnittstelle. PROFINET, EtherNet/IP und EtherCAT sind einfach per Parameter einstellbar.
Neben den Sicherheitsfunktionen STO und SS1 werden auch die Bewegungsüberwachungs-Funktionen SLS, SMS oder SSM für eine sicherheitsgerichtete Kontrolle der Drehbewegung zukünftig unterstützt. Sie lassen sich dann via PROFIsafe oder FSoE in eine sicherheitsgerichtete Applikation innerhalb eines bestehenden Industrial-Ethernet-Verbunds integrieren. Auch ein Stand-alone-Einsatz ist möglich. Die sicheren digitalen Ein- und Ausgänge können für die Einbindung sicherheitsgerichteter Peripherie-Komponenten beziehungsweise -Funktionen genutzt werden. Damit lassen sich unter anderem Not-Halt-Taster, Schutztürschalter oder Lichtschranken direkt anschließen. Zwei sichere einkanalige Digitaleingänge können zu einem sicheren zweikanaligen Digitaleingang sowie zwei sichere Ausgänge zu einem sicheren zweikanaligen Ausgang zusammengefasst werden. So kann auch beim NORDAC FUSION das Level an funktionaler Sicherheit individuell festlegt werden.
Ein weiterer Vorteil ist die geberlose Regelung des NORDAC FUSION mit dem hocheffizienten IE5+ Synchronmotoren (PMSM) des Herstellers. Über das CFC open-loop Injection-Verfahren kann die Rotorlage und Geschwindigkeit des Motors ohne zusätzliche Sensorik erfasst werden. Damit bietet NORD eine robuste, schlanke und wirtschaftliche Antriebslösung, die sich auch für dynamische Applikationen eignet. Die PMSM-Motoren zeichnen sich durch einen konstant hohen Wirkungsgrad von bis zu 95 % über einen breiten Drehmomentbereich aus.
Die fortschreitende Digitalisierung und Dezentralisierung industrieller Anlagen stellt neue Anforderungen an die elektrische Schnittstelle moderner Antriebe und deren Steuerungen. Mit der Baugröße Size 15 bietet HARTING eine standardisierte, kompakte und leistungsfähige Rundsteckverbinderlösung für Asynchronmotoren und dezentrale Steuerungen.
Size 15 Steckverbinder kommen vor allem bei Asynchronmotoren zum Einsatz, bei denen keine Frequenzregelung notwendig ist. Dadurch entfällt die Notwendigkeit einer aufwändigen EMV Schirmung über ein Metallgehäuse. HARTING setzt konsequent auf robuste Kunststoffgehäuse, die Gewicht reduzieren, die Montage vereinfachen und gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile bieten. Darüber hinaus eignet sich dieser Rundsteckverbinder ideal, um mehrere Anwendungen mit geringer Leistungsaufnahme in einer Daisy-Chain-Struktur miteinander zu verbinden.
Die Size 15 Schnittstelle ist international nach IEC 61076 2 115 normiert und garantiert damit herstellerübergreifende Kompatibilität sowie Second Source Fähigkeit – ein entscheidender Faktor für Anwenderinnen und Anwender in der industriellen Automation.
Die Norm beschreibt drei klar definierte Kodierungen:
HARTING bietet in seinem Portfolio Lösungen für die 630 V & 48 V Varianten an. Je nach Ausführung lassen sich damit in einer Daisy-Chain Struktur Teilnehmer bis zu einer Gesamtleistung von 16kW oder ein Asynchronmotor mit bis zu 7,5 kW sicher steckbar anschließen – ideal für viele der kommenden dezentralen Antriebskomponenten.
Für den sicheren Anschluss setzt Size 15 konsequent auf eine Bajonettverriegelung. Sie ermöglicht eine schnelle, vibrationssichere Verbindung und ist optimal auf die Anforderungen industrieller Umgebungen abgestimmt.
Mit Size 15 bietet HARTING erstmalig eine standardisierte Alternative zur Han® 3A Serie und schließt somit die Lücke zwischen leistungsstarken, aber schweren M23 Verbindern aus Metall und sehr kompakten M12 Powerlösungen, für die bisher nur ein Rechtecksteckverbinder im Portfolio vorhanden war. Anwender profitieren von einer Schnittstelle, die exakt auf die Leistungsanforderungen moderner Asynchronantriebe zugeschnitten ist.
Steigende Strompreise gefährden die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Die bürstenlosen Antriebe der BL-Serien von Oriental Motor können Abhilfe schaffen, indem sie den Energieverbrauch von Maschinen und Anlagen deutlich reduzieren. Die bürstenlosen DC-Motoren von Oriental Motor eignen sich sowohl für den Einbau in neue Maschinenkonstruktionen als auch für den Ersatz bisheriger AC-Antriebe. Der durchschnittliche Stromverbrauch eines bürstenlosen 60-W-Antriebs liegt bei einem 12-Stunden-Betrieb an 300 Tagen im Jahr 165,6 kWh niedriger als bei einem vergleichbaren AC-Motor (einphasig/60 W/200 VAC/60 Hz).
Oriental Motor bietet der Industrie eine große Bandbreite an bürstenlosen DC-Antrieben für die AC- oder DC-Stromversorgung mit Ausgangsleistungen von 15 W bis 400 W. Für einen energiesparenden Antrieb in höheren Leistungsbereichen ist darüber hinaus der BL 750 W erhältlich: Dieser Motor erfüllt die Anforderungen der Effizienzklasse IE5 und ist kleiner und leichter als dreiphasige AC-Motoren mit derselben Ausgangsleistung. Der BL2M mit 750 W Ausgangsleistung kann sowohl am passenden BLSD-Treiber als auch an Frequenzumrichtern betrieben werden, die für Permanentmagnetmotoren geeignet sind. Dank seiner hohen Schutzart (IP66) ist der Antrieb auch in Bereichen mit Spritzwasser einsetzbar. Die bürstenlosen Antriebe der BL-Serien von Oriental Motor zeichnen sich durch eine geringe Wärmeentwicklung und eine stabile Drehzahlregelung aus. Sie weisen über einen weiten Drehzahlbereich hinweg einen hohen Wirkungsgrad auf und erzielen auch bei schwankenden Lasten eine zuverlässige Leistung. Mögliche Einsatzgebiete der BLDC-Motoren sind neben Bandantrieben und Materialtransportsystemen auch Pumpen, Rührwerke und Dosiergeräte. Darüber hinaus eignen sich die Antriebe optimal für Verpackungs- und Produktionsmaschinen sowie für alle Anwendungen mit langen Betriebszeiten und variablen Lasten.
Robotergreifer in Pick-and-Place-Anwendungen oder in der Feinmontage müssen mit höchster Präzision arbeiten. Induktive und fotoelektrische Miniatur-Sensoren von Contrinex wurden speziell für diese Einsatzgebiete entwickelt. In vielen industriellen Bereichen müssen hochsensible Komponenten von Robotergreifern sicher gehandhabt werden. Ein Beispiel ist die Solarindustrie: Hier bewegen Greifer zerbrechliche Wafer von einer Bearbeitungsstation zur nächsten. Sind die Greiferbacken nicht vollständig geöffnet, wenn sie sich auf den Wafer zubewegen, können sie die zerbrechlichen Komponenten beschädigen oder sogar zerstören.
Induktive Miniatur-Sensoren von Contrinex verhindern das zuverlässig: Sie erfassen den Öffnungswinkel sowie die exakte Position der Greiferbacken. Die Sensoren bieten Schaltfrequenzen bis 8.000 Hz sowie eine hohe Temperaturstabilität (−25 °C bis +70 °C oder +85 °C). Sie fügen sich mit Abmessungen von 3 mm x 12 mm selbst in enge Bauräume problemlos ein. Contrinex fertigt die induktiven Miniatur-Sensoren in drei Ausführungen: Als Minimini mit erhöhten Schaltabständen von bis zu 1 mm, als Full Inox im robusten, aus einem Stück gefertigten Edelstahlgehäuse (V2A/druckfest bis 120 bar) und als Extra Distance mit bis zu vierfachem Standard-Schaltabstand.
Die fotoelektrischen Miniatur-Sensoren von Contrinex gewährleisten den sicheren Betrieb von Robotergreifern auch in anderen Bereichen: Sie erkennen Hindernisse und verhindern so Kollisionen. Die fotoelektrischen MINIDIST-Sensoren besitzen einen analogen Ausgang (01 bis 2,6 VDC) sowie einen einstellbaren PNP-Lichtausgang und sind vollständig einbaubar. Eine punktgenaue LED-Rotlichtquelle mit 5-mm-Lichtpunkt ermöglicht die exakte Entfernungsmessung für metallische und nicht-metallische Ziele. Die fotoelektrischen Miniatur-Sensoren von Contrinex sind mit modernster optischer und ASIC-Technologie ausgerüstet und sowohl mit als auch ohne Gehäuse lieferbar.
Der Weg zur intelligenten Messtechnik führt über die Integration der nötigen Elektronik direkt in den Mehrkomponentenaufnehmer (MKA). Während in klassischen Messanordnungen die Messverstärker im Schaltschrank installiert sind, mehrere Meter entfernt vom Kraftaufnehmer, sieht GTM große Vorteile darin, den Verstärker nah am Sensor oder gleich im Sensorgehäuse unterzubringen. Damit lassen sich teure Spezialkabel einsparen, was sich vor allem mit Blick auf MKA mit bis zu sechs Anschlüssen rechnet, die ansonsten jeweils einzeln verkabelt werden müssen. Auch Genauigkeitsverluste durch lange Signalwege fallen weg, was im Umkehrschluss zu potenziell deutlich präziseren Ergebnissen führt.
Für viele Anwendungen sind einachsige Kraftsensoren ausreichend, doch in komplexeren Prüfständen, z.B. im Bereich Automotive für Reifen- und Fahrwerkstests, empfehlen sich MKA. Sie erfassen Kräfte und Momente in allen drei Raumachsen, bis zu sechs Komponenten gleichzeitig. Das Ergebnis ist ein vollständiges, physikalisch sauberes Bild des Systems, in dem sie integriert sind.
Auch in der Robotik spielt MKA-Messtechnik eine immer größere Rolle, wenn es etwa darum geht, Roboter mit einem „Tastgefühl“ auszustatten, damit sie die auftretenden Kräfte besser interpretieren können. Weitere Anwendungsgebiete für MKA-Messtechnik finden sich in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik und in Wissenschaft und Forschung, wie bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) oder in Fraunhofer-Instituten, wo Grundlagen für künftige Normen geschaffen werden.
Für die Integration von MKA etwa in einen Prüfstand ist bislang Expertenwissen gefragt, sei es für die korrekte Verkabelung, das manuelle Einpflegen einer Kompensationsmatrix oder der Konfiguration des Verstärkers. Mit „Plug & Measure“, wie GTM seinen Weg zur intelligenten MKA-Messtechnik nennt, erhalten Kunden eine hochpräzise MKA-Messlösung, die komplett kalibriert, kompensiert und damit in kürzester Zeit betriebsbereit ist. Weitere aktuelle Entwicklungen wie der digitale Kalibrierschein (DCC) weisen in die gleiche Richtung: Komplexe Messtechnik in der Summe anwenderfreundlicher zu machen und damit einen neuen Standard in der Messtechnik zu markieren. Smarte Kraftmesssensoren, wie sie GTM entwickelt, haben damit das Potenzial, viele Industriebranchen und auch die Wissenschaft nachhaltig zu verbessern und ein Stück präziser zu machen.
TURCK bringt neue induktive IO-Link-Ringsensoren für die zuverlässige Erfassung kleiner metallischer Teile auf den Markt. Die vielseitig parametrierbaren BIxR-W20-Sensoren adressieren typische Aufgaben in Zuführsystemen, Förderanlagen und Bearbeitungsmaschinen und ersetzen herkömmliche Varianten mit starrer Funktionsausprägung durch ein einheitliches, IO-Link-fähiges Gerätekonzept. Anwender profitieren von einer Reduktion der Variantenvielfalt sowie zusätzlichen Diagnose- und Prozessdaten, die direkt über IO-Link zur Verfügung stehen.
Ein zentrales Merkmal der Sensoren, die mit acht Ringdurchmessern von 6 bis 50 mm verfügbar sind, ist die flexible Parametrierbarkeit: Empfindlichkeit, Schaltlogik, Ausgangsart sowie statischer oder dynamischer Betriebsmodus lassen sich sowohl über IO-Link als auch per Teach Adapter einstellen. Neben den Prozessdaten liefern die Geräte umfangreiche Diagnoseinformationen, etwa zu Betriebsstunden, Schaltzyklen oder Temperaturen, die Condition Monitoring und Predictive Maintenance unterstützen.
Typische Einsatzbereiche sind Zuführsysteme für Schraubautomaten, Teilezählung- und Sortierung in Förderanlagen sowie Drahtbruch- und Staukontrollen. Im dynamischen Modus erfassen die Ringsensoren auch sehr kleine und schnelle Teile mit einstellbarer Impulslänge und hoher Wiederholgenauigkeit.
Der Miniatur-Encoder BGE16wd von EBE arbeitet dank Gleitlagerung und Hall-sensorischer Erfassung verschleißfrei und ist für hohe mechanische Belastung ausgelegt. Mit Schutzart IP65 ist er gegen Staub und Wasser geschützt und für vielseitig einsetzbar von der Baumaschine über die Medizintechnik bis hin zum Maschinenbau und industrieller Steuerungstechnik.
Durch seine Gleitlagerung und magnetisch berührungslose Umdrehungserfassung besitzt der BGE16wd keine klassischen Verschleißstellen. Selbst ständige Vibrationen, Stöße oder gar Vandalismus beeinträchtigen seine Funktionalität nicht. Das Edelstahlgehäuse und die Edelstahlachse ergänzen den Schutz weiter, während die vergossene Gehäuserückseite das Eindringen von Feuchtigkeit und Staub sogar von dieser Seite aus verhindert. Damit überzeugt der Encoder bei maximaler Beanspruchung und reduziert Ausfall- sowie Wartungszeiten. Mit einer Impulszahl von bis zu 256 A/B Impulsen pro Umdrehung eignet sich der Encoder besonders für Anwendungen, bei denen es auf exaktes Positionieren oder das Detektieren feiner Bewegungen ankommt. Eine Version mit noch höherer Auflösung von bis zu 10bit ist auf Anfrage verfügbar. Um die Präzision bei der HMI-Bedienung weiter zu steigern, gibt es die Möglichkeit der Erweiterung mit einer Bremse. Seine Gleitlagerung gewährleistet auch bei langen Laufzeiten eine gleichbleibende Haptik und Funktionalität. Das kompakte 16mm-Design ermöglicht den Einsatz bei beengten Platzverhältnissen, etwa in modernen Landmaschinen oder Spezialfahrzeugen. Ergänzend dazu ist die Struktur des Encoders auf eine dauerhafte Performance in anspruchsvollen Einsatzszenarien ausgelegt – eine wesentliche Eigenschaft, wenn zuverlässige Rückmeldung für Steuerungs- und Bedienkonzepte erforderlich ist.
Mit IP65-Schutz sind Staub, Spritzwasser und starke Reinigungsmaßnahmen für den BGE16wd keine Herausforderung. Die Edelstahlkomponenten und die widerstandsfähige Abdichtung machen ihn zur ersten Wahl für den Außeneinsatz oder in besonders beanspruchten Innenbereichen. Der flexible Einbau wird durch unterschiedliche Achsdurchmesser und Schnittstellen bzw. Stecker zusätzlich unterstützt. Die Kombination aus hervorragender Langlebigkeit, Schutz und Präzision unterstützt zukunftssichere Automatisierungs- und HMI-Konzepte im rauen Praxisalltag.
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