Die Basis gemeinsamer Entwicklungen bilden RiLineX als neue Standard-Plattform für Sammelschienensysteme, Ri4Power als modularer Systembaukasten für Stromverteilungen, marktführende Schaltgeräte und effiziente unterbrechungsfreie Stromversorgungen.
Mit der Partnerschaft schließen sich zwei globale Technologieführer in ihren jeweiligen Domänen für gemeinsame Entwicklungen zusammen: ABB als innovativer Hersteller für intelligente, vernetzte und sichere Stromversorgungen und Rittal als führender Anbieter für Schaltschranksysteme und Stromverteilungs-Plattformen. Mit einer um 75 % schnelleren Montage und einem innovativen Plattformkonzept setzt RiLineX den neuen Standard in der Stromverteilung – unterstützt durch ein wachsendes Ökosystem ausgewiesener Technologiepartner.
„Wir freuen uns, die langjährige Zusammenarbeit mit ABB im Bereich unterbrechungsfreier Stromversorgung für Rechenzentren und der Schalt- und Steuerungstechnik für Stromverteilungen nun in eine global angelegte Technologiepartnerschaft zu überführen. Unsere Plattformen RiLineX und Ri4Power werden wir künftig mit gemeinsamen Innovationen erweitern“, sagt Uwe Scharf, Geschäftsführer Vertrieb Deutschland und Europa bei Rittal.
„Diese Partnerschaft verbindet fortschrittliche Niederspannungstechnologie mit bewährten Stromverteilungsplattformen, um Steuerungs- und Schaltanlagenbauern erstklassige Ergebnisse zu ermöglichen“, sagte Piero-Giorgio Schiannini, Head of Smart Power & Smart Buildings Sales and Marketing, ABB Electrification: „Die nahtlose Kompatibilität zwischen ABB-Lösungen wie Tmax XT und den Ri4Power-Systemen von Rittal sorgt für ein besseres Kundenerlebnis – eines, das die Komplexität reduziert, Projektlaufzeiten verkürzt und zuverlässige Leistung gewährleistet.“
Die Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH und Schwarz Digits haben eine Kooperation zur Bereitstellung souveräner europäischer Edge-to-Cloud-Lösungen für die Industrie bekannt gegeben. Kern ist die Kombination aus Hilschers Edge- und Device-Management-Plattform netFIELD und der europäischen Cloud-Infrastruktur STACKIT Cloud von Schwarz Digits. Ziel ist eine offene, skalierbare Infrastruktur für Industrieunternehmen, Maschinenbauer, OEMs und Systemintegratoren, um digitale Services schneller auszurollen – bei voller Kontrolle über sensible Betriebs-, Prozess- und Produktdaten. Je nach Bedarf können Anwendungen in Public Cloud, Private Cloud oder On-Premise betrieben werden.
Die Plattform verbindet Maschinen und Anlagen sicher mit Cloud-Ressourcen in Europa und erleichtert auch die Einbindung bestehender Maschinenparks. Sie adressiert zwei zentrale Hürden industrieller Digitalisierung: die zuverlässige Anbindung heterogener OT-Netze und Maschinenwelten sowie die Cloud-Nutzung unter europäischen Souveränitäts-, Sicherheits- und Compliance-Anforderungen.
So schafft die Kooperation die Grundlage für digitale Anwendungen wie Smart Remote Services, virtuelle Inbetriebnahme, Zustandsüberwachung, Predictive Maintenance und sicheres Shopfloor Device Management.
Thomas Rauch, Chief Technology Officer bei Hilscher erläutert: „Die Partnerschaft mit Schwarz Digits eröffnet uns neue Möglichkeiten, unsere Device-Management-Lösung netFIELD sicher, skalierbar und hochverfügbar in öffentlichen oder privaten Cloud-Infrastrukturen bereitzustellen. Gemeinsam mit Schwarz Digits können wir ein Lösungsportfolio am deutschen und internationalen Markt anbieten, das im Hinblick auf technologische Fähigkeiten zur sicheren cloud-basierten Vernetzung der Produktion neue Maßstäbe setzt.“
„Souveräne Cloud ist kein Schlagwort, sondern eine Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit. Mit dieser Initiative schaffen wir gemeinsam mit Hilscher einen durchgängigen Pfad von der Maschine bis in die Cloud – unter europäischem Rechtsrahmen, mit starken Sicherheitsstandards und mit einem klaren Fokus auf offene Schnittstellen statt Vendor Lock-in“, ergänzt Daniel Traub, Head of Manufacturing & Automotive at Schwarz Digits.
Das Gutachten und die Zertifikate von UL Solutions bestätigen nach Prüfung gemäß IEC 62443 die Aussagen der ETG: Die EtherCAT-Technologie erfüllt bereits ohne Änderungen die Anforderungen an Systeme, die Angriffsstärken nach Security Level 2 ausgesetzt sind. IEC 62443, der internationale Standard für Cybersicherheit von industriellen Steuerungssystemen, wird in der europäischen Ausprägung auch die Grundlage für den European Cyber Resilience Act. Darüber hinaus zeigen die Untersuchungen, dass für höhere Sicherheitsanforderungen keine Hardwareänderungen notwendig sind – mit gezielten Softwareerweiterungen lassen sich auch höhere Security Levels auf Basis des EtherCAT Systems erreichen.
Von UL wurden alle über 100 System Requirements (SR) der IEC 62443-3-3 auf drei typische EtherCAT Systeme mit unterschiedlichen Bedrohungsszenarien abgebildet und der Erfüllungsgrad durch EtherCAT bewertet.
„Wir bei UL Solutions haben uns sehr gefreut, mit einem Industrieprotokoll zu arbeiten, das ‚by-design‘ bereits über Cybersicherheits-Fähigkeiten, eine integrierte Security-Architektur sowie hardwarebasierte Security-Maßnahmen verfügt und in dieser Kategorie der Industrieprotokolle seinesgleichen sucht,“ sagt Alexander W. Köhler, S&S Principal Security Advisor Cybersecurity bei UL Solutions. „IT- und OT-Security waren in der Vergangenheit nicht gerade die besten Freunde. Die Anforderungen an die IT-Sicherheit wurden oft durch die typischerweise kurzen Produktlebenszyklen im Office-Bereich bestimmt, was im Gegensatz zu Industrieanlagen mit langen Lebenszyklen steht. Deshalb sind in der Industrie nach wie vor viele Produkte im Einsatz, die über keine oder nur eine schwache integrierte Security verfügen und als Legacy-Produkte bezeichnet werden müssen. EtherCAT ist hier eine erfreuliche Ausnahme.“
Dr. Guido Beckmann, Leiter des Technischen Komitees der EtherCAT Technology Group: „Die Ergebnisse der umfangreichen Untersuchungen bestätigen die Einschätzung der ETG: EtherCAT bietet bereits heute ein hohes Cybersicherheits-Schutzniveau für industrielle Anwendungen. Die geprüften und dokumentierten Eigenschaften und Maßnahmen bilden die Grundlage für die Handlungsempfehlungen und Spezifikationen, die wir für die Hersteller und Anwender von EtherCAT Geräten erarbeiten.“
Prämiert wurde eine Plattform für hochintegrierte Aktuatoren, welche speziell für die Anwendung in den Gelenken von humanoiden Robotern konstruiert wurde. Die Plattform umfasst hocheffiziente Servo-Elektromotoren mit integrierter Leistungselektronik sowie Encodern und lässt sich je nach Kundenanforderung mit zweistufigen Planetengetrieben oder Wellgetrieben konfigurieren. Bei der Entwicklung der Aktuatoren wurde konsequent das Ziel eines minimalen Bauraums und eines hohen Dauer-Drehmomentes verfolgt. Im Vergleich zu den neuesten Lösungen am Markt konnte der Bauraum um rund 20 Prozent reduziert werden. Um ein niedriges Temperaturniveau bei hohen Drehmomenten zu gewährleisten, wurde der Kupferfüllfaktor in der rahmenlosen PSM-Maschine erhöht. Die Aktuatorplattform senkt die Systemkosten deutlich und schafft damit eine zentrale Voraussetzung für die schnelle Skalierung der Servicerobotik.
„Ich gratuliere den diesjährigen Preisträgern ganz herzlich. Es freut mich sehr, als Schirmherrin des HERMES AWARD Spitzeninnovationen sichtbar machen zu dürfen. Die Firmen Schaeffler und BTRY zeigen, dass Forschung von Weltrang aus Europa kommt. Mit seiner innovativen Plattform für hochintegrierte Aktuatoren bringt Schaeffler die Robotik in Deutschland voran. Die Plattform ist ein zentraler Baustein, damit die Robotik im Zusammenspiel mit dem hervorragenden Ökosystem aus starker Industrie und produzierendem Gewerbe ihr riesiges Potential entwickeln kann. Mit der Hightech Agenda Deutschland wollen wir Potentiale wie diese heben. Gleichzeitig geht es um den Technologiestandort Europa,“ erläutert Bundesforschungsministerin Dorothee Bär.
Startup Award für flexible Feststoffbatterie
In diesem Jahr erhält ein junges Unternehmen aus der Schweiz den begehrten HERMES Startup AWARD. Die Gründer überzeugten die Jury mit den von ihnen entwickelten ultradünnen, vollständig flexiblen Feststoffbatterien.
Bei dem ausgezeichneten Produkt handelt es sich um ultradünne Festkörperbatterien. Diese vereinen schnelles Laden, hohe Temperaturbeständigkeit und große Sicherheit und übertreffen damit herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen. Durch die Übertragung von Produktionstechnologien aus der Halbleiterindustrie auf die Batterieherstellung gelingt BTRY ein entscheidender Fortschritt im globalen Trend hin zu kleineren, sichereren und langlebigeren Energiespeichern, die die nächste Generation smarter Geräte ermöglichen. Dazu zählen drahtlose IoT-Sensoren, Wearables sowie Anwendungen in der Medizintechnik. Der Produktionsprozess kommt vollständig ohne toxische Lösungsmittel aus und zeichnet sich durch einen geringen Materialverbrauch aus. Die Batterien sind bis zu Temperaturen von 150 °C einsetzbar und können bereits ab einer Dicke von nur 0,1 mm innerhalb einer Minute vollständig auf- und entladen werden.
Das Jahr 2025 ist für die ifm-Unternehmensgruppe sehr positiv zu Ende gegangen. Währungsbereinigt konnte der Umsatz um 10% auf 1,47 Mrd. Euro gesteigert werden. „Dieses sehr positive Ergebnis des Jahres 2025 ist vor allem deswegen bemerkenswert, da wir es trotz der geopolitischen Herausforderungen geschafft haben, das hohe Wachstum, nahezu wie geplant, weltweit zu realisieren“, sagt Christoph von Rosenberg, CFO der ifm-Unternehmensgruppe. Der sinkenden Nachfrage auf dem deutschen Markt insbesondere durch die schwache Auftragslage im Maschinenbau stehen ein starkes Wachstum in der Region Asien/Pazifik sowie in Amerika gegenüber. Im Speziellen überzeugten die Kunden viele Produktneuheiten im Bereich der Prozessindustrie, die für erhebliches Wachstum in diesem Segment sorgten.
Trotz der erheblichen Wechselkurseffekte konnte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahr um 1% auf 69 Mio. Euro leicht gesteigert werden. Die Personalstärke stieg auf rund 9.120 Mitarbeitende, von denen mehr als 5.260 in Deutschland tätig sind. Insgesamt sind rund 1.500 Mitarbeitende in Forschung & Entwicklung beschäftigt – ein wichtiges Zeichen für die Innovationskraft der Unternehmensgruppe.
Nach der Umfirmierung in die neue ifm group se zum 1. Januar 2025 hält der Investor KKR seit Oktober 2025 eine Minderheitsbeteiligung. Mit dieser Partnerschaft will das Familienunternehmen den zukünftigen Erfolg und das nachhaltige Wachstum für die nächste Generation sichern. Ein Highlight war im vergangenen April der Baubeginn für ein neues Werk in Suzhou, China. In der nachhaltigen Produktionsstätte gemäß dem DGNB-Standard Gold wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 die Produktion beginnen. Somit wird ifm nicht nur wie auf der vertrieblichen Seite bereits seit 20 Jahren, sondern auch durch lokale Produktion und R&D-Kompetenz in diesem wichtigen Markt präsent sein. Mit diesen Meilensteinen sieht sich ifm sehr gut für die Zukunft aufgestellt und erwartet auch im laufenden Jahr wiederum eine positive Entwicklung.
Das Fraunhofer IPA hat gemeinsam mit Trumpf und Lorch eine Technologie entwickelt, die kollaborative Schweißroboter revolutioniert: Ein intelligentes Sensor-Add-On ermöglicht erstmals die vollautomatische initiale Planung der Roboterbahn ganz ohne vorherige Programmierung.
Mit dieser Lösung bewarb sich das Entwicklungsteam unter dem Projektnamen „TR4CE-Weld – Tracing in Realtime 4 Cobot-Enhanced Welding“ für den diesjährigen „euRobotics Technology Transfer Award“. Gestiftet vom europäischen Roboterverband „euRobotics“ und jährlich verliehen auf dem „European Robotics Forum“, setzte sich die Bewerbung mit einem schriftlichen Teil und einem Vortrag direkt auf dem ERF, dieses Jahr im norwegischen Stavanger, durch.
Der Award würdigt seit 2004 herausragende Leistungen beim Transfer von Robotiktechnologie aus der Forschung in die Industrie. Er unterstreicht die entscheidende Rolle des Technologietransfers dabei, die europäische Robotik an der Spitze des globalen Wettbewerbs zu halten.
Die prämierte Lösung traf einen entscheidenden Marktbedarf, denn demografischer Wandel und Fachkräfteengpässe verschärfen den Mangel an qualifiziertem Schweißpersonal dramatisch. Automatisierung wird daher auch für kleinere Stückzahlen unverzichtbar, war aber bisher kaum wirtschaftlich umsetzbar – insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Die Kooperation zwischen Forschung und Industrie liefert hier eine praxisgerechte Antwort: Die Handhabung bleibt einfach und schnell – auch ohne tiefgreifendes Expertenwissen.
Die Fachkraft positioniert den Roboter lediglich am Startpunkt der Naht. Ein vorgeschalteter Lasertriangulationssensor erfasst dann die Fügezone selbstständig. Die Software berechnet in Echtzeit Schweißbahn und Brennerausrichtung, sodass der Einsatz innerhalb weniger Sekunden beginnen kann. Der entscheidende Durchbruch: Während bisherige Sensorik-Systeme lediglich vorprogrammierte Bahnen aufgrund von Toleranzen korrigieren, übernimmt die neue Entwicklung die komplette Erstprogrammierung. Abweichungen bei Folgebauteilen werden automatisch kompensiert. Diese Innovation erschließt die effiziente Produktion kleiner Losgrößen mit Cobots auf einem völlig neuen Niveau.
Beide Industriepartner haben Lizenzen erworben und bringen die Technologie bereits seit wenigen Jahren auf den Markt: Trumpf integrierte das System unter dem Namen „Smart Seam Tracking“ in die prämierte Lichtbogen-Schweißzelle „TruArc Weld 1000“. Lorch bietet die Erweiterung als „Seam Pilot“ für seinen kollaborativen Schweißroboter an.
Für das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA ist die Auszeichnung eine Bestätigung für herausragende praxisnahe Forschung. Die technologischen Grundlagen für diesen Erfolg wurden im Rahmen des KI-Fortschrittszentrums „Lernende Systeme und Kognitive Robotik“ mit Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg gelegt. So konnte eine exemplarische Lösung entwickelt werden, die vielen Unternehmen einen Mehrwert bietet.
Außerdem existiert zwischen dem Fraunhofer IPA und der Firma Trumpf bereits eine langjährige Kooperation im Rahmen des „S-TEC Lab Flexible Blechfertigung“. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Forschungsergebnisse erfolgreich in unternehmerische Anwendungen zu überführen. Im Rahmen dessen wurde auch der Transfer der prämierten Lösung ermöglicht.
Der Award beweist, dass selbst in einer der ältesten Robotikdisziplinen wie dem Schweißen noch Innovationspotenzial steckt. Doch das Ende der Fahnenstange ist längst nicht erreicht. So arbeitet das Team am Fraunhofer IPA bereits an einem Transfer auf andere adaptive Roboterprozesse, am Mehrlagenschweißen und auch an der Integration von optischer Qualitätsprüfung in den Cobot. Interessierte Unternehmen mit entsprechenden Use Cases oder Fragestellungen können gern auf das Team des Fraunhofer IPA für einen „proof of concept“ zugehen.
Siemens plant eine umfassende Erneuerung am Produktions- und Entwicklungsstandort Amberg. Bis 2030 entsteht dort eine intelligente Fabrik für den Geschäftsbereich Smart Infrastructure. Damit möchte Siemens den steigenden Bedarf an elektronischen High-Tech-Produkten decken und künftig die Flexibilität in der Produktion erhöhen. Für den Neubau investiert Siemens rund 200 Millionen Euro. Zudem sind weitere Investitionen in die Modernisierung und Dekarbonisierung des Standortes geplant.
„Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zum Standort. Und ein zusätzlicher Wachstumsimpuls für Siemens in Deutschland, der noch über die im Rahmen der „Made for Germany“-Initiative gemachten Investitionszusagen hinausgeht“, sagt Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Durch den Einsatz industrieller KI, digitaler Zwillinge und modernster Automatisierung stärken wir Wettbewerbsfähigkeit und schaffen zukunftsfähige Arbeitsplätze. Ein Beitrag auch für ein starkes Industrieland Deutschland.“
In der neuen Fabrik will Siemens eine selbstlernende, autonome und hochflexible Produktion aufbauen, die von künstlicher Intelligenz mitgesteuert wird. Damit möchte das Unternehmen den Betrieb nicht nur effizienter und nachhaltiger gestalten, sondern auch flexibler machen – etwa, um auf neue Anforderungen und Entwicklungen im Markt schneller reagieren zu können. Wichtig ist dem Unternehmen, die insgesamt rund 2.400 Mitarbeitenden von Siemens Smart Infrastructure beim digitalen Wandel mitzunehmen und auch künftig Arbeitsplätze am Standort zu sichern. Dafür bildet Siemens seine Mitarbeitenden umfassend weiter und bereitet sie auf die veränderten Aufgaben in einer digitalisierten Fabrik vor.
Bereits bei der Planung des Neubaus verwendet Siemens seine Digitale Zwillings-Technologie, mit der sich das komplette Werk – inklusive Produktion, Maschinen und Logistik – vorab und in verschiedenen Szenarien simulieren lässt. Dabei soll auch der neue „Digital Twin Composer“ zum Einsatz kommen, der die verschiedenen digitalen Zwillinge zusammenführt. In der künftigen Fertigung wird vor allem künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielen: Dabei wird die KI ständig mit Echtzeitdaten gespeist, um Auftragsplanung, -realisierung sowie Materialtransport und Anlagensteuerung bestmöglich aufeinander abzustimmen – und laufend zu optimieren. Darüber hinaus wird die neue Fabrik über eine vollautomatisierte Logistik verfügen, mit fahrerlosen Transportsystemen und humanoider Robotik. Ein Reinraum für die Elektronikproduktion ist ebenfalls integraler Bestandteil.
Amberg mit seinen beiden Siemens-Werken und rund 4.500 Mitarbeitenden ist ein wichtiger Fertigungs- und Entwicklungsstandort für Siemens. Dort werden derzeit Schalt-, Schutz- und Überwachungsgeräte für industrielle Anwendungen produziert und entwickelt – sowie Industriesteuerungen im Werk des Geschäftsbereich Digital Industries für Kunden in aller Welt.
Siemens bestärkt mit diesem Investment sein Bekenntnis zum Standort Deutschland und der „Made for Germany“-Initiative. Der Initiative haben sich bislang 124 Unternehmen angeschlossen und gemeinsame Investitionen von über 800 Milliarden Euro in Deutschland zugesagt.
Shelar verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Hightech-Branche sowie in der Führungskräfteentwicklung und Geschäftstransformation. Er kam 2014 zu OMRON und hatte seitdem diverse Führungspositionen inne, beispielsweise als Präsident des OMRON Management Center of Asia Pacific, Vorsitzender des OMRON Management Center of Europe sowie Senior General Manager für globale Geschäftsabläufe und Dienstleistungen im Geschäftsbereich Industrieautomation.
Shelar setzt sich seit vielen Jahren für die Entwicklung von Geschäftsstrategien, die Transformation der Organisation, Führungskräfteentwicklung sowie die Förderung von Nachhaltigkeit und digitaler Transformation ein. Er genießt breite Anerkennung für seine Fähigkeit, Organisationen nachhaltig zu transformieren und leistungsstarke Teams aufzubauen, die gezielt die künftige Generation von Führungskräften entwickeln und stärken.
Virendra Shelar tritt die Nachfolge von Fernando Colás an, der das Europageschäft von OMRON über Jahrzehnte erfolgreich geprägt und das Unternehmen mehr als 40 Jahre lang maßgeblich begleitet hat. In dieser Zeit hat er die Entwicklung der industriellen Automatisierung in Europa nicht nur miterlebt, sondern aktiv mitgestaltet. Mit seinem Rückzug aus der Führungsrolle hinterlässt Colás ein bleibendes Vermächtnis, geprägt von konsequenter Kundenorientierung, starken Partnerschaften und nachhaltigem Wachstum.
Colás erklärt: „Die Leitung des Europageschäfts von OMRON war für mich eine besondere und bereichernde Aufgabe. Ich bin stolz auf das, was unsere Teams gemeinsam aufgebaut haben, sowie auf die Widerstandsfähigkeit und das klare Bekenntnis zu langfristigem Wert, die uns heute auszeichnen. Virendra bringt außergewöhnliche Erfahrung, ein tiefes Verständnis für unser Geschäft und eine klare Zukunftsvision mit. Für seine neue Aufgabe wünsche ich ihm und dem gesamten Team weiterhin viel Erfolg.”
Festo integriert die Eichenberger Gewinde AG aus Burg in der Schweiz zum 1. April 2026 vollständig. Zukünftig firmiert das Schweizer Unternehmen als „Festo Gewindetriebe AG“. Ziel der vollständigen Integration ist die stärkere strategische Verankerung von Know-how bei Kugelgewindetrieben und die Erweiterung des Produktangebots insbesondere für die elektrische Automatisierung. „Schon heute haben die elektrischen Aktuatoren von Festo die qualitativ führenden Gewindetriebe von Eichenberger an Bord“, betont Dr. Wolfgang Sperling, Leiter der Business Unit Electric Automation bei Festo.
Der weltweite Vertrieb von Gewindetrieben wird künftig über die bestehenden Vertriebskanäle von Festo abgewickelt. Für Kunden bedeutet die Integration einen vereinfachten Zugriff auf ein breiteres Produktportfolio und einen globalen Service. Die Logistik von Eichenberger wird schrittweise in die globalen Logistikzentren von Festo integriert. Der Standort Schweiz wird sich auf die Entwicklung und Herstellung kundenspezifischer Gewindetriebe konzentrieren. Hansruedi Hager, bisher Geschäftsführer der Eichenberger Gewinde AG, ist auch nach der Integration und Umfirmierung Geschäftsführer der Festo Gewindetriebe AG.
Festo hat das Schweizer Unternehmen Eichenberger bereits vor 10 Jahren im Rahmen der Nachfolgeregelung übernommen.
Die Zahl qualifizierter Einreichungen junger Firmen in diesem Jahr unterstreicht die hohe Innovationsdynamik in der Sensorik und Messtechnik. Insgesamt 13 Forscher- und Entwicklerteams aus dem In- und Ausland reichten ihre Projekte ein. Davon haben 9 ihren Ursprung in Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind, unter 50 Mitarbeitende beschäftigen und einen Jahresumsatz von unter zehn Millionen Euro erzielen. Diese Entwicklung weist die ausgeprägte Gründungsimpulse und Innovationskraft der Branche aus.
Coher Sense UG, Lübeck
Dr. Oliver Lischtschenko entwickelte mit ‚KISA – Das Multimeter für Laser‘ ein kompaktes, schnelles und industriefähiges Messsystem. KISA vermisst Laserstrahlung eigenständig und bestimmt gleichzeitig Leistung und Wellenlänge. Die Technologie basiert auf Erkenntnissen aus der Fusionsforschung und ersetzt in bestimmten Anwendungen komplexe Messaufbauten wie Fizeau-Interferometer, Spektrometer oder Fabry-Pérot-Interferometer.
Metubiq GmbH, Kassel und Universität Kassel
Hüseyin Serbes, Andre Stelter, Alexander Metzker sowie Dr. Stanislav Tereschenko und Prof. Dr. Peter Lehmann entwickelten eine vibrationsimmune Inline-Weißlichtinterferometrie für die Fertigung. Die patentierte Schwingungskompensation ermöglicht hochpräzise 3D-Mikrotopografiemessungen mit Sub-Nanometer-Genauigkeit direkt in der Produktionsumgebung und eröffnet neue Möglichkeiten für die Inline- und In-situ-Qualitätskontrolle.
Moldsonics GmbH, Linz (Österreich)
Dr. Bernhard Praher und Dr. Thomas Mitterlehner präsentieren eine ultraschallbasierte Inline-Sensorplattform zur kontinuierlichen Überwachung von Prozesszustand und Verschleiß in der Kunststoffverarbeitung. Die Lösung erfasst prozessrelevante Daten im Spritzgießen sowie in Schnecke und Zylinder von Extrudern im laufenden Betrieb. Hochtemperatursensoren bis 300°C und standardisierte Schnittstellen ermöglichen die Integration in bestehende Anlagen.
Alle drei Nominierten profitieren als Gewinner in der Sonderkategorie „Junges Unternehmen“ von einem kostenfreien Messeauftritt auf der SENSOR+TEST 2026 in Nürnberg und konkurrieren zugleich um den AMA Innovationspreis 2026, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Messebesucher können sich also auf der Messe persönlich über die neuen Lösungen informieren.
„Die diesjährigen Einreichungen haben uns vor eine anspruchsvolle Auswahl gestellt. Die Innovationsbreite und -tiefe war außergewöhnlich hoch“, erklärt Prof. Dr. Klaus Stefan Drese, Juryvorsitzender vom Institut für Sensor- und Aktortechnik der Hochschule Coburg. „Besonders erfreulich ist die starke Beteiligung junger Unternehmen. Sie belegt eindrucksvoll, wie dynamisch sich die Sensorik und Messtechnik entwickelt und wie konsequent neue Ideen in marktfähige Lösungen überführt werden.“
Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt am 9. Juni 2026 im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der SENSOR+TEST 2026 in Nürnberg.
Die vollständige Broschüre zum Innovationspreis 2026 und allen Einreichungen steht zum Download bereit: https://ama-sensorik.de/fileadmin/2026_Broschuere.pdf
Dr. Manfred Münch, der das Unternehmen seit 2017 geführt hat, verabschiedet sich Ende Juni 2026 nach neun Jahren an der Spitze in den Ruhestand und begleitet die Übergabe beratend. Auf Ebene von August Steinmeyer in Albstadt setzte er als erster externer Geschäftsführer entscheidende Akzente. Unter seiner Leitung wurden zentrale Verbesserungen umgesetzt, darunter die Segmentierung der Produktion, die Einführung eines neuen ERP- und Produktionsplanungssystems sowie die konsequente Ausrichtung auf Liefertermintreue und Flexibilität. „Ich habe die Gruppe mit viel Leidenschaft geführt und werde mit Steinmeyer immer verbunden bleiben“, so Dr. Münch.
Alexander Beck, Beiratsmitglied und Mitglied der Unternehmerfamilie sowie ehem. geschäftsführender Gesellschafter, erklärt: „Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Münch für neun Jahre an der Spitze der Steinmeyer Gruppe. Er hat in dieser Zeit den Wandel von einer Gesellschafter-Geschäftsführung hin zu einer externen Geschäftsführung nach innen wie nach außen erfolgreich gemeistert. Unter seiner Führung hat sich die Gruppe mit zahlreichen Struktur- und Prozessveränderungen maßgeblich weiterentwickelt. Wir wünschen Herrn Dr. Münch für seinen neuen Lebensabschnitt alles erdenklich Gute.“
Mit Dr. Markus Brumm übernimmt ein erfahrener Branchenkenner die Geschäftsführung der August Steinmeyer GmbH & Co. KG. Der 46-jährige promovierte Ingenieur ist seit über 20 Jahren in leitenden Positionen im Maschinenbau tätig und bringt umfassende Erfahrung in der Geschäftsführung technologiegetriebener Unternehmen sowie ein tiefes Verständnis für die Anforderungen der Branche mit. Nach seiner Promotion am Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen war er als Oberingenieur für Getriebetechnik tätig und baute in dieser Zeit ein internationales Netzwerk im Bereich der Antriebstechnik auf. Weitere Führungsstationen führten ihn unter anderem zu Klingelnberg, zur DVS Technology Group und zuletzt zu WaldrichSiegen Werkzeugmaschinen.
Für die August Steinmeyer GmbH & Co. KG setzt Dr. Brumm auf die Weiterentwicklung bestehender Stärken, die Erschließung neuer Branchen und Regionen sowie eine konsequente Ausrichtung auf Effizienz und Kundennutzen. „August Steinmeyer steht für Qualität und Lebensdauer. Diese Stärken wollen wir in weiteren Branchen und Regionen sichtbar machen. Damit führen wir den bereits eingeschlagenen Weg fort und werden ihn in seiner Wirksamkeit bewerten und optimieren“, so Dr. Brumm. „
Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung in Albstadt ist zugleich eine strukturelle Weiterentwicklung innerhalb der Steinmeyer Gruppe verbunden. Die Leitung der gesamten Unternehmensgruppe mit den Produktionsstandorten Albstadt, Suhl und Dresden bleibt bei Adrian Lebherz als CEO zum 1. Juli 2026 in erfahrenen Händen. Seit Juli 2017 ist er CFO der Gruppe und seit Januar 2022 – neben Dr. Münch – Geschäftsführer der Steinmeyer Holding GmbH.
„Wir sind überzeugt, dass wir mit Herrn Lebherz als neuem Group CEO und Herrn Dr. Brumm als neuem Geschäftsführer der August Steinmeyer GmbH & Co. KG sowohl personell als auch strukturell sehr gut aufgestellt sind. Die neue Struktur verbindet Kontinuität mit einem frischen Blick von außen und setzt wichtige Impulse für die weitere Entwicklung der Steinmeyer Gruppe“, so Joachim Beck, Beiratsmitglied und Mitglied der Unternehmerfamilie sowie ehem. geschäftsführender Gesellschafter.
Für Schubert System Elektronik stellt dieser Schritt eine gezielte strategische Erweiterung dar, die das bestehende Portfolio im Bereich Embedded Components nachhaltig stärkt und weiter ausbaut. Die emtrion GmbH blickt auf 23 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Embedded Computermodulen zurück. Die Marke sowie zentrale Produktbereiche bleiben erhalten und werden innerhalb der Schubert System Elektronik GmbH als eigenständige Produktlinie weitergeführt.
Dabei wird das bestehende Produktportfolio gezielt in die Gesamtstrategie integriert und weiterentwickelt. Der Standort Karlsruhe wird künftig unter dem Namen „Embedded Modules Lab“ geführt und unterstreicht damit den Fokus auf Innovation und Kompetenz im Bereich Embedded Computing.
Die Schubert System Elektronik GmbH mit Sitz in Neuhausen ob Eck steht seit 55 Jahren für Qualität, Verlässlichkeit und technologische Exzellenz in der Elektronikentwicklung und -fertigung. Die Integration der emtrion GmbH ist ein konsequenter Schritt in der langfristigen Weiterentwicklung des Unternehmensportfolios.
„emtrion ist eine ideale Ergänzung für unser Produktportfolio: Eine starke Marke und ein technisch hervorragend aufgestelltes Hardware- und Software-Team sind genau die Faktoren, die Schubert System Elektronik nachhaltig weiter stärken“, erläutert Matthias Klein, Geschäftsführer, Schubert System Elektronik GmbH
Für bestehende Kunden und Partner der emtrion GmbH geht der operative Geschäftsbetrieb weiter. Laufende Projekte und Aufträge werden fortgeführt.
Die Zugehörigkeit zur Schubert System Elektronik schafft zusätzliche Stabilität, erweitert die verfügbaren Ressourcen und eröffnet neue Möglichkeiten in der gemeinsamen Produktentwicklung von Embedded Systemen. Schubert produziert Elektronik und Endgeräte automatisiert in einer modernen Smart Factory am Standort in Neuhausen ob Eck.
Im Rahmen eines strukturierten Investorenprozesses ging die Schubert Systemelektronik GmbH als präferierter Partner hervor. Der Prozess wurde auf Seiten der Emtrion GmbH von Restrukturierungsexperte Frank Bassermann von hww hermann wienberg wilhelm, Karlsruhe, sowie dem M&A-Berater Deichmann Corporate Finance GmbH begleitet.
„Wir freuen uns, dass mit der Schubert Systemelektronik GmbH ein solider Investor für wesentliche Teile von Emtrion gewonnen werden konnte. Damit kann die wertvolle Entwicklungskompetenz des Unternehmens künftig innerhalb einer erfolgreichen Unternehmensgruppe weiter ausgebaut werden“, kommentieren Bassermann und Deichmann.
In modernen Produktionslinien zählen Millisekunden. Ob bei der Prüfung von Karosserieteilen auf Oberflächenfehler, der Kontrolle von Lötstellen auf einer Leiterplatte oder der Verifizierung von Etiketten in Hochgeschwindigkeits-Verpackungslinien: Industrielle Bildverarbeitungssysteme müssen präzise Entscheidungen innerhalb eng definierter Zykluszeiten liefern. Bei Inspektionsraten von mehr als 60 Teilen pro Sekunde können bereits geringe Latenzschwankungen die Synchronisation mit Aktoren und speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) beeinträchtigen.
Gleichzeitig sehen sich Hersteller mit steigenden Qualitätsanforderungen, zunehmenden Fachkräftemangel und wachsendem regulatorischem Druck in Bezug auf Rückverfolgbarkeit konfrontiert. Traditionelle, regelbasierte Bildverarbeitungssysteme stoßen an ihre Grenzen, wenn sie mit komplexen Fehlermustern, variablen Lichtverhältnissen oder einer hohen Produktvielfalt konfrontiert werden.
Die Integration von Deep Learning in die industrielle Inspektion beschränkt sich nicht darauf, nur ein neuronales Netzwerk hinzuzufügen. Sie erfordert eine sorgfältig konzipierte Edge-Architektur, die deterministische Leistung, industrielle Zuverlässigkeit und langfristige Skalierbarkeit gewährleistet.
In Laborumgebungen wird die Leistungsfähigkeit der KI-Inferenz häufig in Bildern pro Sekunde gemessen. In der Fertigung gilt ein anderer Maßstab: die End-to-End-Entscheidungslatenz.
Ein industrielles KI-Inspektionssystem muss hochauflösende Bilder unter präzise kontrollierten Lichtbedingungen erfassen. Anschließend werden die Daten vorverarbeitet, normalisiert und zur KI-Verarbeitungseinheit übergeben – entweder im Prozessor integriert oder über eine dedizierte Beschleunigungseinheit. Danach werden die Ergebnisse nachverarbeitet und schließlich deterministische OK/NOK-Signale an die PLC übermittelt, um mechanische Aussortiersysteme auszulösen. Jeder dieser Schritte muss innerhalb eines streng definierten Zeitfensters stattfinden, damit der Produktionsfluss nicht gestört wird.
Cloudbasierte KI-Verarbeitung ist für solche Anwendungen aufgrund unvorhersehbarer Netzwerklatenzen und Bandbreitenbeschränkungen ungeeignet. Edge-KI – bei der die Inferenz lokal auf dem Gerät erfolgt – beseitigt Round-Trip-Verzögerungen und stellt sicher, dass sensible Produktionsdaten innerhalb des Werksnetzwerks verbleiben.
Neben der Latenz müssen weitere Anforderungen berücksichtigt werden: deterministische I/O-Synchronisation, Unterstützung industrieller Kommunikationsstandards wie OPC UA, TSN-Ethernet-Funktionen für deterministische Datenübertragung sowie, gegebenenfalls, Legacy-Protokolle wie Modbus/TCP. Hinzu kommen thermische Stabilität im Dauerbetrieb, lange Produktlebenszyklen sowie Cybersecurity- und Compliance-Anforderungen.
Kurz gesagt: KI-Bildverarbeitungssysteme müssen als industrielle Steuerungssysteme konzipiert werden – und nicht als KI-Geräte für Endverbraucher.
Edge KI als architektonische Grundlage
Edge-Computing-Plattformen mit integrierter KI-Beschleunigung sind zur architektonischen Basis moderner industrieller Inspektionssysteme geworden. Durch Prozessoren, die allgemeine Rechenleistung mit integrierten Neural Processing Units kombinieren, können Hersteller einen hohen Inferenzdurchsatz erzielen und gleichzeitig Leistungsaufnahme und Latenz kontrollierbar halten.
Aus softwaretechnischer Sicht profitiert dieser Ansatz von einer sicheren Embedded-Linux-Grundlage wie Clea OS von SECO, das auf Yocto basiert. Clea OS bietet:
Eine typische KI-basierte Architektur für die optische Inspektion umfasst Industriekameras, die über GigE Vision oder USB angebunden sind, kontrollierte Beleuchtungssysteme wie LED-Ringleuchten oder Stroboskope, SPS-getriggerte Bilderfassung, eine Edge-Computing-Plattform mit KI-Beschleunigung, deterministische I/O-Schnittstellen zur Synchronisation sowie eine Kommunikationsschicht für den Echtzeitaustausch von Signalen mit der SPS.
Die Kommunikation mit der SPS erfolgt typischerweise über deterministische Industrial-Ethernet-Lösungen wie PROFINET, EtherCAT oder EtherNet/IP für Echtzeit-Regelkreise. OPC UA wird häufig für übergeordnete Kommunikation und Datenaustausch eingesetzt, auch in OPC-UA-PubSub-Architekturen in Kombination mit TSN.
In einem typischen KI-gestützten industriellen Bildverarbeitungssystem umfasst der Software-Stack:
Das Compute Module ist das Herz des Systems. Ein Design auf Basis offener Standards wie COM Express bietet erhebliche langfristige Vorteile.
Computer‑on‑Module‑(COM)-Architekturen trennen dabei klar zwischen:
Diese Modularität ermöglicht Prozessor-Upgrades, ohne das gesamte System neu zu entwickeln. Sie reduziert Entwicklungs- und Validierungskosten, verlängert Produktlebenszyklen und schafft Flexibilität durch Multi-Vendor-Sourcing – ein wichtiger strategischer Faktor in volatilen Halbleitermärkten.
Für KI-basierte Inspektionen muss das Carrier Board genügend PCIe-Lanes bereitstellen, um einen M.2-KI-Beschleuniger zu integrieren, und gleichzeitig folgende Schnittstellen bieten:
SECOs SOM-COMe-BT6-PTL-Modul auf Basis von Intel® Core™ Ultra Prozessoren mit integrierter KI-Beschleunigung ist ein Beispiel dafür, wie COM Express Type 6 Plattformen industrielle Performance, integrierte NPU-Funktionalität und langfristige Roadmap-Kontinuität in einer modularen Architektur verbinden können.
Moderne industrielle Bildverarbeitungssysteme setzen zunehmend auf heterogene Computing-Architekturen, die leistungsstarke Multi-Core-CPUs mit integrierter KI-Beschleunigung kombinieren. Während externe Beschleunigerkarten für rechenintensive Anwendungen nach wie vor eine sinnvolle Option darstellen, verfügen viele aktuelle Edge-Plattformen mittlerweile über direkt in die Prozessorarchitektur integrierte Neural Processing Units (NPUs).
Diese Integration reduziert die Systemkomplexität, verkürzt Datenpfade und minimiert Latenzen, da unnötige Datentransfers zwischen separaten Komponenten vermieden werden. Gleichzeitig verbessert sie die Energieeffizienz und vereinfacht das thermische Design.
Solche Architekturen eignen sich besonders für anspruchsvolle industrielle Anwendungen wie Karosserieinspektion, PCB-Fehlererkennung, Verpackungskontrolle und Hochgeschwindigkeits-Sortierung in der Logistik.
Die tatsächliche End-to-End-Latenz hängt von der spezifischen Hardwarekonfiguration ab, einschließlich der Prozessorarchitektur, der verfügbaren KI-Beschleunigung, der Kameraeinstellung und der Modellkomplexität. Die Gewährleistung eines deterministischen Timings unter realen Betriebsbedingungen bleibt eine zentrale Anforderung für industrielle Bildverarbeitungsanwendungen.
Industrielle Inspektionssysteme arbeiten nur selten als isolierte Geräte. OEMs benötigen zunehmend Transparenz auf Flottenebene, Remote-Update-Fähigkeiten und Datenorchestrierung.
Eine sichere, lebenszyklusfähige Betriebssystemgrundlage ist entscheidend, um KI-Inspektionssysteme über verteilte industrielle Umgebungen hinweg zu skalieren. Ein auf Yocto basierendes Betriebssystem, das mit Secure Boot, A/B-Partitionierung, signierten Updates und Unterstützung für containerisierte Workloads ausgestattet ist, stellt sicher, dass die Prüfknoten über lange Betriebszyklen hinweg aktualisierbar, überprüfbar und konform bleiben.
Diese Plattform ermöglicht die Aktualisierung von KI-Modellen unabhängig von der Basis-Firmware, unterstützt das Fernmanagement von Geräteflotten und vereinfacht die Anpassung an sich weiterentwickelnde Cybersicherheitsvorschriften wie den EU-Cyber-Resilience-Act (CRA) und die Anforderungen der RED-Richtlinie.
In diesem Sinne müssen Edge-KI-Plattformen nicht nur für Performance, sondern auch für sicheres Lifecycle Management entwickelt werden.
Die Entwicklung eines KI-gestützten industriellen Bildverarbeitungssystems erfordert heute mehr, als ein neuronales Netz in einen Inspektionsprozess zu integrieren. Sie verlangt eine ganzheitliche Architektur auf Basis modularer Compute-Grundlagen, KI-nativer Hardwareplattformen mit integrierter Beschleunigung und sicherer Betriebssystemschichten für langfristiges Lifecycle Management.
Durch die Kombination offener Standards wie COM Express, heterogener Edge-KI-Architekturen und sicherer, flottenfähiger Softwaregrundlagen können Hersteller von Pilotinstallationen zu skalierbaren standortübergreifenden Implementierungen übergehen, ohne ihre Plattformen bei jedem Technologiesprung neu entwickeln zu müssen.
Die Weiterentwicklung der industriellen Bildverarbeitung dreht sich daher nicht nur um höhere TOPS oder schnellere Inferenz, sondern um deterministische, sichere und aktualisierbare Edge-KI-Systeme, die sich über das nächste Jahrzehnt hinweg gemeinsam mit den industriellen Anforderungen weiterentwickeln können.
Autor: Francesco Vaiani, Senior Product Manager bei SECO
In modernen Halbleiterfabriken durchlaufen Siliziumwafer zahlreiche Prozessschritte – von der Lithografie über das Ätzen bis hin zur Metallisierung. Aufgrund der strengen Anforderungen an Sauberkeit und Partikelfreiheit ist ein manueller Transport innerhalb des Reinraums nicht praktikabel. Stattdessen übernehmen immer häufiger automatisierte Systeme den sicheren und effizienten Transport der Wafer-Kassetten über lange Strecken. Zum Beispiel per Overhead Hoist Transport (OHT), ein Schienensystem, das die Kassetten unter der Decke bewegt. Das spart zwar Reinraumfläche, stellt Konstrukteure aber vor eine Herausforderung: die Versorgung des OHT mit Strom und Daten. „Stromschienen übertragen keine Daten und sind wartungsintensiv. Energieketten benötigen meist eine komplexe Absaugvorrichtung für Partikel. Der Bedarf an einer reinraumtauglichen, langlebigen und kostengünstigen Alternative ist in der Branche entsprechend groß“, erklärt Kira Weller, Produktmanagerin e-ketten und Reinraum-Expertin bei igus.
Um das Dilemma zu lösen, hat igus für die C6-Reinraumenergiekette ein besonderes Führungssystem namens e-spin entwickelt. Dabei handelt es sich um Führungsräder, die wie alle igus Energieketten aus tribologisch, sprich auf Reibung und Verschleiß, optimiertem Hochleistungskunststoff bestehen. Die Räder sitzen zwischen Ober- und Untertrum der Energiekette. Die Kettenteile rollen dadurch aufeinander, statt zu gleiten – und das ohne weitere Partikelemission, eine Absaugeinheit wird nicht benötigt. Gleichzeitig ist das System aus C6-Energiekette und Führungsrädern durch den eingesetzten Hochleistungskunststoff abriebfest, wartungsarm und besonders langlebig. Labortests in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA bestätigen: Das System erreicht bei einer Geschwindigkeit von 0,5 m/s die höchste Reinraumklasse ISO 1.
Mit dem innovativen Ethernet-G20-Steuersystem können bis zu 120 Motorrollen flexibel über nur eine einzige IP-Adresse angesteuert werden. Zusammen mit weiteren Features wie automatischer Adressierung, Multiprotokollfähigkeit und integriertem Webserver bietet Pepperl+Fuchs so die optimale Lösung für modernste Fördertechnikanlagen. Das Ethernet-G20-Steuersystem kann für 24 V und 48 V Motorrollen eingesetzt werden. Wo bisher jeweils eine IP-Adresse in der Steuerung für maximal vier Motorrollen spendiert werden musste, können mit dem Ethernet-G20-System bis zu 120 Motorrollen über eine einzige IP-Adresse völlig flexibel angesteuert werden.
Um das zu erreichen, spannt der G20-Controller bis zu vier Linien auf. Daran lassen sich jeweils bis zu 15 G20-Motorrollenmodule anschließen, welche wiederum Anschlüsse für zwei Motorrollen bieten. Dabei erfolgt die Adressierung aller Motormodule völlig automatisiert. Um weitere Ressourcen in der Steuerung einzusparen kann für jedes Motormodul individuell entschieden werden, ob dieses zentral aus der Steuerung oder autark im dezentralen ZPA-Modus betrieben wird. Unabhängig vom ausgewählten Betriebsmodus stehen detaillierte Diagnosedaten der Module wie Stromaufnahme oder Betriebszeit pro Motorrolle jederzeit zur Verfügung. Unterstützt werden die gängigen Feldbusprotokolle PROFINET und EtherNet/IP in einem Gerät, wobei eine nahtlose IIoT-Kommunikation durch die integrierte REST API und OPC UA ermöglicht wird. Für die einfache Inbetriebnahme steht ein integrierter Webserver zur Verfügung.
Mit der Entwicklung eines TFT-basierten SIL3 HMIs löst das IconTrust®-Konzept von Deuta den seit Langem bestehenden Konflikt zwischen starren, hardwarebasierten, sicherheitsrelevanten Benutzeroberflächen und modernen, ergonomischen Anforderungen. Denn menschliches Versagen in der Prozessindustrie ist selten zufällig, sondern resultiert aus dem Zusammenspiel komplexer Systeme, unklarer Informationen und unzureichender Benutzerführung. Typische Fehler reichen von einfachen Fehlbedienungen bis hin zu falschen Entscheidungen unter Stress.
Ein entscheidender Einflussfaktor ist die Qualität der Bedienterminals: Unstrukturierte Anzeigen erhöhen die kognitive Last, fehlende Systemkenntnisse erschweren die Bewertung von Alarmen und statische Bedienelemente verhindern eine kontextbezogene und sprachangepasste Unterstützung. In sicherheitskritischen Situationen kann dies dazu führen, dass selbst gut ausgelegte Bediensysteme unwirksam werden. Moderne Human-Factors-Ansätze fordern daher Bedienterminals, die aktiv zur Fehlervermeidung beitragen, statt lediglich Informationen darzustellen.
Konventionelle Sicherheits-HMIs basieren auf fest verdrahteten Komponenten, beispielsweise Leuchten, Tastern und Wahlschaltern. Diese Architektur bietet zwar deterministisches Verhalten und eine hohe Diagnoseabdeckung, hat jedoch auch erhebliche Nachteile:
Vor diesem Hintergrund gewinnen ergonomisch gestaltete, kontextbezogene, TFT-basierte Human-Machine-Interfaces (HMIs) zunehmend an Bedeutung. Sie bieten effektive Möglichkeiten, vorhandene Komplexität zu strukturieren, indem sie relevante Informationen selektiv darstellen, Benutzer intuitiv über grafische Elemente durch Interaktionen führen und sich dynamisch an den aktuellen Anlagenzustand sowie die jeweilige Benutzerrolle anpassen.
Trotz dieser Vorteile war der Einsatz solcher Systeme in sicherheitskritischen Anwendungen bislang eingeschränkt. Insbesondere die Realisierung von Funktionen mit einer Sicherheits-Integritätsstufe von SIL3 stellte eine erhebliche Herausforderung dar. Dies gilt insbesondere für Anwendungen, die eine hohe Diagnoseabdeckung sowie eine ausgeprägte Robustheit gegenüber Ausfällen durch gemeinsame Ursachen erfordern – Anforderungen, die mit klassischen TFT-basierten HMI-Konzepten lange Zeit nicht zuverlässig erfüllt werden konnten.
Denn speziell in sicherheitskritischen Anwendungsszenarien ist es erforderlich, potenziell gefährliche Aktionen systemseitig einzuschränken, zwingende Bestätigungsschritte vorzusehen und den Bediener bei der Rückführung aus abnormalen Betriebszuständen gezielt zu unterstützen. Konventionelle, hardwarebasierte Sicherheits-HMIs stoßen hierbei jedoch an ihre funktionalen Grenzen, da sie die Implementierung eines derart differenzierten und kontextsensitiven Verhaltens nur eingeschränkt ermöglichen.
Hardwareseitig ist die konsequente architektonische Trennung zwischen einem sicherheitszertifizierten Kern und einem nicht sicherheitsrelevanten Frontend, die gemeinsam in einem integrierten HMI integriert sind, die Voraussetzungen für digitale funktionale Sicherheit. Sämtliche sicherheitsgerichteten Funktionen – darunter die Verifikation angezeigter sicherheitskritischer Informationen sowie die Validierung von Benutzereingaben für sicherheitsrelevante Aktionen – sind in einem dedizierten Sicherheitsbereich gekapselt. Dieser Bereich ist gemäß IEC 61508 bis zur Sicherheits-Integritätsstufe SIL3 bewertet und zertifiziert. Der nicht sicherheitsrelevante Teil übernimmt hingegen die Bereitstellung der grafischen TFT-basierten Benutzeroberfläche, die Kommunikation mit übergeordneten Systemen sowie die für moderne, ergonomische HMI-Konzepte erforderliche funktionale Flexibilität.
Diese klare funktionale Entkopplung verfolgt zwei zentrale Zielsetzungen. Zum einen wird die Sicherheitsintegrität des Gesamtsystems wirksam von Änderungen im nichtsicherheitskritischen Bereich isoliert. Nach erfolgter Bewertung und Validierung bleibt der Sicherheitskern in seiner Auslegung und seinem Verhalten unverändert, sodass Anpassungen an Visualisierung, Kommunikationsschnittstellen oder Cybersecurity-Mechanismen keinen Einfluss auf die sicherheitsgerichteten Funktionen haben. Zum anderen eröffnet die Trennung die Möglichkeit, im nicht sicherheitsrelevanten Bereich etablierte industrielle IT- und HMI-Technologien einzusetzen. Dadurch können Benutzerfreundlichkeit, Systemleistung und Schutzmechanismen gegen Cyberbedrohungen kontinuierlich weiterentwickelt werden, ohne die Zertifizierungsbasis des sicherheitskritischen Systemteils zu gefährden.
Die sichere IconTrust®-Technologie überwacht definierte Bereiche des TFT-Displays und unterscheidet zwischen gültigen und ungültigen Informationen. Auf dem IconTrust® HMI können sicherheitsrelevante Anzeige- und Bedienelemente wie Leuchtmelder, Taster oder Texte in kürzester Zeit auf Ihrer Bedienoberfläche angelegt werden. Als Web-Editor kann ein Standard-Browser wie beispielsweise Chromium, Edge oder Firefox genutzt werden. Es ist keine weitere Konfigurationsdatei erforderlich. Die auf dem IconTrust® HMI dargestellten Felder lassen sich über eine Weboberfläche leicht und flexibel editieren. Diese zeigt zentral eine Live-Vorschau der HMI-Konfiguration. Eine Vorschau direkt auf dem IconTrust® HMI ist ebenfalls jederzeit möglich.
IconTrust® überwacht die Anzeige- und Eingabebereiche unabhängig voneinander. Bei Abweichungen löst IconTrust® eine sicherheitsgerichtete Reaktion aus. In jedem Bildwiederholzyklus wird für jeden einzelnen Bereich das angezeigte Bild analysiert und mit dem Wert der jeweiligen Eingangsgröße verglichen.
Ein zentraler Vorteil des TFT-basierten IconTrust® HMIs liegt in seiner Fähigkeit, Informationen kontextabhängig und mehrstufig darzustellen – abgestimmt auf den aktuellen Betriebsmodus, den jeweiligen Anlagenbereich und die Benutzerrolle. Im Gegensatz zu klassischen Bedienfeldern mit festen Leuchten und Schaltern zeigt das IconTrust® HMI nur die für die jeweilige Aufgabe relevanten Elemente an, während nicht zutreffende oder potenziell riskante Optionen ausgeblendet oder deaktiviert werden können. Dadurch werden visuelle Überlastung und kognitive Belastung reduziert und die Bediener können sich auf die wirklich wichtigen Informationen und Handlungen konzentrieren. Im Normalbetrieb kann die HMI beispielsweise Prozessübersichten und Leistungskennzahlen in den Vordergrund stellen, während sicherheitskritische Steuerelemente zwar zugänglich bleiben, jedoch unauffällig im Hintergrund angeordnet sind. In Ausnahmesituationen, wie bei einem hochpriorisierten Alarm, könnte die Benutzeroberfläche die Darstellung reorganisieren, sodass der betreffende Alarm, die relevanten Prozesswerte und empfohlene Handlungsoptionen unmittelbar sichtbar werden. Diese dynamische Anpassung optimiert sowohl die Organisation der Benutzeroberfläche als auch den Detaillierungsgrad der Informationen in Abhängigkeit von der Aufgabenanforderung und unterstützt so ein verbessertes Situationsbewusstsein.
IconTrust® HMI kann strukturierte Arbeitsabläufe für sicherheitsrelevante Vorgänge implementieren, bei denen Benutzer definierte Schritte befolgen, Voraussetzungen bestätigen und relevante Informationen überprüfen müssen, bevor sie kritische Befehle ausführen. Der Sicherheitsbereich kann diese Abläufe durchsetzen, indem er Eingabemuster validiert und versuchte Abkürzungen ablehnt, die erforderliche Prüfungen umgehen würden.
Auf dem IconTrust® HMI lassen sich safety-relevante Alarme in Farbcodierung, Symbolik und Positionierung einfach konfigurieren. Die Priorität kann nicht nur durch die Farbe, sondern auch durch Sortierung, Gruppierung und die den verschiedenen Alarmen zugewiesene Bildschirmfläche dargestellt werden. Zusätzliche Informationen wie detaillierte Fehlerbeschreibungen, Handlungsanweisungen, First-Out-Anzeigen und zugehörige Prozesstrends können dargestellt werden, ohne dass separate Systeme erforderlich sind. Dadurch ist der Bediener in der Lage, kausale Zusammenhänge zu verstehen und die richtige erste Maßnahme schneller zu ermitteln. Da der Sicherheitsbereich sowohl die Alarminformationen als auch die Reaktionen des Benutzers validiert, kann das System sicherstellen, dass Quittierungen und Rücksetzungen sicherheitsrelevanter Alarme auf kontrollierte Weise ausgeführt werden. So kann die HMI beispielsweise verlangen, dass der Bediener einen bestimmten Alarmdetailbildschirm aufruft, wichtige Prozessvariablen überprüft und bestätigt, dass die Bedingungen wieder innerhalb der Grenzwerte liegen, bevor ein Sicherheits-Reset akzeptiert wird. Dieses Design geht weit über das hinaus, was mit einfachen Quittierungstasten möglich ist, und verbessert somit sowohl die Sicherheit als auch die Zuverlässigkeit des Bedieners.
Das IconTrust® HMI nutzt bewährte industrielle Standardkommunikationsprotokolle – insbesondere PROFINET und PROFIsafe –, um eine nahtlose Integration in bestehende Automatisierungsarchitekturen zu ermöglichen. Dadurch ist die Kompatibilität mit den gängigen SPS-Plattformen und Sicherheitssteuerungen, wie sie in der Prozessindustrie weit verbreitet sind, gewährleistet. Sicherheitskritische Signale werden über PROFIsafe innerhalb des PROFINET-Netzwerks übertragen. Dadurch wird eine durchgängige und zuverlässige Sicherheitskommunikation zwischen der Sicherheits-SPS und der HMI-Sicherheitsdomäne gewährleistet.
Aus anlagentechnischer Sicht reduziert die Nutzung eines einzigen Ethernet-Kabels für die Geräteanbindung den Verkabelungsaufwand deutlich und vereinfacht die Installation im Vergleich zu herkömmlichen Panel-Lösungen. Über diese physikalische Schnittstelle lassen sich sowohl sicherheitskritische als auch nicht sicherheitsrelevante Informationen übertragen. Logische Trennungen und Sicherheitsmechanismen auf Protokoll- und Geräteebene sorgen dabei für die notwendige Integrität. Das Konzept unterstützt modulare Anlagenarchitekturen und erleichtert spätere Erweiterungen oder Anpassungen der HMI-Funktionalität, ohne die bestehende Sicherheitsinfrastruktur zu beeinträchtigen.
Die Trennung in Sicherheits- und Nicht-Sicherheitsdomänen bietet wesentliche Vorteile für das Lebenszyklusmanagement im Kontext der Cybersicherheit. Da industrielle Steuerungssysteme zunehmend mit Netzwerken und externen Diensten verbunden sind, erfordern sie regelmäßige Updates, Patching und moderne Mechanismen zur Angriffserkennung.
Der Übergang von hardwarezentrierten, statischen Bedienkonzepten zu konfigurierbaren, softwarebasierten und sicherheitszertifizierten TFT-HMIs eröffnet zusätzliche Potenziale hinsichtlich Fehlerminimierung, Wartbarkeit und Cybersicherheitsresilienz. Gleichzeitig folgt diese Entwicklung dem allgemeinen Trend in sicherheitskritischen Systemen, bei dem Human Factors Engineering zunehmend integraler Bestandteil der Systemauslegung ist. Insgesamt leisten sicherheitszertifizierte TFT-HMIs einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Risiken durch menschliche Faktoren und zur Verbesserung der Bedienqualität. Sie sind somit ein wichtiger Baustein für einen sicheren und zugleich effizienten Anlagenbetrieb.
Der 5G-Router RT2500 von IoTmaxx ist in Deutschland entwickelt und gefertigt und erfüllt höchste Sicherheits-, Datenschutz- und Qualitätsstandards. Der Router unterstützt sowohl 5G-Standalone (SA) als auch 5G-Non-Standalone (NSA), was von Vorteil ist, da noch nicht alle Mobilfunknetze auf 5G SA ausgebaut sind. Mit einer virtuellen Standleitung ermöglicht der Router die Verbindung von Netzwerken über das Mobilfunknetz. Prozessdaten stehen damit jederzeit ortsunabhängig zur Verfügung. Ist 5G nicht vorhanden, schaltet das Gerät automatisch auf LTE um. Die integrierte Firewall und die sichere VPN-Verbindung schützen das Netzwerk zuverlässig vor unberechtigten Zugriffen. Der RT2500 ist mit anderen VPN-Routern kompatibel und ermöglicht somit flexible und skalierbare Lösungen. Das Gerät bietet darüber hinaus einen integrierten Überspannungsschutz, ist mit der Schutzklasse IP20 ausgestattet und kann in einem großen Temperaturbereich von -40 °C bis +70 °C sowie mit einer erweiterten Versorgungsspannung von 10 V DC bis 48 V DC betrieben werden.
Der 5G-Router RT2500 von IoTmaxx verfügt über frei konfigurierbare digitale Ein- und Ausgänge. Zwei der Schalteingänge ermöglichen den unabhängigen Versand von SMS oder E-Mails, auch an mehrere Empfänger. Alarme können direkt über den integrierten Schalteingang erfolgen. Mit passwortgeschützten SMS-Nachrichten lassen sich zwei integrierte Schaltausgänge betätigen. Damit können Techniker autark aus der Ferne Anlagenzustände überwachen oder Funktionen geschaltet werden. Die Einwahl in das Mobilfunknetz erfolgt bei abgespeicherter PIN automatisch.
Advantech hat bekannt gegeben, dass sein erster Arm-basierter industrieller Einplatinencomputer, der RSB-3810, der auf Basis der Genio 1200-Plattform von MediaTek betrieben wird, offiziell die Cybersicherheitszertifizierung nach IEC 62443-4-2 erhalten hat. Der 2,5-Zoll-Pico-ITX-Einplatinencomputer wurde entwickelt, um „Secure-by-Design“ Anforderungen aus dem Cyber Resilience Act (CRA) zu erfüllen. Damit ist er bestens für sichere Industrie- und Edge-KI-Einsätze gerüstet und ermöglicht es Systemintegratoren zudem, die Zertifizierungskomplexität zu reduzieren und die Markteinführungszeit zu verkürzen.
Der Genio 1200-Chipsatz von MediaTek bildet das Herzstück des RSB-3810 und verfügt über eine leistungsstarke Octa-Core-CPU-Konfiguration. Es umfasst 4 erstklassige Arm-Cortex-A78- und 4 × Cortex-A55-Prozessoren, die alle in einen fortschrittlichen Chip der 6-nm-Klasse integriert sind. Die Lösung bietet eine reaktionsschnelle KI-Inferenzleistung von bis zu 4,8 TOPS bei einer Leistungsaufnahme von nur 8 Watt. Die integrierte 5G- und WLAN-6-Konnektivität ermöglicht zudem eine nahtlose Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung für Edge-Anwendungen. Durch die intelligente Verteilung von KI-Workloads auf die CPU und die integrierte APU optimiert die Architektur die Gesamteffizienz des Systems und sorgt für ein ideales Gleichgewicht zwischen Leistung und Stromverbrauch.
Der RSB-3810 vereint wesentliche Bildverarbeitungs- und Konnektivitätsfunktionen für industrielle Edge-Anwendungen, einschließlich MIPI-CSI- und USB-3.0-Kameraschnittstellen mit einem ISP der Starlight-Klasse sowie 4K-Videoverarbeitung und Multi-Display-Unterstützung. GbE TSN gewährleistet eine deterministische, zeitkritische Kommunikation für die industrielle Automatisierung und Überwachung, während sein Design den IEC 62443-Standards entspricht, um einen robusten Cybersicherheitsschutz für industrielle Systeme zu bieten. Zusammen machen diese Merkmale den RSB-3810 zu einer zuverlässigen und praktischen Edge-Computing-Plattform für industrielle IoT-, Robotik- und intelligente Überwachungsanwendungen.
Der RSB-3810 bietet umfassende Unterstützung für verschiedene Betriebssysteme, darunter Ubuntu und Android, und deckt damit unterschiedliche Entwicklungsumgebungen für KI- und Edge-Computing-Anwendungen ab. Durch die Integration der NeuroPilot-SDKs von MediaTek wird die Edge-Intelligenz durch die Nutzung von APUs innerhalb des Prozessors weiter verbessert. Das hohe Maß an Software-Integration des RSB-3810 reduziert den Zeit- und Ressourcenaufwand für die Robotikentwicklung erheblich und optimiert den Prozess für Entwickler.
Um langen Produktlebenszyklen und steigenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden, unterstützt der RSB-3810 Ubuntu Pro, das in Zusammenarbeit mit Canonical bereitgestellt wird. Ubuntu Pro bietet bis zu 10 Jahre lang Sicherheitswartung, Kernel-Updates und Sicherheitsdienste auf Unternehmensniveau, so das Kunden die Anforderungen der Norm IEC 62443 erfüllen und sich an globalen Cybersicherheitsrahmen wie dem Cyber Resilience Act (CRA) anpassen können. Diese langfristige Software-Verpflichtung gewährleistet die Systemintegrität über den gesamten Bereitstellungszyklus hinweg. So können sich Entwickler auf ihre Kernanwendungen konzentrieren und gleichzeitig die Markteinführungszeit sowie Betriebs- und Cybersicherheitsrisiken reduzieren
Hilscher hat das neue Embedded-Modul comX 90 vorgestellt, eine zukunftssichere Kommunikationsschnittstelle für industrielle Geräte. Das Modul kombiniert leistungsstarke Multiprotokoll-Kommunikation, integrierte Sicherheitsfunktionen und IIoT-Fähigkeit in einem kompakten Formfaktor – bei gleichzeitig minimalem Integrationsaufwand. Das neue comX 90 tritt die Nachfolge des bewährten comX 51 an und basiert auf Hilschers netX 90-Kommunikationscontroller.
Mit comX 90 profitieren Gerätehersteller von Hilschers jahrzehntelanger Expertise in der industriellen Kommunikation. Basierend auf der netX-Technologie unterstützt das Modul zahlreiche industrielle Kommunikationsprotokolle für die Kommunikation auf Feldebene auf einer einzigen Hardwareplattform. Verfügbar sind unter anderem:
Ein Wechsel der Protokolltechnologie erfordert lediglich ein Firmware-Update, Hilscher stellt die entsprechenden Protokoll-Stacks bereit. comX 90 ist zudem Teil der Hilscher-Plattformstrategie: Hardware, Software, Tools und Support kommen aus einer Hand. Das ist ein entscheidender Vorteil für Kunden, die Wert auf langfristige Verfügbarkeit, Investitionsschutz und effiziente Produktentwicklung legen. Mit den Maßen 30 × 70 mm verfügt das comX 90 über die gleichen Abmessungen wie das comX 51, was den Einsatz in platzbeschränkten Geräten erleichtert. Dank identischer Pinbelegung passt es zudem ohne Hardware-Redesign direkt in bestehende Lösungen mit SPI-Host-Schnittstelle.
Das comX 90 wurde im Hinblick auf den Cyber Resilience Act (CRA) entwickelt und nutzt den integrierten netX 90-Controller sowie integrierte Sicherheitsmechanismen, um Daten und Kommunikation auf Feldebene mit minimalem Implementierungsaufwand zu schützen.
Die native Unterstützung von MQTT und OPC UA ermöglicht eine direkte IIoT-Konnektivität zwischen Feldgeräten, Steuerungen und Cloud-Systemen. Gleichzeitig reduziert ein um bis zu 65 % geringerer Stromverbrauch im Vergleich zum comX 51 die Wärmeentwicklung und kann eine zusätzliche Schaltschrankkühlung überflüssig machen. Ein erweiterter Betriebsbereich bis zu –20 °C unterstützt den Einsatz in rauen Umgebungen. Zudem beschleunigt Hilscher die Evaluierung und Zertifizierung durch ein dediziertes comX-Evaluierungsboard sowie Pre-Zertifizierungs- und Labordienstleistungen für PROFINET, EtherNet/IP und EtherCAT – was dazu beiträgt, Entwicklungszyklen und die Zeit bis zur Markteinführung (Time-to-Market) zu verkürzen.
Wer schon einmal auf einer Baustelle M12-Stecker konfiguriert hat, weiß, dass diese Aufgabe nicht nur zeitaufwändig, sondern je nach Steckerart auch fehleranfällig sein kann. Mehrere Einzelteile müssen in der richtigen Reihenfolge zusammengefügt werden, ohne dass Kleinteile dabei herunterfallen oder vergessen werden. Je nach Bauart gilt es die Leitungen vorab auf die exakte Länge abzuisolieren. Oft ist nach dem Zusammenfügen der Steckereinzelteile von außen nicht sichtbar, ob die Leitungen im Stecker richtig kontaktiert wurden. All diesen Herausforderungen begegnet der PROconnect M12-Stecker von Indu-Sol.
Der einteilige Stecker ermöglicht eine werkzeuglose Schnellinstallation und eignet sich dank kompakter Bauform für enge Einbausituationen (18,6 x 18,6 x 53 mm – L x B x T). Mit der Schutzart IP54 ist er auch für den rauen Industrieeinsatz bestens geeignet und eine hohe EMV-Festigkeit sorgt für störungsarme Kommunikation. Der Stecker ist ab sofort mit vier Polen und ab Mitte des Jahres auch mit acht Polen, also für Gigabit-Ethernet-Anwendungen, verfügbar.
Der PROconnect M12-Stecker besteht aus einem einzigen Teil. Zur Installation wird an einem Ende ein Schnellverschluss um 90 Grad gedreht. Nach dem Öffnen lässt sich die Steckerumhausung in Form von zwei „Flügeln“ nach außen klappen und die Anschlussklemmen sind gut erreichbar. Nun werden diese nach vorne gekippt und die vier Anschlussleitungen samt Isolierung durchgesteckt. Überstehende Leitungen lassen sich anschließend am anderen Ende der Anschlussklemme bündig mit dem Seitenschneider abtrennen. Beim Zurückkippen werden die Leitungen per Schneidklemmentechnik kontaktiert. Beim Stecker für achtadrige Leitungen gibt es auf der Unterseite eine zweite Anschlussklemme. Nach dem Kontaktieren der Leitungen werden die „Flügel“ wieder nach oben geklappt und mit dem Schnellverschluss sicher fixiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen M12-Steckern lassen sich mit dieser patentierten Anschlusstechnik circa 25 Prozent der Installationszeit einsparen; bei 50 bis 100 Steckern, die man in typischen Fertigungsanlagen vorfindet, kann das in Summe einen Personentag bedeuten.
Mit dem neuen Sicherheitsrelais PSR-MC35-EXI baut Phoenix Contact sein Safety-Portfolio weiter aus. Das Produkt ermöglicht einen sicheren Betrieb in industriellen Umgebungen. Es wurde speziell für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 2 entwickelt. Darüber hinaus verfügt das Gerät über eine IECEx- und ATEX-Zulassung und erfüllt damit internationale Sicherheitsanforderungen.
Das Sicherheitsrelais arbeitet zuverlässig unter herausfordernden Bedingungen. Eine lackierte Leiterplatte schützt vor Korrosion. Der erweiterte Temperaturbereich bis +60 °C erlaubt die Nutzung in zahlreichen Anwendungen der Prozess- und Verfahrenstechnik. Besonders hervorzuheben ist, dass die angeschlossenen Betriebsmittel sogar in Zone 0 (Gas) und Zone 20 (Staub) verwendet werden dürfen. Die kompakte Bauform spart Platz im Schaltschrank. Durch den Einsatz von bewährter Relaistechnologie beträgt die Gehäusebreite nur 17,5 mm. Gleichzeitig erfüllt das Relais Sicherheitsanforderungen bis SIL 3 und PL e. Für flexible Installationsanforderungen ist das Produkt wahlweise mit Schraub- oder Push-in-Anschluss erhältlich.
Die Faradaic Sensors GmbH und blulog haben die Einführung von SEALPROOF™ bekannt gegeben. Diese Monitoring-Lösung der nächsten Generation bietet die Möglichkeit zur Überprüfung der Atmosphärenintegrität in versiegelten Verpackungen. Basierend auf Faradaics MECS-Technology® (Micro-Electro-Chemical-Systems) und integriert in das bewährte IoT-Ökosystem von blulog liefert SEALPROOF™ einen messbaren Nachweis der Verpackungsintegrität.
Frischeprodukte und hochwertige Lebensmittel sind auf Modified Atmosphere Packaging (MAP) und Controlled Atmosphere Packaging (CAP) angewiesen, um Haltbarkeit, Qualität und Sicherheit zu gewährleisten. In der Praxis wird die Schutzatmosphäre innerhalb der Verpackung jedoch meist vorausgesetzt und nicht kontinuierlich verifiziert. Die Folgen können verkürzte Haltbarkeit, vermeidbare Verluste und Retouren, eingeschränkte Transparenz entlang der Kühlkette sowie unzureichende Dokumentation für Audits oder Reklamationen sein.
SEALPROOF™ überwindet diese Problematik. Die kompakte Sauerstoff-(O₂)-Monitoring-Lösung ermöglicht die kontinuierliche Verifikation von Niedrigsauerstoffbedingungen in versiegelten Verpackungen und Containern. Durch die frühzeitige Erkennung von Sauerstoffeintrag erlaubt SEALPROOF™ eine proaktive Qualitätssicherung sowie eine belastbare
Die proprietäre MECS-Technology® von Faradaic bildet die Grundlage von SEALPROOF™. Es handelt sich dabei um eine vollständig festkörperbasierte elektrochemische Gassensorplattform, die mittels MEMS-ähnlicher Halbleiterprozesse gefertigt wird. Das integrierte Faraday-Ox® Digital Oxygen Gas Sensing Module vereint sehr geringen Stromverbrauch (< 5 µA), eine schnelle Ansprechzeit (T90 < 1 s) sowie eine integrierte Feuchte. Und Temperaturkompensation. Und das alles in einer miniaturisierten Bauform mit Abmessungen von nur 10,2 × 25,0 × 5,0 mm.
Faraday-Ox® gewährleistet eine präzise, stabile und langfristige Performance sowie die Erkennung von Sauerstoffeintritt im niedrigen Prozentbereich ohne Elektrolytaustritt oder typische Alterungseffekte im Ruhezustand. Die Einheiten werden mit Werkskalibrierung geliefert. Dank seines chipbasierten Designs eignet sich die Technologie ideal für Hochvolumenanwendungen in Verpackung, Logistik und industriellen IoT-Systemen.
SEALPROOF™ wurde gemeinsam mit blulog entwickelt, einem polnisch-französischen Technologieunternehmen mit über 15 Jahren Erfahrung in M2M- und IoT-Systemen. Die Lösung integriert sich direkt in das Logger- und Software-Ökosystem von blulog und ermöglicht:
Systemablauf: Versiegelte Verpackung oder Container werden mit SEALPROOF™ Sensormodul ausgestattet. Der blulog Logger übernimmt den Datenexport das Reporting (QR, NFC, App oder Cloud optional). Das Ergebnis ist eine eindeutige Verifikation „Atmosphäre OK“ oder die sofortige Identifikation von Leckagen bzw. Sauerstoffeintrag, inklusive digitalem Nachweis für Qualitätssicherung und Kunden.
SEALPROOF™ erweitert die Sauerstoffüberwachungsplattform von FaradaIC auf die Bereiche Trockenlebensmittel, Pharmazeutika, Saatgut, Medizin und intelligente Verpackungsanwendungen.
Wenn Wegmessung unter widrigen Umgebungsbedingungen präzise 24/7 funktionieren soll, ist robuste Sensorik gefragt. Beispielsweise bei der Dehnungsüberwachung von Eisenbahnschienen, Messungen in Klimakammern, bei Batteriezellenausdehnung oder Belastungskontrolle von Fundamenten oder Brückenlagern sind Sensoren Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Vibrationen und mechanischen Kräften ausgesetzt. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Genauigkeit und Zuverlässigkeit zum Teil sogar über lange Zeiträume hoch, wie zum Beispiel bei der Überwachung einer Staumauerbewegung. Der mechanisch induktive Präzisions-Wegsensor Typ 8742 von burster präzisionsmesstechnik zeigt, dass viele solcher Anwendungen nicht zwangsläufig Sensorik aus Sonderanfertigungen benötigen. Der Wegsensor ist in Messbereichen von 0...2 mm bis 0...50 mm erhältlich und liefert mit einer Linearitätsabweichung von 0,1 % v.E. und einer Temperaturabweichung von nur 0,01 %/K v.E. präzise Messwerte mit wahlweise 4,5 V / 9,5 V / 20 mA Ausgang bei einer besonders kompakten Bauform. Kurzfristig widersteht der Sensor Temperaturen von -40 bis +125 °C, dauerhaft von -20 bis +85 °C und eignet sich dadurch beispielsweise auch für Messungen an Wärmebädern. Die Schutzart IP67 ermöglicht den Einsatz in nassen oder schmutzbelasteten Umgebungen.
Um den unterschiedlichen Anforderungen in Industrie und Infrastruktur gerecht zu werden, lässt sich der Typ 8742 umfangreich konfigurieren. Die Schubstange kann wahlweise mit einem M5-Innengewinde oder federrückgestellt mit einer gewölbten Tastspitze ausgestattet werden. Auch beidseitige Gelenkköpfe sind möglich. Das Sensorgehäuse bietet unterschiedliche Montagemöglichkeiten, wie sie auch bei Aktoren üblich sind: Flanschmontage, Verschraubung mittels Kugelgelenkköpfen oder eine Montage mit Gehäuseklemmen. Der Sensor ist für raue Umgebungen ausgelegt und widersteht Vibrationen bis 10 g (nach IEC 68-2-6) und bis zu 40 g Schockeinflüssen (nach IEC 68-2-29). Damit eignet er sich auch für mechanisch besonders anspruchsvolle Messstellen, beispielsweise an Brückenlagern, Stanzen oder hydraulischen Prüfanlagen. Die hohe Langzeitstabilität zeigt die MTBF (mittlere Zeit bis zu einem Ausfall) von 350.000 h bei 40 °C (Einsatzart Gf, Bodenstationär), was langfristige Überwachungsaufgaben bspw. an Staudämmen ermöglicht.
Ein Prüf- und Kalibrierprotokoll u. a. mit Angabe des Nullpunktes, des Nennkennwerts und des Kalibriersprungs ist im Lieferumfang enthalten. Die spezifische Konfiguration wird über einen fest definierten burster-eigenen Bestellcode abgebildet, bei dem jeder Option wie Messbereich, Kabellänge, Stecker oder gewünschte Linearitätsabweichung eine eindeutige Kennziffer zugeordnet ist.
Die Double Sheet-Sensoren von Contrinex lassen sich jetzt direkt über IO-Link-Master konfigurieren und ermöglichen die Anpassung der Erkennungsparameter an verschiedene Materialien. Die Doppelblechsensoren können so an an automatisierten Fertigungslinien z. B. nahtlos zwischen Stahl und Aluminium umschalten. Schon frühere Versionen der Sensoren boten eine schnelle, codelose Konfiguration verschiedener Metallsorten über den PocketCodr-Konfigurator – allerdings ausschließlich über die PocketCodr-App von Contrinex. Die neuen Double-Sheet-Sensoren lassen sich darüber hinaus auch über eine handelsübliche SPS programmieren: 14 Blechkonfigurationen sind verfügbar. Sie werden nach der Programmierung direkt im Sensor abgespeichert.
In der Automobilindustrie, wo Blechpressen eine immer größere Vielfalt an Stahl- und Aluminiumdicken verarbeiten, sind Doppelblechfehler schwieriger zu erkennen, aber potenziell schädlicher. Die intelligenten Messsensoren von Contrinex erkennen nicht nur das Vorhandensein eines Blechs. Sie registrieren auch, wenn zwei Bleche aneinanderhaften – und zwar in Echtzeit und ohne den Produktionsprozess zu unterbrechen.
Die Ersteinrichtung der Sensoren ist unkompliziert: Techniker verbinden die Geräte mit dem PocketCodr-Konfigurator und konfigurieren mithilfe der zugehörigen mobilen App innerhalb weniger Minuten Materialtyp und -dicke. Sobald die Schaltpunkte eingestellt und überprüft sind, lässt sich der Sensor über Standard-SIO- oder IO-Link-Protokolle problemlos in Maschinensteuerungssysteme integrieren – ein externer Verstärker ist nicht erforderlich. Mit der neuen alternativen Version ist die Konfiguration direkt über jeden IO-Link-Master möglich, was die Installation und den Austausch schneller und flexibler macht. Gleichzeitig bleibt die PocketCodr-basierte Version für Anwender verfügbar, die eine einfache Konfiguration ohne Programmierung bevorzugen. Darüber hinaus bieten die neuen Modelle mit ActivStone®-Beschichtung eine verbesserte Haltbarkeit in rauen Produktionsumgebungen. Auch die älteren, über PocketCodr programmierbaren Doppelblechsensoren sind mit ActivStone®-Beschichtung erhältlich.
Wenn Anwendungen sicher stillstehen, exakt anlaufen und dauerhaft zuverlässig arbeiten sollen, zählt jeder Impuls. Der neue Sicherheitsgeber AFS58 von Dunkermotoren vereint funktionale Sicherheit, robuste Auslegung und einfache Integration zu einer zuverlässigen Lösung für die Motorbaureihen BG66, BG75 und BG95. Mit Sin/Cos-Signal, einer Auflösung von 2.048pr (inkremental) und ausgelegt für hohe Anforderungen ist der Absolutwertgeber AFS58, mit einem Durchmesser von 58mm, optimal für industrielle Umgebungen geeignet. Die standardisierten M12 Steckerverbinder sowie die Versorgung mit 5 Volt erleichtern die Einbindung in bestehende Systeme.
Der AFS58 erweitert das Dunkermotoren Portfolio um einen funktional sicheren Sin/CosGeber mit Zertifizierung bis SIL2 und Performance Level d. Die Kombination aus hoher Messgüte, definierter Schnittstelle und kompakter Bauform unterstützt sicherheitsrelevante Anwendungen überall wo Position, Drehzahl oder Bewegungsrichtung einer Achse sicher erfasst werden müssen.
Die RMU-Serie (Rotary Magnetic Universal) von Bogen Magnetics umfasst standardisierte rotative Magnetmaßstäbe für die absolute Positionsmessung in Automatisierungs- und Robotikanwendungen. Die Magnetringe wurden speziell für den Einsatz mit Nonius-basierten Sensorsystemen entwickelt und sind optimal auf IC-MU Chips abgestimmt.
Der standardisierte Nonius-Code mit hoher Magnetisierungsgenauigkeit ermöglicht eine zuverlässige und hochauflösende Positionsdetektion auch unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen. Die Maßstäbe sind sowohl radial als auch axial magnetisiert und in verschiedenen Hohlwellendurchmessern verfügbar, wodurch sie sich flexibel in kompakte Maschinenkonzepte integrieren lassen.
Hochwertige Materialien und präzise gefertigte Träger gewährleisten eine hohe Beständigkeit gegenüber Staub, Öl und Kühlschmierstoffen sowie eine stabile Performance im Temperaturbereich von -40 °C bis +100 °C. Die RMU-Serie ist mit gängigen magnetischen Sensorsystemen kompatibel, einschließlich des Absolutsensors AKP18, und bietet eine robuste und wirtschaftliche Lösung für industrielle Anwendungen.
Die Double Sheet-Sensoren von Contrinex lassen sich jetzt direkt über IO-Link-Master konfigurieren und ermöglichen die Anpassung der Erkennungsparameter an verschiedene Materialien. Die Doppelblechsensoren können so an an automatisierten Fertigungslinien z. B. nahtlos zwischen Stahl und Aluminium umschalten. Schon frühere Versionen der Sensoren boten eine schnelle, codelose Konfiguration verschiedener Metallsorten über den PocketCodr-Konfigurator – allerdings ausschließlich über die PocketCodr-App von Contrinex. Die neuen Double-Sheet-Sensoren lassen sich darüber hinaus auch über eine handelsübliche SPS programmieren: 14 Blechkonfigurationen sind verfügbar. Sie werden nach der Programmierung direkt im Sensor abgespeichert.
In der Automobilindustrie, wo Blechpressen eine immer größere Vielfalt an Stahl- und Aluminiumdicken verarbeiten, sind Doppelblechfehler schwieriger zu erkennen, aber potenziell schädlicher. Die intelligenten Messsensoren von Contrinex erkennen nicht nur das Vorhandensein eines Blechs. Sie registrieren auch, wenn zwei Bleche aneinanderhaften – und zwar in Echtzeit und ohne den Produktionsprozess zu unterbrechen.
Die Ersteinrichtung der Sensoren ist unkompliziert: Techniker verbinden die Geräte mit dem PocketCodr-Konfigurator und konfigurieren mithilfe der zugehörigen mobilen App innerhalb weniger Minuten Materialtyp und -dicke. Sobald die Schaltpunkte eingestellt und überprüft sind, lässt sich der Sensor über Standard-SIO- oder IO-Link-Protokolle problemlos in Maschinensteuerungssysteme integrieren – ein externer Verstärker ist nicht erforderlich. Mit der neuen alternativen Version ist die Konfiguration direkt über jeden IO-Link-Master möglich, was die Installation und den Austausch schneller und flexibler macht. Gleichzeitig bleibt die PocketCodr-basierte Version für Anwender verfügbar, die eine einfache Konfiguration ohne Programmierung bevorzugen. Darüber hinaus bieten die neuen Modelle mit ActivStone®-Beschichtung eine verbesserte Haltbarkeit in rauen Produktionsumgebungen. Auch die älteren, über PocketCodr programmierbaren Doppelblechsensoren sind mit ActivStone®-Beschichtung erhältlich.
Der TCS43 von Schurter ist ein mikrominiaturisierter SMT-Taster, entwickelt für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Bauraum, Zuverlässigkeit und präzises haptisches Feedback. Mit einer Grundfläche von nur 4,2 × 3,2 mm und einer Bauhöhe von 2,5 mm ermöglicht er eine besonders platzsparende Integration auf Leiterplatten. Drei Betätigungskräfte (180 gf, 250 gf, 400 gf; entspricht 1,76 N bis 3,92 N) bieten Flexibilität bei der Auslegung der Benutzerinteraktion. Die mechanische Lebensdauer von bis zu 100.000 Schaltzyklen gewährleistet eine hohe Langzeitstabilität auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen.
Elektrisch unterstützt der Taster Low-Power-Anwendungen (10 µA bis 50 mA, 1–12 VDC) bei gleichzeitig geringem Kontaktwiderstand (≤100 mΩ) für zuverlässige Signalübertragung. Der breite Temperaturbereich von -40 °C bis +90 °C prädestiniert ihn für den Einsatz in Industrie-, Consumer- und Medizintechnik.
Typische Anwendungen sind Benutzerinterfaces wie Ein/Aus-Schaltung, Menüführung und Parameterauswahl in hochwertigen Konsumgeräten, Smart-Home-Systemen, IoT-Anwendungen sowie medizinischen Geräten (z. B. Blutdruckmessgeräte, Beatmungsgeräte).
Der TCS43 vereint kompakte Bauform, hohe Performance und flexible Bediencharakteristik und ist damit eine optimale Lösung für moderne Interface-Designs.
In der Industrieautomation verlagert sich die Stromversorgung zunehmend aus dem Schaltschrank in das direkte Anlagenumfeld. Mit dieser Entwicklung steigt der Bedarf an Netzteilen mit Schutzart IP67, die für den dezentralen Einsatz ausgelegt sind. Der Stromversorgungsspezialist MTM Power registriert in diesem Bereich aktuell eine deutlich steigende Nachfrage aus verschiedenen Industriezweigen. Besonders gefragt sind Lösungen im Leistungsbereich zwischen 50 und 100 Watt.
Der wachsende Bedarf steht im Zusammenhang mit der zunehmenden Verbreitung intelligenter Sensorik und Aktorik in modernen Produktionssystemen. Über Kommunikationsstandards wie IO-Link werden Komponenten direkt mit der Steuerungsebene verbunden. Neben Prozessdaten lassen sich so auch Parameter und Diagnosedaten im laufenden Betrieb auslesen und anpassen.
Durch die zunehmende Vernetzung von der Anlagensteuerung mit Sensoren und Aktoren steigen auch die Anforderungen an die Energieversorgung. Gefragt sind Lösungen, die sich dezentral einsetzen lassen und gleichzeitig einen zuverlässigen Betrieb im Anlagenumfeld sicherstellen.
Netzteile mit Schutzart IP67 bieten dafür entscheidende Vorteile: Sie sind für den Einsatz unter rauen Umgebungen ausgelegt, reduzieren den Verkabelungsaufwand und ermöglichen eine flexible Integration direkt in automatisierte Produktionsanwendungen. In vielen Fällen können zusätzliche Schaltschränke eingespart werden.
MTM Power hat mit der Produktfamilie PM-IP67A entsprechende Lösungen im Portfolio. Die IP67-Netzteile sind für den Einsatz unter rauen Industriebedingungen ausgelegt und bieten sowohl AC- als auch DC-Weitbereichseingänge. Sie decken Leistungsbereiche von 50 bis 200 Watt ab und sind für einen erweiterten Temperaturbereich von -25 bis +70 °C konzipiert. Varianten mit 24 V Ausgangsspannung sind zudem als Limited Power Source (LPS) verfügbar und erfüllen entsprechende Sicherheitsanforderungen. Die Produktfamilie adressiert die Anforderungen moderner Automatisierungskonzepte: robuste Bauweise, dezentrale Einsatzbarkeit und hohe Integrationsfähigkeit.
Die Nachfrage kommt aus unterschiedlichsten Bereichen der Industrie. Zu den aktuellen Einsatzfeldern zählen unter anderem der Sondermaschinen- und Anlagenbau, die Verpackungsautomation und die Prozessautomatisierung. Gemeinsam ist diesen Anwendungen die steigende Anzahl vernetzter Komponenten, die zuverlässig und dauerhaft mit Energie versorgt werden müssen.
Die neue CM-HVLP-Serie (Hochspannungs-Low-Profile-Glimmerkondensatoren aus rekonstituiertem Glimmer) von Exxelia erfüllt die wachsende Nachfrage nach hochspannungsfesten, robusten und flachen Komponenten in elektronischen Systemen mit begrenztem Bauraum. Die neuen Kondensatoren sind darauf ausgelegt, die Anforderungen von Anwendungen zu erfüllen, bei denen hohe Spannungsfestigkeit, schnelle Lade-/Entladezyklen und Zuverlässigkeit unter wiederholter Belastung entscheidend sind. Ihr Design ermöglicht den Einsatz sowohl in Pulsanwendungen wie Lade- und Entladeschaltungen als auch in Hochspannungs-Filterfunktionen und bietet somit eine vielseitige Lösung für fortschrittliche elektronische Architekturen.
Die CM-HVLP-Serie kombiniert die inhärente Stabilität der Dielektrikumstechnologie aus rekonstituiertem Glimmer ohne Kapazitätsdrift unter Spannung mit einem bahnbrechend kompakten SMD-Footprint und unterstützt so die fortschreitende Miniaturisierung von Hochleistungselektronik. Die Kondensatoren bieten eine hohe Energiedichte, eine sehr niedrige äquivalente Serieninduktivität (ESL) sowie die Fähigkeit, extremen dV/dt-Raten standzuhalten, wodurch selbst unter intensiven, wiederholten Zyklen ultraschnelle Entladeleistungen ermöglicht werden. Das Design ist zudem auf einen niedrigen ESR-Wert optimiert.
Aufbauend auf der nachgewiesenen Erfahrung mit Space-QPL-Produktlinien erweitert Exxelia diese Expertise nun auf weitere Märkte (Verteidigung, Raumfahrt, New Space, Medizintechnik, Industrie, Luftfahrt). Um eine missionskritische Zuverlässigkeit zu gewährleisten, werden Qualifikationstests gemäß den strengsten MIL-Standards durchgeführt.
Die Bauteile wurden mit Blick auf einfache Integration entwickelt und verfügen über einen reduzierten Footprint, der die Platzierung in dichten Leiterplattenlayouts erleichtert. Die Serie bietet mit einem Format (8080) von nur 20x20 mm einen erheblichen Größenvorteil. Dieses Gleichgewicht zwischen Miniaturisierung und Leistungsfähigkeit macht die Technologie besonders relevant für Raumfahrt-, Luftfahrt-, Verteidigungs-, Medizin- und Industriesysteme, bei denen Zuverlässigkeit und elektrische Stabilität entscheidend sind. Die neuen SMD-Hochspannungs-Glimmerkondensatoren verfügen über einen Kapazitätsbereich von 10 nF bis 750 nF und einen Spannungsbereich zwischen 2 500 VDISCH bis 5 000 VDISCH / 1 500 VDC bis 4 000 VDC.
Die KEL-ERM VARIO ist eine Weiterentwicklung des bewährten icotek Kabeleinführungssystems und wurde speziell für die Einführung von Leitungen mit und ohne Stecker konzipiert und lässt sich einfach und sicher montieren. Das modulare System basiert auf einer klaren Struktur und reduziert die Variantenvielfalt auf eine Rahmengröße pro Ausführung. Weniger benötigte Komponenten bedeuten weniger Lagerbedarf und Beschaffungsaufwand, zugleich werden Planung, Konstruktion und Montage vereinfacht. Für den Schaltschrankbau und die Geräteintegration schafft das zusätzliche Flexibilität. Dank der variablen Bestückung eignet sich die KEL-ERM VARIO für unterschiedliche Anforderungen, von Serienanwendungen bis zu kundenspezifischen Lösungen. Je nach Bedarf kann sie mit unterschiedlich vielen großen oder kleinen Tüllen ausgestattet werden.
Je nach verwendeter Tülle lassen sich Leitungen mit Durchmessern von 1 bis 16 mm (Einfachtüllen KT1 bis KT15) bzw. 16 bis 35 mm (Einfachtüllen KT16 bis KT34) sicher einführen, abdichten und zugentlasten. Die Kabeltüllen werden bei der Montage automatisch im Rahmen fixiert. Nach der vollständigen Bestückung wird der Abschlussdeckel sicher aufgeschraubt. Die KEL-ERM VARIO ist kompatibel mit Standardausbrüchen für 10-, 16- und 24-polige schwere Steckverbinder. Die Baugröße KEL-ERM VARIO B setzt auf Ausbrüche 46 x 46 mm (z. B. für Regler, Zähler) auf. Dank der eingespritzten Dichtung und bei der Verwendung von Einfachtüllen bleibt die hohe Schutzart IP65 auch bei flexiblen Konfigurationen erhalten.
Mit der KEL-ERM VARIO lassen sich Prozesse vereinfachen, Kosten senken und der gesamte Produktlebenszyklus optimieren. Optional ist die Einführung auch mit integrierten Gewindebuchsen erhältlich, perfekt für die Montage an der Gehäuseinnenseite und ideal zum Schutz vor Vandalismus oder unbeabsichtigtem Lösen.
Mit dem neuen DualGear präsentiert FAULHABER ein leistungsstarkes Antriebssystem, das bewährte Motor- und Getriebetechnologie in einer durchdachten Einheit vereint. Das Antriebssystem wurde gezielt für Anwendungen in Förderbändern sowie in kompakten Radantrieben autonomer Logistiksysteme konzipiert. Insbesondere in platzkritischen Umgebungen der Intralogistik bietet das System eine leistungsfähige und wirtschaftliche Lösung. Ein besonderer Vorteil liegt in seiner Vielseitigkeit: Zwei synchrone Bewegungen lassen sich mit einem Antrieb realisieren. Dadurch reduziert sich der Integrationsaufwand erheblich, während zugleich Bauraum und Systemkosten optimiert werden.
Das neue Antriebssystem kombiniert zwei leistungsstarke Partner in einer kompakten Einheit: den kraftvollen und dynamischen bürstenlosen 32mm-Motor der bewährten BX4-Familie und zwei durchmesserkonform montierte, robuste Metall-Planetengetriebe der GPT-Reihe auf beiden Seiten des Motors.
Der BX4-Basismotor für die DualGear-Kombination ist in zwei Motorlängen mit 42 mm und 68 mm erhältlich. Das Antriebssystem lässt sich damit flexibel an unterschiedliche Leistungs- und Bauraumanforderungen anpassen. Hallsensoren mit Sinus-Cosinus-Ausgangssignalen ermöglichen eine präzise Erfassung der Rotorlage für eine exakte Kommutierung und Positionierung. In Kombination mit einem externen Motion Controller ist eine genaue Positionierungsbewegung möglich und es entsteht ein Antriebssystem, das Drehmoment und höchste Genauigkeit mit kompakter Bauform verbindet.
Die GPT-Planetengetriebe sind in dieser Kombination mit bis zu drei Stufen verfügbar, was eine passgenaue Auslegung hinsichtlich Drehzahl- und Drehmomentanforderungen ermöglicht.
Durchgängig geschweißte Verbindungen der Komponenten garantieren eine zuverlässige und langlebige Konstruktion, ohne den Einsatz von Klebstoffen.
Die Möglichkeit, zwei synchrone, kraftvolle Bewegungen mit nur einem Antrieb und einer zentralen Ansteuerung zu realisieren, schafft neue Ansätze für effiziente, einfache Systemarchitekturen in der nächsten Generation von Förder- und Intralogistiksystemen.
Das Economy Drive System von Beckhoff ist eine aufeinander abgestimmte Plattform aus Servomotoren, Servoverstärkern und Frequenzumrichtern. Dies ermöglicht kompakte, kosteneffiziente Maschinenkonzepte bei voller Integration in die Welt von PC-based Control. Durch einen erweiterten Leistungsbereich sowie neue externe Bremswiderstände und Netzfilter erschließt sich ein noch größeres Anwendungspotenzial.
Der Economy-Servoverstärker AX1000 wurde um eine weitere dreiphasige Variante mit 12 A erweitert. Damit deckt er nun den Nennstrombereich von 3,4 bis 12 A ab, während er im einphasigen Bereich mit Stromstärken von 1,65 bis 6,9 A verfügbar ist. Trotz der kompakten Abmessungen sind Netzteil, Zwischenkreiskondensatoren und Ballastschaltung vollständig integriert. Das Gehäuse ist aus robustem Kunststoff gefertigt, was das Gewicht und die Materialkosten reduziert. Im Schaltschrank können die Geräte ohne Mindestabstände der Verstärker nebeneinander montiert werden.
Auch der Economy-Frequenzumrichter AF1000 steht mit einer neuen dreiphasigen Variante mit 5,5 kW als kostenoptimierte Lösung für einfache Antriebsaufgaben wie z. B. Bandantriebe, Pumpen oder Lüfter bereit. Die Serie deckt den Leistungsbereich mit einphasiger Einspeisung zwischen 0,37 und 1,5 kW, sowie mit dreiphasiger Einspeisung von 0,75 bis 5,5 kW ab. Sie bietet nicht nur mit den in diesem Segment typischen Einachs-, sondern auch mit den besonders kosteneffizienten Doppelachsgeräten eine skalierbare Lösung für einen breiten Anwendungsbereich.
Als Komplettanbieter von Systemkomponenten liefert Beckhoff auch passendes Zubehör wie externe Bremswiderstände und Netzfilter für das Economy Drive System. Die Bremswiderstände AX2090-BW10xxxx gibt es in unterschiedlichen Varianten für Geräte mit 1- und 3phasiger Einspeisung sowie unterschiedlichen Leistungen. Dadurch wird eine optimale Anpassung der Bremswiderstände an die Applikation sichergestellt. Zudem sorgen die hochwertigen Netzfilter AX2090-NF1x-xxxx für eine sehr gute Entstörung der Economy-Geräte. In Kombination werden damit Industriestandards bis Kategorie C2 nach EN 61800-3 erfüllt.
POSITAL hat die allgemeine Verfügbarkeit seiner neuen Generation von miniaturisierten IXARC-Multiturn-Absolutwertgebern bekannt gegeben Mit einem Durchmesser von lediglich 20 mm und einer Länge von 22 mm wurden diese kompakten Geräte speziell für Anwendungen mit äußerst begrenztem Platz entwickelt. Dazu zählen unter anderem humanoide Roboter, Medizintechnik und fahrerlose Transportsysteme (FTS).
Als Nachfolger der 2020 eingeführten 22 mm-Modelle nutzt das neue Design statt herkömmlicher Hall-Sensoren die TMR-Sensortechnologie (Tunnel-Magneto-Resistance). Diese Weiterentwicklung bietet eine Auflösung von bis zu 19 Bit pro Umdrehung, eine verbesserte Signalstabilität und einen deutlich geringeren Energieverbrauch. Das macht diese Geber zu einer äußerst kosteneffizienten Lösung für die Multiturn-Positionsrückmeldung in kleinen Schritt- und BLDC-Motoren.
Um ein möglichst großes Einsatzspektrum abzudecken, sind die neuen 20 mm-Encoder sowohl als Kit-Version (mit modularem Aufbau für die direkte Montage an Motoren oder Antrieben) als auch in konventioneller Ausführung als Industrie- bzw. Anbaudrehgeber (mit eigener Welle, Kugellagern und Flansch) erhältlich. Ein flexibles Steckersystem ermöglicht die Kabelführung sowohl in radialer als auch in axialer Ausrichtung und vereinfacht so die Integration auf engstem Raum. Die Beibehaltung von Lochmustern für die Befestigungsschrauben und eine identische Steckerbelegung sorgen für mechanische und elektrische Kompatibilität mit der vorherigen 22-mm-Serie. Als Kommunikationsschnittstellen werden BiSS C und SSI unterstützt.
Die Kit-Versionen verfügen über eine integrierte Selbstkalibrierungsfunktion, die den Montageprozess optimiert und die Messgenauigkeit steigert. Nach der Installation genügen wenige kurze Wellenumdrehungen, damit der interne Mikroprozessor des Gebers geringfügige Montageungenauigkeiten automatisch erkennen und korrigieren kann – zeitaufwendige Nacharbeiten sind somit nicht mehr notwendig.
Wie alle Mitglieder der IXARC-Produktfamilie von POSITAL zeichnen sich auch die neuen 20-mm-Encoder durch eine batterielose Multiturn-Zählung aus, die auf der Wiegand-Energy-Harvesting-Technologie basiert. Jede vollständige Wellenumdrehung erzeugt über den integrierten Wiegand-Sensor Stromimpulse, die sowohl das Zählereignis auslösen als auch die Zählelektronik mit Energie versorgen. Das Ergebnis ist eine zuverlässige Erfassung der Umdrehungen über einen Bereich von bis zu 24 Bit (16.777.216 Umdrehungen) hinweg, die selbst bei fehlender Systemspannung gewährleistet bleibt und keine Batterien erfordert.
TIMGlobal Media BV
Ruhrallee 185 - 45136 Essen - Deutschland
o.erenberk@tim-europe.com - www.ien-dach.de
Verlagsrepräsentanten