Industrie-Gasfedern

für die Bühnentechnik

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    Industrie-Gasfedern

Wenn in Theatern das Bühnenbild als aktives Element in Szene gesetzt wird, ist meist Technik mit im Spiel. So auch bei der Komödie „Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit“ am Gießener Stadttheater. Dort unterstützen Industrie-Gasfedern von ACE die Schauspieler dabei, ihre Bühne ohne große Anstrengung zu verändern.  „Die Hochzeit des Figaro“ ist weltweit bekannt, während „Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit“ wohl eher Theaterliebhabern ein Begriff ist. Und das, obwohl der Glanz von Mozarts Werk ohne den mittleren Teil von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais’ Figaro-Trilogie undenkbar wäre. Das kurz vor der Französischen Revolution spielende Stück, erst nach mehrjähriger Zensur 1784 öffentlich aufgeführt, hält als Fortsetzung von „Der Barbier von Sevilla“ der feudalen Gesellschaft den Spiegel vor. Es schildert den Tag der geplanten Hochzeit zwischen Figaro, dem Bediensteten des Grafen Almaviva, und Susanne, der Zofe der Gräfin.   Dass die Macher des Bühnenbildes von „Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit“ am Stadttheater Gießen diesen revolutionären Hintergrund in ihre Arbeit mit einbeziehen, ist offensichtlich. Gastregisseur Klaus Hemmerle und Bühnenbildnerin Johanna Maria Burkhart symbolisieren mit Hilfe von herauf und herunter klappenden Wänden einerseits das Zusammenfallen der gesellschaftlichen Strukturen. Andererseits begünstigt die mit wenigen Handgriffen durch die Schauspieler zu verändernde Spielfläche die Dynamik dieser Verwechslungskomödie, die an verschiedenen Orten des gräflichen Anwesens ihren Lauf nimmt.     Spielerisch leichtes Verändern des Bühnenbildes   Das Bühnenbild besteht dabei aus verschiedenen 2 x 2 m großen Wänden. Um diese auf der hellen, leicht schrägen Spielfläche vor dem Schwarz der Hinterbühne schnell, einfach und unauffällig verschwinden zu lassen, ist industrielle Unterstützung nötig. Der Einsatz geräuschvoller Motoren oder optisch störender Seilwinden kommt nicht in Frage. Stattdessen entscheidet man sich in der technischen Direktion unter Helmut Stresemann und im Team um Theatermeister Olaf Boyens für eine industrielle Hebehilfe in Form von Gasfedern von der ACE Stoßdämpfer GmbH. Der Partner für Dämpfungslösungen aller Art ist nicht nur in der Automation und anderen Industriezweigen beheimatet, sondern verfügt auch über reichhaltige Erfahrungen und Lösungen im Event-, Kultur- und Unterhaltungsbetrieb. Ob Sicherheits-Stoßdämpfer zum Schutz von Menschen und Maschinen, hydraulische Bremszylinder als beidseitig wirkende Bremsen oder – wie in diesem Fall – Industrie-Gasfedern, welche die Darsteller entlasten sollen, die Produkte des Langenfelder Unternehmens haben eines gemein: Sie sind konzipiert, um Kunden durch schnelle, einfache Integration in ihre Konstruktionen Zeit und Geld zu sparen. Im Gegensatz zu industriellen Konstruktionen ist in Gießen keine ausgetüftelte Auslegung nötig, da die Wände aus leichtem Material hergestellt sind. Bei einer großzügig kalkulierten bewegten Masse empfiehlt ACE die Verwendung von Gasfedern des Typs GS-22-150-AA-700N, um die Bühnenwände spielerisch aufrichten und hinlegen zu können.   Industrie-Gasfedern dieses Anbieters zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Allgemeinen beim Öffnen und Schließen von Klappen, Hauben oder Deckeln die Muskelkraft der Bediener unterstützen. An den Gießener Bühnenwänden mit Hilfe der DIN-genormten Anbauteile angebracht, erleichtern sie zudem das Aufstellen bzw. Hinlegen um ein Vielfaches. Beim Beaufschlagen des in sich geschlossenen Gasfeder-Systems strömt Stickstoff durch die Drosselöffnung im Kolben und ermöglicht eine definierte Einfahrgeschwindigkeit. Dabei wirkt die Gasfeder entgegen der Gewichtskraft des Bühnenbildes. Beim Aufstellen strömt der Stickstoff zurück und unterstützt die Handkraft. Die Ein- und Ausfahrgeschwindigkeit wird durch die Drosselöffnung bestimmt. Die Einbaulage ist beliebig. Empfohlen wird jedoch der Einbau der Kolbenstange nach unten, um die Endlagendämpfung zu nutzen. Dabei sorgt eine zusätzliche Ölfüllung im zylindrischen Gasfederkörper überdies für sanftes Aufsetzen.   Das in Gießen verwendete wartungsfreie und einbaufertige Modell ist bei einem Zylinderdurchmesser von 22 mm und einem Hub von 150 mm in der Lage, eine Ausschubkraft von 700 N aufzubringen. Würden die Bühnenbildner die Ausmaße ihrer Arbeit während der Proben noch nach oben korrigieren, ließe sich auch die Druckkraft nachträglich über das Ventil um fast das Doppelte anpassen. Erst bei aufzubringenden Werten von jenseits 1.300 N kommen die größeren Modelle zum Zuge. Deren Obergrenze hinsichtlich der Ausschubkraft ist dabei in den serienmäßigen Varianten, die in Körperdurchmessern von 8 mm bis 70 mm lieferbar sind, erst bei 13.000 N erreicht. Die Langenfelder bieten für Extremfälle auch Sonderkonstruktionen an. Zudem erntet ACE regelmäßig bei seinen Kunden Applaus für die breite Palette an Zubehör und Anschlussteilen. Ganz nach Wunsch sind die modernen Maschinenelemente, wenn sie dem Zuschauer nicht wie in Gießen verborgen bleiben sollen, auch in optisch ansprechenden Edelstahlausführungen lieferbar.