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IEN D-A-CH Mai 2026 WebMagAusgabe #212 - 07/05/2026

IEN D-A-CH, verbindet Industrie und Anwender seit mehr als 40 Jahren. Relevante Informationen für Entwickler, Konstrukteure und das technische Management in allen Bereichen der diskreten Fertigung im deutschsprachigen Raum.

#2  Inhalt

#3  Neues aus der Industrie: ABB, Rittal | Hilscher, Schwarz Digits

#4  Neues aus der Industrie: ETG | Hermes Award | ifm

#5  Neues aus der Industrie: Fraunhofer IPA | Siemens

#6  Neues aus der Industrie: Omron | Eichenberger Gewindetriebe | AMA

#7  Neues aus der Industrie: Steinmeyer Group | Schubert System Elektronik

#8  Automatisierungstechnik: Wie man ein KI-gestütztes industrielles Bildverarbeitungssystem entwickelt

#9  Automatisierungstechnik: igus | Pepperl+Fuchs

#10  Automatisierungstechnik: Industrielle Bedienpanel für die Umsetzung digitaler Sicherheitheitskonzepte

#11  Automatisierungstechnik: IoTmaxx | Advantech | Hilscher

#12  Automatisierungstechnik: Indu-Sol | Phoenix Contact

#13  Sensorik & Messtechnik: FaradaIC | Burster

#14  Sensorik & Messtechnik: Contrinex | Dunkermotoren

#15  Sensorik & Messtechnik: Bogen Magnetics | Micro Epsilon

#16  Elektronik & Elektrik: Schurter | MTM Power

#17  Elektronik & Elektrik: Exxelia | icotek

#18  Antriebstechnik & Motoren: Faulhaber | Beckhoff | Posital

#19  Index

#20  Ansprechpartner

ABB und Rittal schließen Technologiepartnerschaft für Stromverteilung

Die Ba­sis ge­mein­sa­mer Ent­wick­lun­gen bil­den Ri­LineX als neue Stan­dard-Platt­form für Sam­mel­schie­nen­sys­te­me, Ri4Power als mo­du­la­rer Sys­tem­bau­kas­ten für Strom­ver­tei­lun­gen, markt­füh­ren­de Schalt­ge­rä­te und ef­fi­zi­en­te un­ter­bre­chungs­freie Strom­ver­sor­gun­gen.  
Mit der Part­ner­schaft schlie­ßen sich zwei glo­ba­le Tech­no­lo­gie­füh­rer in ih­ren je­wei­li­gen Do­mä­nen für ge­mein­sa­me Ent­wick­lun­gen zu­sam­men: ABB als in­no­va­ti­ver Her­stel­ler für in­tel­li­gen­te, ver­netz­te und si­che­re Strom­ver­sor­gun­gen und Rit­tal als füh­ren­der An­bie­ter für Schalt­schrank­sys­te­me und Strom­ver­tei­lungs-Platt­for­men. Mit ei­ner um 75 % schnel­le­ren Mon­ta­ge und ei­nem in­no­va­ti­ven Platt­form­kon­zept setzt Ri­LineX den neu­en Stan­dard in der Strom­ver­tei­lung – un­ter­stützt durch ein wach­sen­des Öko­sys­tem aus­ge­wie­se­ner Tech­no­lo­gie­part­ner.

„Wir freu­en uns, die lang­jäh­ri­ge Zu­sam­men­ar­beit mit ABB im Be­reich un­ter­bre­chungs­frei­er Strom­ver­sor­gung für Re­chen­zen­tren und der Schalt- und Steue­rungs­tech­nik für Strom­ver­tei­lun­gen nun in ei­ne glo­bal an­ge­leg­te Tech­no­lo­gie­part­ner­schaft zu über­füh­ren. Un­se­re Platt­for­men Ri­LineX und Ri4Power wer­den wir künf­tig mit ge­mein­sa­men In­no­va­tio­nen er­wei­tern“, sagt Uwe Scharf, Ge­schäfts­füh­rer Ver­trieb Deutsch­land und Eu­ro­pa bei Rit­tal.

„Die­se Part­ner­schaft ver­bin­det fort­schritt­li­che Nie­der­span­nungs­tech­no­lo­gie mit be­währ­ten Strom­ver­tei­lungs­platt­for­men, um Steue­rungs- und Schalt­an­la­gen­bau­ern erst­klas­si­ge Er­geb­nis­se zu er­mög­li­chen“, sag­te Pie­ro-Gior­gio Schi­an­ni­ni, Head of Smart Power & Smart Buil­dings Sa­les and Mar­ke­ting, ABB Elec­tri­fi­ca­ti­on: „Die naht­lo­se Kom­pa­ti­bi­li­tät zwi­schen ABB-Lö­sun­gen wie Tmax XT und den Ri4Power-Sys­te­men von Rit­tal sorgt für ein bes­se­res Kun­den­er­leb­nis – ei­nes, das die Kom­ple­xi­tät re­du­ziert, Pro­jekt­lauf­zei­ten ver­kürzt und zu­ver­läs­si­ge Leis­tung ge­währ­leis­tet.“
 

Kooperation für sichere Updates, Datenhoheit und neue digitale Industrie-Services „made in Europe“

Die Hil­scher Ge­sell­schaft für Sys­te­m­au­to­ma­ti­on mbH und Schwarz Di­gits ha­ben ei­ne Ko­ope­ra­ti­on zur Be­reit­stel­lung sou­ve­rä­ner eu­ro­päi­scher Edge-to-Cloud-Lö­sun­gen für die In­dus­trie be­kannt ge­ge­ben. Kern ist die Kom­bi­na­ti­on aus Hil­schers Edge- und De­vice-Ma­nage­ment-Platt­form net­FIELD und der eu­ro­päi­schen Cloud-In­fra­struk­tur STA­CKIT Cloud von Schwarz Di­gits. Ziel ist ei­ne of­fe­ne, ska­lier­ba­re In­fra­struk­tur für In­dus­trie­un­ter­neh­men, Ma­schi­nen­bau­er, OEMs und Sys­tem­in­te­gra­to­ren, um di­gi­ta­le Ser­vices schnel­ler aus­zu­rol­len – bei vol­ler Kon­trol­le über sen­si­ble Be­triebs-, Pro­zess- und Pro­dukt­da­ten. Je nach Be­darf kön­nen An­wen­dun­gen in Pu­blic Cloud, Pri­va­te Cloud oder On-Pre­mi­se be­trie­ben wer­den.

He­te­ro­ge­ne Netz­wer­ke zu­ver­läs­sig an­bin­den

Die Platt­form ver­bin­det Ma­schi­nen und An­la­gen si­cher mit Cloud-Res­sour­cen in Eu­ro­pa und er­leich­tert auch die Ein­bin­dung be­ste­hen­der Ma­schi­nen­parks. Sie adres­siert zwei zen­tra­le Hür­den in­dus­tri­el­ler Di­gi­ta­li­sie­rung: die zu­ver­läs­si­ge An­bin­dung he­te­ro­ge­ner OT-Net­ze und Ma­schi­nen­wel­ten so­wie die Cloud-Nut­zung un­ter eu­ro­päi­schen Sou­ve­rä­ni­täts-, Si­cher­heits- und Com­pli­an­ce-An­for­de­run­gen.

So schafft die Ko­ope­ra­ti­on die Grund­la­ge für di­gi­ta­le An­wen­dun­gen wie Smart Re­mo­te Ser­vices, vir­tu­el­le In­be­trieb­nah­me, Zu­stands­über­wa­chung, Pre­dic­tive Main­ten­an­ce und si­che­res Shopf­loor De­vice Ma­nage­ment. 

Tho­mas Rauch, Chief Tech­no­lo­gy Of­fi­cer bei Hil­scher er­läu­tert: „Die Part­ner­schaft mit Schwarz Di­gits er­öff­net uns neue Mög­lich­kei­ten, un­se­re De­vice-Ma­nage­ment-Lö­sung net­FIELD si­cher, ska­lier­bar und hoch­ver­füg­bar in öf­fent­li­chen oder pri­va­ten Cloud-In­fra­struk­tu­ren be­reit­zu­stel­len. Ge­mein­sam mit Schwarz Di­gits kön­nen wir ein Lö­sung­sport­fo­lio am deut­schen und in­ter­na­tio­na­len Markt an­bie­ten, das im Hin­blick auf tech­no­lo­gi­sche Fä­hig­kei­ten zur si­che­ren cloud-ba­sier­ten Ver­net­zung der Pro­duk­ti­on neue Maß­stä­be setzt.“ 

„Sou­ve­rä­ne Cloud ist kein Schlag­wort, son­dern ei­ne Vor­aus­set­zung für Wett­be­werbs­fä­hig­keit. Mit die­ser In­itia­ti­ve schaf­fen wir ge­mein­sam mit Hil­scher ei­nen durch­gän­gi­gen Pfad von der Ma­schi­ne bis in die Cloud – un­ter eu­ro­päi­schem Rechts­rah­men, mit star­ken Si­cher­heits­stan­dards und mit ei­nem kla­ren Fo­kus auf of­fe­ne Schnitt­stel­len statt Ven­dor Lock-in“, er­gänzt Da­ni­el Traub, Head of Ma­nu­fac­tu­ring & Au­to­mo­ti­ve at Schwarz Di­gits.
 

Bestätigung der Cyberresilienz von EtherCAT durch UL-Zertifizierung

Das Gut­ach­ten und die Zer­ti­fi­ka­te von UL So­lu­ti­ons be­stä­ti­gen nach Prü­fung ge­mäß IEC 62443 die Aus­sa­gen der ETG: Die Ether­CAT-Tech­no­lo­gie er­füllt be­reits oh­ne Än­de­run­gen die An­for­de­run­gen an Sys­te­me, die An­griffs­stär­ken nach Se­cu­ri­ty Le­vel 2 aus­ge­setzt sind. IEC 62443, der in­ter­na­tio­na­le Stan­dard für Cy­ber­si­cher­heit von in­dus­tri­el­len Steue­rungs­sys­te­men, wird in der eu­ro­päi­schen Aus­prä­gung auch die Grund­la­ge für den Eu­ro­pean Cy­ber Re­s­i­li­en­ce Act. Dar­über hin­aus zei­gen die Un­ter­su­chun­gen, dass für hö­he­re Si­cher­heits­an­for­de­run­gen kei­ne Hard­ware­än­de­run­gen not­wen­dig sind – mit ge­ziel­ten Soft­ware­er­wei­te­run­gen las­sen sich auch hö­he­re Se­cu­ri­ty Le­vels auf Ba­sis des Ether­CAT Sys­tems er­rei­chen.

Prü­fung ver­schie­de­ner Sze­na­ri­en

Von UL wur­den al­le über 100 Sys­tem Re­qui­re­ments (SR) der IEC 62443-3-3 auf drei ty­pi­sche Ether­CAT Sys­te­me mit un­ter­schied­li­chen Be­dro­hungs­sze­na­ri­en ab­ge­bil­det und der Er­fül­lungs­grad durch Ether­CAT be­wer­tet.

„Wir bei UL So­lu­ti­ons ha­ben uns sehr ge­freut, mit ei­nem In­dus­trie­pro­to­koll zu ar­bei­ten, das ‚by-de­sign‘ be­reits über Cy­ber­si­cher­heits-Fä­hig­kei­ten, ei­ne in­te­grier­te Se­cu­ri­ty-Ar­chi­tek­tur so­wie hard­ware­ba­sier­te Se­cu­ri­ty-Maß­nah­men ver­fügt und in die­ser Ka­te­go­rie der In­dus­trie­pro­to­kol­le sei­nes­glei­chen sucht,“ sagt Alex­an­der W. Köh­ler, S&S Prin­ci­pal Se­cu­ri­ty Ad­vi­sor Cy­ber­se­cu­ri­ty bei UL So­lu­ti­ons. „IT- und OT-Se­cu­ri­ty wa­ren in der Ver­gan­gen­heit nicht ge­ra­de die bes­ten Freun­de. Die An­for­de­run­gen an die IT-Si­cher­heit wur­den oft durch die ty­pi­scher­wei­se kur­zen Pro­dukt­le­bens­zy­klen im Of­fice-Be­reich be­stimmt, was im Ge­gen­satz zu In­dus­trie­an­la­gen mit lan­gen Le­bens­zy­klen steht. Des­halb sind in der In­dus­trie nach wie vor vie­le Pro­duk­te im Ein­satz, die über kei­ne oder nur ei­ne schwa­che in­te­grier­te Se­cu­ri­ty ver­fü­gen und als Le­ga­cy-Pro­duk­te be­zeich­net wer­den müs­sen. Ether­CAT ist hier ei­ne er­freu­li­che Aus­nah­me.“

Dr. Gui­do Beck­mann, Lei­ter des Tech­ni­schen Ko­mi­tees der Ether­CAT Tech­no­lo­gy Group: „Die Er­geb­nis­se der um­fang­rei­chen Un­ter­su­chun­gen be­stä­ti­gen die Ein­schät­zung der ETG: Ether­CAT bie­tet be­reits heu­te ein ho­hes Cy­ber­si­cher­heits-Schutz­ni­veau für in­dus­tri­el­le An­wen­dun­gen. Die ge­prüf­ten und do­ku­men­tier­ten Ei­gen­schaf­ten und Maß­nah­men bil­den die Grund­la­ge für die Hand­lungs­emp­feh­lun­gen und Spe­zi­fi­ka­tio­nen, die wir für die Her­stel­ler und An­wen­der von Ether­CAT Ge­rä­ten er­ar­bei­ten.“
 

HERMES AWARD 2026 geht an Schaeffler

Prä­miert wur­de ei­ne Platt­form für hoch­in­te­grier­te Ak­tua­to­ren, wel­che spe­zi­ell für die An­wen­dung in den Ge­len­ken von hu­ma­no­iden Ro­bo­tern kon­stru­iert wur­de. Die Platt­form um­fasst hoch­ef­fi­zi­en­te Ser­vo-Elek­tro­mo­to­ren mit in­te­grier­ter Leis­tungs­elek­tro­nik so­wie En­codern und lässt sich je nach Kun­den­an­for­de­rung mit zwei­stu­fi­gen Pla­ne­ten­ge­trie­ben oder Well­ge­trie­ben kon­fi­gu­rie­ren. Bei der Ent­wick­lung der Ak­tua­to­ren wur­de kon­se­quent das Ziel ei­nes mi­ni­ma­len Bau­raums und ei­nes ho­hen Dau­er-Dreh­mo­men­tes ver­folgt. Im Ver­gleich zu den neu­es­ten Lö­sun­gen am Markt konn­te der Bau­raum um rund 20 Pro­zent re­du­ziert wer­den. Um ein nied­ri­ges Tem­pe­ra­tur­ni­veau bei ho­hen Dreh­mo­men­ten zu ge­währ­leis­ten, wur­de der Kup­fer­füll­fak­tor in der rah­men­lo­sen PSM-Ma­schi­ne er­höht. Die Ak­tua­tor­platt­form senkt die Sys­tem­kos­ten deut­lich und schafft da­mit ei­ne zen­tra­le Vor­aus­set­zung für die schnel­le Ska­lie­rung der Ser­vice­ro­bo­tik. 

„Ich gra­tu­lie­re den dies­jäh­ri­gen Preis­trä­gern ganz herz­lich. Es freut mich sehr, als Schirm­her­rin des HER­MES AWARD Spit­zen­in­no­va­tio­nen sicht­bar ma­chen zu dür­fen. Die Fir­men Schaeff­ler und BTRY zei­gen, dass For­schung von Welt­rang aus Eu­ro­pa kommt. Mit sei­ner in­no­va­ti­ven Platt­form für hoch­in­te­grier­te Ak­tua­to­ren bringt Schaeff­ler die Ro­bo­tik in Deutsch­land vor­an. Die Platt­form ist ein zen­tra­ler Bau­stein, da­mit die Ro­bo­tik im Zu­sam­men­spiel mit dem her­vor­ra­gen­den Öko­sys­tem aus star­ker In­dus­trie und pro­du­zie­ren­dem Ge­wer­be ihr rie­si­ges Po­ten­ti­al ent­wi­ckeln kann. Mit der High­tech Agen­da Deutsch­land wol­len wir Po­ten­tia­le wie die­se he­ben. Gleich­zei­tig geht es um den Tech­no­lo­gie­stand­ort Eu­ro­pa,“ er­läu­tert Bun­des­for­schungs­mi­nis­te­rin Do­ro­thee Bär.

Star­t­up Award für fle­xi­ble Fest­stoff­bat­te­rie

In die­sem Jahr er­hält ein jun­ges Un­ter­neh­men aus der Schweiz den be­gehr­ten HER­MES Star­t­up AWARD. Die Grün­der über­zeug­ten die Ju­ry mit den von ih­nen ent­wi­ckel­ten ul­tra­dün­nen, voll­stän­dig fle­xi­blen Fest­stoff­bat­te­ri­en

Bei dem aus­ge­zeich­ne­ten Pro­dukt han­delt es sich um ul­tra­dün­ne Fest­kör­per­bat­te­ri­en. Die­se ver­ei­nen schnel­les La­den, ho­he Tem­pe­ra­tur­be­stän­dig­keit und gro­ße Si­cher­heit und über­tref­fen da­mit her­kömm­li­che Li­thi­um-Io­nen-Zel­len. Durch die Über­tra­gung von Pro­duk­ti­ons­tech­no­lo­gi­en aus der Halb­lei­ter­in­dus­trie auf die Bat­te­rie­her­stel­lung ge­lingt BTRY ein ent­schei­den­der Fort­schritt im glo­ba­len Trend hin zu klei­ne­ren, si­che­re­ren und lang­le­bi­ge­ren En­er­gie­spei­chern, die die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on smar­ter Ge­rä­te er­mög­li­chen. Da­zu zäh­len draht­lo­se IoT-Sen­so­ren, Weara­bles so­wie An­wen­dun­gen in der Me­di­zin­tech­nik. Der Pro­duk­ti­ons­pro­zess kommt voll­stän­dig oh­ne to­xi­sche Lö­sungs­mit­tel aus und zeich­net sich durch ei­nen ge­rin­gen Ma­te­ri­al­ver­brauch aus. Die Bat­te­ri­en sind bis zu Tem­pe­ra­tu­ren von 150 °C ein­setz­bar und kön­nen be­reits ab ei­ner Di­cke von nur 0,1 mm in­ner­halb ei­ner Mi­nu­te voll­stän­dig auf- und ent­la­den wer­den.
 

Wachstum in wirtschaftlich bewegten Zeiten

Das Jahr 2025 ist für die ifm-Un­ter­neh­mens­grup­pe sehr po­si­tiv zu En­de ge­gan­gen. Wäh­rungs­be­rei­nigt konn­te der Um­satz um 10% auf 1,47 Mrd. Eu­ro ge­stei­gert wer­den. „Die­ses sehr po­si­ti­ve Er­geb­nis des Jah­res 2025 ist vor al­lem des­we­gen be­mer­kens­wert, da wir es trotz der geo­po­li­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen ge­schafft ha­ben, das ho­he Wachs­tum, na­he­zu wie ge­plant, welt­weit zu rea­li­sie­ren“, sagt Chris­toph von Ro­sen­berg, CFO der ifm-Un­ter­neh­mens­grup­pe. Der sin­ken­den Nach­fra­ge auf dem deut­schen Markt ins­be­son­de­re durch die schwa­che Auf­trags­la­ge im Ma­schi­nen­bau ste­hen ein star­kes Wachs­tum in der Re­gi­on Asi­en/Pa­zi­fik so­wie in Ame­ri­ka ge­gen­über. Im Spe­zi­el­len über­zeug­ten die Kun­den vie­le Pro­dukt­neu­hei­ten im Be­reich der Pro­zess­in­dus­trie, die für er­heb­li­ches Wachs­tum in die­sem Seg­ment sorg­ten.

Plus bei den Mit­ar­bei­ten­den

Trotz der er­heb­li­chen Wech­sel­kur­s­ef­fek­te konn­te das Er­geb­nis vor Zin­sen und Steu­ern (EBIT) ge­gen­über dem Vor­jahr um 1% auf 69 Mio. Eu­ro leicht ge­stei­gert wer­den. Die Per­so­nal­stär­ke stieg auf rund 9.120 Mit­ar­bei­ten­de, von de­nen mehr als 5.260 in Deutsch­land tä­tig sind. Ins­ge­samt sind rund 1.500 Mit­ar­bei­ten­de in For­schung & Ent­wick­lung be­schäf­tigt – ein wich­ti­ges Zei­chen für die In­no­va­ti­ons­kraft der Un­ter­neh­mens­grup­pe. 

Nach der Um­fir­mie­rung in die neue ifm group se zum 1. Ja­nu­ar 2025 hält der In­ves­tor KKR seit Ok­to­ber 2025 ei­ne Min­der­heits­be­tei­li­gung. Mit die­ser Part­ner­schaft will das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men den zu­künf­ti­gen Er­folg und das nach­hal­ti­ge Wachs­tum für die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on si­chern. Ein High­light war im ver­gan­ge­nen April der Bau­be­ginn für ein neu­es Werk in Suz­hou, Chi­na. In der nach­hal­ti­gen Pro­duk­ti­ons­stät­te ge­mäß dem DGNB-Stan­dard Gold wird vor­aus­sicht­lich im ers­ten Quar­tal 2027 die Pro­duk­ti­on be­gin­nen. So­mit wird ifm nicht nur wie auf der ver­trieb­li­chen Sei­te be­reits seit 20 Jah­ren, son­dern auch durch lo­ka­le Pro­duk­ti­on und R&D-Kom­pe­tenz in die­sem wich­ti­gen Markt prä­sent sein. Mit die­sen Mei­len­stei­nen sieht sich ifm sehr gut für die Zu­kunft auf­ge­stellt und er­war­tet auch im lau­fen­den Jahr wie­der­um ei­ne po­si­ti­ve Ent­wick­lung.
 

Fraunhofer IPA gewinnt mit Trumpf und Lorch den „euRobotics Technology Transfer Award“ für die Entwicklung des Cobot-Schweißen ohne Robotikexpertise

Das Fraun­ho­fer IPA hat ge­mein­sam mit Trumpf und Lorch ei­ne Tech­no­lo­gie ent­wi­ckelt, die kol­la­bo­ra­ti­ve Schweiß­ro­bo­ter re­vo­lu­tio­niert: Ein in­tel­li­gen­tes Sen­sor-Add-On er­mög­licht erst­mals die voll­au­to­ma­ti­sche in­itia­le Pla­nung der Ro­bo­ter­bahn ganz oh­ne vor­he­ri­ge Pro­gram­mie­rung.

Re­nom­mier­ter Award der eu­ro­päi­schen Ro­bo­tik 

Mit die­ser Lö­sung be­warb sich das Ent­wick­lungs­team un­ter dem Pro­jekt­na­men „TR4CE-Weld – Tra­c­ing in Real­ti­me 4 Co­bot-En­han­ced Wel­ding“ für den dies­jäh­ri­gen „eu­Ro­bo­tics Tech­no­lo­gy Trans­fer Award“. Ge­stif­tet vom eu­ro­päi­schen Ro­bo­ter­ver­band „eu­Ro­bo­tics“ und jähr­lich ver­lie­hen auf dem „Eu­ro­pean Ro­bo­tics Fo­rum“, setz­te sich die Be­wer­bung mit ei­nem schrift­li­chen Teil und ei­nem Vor­trag di­rekt auf dem ERF, die­ses Jahr im nor­we­gi­schen Sta­van­ger, durch.

Der Award wür­digt seit 2004 her­aus­ra­gen­de Leis­tun­gen beim Trans­fer von Ro­bo­tik­tech­no­lo­gie aus der For­schung in die In­dus­trie. Er un­ter­streicht die ent­schei­den­de Rol­le des Tech­no­lo­gie­trans­fers da­bei, die eu­ro­päi­sche Ro­bo­tik an der Spit­ze des glo­ba­len Wett­be­werbs zu hal­ten.

Pass­ge­naue Lö­sung: Knapp drei­stel­li­ge An­zahl rea­li­sier­ter Ro­bo­ter­zel­len 

Die prä­mier­te Lö­sung traf ei­nen ent­schei­den­den Markt­be­darf, denn de­mo­gra­fi­scher Wan­del und Fach­kräf­teeng­päs­se ver­schär­fen den Man­gel an qua­li­fi­zier­tem Schweiß­per­so­nal dra­ma­tisch. Au­to­ma­ti­sie­rung wird da­her auch für klei­ne­re Stück­zah­len un­ver­zicht­bar, war aber bis­her kaum wirt­schaft­lich um­setz­bar – ins­be­son­de­re in klei­nen und mitt­le­ren Un­ter­neh­men (KMU). Die Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen For­schung und In­dus­trie lie­fert hier ei­ne pra­xis­ge­rech­te Ant­wort: Die Hand­ha­bung bleibt ein­fach und schnell – auch oh­ne tief­grei­fen­des Ex­per­ten­wis­sen.

Die Fach­kraft po­si­tio­niert den Ro­bo­ter le­dig­lich am Start­punkt der Naht. Ein vor­ge­schal­te­ter La­ser­tri­an­gu­la­ti­ons­sen­sor er­fasst dann die Fü­ge­zo­ne selbst­stän­dig. Die Soft­ware be­rech­net in Echt­zeit Schweiß­bahn und Bren­ner­aus­rich­tung, so­dass der Ein­satz in­ner­halb we­ni­ger Se­kun­den be­gin­nen kann. Der ent­schei­den­de Durch­bruch: Wäh­rend bis­he­ri­ge Sen­so­rik-Sys­te­me le­dig­lich vor­pro­gram­mier­te Bah­nen auf­grund von To­le­ran­zen kor­ri­gie­ren, über­nimmt die neue Ent­wick­lung die kom­plet­te Erst­pro­gram­mie­rung. Ab­wei­chun­gen bei Fol­ge­bau­tei­len wer­den au­to­ma­tisch kom­pen­siert. Die­se In­no­va­ti­on er­schließt die ef­fi­zi­en­te Pro­duk­ti­on klei­ner Los­grö­ßen mit Co­bots auf ei­nem völ­lig neu­en Ni­veau.

Bei­de In­dus­trie­part­ner ha­ben Li­zen­zen er­wor­ben und brin­gen die Tech­no­lo­gie be­reits seit we­ni­gen Jah­ren auf den Markt: Trumpf in­te­grier­te das Sys­tem un­ter dem Na­men „Smart Se­am Tracking“ in die prä­mier­te Licht­bo­gen-Schweiß­zel­le „Tru­Arc Weld 1000“. Lorch bie­tet die Er­wei­te­rung als „Se­am Pi­lot“ für sei­nen kol­la­bo­ra­ti­ven Schweiß­ro­bo­ter an.

Be­stä­ti­gung für in­ten­si­ve For­schungs­ar­beit 

Für das Fraun­ho­fer-In­sti­tut für Pro­duk­ti­ons­tech­nik und Au­to­ma­ti­sie­rung IPA ist die Aus­zeich­nung ei­ne Be­stä­ti­gung für her­aus­ra­gen­de pra­xis­na­he For­schung. Die tech­no­lo­gi­schen Grund­la­gen für die­sen Er­folg wur­den im Rah­men des KI-Fort­schritts­zen­trums „Ler­nen­de Sys­te­me und Ko­gni­ti­ve Ro­bo­tik“ mit För­de­rung des Mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft, Ar­beit und Tou­ris­mus des Lan­des Ba­den-Würt­tem­berg ge­legt. So konn­te ei­ne ex­em­pla­ri­sche Lö­sung ent­wi­ckelt wer­den, die vie­len Un­ter­neh­men ei­nen Mehr­wert bie­tet.

Au­ßer­dem exis­tiert zwi­schen dem Fraun­ho­fer IPA und der Fir­ma Trumpf be­reits ei­ne lang­jäh­ri­ge Ko­ope­ra­ti­on im Rah­men des „S-TEC Lab Fle­xi­ble Blech­fer­ti­gung“. Ziel die­ser Zu­sam­men­ar­beit ist es, For­schungs­er­geb­nis­se er­folg­reich in un­ter­neh­me­ri­sche An­wen­dun­gen zu über­füh­ren. Im Rah­men des­sen wur­de auch der Trans­fer der prä­mier­ten Lö­sung er­mög­licht.

Wei­ter­ent­wick­lung der Tech­no­lo­gie 

Der Award be­weist, dass selbst in ei­ner der äl­tes­ten Ro­bo­tik­dis­zi­pli­nen wie dem Schwei­ßen noch In­no­va­ti­ons­po­ten­zi­al steckt. Doch das En­de der Fah­nen­stan­ge ist längst nicht er­reicht. So ar­bei­tet das Team am Fraun­ho­fer IPA be­reits an ei­nem Trans­fer auf an­de­re ad­ap­ti­ve Ro­bo­ter­pro­zes­se, am Mehr­la­gen­schwei­ßen und auch an der In­te­gra­ti­on von op­ti­scher Qua­li­täts­prü­fung in den Co­bot. In­ter­es­sier­te Un­ter­neh­men mit ent­spre­chen­den Use Ca­ses oder Fra­ge­stel­lun­gen kön­nen gern auf das Team des Fraun­ho­fer IPA für ei­nen „proof of con­cept“ zu­ge­hen.
 

Siemens investiert in Amberg in die Fabrik der Zukunft

Sie­mens plant ei­ne um­fas­sen­de Er­neue­rung am Pro­duk­ti­ons- und Ent­wick­lungs­stand­ort Am­berg. Bis 2030 ent­steht dort ei­ne in­tel­li­gen­te Fa­brik für den Ge­schäfts­be­reich Smart In­fra­struc­ture. Da­mit möch­te Sie­mens den stei­gen­den Be­darf an elek­tro­ni­schen High-Tech-Pro­duk­ten de­cken und künf­tig die Fle­xi­bi­li­tät in der Pro­duk­ti­on er­hö­hen. Für den Neu­bau in­ves­tiert Sie­mens rund 200 Mil­lio­nen Eu­ro. Zu­dem sind wei­te­re In­ves­ti­tio­nen in die Mo­der­ni­sie­rung und De­kar­bo­ni­sie­rung des Stand­or­tes ge­plant. 

Die­se In­ves­ti­ti­on ist ein kla­res Be­kennt­nis zum Stand­ort. Und ein zu­sätz­li­cher Wachs­tums­im­puls für Sie­mens in Deutsch­land, der noch über die im Rah­men der „Ma­de for Ger­ma­ny“-In­itia­ti­ve ge­mach­ten In­ves­ti­ti­ons­zu­sa­gen hin­aus­geht“, sagt Ro­land Busch, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Sie­mens AG. „Durch den Ein­satz in­dus­tri­el­ler KI, di­gi­ta­ler Zwil­lin­ge und mo­derns­ter Au­to­ma­ti­sie­rung stär­ken wir Wett­be­werbs­fä­hig­keit und schaf­fen zu­kunfts­fä­hi­ge Ar­beits­plät­ze. Ein Bei­trag auch für ein star­kes In­dus­trie­land Deutsch­land.“ 

Nach­hal­tig und fle­xi­bel pro­du­zie­ren

In der neu­en Fa­brik will Sie­mens ei­ne selbst­ler­nen­de, au­to­no­me und hoch­fle­xi­ble Pro­duk­ti­on auf­bau­en, die von künst­li­cher In­tel­li­genz mit­ge­steu­ert wird. Da­mit möch­te das Un­ter­neh­men den Be­trieb nicht nur ef­fi­zi­en­ter und nach­hal­ti­ger ge­stal­ten, son­dern auch fle­xi­bler ma­chen – et­wa, um auf neue An­for­de­run­gen und Ent­wick­lun­gen im Markt schnel­ler rea­gie­ren zu kön­nen. Wich­tig ist dem Un­ter­neh­men, die ins­ge­samt rund 2.400 Mit­ar­bei­ten­den von Sie­mens Smart In­fra­struc­ture beim di­gi­ta­len Wan­del mit­zu­neh­men und auch künf­tig Ar­beits­plät­ze am Stand­ort zu si­chern. Da­für bil­det Sie­mens sei­ne Mit­ar­bei­ten­den um­fas­send wei­ter und be­rei­tet sie auf die ver­än­der­ten Auf­ga­ben in ei­ner di­gi­ta­li­sier­ten Fa­brik vor. 

Voll­au­to­ma­ti­sier­te Lo­gis­tik

Be­reits bei der Pla­nung des Neu­baus ver­wen­det Sie­mens sei­ne Di­gi­ta­le Zwil­lings-Tech­no­lo­gie, mit der sich das kom­plet­te Werk – in­klu­si­ve Pro­duk­ti­on, Ma­schi­nen und Lo­gis­tik – vor­ab und in ver­schie­de­nen Sze­na­ri­en si­mu­lie­ren lässt. Da­bei soll auch der neue „Di­gi­tal Twin Com­po­ser“ zum Ein­satz kom­men, der die ver­schie­de­nen di­gi­ta­len Zwil­lin­ge zu­sam­men­führt. In der künf­ti­gen Fer­ti­gung wird vor al­lem künst­li­che In­tel­li­genz ei­ne wich­ti­ge Rol­le spie­len: Da­bei wird die KI stän­dig mit Echt­zeit­da­ten ge­speist, um Auf­trags­pla­nung, -rea­li­sie­rung so­wie Ma­te­ri­al­trans­port und An­la­gen­steue­rung best­mög­lich auf­ein­an­der ab­zu­stim­men – und lau­fend zu op­ti­mie­ren. Dar­über hin­aus wird die neue Fa­brik über ei­ne voll­au­to­ma­ti­sier­te Lo­gis­tik ver­fü­gen, mit fah­rer­lo­sen Trans­port­sys­te­men und hu­ma­no­ider Ro­bo­tik. Ein Rein­raum für die Elek­tro­nik­pro­duk­ti­on ist eben­falls in­te­gra­ler Be­stand­teil. 

Am­berg mit sei­nen bei­den Sie­mens-Wer­ken und rund 4.500 Mit­ar­bei­ten­den ist ein wich­ti­ger Fer­ti­gungs- und Ent­wick­lungs­stand­ort für Sie­mens. Dort wer­den der­zeit Schalt-, Schutz- und Über­wa­chungs­ge­rä­te für in­dus­tri­el­le An­wen­dun­gen pro­du­ziert und ent­wi­ckelt – so­wie In­dus­trie­steue­run­gen im Werk des Ge­schäfts­be­reich Di­gi­tal In­dus­tries für Kun­den in al­ler Welt. 

Sie­mens be­stärkt mit die­sem In­vest­ment sein Be­kennt­nis zum Stand­ort Deutsch­land und der „Ma­de for Ger­ma­ny“-In­itia­ti­ve. Der In­itia­ti­ve ha­ben sich bis­lang 124 Un­ter­neh­men an­ge­schlos­sen und ge­mein­sa­me In­ves­ti­tio­nen von über 800 Mil­li­ar­den Eu­ro in Deutsch­land zu­ge­sagt.
 

Neuer Präsident und CEO für den OMRON-Geschäftsbereichs Industrielle Automatisierung EMEA

Shelar ver­fügt über mehr als 25 Jah­re Er­fah­rung in der High­tech-Bran­che so­wie in der Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung und Ge­schäfts­trans­for­ma­ti­on. Er kam 2014 zu OM­RON und hat­te seit­dem di­ver­se Füh­rungs­po­si­tio­nen in­ne, bei­spiels­wei­se als Prä­si­dent des OM­RON Ma­nage­ment Cen­ter of Asia Pa­ci­fic, Vor­sit­zen­der des OM­RON Ma­nage­ment Cen­ter of Eu­ro­pe so­wie Se­ni­or Ge­ne­ral Ma­na­ger für glo­ba­le Ge­schäfts­ab­läu­fe und Dienst­leis­tun­gen im Ge­schäfts­be­reich In­dus­trie­au­to­ma­ti­on.

Shelar setzt sich seit vie­len Jah­ren für die Ent­wick­lung von Ge­schäfts­stra­te­gi­en, die Trans­for­ma­ti­on der Or­ga­ni­sa­ti­on, Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung so­wie die För­de­rung von Nach­hal­tig­keit und di­gi­ta­ler Trans­for­ma­ti­on ein. Er ge­nießt brei­te An­er­ken­nung für sei­ne Fä­hig­keit, Or­ga­ni­sa­tio­nen nach­hal­tig zu trans­for­mie­ren und leis­tungs­star­ke Teams auf­zu­bau­en, die ge­zielt die künf­ti­ge Ge­ne­ra­ti­on von Füh­rungs­kräf­ten ent­wi­ckeln und stär­ken.

Fer­nan­do Colás über­gibt nach mehr als 40 Jah­ren sei­ne Auf­ga­ben

Vi­ren­dra Shelar tritt die Nach­fol­ge von Fer­nan­do Colás an, der das Eu­ro­pa­ge­schäft von OM­RON über Jahr­zehn­te er­folg­reich ge­prägt und das Un­ter­neh­men mehr als 40 Jah­re lang maß­geb­lich be­glei­tet hat. In die­ser Zeit hat er die Ent­wick­lung der in­dus­tri­el­len Au­to­ma­ti­sie­rung in Eu­ro­pa nicht nur mit­er­lebt, son­dern ak­tiv mit­ge­stal­tet. Mit sei­nem Rück­zug aus der Füh­rungs­rol­le hin­ter­lässt Colás ein blei­ben­des Ver­mächt­nis, ge­prägt von kon­se­quen­ter Kun­den­ori­en­tie­rung, star­ken Part­ner­schaf­ten und nach­hal­ti­gem Wachs­tum.

Colás er­klärt: „Die Lei­tung des Eu­ro­pa­ge­schäfts von OM­RON war für mich ei­ne be­son­de­re und be­rei­chern­de Auf­ga­be. Ich bin stolz auf das, was un­se­re Teams ge­mein­sam auf­ge­baut ha­ben, so­wie auf die Wi­der­stands­fä­hig­keit und das kla­re Be­kennt­nis zu lang­fris­ti­gem Wert, die uns heu­te aus­zeich­nen. Vi­ren­dra bringt au­ßer­ge­wöhn­li­che Er­fah­rung, ein tie­fes Ver­ständ­nis für un­ser Ge­schäft und ei­ne kla­re Zu­kunfts­vi­si­on mit. Für sei­ne neue Auf­ga­be wün­sche ich ihm und dem ge­sam­ten Team wei­ter­hin viel Er­folg.
 

Eichenberger wird zu Festo

Fes­to in­te­griert die Ei­chen­ber­ger Ge­win­de AG aus Burg in der Schweiz zum 1. April 2026 voll­stän­dig. Zu­künf­tig fir­miert das Schwei­zer Un­ter­neh­men als „Fes­to Ge­win­de­trie­be AG“. Ziel der voll­stän­di­gen In­te­gra­ti­on ist die stär­ke­re stra­te­gi­sche Ver­an­ke­rung von Know-how bei Ku­gel­ge­win­de­trie­ben und die Er­wei­te­rung des Pro­dukt­an­ge­bots ins­be­son­de­re für die elek­tri­sche Au­to­ma­ti­sie­rung. „Schon heu­te ha­ben die elek­tri­schen Ak­tua­to­ren von Fes­to die qua­li­ta­tiv füh­ren­den Ge­win­de­trie­be von Ei­chen­ber­ger an Bord“, be­tont Dr. Wolf­gang Sper­ling, Lei­ter der Busi­ness Unit Elec­tric Au­to­ma­ti­on bei Fes­to.

Der welt­wei­te Ver­trieb von Ge­win­de­trie­ben wird künf­tig über die be­ste­hen­den Ver­triebs­ka­nä­le von Fes­to ab­ge­wi­ckelt. Für Kun­den be­deu­tet die In­te­gra­ti­on ei­nen ver­ein­fach­ten Zu­griff auf ein brei­te­res Pro­dukt­port­fo­lio und ei­nen glo­ba­len Ser­vice. Die Lo­gis­tik von Ei­chen­ber­ger wird schritt­wei­se in die glo­ba­len Lo­gis­tik­zen­tren von Fes­to in­te­griert. Der Stand­ort Schweiz wird sich auf die Ent­wick­lung und Her­stel­lung kun­den­spe­zi­fi­scher Ge­win­de­trie­be kon­zen­trie­ren. Hans­rue­di Ha­ger, bis­her Ge­schäfts­füh­rer der Ei­chen­ber­ger Ge­win­de AG, ist auch nach der In­te­gra­ti­on und Um­fir­mie­rung Ge­schäfts­füh­rer der Fes­to Ge­win­de­trie­be AG.

Fes­to hat das Schwei­zer Un­ter­neh­men Ei­chen­ber­ger be­reits vor 10 Jah­ren im Rah­men der Nach­fol­ge­re­ge­lung über­nom­men.
 

Drei junge Unternehmen im Finale für den AMA Innovationspreis 2026

Die Zahl qua­li­fi­zier­ter Ein­rei­chun­gen jun­ger Fir­men in die­sem Jahr un­ter­streicht die ho­he In­no­va­ti­ons­dy­na­mik in der Sen­so­rik und Mess­tech­nik. Ins­ge­samt 13 For­scher- und Ent­wick­ler­teams aus dem In- und Aus­land reich­ten ih­re Pro­jek­te ein. Da­von ha­ben 9 ih­ren Ur­sprung in Un­ter­neh­men, die we­ni­ger als fünf Jah­re am Markt sind, un­ter 50 Mit­ar­bei­ten­de be­schäf­ti­gen und ei­nen Jah­res­um­satz von un­ter zehn Mil­lio­nen Eu­ro er­zie­len. Die­se Ent­wick­lung weist die aus­ge­präg­te Grün­dungs­im­pul­se und In­no­va­ti­ons­kraft der Bran­che aus.

Die No­mi­nier­ten für den AMA In­no­va­ti­ons­preis 2026 sind, in al­pha­be­ti­scher Rei­hen­fol­ge:

Co­her Sen­se UG, Lü­beck
Dr. Oli­ver Lischt­schen­ko ent­wi­ckel­te mit ‚KI­SA – Das Mul­ti­me­ter für La­ser‘ ein kom­pak­tes, schnel­les und in­dus­trie­fä­hi­ges Mess­sys­tem. KI­SA ver­misst La­ser­strah­lung ei­gen­stän­dig und be­stimmt gleich­zei­tig Leis­tung und Wel­len­län­ge. Die Tech­no­lo­gie ba­siert auf Er­kennt­nis­sen aus der Fu­si­ons­for­schung und er­setzt in be­stimm­ten An­wen­dun­gen kom­ple­xe Mess­auf­bau­ten wie Fi­ze­au-In­ter­fe­ro­me­ter, Spek­tro­me­ter oder Fa­b­ry-Pérot-In­ter­fe­ro­me­ter.

Metu­biq GmbH, Kas­sel und Uni­ver­si­tät Kas­sel
Hü­s­eyin Ser­bes, And­re Stel­ter, Alex­an­der Metz­ker so­wie Dr. Sta­nis­lav Te­re­schen­ko und Prof. Dr. Pe­ter Leh­mann ent­wi­ckel­ten ei­ne vi­bra­ti­ons­im­mu­ne In­li­ne-Weiß­licht­in­ter­fe­ro­me­trie für die Fer­ti­gung. Die pa­ten­tier­te Schwin­gungs­kom­pen­sa­ti­on er­mög­licht hoch­prä­zi­se 3D-Mi­kro­to­po­gra­fie­mes­sun­gen mit Sub-Na­no­me­ter-Ge­nau­ig­keit di­rekt in der Pro­duk­ti­ons­um­ge­bung und er­öff­net neue Mög­lich­kei­ten für die In­li­ne- und In-si­tu-Qua­li­täts­kon­trol­le.

Mold­so­nics GmbH, Linz (Ös­ter­reich)
Dr. Bern­hard Pra­her und Dr. Tho­mas Mit­ter­leh­ner prä­sen­tie­ren ei­ne ul­tra­schall­ba­sier­te In­li­ne-Sen­sor­platt­form zur kon­ti­nu­ier­li­chen Über­wa­chung von Pro­zess­zu­stand und Ver­schleiß in der Kunst­stoff­ver­ar­bei­tung. Die Lö­sung er­fasst pro­zess­re­le­van­te Da­ten im Spritz­gie­ßen so­wie in Schne­cke und Zy­lin­der von Ex­tru­dern im lau­fen­den Be­trieb. Hoch­tem­pe­ra­tur­sen­so­ren bis 300°C und stan­dar­di­sier­te Schnitt­stel­len er­mög­li­chen die In­te­gra­ti­on in be­ste­hen­de An­la­gen.

Al­le drei No­mi­nier­ten pro­fi­tie­ren als Ge­win­ner in der Son­der­ka­te­go­rie „Jun­ges Un­ter­neh­men“ von ei­nem kos­ten­frei­en Mes­se­auf­tritt auf der SEN­SOR+TEST 2026 in Nürn­berg und kon­kur­rie­ren zu­gleich um den AMA In­no­va­ti­ons­preis 2026, der mit 10.000 Eu­ro do­tiert ist. Mes­se­be­su­cher kön­nen sich al­so auf der Mes­se per­sön­lich über die neu­en Lö­sun­gen in­for­mie­ren.

Ho­he Qua­li­tät und sicht­ba­re Bran­chen­dy­na­mik

„Die dies­jäh­ri­gen Ein­rei­chun­gen ha­ben uns vor ei­ne an­spruchs­vol­le Aus­wahl ge­stellt. Die In­no­va­ti­ons­brei­te und -tie­fe war au­ßer­ge­wöhn­lich hoch“, er­klärt Prof. Dr. Klaus Ste­fan Dre­se, Ju­ry­vor­sit­zen­der vom In­sti­tut für Sen­sor- und Ak­tor­tech­nik der Hoch­schu­le Co­burg. „Be­son­ders er­freu­lich ist die star­ke Be­tei­li­gung jun­ger Un­ter­neh­men. Sie be­legt ein­drucks­voll, wie dy­na­misch sich die Sen­so­rik und Mess­tech­nik ent­wi­ckelt und wie kon­se­quent neue Ide­en in markt­fä­hi­ge Lö­sun­gen über­führt wer­den.“

Die Be­kannt­ga­be der Preis­trä­ger er­folgt am 9. Ju­ni 2026 im Rah­men der Er­öff­nungs­ver­an­stal­tung der SEN­SOR+TEST 2026 in Nürn­berg.

Die voll­stän­di­ge Bro­schü­re zum In­no­va­ti­ons­preis 2026 und al­len Ein­rei­chun­gen steht zum Down­load be­reit: https://ama-sen­so­rik.de/fi­lead­min/2026_Broschuere.pdf

Geschäftsführerwechsel beim Kugelgewindetriebe-Spezialisten August Steinmeyer

Dr. Man­fred Münch, der das Un­ter­neh­men seit 2017 ge­führt hat, ver­ab­schie­det sich En­de Ju­ni 2026 nach neun Jah­ren an der Spit­ze in den Ru­he­stand und be­glei­tet die Über­ga­be be­ra­tend. Auf Ebe­ne von Au­gust Stein­mey­er in Alb­stadt setz­te er als ers­ter ex­ter­ner Ge­schäfts­füh­rer ent­schei­den­de Ak­zen­te. Un­ter sei­ner Lei­tung wur­den zen­tra­le Ver­bes­se­run­gen um­ge­setzt, dar­un­ter die Seg­men­tie­rung der Pro­duk­ti­on, die Ein­füh­rung ei­nes neu­en ERP- und Pro­duk­ti­ons­pla­nungs­sys­tems so­wie die kon­se­quen­te Aus­rich­tung auf Lie­fer­ter­min­treue und Fle­xi­bi­li­tät. „Ich ha­be die Grup­pe mit viel Lei­den­schaft ge­führt und wer­de mit Stein­mey­er im­mer ver­bun­den blei­ben“, so Dr. Münch.

Alex­an­der Beck, Bei­rats­mit­glied und Mit­glied der Un­ter­neh­mer­fa­mi­lie so­wie ehem. ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter, er­klärt: „Wir be­dan­ken uns bei Herrn Dr. Münch für neun Jah­re an der Spit­ze der Stein­mey­er Grup­pe. Er hat in die­ser Zeit den Wan­del von ei­ner Ge­sell­schaf­ter-Ge­schäfts­füh­rung hin zu ei­ner ex­ter­nen Ge­schäfts­füh­rung nach in­nen wie nach au­ßen er­folg­reich ge­meis­tert. Un­ter sei­ner Füh­rung hat sich die Grup­pe mit zahl­rei­chen Struk­tur- und Pro­zess­ver­än­de­run­gen maß­geb­lich wei­ter­ent­wi­ckelt. Wir wün­schen Herrn Dr. Münch für sei­nen neu­en Le­bens­ab­schnitt al­les er­denk­lich Gu­te.“

Mit Dr. Mar­kus Brumm über­nimmt ein er­fah­re­ner Bran­chen­ken­ner die Ge­schäfts­füh­rung der Au­gust Stein­mey­er GmbH & Co. KG. Der 46-jäh­ri­ge pro­mo­vier­te In­ge­nieur ist seit über 20 Jah­ren in lei­ten­den Po­si­tio­nen im Ma­schi­nen­bau tä­tig und bringt um­fas­sen­de Er­fah­rung in der Ge­schäfts­füh­rung tech­no­lo­gie­ge­trie­be­ner Un­ter­neh­men so­wie ein tie­fes Ver­ständ­nis für die An­for­de­run­gen der Bran­che mit. Nach sei­ner Pro­mo­ti­on am Werk­zeug­ma­schi­nen­la­bor der RWTH Aa­chen war er als Ober­in­ge­nieur für Ge­trie­be­tech­nik tä­tig und bau­te in die­ser Zeit ein in­ter­na­tio­na­les Netz­werk im Be­reich der An­triebs­tech­nik auf. Wei­te­re Füh­rungs­sta­tio­nen führ­ten ihn un­ter an­de­rem zu Klin­geln­berg, zur DVS Tech­no­lo­gy Group und zu­letzt zu Wal­d­rich­Sie­gen Werk­zeug­ma­schi­nen.

Stär­ken aus­bau­en, Po­ten­zia­le er­schlie­ßen

Für die Au­gust Stein­mey­er GmbH & Co. KG setzt Dr. Brumm auf die Wei­ter­ent­wick­lung be­ste­hen­der Stär­ken, die Er­schlie­ßung neu­er Bran­chen und Re­gio­nen so­wie ei­ne kon­se­quen­te Aus­rich­tung auf Ef­fi­zi­enz und Kun­den­nut­zen. „Au­gust Stein­mey­er steht für Qua­li­tät und Le­bens­dau­er. Die­se Stär­ken wol­len wir in wei­te­ren Bran­chen und Re­gio­nen sicht­bar ma­chen. Da­mit füh­ren wir den be­reits ein­ge­schla­ge­nen Weg fort und wer­den ihn in sei­ner Wirk­sam­keit be­wer­ten und op­ti­mie­ren“, so Dr. Brumm. „

Mit dem Wech­sel in der Ge­schäfts­füh­rung in Alb­stadt ist zu­gleich ei­ne struk­tu­rel­le Wei­ter­ent­wick­lung in­ner­halb der Stein­mey­er Grup­pe ver­bun­den. Die Lei­tung der ge­sam­ten Un­ter­neh­mens­grup­pe mit den Pro­duk­ti­ons­stand­or­ten Alb­stadt, Suhl und Dres­den bleibt bei Adri­an Leb­herz als CEO zum 1. Ju­li 2026 in er­fah­re­nen Hän­den. Seit Ju­li 2017 ist er CFO der Grup­pe und seit Ja­nu­ar 2022 – ne­ben Dr. Münch – Ge­schäfts­füh­rer der Stein­mey­er Hol­ding GmbH. 

„Wir sind über­zeugt, dass wir mit Herrn Leb­herz als neu­em Group CEO und Herrn Dr. Brumm als neu­em Ge­schäfts­füh­rer der Au­gust Stein­mey­er GmbH & Co. KG so­wohl per­so­nell als auch struk­tu­rell sehr gut auf­ge­stellt sind. Die neue Struk­tur ver­bin­det Kon­ti­nui­tät mit ei­nem fri­schen Blick von au­ßen und setzt wich­ti­ge Im­pul­se für die wei­te­re Ent­wick­lung der Stein­mey­er Grup­pe“, so Joa­chim Beck, Bei­rats­mit­glied und Mit­glied der Un­ter­neh­mer­fa­mi­lie so­wie ehem. ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter.
 

Computermodulhersteller emtrion wird Teil der Schubert System Elektronik

Für Schu­bert Sys­tem Elek­tro­nik stellt die­ser Schritt ei­ne ge­ziel­te stra­te­gi­sche Er­wei­te­rung dar, die das be­ste­hen­de Port­fo­lio im Be­reich Em­bed­ded Com­ponents nach­hal­tig stärkt und wei­ter aus­baut. Die em­tri­on GmbH blickt auf 23 Jah­re Er­fah­rung in der Ent­wick­lung von Em­bed­ded Com­pu­ter­mo­du­len zu­rück. Die Mar­ke so­wie zen­tra­le Pro­dukt­be­rei­che blei­ben er­hal­ten und wer­den in­ner­halb der Schu­bert Sys­tem Elek­tro­nik GmbH als ei­gen­stän­di­ge Pro­dukt­li­nie wei­ter­ge­führt.

Da­bei wird das be­ste­hen­de Pro­dukt­port­fo­lio ge­zielt in die Ge­samt­stra­te­gie in­te­griert und wei­ter­ent­wi­ckelt. Der Stand­ort Karls­ru­he wird künf­tig un­ter dem Na­men „Em­bed­ded Mo­du­les Lab“ ge­führt und un­ter­streicht da­mit den Fo­kus auf In­no­va­ti­on und Kom­pe­tenz im Be­reich Em­bed­ded Com­pu­ting.

Die Schu­bert Sys­tem Elek­tro­nik GmbH mit Sitz in Neu­hau­sen ob Eck steht seit 55 Jah­ren für Qua­li­tät, Ver­läss­lich­keit und tech­no­lo­gi­sche Ex­zel­lenz in der Elek­tro­nik­ent­wick­lung und -fer­ti­gung. Die In­te­gra­ti­on der em­tri­on GmbH ist ein kon­se­quen­ter Schritt in der lang­fris­ti­gen Wei­ter­ent­wick­lung des Un­ter­neh­mensport­fo­li­os.

„em­tri­on ist ei­ne idea­le Er­gän­zung für un­ser Pro­dukt­port­fo­lio: Ei­ne star­ke Mar­ke und ein tech­nisch her­vor­ra­gend auf­ge­stell­tes Hard­ware- und Soft­ware-Team sind ge­nau die Fak­to­ren, die Schu­bert Sys­tem Elek­tro­nik nach­hal­tig wei­ter stär­ken“, er­läu­tert Mat­thi­as Klein, Ge­schäfts­füh­rer, Schu­bert Sys­tem Elek­tro­nik GmbH

Kon­ti­nui­tät für Kun­den und Part­ner

Für be­ste­hen­de Kun­den und Part­ner der em­tri­on GmbH geht der ope­ra­ti­ve Ge­schäfts­be­trieb wei­ter. Lau­fen­de Pro­jek­te und Auf­trä­ge wer­den fort­ge­führt. 
Die Zu­ge­hö­rig­keit zur Schu­bert Sys­tem Elek­tro­nik schafft zu­sätz­li­che Sta­bi­li­tät, er­wei­tert die ver­füg­ba­ren Res­sour­cen und er­öff­net neue Mög­lich­kei­ten in der ge­mein­sa­men Pro­dukt­ent­wick­lung von Em­bed­ded Sys­te­men. Schu­bert pro­du­ziert Elek­tro­nik und End­ge­rä­te au­to­ma­ti­siert in ei­ner mo­der­nen Smart Fac­to­ry am Stand­ort in Neu­hau­sen ob Eck. 

Er­folg­rei­cher In­ves­to­ren­pro­zess

Im Rah­men ei­nes struk­tu­rier­ten In­ves­to­ren­pro­zes­ses ging die Schu­bert Sys­te­melek­tro­nik GmbH als prä­fe­rier­ter Part­ner her­vor. Der Pro­zess wur­de auf Sei­ten der Em­tri­on GmbH von Re­struk­tu­rie­rungs­ex­per­te Frank Bas­ser­mann von hww her­mann wien­berg wil­helm, Karls­ru­he, so­wie dem M&A-Be­ra­ter Deich­mann Cor­po­ra­te Fi­nan­ce GmbH be­glei­tet.
„Wir freu­en uns, dass mit der Schu­bert Sys­te­melek­tro­nik GmbH ein so­li­der In­ves­tor für we­sent­li­che Tei­le von Em­tri­on ge­won­nen wer­den konn­te. Da­mit kann die wert­vol­le Ent­wick­lungs­kom­pe­tenz des Un­ter­neh­mens künf­tig in­ner­halb ei­ner er­folg­rei­chen Un­ter­neh­mens­grup­pe wei­ter aus­ge­baut wer­den“, kom­men­tie­ren Bas­ser­mann und Deich­mann.
 

Wie man ein KI-gestütztes industrielles Bildverarbeitungssystem entwickelt

In mo­der­nen Pro­duk­ti­ons­li­ni­en zäh­len Mil­li­se­kun­den. Ob bei der Prü­fung von Ka­ros­se­rie­tei­len auf Ober­flä­chen­feh­ler, der Kon­trol­le von Löt­stel­len auf ei­ner Lei­ter­plat­te oder der Ve­ri­fi­zie­rung von Eti­ket­ten in Hoch­ge­schwin­dig­keits-Ver­pa­ckungs­li­ni­en: In­dus­tri­el­le Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­te­me müs­sen prä­zi­se Ent­schei­dun­gen in­ner­halb eng de­fi­nier­ter Zy­klus­zei­ten lie­fern. Bei In­spek­ti­ons­ra­ten von mehr als 60 Tei­len pro Se­kun­de kön­nen be­reits ge­rin­ge La­tenz­schwan­kun­gen die Syn­chro­ni­sa­ti­on mit Ak­to­ren und spei­cher­pro­gram­mier­ba­ren Steue­run­gen (SPS) be­ein­träch­ti­gen.

Gleich­zei­tig se­hen sich Her­stel­ler mit stei­gen­den Qua­li­täts­an­for­de­run­gen, zu­neh­men­den Fach­kräf­te­man­gel und wach­sen­dem re­gu­la­to­ri­schem Druck in Be­zug auf Rück­ver­folg­bar­keit kon­fron­tiert. Tra­di­tio­nel­le, re­gel­ba­sier­te Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­te­me sto­ßen an ih­re Gren­zen, wenn sie mit kom­ple­xen Feh­ler­mus­tern, va­ria­blen Licht­ver­hält­nis­sen oder ei­ner ho­hen Pro­dukt­viel­falt kon­fron­tiert wer­den.

Die In­te­gra­ti­on von De­ep Learning in die in­dus­tri­el­le In­spek­ti­on be­schränkt sich nicht dar­auf, nur ein neu­ro­na­les Netz­werk hin­zu­zu­fü­gen. Sie er­for­dert ei­ne sorg­fäl­tig kon­zi­pier­te Edge-Ar­chi­tek­tur, die de­ter­mi­nis­ti­sche Leis­tung, in­dus­tri­el­le Zu­ver­läs­sig­keit und lang­fris­ti­ge Ska­lier­bar­keit ge­währ­leis­tet.

Die ei­gent­li­che Her­aus­for­de­rung: La­tenz, De­ter­mi­nis­mus und In­te­gra­ti­on

In La­bo­r­um­ge­bun­gen wird die Leis­tungs­fä­hig­keit der KI-In­fe­renz häu­fig in Bil­dern pro Se­kun­de ge­mes­sen. In der Fer­ti­gung gilt ein an­de­rer Maß­stab: die End-to-End-Ent­schei­dungs­la­tenz. 

Ein in­dus­tri­el­les KI-In­spek­ti­ons­sys­tem muss hoch­auf­lö­sen­de Bil­der un­ter prä­zi­se kon­trol­lier­ten Licht­be­din­gun­gen er­fas­sen. An­schlie­ßend wer­den die Da­ten vor­ver­ar­bei­tet, nor­ma­li­siert und zur KI-Ver­ar­bei­tungs­ein­heit über­ge­ben – ent­we­der im Pro­zes­sor in­te­griert oder über ei­ne de­di­zier­te Be­schleu­ni­gungs­ein­heit. Da­nach wer­den die Er­geb­nis­se nach­ver­ar­bei­tet und schließ­lich de­ter­mi­nis­ti­sche OK/NOK-Si­gna­le an die PLC über­mit­telt, um me­cha­ni­sche Aus­sor­tier­sys­te­me aus­zu­lö­sen. Je­der die­ser Schrit­te muss in­ner­halb ei­nes streng de­fi­nier­ten Zeit­fens­ters statt­fin­den, da­mit der Pro­duk­ti­ons­fluss nicht ge­stört wird.

Cloud­ba­sier­te KI-Ver­ar­bei­tung ist für sol­che An­wen­dun­gen auf­grund un­vor­her­seh­ba­rer Netz­wer­kla­ten­zen und Band­brei­ten­be­schrän­kun­gen un­ge­eig­net. Edge-KI – bei der die In­fe­renz lo­kal auf dem Ge­rät er­folgt – be­sei­tigt Round-Trip-Ver­zö­ge­run­gen und stellt si­cher, dass sen­si­ble Pro­duk­ti­ons­da­ten in­ner­halb des Werks­netz­werks ver­blei­ben.

Ne­ben der La­tenz müs­sen wei­te­re An­for­de­run­gen be­rück­sich­tigt wer­den: de­ter­mi­nis­ti­sche I/O-Syn­chro­ni­sa­ti­on, Un­ter­stüt­zung in­dus­tri­el­ler Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stan­dards wie OPC UA, TSN-Ether­net-Funk­tio­nen für de­ter­mi­nis­ti­sche Da­ten­über­tra­gung so­wie, ge­ge­be­nen­falls, Le­ga­cy-Pro­to­kol­le wie Mod­bus/TCP. Hin­zu kom­men ther­mi­sche Sta­bi­li­tät im Dau­er­be­trieb, lan­ge Pro­dukt­le­bens­zy­klen so­wie Cy­ber­se­cu­ri­ty- und Com­pli­an­ce-An­for­de­run­gen.

Kurz ge­sagt: KI-Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­te­me müs­sen als in­dus­tri­el­le Steue­rungs­sys­te­me kon­zi­piert wer­den – und nicht als KI-Ge­rä­te für End­ver­brau­cher.

Edge KI als ar­chi­tek­to­ni­sche Grund­la­ge

Edge-Com­pu­ting-Platt­for­men mit in­te­grier­ter KI-Be­schleu­ni­gung sind zur ar­chi­tek­to­ni­schen Ba­sis mo­der­ner in­dus­tri­el­ler In­spek­ti­ons­sys­te­me ge­wor­den. Durch Pro­zes­so­ren, die all­ge­mei­ne Re­chen­leis­tung mit in­te­grier­ten Neu­ral Pro­ces­sing Units kom­bi­nie­ren, kön­nen Her­stel­ler ei­nen ho­hen In­fe­renz­durch­satz er­zie­len und gleich­zei­tig Leis­tungs­auf­nah­me und La­tenz kon­trol­lier­bar hal­ten.

Aus soft­ware­tech­ni­scher Sicht pro­fi­tiert die­ser An­satz von ei­ner si­che­ren Em­bed­ded-Li­nux-Grund­la­ge wie Clea OS von SE­CO, das auf Yoc­to ba­siert. Clea OS bie­tet:

  • Un­ver­än­der­li­che Par­ti­tio­nie­rung mit A/B-Up­dates,
  • Si­che­ren Sys­tem­start und Firm­ware-Va­li­die­rung,
  • Un­ter­stüt­zung für con­tai­ne­ri­sier­te An­wen­dun­gen,
  • Platt­form­über­grei­fen­de Hard­ware-Abs­trak­ti­on.
     

Re­fe­renz­ar­chi­tek­tur ei­nes KI-ge­stütz­ten Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­tems

Ei­ne ty­pi­sche KI-ba­sier­te Ar­chi­tek­tur für die op­ti­sche In­spek­ti­on um­fasst In­dus­trie­ka­me­ras, die über Gi­gE Vi­si­on oder USB an­ge­bun­den sind, kon­trol­lier­te Be­leuch­tungs­sys­te­me wie LED-Ring­leuch­ten oder Stro­bo­sko­pe, SPS-ge­trig­ger­te Bil­der­fas­sung, ei­ne Edge-Com­pu­ting-Platt­form mit KI-Be­schleu­ni­gung, de­ter­mi­nis­ti­sche I/O-Schnitt­stel­len zur Syn­chro­ni­sa­ti­on so­wie ei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schicht für den Echt­zeit­aus­tausch von Si­gna­len mit der SPS.

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit der SPS er­folgt ty­pi­scher­wei­se über de­ter­mi­nis­ti­sche In­dus­tri­al-Ether­net-Lö­sun­gen wie PRO­FI­NET, Ether­CAT oder Ether­Net/IP für Echt­zeit-Re­gel­krei­se. OPC UA wird häu­fig für über­ge­ord­ne­te Kom­mu­ni­ka­ti­on und Da­ten­aus­tausch ein­ge­setzt, auch in OPC-UA-PubSub-Ar­chi­tek­tu­ren in Kom­bi­na­ti­on mit TSN.

In ei­nem ty­pi­schen KI-ge­stütz­ten in­dus­tri­el­len Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­tem um­fasst der Soft­ware-Stack:

  • Em­bed­ded Li­nux (zum Bei­spiel ei­ne Yoc­to-ba­sier­te Dis­tri­bu­ti­on),
  • Ka­me­ra-SDK oder GStrea­mer-Pipe­line,
  • KI-Be­schleu­ni­ger-SDK,
  • In­spek­ti­ons­lo­gik auf An­wen­dungs­ebe­ne.
     

Wa­rum Com­pu­ter-on-Mo­du­les für in­dus­tri­el­le Bild­ver­ar­bei­tung ent­schei­dend sind

Das Com­pu­te Mo­du­le ist das Herz des Sys­tems. Ein De­sign auf Ba­sis of­fe­ner Stan­dards wie COM Ex­press bie­tet er­heb­li­che lang­fris­ti­ge Vor­tei­le.

Com­pu­ter‑on‑Mo­du­le‑(COM)-Ar­chi­tek­tu­ren tren­nen da­bei klar zwi­schen:

  • dem Re­chen­kern (CPU, Spei­cher, High‑Speed‑In­ter­faces),
  • der an­wen­dungs­spe­zi­fi­schen Car­ri­er‑Pla­ti­ne.
     

Die­se Mo­du­la­ri­tät er­mög­licht Pro­zes­sor-Up­grades, oh­ne das ge­sam­te Sys­tem neu zu ent­wi­ckeln. Sie re­du­ziert Ent­wick­lungs- und Va­li­die­rungs­kos­ten, ver­län­gert Pro­dukt­le­bens­zy­klen und schafft Fle­xi­bi­li­tät durch Mul­ti-Ven­dor-Sour­cing – ein wich­ti­ger stra­te­gi­scher Fak­tor in vo­la­ti­len Halb­lei­ter­märk­ten.

Für KI-ba­sier­te In­spek­tio­nen muss das Car­ri­er Board ge­nü­gend PCIe-La­nes be­reit­stel­len, um ei­nen M.2-KI-Be­schleu­ni­ger zu in­te­grie­ren, und gleich­zei­tig fol­gen­de Schnitt­stel­len bie­ten: 

  • meh­re­re Gi­ga­bit- oder 2,5-GbE-Schnitt­stel­len,
  • iso­lier­te GPI­Os für Trig­ger-Si­gna­le,
  • 24-V-to­le­ran­te di­gi­ta­le Ein­gän­ge,
  • in­dus­tri­el­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schnitt­stel­len.

SE­COs SOM-CO­Me-BT6-PTL-Mo­dul auf Ba­sis von In­tel® Core™ Ul­tra Pro­zes­so­ren mit in­te­grier­ter KI-Be­schleu­ni­gung ist ein Bei­spiel da­für, wie COM Ex­press Ty­pe 6 Platt­for­men in­dus­tri­el­le Per­for­mance, in­te­grier­te NPU-Funk­tio­na­li­tät und lang­fris­ti­ge Road­map-Kon­ti­nui­tät in ei­ner mo­du­la­ren Ar­chi­tek­tur ver­bin­den kön­nen.

In­te­gra­ti­on von KI-Be­schleu­ni­gung in mo­der­nen Edge-Ar­chi­tek­tu­ren

Mo­der­ne in­dus­tri­el­le Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­te­me set­zen zu­neh­mend auf he­te­ro­ge­ne Com­pu­ting-Ar­chi­tek­tu­ren, die leis­tungs­star­ke Mul­ti-Core-CPUs mit in­te­grier­ter KI-Be­schleu­ni­gung kom­bi­nie­ren. Wäh­rend ex­ter­ne Be­schleu­ni­ger­kar­ten für re­chen­in­ten­si­ve An­wen­dun­gen nach wie vor ei­ne sinn­vol­le Op­ti­on dar­stel­len, ver­fü­gen vie­le ak­tu­el­le Edge-Platt­for­men mitt­ler­wei­le über di­rekt in die Pro­zes­sor­ar­chi­tek­tur in­te­grier­te Neu­ral Pro­ces­sing Units (NPUs).

Die­se In­te­gra­ti­on re­du­ziert die Sys­tem­kom­ple­xi­tät, ver­kürzt Da­ten­pfa­de und mi­ni­miert La­ten­zen, da un­nö­ti­ge Da­ten­trans­fers zwi­schen se­pa­ra­ten Kom­po­nen­ten ver­mie­den wer­den. Gleich­zei­tig ver­bes­sert sie die En­er­gie­ef­fi­zi­enz und ver­ein­facht das ther­mi­sche De­sign.

Sol­che Ar­chi­tek­tu­ren eig­nen sich be­son­ders für an­spruchs­vol­le in­dus­tri­el­le An­wen­dun­gen wie Ka­ros­se­ri­ein­spek­ti­on, PCB-Feh­ler­er­ken­nung, Ver­pa­ckungs­kon­trol­le und Hoch­ge­schwin­dig­keits-Sor­tie­rung in der Lo­gis­tik.

Die tat­säch­li­che End-to-End-La­tenz hängt von der spe­zi­fi­schen Hard­ware­kon­fi­gu­ra­ti­on ab, ein­schließ­lich der Pro­zes­sor­ar­chi­tek­tur, der ver­füg­ba­ren KI-Be­schleu­ni­gung, der Ka­me­ra­ein­stel­lung und der Mo­dell­kom­ple­xi­tät. Die Ge­währ­leis­tung ei­nes de­ter­mi­nis­ti­schen Ti­mings un­ter rea­len Be­triebs­be­din­gun­gen bleibt ei­ne zen­tra­le An­for­de­rung für in­dus­tri­el­le Bild­ver­ar­bei­tungs­an­wen­dun­gen.

Über die In­fe­renz hin­aus: Ska­lier­bar­keit, Si­cher­heit und Le­bens­zy­klus

In­dus­tri­el­le In­spek­ti­ons­sys­te­me ar­bei­ten nur sel­ten als iso­lier­te Ge­rä­te. OEMs be­nö­ti­gen zu­neh­mend Trans­pa­renz auf Flot­ten­ebe­ne, Re­mo­te-Up­date-Fä­hig­kei­ten und Da­ten­or­ches­trie­rung.

Ei­ne si­che­re, le­bens­zy­klus­fä­hi­ge Be­triebs­sys­tem­grund­la­ge ist ent­schei­dend, um KI-In­spek­ti­ons­sys­te­me über ver­teil­te in­dus­tri­el­le Um­ge­bun­gen hin­weg zu ska­lie­ren. Ein auf Yoc­to ba­sie­ren­des Be­triebs­sys­tem, das mit Se­cu­re Boot, A/B-Par­ti­tio­nie­rung, si­gnier­ten Up­dates und Un­ter­stüt­zung für con­tai­ne­ri­sier­te Workloads aus­ge­stat­tet ist, stellt si­cher, dass die Prüf­kno­ten über lan­ge Be­triebs­zy­klen hin­weg ak­tua­li­sier­bar, über­prüf­bar und kon­form blei­ben.

Die­se Platt­form er­mög­licht die Ak­tua­li­sie­rung von KI-Mo­del­len un­ab­hän­gig von der Ba­sis-Firm­ware, un­ter­stützt das Fern­ma­nage­ment von Ge­rä­teflot­ten und ver­ein­facht die An­pas­sung an sich wei­ter­ent­wi­ckeln­de Cy­ber­si­cher­heits­vor­schrif­ten wie den EU-Cy­ber-Re­s­i­li­en­ce-Act (CRA) und die An­for­de­run­gen der RED-Richt­li­nie.

In die­sem Sin­ne müs­sen Edge-KI-Platt­for­men nicht nur für Per­for­mance, son­dern auch für si­che­res Lifecy­cle Ma­nage­ment ent­wi­ckelt wer­den.

Fa­zit: Ent­wick­lung für die in­dus­tri­el­le Rea­li­tät

Die Ent­wick­lung ei­nes KI-ge­stütz­ten in­dus­tri­el­len Bild­ver­ar­bei­tungs­sys­tems er­for­dert heu­te mehr, als ein neu­ro­na­les Netz in ei­nen In­spek­ti­ons­pro­zess zu in­te­grie­ren. Sie ver­langt ei­ne ganz­heit­li­che Ar­chi­tek­tur auf Ba­sis mo­du­la­rer Com­pu­te-Grund­la­gen, KI-na­ti­ver Hard­ware­platt­for­men mit in­te­grier­ter Be­schleu­ni­gung und si­che­rer Be­triebs­sys­tem­schich­ten für lang­fris­ti­ges Lifecy­cle Ma­nage­ment.

Durch die Kom­bi­na­ti­on of­fe­ner Stan­dards wie COM Ex­press, he­te­ro­ge­ner Edge-KI-Ar­chi­tek­tu­ren und si­che­rer, flot­ten­fä­hi­ger Soft­ware­grund­la­gen kön­nen Her­stel­ler von Pi­lo­t­in­stal­la­tio­nen zu ska­lier­ba­ren stand­ort­über­grei­fen­den Im­ple­men­tie­run­gen über­ge­hen, oh­ne ih­re Platt­for­men bei je­dem Tech­no­lo­gie­sprung neu ent­wi­ckeln zu müs­sen.

Die Wei­ter­ent­wick­lung der in­dus­tri­el­len Bild­ver­ar­bei­tung dreht sich da­her nicht nur um hö­he­re TOPS oder schnel­le­re In­fe­renz, son­dern um de­ter­mi­nis­ti­sche, si­che­re und ak­tua­li­sier­ba­re Edge-KI-Sys­te­me, die sich über das nächs­te Jahr­zehnt hin­weg ge­mein­sam mit den in­dus­tri­el­len An­for­de­run­gen wei­ter­ent­wi­ckeln kön­nen.
Au­tor: Fran­ces­co Vaia­ni, Se­ni­or Pro­duct Ma­na­ger bei SE­CO

 

Reinraum-Energieführung für lange Verfahrwege

In modernen Halbleiterfabriken durchlaufen Siliziumwafer zahlreiche Prozessschritte – von der Lithografie über das Ätzen bis hin zur Metallisierung. Aufgrund der strengen Anforderungen an Sauberkeit und Partikelfreiheit ist ein manueller Transport innerhalb des Reinraums nicht praktikabel. Stattdessen übernehmen immer häufiger automatisierte Systeme den sicheren und effizienten Transport der Wafer-Kassetten über lange Strecken. Zum Beispiel per Overhead Hoist Transport (OHT), ein Schienensystem, das die Kassetten unter der Decke bewegt. Das spart zwar Reinraumfläche, stellt Konstrukteure aber vor eine Herausforderung: die Versorgung des OHT mit Strom und Daten. „Stromschienen übertragen keine Daten und sind wartungsintensiv. Energieketten benötigen meist eine komplexe Absaugvorrichtung für Partikel. Der Bedarf an einer reinraumtauglichen, langlebigen und kostengünstigen Alternative ist in der Branche entsprechend groß“, erklärt Kira Weller, Produktmanagerin e-ketten und Reinraum-Expertin bei igus.

Rollen statt Gleiten 

Um das Dilemma zu lösen, hat igus für die C6-Reinraumenergiekette ein besonderes Führungssystem namens e-spin entwickelt. Dabei handelt es sich um Führungsräder, die wie alle igus Energieketten aus tribologisch, sprich auf Reibung und Verschleiß, optimiertem Hochleistungskunststoff bestehen. Die Räder sitzen zwischen Ober- und Untertrum der Energiekette. Die Kettenteile rollen dadurch aufeinander, statt zu gleiten – und das ohne weitere Partikelemission, eine Absaugeinheit wird nicht benötigt. Gleichzeitig ist das System aus C6-Energiekette und Führungsrädern durch den eingesetzten Hochleistungskunststoff abriebfest, wartungsarm und besonders langlebig. Labortests in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA bestätigen: Das System erreicht bei einer Geschwindigkeit von 0,5 m/s die höchste Reinraumklasse ISO 1. 

Ethernet-Steuersystem für Motorrollen

Mit dem in­no­va­ti­ven Ether­net-G20-Steu­er­sys­tem kön­nen bis zu 120 Mo­tor­rol­len fle­xi­bel über nur ei­ne ein­zi­ge IP-Adres­se an­ge­steu­ert wer­den. Zu­sam­men mit wei­te­ren Fea­tures wie au­to­ma­ti­scher Adres­sie­rung, Mul­ti­pro­to­koll­fä­hig­keit und in­te­grier­tem Webser­ver bie­tet Pep­perl+Fuchs so die op­ti­ma­le Lö­sung für mo­derns­te För­der­tech­nik­an­la­gen. Das Ether­net-G20-Steu­er­sys­tem kann für 24 V und 48 V Mo­tor­rol­len ein­ge­setzt wer­den. Wo bis­her je­weils ei­ne IP-Adres­se in der Steue­rung für ma­xi­mal vier Mo­tor­rol­len spen­diert wer­den muss­te, kön­nen mit dem Ether­net-G20-Sys­tem bis zu 120 Mo­tor­rol­len über ei­ne ein­zi­ge IP-Adres­se völ­lig fle­xi­bel an­ge­steu­ert wer­den. 

Um das zu er­rei­chen, spannt der G20-Con­trol­ler bis zu vier Li­ni­en auf. Dar­an las­sen sich je­weils bis zu 15 G20-Mo­tor­rol­len­mo­du­le an­schlie­ßen, wel­che wie­der­um An­schlüs­se für zwei Mo­tor­rol­len bie­ten. Da­bei er­folgt die Adres­sie­rung al­ler Mo­tor­mo­du­le völ­lig au­to­ma­ti­siert. Um wei­te­re Res­sour­cen in der Steue­rung ein­zu­spa­ren kann für je­des Mo­tor­mo­dul in­di­vi­du­ell ent­schie­den wer­den, ob die­ses zen­tral aus der Steue­rung oder aut­ark im de­zen­tra­len ZPA-Mo­dus be­trie­ben wird. Un­ab­hän­gig vom aus­ge­wähl­ten Be­triebs­mo­dus ste­hen de­tail­lier­te Dia­gno­se­da­ten der Mo­du­le wie Strom­auf­nah­me oder Be­triebs­zeit pro Mo­tor­rol­le je­der­zeit zur Ver­fü­gung. Un­ter­stützt wer­den die gän­gi­gen Feld­bus­pro­to­kol­le PRO­FI­NET und Ether­Net/IP in ei­nem Ge­rät, wo­bei ei­ne naht­lo­se IIoT-Kom­mu­ni­ka­ti­on durch die in­te­grier­te REST API und OPC UA er­mög­licht wird. Für die ein­fa­che In­be­trieb­nah­me steht ein in­te­grier­ter Webser­ver zur Ver­fü­gung.
 

Industrielle Bedienpanel für die Umsetzung digitaler Sicherheitheitskonzepte

Mit der Ent­wick­lung ei­nes TFT-ba­sier­ten SIL3 HMIs löst das Icon­Trust®-Kon­zept von Deu­ta den seit Lan­gem be­ste­hen­den Kon­flikt zwi­schen star­ren, hard­ware­ba­sier­ten, si­cher­heits­re­le­van­ten Be­nut­zer­ober­flä­chen und mo­der­nen, er­go­no­mi­schen An­for­de­run­gen. Denn mensch­li­ches Ver­sa­gen in der Pro­zess­in­dus­trie ist sel­ten zu­fäl­lig, son­dern re­sul­tiert aus dem Zu­sam­men­spiel kom­ple­xer Sys­te­me, un­kla­rer In­for­ma­tio­nen und un­zu­rei­chen­der Be­nut­zer­füh­rung. Ty­pi­sche Feh­ler rei­chen von ein­fa­chen Fehl­be­die­nun­gen bis hin zu fal­schen Ent­schei­dun­gen un­ter Stress.

Ein ent­schei­den­der Ein­fluss­fak­tor ist die Qua­li­tät der Be­dien­ter­mi­nals: Un­struk­tu­rier­te An­zei­gen er­hö­hen die ko­gni­ti­ve Last, feh­len­de Sys­tem­kennt­nis­se er­schwe­ren die Be­wer­tung von Alar­men und sta­ti­sche Be­dien­ele­men­te ver­hin­dern ei­ne kon­text­be­zo­ge­ne und sprach­an­ge­pass­te Un­ter­stüt­zung. In si­cher­heits­kri­ti­schen Si­tua­tio­nen kann dies da­zu füh­ren, dass selbst gut aus­ge­leg­te Be­dien­sys­te­me un­wirk­sam wer­den. Mo­der­ne Hu­man-Fac­tors-An­sät­ze for­dern da­her Be­dien­ter­mi­nals, die ak­tiv zur Feh­ler­ver­mei­dung bei­tra­gen, statt le­dig­lich In­for­ma­tio­nen dar­zu­stel­len.

Gren­zen klas­si­scher hart­ver­drah­te­ter Si­cher­heits-HMIs

Kon­ven­tio­nel­le Si­cher­heits-HMIs ba­sie­ren auf fest ver­drah­te­ten Kom­po­nen­ten, bei­spiels­wei­se Leuch­ten, Tas­tern und Wahl­schal­tern. Die­se Ar­chi­tek­tur bie­tet zwar de­ter­mi­nis­ti­sches Ver­hal­ten und ei­ne ho­he Dia­gno­se­ab­de­ckung, hat je­doch auch er­heb­li­che Nach­tei­le:

  • Feh­len­de Kon­text­sen­si­ti­vi­tät: Al­le Be­dien­ele­men­te sind dau­er­haft sicht­bar – un­ab­hän­gig vom ak­tu­el­len An­la­gen­zu­stand. Be­die­ner müs­sen selbst ent­schei­den, wel­che Ele­men­te re­le­vant sind.
  • Ho­he ko­gni­ti­ve Be­las­tung: Kom­ple­xe Zu­stän­de wer­den oft durch ein­fa­che Si­gna­le (z. B. ei­ne ein­zel­ne Lam­pe) re­prä­sen­tiert, was In­ter­pre­ta­ti­ons­spiel­räu­me er­öff­net.
  • Ein­ge­schränk­te Er­go­no­mie: Dy­na­mi­sche Vi­sua­li­sie­rung, Be­nut­zer­füh­rung oder ge­führ­te Ab­läu­fe sind nicht rea­li­sier­bar.
  • Ho­her En­gi­nee­ring- und War­tungs­auf­wand: Ver­drah­tung, Tests und Än­de­run­gen sind kom­plex, feh­ler­an­fäl­lig und kos­ten­in­ten­siv.
     

Vor die­sem Hin­ter­grund ge­win­nen er­go­no­misch ge­stal­te­te, kon­text­be­zo­ge­ne, TFT-ba­sier­te Hu­man-Ma­chi­ne-In­ter­faces (HMIs) zu­neh­mend an Be­deu­tung. Sie bie­ten ef­fek­ti­ve Mög­lich­kei­ten, vor­han­de­ne Kom­ple­xi­tät zu struk­tu­rie­ren, in­dem sie re­le­van­te In­for­ma­tio­nen se­lek­tiv dar­stel­len, Be­nut­zer in­tui­tiv über gra­fi­sche Ele­men­te durch In­ter­ak­tio­nen füh­ren und sich dy­na­misch an den ak­tu­el­len An­la­gen­zu­stand so­wie die je­wei­li­ge Be­nut­zer­rol­le an­pas­sen.

Trotz die­ser Vor­tei­le war der Ein­satz sol­cher Sys­te­me in si­cher­heits­kri­ti­schen An­wen­dun­gen bis­lang ein­ge­schränkt. Ins­be­son­de­re die Rea­li­sie­rung von Funk­tio­nen mit ei­ner Si­cher­heits-In­te­gri­täts­stu­fe von SIL3 stell­te ei­ne er­heb­li­che Her­aus­for­de­rung dar. Dies gilt ins­be­son­de­re für An­wen­dun­gen, die ei­ne ho­he Dia­gno­se­ab­de­ckung so­wie ei­ne aus­ge­präg­te Ro­bust­heit ge­gen­über Aus­fäl­len durch ge­mein­sa­me Ur­sa­chen er­for­dern – An­for­de­run­gen, die mit klas­si­schen TFT-ba­sier­ten HMI-Kon­zep­ten lan­ge Zeit nicht zu­ver­läs­sig er­füllt wer­den konn­ten.

Denn spe­zi­ell in si­cher­heits­kri­ti­schen An­wen­dungs­sze­na­ri­en ist es er­for­der­lich, po­ten­zi­ell ge­fähr­li­che Ak­tio­nen sys­tem­sei­tig ein­zu­schrän­ken, zwin­gen­de Be­stä­ti­gungs­schrit­te vor­zu­se­hen und den Be­die­ner bei der Rück­füh­rung aus ab­nor­ma­len Be­triebs­zu­stän­den ge­zielt zu un­ter­stüt­zen. Kon­ven­tio­nel­le, hard­ware­ba­sier­te Si­cher­heits-HMIs sto­ßen hier­bei je­doch an ih­re funk­tio­na­len Gren­zen, da sie die Im­ple­men­tie­rung ei­nes der­art dif­fe­ren­zier­ten und kon­text­sen­si­ti­ven Ver­hal­tens nur ein­ge­schränkt er­mög­li­chen.

Vor­aus­set­zun­gen der Hard­ware­ar­chi­tek­tur 

Hard­ware­sei­tig ist die kon­se­quen­te ar­chi­tek­to­ni­sche Tren­nung zwi­schen ei­nem si­cher­heits­zer­ti­fi­zier­ten Kern und ei­nem nicht si­cher­heits­re­le­van­ten Front­end, die ge­mein­sam in ei­nem in­te­grier­ten HMI in­te­griert sind, die Vor­aus­set­zun­gen für di­gi­ta­le funk­tio­na­le Si­cher­heit. Sämt­li­che si­cher­heits­ge­rich­te­ten Funk­tio­nen – dar­un­ter die Ve­ri­fi­ka­ti­on an­ge­zeig­ter si­cher­heits­kri­ti­scher In­for­ma­tio­nen so­wie die Va­li­die­rung von Be­nut­zer­ein­ga­ben für si­cher­heits­re­le­van­te Ak­tio­nen – sind in ei­nem de­di­zier­ten Si­cher­heits­be­reich ge­kap­selt. Die­ser Be­reich ist ge­mäß IEC 61508 bis zur Si­cher­heits-In­te­gri­täts­stu­fe SIL3 be­wer­tet und zer­ti­fi­ziert. Der nicht si­cher­heits­re­le­van­te Teil über­nimmt hin­ge­gen die Be­reit­stel­lung der gra­fi­schen TFT-ba­sier­ten Be­nut­zer­ober­flä­che, die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit über­ge­ord­ne­ten Sys­te­men so­wie die für mo­der­ne, er­go­no­mi­sche HMI-Kon­zep­te er­for­der­li­che funk­tio­na­le Fle­xi­bi­li­tät.

Die­se kla­re funk­tio­na­le Ent­kopp­lung ver­folgt zwei zen­tra­le Ziel­set­zun­gen. Zum ei­nen wird die Si­cher­heits­in­te­gri­tät des Ge­samt­sys­tems wirk­sam von Än­de­run­gen im nicht­si­cher­heits­kri­ti­schen Be­reich iso­liert. Nach er­folg­ter Be­wer­tung und Va­li­die­rung bleibt der Si­cher­heits­kern in sei­ner Aus­le­gung und sei­nem Ver­hal­ten un­ver­än­dert, so­dass An­pas­sun­gen an Vi­sua­li­sie­rung, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schnitt­stel­len oder Cy­ber­se­cu­ri­ty-Me­cha­nis­men kei­nen Ein­fluss auf die si­cher­heits­ge­rich­te­ten Funk­tio­nen ha­ben. Zum an­de­ren er­öff­net die Tren­nung die Mög­lich­keit, im nicht si­cher­heits­re­le­van­ten Be­reich eta­blier­te in­dus­tri­el­le IT- und HMI-Tech­no­lo­gi­en ein­zu­set­zen. Da­durch kön­nen Be­nut­zer­freund­lich­keit, Sys­tem­leis­tung und Schutz­me­cha­nis­men ge­gen Cy­ber­be­dro­hun­gen kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den, oh­ne die Zer­ti­fi­zie­rungs­ba­sis des si­cher­heits­kri­ti­schen Sys­tem­teils zu ge­fähr­den.

Funk­ti­ons­wei­se Icon­Trust® HMI 

Die si­che­re Icon­Trust®-Tech­no­lo­gie über­wacht de­fi­nier­te Be­rei­che des TFT-Dis­plays und un­ter­schei­det zwi­schen gül­ti­gen und un­gül­ti­gen In­for­ma­tio­nen. Auf dem Icon­Trust® HMI kön­nen si­cher­heits­re­le­van­te An­zei­ge- und Be­dien­ele­men­te wie Leucht­mel­der, Tas­ter oder Tex­te in kür­zes­ter Zeit auf Ih­rer Be­dien­ober­flä­che an­ge­legt wer­den. Als Web-Edi­tor kann ein Stan­dard-Brow­ser wie bei­spiels­wei­se Chro­mi­um, Edge oder Fi­re­fox ge­nutzt wer­den. Es ist kei­ne wei­te­re Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei er­for­der­lich. Die auf dem Icon­Trust® HMI dar­ge­stell­ten Fel­der las­sen sich über ei­ne Webober­flä­che leicht und fle­xi­bel edi­tie­ren. Die­se zeigt zen­tral ei­ne Li­ve-Vor­schau der HMI-Kon­fi­gu­ra­ti­on. Ei­ne Vor­schau di­rekt auf dem Icon­Trust® HMI ist eben­falls je­der­zeit mög­lich.

Icon­Trust® über­wacht die An­zei­ge- und Ein­ga­be­be­rei­che un­ab­hän­gig von­ein­an­der. Bei Ab­wei­chun­gen löst Icon­Trust® ei­ne si­cher­heits­ge­rich­te­te Re­ak­ti­on aus. In je­dem Bild­wie­der­hol­zy­klus wird für je­den ein­zel­nen Be­reich das an­ge­zeig­te Bild ana­ly­siert und mit dem Wert der je­wei­li­gen Ein­gangs­grö­ße ver­gli­chen.

Ein zen­tra­ler Vor­teil des TFT-ba­sier­ten Icon­Trust® HMIs liegt in sei­ner Fä­hig­keit, In­for­ma­tio­nen kon­text­ab­hän­gig und mehr­stu­fig dar­zu­stel­len – ab­ge­stimmt auf den ak­tu­el­len Be­triebs­mo­dus, den je­wei­li­gen An­la­gen­be­reich und die Be­nut­zer­rol­le. Im Ge­gen­satz zu klas­si­schen Be­dien­fel­dern mit fes­ten Leuch­ten und Schal­tern zeigt das Icon­Trust® HMI nur die für die je­wei­li­ge Auf­ga­be re­le­van­ten Ele­men­te an, wäh­rend nicht zu­tref­fen­de oder po­ten­zi­ell ris­kan­te Op­tio­nen aus­ge­blen­det oder de­ak­ti­viert wer­den kön­nen. Da­durch wer­den vi­su­el­le Über­las­tung und ko­gni­ti­ve Be­las­tung re­du­ziert und die Be­die­ner kön­nen sich auf die wirk­lich wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen und Hand­lun­gen kon­zen­trie­ren. Im Nor­mal­be­trieb kann die HMI bei­spiels­wei­se Pro­zess­über­sich­ten und Leis­tungs­kenn­zah­len in den Vor­der­grund stel­len, wäh­rend si­cher­heits­kri­ti­sche Steu­er­ele­men­te zwar zu­gäng­lich blei­ben, je­doch un­auf­fäl­lig im Hin­ter­grund an­ge­ord­net sind. In Aus­nah­me­si­tua­tio­nen, wie bei ei­nem hoch­prio­ri­sier­ten Alarm, könn­te die Be­nut­zer­ober­flä­che die Dar­stel­lung re­or­ga­ni­sie­ren, so­dass der be­tref­fen­de Alarm, die re­le­van­ten Pro­zess­wer­te und emp­foh­le­ne Hand­lungs­op­tio­nen un­mit­tel­bar sicht­bar wer­den. Die­se dy­na­mi­sche An­pas­sung op­ti­miert so­wohl die Or­ga­ni­sa­ti­on der Be­nut­zer­ober­flä­che als auch den De­tail­lie­rungs­grad der In­for­ma­tio­nen in Ab­hän­gig­keit von der Auf­ga­ben­an­for­de­rung und un­ter­stützt so ein ver­bes­ser­tes Si­tua­ti­ons­be­wusst­sein.

Icon­Trust® HMI kann struk­tu­rier­te Ar­beits­ab­läu­fe für si­cher­heits­re­le­van­te Vor­gän­ge im­ple­men­tie­ren, bei de­nen Be­nut­zer de­fi­nier­te Schrit­te be­fol­gen, Vor­aus­set­zun­gen be­stä­ti­gen und re­le­van­te In­for­ma­tio­nen über­prü­fen müs­sen, be­vor sie kri­ti­sche Be­feh­le aus­füh­ren. Der Si­cher­heits­be­reich kann die­se Ab­läu­fe durch­set­zen, in­dem er Ein­ga­be­mus­ter va­li­diert und ver­such­te Ab­kür­zun­gen ab­lehnt, die er­for­der­li­che Prü­fun­gen um­ge­hen wür­den.

Auf dem Icon­Trust® HMI las­sen sich safe­ty-re­le­van­te Alar­me in Farb­co­die­rung, Sym­bo­lik und Po­si­tio­nie­rung ein­fach kon­fi­gu­rie­ren. Die Prio­ri­tät kann nicht nur durch die Far­be, son­dern auch durch Sor­tie­rung, Grup­pie­rung und die den ver­schie­de­nen Alar­men zu­ge­wie­se­ne Bild­schirm­flä­che dar­ge­stellt wer­den. Zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen wie de­tail­lier­te Feh­ler­be­schrei­bun­gen, Hand­lungs­an­wei­sun­gen, First-Out-An­zei­gen und zu­ge­hö­ri­ge Pro­zes­s­trends kön­nen dar­ge­stellt wer­den, oh­ne dass se­pa­ra­te Sys­te­me er­for­der­lich sind. Da­durch ist der Be­die­ner in der La­ge, kau­sa­le Zu­sam­men­hän­ge zu ver­ste­hen und die rich­ti­ge ers­te Maß­nah­me schnel­ler zu er­mit­teln. Da der Si­cher­heits­be­reich so­wohl die Alar­min­for­ma­tio­nen als auch die Re­ak­tio­nen des Be­nut­zers va­li­diert, kann das Sys­tem si­cher­stel­len, dass Quit­tie­run­gen und Rück­set­zun­gen si­cher­heits­re­le­van­ter Alar­me auf kon­trol­lier­te Wei­se aus­ge­führt wer­den. So kann die HMI bei­spiels­wei­se ver­lan­gen, dass der Be­die­ner ei­nen be­stimm­ten Alarm­de­tail­bild­schirm auf­ruft, wich­ti­ge Pro­zess­va­ria­blen über­prüft und be­stä­tigt, dass die Be­din­gun­gen wie­der in­ner­halb der Grenz­wer­te lie­gen, be­vor ein Si­cher­heits-Re­set ak­zep­tiert wird. Die­ses De­sign geht weit über das hin­aus, was mit ein­fa­chen Quit­tie­rungs­tas­ten mög­lich ist, und ver­bes­sert so­mit so­wohl die Si­cher­heit als auch die Zu­ver­läs­sig­keit des Be­die­ners.

In­dus­tri­el­le Kom­mu­ni­ka­ti­on und In­te­gra­ti­on 

Das Icon­Trust® HMI nutzt be­währ­te in­dus­tri­el­le Stan­dard­kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­to­kol­le – ins­be­son­de­re PRO­FI­NET und PRO­FI­safe –, um ei­ne naht­lo­se In­te­gra­ti­on in be­ste­hen­de Au­to­ma­ti­sie­rungs­ar­chi­tek­tu­ren zu er­mög­li­chen. Da­durch ist die Kom­pa­ti­bi­li­tät mit den gän­gi­gen SPS-Platt­for­men und Si­cher­heits­steue­run­gen, wie sie in der Pro­zess­in­dus­trie weit ver­brei­tet sind, ge­währ­leis­tet. Si­cher­heits­kri­ti­sche Si­gna­le wer­den über PRO­FI­safe in­ner­halb des PRO­FI­NET-Netz­werks über­tra­gen. Da­durch wird ei­ne durch­gän­gi­ge und zu­ver­läs­si­ge Si­cher­heits­kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen der Si­cher­heits-SPS und der HMI-Si­cher­heits­do­mä­ne ge­währ­leis­tet.

Aus an­la­gen­tech­ni­scher Sicht re­du­ziert die Nut­zung ei­nes ein­zi­gen Ether­net-Ka­bels für die Ge­rä­te­an­bin­dung den Ver­ka­be­lungs­auf­wand deut­lich und ver­ein­facht die In­stal­la­ti­on im Ver­gleich zu her­kömm­li­chen Pa­nel-Lö­sun­gen. Über die­se phy­si­ka­li­sche Schnitt­stel­le las­sen sich so­wohl si­cher­heits­kri­ti­sche als auch nicht si­cher­heits­re­le­van­te In­for­ma­tio­nen über­tra­gen. Lo­gi­sche Tren­nun­gen und Si­cher­heits­me­cha­nis­men auf Pro­to­koll- und Ge­rä­tee­be­ne sor­gen da­bei für die not­wen­di­ge In­te­gri­tät. Das Kon­zept un­ter­stützt mo­du­la­re An­la­gen­ar­chi­tek­tu­ren und er­leich­tert spä­te­re Er­wei­te­run­gen oder An­pas­sun­gen der HMI-Funk­tio­na­li­tät, oh­ne die be­ste­hen­de Si­cher­heits­in­fra­struk­tur zu be­ein­träch­ti­gen.

Le­bens­zy­klus­ma­nage­ment und Cy­ber­si­cher­heit 

Die Tren­nung in Si­cher­heits- und Nicht-Si­cher­heits­do­mä­nen bie­tet we­sent­li­che Vor­tei­le für das Le­bens­zy­klus­ma­nage­ment im Kon­text der Cy­ber­si­cher­heit. Da in­dus­tri­el­le Steue­rungs­sys­te­me zu­neh­mend mit Netz­wer­ken und ex­ter­nen Diens­ten ver­bun­den sind, er­for­dern sie re­gel­mä­ßi­ge Up­dates, Patching und mo­der­ne Me­cha­nis­men zur An­griffs­er­ken­nung.

Der Über­gang von hard­ware­zen­trier­ten, sta­ti­schen Be­dien­kon­zep­ten zu kon­fi­gu­rier­ba­ren, soft­ware­ba­sier­ten und si­cher­heits­zer­ti­fi­zier­ten TFT-HMIs er­öff­net zu­sätz­li­che Po­ten­zia­le hin­sicht­lich Feh­ler­mi­ni­mie­rung, Wart­bar­keit und Cy­ber­si­cher­heits­re­s­i­li­enz. Gleich­zei­tig folgt die­se Ent­wick­lung dem all­ge­mei­nen Trend in si­cher­heits­kri­ti­schen Sys­te­men, bei dem Hu­man Fac­tors En­gi­nee­ring zu­neh­mend in­te­gra­ler Be­stand­teil der Sys­te­maus­le­gung ist. Ins­ge­samt leis­ten si­cher­heits­zer­ti­fi­zier­te TFT-HMIs ei­nen we­sent­li­chen Bei­trag zur Re­du­zie­rung von Ri­si­ken durch mensch­li­che Fak­to­ren und zur Ver­bes­se­rung der Be­dien­qua­li­tät. Sie sind so­mit ein wich­ti­ger Bau­stein für ei­nen si­che­ren und zu­gleich ef­fi­zi­en­ten An­la­gen­be­trieb.
 

5G-Router für die sichere Standortvernetzung

Der 5G-Rou­ter RT2500 von IoT­ma­xx ist in Deutsch­land ent­wi­ckelt und ge­fer­tigt und er­füllt höchs­te Si­cher­heits-, Da­ten­schutz- und Qua­li­täts­stan­dards. Der Rou­ter un­ter­stützt so­wohl 5G-Stan­da­lo­ne (SA) als auch 5G-Non-Stan­da­lo­ne (NSA), was von Vor­teil ist, da noch nicht al­le Mo­bil­funk­net­ze auf 5G SA aus­ge­baut sind. Mit ei­ner vir­tu­el­len Stand­lei­tung er­mög­licht der Rou­ter die Ver­bin­dung von Netz­wer­ken über das Mo­bil­funk­netz. Pro­zess­da­ten ste­hen da­mit je­der­zeit orts­un­ab­hän­gig zur Ver­fü­gung. Ist 5G nicht vor­han­den, schal­tet das Ge­rät au­to­ma­tisch auf LTE um. Die in­te­grier­te Fire­wall und die si­che­re VPN-Ver­bin­dung schüt­zen das Netz­werk zu­ver­läs­sig vor un­be­rech­tig­ten Zu­grif­fen. Der RT2500 ist mit an­de­ren VPN-Rou­tern kom­pa­ti­bel und er­mög­licht so­mit fle­xi­ble und ska­lier­ba­re Lö­sun­gen. Das Ge­rät bie­tet dar­über hin­aus ei­nen in­te­grier­ten Über­span­nungs­schutz, ist mit der Schutz­klas­se IP20 aus­ge­stat­tet und kann in ei­nem gro­ßen Tem­pe­ra­tur­be­reich von -40 °C bis +70 °C so­wie mit ei­ner er­wei­ter­ten Ver­sor­gungs­span­nung von 10 V DC bis 48 V DC be­trie­ben wer­den.

Frei kon­fi­gu­rier­ba­re Ein- und Aus­gän­ge

Der 5G-Rou­ter RT2500 von IoT­ma­xx ver­fügt über frei kon­fi­gu­rier­ba­re di­gi­ta­le Ein- und Aus­gän­ge. Zwei der Schalt­ein­gän­ge er­mög­li­chen den un­ab­hän­gi­gen Ver­sand von SMS oder E-Mails, auch an meh­re­re Emp­fän­ger. Alar­me kön­nen di­rekt über den in­te­grier­ten Schalt­ein­gang er­fol­gen. Mit pass­wort­ge­schütz­ten SMS-Nach­rich­ten las­sen sich zwei in­te­grier­te Schalt­aus­gän­ge be­tä­ti­gen. Da­mit kön­nen Tech­ni­ker aut­ark aus der Fer­ne An­la­gen­zu­stän­de über­wa­chen oder Funk­tio­nen ge­schal­tet wer­den. Die Ein­wahl in das Mo­bil­funk­netz er­folgt bei ab­ge­spei­cher­ter PIN au­to­ma­tisch.
 

Einplatinencomputer mit IEC 62443-4-2-Zertifizierung

Ad­van­tech hat be­kannt ge­ge­ben, dass sein ers­ter Arm-ba­sier­ter in­dus­tri­el­ler Ein­pla­ti­nen­com­pu­ter, der RSB-3810, der auf Ba­sis der Ge­nio 1200-Platt­form von Me­dia­Tek be­trie­ben wird, of­fi­zi­ell die Cy­ber­si­cher­heits­zer­ti­fi­zie­rung nach IEC 62443-4-2 er­hal­ten hat. Der 2,5-Zoll-Pi­co-ITX-Ein­pla­ti­nen­com­pu­ter wur­de ent­wi­ckelt, um „Se­cu­re-by-De­sign“ An­for­de­run­gen aus dem Cy­ber Re­s­i­li­en­ce Act (CRA) zu er­fül­len. Da­mit ist er bes­tens für si­che­re In­dus­trie- und Edge-KI-Ein­sät­ze ge­rüs­tet und er­mög­licht es Sys­tem­in­te­gra­to­ren zu­dem, die Zer­ti­fi­zie­rungs­kom­ple­xi­tät zu re­du­zie­ren und die Markt­ein­füh­rungs­zeit zu ver­kür­zen.

Mul­ti­tas­king-Leis­tung und ver­bes­ser­te Si­cher­heits­platt­form für Edge-KI 

Der Ge­nio 1200-Chip­satz von Me­dia­Tek bil­det das Herz­stück des RSB-3810 und ver­fügt über ei­ne leis­tungs­star­ke Oc­ta-Core-CPU-Kon­fi­gu­ra­ti­on. Es um­fasst 4 erst­klas­si­ge Arm-Cor­tex-A78- und 4 × Cor­tex-A55-Pro­zes­so­ren, die al­le in ei­nen fort­schritt­li­chen Chip der 6-nm-Klas­se in­te­griert sind. Die Lö­sung bie­tet ei­ne re­ak­ti­ons­schnel­le KI-In­fe­renz­leis­tung von bis zu 4,8 TOPS bei ei­ner Leis­tungs­auf­nah­me von nur 8 Watt. Die in­te­grier­te 5G- und WLAN-6-Kon­nek­ti­vi­tät er­mög­licht zu­dem ei­ne naht­lo­se Hoch­ge­schwin­dig­keits-Da­ten­über­tra­gung für Edge-An­wen­dun­gen. Durch die in­tel­li­gen­te Ver­tei­lung von KI-Workloads auf die CPU und die in­te­grier­te APU op­ti­miert die Ar­chi­tek­tur die Ge­samt­ef­fi­zi­enz des Sys­tems und sorgt für ein idea­les Gleich­ge­wicht zwi­schen Leis­tung und Strom­ver­brauch.

Der RSB-3810 ver­eint we­sent­li­che Bild­ver­ar­bei­tungs- und Kon­nek­ti­vi­täts­funk­tio­nen für in­dus­tri­el­le Edge-An­wen­dun­gen, ein­schließ­lich MI­PI-CSI- und USB-3.0-Ka­me­ra­schnitt­stel­len mit ei­nem ISP der Star­light-Klas­se so­wie 4K-Vi­de­over­ar­bei­tung und Mul­ti-Dis­play-Un­ter­stüt­zung. GbE TSN ge­währ­leis­tet ei­ne de­ter­mi­nis­ti­sche, zeit­kri­ti­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on für die in­dus­tri­el­le Au­to­ma­ti­sie­rung und Über­wa­chung, wäh­rend sein De­sign den IEC 62443-Stan­dards ent­spricht, um ei­nen ro­bus­ten Cy­ber­si­cher­heits­schutz für in­dus­tri­el­le Sys­te­me zu bie­ten. Zu­sam­men ma­chen die­se Merk­ma­le den RSB-3810 zu ei­ner zu­ver­läs­si­gen und prak­ti­schen Edge-Com­pu­ting-Platt­form für in­dus­tri­el­le IoT-, Ro­bo­tik- und in­tel­li­gen­te Über­wa­chungs­an­wen­dun­gen.

Fle­xi­bi­li­tät beim Be­triebs­sys­tem

Der RSB-3810 bie­tet um­fas­sen­de Un­ter­stüt­zung für ver­schie­de­ne Be­triebs­sys­te­me, dar­un­ter Ubun­tu und An­dro­id, und deckt da­mit un­ter­schied­li­che Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen für KI- und Edge-Com­pu­ting-An­wen­dun­gen ab. Durch die In­te­gra­ti­on der Neu­ro­Pi­lot-SDKs von Me­dia­Tek wird die Edge-In­tel­li­genz durch die Nut­zung von APUs in­ner­halb des Pro­zes­sors wei­ter ver­bes­sert. Das ho­he Maß an Soft­ware-In­te­gra­ti­on des RSB-3810 re­du­ziert den Zeit- und Res­sour­cen­auf­wand für die Ro­bo­tik­ent­wick­lung er­heb­lich und op­ti­miert den Pro­zess für Ent­wick­ler.

Lang­fris­ti­ges En­ga­ge­ment für Cy­ber­si­cher­heit

Um lan­gen Pro­dukt­le­bens­zy­klen und stei­gen­den re­gu­la­to­ri­schen An­for­de­run­gen ge­recht zu wer­den, un­ter­stützt der RSB-3810 Ubun­tu Pro, das in Zu­sam­men­ar­beit mit Ca­no­ni­cal be­reit­ge­stellt wird. Ubun­tu Pro bie­tet bis zu 10 Jah­re lang Si­cher­heits­war­tung, Ker­nel-Up­dates und Si­cher­heits­diens­te auf Un­ter­neh­mens­ni­veau, so das Kun­den die An­for­de­run­gen der Norm IEC 62443 er­fül­len und sich an glo­ba­len Cy­ber­si­cher­heits­rah­men wie dem Cy­ber Re­s­i­li­en­ce Act (CRA) an­pas­sen kön­nen. Die­se lang­fris­ti­ge Soft­ware-Ver­pflich­tung ge­währ­leis­tet die Sys­tem­in­te­gri­tät über den ge­sam­ten Be­reit­stel­lungs­zy­klus hin­weg. So kön­nen sich Ent­wick­ler auf ih­re Ker­n­an­wen­dun­gen kon­zen­trie­ren und gleich­zei­tig die Markt­ein­füh­rungs­zeit so­wie Be­triebs- und Cy­ber­si­cher­heits­ri­si­ken re­du­zie­ren
 

Einfach integrierbares Multiprotokoll-Kommunikationsmodul

Hil­scher hat das neue Em­bed­ded-Mo­dul comX 90 vor­ge­stellt, ei­ne zu­kunfts­si­che­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schnitt­stel­le für in­dus­tri­el­le Ge­rä­te. Das Mo­dul kom­bi­niert leis­tungs­star­ke Mul­ti­pro­to­koll-Kom­mu­ni­ka­ti­on, in­te­grier­te Si­cher­heits­funk­tio­nen und IIoT-Fä­hig­keit in ei­nem kom­pak­ten Form­fak­tor – bei gleich­zei­tig mi­ni­ma­lem In­te­gra­ti­ons­auf­wand. Das neue comX 90 tritt die Nach­fol­ge des be­währ­ten comX 51 an und ba­siert auf Hil­schers netX 90-Kom­mu­ni­ka­ti­ons­con­trol­ler.

Ein­fa­che In­te­gra­ti­on 

Mit comX 90 pro­fi­tie­ren Ge­rä­te­her­stel­ler von Hil­schers jahr­zehn­te­lan­ger Ex­per­ti­se in der in­dus­tri­el­len Kom­mu­ni­ka­ti­on. Ba­sie­rend auf der netX-Tech­no­lo­gie un­ter­stützt das Mo­dul zahl­rei­che in­dus­tri­el­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­to­kol­le für die Kom­mu­ni­ka­ti­on auf Feld­ebe­ne auf ei­ner ein­zi­gen Hard­ware­platt­form. Ver­füg­bar sind un­ter an­de­rem: 

  • In­dus­tri­al Ether­net
  • PRO­FI­NET
  • Ether­CAT
  • Ether­Net/IP
  • Open Mod­bus/TCP
  • CC-Link IE Field Ba­sic
  • POWER­LINK
  • Ser­cos
  • IIoT
  • OPC UA
  • MQTT

Ein Wech­sel der Pro­to­koll­tech­no­lo­gie er­for­dert le­dig­lich ein Firm­ware-Up­date, Hil­scher stellt die ent­spre­chen­den Pro­to­koll-Stacks be­reit. comX 90 ist zu­dem Teil der Hil­scher-Platt­form­stra­te­gie: Hard­ware, Soft­ware, Tools und Sup­port kom­men aus ei­ner Hand. Das ist ein ent­schei­den­der Vor­teil für Kun­den, die Wert auf lang­fris­ti­ge Ver­füg­bar­keit, In­ves­ti­ti­ons­schutz und ef­fi­zi­en­te Pro­dukt­ent­wick­lung le­gen. Mit den Ma­ßen 30 × 70 mm ver­fügt das comX 90 über die glei­chen Ab­mes­sun­gen wie das comX 51, was den Ein­satz in platz­be­schränk­ten Ge­rä­ten er­leich­tert. Dank iden­ti­scher Pin­be­le­gung passt es zu­dem oh­ne Hard­ware-Re­de­sign di­rekt in be­ste­hen­de Lö­sun­gen mit SPI-Host-Schnitt­stel­le.

CRA und IIoT re­a­dy

Das comX 90 wur­de im Hin­blick auf den Cy­ber Re­s­i­li­en­ce Act (CRA) ent­wi­ckelt und nutzt den in­te­grier­ten netX 90-Con­trol­ler so­wie in­te­grier­te Si­cher­heits­me­cha­nis­men, um Da­ten und Kom­mu­ni­ka­ti­on auf Feld­ebe­ne mit mi­ni­ma­lem Im­ple­men­tie­rungs­auf­wand zu schüt­zen.

Die na­ti­ve Un­ter­stüt­zung von MQTT und OPC UA er­mög­licht ei­ne di­rek­te IIoT-Kon­nek­ti­vi­tät zwi­schen Feld­ge­rä­ten, Steue­run­gen und Cloud-Sys­te­men. Gleich­zei­tig re­du­ziert ein um bis zu 65 % ge­rin­ge­rer Strom­ver­brauch im Ver­gleich zum comX 51 die Wär­me­ent­wick­lung und kann ei­ne zu­sätz­li­che Schalt­schrank­küh­lung über­flüs­sig ma­chen. Ein er­wei­ter­ter Be­triebs­be­reich bis zu –20 °C un­ter­stützt den Ein­satz in rau­en Um­ge­bun­gen. Zu­dem be­schleu­nigt Hil­scher die Eva­lu­ie­rung und Zer­ti­fi­zie­rung durch ein de­di­zier­tes comX-Eva­lu­ie­rungs­board so­wie Pre-Zer­ti­fi­zie­rungs- und La­bord­ienst­leis­tun­gen für PRO­FI­NET, Ether­Net/IP und Ether­CAT – was da­zu bei­trägt, Ent­wick­lungs­zy­klen und die Zeit bis zur Markt­ein­füh­rung (Ti­me-to-Mar­ket) zu ver­kür­zen.
 

Einteiliger feldkonfektionierbarer M12-Steckverbinder

Wer schon ein­mal auf ei­ner Bau­stel­le M12-Ste­cker kon­fi­gu­riert hat, weiß, dass die­se Auf­ga­be nicht nur zeit­auf­wän­dig, son­dern je nach Ste­cker­art auch feh­ler­an­fäl­lig sein kann. Meh­re­re Ein­zel­tei­le müs­sen in der rich­ti­gen Rei­hen­fol­ge zu­sam­men­ge­fügt wer­den, oh­ne dass Klein­tei­le da­bei her­un­ter­fal­len oder ver­ges­sen wer­den. Je nach Bau­art gilt es die Lei­tun­gen vor­ab auf die ex­ak­te Län­ge ab­zu­i­so­lie­ren. Oft ist nach dem Zu­sam­men­fü­gen der Ste­cker­ein­zel­tei­le von au­ßen nicht sicht­bar, ob die Lei­tun­gen im Ste­cker rich­tig kon­tak­tiert wur­den. All die­sen Her­aus­for­de­run­gen be­geg­net der PRO­con­nect M12-Ste­cker von In­du-Sol

 Der ein­tei­li­ge Ste­cker er­mög­licht ei­ne werk­zeug­lo­se Schnel­l­in­stal­la­ti­on und eig­net sich dank kom­pak­ter Bau­form für en­ge Ein­bau­si­tua­tio­nen (18,6 x 18,6 x 53 mm – L x B x T). Mit der Schutz­art IP54 ist er auch für den rau­en In­dus­trie­ein­satz bes­tens ge­eig­net und ei­ne ho­he EMV-Fes­tig­keit sorgt für stö­rungs­ar­me Kom­mu­ni­ka­ti­on. Der Ste­cker ist ab so­fort mit vier Po­len und ab Mit­te des Jah­res auch mit acht Po­len, al­so für Gi­ga­bit-Ether­net-An­wen­dun­gen, ver­füg­bar. 

Zeit ein­spa­ren und Feh­ler ver­mei­den 

Der PRO­con­nect M12-Ste­cker be­steht aus ei­nem ein­zi­gen Teil. Zur In­stal­la­ti­on wird an ei­nem En­de ein Schnell­ver­schluss um 90 Grad ge­dreht. Nach dem Öff­nen lässt sich die Ste­cker­um­hau­sung in Form von zwei „Flü­geln“ nach au­ßen klap­pen und die An­schluss­klem­men sind gut er­reich­bar. Nun wer­den die­se nach vor­ne ge­kippt und die vier An­schluss­lei­tun­gen samt Iso­lie­rung durch­ge­steckt. Über­ste­hen­de Lei­tun­gen las­sen sich an­schlie­ßend am an­de­ren En­de der An­schluss­klem­me bün­dig mit dem Sei­ten­schnei­der ab­tren­nen. Beim Zu­rück­kip­pen wer­den die Lei­tun­gen per Schneid­klem­men­tech­nik kon­tak­tiert. Beim Ste­cker für acht­ad­ri­ge Lei­tun­gen gibt es auf der Un­ter­sei­te ei­ne zwei­te An­schluss­klem­me. Nach dem Kon­tak­tie­ren der Lei­tun­gen wer­den die „Flü­gel“ wie­der nach oben ge­klappt und mit dem Schnell­ver­schluss si­cher fi­xiert. Im Ge­gen­satz zu her­kömm­li­chen M12-Ste­ckern las­sen sich mit die­ser pa­ten­tier­ten An­schluss­tech­nik cir­ca 25 Pro­zent der In­stal­la­ti­ons­zeit ein­spa­ren; bei 50 bis 100 Ste­ckern, die man in ty­pi­schen Fer­ti­gungs­an­la­gen vor­fin­det, kann das in Sum­me ei­nen Per­so­nen­tag be­deu­ten.  

Sicherheitsschaltgerät für explosionsgefährdete Bereiche

Mit dem neu­en Si­cher­heits­re­lais PSR-MC35-EXI baut Pho­en­ix Con­ta­ct sein Safe­ty-Port­fo­lio wei­ter aus. Das Pro­dukt er­mög­licht ei­nen si­che­ren Be­trieb in in­dus­tri­el­len Um­ge­bun­gen. Es wur­de spe­zi­ell für den Ein­satz in ex­plo­si­ons­ge­fähr­de­ten Be­rei­chen der Zo­ne 2 ent­wi­ckelt. Dar­über hin­aus ver­fügt das Ge­rät über ei­ne IE­CEx- und ATEX-Zu­las­sung und er­füllt da­mit in­ter­na­tio­na­le Si­cher­heits­an­for­de­run­gen. 

Für An­for­de­run­gen bis SIL3 und PL e

Das Si­cher­heits­re­lais ar­bei­tet zu­ver­läs­sig un­ter her­aus­for­dern­den Be­din­gun­gen. Ei­ne la­ckier­te Lei­ter­plat­te schützt vor Kor­ro­si­on. Der er­wei­ter­te Tem­pe­ra­tur­be­reich bis +60 °C er­laubt die Nut­zung in zahl­rei­chen An­wen­dun­gen der Pro­zess- und Ver­fah­rens­tech­nik. Be­son­ders her­vor­zu­he­ben ist, dass die an­ge­schlos­se­nen Be­triebs­mit­tel so­gar in Zo­ne 0 (Gas) und Zo­ne 20 (Staub) ver­wen­det wer­den dür­fen. Die kom­pak­te Bau­form spart Platz im Schalt­schrank. Durch den Ein­satz von be­währ­ter Re­lais­tech­no­lo­gie be­trägt die Ge­häu­se­brei­te nur 17,5 mm. Gleich­zei­tig er­füllt das Re­lais Si­cher­heits­an­for­de­run­gen bis SIL 3 und PL e. Für fle­xi­ble In­stal­la­ti­ons­an­for­de­run­gen ist das Pro­dukt wahl­wei­se mit Schraub- oder Push-in-An­schluss er­hält­lich.
 

Monitoring-Lösung für die Überwachung der Schutzatmospäre

Die Fa­ra­daic Sen­sors GmbH und blu­log ha­ben die Ein­füh­rung von SEAL­PROOF™ be­kannt ge­ge­ben. Die­se Mo­ni­to­ring-Lö­sung der nächs­ten Ge­ne­ra­ti­on bie­tet die Mög­lich­keit zur Über­prü­fung der At­mo­sphä­ren­in­te­gri­tät in ver­sie­gel­ten Ver­pa­ckun­gen. Ba­sie­rend auf Fa­ra­daics MECS-Tech­no­lo­gy® (Mi­cro-Elec­tro-Che­mi­cal-Sys­tems) und in­te­griert in das be­währ­te IoT-Öko­sys­tem von blu­log lie­fert SEAL­PROOF™ ei­nen mess­ba­ren Nach­weis der Ver­pa­ckungs­in­te­gri­tät. 

Lü­cken in der Über­wa­chung schlie­ßen

Fri­sche­pro­duk­te und hoch­wer­ti­ge Le­bens­mit­tel sind auf Mo­di­fied At­mo­s­phe­re Packa­ging (MAP) und Con­trol­led At­mo­s­phe­re Packa­ging (CAP) an­ge­wie­sen, um Halt­bar­keit, Qua­li­tät und Si­cher­heit zu ge­währ­leis­ten. In der Pra­xis wird die Schutz­at­mo­sphä­re in­ner­halb der Ver­pa­ckung je­doch meist vor­aus­ge­setzt und nicht kon­ti­nu­ier­lich ve­ri­fi­ziert. Die Fol­gen kön­nen ver­kürz­te Halt­bar­keit, ver­meid­ba­re Ver­lus­te und Re­tou­ren, ein­ge­schränk­te Trans­pa­renz ent­lang der Kühl­ket­te so­wie un­zu­rei­chen­de Do­ku­men­ta­ti­on für Au­dits oder Re­kla­ma­tio­nen sein.

SEAL­PROOF™ über­win­det die­se Pro­ble­ma­tik. Die kom­pak­te Sau­er­stoff-(O₂)-Mo­ni­to­ring-Lö­sung er­mög­licht die kon­ti­nu­ier­li­che Ve­ri­fi­ka­ti­on von Nied­rig­sau­er­stoff­be­din­gun­gen in ver­sie­gel­ten Ver­pa­ckun­gen und Con­tai­nern. Durch die früh­zei­ti­ge Er­ken­nung von Sau­er­stof­f­e­in­trag er­laubt SEAL­PROOF™ ei­ne pro­ak­ti­ve Qua­li­täts­si­che­rung so­wie ei­ne be­last­ba­re

Do­ku­men­ta­ti­on für Com­pli­an­ce und kon­ti­nu­ier­li­che Pro­zess­op­ti­mie­rung

Die pro­prie­tä­re MECS-Tech­no­lo­gy® von Fa­ra­daic bil­det die Grund­la­ge von SEAL­PROOF™. Es han­delt sich da­bei um ei­ne voll­stän­dig fest­kör­per­ba­sier­te elek­tro­che­mi­sche Gas­sen­sor­platt­form, die mit­tels MEMS-ähn­li­cher Halb­lei­ter­pro­zes­se ge­fer­tigt wird. Das in­te­grier­te Fa­ra­day-Ox® Di­gi­tal Oxy­gen Gas Sen­sing Mo­du­le ver­eint sehr ge­rin­gen Strom­ver­brauch (< 5 µA), ei­ne schnel­le An­sprech­zeit (T90 < 1 s) so­wie ei­ne in­te­grier­te Feuch­te. Und Tem­pe­ra­tur­kom­pen­sa­ti­on. Und das al­les in ei­ner mi­nia­tu­ri­sier­ten Bau­form mit Ab­mes­sun­gen von nur 10,2 × 25,0 × 5,0 mm. 

Fa­ra­day-Ox® ge­währ­leis­tet ei­ne prä­zi­se, sta­bi­le und lang­fris­ti­ge Per­for­mance so­wie die Er­ken­nung von Sau­er­stof­f­e­in­tritt im nied­ri­gen Pro­zent­be­reich oh­ne Elek­tro­ly­taus­tritt oder ty­pi­sche Al­te­rungs­ef­fek­te im Ru­he­zu­stand. Die Ein­hei­ten wer­den mit Werks­ka­li­brie­rung ge­lie­fert. Dank sei­nes chip­ba­sier­ten De­signs eig­net sich die Tech­no­lo­gie ide­al für Hoch­vo­lu­men­an­wen­dun­gen in Ver­pa­ckung, Lo­gis­tik und in­dus­tri­el­len IoT-Sys­te­men. 

Naht­lo­se In­te­gra­ti­on in das blu­log IoT-Öko­sys­tem

SEAL­PROOF™ wur­de ge­mein­sam mit blu­log ent­wi­ckelt, ei­nem pol­nisch-fran­zö­si­schen Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men mit über 15 Jah­ren Er­fah­rung in M2M- und IoT-Sys­te­men. Die Lö­sung in­te­griert sich di­rekt in das Log­ger- und Soft­ware-Öko­sys­tem von blu­log und er­mög­licht:

  • Zeit­ge­stem­pel­te Da­ten­spei­che­rung,
  • Cloud- oder App-ba­sier­ten Zu­griff,
  • Au­to­ma­ti­sier­te Be­richter­stel­lung.
     

Sys­tem­ab­lauf: Ver­sie­gel­te Ver­pa­ckung oder Con­tai­ner wer­den mit SEAL­PROOF™ Sen­sor­mo­dul aus­ge­stat­tet. Der blu­log Log­ger über­nimmt den Da­ten­ex­port das Re­porting (QR, NFC, App oder Cloud op­tio­nal). Das Er­geb­nis ist ei­ne ein­deu­ti­ge Ve­ri­fi­ka­ti­on „At­mo­sphä­re OK“ oder die so­for­ti­ge Iden­ti­fi­ka­ti­on von Le­cka­gen bzw. Sau­er­stof­f­e­in­trag, in­klu­si­ve di­gi­ta­lem Nach­weis für Qua­li­täts­si­che­rung und Kun­den. 

SEAL­PROOF™ er­wei­tert die Sau­er­stoff­über­wa­chungs­platt­form von Fa­ra­daIC auf die Be­rei­che Tro­cken­le­bens­mit­tel, Phar­ma­zeu­ti­ka, Saat­gut, Me­di­zin und in­tel­li­gen­te Ver­pa­ckungs­an­wen­dun­gen.
 

Mechanisch induktiver Präzisions-Wegsensor

Wenn Weg­mes­sung un­ter wid­ri­gen Um­ge­bungs­be­din­gun­gen prä­zi­se 24/7 funk­tio­nie­ren soll, ist ro­bus­te Sen­so­rik ge­fragt. Bei­spiels­wei­se bei der Deh­nungs­über­wa­chung von Ei­sen­bahn­schie­nen, Mes­sun­gen in Kli­ma­kam­mern, bei Bat­te­rie­zel­len­aus­deh­nung oder Be­las­tungs­kon­trol­le von Fun­da­men­ten oder Brü­cken­la­gern sind Sen­so­ren Hit­ze, Käl­te, Feuch­tig­keit, Vi­bra­tio­nen und me­cha­ni­schen Kräf­ten aus­ge­setzt. Gleich­zei­tig sind die An­for­de­run­gen an Ge­nau­ig­keit und Zu­ver­läs­sig­keit zum Teil so­gar über lan­ge Zeit­räu­me hoch, wie zum Bei­spiel bei der Über­wa­chung ei­ner Stau­mau­er­be­we­gung. Der me­cha­nisch in­duk­ti­ve Prä­zi­si­ons-Weg­sen­sor Typ 8742 von burs­ter prä­zi­si­ons­mess­tech­nik zeigt, dass vie­le sol­cher An­wen­dun­gen nicht zwangs­läu­fig Sen­so­rik aus Son­der­an­fer­ti­gun­gen be­nö­ti­gen. Der Weg­sen­sor ist in Mess­be­rei­chen von 0...2 mm bis 0...50 mm er­hält­lich und lie­fert mit ei­ner Li­nea­ri­täts­ab­wei­chung von 0,1 % v.E. und ei­ner Tem­pe­ra­tur­ab­wei­chung von nur 0,01 %/K v.E. prä­zi­se Mess­wer­te mit wahl­wei­se 4,5 V / 9,5 V / 20 mA Aus­gang bei ei­ner be­son­ders kom­pak­ten Bau­form. Kurz­fris­tig wi­der­steht der Sen­sor Tem­pe­ra­tu­ren von -40 bis +125 °C, dau­er­haft von -20 bis +85 °C und eig­net sich da­durch bei­spiels­wei­se auch für Mes­sun­gen an Wär­me­bä­dern. Die Schutz­art IP67 er­mög­licht den Ein­satz in nas­sen oder schmutz­be­las­te­ten Um­ge­bun­gen.

Fle­xi­ble Kon­fi­gu­ra­ti­on 

Um den un­ter­schied­li­chen An­for­de­run­gen in In­dus­trie und In­fra­struk­tur ge­recht zu wer­den, lässt sich der Typ 8742 um­fang­reich kon­fi­gu­rie­ren. Die Schub­stan­ge kann wahl­wei­se mit ei­nem M5-In­nen­ge­win­de oder fe­der­rück­ge­stellt mit ei­ner ge­wölb­ten Tast­spit­ze aus­ge­stat­tet wer­den. Auch beid­sei­ti­ge Ge­lenk­köp­fe sind mög­lich. Das Sen­sor­ge­häu­se bie­tet un­ter­schied­li­che Mon­ta­ge­mög­lich­kei­ten, wie sie auch bei Ak­to­ren üb­lich sind: Flan­schmon­ta­ge, Ver­schrau­bung mit­tels Ku­gel­ge­lenk­köp­fen oder ei­ne Mon­ta­ge mit Ge­häu­se­klem­men. Der Sen­sor ist für raue Um­ge­bun­gen aus­ge­legt und wi­der­steht Vi­bra­tio­nen bis 10 g (nach IEC 68-2-6) und bis zu 40 g Schock­ein­flüs­sen (nach IEC 68-2-29). Da­mit eig­net er sich auch für me­cha­nisch be­son­ders an­spruchs­vol­le Mess­stel­len, bei­spiels­wei­se an Brü­cken­la­gern, Stan­zen oder hy­drau­li­schen Prüf­an­la­gen. Die ho­he Lang­zeit­sta­bi­li­tät zeigt die MT­BF (mitt­le­re Zeit bis zu ei­nem Aus­fall) von 350.000 h bei 40 °C (Ein­satz­art Gf, Bo­den­sta­tio­när), was lang­fris­ti­ge Über­wa­chungs­auf­ga­ben bspw. an Stau­däm­men er­mög­licht.

Ein Prüf- und Ka­li­brier­pro­to­koll u. a. mit An­ga­be des Null­punk­tes, des Nenn­kenn­werts und des Ka­li­brier­sprungs ist im Lie­fer­um­fang ent­hal­ten. Die spe­zi­fi­sche Kon­fi­gu­ra­ti­on wird über ei­nen fest de­fi­nier­ten burs­ter-ei­ge­nen Be­stell­code ab­ge­bil­det, bei dem je­der Op­ti­on wie Mess­be­reich, Ka­bel­län­ge, Ste­cker oder ge­wünsch­te Li­nea­ri­täts­ab­wei­chung ei­ne ein­deu­ti­ge Kenn­zif­fer zu­ge­ord­net ist.
 

IO-Link-fähige Sensoren für die Doppelblecherkennung

Die Dou­ble Sheet-Sen­so­ren von Con­t­ri­nex las­sen sich jetzt di­rekt über IO-Link-Mas­ter kon­fi­gu­rie­ren und er­mög­li­chen die An­pas­sung der Er­ken­nungs­pa­ra­me­ter an ver­schie­de­ne Ma­te­ria­li­en. Die Dop­pel­blech­sen­so­ren kön­nen so an an au­to­ma­ti­sier­ten Fer­ti­gungs­li­ni­en z. B. naht­los zwi­schen Stahl und Alu­mi­ni­um um­schal­ten. Schon frü­he­re Ver­sio­nen der Sen­so­ren bo­ten ei­ne schnel­le, code­lo­se Kon­fi­gu­ra­ti­on ver­schie­de­ner Me­tall­sor­ten über den Po­cket­Codr-Kon­fi­gu­ra­tor – al­ler­dings aus­schließ­lich über die Po­cket­Codr-App von Con­t­ri­nex. Die neu­en Dou­ble-Sheet-Sen­so­ren las­sen sich dar­über hin­aus auch über ei­ne han­dels­üb­li­che SPS pro­gram­mie­ren: 14 Blech­kon­fi­gu­ra­tio­nen sind ver­füg­bar. Sie wer­den nach der Pro­gram­mie­rung di­rekt im Sen­sor ab­ge­spei­chert.

Her­aus­for­de­run­gen der mo­der­nen Me­tall­um­for­mung meis­tern

In der Au­to­mo­bil­in­dus­trie, wo Blech­pres­sen ei­ne im­mer grö­ße­re Viel­falt an Stahl- und Alu­mi­ni­um­di­cken ver­ar­bei­ten, sind Dop­pel­blech­feh­ler schwie­ri­ger zu er­ken­nen, aber po­ten­zi­ell schäd­li­cher. Die in­tel­li­gen­ten Mess­sen­so­ren von Con­t­ri­nex er­ken­nen nicht nur das Vor­han­den­sein ei­nes Blechs. Sie re­gis­trie­ren auch, wenn zwei Ble­che an­ein­an­der­haf­ten – und zwar in Echt­zeit und oh­ne den Pro­duk­ti­ons­pro­zess zu un­ter­bre­chen.

Ein­fa­che Kon­fi­gu­ra­ti­on 

Die Erstein­rich­tung der Sen­so­ren ist un­kom­pli­ziert: Tech­ni­ker ver­bin­den die Ge­rä­te mit dem Po­cket­Codr-Kon­fi­gu­ra­tor und kon­fi­gu­rie­ren mit­hil­fe der zu­ge­hö­ri­gen mo­bi­len App in­ner­halb we­ni­ger Mi­nu­ten Ma­te­ri­al­typ und -di­cke. So­bald die Schalt­punk­te ein­ge­stellt und über­prüft sind, lässt sich der Sen­sor über Stan­dard-SIO- oder IO-Link-Pro­to­kol­le pro­blem­los in Ma­schi­nen­steue­rungs­sys­te­me in­te­grie­ren – ein ex­ter­ner Ver­stär­ker ist nicht er­for­der­lich. Mit der neu­en al­ter­na­ti­ven Ver­si­on ist die Kon­fi­gu­ra­ti­on di­rekt über je­den IO-Link-Mas­ter mög­lich, was die In­stal­la­ti­on und den Aus­tausch schnel­ler und fle­xi­bler macht. Gleich­zei­tig bleibt die Po­cket­Codr-ba­sier­te Ver­si­on für An­wen­der ver­füg­bar, die ei­ne ein­fa­che Kon­fi­gu­ra­ti­on oh­ne Pro­gram­mie­rung be­vor­zu­gen. Dar­über hin­aus bie­ten die neu­en Mo­del­le mit Ac­tivS­to­ne®-Be­schich­tung ei­ne ver­bes­ser­te Halt­bar­keit in rau­en Pro­duk­ti­ons­um­ge­bun­gen. Auch die äl­te­ren, über Po­cket­Codr pro­gram­mier­ba­ren Dop­pel­blech­sen­so­ren sind mit Ac­tivS­to­ne®-Be­schich­tung er­hält­lich.
 

Robuster 58-mm Sicherheitsgeber

Wenn An­wen­dun­gen si­cher still­ste­hen, ex­akt an­lau­fen und dau­er­haft zu­ver­läs­sig ar­bei­ten sol­len, zählt je­der Im­puls. Der neue Si­cher­heits­ge­ber AFS58 von Dun­ker­mo­to­ren ver­eint funk­tio­na­le Si­cher­heit, ro­bus­te Aus­le­gung und ein­fa­che In­te­gra­ti­on zu ei­ner zu­ver­läs­si­gen Lö­sung für die Mo­tor­bau­rei­hen BG66, BG75 und BG95. Mit Sin/Cos-Si­gnal, ei­ner Auf­lö­sung von 2.048pr (in­kre­men­tal) und aus­ge­legt für ho­he An­for­de­run­gen ist der Ab­so­lut­wert­ge­ber AFS58, mit ei­nem Durch­mes­ser von 58mm, op­ti­mal für in­dus­tri­el­le Um­ge­bun­gen ge­eig­net. Die stan­dar­di­sier­ten M12 Ste­cker­ver­bin­der so­wie die Ver­sor­gung mit 5 Volt er­leich­tern die Ein­bin­dung in be­ste­hen­de Sys­te­me.

Ho­he Si­cher­heit und ein­fa­che In­te­gra­ti­on 

Der AFS58 er­wei­tert das Dun­ker­mo­to­ren Port­fo­lio um ei­nen funk­tio­nal si­che­ren Sin/CosGe­ber mit Zer­ti­fi­zie­rung bis SIL2 und Per­for­mance Le­vel d. Die Kom­bi­na­ti­on aus ho­her Mess­gü­te, de­fi­nier­ter Schnitt­stel­le und kom­pak­ter Bau­form un­ter­stützt si­cher­heits­re­le­van­te An­wen­dun­gen über­all wo Po­si­ti­on, Dreh­zahl oder Be­we­gungs­rich­tung ei­ner Ach­se si­cher er­fasst wer­den müs­sen.
 

Standardisierte rotative Magnetmaßstäbe

Die RMU-Se­rie (Ro­ta­ry Ma­gne­tic Uni­ver­sal) von Bo­gen Ma­gne­tics um­fasst stan­dar­di­sier­te ro­ta­ti­ve Ma­gnet­maß­stä­be für die ab­so­lu­te Po­si­ti­ons­mes­sung in Au­to­ma­ti­sie­rungs- und Ro­bo­ti­kan­wen­dun­gen. Die Ma­gne­trin­ge wur­den spe­zi­ell für den Ein­satz mit No­ni­us-ba­sier­ten Sen­sor­sys­te­men ent­wi­ckelt und sind op­ti­mal auf IC-MU Chips ab­ge­stimmt. 

Der stan­dar­di­sier­te No­ni­us-Code mit ho­her Ma­gne­ti­sie­rungs­ge­nau­ig­keit er­mög­licht ei­ne zu­ver­läs­si­ge und hoch­auf­lö­sen­de Po­si­ti­ons­de­tek­ti­on auch un­ter an­spruchs­vol­len Be­triebs­be­din­gun­gen. Die Maß­stä­be sind so­wohl ra­di­al als auch axi­al ma­gne­ti­siert und in ver­schie­de­nen Hohl­wel­l­en­durch­mes­sern ver­füg­bar, wo­durch sie sich fle­xi­bel in kom­pak­te Ma­schi­nen­kon­zep­te in­te­grie­ren las­sen. 

Ein­satz von -40 bis 100 °C

Hoch­wer­ti­ge Ma­te­ria­li­en und prä­zi­se ge­fer­tig­te Trä­ger ge­währ­leis­ten ei­ne ho­he Be­stän­dig­keit ge­gen­über Staub, Öl und Kühl­schmier­stof­fen so­wie ei­ne sta­bi­le Per­for­mance im Tem­pe­ra­tur­be­reich von -40 °C bis +100 °C. Die RMU-Se­rie ist mit gän­gi­gen ma­gne­ti­schen Sen­sor­sys­te­men kom­pa­ti­bel, ein­schließ­lich des Ab­so­lut­sen­sors AKP18, und bie­tet ei­ne ro­bus­te und wirt­schaft­li­che Lö­sung für in­dus­tri­el­le An­wen­dun­gen.
 

3D-Laserscanner mit vollständig integrierter Datenverarbeitung

Die Dou­ble Sheet-Sen­so­ren von Con­t­ri­nex las­sen sich jetzt di­rekt über IO-Link-Mas­ter kon­fi­gu­rie­ren und er­mög­li­chen die An­pas­sung der Er­ken­nungs­pa­ra­me­ter an ver­schie­de­ne Ma­te­ria­li­en. Die Dop­pel­blech­sen­so­ren kön­nen so an an au­to­ma­ti­sier­ten Fer­ti­gungs­li­ni­en z. B. naht­los zwi­schen Stahl und Alu­mi­ni­um um­schal­ten. Schon frü­he­re Ver­sio­nen der Sen­so­ren bo­ten ei­ne schnel­le, code­lo­se Kon­fi­gu­ra­ti­on ver­schie­de­ner Me­tall­sor­ten über den Po­cket­Codr-Kon­fi­gu­ra­tor – al­ler­dings aus­schließ­lich über die Po­cket­Codr-App von Con­t­ri­nex. Die neu­en Dou­ble-Sheet-Sen­so­ren las­sen sich dar­über hin­aus auch über ei­ne han­dels­üb­li­che SPS pro­gram­mie­ren: 14 Blech­kon­fi­gu­ra­tio­nen sind ver­füg­bar. Sie wer­den nach der Pro­gram­mie­rung di­rekt im Sen­sor ab­ge­spei­chert.

Her­aus­for­de­run­gen der mo­der­nen Me­tall­um­for­mung meis­tern

In der Au­to­mo­bil­in­dus­trie, wo Blech­pres­sen ei­ne im­mer grö­ße­re Viel­falt an Stahl- und Alu­mi­ni­um­di­cken ver­ar­bei­ten, sind Dop­pel­blech­feh­ler schwie­ri­ger zu er­ken­nen, aber po­ten­zi­ell schäd­li­cher. Die in­tel­li­gen­ten Mess­sen­so­ren von Con­t­ri­nex er­ken­nen nicht nur das Vor­han­den­sein ei­nes Blechs. Sie re­gis­trie­ren auch, wenn zwei Ble­che an­ein­an­der­haf­ten – und zwar in Echt­zeit und oh­ne den Pro­duk­ti­ons­pro­zess zu un­ter­bre­chen.

Ein­fa­che Kon­fi­gu­ra­ti­on 

Die Erstein­rich­tung der Sen­so­ren ist un­kom­pli­ziert: Tech­ni­ker ver­bin­den die Ge­rä­te mit dem Po­cket­Codr-Kon­fi­gu­ra­tor und kon­fi­gu­rie­ren mit­hil­fe der zu­ge­hö­ri­gen mo­bi­len App in­ner­halb we­ni­ger Mi­nu­ten Ma­te­ri­al­typ und -di­cke. So­bald die Schalt­punk­te ein­ge­stellt und über­prüft sind, lässt sich der Sen­sor über Stan­dard-SIO- oder IO-Link-Pro­to­kol­le pro­blem­los in Ma­schi­nen­steue­rungs­sys­te­me in­te­grie­ren – ein ex­ter­ner Ver­stär­ker ist nicht er­for­der­lich. Mit der neu­en al­ter­na­ti­ven Ver­si­on ist die Kon­fi­gu­ra­ti­on di­rekt über je­den IO-Link-Mas­ter mög­lich, was die In­stal­la­ti­on und den Aus­tausch schnel­ler und fle­xi­bler macht. Gleich­zei­tig bleibt die Po­cket­Codr-ba­sier­te Ver­si­on für An­wen­der ver­füg­bar, die ei­ne ein­fa­che Kon­fi­gu­ra­ti­on oh­ne Pro­gram­mie­rung be­vor­zu­gen. Dar­über hin­aus bie­ten die neu­en Mo­del­le mit Ac­tivS­to­ne®-Be­schich­tung ei­ne ver­bes­ser­te Halt­bar­keit in rau­en Pro­duk­ti­ons­um­ge­bun­gen. Auch die äl­te­ren, über Po­cket­Codr pro­gram­mier­ba­ren Dop­pel­blech­sen­so­ren sind mit Ac­tivS­to­ne®-Be­schich­tung er­hält­lich.
 

Mikrotaster für zuverlässige Bedienkonzepte

Der TCS43 von Schur­ter ist ein mi­kro­mi­nia­tu­ri­sier­ter SMT-Tas­ter, ent­wi­ckelt für An­wen­dun­gen mit ho­hen An­for­de­run­gen an Bau­raum, Zu­ver­läs­sig­keit und prä­zi­ses hap­ti­sches Feed­back. Mit ei­ner Grund­flä­che von nur 4,2 × 3,2 mm und ei­ner Bau­hö­he von 2,5 mm er­mög­licht er ei­ne be­son­ders platz­spa­ren­de In­te­gra­ti­on auf Lei­ter­plat­ten. Drei Be­tä­ti­gungs­kräf­te (180 gf, 250 gf, 400 gf; ent­spricht 1,76 N bis 3,92 N) bie­ten Fle­xi­bi­li­tät bei der Aus­le­gung der Be­nut­zer­in­ter­ak­ti­on. Die me­cha­ni­sche Le­bens­dau­er von bis zu 100.000 Schalt­zy­klen ge­währ­leis­tet ei­ne ho­he Lang­zeit­sta­bi­li­tät auch un­ter an­spruchs­vol­len Ein­satz­be­din­gun­gen.

Elek­trisch un­ter­stützt der Tas­ter Low-Power-An­wen­dun­gen (10 µA bis 50 mA, 1–12 VDC) bei gleich­zei­tig ge­rin­gem Kon­takt­wi­der­stand (≤100 mΩ) für zu­ver­läs­si­ge Si­gnal­über­tra­gung. Der brei­te Tem­pe­ra­tur­be­reich von -40 °C bis +90 °C prä­des­ti­niert ihn für den Ein­satz in In­dus­trie-, Con­su­mer- und Me­di­zin­tech­nik.

An­wen­dungs­be­rei­che

Ty­pi­sche An­wen­dun­gen sind Be­nut­zer­in­ter­faces wie Ein/Aus-Schal­tung, Me­nü­füh­rung und Pa­ra­me­ter­aus­wahl in hoch­wer­ti­gen Kon­sum­ge­rä­ten, Smart-Ho­me-Sys­te­men, IoT-An­wen­dun­gen so­wie me­di­zi­ni­schen Ge­rä­ten (z. B. Blut­druck­mess­ge­rä­te, Be­at­mungs­ge­rä­te).

Der TCS43 ver­eint kom­pak­te Bau­form, ho­he Per­for­mance und fle­xi­ble Be­dien­cha­rak­te­ris­tik und ist da­mit ei­ne op­ti­ma­le Lö­sung für mo­der­ne In­ter­face-De­signs.

IP67-Netzteile für den dezentralen Einsatz

In der In­dus­trie­au­to­ma­ti­on ver­la­gert sich die Strom­ver­sor­gung zu­neh­mend aus dem Schalt­schrank in das di­rek­te An­la­gen­um­feld. Mit die­ser Ent­wick­lung steigt der Be­darf an Netz­tei­len mit Schutz­art IP67, die für den de­zen­tra­len Ein­satz aus­ge­legt sind. Der Strom­ver­sor­gungs­spe­zia­list MTM Power re­gis­triert in die­sem Be­reich aktu­ell ei­ne deut­lich stei­gen­de Nach­fra­ge aus ver­schie­de­nen In­dus­trie­zwei­gen. Be­son­ders ge­fragt sind Lö­sun­gen im Leis­tungs­be­reich zwi­schen 50 und 100 Watt.

Der wach­sen­de Be­darf steht im Zu­sam­men­hang mit der zu­neh­men­den Ver­brei­tung in­tel­li­gen­ter Sen­so­rik und Ak­to­rik in mo­der­nen Pro­duk­ti­ons­sys­te­men. Über Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stan­dards wie IO-Link wer­den Kom­po­nen­ten di­rekt mit der Steue­rungs­ebe­ne ver­bun­den. Ne­ben Pro­zess­da­ten las­sen sich so auch Pa­ra­me­ter und Dia­gno­se­da­ten im lau­fen­den Be­trieb aus­le­sen und an­pas­sen.

De­zen­tra­le Strom­ver­sor­gung ge­winnt wei­ter an Be­deu­tung

Durch die zu­neh­men­de Ver­net­zung von der An­la­gen­steue­rung mit Sen­so­ren und Ak­to­ren stei­gen auch die An­for­de­run­gen an die En­er­gie­ver­sor­gung. Ge­fragt sind Lö­sun­gen, die sich de­zen­tral ein­set­zen las­sen und gleich­zei­tig ei­nen zu­ver­läs­si­gen Be­trieb im An­la­gen­um­feld si­cher­stel­len.

Netz­tei­le mit Schutz­art IP67 bie­ten da­für ent­schei­den­de Vor­tei­le: Sie sind für den Ein­satz un­ter rau­en Um­ge­bun­gen aus­ge­legt, re­du­zie­ren den Ver­ka­be­lungs­auf­wand und er­mög­li­chen ei­ne fle­xi­ble In­te­gra­ti­on di­rekt in au­to­ma­ti­sier­te Pro­duk­ti­ons­an­wen­dun­gen. In vie­len Fäl­len kön­nen zu­sätz­li­che Schalt­schrän­ke ein­ge­spart wer­den.

MTM Power hat mit der Pro­dukt­fa­mi­lie PM-IP67A ent­spre­chen­de Lö­sun­gen im Port­fo­lio. Die IP67-Netz­tei­le sind für den Ein­satz un­ter rau­en In­dus­trie­be­din­gun­gen aus­ge­legt und bie­ten so­wohl AC- als auch DC-Weit­be­reichsein­gän­ge. Sie de­cken Leis­tungs­be­rei­che von 50 bis 200 Watt ab und sind für ei­nen er­wei­ter­ten Tem­pe­ra­tur­be­reich von -25 bis +70 °C kon­zi­piert. Va­ri­an­ten mit 24 V Aus­gangs­span­nung sind zu­dem als Li­mit­ed Power Sour­ce (LPS) ver­füg­bar und er­fül­len ent­spre­chen­de Si­cher­heits­an­for­de­run­gen. Die Pro­dukt­fa­mi­lie adres­siert die An­for­de­run­gen mo­der­ner Au­to­ma­ti­sie­rungs­kon­zep­te: ro­bus­te Bau­wei­se, de­zen­tra­le Ein­satz­bar­keit und ho­he In­te­gra­ti­ons­fä­hig­keit.

Brei­tes An­wen­dungs­spek­trum

Die Nach­fra­ge kommt aus un­ter­schied­lichs­ten Be­rei­chen der In­dus­trie. Zu den ak­tu­el­len Ein­satz­fel­dern zäh­len un­ter an­de­rem der Son­der­ma­schi­nen- und An­la­gen­bau, die Ver­pa­ckungs­au­to­ma­ti­on und die Pro­zes­s­au­to­ma­ti­sie­rung. Ge­mein­sam ist die­sen An­wen­dun­gen die stei­gen­de An­zahl ver­netz­ter Kom­po­nen­ten, die zu­ver­läs­sig und dau­er­haft mit En­er­gie ver­sorgt wer­den müs­sen.
 

SMD-Hochspannungs-Glimmerkondensatoren

Die neue CM-HVLP-Se­rie (Hoch­span­nungs-Low-Pro­fi­le-Glim­mer­kon­den­sa­to­ren aus re­kon­sti­tu­ier­tem Glim­mer) von Ex­xelia er­füllt die wach­sen­de Nach­fra­ge nach hoch­span­nungs­fes­ten, ro­bus­ten und fla­chen Kom­po­nen­ten in elek­tro­ni­schen Sys­te­men mit be­grenz­tem Bau­raum. Die neu­en Kon­den­sa­to­ren sind dar­auf aus­ge­legt, die An­for­de­run­gen von An­wen­dun­gen zu er­fül­len, bei de­nen ho­he Span­nungs­fes­tig­keit, schnel­le La­de-/Ent­la­de­zy­klen und Zu­ver­läs­sig­keit un­ter wie­der­hol­ter Be­las­tung ent­schei­dend sind. Ihr De­sign er­mög­licht den Ein­satz so­wohl in Puls­an­wen­dun­gen wie La­de- und Ent­la­de­schal­tun­gen als auch in Hoch­span­nungs-Fil­ter­funk­tio­nen und bie­tet so­mit ei­ne viel­sei­ti­ge Lö­sung für fort­schritt­li­che elek­tro­ni­sche Ar­chi­tek­tu­ren.

Die CM-HVLP-Se­rie kom­bi­niert die in­hä­ren­te Sta­bi­li­tät der Dielek­tri­kums­tech­no­lo­gie aus re­kon­sti­tu­ier­tem Glim­mer oh­ne Ka­pa­zi­täts­drift un­ter Span­nung mit ei­nem bahn­bre­chend kom­pak­ten SMD-Foot­print und un­ter­stützt so die fort­schrei­ten­de Mi­nia­tu­ri­sie­rung von Hoch­leis­tungs­elek­tro­nik. Die Kon­den­sa­to­ren bie­ten ei­ne ho­he En­er­gie­dich­te, ei­ne sehr nied­ri­ge äqui­va­len­te Se­ri­en­in­duk­ti­vi­tät (ESL) so­wie die Fä­hig­keit, ex­tre­men dV/dt-Ra­ten stand­zu­hal­ten, wo­durch selbst un­ter in­ten­si­ven, wie­der­hol­ten Zy­klen ul­tra­schnel­le Ent­la­de­leis­tun­gen er­mög­licht wer­den. Das De­sign ist zu­dem auf ei­nen nied­ri­gen ESR-Wert op­ti­miert.

Welt­raumer­prob­te Tech­no­lo­gie 

Auf­bau­end auf der nach­ge­wie­se­nen Er­fah­rung mit Space-QPL-Pro­dukt­li­ni­en er­wei­tert Ex­xelia die­se Ex­per­ti­se nun auf wei­te­re Märk­te (Ver­tei­di­gung, Raum­fahrt, New Space, Me­di­zin­tech­nik, In­dus­trie, Luft­fahrt). Um ei­ne mis­si­ons­kri­ti­sche Zu­ver­läs­sig­keit zu ge­währ­leis­ten, wer­den Qua­li­fi­ka­ti­ons­tests ge­mäß den strengs­ten MIL-Stan­dards durch­ge­führt. 

Die Bau­tei­le wur­den mit Blick auf ein­fa­che In­te­gra­ti­on ent­wi­ckelt und ver­fü­gen über ei­nen re­du­zier­ten Foot­print, der die Plat­zie­rung in dich­ten Lei­ter­plat­ten­lay­outs er­leich­tert. Die Se­rie bie­tet mit ei­nem For­mat (8080) von nur 20x20 mm ei­nen er­heb­li­chen Grö­ßen­vor­teil. Die­ses Gleich­ge­wicht zwi­schen Mi­nia­tu­ri­sie­rung und Leis­tungs­fä­hig­keit macht die Tech­no­lo­gie be­son­ders re­le­vant für Raum­fahrt-, Luft­fahrt-, Ver­tei­di­gungs-, Me­di­zin- und In­dus­trie­sys­te­me, bei de­nen Zu­ver­läs­sig­keit und elek­tri­sche Sta­bi­li­tät ent­schei­dend sind. Die neu­en SMD-Hoch­span­nungs-Glim­mer­kon­den­sa­to­ren ver­fü­gen über ei­nen Ka­pa­zi­täts­be­reich von 10 nF bis 750 nF und ei­nen Span­nungs­be­reich zwi­schen 2 500 VDISCH bis 5 000 VDISCH / 1 500 VDC bis 4 000 VDC
 

Kabeleinführung mit variablen Trennstegen

Die KEL-ERM VA­RIO ist ei­ne Wei­ter­ent­wick­lung des be­währ­ten icotek Ka­be­l­ein­führungs­sys­tems und wur­de spe­zi­ell für die Ein­führung von Lei­tun­gen mit und oh­ne Ste­cker kon­zi­piert und lässt sich ein­fach und si­cher mon­tie­ren. Das mo­du­la­re Sys­tem ba­siert auf ei­ner kla­ren Struk­tur und re­du­ziert die Va­ri­an­ten­viel­falt auf ei­ne Rah­men­grö­ße pro Aus­füh­rung. We­ni­ger be­nö­tig­te Kom­po­nen­ten be­deu­ten we­ni­ger La­ger­be­darf und Be­schaf­fungs­auf­wand, zu­gleich wer­den Pla­nung, Kon­struk­ti­on und Mon­ta­ge ver­ein­facht. Für den Schalt­schrank­bau und die Ge­rä­te­in­te­gra­ti­on schafft das zu­sätz­li­che Fle­xi­bi­li­tät. Dank der va­ria­blen Be­stü­ckung eig­net sich die KEL-ERM VA­RIO für un­ter­schied­li­che An­for­de­run­gen, von Se­ri­en­an­wen­dun­gen bis zu kun­den­spe­zi­fi­schen Lö­sun­gen. Je nach Be­darf kann sie mit un­ter­schied­lich vie­len gro­ßen oder klei­nen Tül­len aus­ge­stat­tet wer­den.

Au­to­ma­ti­sche Tüllen­fi­xie­rung

Je nach ver­wen­de­ter Tülle las­sen sich Lei­tun­gen mit Durch­mes­sern von 1 bis 16 mm (Ein­fach­tüllen KT1 bis KT15) bzw. 16 bis 35 mm (Ein­fach­tüllen KT16 bis KT34) si­cher ein­führen, ab­dich­ten und zug­ent­las­ten. Die Ka­bel­tüllen wer­den bei der Mon­ta­ge au­to­ma­tisch im Rah­men fi­xiert. Nach der voll­stän­di­gen Be­stückung wird der Ab­schluss­de­ckel si­cher auf­ge­schraubt. Die KEL-ERM VA­RIO ist kom­pa­ti­bel mit Stan­dard­aus­brüchen für 10-, 16- und 24-po­li­ge schwe­re Steck­ver­bin­der. Die Bau­grö­ße KEL-ERM VA­RIO B setzt auf Aus­brüche 46 x 46 mm (z. B. für Reg­ler, Zäh­ler) auf. Dank der ein­ge­spritz­ten Dich­tung und bei der Ver­wen­dung von Ein­fach­tüllen bleibt die ho­he Schutz­art IP65 auch bei fle­xi­blen Kon­fi­gu­ra­tio­nen er­hal­ten.

We­ni­ger Kom­ple­xi­tät, hö­he­re An­la­gen­ver­füg­bar­keit 

Mit der KEL-ERM VA­RIO las­sen sich Pro­zes­se ver­ein­fa­chen, Kos­ten sen­ken und der ge­sam­te Pro­dukt­le­bens­zy­klus op­ti­mie­ren. Op­tio­nal ist die Ein­füh­rung auch mit in­te­grier­ten Ge­win­de­buch­sen er­hält­lich, per­fekt für die Mon­ta­ge an der Ge­häu­s­ein­nen­sei­te und ide­al zum Schutz vor Van­da­lis­mus oder un­be­ab­sich­tig­tem Lö­sen.
 

Kompakte Antriebseinheiten mit zwei synchron bewegten Achsen

Mit dem neu­en Dual­Ge­ar prä­sen­tiert FAUL­HA­BER ein leis­tungs­star­kes An­triebs­sys­tem, das be­währ­te Mo­tor- und Ge­trie­be­tech­no­lo­gie in ei­ner durch­dach­ten Ein­heit ver­eint. Das An­triebs­sys­tem wur­de ge­zielt für An­wen­dun­gen in För­der­bän­dern so­wie in kom­pak­ten Rad­an­trie­ben au­to­no­mer Lo­gis­tik­sys­te­me kon­zi­piert. Ins­be­son­de­re in platz­kri­ti­schen Um­ge­bun­gen der In­tra­lo­gis­tik bie­tet das Sys­tem ei­ne leis­tungs­fä­hi­ge und wirt­schaft­li­che Lö­sung. Ein be­son­de­rer Vor­teil liegt in sei­ner Viel­sei­tig­keit: Zwei syn­chro­ne Be­we­gun­gen las­sen sich mit ei­nem An­trieb rea­li­sie­ren. Da­durch re­du­ziert sich der In­te­gra­ti­ons­auf­wand er­heb­lich, wäh­rend zu­gleich Bau­raum und Sys­tem­kos­ten op­ti­miert wer­den.

Leis­tungs­star­ke Kom­bi­na­ti­on 

Das neue An­triebs­sys­tem kom­bi­niert zwei leis­tungs­star­ke Part­ner in ei­ner kom­pak­ten Ein­heit: den kraft­vol­len und dy­na­mi­schen bürs­ten­lo­sen 32mm-Mo­tor der be­währ­ten BX4-Fa­mi­lie und zwei durch­mes­ser­kon­form mon­tier­te, ro­bus­te Me­tall-Pla­ne­ten­ge­trie­be der GPT-Rei­he auf bei­den Sei­ten des Mo­tors. 

Der BX4-Ba­sis­mo­tor für die Dual­Ge­ar-Kom­bi­na­ti­on ist in zwei Mo­tor­län­gen mit 42 mm und 68 mm er­hält­lich. Das An­triebs­sys­tem lässt sich da­mit fle­xi­bel an un­ter­schied­li­che Leis­tungs- und Bau­rauman­for­de­run­gen an­pas­sen. Hall­sen­so­ren mit Si­nus-Co­si­nus-Aus­gangs­si­gna­len er­mög­li­chen ei­ne prä­zi­se Er­fas­sung der Ro­tor­la­ge für ei­ne ex­ak­te Kom­mu­tie­rung und Po­si­tio­nie­rung. In Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem ex­ter­nen Mo­ti­on Con­trol­ler ist ei­ne ge­naue Po­si­tio­nie­rungs­be­we­gung mög­lich und es ent­steht ein An­triebs­sys­tem, das Dreh­mo­ment und höchs­te Ge­nau­ig­keit mit kom­pak­ter Bau­form ver­bin­det.

Die GPT-Pla­ne­ten­ge­triebe sind in die­ser Kom­bi­na­ti­on mit bis zu drei Stu­fen ver­füg­bar, was ei­ne pass­ge­naue Aus­le­gung hin­sicht­lich Dreh­zahl- und Dreh­mo­ment­an­for­de­run­gen er­mög­licht.
Durch­gän­gig ge­schweiß­te Ver­bin­dun­gen der Kom­po­nen­ten ga­ran­tie­ren ei­ne zu­ver­läs­si­ge und lang­le­bi­ge Kon­struk­ti­on, oh­ne den Ein­satz von Kleb­stof­fen.

Die Mög­lich­keit, zwei syn­chro­ne, kraft­vol­le Be­we­gun­gen mit nur ei­nem An­trieb und ei­ner zen­tra­len An­steue­rung zu rea­li­sie­ren, schafft neue An­sät­ze für ef­fi­zi­en­te, ein­fa­che Sys­tem­ar­chi­tek­tu­ren in der nächs­ten Ge­ne­ra­ti­on von För­der- und In­tra­lo­gis­tik­sys­te­men.
 

Drive System für kosteneffiziente Maschinenkonzepte

Das Eco­no­my Dri­ve Sys­tem von Beck­hoff ist ei­ne auf­ein­an­der ab­ge­stimm­te Platt­form aus Ser­vo­mo­to­ren, Ser­vo­ver­stär­kern und Fre­quenz­um­rich­tern. Dies er­mög­licht kom­pak­te, kos­ten­ef­fi­zi­en­te Ma­schi­nen­kon­zep­te bei vol­ler In­te­gra­ti­on in die Welt von PC-ba­sed Con­trol. Durch ei­nen er­wei­ter­ten Leis­tungs­be­reich so­wie neue ex­ter­ne Brems­wi­der­stän­de und Netz­fil­ter er­schließt sich ein noch grö­ße­res An­wen­dungs­po­ten­zi­al.

Der Eco­no­my-Ser­vo­ver­stär­ker AX1000 wur­de um ei­ne wei­te­re drei­pha­si­ge Va­ri­an­te mit 12 A er­wei­tert. Da­mit deckt er nun den Nenn­strom­be­reich von 3,4 bis 12 A ab, wäh­rend er im ein­pha­si­gen Be­reich mit Strom­stär­ken von 1,65 bis 6,9 A ver­füg­bar ist. Trotz der kom­pak­ten Ab­mes­sun­gen sind Netz­teil, Zwi­schen­kreis­kon­den­sa­to­ren und Bal­last­schal­tung voll­stän­dig in­te­griert. Das Ge­häu­se ist aus ro­bus­tem Kunst­stoff ge­fer­tigt, was das Ge­wicht und die Ma­te­ri­al­kos­ten re­du­ziert. Im Schalt­schrank kön­nen die Ge­rä­te oh­ne Min­dest­abstän­de der Ver­stär­ker ne­ben­ein­an­der mon­tiert wer­den.

Um­rich­ter für Ein­achs- und Do­pel­ach­s­ein­satz

Auch der Eco­no­my-Fre­quenz­um­rich­ter AF1000 steht mit ei­ner neu­en drei­pha­si­gen Va­ri­an­te mit 5,5 kW als kos­ten­op­ti­mier­te Lö­sung für ein­fa­che An­triebs­auf­ga­ben wie z. B. Ban­d­an­trie­be, Pum­pen oder Lüf­ter be­reit. Die Se­rie deckt den Leis­tungs­be­reich mit ein­pha­si­ger Ein­spei­sung zwi­schen 0,37 und 1,5 kW, so­wie mit drei­pha­si­ger Ein­spei­sung von 0,75 bis 5,5 kW ab. Sie bie­tet nicht nur mit den in die­sem Seg­ment ty­pi­schen Ein­achs-, son­dern auch mit den be­son­ders kos­ten­ef­fi­zi­en­ten Dop­pel­achs­ge­rä­ten ei­ne ska­lier­ba­re Lö­sung für ei­nen brei­ten An­wen­dungs­be­reich.

Als Kom­plett­an­bie­ter von Sys­tem­kom­po­nen­ten lie­fert Beck­hoff auch pas­sen­des Zu­be­hör wie ex­ter­ne Brems­wi­der­stän­de und Netz­fil­ter für das Eco­no­my Dri­ve Sys­tem. Die Brems­wi­der­stän­de AX2090-BW10xxxx gibt es in un­ter­schied­li­chen Va­ri­an­ten für Ge­rä­te mit 1- und 3phasiger Ein­spei­sung so­wie un­ter­schied­li­chen Leis­tun­gen. Da­durch wird ei­ne op­ti­ma­le An­pas­sung der Brems­wi­der­stän­de an die Ap­pli­ka­ti­on si­cher­ge­stellt. Zu­dem sor­gen die hoch­wer­ti­gen Netz­fil­ter AX2090-NF1x-xxxx für ei­ne sehr gu­te Ent­stö­rung der Eco­no­my-Ge­rä­te. In Kom­bi­na­ti­on wer­den da­mit In­dus­trie­stan­dards bis Ka­te­go­rie C2 nach EN 61800-3 er­füllt.
 

20 mm-Encoder für batterielosen Multiturnbetrieb

PO­SI­TAL hat die all­ge­mei­ne Ver­füg­bar­keit sei­ner neu­en Ge­ne­ra­ti­on von mi­nia­tu­ri­sier­ten IX­ARC-Mul­ti­turn-Ab­so­lut­wert­ge­bern be­kannt ge­ge­ben Mit ei­nem Durch­mes­ser von le­dig­lich 20 mm und ei­ner Län­ge von 22 mm wur­den die­se kom­pak­ten Ge­rä­te spe­zi­ell für An­wen­dun­gen mit äu­ßerst be­grenz­tem Platz ent­wi­ckelt. Da­zu zäh­len un­ter an­de­rem hu­ma­no­ide Ro­bo­ter, Me­di­zin­tech­nik und fah­rer­lo­se Trans­port­sys­te­me (FTS).

Als Nach­fol­ger der 2020 ein­ge­führ­ten 22 mm-Mo­del­le nutzt das neue De­sign statt her­kömm­li­cher Hall-Sen­so­ren die TMR-Sen­sor­tech­no­lo­gie (Tun­nel-Ma­gne­to-Re­sis­tan­ce). Die­se Wei­ter­ent­wick­lung bie­tet ei­ne Auf­lö­sung von bis zu 19 Bit pro Um­dre­hung, ei­ne ver­bes­ser­te Si­gnal­sta­bi­li­tät und ei­nen deut­lich ge­rin­ge­ren En­er­gie­ver­brauch. Das macht die­se Ge­ber zu ei­ner äu­ßerst kos­ten­ef­fi­zi­en­ten Lö­sung für die Mul­ti­turn-Po­si­ti­ons­rück­mel­dung in klei­nen Schritt- und BLDC-Mo­to­ren.

Kit- und An­bau­ver­sio­nen

Um ein mög­lichst gro­ßes Ein­satz­spek­trum ab­zu­de­cken, sind die neu­en 20 mm-En­coder so­wohl als Kit-Ver­si­on (mit mo­du­la­rem Auf­bau für die di­rek­te Mon­ta­ge an Mo­to­ren oder An­trie­ben) als auch in kon­ven­tio­nel­ler Aus­füh­rung als In­dus­trie- bzw. An­bau­dreh­ge­ber (mit ei­ge­ner Wel­le, Ku­gel­la­gern und Flansch) er­hält­lich. Ein fle­xi­bles Ste­cker­sys­tem er­mög­licht die Ka­bel­füh­rung so­wohl in ra­dia­ler als auch in axia­ler Aus­rich­tung und ver­ein­facht so die In­te­gra­ti­on auf engs­tem Raum. Die Bei­be­hal­tung von Loch­mus­tern für die Be­fes­ti­gungs­schrau­ben und ei­ne iden­ti­sche Ste­cker­be­le­gung sor­gen für me­cha­ni­sche und elek­tri­sche Kom­pa­ti­bi­li­tät mit der vor­he­ri­gen 22-mm-Se­rie. Als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­schnitt­stel­len wer­den BiSS C und SSI un­ter­stützt.

Die Kit-Ver­sio­nen ver­fü­gen über ei­ne in­te­grier­te Selbst­ka­li­brie­rungs­funk­ti­on, die den Mon­ta­ge­pro­zess op­ti­miert und die Mess­ge­nau­ig­keit stei­gert. Nach der In­stal­la­ti­on ge­nü­gen we­ni­ge kur­ze Wel­len­um­dre­hun­gen, da­mit der in­ter­ne Mi­kro­pro­zes­sor des Ge­bers ge­ring­fü­gi­ge Mon­ta­ge­un­ge­nau­ig­kei­ten au­to­ma­tisch er­ken­nen und kor­ri­gie­ren kann – zeit­auf­wen­di­ge Nach­ar­bei­ten sind so­mit nicht mehr not­wen­dig.

Bat­te­rie­lo­se Mul­ti­turn-Er­fas­sung

Wie al­le Mit­glie­der der IX­ARC-Pro­dukt­fa­mi­lie von PO­SI­TAL zeich­nen sich auch die neu­en 20-mm-En­coder durch ei­ne bat­te­rie­lo­se Mul­ti­turn-Zäh­lung aus, die auf der Wie­gand-En­er­gy-Har­ves­ting-Tech­no­lo­gie ba­siert. Je­de voll­stän­di­ge Wel­len­um­dre­hung er­zeugt über den in­te­grier­ten Wie­gand-Sen­sor Strom­im­pul­se, die so­wohl das Zäh­l­er­eig­nis aus­lö­sen als auch die Zäh­le­lek­tro­nik mit En­er­gie ver­sor­gen. Das Er­geb­nis ist ei­ne zu­ver­läs­si­ge Er­fas­sung der Um­dre­hun­gen über ei­nen Be­reich von bis zu 24 Bit (16.777.216 Um­dre­hun­gen) hin­weg, die selbst bei feh­len­der Sys­tem­span­nung ge­währ­leis­tet bleibt und kei­ne Bat­te­ri­en er­for­dert.
 

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